Ein neues Wieso? Warum? Tread
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Chiara77
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Ein neues Wieso? Warum? Tread

Post 1 im Thema

Beitrag von Chiara77 » Mi 22. Jun 2016, 10:19

Ich weiß nicht aber in der letzten Zeit habe ich hier viele Berichte gelesen welche die eigenen Erfahrungen der User beschreibt. Teils kommt mir das schon bekannt vor, teils auch nicht. Als ich noch letzte Woche im Krankenhaus in Hamburg war habe ich eine Psychotherapeuten gefragt ob die Ursachen evtl. bekannt sind warum ich, ich geworden bin. Sie hat nur gemeint dass da verschiede Faktoren Einfluss haben… und natürlich nachgefragt warum mich das interessiert. Bin halt ein Forschernatur... auch wenn ich mich schon besser akzeptieren kann als vorher. Und vielleicht ist dieser Tread auch eine Art Psychoanalyse für mich :)

Ich habe als Kind im Winter auch diese gefühlt 1000 DEN Strumpfhosen tragen müssen, die sehr gekratzt haben. Daher habe ich diese ungern angezogen… auch weil die anderen Jungs mich immer deswegen geärgert haben.

Mit der Pubertät hat sich dann vieles geändert. Erst habe ich eine Hose von meiner großen Schwester geerbt. Ich bin sicher dass es eine Unisex Wrangler Hose (damals waren glaube ich alle Jeanshosen Unisex) war und dieser Hose war auch mein Lieblingshose denn es hat super gepasst!

Mein Vater hatte auch die Zeit herum ein bisschen Geld nebenbei verdient mit der An- und Verkauf von Second Hand Kleidung. Da habe ich immer wieder mal auch schöne stücke mir rausgesucht und im geheimen diese angezogen. Ich muss zugeben das hat mich auch sehr erregt! Schnitt und Stoff haben mich immer wieder auch begeistert… und natürlich auch die Gewissheit das diese Stücke von Frauen getragen wurden. Irgendwann habe ich auch noch mal den Badeanzug von meiner Schwester gestibitzt, und in der Nacht angehabt.

Paar Jahre später zur Faschingszeit habe ich mich dann als frau verkleidet und so auf dem Faschingsball gegangen! Hatte ein Kleid von meiner Schwester an glaube ich und auch ein BH. Meine Mutter hat diese damals mit zusammengeknüllten Taschentücher ausgestopft, als ich dann mit meinen Socken das angefangen habe… anscheinend wusste sie ja damals schon bescheid wie das geht (vielleicht durch meine Schwester). Paar Jahre vergingen danach, als ich dann wieder mal an einem Faschingsball – diesmal an der Hochschule wieder mich als Frau gekleidet habe. Da ging ich auch auf die Mädlstoilette.

An der Hochschule habe ich meine Exfrau kennengelernt und ich habe gedacht dass ich alles bis auf die Kinder im Leben erreicht habe… naja in meiner Ehe gab es schöne wie auch schlimme Jahre und ich habe mich sehr wenig mit Crossdressing beschäftigt. Ich hatte massive Probleme die mich sehr belastet habe unabhängig von meiner Neigung und ich musste um das tag tägliche Überleben kämpfen. Nicht desto trotzt wenn ich die Möglichkeit hatte habe ich Kleider von meiner Exfrau angezogen als ich alleine wahr. Oder mir was Internet bestellt… und später wieder entsorgt.

Irgendwann kam dann die Trennung und habe eine neue Freundin gefunden, und ich war mit ihr 1 Jahr zusammen, dann hat sie mich verlassen. Nun habe ich auch eine neue Freundin, und mit ihr bin ich auch sehr glücklich. Und wie ich merke dass der Überlebenskampf für mich beendet ist kommt meine Neigung mehr und mehr zum Vorschein. Naja vielleicht doch schon etwas früher. Es gab bei mir Zeiten wo ich praktisch Obdachlos war und daher auf günstige Kleidung angewiesen war… und passende Frauenjeans gibt es schon relativ günstig… auch der dreier Packs Unterwäsche…

Und heutzutage trage ich immer Frauenkleider wenn ich alleine bin… da wir noch nicht zusammen gezogen sind ist es natürlich sehr oft.

