arbeitgeber und dresscode
arbeitgeber und dresscode - # 3

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ab08
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 31 im Thema

Beitrag von ab08 » Sa 12. Dez 2015, 17:34

Liebe Martina,

ich vermute, Julia bezieht sich hier auf Berufe, wo Entscheidungen bezüglich Kleidung in erster Linie in der Verantwortung der Arbeitnehmer liegt.
Wo also eher Unterschiedlichkeit, Vielfalt angesagt ist. (z.B. Schulen, Sportvereine, Tätigkeit als Reiseleiter (*) usw. -> mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein)

Liebe Grüße
Andrea

(*) Auf der Busreise nach Frankreich hatten wir z.B. eine deutsche(!) Reiseleiterin, die nicht nur gut französisch sprach, sondern auch wie eine Französin so aussah.
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JaquelineL
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 32 im Thema

Beitrag von JaquelineL » So 13. Dez 2015, 02:04

Hallo Martina,
martina hat geschrieben:dann hilf mir bitte mal weiter, wenn ich diese sätze auf meinen arbeitgeber beziehe, wo es einen strikten dresscode gibt. "form transportiert inhalt" - das würde dazu passen, dass man mit anzug bessere gedankliche leistungen erbringt.
nun, der Transport endet beim Empfänger. Menschen verbinden mit verschiedenen Bekleidungsstilen unterschiedliche Qualifikationen - da kann der sonstige Inhalt dann gleich sein, wird aber unterschiedlich bewertet. Klassisches Beispiel wäre die Kollegin Im Blaumann, im Kostüm, im Hosenanzug und im Minirock plus hochhackigen Schuhen... die gleichen fachlichen Aussagen würden sehr wahrscheinlich zu unterschiedlichen Einstufungen ihrer Kompetenz führen.

Die Bekleidungsvorgaben sollen in der Regel für ein einheitliches transportiertes Image sorgen (wenn sie nicht einfach nur dem Arbeitsschutz dienen).

Liebe Grüße
Jackie

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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 33 im Thema

Beitrag von Lina » So 13. Dez 2015, 09:20

Stimmt Jackie. Genau aus dem Grund habe ich auch gefragt, ob der scheinbar komplett freie Kleiderordnung in der Arbeitsumgebung von Martina evtl. damit zusammenhaengen koennte, dass Frauen dort keine Schluesselpositionen anvertraut werden. Solche Firmen gibt es ja immer noch. Leider blieb das bislang unbeantwortet.

JuliaS
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 34 im Thema

Beitrag von JuliaS » So 13. Dez 2015, 09:48

Mit den Leitsätzen soll ausgedrückt werden das eine bestimmte Aussage über das Unternehmen bzw die Qualifikation oder auch Seriösität der Bediensteten in der Bekleidung wiedergespiegelt werden soll. Es wird allerdings auch oftmals von der Kundschaft eingefordert. Beispiele gibt es reichlich. Auch ist bei bestimmten Tätigkeiten eine bestimmte Bekleidung notwendig bzw zweckmäßig wärend eine andere oftmals schon aus reinen Praktikabilitätsgründen unzweckmäßig ist. Hier spielt auch oftmals der Arbeitsschutz mit hinein.
"Tage wie diese, im hellen Sonnenschein"

martina
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 35 im Thema

Beitrag von martina » So 13. Dez 2015, 12:26

JuliaS hat geschrieben:Mit den Leitsätzen soll ausgedrückt werden das eine bestimmte Aussage über das Unternehmen bzw die Qualifikation oder auch Seriösität der Bediensteten in der Bekleidung wiedergespiegelt werden soll. Es wird allerdings auch oftmals von der Kundschaft eingefordert. Beispiele gibt es reichlich. Auch ist bei bestimmten Tätigkeiten eine bestimmte Bekleidung notwendig bzw zweckmäßig wärend eine andere oftmals schon aus reinen Praktikabilitätsgründen unzweckmäßig ist. Hier spielt auch oftmals der Arbeitsschutz mit hinein.
dann verstehe ich diese leitsätze mal als idealvorstellung. bei uns ist es ein diktat von oben, hat nichts mit kundenkontakt und auch nichts mit arbeitsschutz zu tun. wenn man bei 40 grad innentemperatur in nicht-klimatisierten büros hocken muss, dann ist das tatsächlich eine aussage über das unternehmen.
liebe grüsse
martina
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 36 im Thema

Beitrag von Lina » Mo 14. Dez 2015, 11:14

Rechtlich gesehen muss niemand in annähernd überhitzten Büros arbeiten. Das HAT mit Arbeitsschutz zu tun.

Weshalb die Kleiderordnung nur für Männer gilt, macht mich aber neugierig. Irgend jemand hat sich also irgendwann eine Kleiderordnung zusammengesponnen - aus gegebenen Anlass oder Anlässe. Einiges davon scheint mir zurück in die 80er zu datieren. Damals wurde das mit den Socken nämlich in viele Kleiderordnungen rein geschrieben, weil die Mode mit schwarzen Schuhen und weißen Socken um sich griff.

