Von Christian zu Christiane
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santorlm
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Von Christian zu Christiane

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Beitrag von santorlm » Di 3. Apr 2012, 15:38

Manchmal führen Eingabefehler in den Computer zu den verrücktesten Ergebnissen, ja sie können auch den Lebenslauf verändern. So wie bei mir.

Teil 1

Vor gut einem Jahr wurde ich arbeitslos, 25 Jahre jung mit einer eigentlich normalen bürgerlichen Ausbildung. Ich war kaufmännischer Angestellter bei einer kleinen Spedition die Pleite machte und ich wohnte in einer kleinen Stadt in Süddeutschland. Zuerst machte ich mir keine großen Gedanken. Ich werde sicherlich in Kürze einen neuen Job finden. Das war aber ein Irrtum. Die Erkenntnis, dass ich mit 25 Jahren bereits „ausgemustert“ war, stieß mich anfänglich in tiefe Depression und ich hing so sechs Wochen vergammelt und illusionslos in meiner kleinen Wohnung. Dann gab ich mir aber einen Ruck. Ich putzte wie wild meine Wohnung und auch mich. Einmal im Monat, soweit es meine kargen Finanzen zuließen (von der Stütze konnte ich eigentlich so gerade überleben), zog ich meine besten Jeans an und frisierte mich besonders gepflegt. Ich hatte zu meinem ganzen Stolz, dunkle, dichte und sehr lange Haare, die ich zu einem Künstlerpferdeschwanz zusammenband. Dann fuhr ich in die nächstgelegene Universitätsstadt und besuchte die dortigen Studentenkneipen. Es gab mir dann immer für kurze Zeit das Gefühl irgendwie noch dazu zu gehören.

Nach vielen erfolglosen Bewerbungen schraubte ich meine Berufsansprüche immer weiter runter. Alles was ich wollte war ein Job, der zumindest mehr einbrachte als die Sozialhilfe. Dann entdeckte ich in unserem Kreisblättchen eine Anzeige eines großen Hotels in der Nähe, welches Hilfskräfte für den Hausservice suchte. Nicht gerade mein Wunschberuf, aber vielleicht kann ich mich ja dort auch hocharbeiten. Gedacht, getan und beworben. Ich bekam tatsächlich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Im Vorraum der Personalchefin saßen neben mir noch drei weitere Bewerber die ich taxierte. Welchen Job strebten diese wohl an? Ich wurde als letzter zu der Personalchefin Frau Baierle gerufen. Überrascht schaute sie auf. Ich hatte eigentlich eine Frau Christiane B. erwartet. Es stellte sich schnell heraus, dass die Sekretärin schlichtweg einen Eingabefehler gemacht hatte, den Frau Baierle selbst nicht korrigieren konnte (komische EDV-Programme, oder Datenschutz).

Frau Baierle schaute meine Unterlagen und mich lange an. Eigentlich sind sie doch ein ganz sympathischer Mensch, und ihre Unterlagen sind doch auch nicht so schlecht. Ich würde ihnen gerne eine Chance geben, aber in unserer kaufmännischen Abteilung wird erst nächstes Jahr wegen einer Pensionierung eine Stelle frei. Notwendig für diese Position sind aber auch Kenntnisse im Hotelablauf. Diese Kenntnisse könnten sie sich durch Arbeiten in verschiedenen Abteilungen des Hauses erwerben, Warenannahme, Hausservice, Zimmerservice etc. Aber zurzeit kann ich ihnen leider nur einen Arbeitsplatz in der Wäscherei anbieten. Das ist sicherlich nicht besonders reizvoll für sie.

Ich war einerseits enttäuscht, andererseits voller Hoffnung, dass es möglicherweise doch mittelfristig einen Einstieg in eine kaufmännische Abteilung gibt. Ich überlegte: Wäscherei, warum sollte ich das nicht machen? War ja nur für eine kurze Zeit, vielleicht würde ich ja auch schnell in eine andere Abteilung versetzt. Und außerdem, in der heutigen Zeit gab es ja alle möglichen technischen Maschinen – ich bräuchte die Bettwäsche ja nicht selbst von Hand zu waschen.