Das ist aber auch noch keine Erklärung für alles? Warum trage ich den Silis? Warum erregt mich der Gedanke dass eine Frau in mich eindringt (auch wenn es rein biologisch nicht geht)? Seit der Pubertät vergöttere ich Frauen – die selbstbewussten starken Frauen die wissen was Sie wollen und dabei auf sich achten innerlich wie auch äußerlich. Das geht sicherlich weit über die Bewunderung und schwärmen als Mann gegenüber das anderen Geschlechts. Es gibt Zeiten wo ich mir wünsche Brüste zu haben und ein etwas breiteren Hüfte. Und es gibt auch andere Zeiten wo ich als Mann die Frau erobern möchte… Das soll einer mal verstehen. Der Gedanke dass es rein biologische Ursachen hat möchte ich mal verneinen, ich habe auch ein Zwillingsbruder und er hat keine solchen Neigungen (zumindest hat er sich mir gegenüber so nie geäußert). Auch mein Testosteronspiegel ist im Normbereich.

Das ist doch wohl etwas länger als ich mir das vorgestellt habe... aber doch zumindest vollständig soweit ich mich erinnern kann…

LG,
Chiara

lucalikes
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Post 2 im Thema

Beitrag von lucalikes » Mi 22. Jun 2016, 11:08

Hi, Chiara,
ich freue mich, wenn es auch noch andere gibt außer mir, die sich für den psychologischen Grund ihrer Neigung interessieren. Wahrscheinlich hast du ja die folgenden Threads schon durchstöbert, oder?

viewtopic.php?f=16&t=11927
viewtopic.php?f=16&t=12121

Irgendwann werde ich noch einen Fragebogen entwickeln, der auf ursächliche Faktoren abzielt.
Es gibt aber, wie mir scheint, auch viele, die davon gar nichts wissen wollen. Wenn sie es dann lautstark in einem solchen Thread verkünden, kann die Diskussion schnell erlahmen oder in andere Bahnen geraten.
Das ist wie eine philosophische Grundentscheidung, ob die Welt prinzipiell erkennbar ist. Wenn ich davon ausgehe, dass sie es ist, dann hat mein Leben so etwas wie einen Grund oder einen Sinn (oder beides?).

Also - viel Erfolg mit deinem Thread und ich werde auf jeden Fall mitmachen.
LG
Martina (lucalikes)

Lina
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Post 3 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 22. Jun 2016, 11:13

@ Als ich noch letzte Woche im Krankenhaus in Hamburg war habe ich eine Psychotherapeuten gefragt ob die Ursachen evtl. bekannt sind warum ich, ich geworden bin. Sie hat nur gemeint dass da verschiede Faktoren Einfluss haben… und natürlich nachgefragt warum mich das interessiert.


Gut, dass sie das gefragt hat. Sonst hätte ich es getan - zumindest Sinngemäß. Obwohl meine Formulierung eher lauten würde: Wenn du es wüsste, welchen Unterschied würde es oder könnte es dann auf dein Handeln und dein Bild von dir selbst haben?

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Post 4 im Thema

Beitrag von nicole.f » Mi 22. Jun 2016, 11:57

Liebe Chiara,

tja, das Wieso und Warum kann niemensch erklären, noch nicht, und ich weiß auch gar nicht, ob ich das wollte. Jeder Erklärungsversuch wäre ein äußerst zweischneidiges Schwert und könnte auch schnell gegen uns verkehrt werden. Ich denke, was Du beschreibst, haben viele von uns so oder so ähnlich erlebt. Jede_r entwickelt sich anders, doch viele Muster tauchen immer wieder auf, was die Vermutung nahe legt, dass es schon gemeinsame Ursachen geben könnte. Wir wissen allerdings über die Entstehung von geschlechtlicher Identität noch so derart wenig, dass alles noch völlige Spekulation ist. Es ist daher völlig müßig, sich über Ursachen den Kopf zu zerbrechen, es ist den besten Wissenschaftlern bisher nicht möglich gewesen Ursachen zu finden.

Viel wichtiger als die Frage der Ursache sind doch eher die Fragen, warum suche ich nach Ursachen? Und was mache ich daraus, damit ich glücklich, zufrieden und ausgeglichen leben kann?