Nur warum, die Männer auch ohne Kundenkontakt mehr Autorität verliehen werden muss, aber nicht die Frauen macht mich immer noch neugierig. Bei meiner Schwester in der Firma gibt es z.B. keine explizite Kleiderordnung, aber die Leute haben selber in den meisten Fällen einen Blick dafür. Nur einmal hat sie eine recht junge Empfangsmitarbeiterin zum Umziehen nach Hause geschickt, weil sie einen Top trug, von dem Schnitt, wo eine Schulter immer frei ist. Vierständlich. Sie arbeitet mit Kunden, die dermaßen konservativ sind, dass die Männer nicht mal lange Haare habedn dürfen.

Es wäre also interessant, wenn Martina wirklich die Umstände etwas genauer beschreiben würde, denn wenn zuviel verschwiegen wird, ist es auch schwierig, etwas damit anzufangen.

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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 37 im Thema

Beitrag von Franka » Mo 14. Dez 2015, 20:31

Der Arbeitgeber muss aber den Gleichbehandlungsgrundsatz beachten. Er kann deswegen nicht nur von einem Geschlecht das Tragen von Dienstkleidung verlangen (Arbeitsgericht Köln, Urteil vom 05.04.2011, Az. 12 Ca 8659/10).
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.

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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 38 im Thema

Beitrag von Franka » Mo 14. Dez 2015, 20:52

Wenn man so im Internet stöbert, hat der Arbeitgeber wohl leider wirklich sehr viel zu sagen, was die Kleidervorschriften angeht.
Aber: Wenn keine „Uniform“ vorgeschrieben ist, sagen wir beispielsweise ein Dirndl für die Bedienung im Hofbräuhaus, dürfen Sie über Anzüge und Kostüme selbst entscheiden.
Am anderen Ende der Skala wird das äußere Erscheinungsbild (Outfit) der Mitarbeiter bis in die letzten Feinheiten strikt geregelt.
So kann der Dresscode einer Schweizer Bank bis hin zur Farbe der Unterwäsche (hautfarben/nude) 52 Seiten umfassen. :o Aber wir leben ja zum Glück in Deutschland:

Wie sieht es denn jetzt mit Vorgaben zu Strümpfen und Unterwäsche aus? Nun gut, dass Sie zum Schutz der Dienstkleidung überhaupt Unterwäsche tragen oder dass diese beispielsweise bei weißer Dienstkleidung nicht durchschimmern darf, kann Ihnen der Arbeitsgeber tatsächlich vorschreiben, auch wenn sich je nachdem die Kontrolle schwierig gestalten könnte. Es geht dabei meistens vor allem darum Anstößigkeiten auf der Arbeit zu unterbinden. Bei Farbe, Design oder Stoffen greift dann aber schlussendlich Ihr Persönlichkeitsschutz und Sie können gerne unter Ihrem schwarzen Kostüm den pinken Snoopy-Schlüpper tragen.

Ihre Frisur: Rot, Blond, Schwarz, gestreift, Zopf, offen, lockig…nur zu. Ihre Haare dürfen Sie ganz nach Ihrem Belieben tragen. Ausnahmen gibt es nur im Bereich der Sicherheit sowie je nach Branche im Kundenkontakt. Eine Kündigung aufgrund der neuen Haarfarbe ist zwar nicht möglich, Sie könnten mit Ihren neuen pinken Haaren aber vom Empfang in das Büro der Bank zwangsversetzt werden.

Ich denke ohne Kundenkontakt wird es aber für den Arbeitgeber etwas schwierig strikte Kleiderordnungen vorzuschreiben, denn aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers (Art. 2 Abs. 1 GG) folgt zwar grundsätzlich dessen Freiheit bei der Gestaltung seines Äußeren (z. B. Wahl der Kleidung, Frisur, Accessoires etc.) auch während der Arbeitszeit, aber aus gesetzlichen Vorgaben kann sich jedoch eine Einschränkung ergeben, wie auch aus der allgemeinen Rücksichtnahmepflicht (§ 241 Abs. 2 BGB).
Ziemlich kompliziert das ganze.

LG Dahlia

Quellen: http://www.haufe.de/recht/arbeits-sozia ... 00468.html
http://arbeits-abc.de/arbeitskleidung/
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 39 im Thema

Beitrag von s_Roeckchen » Mo 14. Dez 2015, 22:58

Gibts einen Betriebsrat, dann hat der ein Wörtchen mitzureden. Ists ein guter Betriebsrat, verhindert er die schlimmsten Kontroll- und Vorschriftsauswüchse.
Siehe: http://www.haufe.de/oeffentlicher-diens ... 93520.html

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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 40 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 15. Dez 2015, 15:22

Moin zusammen,

...da kann einem ja ganz schwindelig werden bei so vielen Vorschriften in den unterschiedlichen Berufen. Von Gleichberechtigung scheinen wir hier auch noch meilenweit entfernt zu sein. Da lebt der Muff unter den Talaren, den wir in den 60-ziger und 70-ziger Jahren schon bekämpft haben. Totgesagte leben länger scheint auch hier zu gelten, wo ein wenig gesunder Menschenverstand in den meisten Fällen ausreichen dürfte, mal von Arbeitsschutzaspekten, die in jedem Falle ja sehr wichtig sind und dem Eigenschutz dienen, abgesehen. Die Qualität der Arbeit/Dienstleistung sollte im Vordergrund stehen und nicht, ob jemand pinke Haare hat oder Ohrringe trägt; aber das ist meine Meinung, die wohl noch nicht mehrheitsfähig ist.

