Weiderbildung
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Christiane.LE
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Weiderbildung

Post 1 im Thema

Beitrag von Christiane.LE » Sa 26. Jan 2019, 01:03

Hallo an Alle
Ich hätte mal eine Frage wegen Weiterbildung und ob ich so ein Weiderbildungsschein von Arbeitsamt bekommen kann auf
Grund das ich jetzt als Frau lebe und meine alte Ausbildung ,nicht mehr in denn Beruf (Baumaschienenführer) arbeiteten möchte.
Gibt es da irgend was was mann denn Jobcenter wo ich bin oder Arbeitsamt wie auch immer anbringen kann das mann ja nun ein anderes Leben führt ?
Ich würde gerne eine Ausbildung als Verkäuferin (arg) machen wenn ich das schaff ,mal so wegen neugierte :D
LG. Christiane
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Cybill
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Re: Weiderbildung

Post 2 im Thema

Beitrag von Cybill » Sa 26. Jan 2019, 09:42

Hach endlich mal wieder eine Frage aus meinem früheren Berufsleben!

Prinzipiell hast Du erst dann einen Anspruch auf einen Bildungsgutschein, wenn Du in deinem Beruf nicht mehr vermittelbar bist.

Aufgrund des AGG kannst Du dein Geschlecht nicht als Argument ins Feld führen. Das ist der Nachteil der Gleichstellung.

So wie aktuell die Bauwirtschaft boomt, hast du an dieser Stelle somit erstmal schlechte Karten.
Was deinen Wunsch Beruf Verkäuferin betrifft, so gibt es hier auch eine Vielzahl von Stellenangeboten. Das Problem liegt darin, dass die Sachbearbeiter dich möglichst vollständig aus dem Bezug von Transferleistungen raus bekommen sollen. Das wird mit einem Bauberuf sicherlich besser gelingen, als im Verkauf.

Als Verkäuferin wirst Du weiterhin auf Aufstockung durch Sozialleistung angewiesen sein.

Wo Du vermutlich gute Karten hättest, wäre eine Weiterbildung zur Erzieherin. Da ist es auch absehbar, dass du vollständig aus dem Bezug von Transferleistungen raus kommst.

Wenn du noch Fragen hast, dann kennst Du ja meine Telefonnummer.

Sei nicht enttäuscht, aber so denken die nunmal in der Arbeitsvermittlung.

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Re: Weiderbildung

Post 3 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Sa 26. Jan 2019, 10:51

Hallo Christiane,

das Du nicht mehr als Baumaschinenführerin arbeiten möchtest, wird das Arbeitsamt eher weniger bis gar nicht interessieren. Millionen Menschen gehen einer Beschäftigung nach, die sie nicht machen möchten. Du müsstest also sehr gute Argumente vorbringen, warum Du in diesem Job nicht mehr arbeiten möchtest (Gesundheit, Psyche, evtl. Diskriminierung und / oder Mobbing aufgrund Deines neuen Lebens).

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Weiderbildung

Post 4 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 27. Jan 2019, 20:56

Hallo Christiane,

die Überlegung von Michelle finde ich recht hilfreich. Auf dem Bau ist es für eine TS sicherlich noch mal härter als für eine Bio-Frau.

Was mir auch noch einfällt: Wie sieht es nach der GaOP mit schwerer körperlicher Arbeit aus? Als Baumaschinen-Führer sitzt man ja nicht nur daen ganzen Tag oben auf dem Bock, sondern muss auch mal kräftig zupacken, wenn die Maschine umzurüsten ist oder ähnliches.

Vielleicht weiß eine von uns, wie es da mit einem ärztlichen Attest aussieht?


Liebe Grüße
Michi
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Re: Weiderbildung

Post 5 im Thema

Beitrag von Christiane.LE » So 27. Jan 2019, 21:45

Ja Danke MicheWell ,gute Idee .
Außerdem bin ich ja schon bestimmt über 20 Jahre aus dem Beruf raus und müsste eh Nachschulung machen und dürfte auf Strasse auch nur noch Maschinen bis 7.5 Tonnen bewegen.
Aber ich denke ich brauche einen Fürsprecher oder sowas ,wenn mir wer eine Adresse von Verantwortlichen
geben könnte und ich dann meine ganze Geschichte von Arbeit zur Rente wieder von mir aus zur Arbeit ohne irgendwelche Hilfe usw schreiben kann ,dann hoffe ich das es vielleicht klappt es . Denn wenn ich meinen Sachbearbeiter einfach frage wird da nix kommen denke ich ,da er auch Scheins wenig Erfahrungen hat.
Lg . Christiane
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Re: Weiderbildung

Post 6 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 28. Jan 2019, 00:22

Hallo Christiane,

mit Ansprechpartnern vor Ort kann ich dir nicht weiterhelfen ... weißt ja. Aber warte mal ein klein wenig, ob noch Antworten kommen. Ansonsten kannst du auch mal den Arzt ansprechen, bei dem du zur Nachsorge bist, oder wenn alle Stränge reißen mal in der Klinik anrufen? Irgendwer wird doch was wissen.