Die Suche nach den Ursachen ist eines dieser viel zu beobachtenden Muster. Fast alle trans* Menschen fragen sich dies zu Anfang ihrer Selbstwerdung. Ich denke die Ursache liegt darin begründet, dass wir durch unsere Umwelt in unserer Selbstwahrnehmung tief verunsichert werden. Viele der Fremdzuschreibungen, die wir täglich erfahren, widersprechen unserer Selbstwahrnehmung. Die schiere Anzahl der Fremzuschreibungen wirkt dann natürlich verunsichernd, denn wir sind alleine und die anderen sind ganz viele. Können sich denn wirklich alle anderen irren? Ja, können sie, denn sie gehen von falschen Grundannahmen aus, wie z.B. das das Geschlecht an den Genitalien ablesbar sei. Zudem gehen die meisten davon aus, dass es nur zwei eindeutige Geschlechter gäbe, was selbst wissenschaftlich heute fundamental in Frage gestellt wird. Geschlecht lässt sich nicht an einem Merkmal, egal welchem, festmachen. Auch Klischees taugen nicht dazu, genausowenig wie Stereotype.

Also was bleibt dann noch? Zuerst, denke ich, sollte man aufhören zu versuchen, sich selbst zu rechtfertigen. Es braucht keinen Grund oder Ursache, um als mit einem Penis geborener Mensch einen Rock, Badeanzug oder Strumpfhosen zu tragen. Das Warum ist unerheblich. Was viel wichtiger ist, ist das, was es mit einem macht. Fühlt es sich für mich, ohne Fredmwahrnehmung und Fremdzuschreibung, ohne gesellschaftliche Normen und Klischees, fühlt es sich für mich tief im Inneren richtig an? Erfüllt es mich? Macht es mich glücklich, zufriedener? Kann ich mich dann womöglich selbst besser leiden? Dann ist es ohne Frage das Richtige! Damit sollten dann auch die Gewissensbisse und Schuldgefühle abgelegt werden. Da gibt es nichts Falsches oder Verbotenes, es sind andere, die dies uns nur so zu verstehen geben wollen, doch die liegen falsch, nicht wir.

Etwas anderes ist aber nun, was man daraus macht. Zuvor gesagtes spielt sich im eigenen Kopf ab, es ist die Selbstfindung, Selbstwerdung und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch wir leben nicht alleine auf diesem Planeten - das wäre auch schrecklich. Daher muss nun ein Prozess der Verhandlung mit der Umwelt stattfinden. Ich bin mir über mich selbst bewusst, ich weiß was ich für mich brauche, um glücklich und zufrieden sein zu können und wie kann ich dies nun mit den Erwartungen der Umgebung in Einklang bringen? Das ist der große Verhandlungsprozess, den man als Coming-Out beschreiben könnte. Indem man sein Selbst offenbart und dazu steht, damit gleichermaßen aus seinem Versteck heraus tritt (coming out), wird die Umwelt beginnen, uns ihre Erwartungen an uns und ggf. unsere Widersprüche mit ihren Erwartungen zu kommunizieren. Die Kunst ist es dann, beide in Einklang zu bringen, der Umwelt nicht vor den Kopf zu stoßen um Konflikte zu vermeiden, aber gleichzeitig das Selbst nicht aufzugeben. Das ist ein Prozess, der ein Leben lang andauert, denn eigentlich machen wir das ohnehin ständig. Nur wir trans* Menschen sind in einer besonders verhandlungsbedürftigen Situation, da wir viele allgemein verbreitete Konzepte in Frage stellen müssen.

Doch nur weil sie weit verbreitet sind, macht es sie nicht richtiger. Wir können, dürfen und sollen das! Konzepte wie die geschlechtliche Binarität und die Eindeutigkeit von Geschlecht ab Geburt an sind überkommen. Wir leben gerade in spannenden Zeiten, einer geschlechtlichen Zeitenwende, glaube ich. Vielleicht schaffen wir es noch innerhalb dieser Generation, dass Geschlecht entthront wird, dass es wirklich keine Rolle mehr spielt und geschlechtliche Unterschiede kein Grund mehr für Ungleichbehandlung sein werden. Ich hoffe es. Denn dann ist allen geholfen, Frauen, Männern und all jenen Menschen, die sich jetzt ungesehen, ungeachtet und ungleich fühlen, weil sie nicht der überkommenen Geschlechternorm entsprechen.