Ich sagte zu. Für die Wiedereingliederung ins Berufsleben wollte ich diesen erschwerten Weg gehen. Frau Baierle schaute mich an: ich freue mich, dass sie so flexibel sind und diese für sie fremdartigen Tätigkeiten durchführen wollen. Ich verspreche ihnen, dass ich sie bei der nächsten Gelegenheit berücksichtigen und fördern werde. Nun zur Praxis. Als nächstens bekommen sie einen Mitarbeiterausweis, der ihnen den Zutritt zum Hotel und den Personalbereichen ermöglicht. Bedingt dadurch, dass meine Sekretärin noch eine Woche abwesend ist, kann ich ihren Ausweis nur auf den Namen „Christiane“ ausstellen lassen. Würden sie das für eine Übergangszeit stören grinste Frau Baierle? Außerdem haben sie einen so schönen Pferdeschwanz – das passt doch, und grinste noch breiter. Also so etwas, ich werde eine gewisse Zeit als „Christiane“ rumlaufen – ich lachte mich auch schlapp. Arbeitsbeginn sollte gleich morgen sein. Nebenbemerkung: das Gehalt war wirklich nicht üppig, aber immer noch besser als „Stütze“.

Arbeitsbeginn. Ich wurde um 7:00 Uhr morgens der Frau Schmidt übergeben, die sowohl die Wäscherei als auch die Kleiderkammer für die Dienstkleidung aller Angestellten führte. Frau Schmidt schmunzelte auch, als sie meinen Hausausweis sah. Na dann komm mal mit liebe Christiane, übrigens in dieser Abteilung duzen sich alle und du wirst deinen Namen „Christiane“ dauernd hören, außerdem glaube ich, dass die Frauen der Abteilung bestimmt Spaß an der neuen „KollegIN“ haben. Grr, mir war vorher nicht so bewusst, was die Einwilligung zu dem Namen „Christiane“ nach sich zog. Aber egal, jetzt ziehe ich es durch – ob nun Christian oder Christiane. Diese Infos blieben ja in der Wäscherei. Frau Schmidt gab mir die Dienstkleidung der Wäschereifrauen: ein weißer Kittel mit Ärmeln (so wie man diese in Krankenhäusern kennt) und einen Kittel ohne Ärmel mit V-Ausschnitt und das wahlweise in weiß bzw. blass rosa. Ich guckte ungläubig, der Kittel war ziemlich durchsichtig. Dieser Kittel war sehr atmungsaktiv bzw. sehr Klima durchlässig und somit gut für die klimatischen Verhältnisse in der Wäscherei geeignet. Weiterhin zwei Paar Söckchen und Schlappen mit Fußbett und leichtem Absatz. Das sollte ich anziehen? Jetzt kamen doch erste Zweifel hoch. Frau Schmidt sah meine skeptischen Blicke und meinte: du kannst natürlich auch deine Jeans und dein Polohemd anbehalten, aber ich schöre dir, in einer Stunde bist du nass geschwitzt, die Füße werden dir weh tun und du wirst diesen dünnen Kittel und auch die Weiberschlappen dann bestimmt anziehen wollen.

Ich wurde nun den Frauen der Wäscherei vorgestellt, alle so zwischen 30 und 50 Jahre, auch mit dem Hinweis, dass ich Christiane hieße. Sie hatten großen Spaß und freuten sich, das ist ja doch mal ein Lichtblick hier unten in den Katakomben. Dann fragte mich eine der Frauen, ob ich mich denn nicht umziehen wolle, in meinen Klamotten würde ich es bei der herrschenden Hitze nicht lange aushalten. Frau Schmidt bemerkte spöttisch: Christiane schämt sich wohl in einem Kittel rumzulaufen.

Ich knurrte nur, ich versuch es mal in meiner Kleidung. Was soll ich sagen, nach einer Stunde konnte ich alles auswringen – Polohemd, Boxershort und Jeans waren klatschnass. Kleinlaut bat ich um Hilfe. Nun muss ich erwähnen, die Mitarbeiterinnen der Wäscherei hatten ihren eigenen Sozialraum inkl. Spinde usw. wo sie sich umziehen konnten. Bisher war dort für einen Mann kein Platz. Die Frauen beratschlagten, wie das Problem denn gelöst werden könnte. Dann sagte eine der älteren Frauen: wir Frauen ziehen uns ja in diesem Raum nie nackt aus, sondern wechseln lediglich Kittel gegen unsere Tageskleidung, ggf. duschen wir uns, aber die Dusche ist eh in einem anderen Raum. Ich denke mal, dass wir alten Weiber wohl eher uns diese schöne „Christiane“ ansehen werden als umgekehrt. Christiane soll den Spind hinten in der Ecke nehmen und gut iss.