Liebe Grüße
Michi
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Re: Weiderbildung

Post 7 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 28. Jan 2019, 07:45

Hallo Christiane,

wenn Du schon tatsächlich 20 Jahre aus dem Beruf raus bist, dann zählst Du für das Arbeitsamt als ungelernt. Somit sollten Dir alle Türen für eine Umschulung offen stehen. Das ist allerdings mein Wissensstand von 2010. Damals sagte ich dem Mann vom Arbeitsamt, das ich meinen ursprünglichen Beruf seit 6 Jahren nicht mehr ausübe und er erklärte es mir dann so.

Für mich war das damals sehr überraschend, da ich aus der kaufmännischen Ecke komme und es da sicher nicht so rasante Entwicklungen und Änderungen gibt, wie beispielsweise in der IT.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Weiderbildung

Post 8 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mo 28. Jan 2019, 16:08

Wie sieht es denn Gesundheitlich aus?
Könntest du die Arbeit überhaupt noch ausführen?

Wenn du da Zweifel hast würde ich mal mit dem Hausarzt reden, vermutlich ergeben sich neue Argumente für eine Umschulung.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

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Re: Weiderbildung

Post 9 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mo 28. Jan 2019, 17:53

Hallo Christine,

zunächst würde ich dir empfehlen eine Art Checkliste zu führen, in der Du begründen kannst, warum du in Deinem erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kannst.Auch die familiäre Situation
kann eine Rolle spielen, Baustellen sin nun mal nicht immer vor der Wohnungstür. Wer Angehörige(Kinder, pflegebedürftige Verwandte) betreuen muss,
kann die Woche über nicht auswärts arbeiten. Da ist vieles anderes auch noch möglich, von nicht mehr ausreichenden Fachwissen (zu lange aus den Beruf raus),
gesundheitliche Aspekte (Erschütterungen der Baumaschinen zum Beispiel).

Dafür ist es gut Dir von Deinen behandelnden Ärzten Gutachten und Befunde einzuholen. Dies wird unter Umständen auch der Amtsarzt heranholen, um zu beurteilen ob und wie
Dir gesundheitlich die Arbeit zugemutet werden kann. Hier muss Du aber aufpassen, welche gesundheitlichen Voraussetzungen für Deinen Wunschberuf notwendig sind.
Verkäuferinnen stehen meist den überwiegenden Teil des Tages, und je nach Branche in Pumps. Körperlich belastbar ist ein dehnbarer Begriff, auch für Verkäuferinnen. den auch
das Bestücken der Warenträger gehört dazu. Ein Kleid ist ja noch leicht, aber zehn und mehr ist auch körperlich anstrengend. Selbst bei schwierigen Kunden immer freundlich lächeln,
die Kundin oder der Kunde ist König, ist bei vielen Händlern noch immer das non plus ultra.


Ich meine je besser Du vorbereitet bist und darlegen kannst, warum du gern eine Weiterbildung machen möchtest und warum gerade dieser Beruf für dich die Zukunft ist, um so besser sind Deine Karten.
Eine Garantie aber, ob Dir die Weiterbildung gewährt wird ist es dennoch nicht.

Nun kenne ich deinen Fallmanager nicht. Und auch ich war einmal in der Situation, aus gesundheitlichen Gründen (schwerer Bandscheibenvorfall und starker Verschleiß in der Wirbelsäule)
konnte ich nicht mehr in meinem Beruf im Baunebengewerke ausführen. Mit meinem Fallmanager war ich unzufrieden. Es bewegte sich nichts in Sachen Umschulung oder Weiterbildung.

Bis, ja bis ich mich ein eine höhere Dienststelle gewandt habe und damit zum Ausdruck gebracht habe, ich möchte selst meinen Lebensunterhalt bestreiten. Aber dafür benötige ich jetzt
Hilfe und kein Almosen in Form von Harz IV. Und mit einmal kam Bewegung auf. Und mir wurde eine Weiterbildung bewilligt. Und mit dieser Maßnahme konnte ich wider auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen.

Auch wenn ich jetzt wenig von dem was in der weiterbildung vermittelt wurde im Arbeisleben anwenden muss, So war doch diese Weiterbildung der Türöffner zu meiner jetzigen Arbeit.
Ja, was soll ich dir nun raten? Gut vorbereitet zu dem Gespräch mit Deinem Fallmanager gehen. Gefasst sein, wenn dieser nicht gleich Deinen Wünschen folgt. Offen sein auch noch eine anders Berufsbild
mit in Betracht zu ziehen, welches auf Grund Deines bisherigen Arbeitslebens geeignet erscheint. Ich wnsche Dir nun Erfolg, damit Du bald wieder Deinem Ziel näher bist.


Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

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