Liebe Grüße
nicole
Zuletzt geändert von nicole.f am Mi 22. Jun 2016, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
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Post 5 im Thema

Beitrag von Chiara77 » Mi 22. Jun 2016, 12:04

Hallo Martina!

Ja ich habe die Threads schon durchgelesen, daher habe ich meine Erlebnisse auch aufgelistet.

Hallo Lina!

Die Frage kam natürlich auch ;) Und die Antwort ist leicht für mich: Ein besseres Verständnis für mich.

Diese Frage beschäftigt die meisten Menschen auf der Erde, vielleicht etwas anders am im Grunde dasselbe: Adoptierte Kinder fragen öfters nach den leiblichen Eltern, Stammbäume werden erstellt, Ahnenforschung betrieben und letzt endlich die Genetik selbst erforscht die Abstammung der Homo Sapiens Sapiens. Das alles bringt Erkenntnisse mit sich um einen besseren Verständnis zu haben, egal ob individuell oder als Spezies.


LG,
Chiara

)))(:

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Post 6 im Thema

Beitrag von Chiara77 » Mi 22. Jun 2016, 12:17

Vielen Dank Nicole!

Deine Sätze machen mir sehr viel Mut! Dein Zuspruch hat was in mich bewegt. (flo)

Ja ich gebe Dir vollkommen recht… die wichtigere Frage ist was ich machen kann um einen glücklicheren Leben führen zu können. Daran arbeite ich jeden Tag! Kleine unmerkbare Schritte… Ja ich bin noch am Anfang meines Weges, und ich weiß nicht was der Zukunft für mich bereithält, aber ich lasse es auf mich zukommen.

LG,
Chiara

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Post 7 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 22. Jun 2016, 21:59

Chiara77 hat geschrieben:Hallo Martina!

Ja ich habe die Threads schon durchgelesen, daher habe ich meine Erlebnisse auch aufgelistet.

Hallo Lina!

Die Frage kam natürlich auch ;) Und die Antwort ist leicht für mich: Ein besseres Verständnis für mich.
...


LG,
Chiara

)))(:
OK. Was passiert dir, wenn es keine eindeutige Antwort gibt. Z.B. dass das , was du bei dir als mögliche Ursache erkennst mit niemand anderem übereinstimmt. Was würdest du dann anders tun, als du es sonst tust - falls du überhaupt dein Handeln deswegen ändern würdest?

Brauchst du die Erklärung um eine Zugehörigkeit zu etwas oder jemandem zu empfinden? Vielleicht sind die anderen nicht die Norm sondern du selbst. Ist doch möglich, so lange das Gegenteil nicht bewiesen ist. Jemals daran gedacht?

Chiara77
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Post 8 im Thema

Beitrag von Chiara77 » Do 23. Jun 2016, 09:49

OK. Was passiert dir, wenn es keine eindeutige Antwort gibt. Z.B. dass das , was du bei dir als mögliche Ursache erkennst mit niemand anderem übereinstimmt. Was würdest du dann anders tun, als du es sonst tust - falls du überhaupt dein Handeln deswegen ändern würdest?
Meine erste Reaktion war zu schreiben dass ich mein Handeln nicht ändern würde, doch das ist Quatsch. Ich würde es ändern, denn es kämen weitere Erkenntnisse zu meinem Wissen dazu, welches mich verändert und so mich formt. Doch bevor hier was falsch verstanden wird, das Wissen darum wie es kam würde mir aber nicht als Entschuldigung dienen, sondern als Tatsache(n) (als Ereignis oder Reihen an Ereignissen) ohne Wertung, welche mich formten und so das ICH geformt haben - im meinem gesamten Wesen mit jedem einzelnen Aspekt davon und nicht nur meiner sexuellen Identität.
Brauchst du die Erklärung um eine Zugehörigkeit zu etwas oder jemandem zu empfinden? Vielleicht sind die anderen nicht die Norm sondern du selbst. Ist doch möglich, so lange das Gegenteil nicht bewiesen ist. Jemals daran gedacht?
Tatsächlich ist Aus- und Abgrenzung in meinem Leben eine permanent wiederkehrende Sache. Deswegen nehme ich Gruppen als solches zwar wahr, kann aber nicht viel damit anfangen. Für mich besteht jeder Gruppe aus Individuen, und komme mit jeder einzelner Person der Gruppe mehr oder minder klar. Somit ist mein Maßstab rein subjektiv und nur für mich geltend.

