Europa braucht uns
Europa braucht uns

Antworten
Ralf-Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 910
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: Mensch
Pronomen: egal, "sie" bevorzug
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 12555
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 459 Mal

Europa braucht uns

Post 1 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 14. Jun 2019, 08:52

Ich bringe hier ein allgemeines Thema ein, das meines Erachtens alle Menschen, also auch uns betrifft. Dabei rühre ich die Trommel für eine bürgerschaftliche, überparteiliche (so weit das möglich ist) Organisation: Pulse of Europe https://pulseofeurope.eu/
Ich zitiere hier meinen eigenen Facebook-Beitrag:
Am Abend des 12 Juni 2019 trafen sich 13 interessierte Europäer zum „Stammtisch Europa“. So war es beim ersten öffentlichen Hausparlament beschlossen worden.
Schnell entspann sich eine lebhafte Diskussion darüber, wie wir als Puls of Europe mehr Menschen erreichen. Es wurden einige Grundlagen genannt und Vorschläge gemacht.
Um hieran weiter zu arbeiten und die Last auf mehr Schultern zu verteilen haben wir beschlossen einen solchen Stammtisch an jedem letzten Mittwoch im Monat in der Nähe des Hohenzollernplatzes anzubieten.
Für den nächsten Termin am 31. Juli 2019 haben wir uns das Thema „Vereinigte Staaten von Europa oder Europa der Nationen - Was für ein Europa wollen wir?“ vorgenommen.
Sich anmelden und nähere Informationen einholen kann jede*r bei berlin@pulseofeurope.eu.
2412
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Olivia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1030
Registriert: Fr 13. Apr 2012, 11:25
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 25 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 279 Mal

Re: Europa braucht uns

Post 2 im Thema

Beitrag von Olivia » Fr 14. Jun 2019, 12:29

Hallo Ralf-Marlene,

da kann ich Dir nur beipflichten - überall wo Pulse of Europe aktiv ist, sollte unterstützt werden. Ich in Regensburg mache das!

Liebe Grüße von Olivia

Ralf-Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 910
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: Mensch
Pronomen: egal, "sie" bevorzug
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 12555
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 459 Mal

Re: Europa braucht uns

Post 3 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 14. Jun 2019, 12:40

(dr) Ganz liebe Grüße zurück
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Ralf-Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 910
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: Mensch
Pronomen: egal, "sie" bevorzug
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 12555
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 459 Mal

Re: Europa braucht uns

Post 4 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 2. Aug 2019, 07:01

Hier in Berlin haben wir seit zwei Monaten einen regelmäßigen Stammtisch, der für den letzten Mittwoch im Monat geplant ist. Hier mal meine Kurzzusammenfassung für die Netzwerke.
Am Abend des 31.Juli haben sich sensationelle 21 Menschen zum zweiten Stammtisch von Pulse of Europe zusammengesetzt.
Als Eröffnungsthema haben wir Frau von der Leyen und ihre Nominierung beredet, zu der es sehr unterschiedliche Aspekte gab.
Danach haben wir uns vorgestellt, um festzustellen, wie bunt Europa ist.. Nicht nur von Moldawien bis Griechenland reichten die Wurzeln der Europäer, auch Vietnam und die Vereinigten Staaten von Amerika waren dabei.
So bunt waren dann auch die Ideen, wie wir die europäische Idee und das friedliche Zusammenleben ohne Grenzen in der ganzen Welt erreichen können.
Uns selbst bessewr zu informieren führte zu dem Beschluss, einen gemeinsamen Besuch im Europäischen Haus in Berlin zu planen (http://www.europarl.europa.eu/germany/d ... eutschland).
Kontrovers wurde die Idee besprochen, wie es möglich wäre, kurze Informationen über die heutigen Prozesse in Europa uns und anderen greifbarer zumachen. Hier kam es zu noch keinem Beschluss und Vorschläge und Mitarbeit wären schön.
Als erster Schritt sind Arbeitsgruppen zu Themenfeldern abgestimmt worden. Zunächst wollen wir uns auf Umweltfragen und Außenpolitik beschränken, auch wenn damit die Inneres, Justiz, Sicherheitspolitik, Soziales und andere große Themen nicht aus dem Blick geraten.
Bei der anschließenden Diskussion ergab sich, dass jeder von uns eigene Erwartungen hat, was er sich als Ziel dieser Arbeitsgruppe vorstellt. Die Bandbreite ging von der Erstellung von Flyern wie zur Prideflag (https://www.kickstarter.com/projects/pu ... inbow-flag) bis zu der genaueren Kenntnis über Zusammenhänge und der Veränderung von aktueller Standarts. Beides ist wichtig. Es kann nicht genug Menschen geben, die ihr Wissen und ihr Herzblut hier beitragen.
Am Ende haben wir beschlossen, Susanne, unser Moderatorin, Verbindungsfrau zur Orga, Schriftführerin, der wir von Herzen danken, beim nächsten Plenum zu entlasten, Protokollierenden, Moderierenden und andere nötige Menschen vorher festzulegen, um so die Susanne zu entlasten.
Das alles dient auch der Frage, die über allem stand: Welches Europa wollen wir? Was können wir dazu beitragen? Wie können wir die Menschen begeistern?
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Nicole Doll
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1404
Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
Geschlecht: Enby
Pronomen:
Membersuche/Plz: Simmern / Hunsrück
Hat sich bedankt: 700 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 776 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Europa braucht uns

