Haushalt leicht gemacht <<HERBST-GARTEN>>
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Amanda72
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Haushalt leicht gemacht <<HERBST-GARTEN>>

Post 1 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Fr 11. Sep 2015, 14:25

Hallo

Die schönste Jahreszeit hat begonnen, jedoch bedeutet sie auch wieder etwas mehr Arbeit für die Gartenbesitzer.

Laub auf dem Kiesplatz
Laub rechen auf dem Kiesplatz oder Schotterweg kann mühsam sein. Dabei vermengen sich Kies, Steinchen oft mit dem Laub und es erscheint einfacher die welken Blätter von Hand aufzusammeln. Wenn man einen Gärtner dafür beschäftigt, dann nutzt der einen Laubsauger/-bläser oder einen speziellen Industriesauger. Allerdings kostet ein Gärtner Arbeitszeit, Anfahrt, Gerätenutzung und nicht selten verkauft er einem dann noch Kies um die bearbeitete Fläche wieder zu befüllen. Das ist also eine recht teure Methode, es gibt aber auch eine günstige und bessere.
Der Rasenmäher ist besser geeignet, denn der nimmt nur das Laub. Die Schnitthöhe recht hoch einstellen und mit dem Mäher über den Kies fahren. Das rotierende Messer wirkt wie ein Ventilator, der das Laub aufwirbelt und in den Fangsack befördert. Je nach Rasenmäher kann es sinnvoll sein die Lücke zum Boden vorne und seitlich mittels Kunststoff oder Gummilappen zu minimieren. Das ist dann wie eine Kalotte die den Sog im Inneren unterstützt.
Da muss man eben ausprobieren und etwas basteln. Am besten benutzt man eine in Streifen geschnittene alte Fussmatte. Zur Montage verwendete ich beim alten Mäher einen dafür angefertigten Alu-Gurt, der vorne und seitlich mittels Schnellverschlüssen montiert wurde. Wenn der Rasenmäher richtig eingestellt ist, bleiben die Steine liegen und das Laub landet im Fangsack. Damit kann man auch den Hausplatz säubern, selbst wenn das Laub feucht ist.

Astschnitt und Laub als Dünger
Laub muss nicht unbedingt kompostiert werden, man kann es auch gleich unter einer Hecke verteilen. Da hält es die Wurzeln warm und beim verrotten dient es als Dünger. Man kann es auch unter einem Hasengitter auf die Beete legen, wo es den selben Zweck erfüllt. Da das jedoch oft nicht so schön aussieht macht man das nur selten. Wer viel Laub hat der sollte jeden Herbst ein richtiges Hochbeet schichten oder falls man schon welche hat, das Laub für später in Säcken trocken lagern. Laub kann man auch im Frühjahr noch gut zum mulchen brauchen. Rasen, Frühbeete, Blumen und Obstgehölze werden es einem danken.

Igel als Wintergast
Das gesammelte Laub ist im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert, denn es ist vielseitig nützlich und einsetzbar. Etwas einen Kubikmeter Laub brauche ich alljährlich für die vollautomatische und mobile Schädlingsbekämpfung namens Igel. Damit das liebe Stacheltier zu mir kommt habe ich an verschiedenen Stellen selbstgebaute Igelhäuser aufgestellt. Bauanleitungen gibts im Web, wenn man es nicht wissen sollte. Ins Igelhaus lege ich bei der Obsternte im Sommer und Frühherbst immer etwas hinein. Mal Mirabellen, dann Beeren, mal Apfelschnitze, dann Zwetschgen oder Brombeerer. Der Igel soll sich daran gewöhnen und sich bei mir wohlfühlen. Bei der „Laubernte“ werden die Igelhäuser dann von oben mit dem gesammelten Laub befüllt, aber nicht sofort ganz voll. Denn beim nächsten Mal sieht man ob das Häuschen schon bewohnt ist oder noch nicht. Ist der Igel schon da, dann fülle ich das Häuschen ganz und lege vor dem gedeckten Eingang einige Apfel- und Birnenschnitze, Haselnüsse und Rosinen. Wenn der Igel bleibt, dann fehlt das Futter innert kurzer Zeit und wird in Abständen von drei tagen wieder aufgefüllt, bis der Frost kommt. Danach schläft Meister Swinegel bis zu Frühling. :D

Biologischer Holzschutz
Wer wie ich einen romantischen Naturgarten hat oder haben möchte, der kommt nicht ums Holz herum. Es gibt nichts Schöneres oder Natürlicheres als Holz, jedoch muss man es pflegen und nähren wenn man lange Freude daran haben will. Ansonsten wird es morsch, faulig und bedeutet für den nächsten Sommer wieder viel Arbeit und Kosten.
Alle hölzernen Gartenmöbel, das Holzgestell der Hängematte, die Pergola, der Zaun, den Sichtschutz, die Hochbeete sowie das Gartenhaus sollte man vor Nässe schützen. Dazu verwendet man am besten Leinöl. Das Selbe wie man es auch als Salatöl verwenden kann. Das ist zwar nicht so günstig, doch es ist eine gute Investition langanhaltende Freude an Möbeln und Konstruktionen.
Die beste Zeit zum Pinseln sind schöne Wochenenden Ende September und Oktober, denn es macht keinen Lärm und kann somit auch an Sonntagen erledigt werden. Am besten beginnt man mit den Möbeln, die man im Haus oder im Gartenhäuschen zu überwintern plant. Damit das Öl richtig einzieht bedarf es etwa zwei Wochen und während dieser Zeit müssen die Möbel noch draussen bleiben. Es macht nichts wenn es nochmals darauf regnet, nur nicht zu früh versorgen. Leinöl kann sehr gefährlich sein, denn es ist selbstentzündlich, wenn es in geschlossenen und nicht belüfteten Räumen verarbeitet wird. Das Gartenhaus soll ja nicht abfackeln, daher sollte man dem Leinöl genügend Zeit geben um gut einzuziehen.
Pergolen, Terrassen, hölzerne Rosenbögen, Zäune usw. die im Winter draussen bleiben kann man nach den Möbeln ölen. Grosse Holztische und Verblendungen aus Douglasie, Lärche, Buche oder Eiche sollte man auch ölen. Oft werden spezielle Mittel angeboten, die zusätzlich noch Fäulnishemmer enthalten. Wer diese teuren Produkte verwenden will, soll wenigstens darauf achten dass keine „..zide“ drin sind und die Produkte über ein anerkanntes Ökosiegel verfügen. Lasierende Harze kann man ganz einfach auch selber herstellen, ohne sich teure Chemie zulegen zu müssen.

Liebe Grüsse
Amanda

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