Nichts desto trotz habe ich ein Wort benutz im EP, welches mir nicht mehr aus dem Kopf geht und so mir ein Anhaltspunkt.

LG,
Chiara

PS: Ich finde diese Unterhaltung sehr konstruktiv, daher ein herzlichen Dank dafür!

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Post 9 im Thema

Beitrag von lucalikes » Do 23. Jun 2016, 10:05

Hallo Chiara, wie sieht es aus? Haben die allfälligen Beratungs- und Coaching-Antworten bereits gewirkt? Ist dir schon die Lust vergangen, nach dem Warum zu fragen?
Nicole schrieb:
"Es braucht keinen Grund oder Ursache, um als mit einem Penis geborener Mensch einen Rock, Badeanzug oder Strumpfhosen zu tragen. Das Warum ist unerheblich."
Da kann ich doch nur zustimmen. Es braucht keinen Grund, denn es hat schon mindestens einen. Bei mir jedenfalls. Ich finde Frauensachen an mir einfach schöner und möchte gern wie eine Frau aussehen. Damit wiederum möchte ich ausdrücken, dass ich mich mehr den Frauen zugehörig fühle.
Irgendwo anders gibt es einen Thread namens "Wozu brauchen wir Pumps?"
Da werden lustvoll Millionen Gründe aufgeführt und keiner kommt her und sagt: "Ist doch egal, tu es einfach!"
Aber die Frage nach dem Warum für das Crossdressing allgemein (und für eine Cross-Identität) löst sehr schnell diesen Reflex aus.
Stell dir vor, es fände tatsächlich jemand einen Grund. Ich greife mal in die Mottenkiste - vielleicht ist dir als Kind kein akzeptables männliches Vorbild begegnet? Und jetzt machst du eine therapeutische Erfahrung, bei der es dir gelingt, die Männer aus deiner Kindheit besser anzunehmen. Das ginge natürlich über die reine Kenntnis eines Grundes hinaus. Therapeutische Erfahrungen benötigen schon auch emotionale Beteiligung. Aber wenn du wüsstest, dass die frühen Erfahrungen mit Männern relevant sind, hättest du schon mal eine Suchrichtung für die Therapie.
Und daraus würden sich, bei mir jedenfalls, auch Konsequenzen für das Handeln ergeben.
Ich wäre froh, wenn es eine Therapie gäbe, durch die ich mich mehr mit Männern identifizieren könnte. Das hieße ja nicht, dass ich wie eine graue Maus herumlaufen müsste. Es gibt sehr wohl auch ansehnliche Männersachen, sogar in Rosa oder Flieder.
Ich habe allerdings keine Lust, jahrelang bei einem Therapeuten zuzubringen, der von dem Gebiet wenig Ahnung hat oder immer wieder sagt: "Ist doch egal, tu es einfach!".
Lieber hätte ich einen, der bereits dafür bekannt ist, erfolgreich Menschen mit Cross-identität behandelt zu haben. Leider war davon bisher hier noch nicht die Rede.
Wenn die Fee käme und mir anbieten würde, dass ich die CD-Neigung loswerden könnte, ohne es hinterher zu bedauern - ich würde "Ja" sagen. Ich würde Zeit und Geld sparen, hätte zufriedenere Mitmenschen und würde mich im Leben sicherer fühlen. Ich hätte auch mehr Vertrauen in die Welt - dass sie eine erkennbare Ordnung hat und in Ordnung gebracht werden kann. Es ist mir auch nicht egal, was es für die Umwelt bedeutet, wenn manche Männer auch noch so viele Schuhe und Klamotten anhäufen wie viele Frauen oder wenn wir uns centimeterdick schminken. Erst recht empfinde ich es nicht als eine "gute" Lösung, meinen Körper hormonell und/oder operativ umformen zu lassen, obwohl ich schon oft daran gedacht habe.
LG
Martina