Post 5 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Fr 2. Aug 2019, 10:54

Hallo Ralf-Marlene,

nur ganz kurz und allgemein: Was für ein Europa brauchen wir? - Ich denke, ein Europa, das gemeinsam stark ist.

"Vereinigte Staaten von Europa" - da stößt mir Donald Trump sehr unangenehm auf.
"Europa der Nationen" - da bewegt es sich im Moment wohl hin. Jede Nation macht weitgehend, was sie will, und bei keinem Thema findet man einen gemeinsamen Weg - außer vielleicht bei geraden Gurken oder einheitlichen Kartoffelsorten.

Mit den Euro haben wir eine gemeinsame Währung, die dem US-Dollar etwas entgegen setzen kann. Entsprechend sollten wir uns auch bei allen wichtigen außenpolitischen Themen auf einen gemeinsamen Weg einigen. Die von ihren "Lords" geleiteten Briten sollten wir ohne faule Kompromisse gehen lassen, und undemokratische Staaten - wie Ungarn und inzwischen wohl leider auch Italien - sollten wir aus der Union ausschließen - jeweils mit der Option einer Wiederaufnahme.

So weit, so gut. Zum Suchbegriff "Pulse of Europe, Hunsrück" findet Google nur das hier:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... z-100.html

Sonst tut sich hier auf dem eher konservativ geprägten Land wohl nichts in diese Richtung, wo ich vielleicht mit machen würde.

Liebe Grüße
Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

Ralf-Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 910
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: Mensch
Pronomen: egal, "sie" bevorzug
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 12555
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 459 Mal

Re: Europa braucht uns

Post 6 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Mi 14. Aug 2019, 13:11

Entschuldige, liebe Nicole,
ich habe Deine Antwort erst jetzt gesehen. Ich denke, wenn wir etwas bewegen wollen, brauchen wir ein Staatenbündnis in Form eines übergeordneten europäischen Staates, ein föderales Europa, ein Europa der Regionen und Kulturen.

Eine Antwort hierauf ist auch in dem hier vorgestellten Buch zu finden:
viewtopic.php?f=69&t=18568&p=249705#p249705
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Ralf-Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 910
Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
Geschlecht: Mensch
Pronomen: egal, "sie" bevorzug
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 12555
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 459 Mal

Re: Europa braucht uns

Post 7 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Mi 16. Okt 2019, 09:27

Hier auch außerhalb der Wahlzeit mal ein Hinweis, dass Europa und die demokratische Gesellschaft uns brauchen... Anregungen bei dem 11.Europasalon von PoE Berlin:
https://www.facebook.com/PulseofEurope/ ... ater&ifg=1
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Ulrike-Marisa
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2621
Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
Geschlecht: transsexuell
Pronomen: sie
Membersuche/Plz: 248**
Hat sich bedankt: 496 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 544 Mal

Re: Europa braucht uns

Post 8 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mi 16. Okt 2019, 10:33

Moin,

...was heute in der EU abgeht, ist die Folge der nicht richtig geplanten Struktur von Anfang an. Europa auf ein reines Wirtschaftsbündnis zu reduzieren, mag zwar den Kapitalinteressen gegen gekommen sein, hilft aber nicht weiter, wie wir heute sehen. Der Fehler in der Konzeption liegt m.E. in dem Fehlen der Rechts- und Sozialunion, d.h. gleiche Rechte und Gesetze für alle Teilnehmerstaaten mit gleicher sozialer Versorgung der Bewohner , vermutlich auch gleiche Steuergesetzgebung. Das wären dann die Vereinigten Staaten von Europa aus historisch gewachsenen Mitgliedsstaaten mit eigener Sprache und Kultur. So war das mein Leben das ziel, wie ich es noch heute sehe. Alles andere kann nicht funktionieren wegen partikulärer Einzelinteressen, die alles kaputt machen.

Grüße, Ulrike-Marisa

Prinzessin Sara
Beiträge: 23
Registriert: Di 24. Sep 2019, 05:39
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Schweiz, Aargau
Membersuche/Plz:
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 6 Mal
Kontaktdaten:

Re: Europa braucht uns

Post 9 im Thema

Beitrag von Prinzessin Sara » Mi 16. Okt 2019, 11:08

Hi

Ich bringe hier mal noch meine Sichtweise aus der Schweiz ein.