Gruß, Ulrike-Marisa

Plisseedreher70
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 41 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 » Di 15. Dez 2015, 18:06

Hallöchen,
manchmal denke ich...je mehr Krawatte, umso größer die Gangster...!
Beispiele gibt es genug davon...
Nicht von der Hand zu weisen: außen cool, innen hohl...
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!

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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 42 im Thema

Beitrag von martina » Mi 16. Dez 2015, 20:19

dahlia hat geschrieben:Ich denke ohne Kundenkontakt wird es aber für den Arbeitgeber etwas schwierig strikte Kleiderordnungen vorzuschreiben, denn aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers (Art. 2 Abs. 1 GG) folgt zwar grundsätzlich dessen Freiheit bei der Gestaltung seines Äußeren (z. B. Wahl der Kleidung, Frisur, Accessoires etc.) auch während der Arbeitszeit, aber aus gesetzlichen Vorgaben kann sich jedoch eine Einschränkung ergeben, wie auch aus der allgemeinen Rücksichtnahmepflicht (§ 241 Abs. 2 BGB).
schwierig ist das nicht für den arbeitgeber. schwierig wird öfter nur die personalbeschaffung, weil sich bewerber ungern auf sowas einlassen wollen. und juristisches zeug? gut und schön, wenn man versessen darauf ist, seinen status als arbeitnehmer in den status als arbeitsloser umzuwandeln.
s_Roeckchen hat geschrieben:Gibts einen Betriebsrat, dann hat der ein Wörtchen mitzureden. Ists ein guter Betriebsrat, verhindert er die schlimmsten Kontroll- und Vorschriftsauswüchse.
einen betriebsrat gibt es aber nur in 50% der unternehmen. und ob der dann gut ist, ist noch die nächste frage.
Ulrike-Marisa hat geschrieben:Da lebt der Muff unter den Talaren, den wir in den 60-ziger und 70-ziger Jahren schon bekämpft haben.
der muff, gegen den damals gekämpft wurde. heute ist es eher noch schlimmer. damals nannte man es spießig, heute heisst es hochmodern. und dagegen kann ja schliesslich keiner was haben,oder?
Plisseedreher70 hat geschrieben:manchmal denke ich...je mehr Krawatte, umso größer die Gangster...!
ich denke das öfter, praktisch jeden tag.

liebe grüsse
martina
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 43 im Thema

Beitrag von Lina » Do 17. Dez 2015, 02:37

@der muff, gegen den damals gekämpft wurde. heute ist es eher noch schlimmer. damals nannte man es spießig, heute heisst es hochmodern. und dagegen kann ja schliesslich keiner was haben,oder?

Meinst du? Wenn ich mich nicht ganz falsch erinnere ging es ganz konkret be dem Spruch (unter den Talaren, Muff von 1.000 Jahren), nicht um irgendwelche Spießer, sondern um Richter und andere Top-Leute bei den Behörden, die nachweislich ehemalige Nazis waren.

ab08
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 44 im Thema

Beitrag von ab08 » Do 17. Dez 2015, 17:52

Lina hat geschrieben:Wenn ich mich nicht ganz falsch erinnere ging es ganz konkret bei dem Spruch (unter den Talaren, Muff von 1.000 Jahren), nicht um irgendwelche Spießer, sondern um Richter und andere Top-Leute bei den Behörden, die nachweislich ehemalige Nazis waren.
Hallo Lina,

danke für diese Klarstellung! Unsere Lehrer waren ja auch zum Teil "belastet" -> Daher gab es den Spruch "Trau niemand über 30!"
Damals besuchte ich das Gymnasium und begann mein Studium der relativ unpolitischen Fächer Mathematik / Physik.
Für die Jüngeren war Kleidung damals meist irrelevant. Jede/Jeder kleidete sich, wie sie/er es wollte, und wurde so akzeptiert.
Aber die Verhältnisse dieser Zeit sensiblisierten /prägten die meisten Jüngeren damals politisch ziemlich intensiv.
(Bei mir hielt das bis heute an)

LG
Andrea
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Re: arbeitgeber und dresscode

Post 45 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 18. Dez 2015, 00:01

ab08 hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:Wenn ich mich nicht ganz falsch erinnere ging es ganz konkret bei dem Spruch (unter den Talaren, Muff von 1.000 Jahren), nicht um irgendwelche Spießer, sondern um Richter und andere Top-Leute bei den Behörden, die nachweislich ehemalige Nazis waren.
Hallo Lina,

danke für diese Klarstellung! Unsere Lehrer waren ja auch zum Teil "belastet" -> Daher gab es den Spruch "Trau niemand über 30!"
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Aber die Verhältnisse dieser Zeit sensiblisierten /prägten die meisten Jüngeren damals politisch ziemlich intensiv.
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