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Post 10 im Thema

Beitrag von Lina » Do 23. Jun 2016, 11:47

Chiara77 hat geschrieben:
OK. Was passiert dir, wenn es keine eindeutige Antwort gibt. Z.B. dass das , was du bei dir als mögliche Ursache erkennst mit niemand anderem übereinstimmt. Was würdest du dann anders tun, als du es sonst tust - falls du überhaupt dein Handeln deswegen ändern würdest?
Meine erste Reaktion war zu schreiben dass ich mein Handeln nicht ändern würde, doch das ist Quatsch. Ich würde es ändern, denn es kämen weitere Erkenntnisse zu meinem Wissen dazu, welches mich verändert und so mich formt. Doch bevor hier was falsch verstanden wird, das Wissen darum wie es kam würde mir aber nicht als Entschuldigung dienen, sondern als Tatsache(n) (als Ereignis oder Reihen an Ereignissen) ohne Wertung, welche mich formten und so das ICH geformt haben - im meinem gesamten Wesen mit jedem einzelnen Aspekt davon und nicht nur meiner sexuellen Identität.
Brauchst du die Erklärung um eine Zugehörigkeit zu etwas oder jemandem zu empfinden? Vielleicht sind die anderen nicht die Norm sondern du selbst. Ist doch möglich, so lange das Gegenteil nicht bewiesen ist. Jemals daran gedacht?
Tatsächlich ist Aus- und Abgrenzung in meinem Leben eine permanent wiederkehrende Sache. Deswegen nehme ich Gruppen als solches zwar wahr, kann aber nicht viel damit anfangen. Für mich besteht jeder Gruppe aus Individuen, und komme mit jeder einzelner Person der Gruppe mehr oder minder klar. Somit ist mein Maßstab rein subjektiv und nur für mich geltend.

Nichts desto trotz habe ich ein Wort benutz im EP, welches mir nicht mehr aus dem Kopf geht und so mir ein Anhaltspunkt.

LG,
Chiara

PS: Ich finde diese Unterhaltung sehr konstruktiv, daher ein herzlichen Dank dafür!

Super - du hast also konkret über das "was wenn" nachgedacht. Das ist genau, was ich gehofft habe. Und was das Ein- und Ausgrenzen betrifft - da bist du scheinbar auch nicht anders als Menschen meistens sind. Menschen suchen "immer" (Soziopathen ausgenommen) irgend eine Zugehörigkeit oder Ähnlichkeit mit anderen Menschen oder Gruppen von Menschen, bevor sie überhaupt bewusst oder unbewusst entscheiden, ob sie die anderen mögen. Das fängt also schon bei subtilen Einzelheiten in der Körpersprache und streckt sich über viele Stufen - u.a. dein Ansatz "ich habe ein Problem - hat sie dasselbe Problem - oder dieselbe Ursache zum Problem - und umfasst auch total abstrakte Absurditäten wie Nationalitäts-, Religions- und Vereins-Zugehörigkeit.

Es gibt also dazu zwei Möglickeiten: Entweder gibt es eine Erklärung dazu, weshalb "wir" trans sind - oder es es lässt sich keine klare Ursache feststellen. Der Teil von Zugehörigkeit, die du da suchst, hat also eine hohe Wahrscheinlichkeit zu scheitern - zumindest wenn die Frage sich nicht in absehbarer Zeit sich beantworten lässt.

Dazu also noch zwei Fragen:

Worin könnte also sonst dein Zugehörigkeitsgefühl stärken, sei es in der Gesellschaft im allgemeinen oder in der LGBT-Community, oder sonst wo - egal wo auf dem Skala von cis bis trans du dich momentan befindest? (Dazu gibt vermutlich mehr Antworten als du unmittelbar siehst).

Statt also jetzt darauf zu "warten", wie "es" dein ich formt: In welche Richtung willst dein Bild von dir selbst formen? Wie sieht das Idealbild von dem Besten, was DU sein kannst, aus?
(Da werden dir ohnehin eine Menge Eigenschaften und Fähigkeiten einfallen - einige fallen mehr ins Weibliche, einige mehr ins Männliche - das ist völlig OK - alle Menschen haben gemischte Gender-typische Eigenschaften.)

...

Was mich betriftt - Es vergehen inzwischen immer Jahre dazwischen, dass ich mich Anderen gegenüber als trans-dies oder das definieren muss ... wie ich das selber sehe: dazu will ich jetzt nich mehr erzählen, da ich keine Eigenschaften von mir reinprojizieren oder suggerieren will.