Zu Europa generell: Im vergangenen Jahrhundert, genauer gesagt nach dem ersten Weltkrieg, kam die Idee "Jedem Volk sein Staat" auf. Jedes Volk sollte souverän über sich selbst entscheiden können. Nun zum Zusammenhang mit der EU. Es ist wichtig, dass europäische Staaten sich gegenseitig wirtschaftlich unterstützen um nicht in den Einfluss der USA oder von China zu geraten. Europa ist aber nicht so schön einheitlich wie es viele gerne hätten, denn es leben viele Völker in Europa und fasst alle haben ihren eigenen Staat, in dem sie für sich selbst ihr Leben regeln wollen (die Schweiz ist ein gutes Beispiel dafür, wir als Volk wollen weiterhin selbst mit Volksinitiativen und Referenden über unser Land entscheiden) . Deshalb erachte ich es als nicht besonders sinnvoll zu viele gemeinsame, nicht wirtschaftliche Gesetze in der EU zu haben. Dazu kommt, dass die Regionen verschiedene Probleme und Sorgen haben und man kann nicht die Sorgen aller Völker Europas in einer komplett vereinheitlichen EU lösen.

So nun aber zum eigentlichen Thema. Organisationen und Bewegungen, welche sich für die Rechte von LGBTQ+ und andere unterdrückte Minderheiten einsetzen sollen definitiv gefördert werden. Es gibt immer noch zu viele rückwärtsgewandte in Europa und es ist an der Zeit, dass so viele Vorurteile und Benachteiligungen wie möglich aus der Welt geschaffen werden.

LG, Sara 👸🏻
Hi! Ich bin Prinzessin Sara, freut mich dich kennenzulernen! ❤️

Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1006
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: Enby
Pronomen: <Name> / en
Wohnort (Name): Bremen
Membersuche/Plz: 28000
Hat sich bedankt: 170 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 1081 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Europa braucht uns

Post 10 im Thema

Beitrag von Jaddy » Mi 16. Okt 2019, 12:43

Es ist interessant, dass Du die USA und China ansprichst, die ja beide aus sehr unterschiedlichen Regionen bestehen, mit unterschiedlichen Regionalkulturen, tw. regionalen Sprachen, Eigenheiten und Gesetzen. Es gibt auch immer noch interne Auseinandersetzungen. Trotzdem erscheinen sie uns von aussen häufig als eine Einheit und sie profitieren intern sehr davon, dass zum Beispiel soziale Unterschiede ausgeglichen werden. Das minimiert Aggressionen untereinander, die anders im Zaum zu halten deutlich teurer wäre, nicht nur finanziell.

Deine Statements könnten genau so aus Deutschland 1870 stammen oder vielen anderen politischen Gebilden, die aus verschiedenen Regionen bestehen. Zum Beispiel der Schweiz? Wiki sagt: "ein Bundesstaat, der aus 26 teilsouveränen Kantonen besteht. Die Schweiz gilt als Willensnation; nationale Identität und der Zusammenhalt der Schweiz basieren nicht auf einer gemeinsamen Sprache, ethnischen Herkunft oder Religion, sondern auf interkulturellen Faktoren wie dem Glauben an die direkte Demokratie, einem hohen Mass an lokaler und regionaler Autonomie sowie einer ausgeprägten Kultur der Kompromissbereitschaft bei der politischen Entscheidungsfindung."

Die europäische Union ist genau so ein Willensgebilde, das unter einem gemeinsamen Dach gerade die Möglichkeit schafft, regional weiter zu existieren und zusammenzuarbeiten. Dabei heisst regional tatsächlich geografisch und nicht an nationalen Strukturen orientiert.

Ich weiss nicht, in wie weit Du die EU-Strukturen im Detail kennst, also zum Beispiel Subsidiaritätsprinzip, etc. Da gibt es ja häufig Missverständnisse, was "Brüssel" oder "die EU" gerade mal wieder gemacht haben soll. Ich sehe die EU noch lange nicht als perfekt an. Gerade dieses Konstrukt mit dem europäischen Rat ist nicht wirklich demokratisch, sondern gibt den Nationalregierungen zu viel Mauschelpotential gegen Parlament und Kommission. Aber der Vertrag von Lissabon war z.B. schon ein wichtiger Meilenstein. Die Charta der Grundrechte gilt jetzt überall und steht über nationalem Gesetz, weshalb die PiS in Polen oder Fides in Ungarn bspw nicht so einfach menschenrechtsfeindliche Gesetze verabschieden kann.

Eine ziemliche Altlast sehe ich in der Unart, national oder regional unerwünschte Politikleute "nach Brüssel" aufs Altenteil zu entsorgen. Es ist eben nicht mehr so, dass sie da keinen Schaden mehr anrichten können. Im Gegenteil. Schlimm genug, wenn sie dort einen Platz besetzen, auf dem eigenlich konstruktives erreicht werden sollte.

Antworten

Zurück zu „Berlin & Osten der Republik“