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Post 11 im Thema

Beitrag von Chiara77 » Do 23. Jun 2016, 12:45

Hallo Martina,

oh nein, die Gründe interessieren mich schon sehr! Aber für mich sind es zwei Paar Schuhe, die Gründe zu kennen und im hier und jetzt zu agieren.
Ich möchte es gerne verstehen aber auch mich ausleben so wie ich bin, dazu fehlt mir noch Mut. Aber was sollst. Ich kann mit bewerten Techniken mein Selbstwertgefühl soweit stärken dass ich irgendwann je nach meinem Befinden mich selbst geben kann, in jeder Situation. Was momentan nicht der Fall ist.

Ich habe schon viele viel Männerrollen ausprobiert, und auch daran Gefallen gefunden. Diese möchte ich nie vermissen und auch immer wieder gerne diese Rollen ausleben. Andere wiederum möchte ich nicht wieder erleben. Und es gibt auch einige Frauenrollen die ich ausprobiert habe, und da bin wiederrum auch genauso, einiges gefällt mir, andere wiederum nicht.

Ich glaube Akzeptanz spielt hier eine große Rolle. Ich habe mich so akzeptiert im hier und jetzt wie ich bin… mit all meinen Fehlern, niedrigen Selbstwertgefühl in einigen Bereichen. Das gibt mir die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln welches andere nie erleben dürfen. Ein sehr buntes leben. Es ist sicherlich nicht einfach und öfters habe ich schon in der Vergangenheit gedacht dass es doch so einfach sein könnte „normal“ zu sein. Dann freue ich mich aber auch über meine Erlebnisse. Die Schöne Neue Welt von Huxley ist nichts für mich.

Mich interessieren nur die Ursachen, die Pille danach nicht (so sehr). Ich bin mir nicht sicher ob ich diese nehmen würde… es gebe sicherlich Zeiten wo ich es nehmen würde… andererseits möchte ich diese glücklichen Momente voller Aufregung, Wunder und Glück auch nicht missen. Mir sind meine Mitmenschen auch nicht egal, und ich erwäge jedes Mal was ich ihnen zumuten kann und was nicht. Es gibt keinen guten oder schlechten Lösungen nur individuellen für die einen kommt ein OP in Betracht für andere wiederum nicht.

Wir leben in einem hoch komplexem Welt, und dabei kann ich durchaus verstehen das Kategorien und Schubladendenken das Leben der Einzelnen einfacher macht, aber ist es lebenswert? Das kann jeder einzelne selber entscheiden. Ich meine was ist den Ordnung? Was wäre wenn die Ordnung bedeuten würde dass jeder so auf die Straße gehen könnte wie er / sie es möchte? Dann wäre CD kein Thema denn es würde nicht existieren!

Ein anderes Thema ist natürlich wie ich mich fühle. Ich fühle mich als ein Wanderer zwischen den Geschlechtern. Warum weiß ich nicht… habe aber mal zumindest Anhaltspunkte. Wie ich damit umgehe ist wiederum was anderes. Momentan steht eher das im Vordergrund, doch das warum interessiert mich einfach nur.

LG,
Chiara

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Post 12 im Thema

Beitrag von Chiara77 » Sa 25. Jun 2016, 12:32

Lina hat geschrieben: Es gibt also dazu zwei Möglickeiten: Entweder gibt es eine Erklärung dazu, weshalb "wir" trans sind - oder es es lässt sich keine klare Ursache feststellen. Der Teil von Zugehörigkeit, die du da suchst, hat also eine hohe Wahrscheinlichkeit zu scheitern - zumindest wenn die Frage sich nicht in absehbarer Zeit sich beantworten lässt.

Dazu also noch zwei Fragen:

Worin könnte also sonst dein Zugehörigkeitsgefühl stärken, sei es in der Gesellschaft im allgemeinen oder in der LGBT-Community, oder sonst wo - egal wo auf dem Skala von cis bis trans du dich momentan befindest? (Dazu gibt vermutlich mehr Antworten als du unmittelbar siehst).

Statt also jetzt darauf zu "warten", wie "es" dein ich formt: In welche Richtung willst dein Bild von dir selbst formen? Wie sieht das Idealbild von dem Besten, was DU sein kannst, aus?
(Da werden dir ohnehin eine Menge Eigenschaften und Fähigkeiten einfallen - einige fallen mehr ins Weibliche, einige mehr ins Männliche - das ist völlig OK - alle Menschen haben gemischte Gender-typische Eigenschaften.)
Hallo Lina!

Die Fragen sind ja schon etwas schwerer zu beantworten...

ich habe schon etwas nachgeforscht wie ich denn mich einstufen könnte und ehesten kommt in der Identität als Bigender bzw. genderfluid in betracht. Orientierung: hetero Mann bis lesbische Frau mit all seinen Facetten.

Und wie ich mein Zugehörigkeitsgefühl stärken könnte? Hmm.. erstmal durch das Forum hier, vielleicht auch mal treffen evtl CSD... Oder ganz einfach mit "offenen" Personen austauschen... und natürlich auch Therapie...

Mein Idealbild von mit Selbst? Ein offener Mensch zu sein, lachend und beniesend durch das Leben zu ziehen, mit einer liebevollen Familie. Tun und sein zu lassen was ich möchte, bei der Arbeit und in der Freizeit Spaß zu haben... dass was jeder sich wünscht....

LG,
Chiara

Lina
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Post 13 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 25. Jun 2016, 13:18

lucalikes hat geschrieben:Hallo Chiara, wie sieht es aus? Haben die allfälligen Beratungs- und Coaching-Antworten bereits gewirkt? Ist dir schon die Lust vergangen, nach dem Warum zu fragen?
Nicole schrieb:
...
LG
Martina
Weißt du was die Sacheist mit "Warum" - es schreit immer nach einer Rechtfertigung - wo vielleicht keine Rechtfertigung nötig ist. Das sollte der Einzelne natürlich selber entscheden dürfen, findest du nicht? (Meine hoffentlich erste suggestive Frage in diesem Thread...)

lucalikes
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Post 14 im Thema

Beitrag von lucalikes » Sa 25. Jun 2016, 15:27

Hallo Lina,
genau, jeder darf selbst entscheiden. Finde ich auch.
Ich gehöre zu den Menschen, die durchaus bereit sind, sich zu rechtfertigen. Das gehört auch zum Leben dazu.
Die meisten Menschen halten sich problemlos an die ungeschriebenen Regeln, mit denen der Unterschied zwischen Männern und Frauen erzeugt wird. Ich kann verstehen, wenn diese Menschen eine Erklärung von mir wünschen, warum ich es als Zumutung empfinde, die Regeln einzuhalten. Ich möchte diese Erklärung gerne geben. Bisher kam da noch nicht so viel zusammen, aber die Frage darf schon immer wieder mal gestellt werden.
Nötig im engen Sinn ist diese Rechtfertigung sicher nicht, da stimme ich zu.
Martina

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Post 15 im Thema

Beitrag von Chiara77 » So 26. Jun 2016, 11:54

Ich glaub da gibt es ein riesen Unterschied zwischen Rechtfertigung und Erklärung. Eine Erklärung kann man als Rechtfertigung benutzen oder auch nicht...
Eine kleine Erfahrungsbericht diesbezüglich:

Ich habe letztens von meiner Freundin ein Tunika ähnlichen Shirt bekommen mit einem schönen Stickerei, welches Sie bislang getragen hat. Und es passt mir wie angegossen! Ich war neulich Pilze sammeln in Hot Pants mit diese Tunika, da es echt warm war. Mein bester Freund hat nur gemeint (Zitat): dass mir nur noch Titten fehlen. Trotzt, dass er das halb als Scherz gemeint hat, hat mich ein bisschen Verletzt. Doch ich hab weder eine Erklärung noch eine Rechtfertigung gegeben.

Andererseits hat meine Freundin mein Entlassungsbrief aus der KH durchgelesen, wo drin steht dass eine Belastung für mich dar stellt in der Partnerschaft mein CD. Da habe ich als Rechtfertigung meine Erkenntnisse geschildert und gestanden das die ersten Vorkommnisse schon in der Pubertät stattgefunden haben...

Rechtfertigung ist mE auch ganz wichtig in einzelnen Gesprächen. Auch deswegen um mal die Beweggründe für den eigenen Handeln darzulegen, bzw Situationen zu beschreiben, nicht nur im bereich CD oder Trans* Bereich.

Ich weiß das sind nur erste Schritte, doch ich bin sehr froh drüber das meine Freundin so damit umgeht... auch wenn es ein Achterbahn ist und noch viele Schritte gemacht werden müssen...

LG,
Chiara

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