Nach meinem Hilferuf zum Kittel anziehen löste sich eine der ältern Frauen, Gudrun, aus der Gruppe und sagte trocken: komm Christiane, ich zeig es dir. Wir gingen in den Umkleideraum und Gudrun bedeutet mir, Polohemd und Jeans auszuziehen. Als ich das getan hatte wurde erkenntlich, dass auch mein Boxershort sehr feucht war. Hm, sagte Gudrun, das Ding muss auch weg. Sie ging zu ihrem Spind und holte einen bedruckten Baumwollslip. Mein irritiertes Zögern nicht beachtend knurrte Gudrun nur, nu mach schon, wir müssen weiter arbeiten. Seufzend zog ich diesen altmodischen Schlüpfer und den Kittel an. An mir runter schauend musste ich erkennen, dass das Blümchenmuster des Schlüpfers gut sichtbar war. Das würde aber gleich ein Gejohle geben. Gab es auch, oh Christiane, in deinem jugendlichen Alter trägt ‚frau’ geilere Slips, nicht solche Oma-Beutel – kicher kicher. Ich gab zurück: was wollt ihr eigentlich, trägt sich gut und sieht nett aus und an Gudrun gewandt, kann ich diesen Schlüpfer morgen wieder anziehen? Denn ich habe nur Boxershorts, die sind für diese Tätigkeiten nicht geeignet. Ergebnis: offene Münder. Damit war das Thema erledigt. Gudrun schmunzelte nur, ja ich werde dir aushelfen.

Und so plätscherten die nächsten zwei Wochen dahin. Gudrun gab mir täglich einen neuen Schlüpfer von ihr, die aber immer auffälliger und auch frivoler ausfielen, sehr zum Amüsement der anderen Frauen. Erotische Gefühle hatte ich dabei eigentlich keine, obwohl ich das Ganze als angenehm empfand – leichter Schlüpfer und den transparenten Kittel, war okay so.

Dann führte ein Vorfall zu einer Wende. Am Ende einer Schicht sollte noch eine Station im Haus B mit Wäsche aufgefüllt werden, d.h., einen großen Wäschetransporter beladen und zu der Station bringen und in die dortigen Regale einsortieren. Kein Problem, ich meldete mich freiwillig, damit meine Kolleginnen schon nach Hause gehen durften. Auf mich wartete ja keiner. Nach einer halben Stunde war alles erledigt und nun wollte ich mich ebenfalls umziehen und nach Hause zu fahren. Ich war allein im Umkleideraum und plötzlich hatte ich einen wahnwitzigen Einfall. Man tut so etwas ja nicht, aber ich wollte doch mal in den einen oder anderen Spind meiner Kolleginnen reinblicken, was Frauen denn unbedingt greifbar haben müssen. Da die Spinde alle nicht verschlossen waren hatte ich freie Auswahl. Bei der dritten „Spind-Besichtigung“ starrte ich auf einen weißen BH und ein weißes Miederhöschen. Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hatte, ich wollte das mal anprobieren. Also, nackt ausgezogen, BH an und Miederhöschen an. Dann zog ich wieder meinen transparenten Kittel an und schaute in einen Spiegel. Geil sah das aus und man konnte die Wäsche sehr gut unter meinem Kittel erkennen. Und verdammt, das Gefühl war auch nicht schlecht.

Ich schloss meine Augen und machte leichte Tanzbewegungen, so wie ich diese mal in einem Erotikfilm gesehen hatte. Dabei knöpfte ich langsam meinen Kittel auf, ließ diesen lasziv auf den Boden fallen und streichelte mir über den BH meine Brust. Verdammt, jetzt wurde ich rollig. Dieses Gefühl wurde aber jäh unterbrochen – zwei meiner Kolleginnen, die wohl etwas vergessen hatten, standen in der Tür und klatschten Beifall. Mit hochrotem Kopf suchte ich verzweifelt ein Mauseloch. Grinsend kamen die beiden Kolleginnen näher. Bitte einmal zur Seite drehen, jetzt mal von vorn. Wie in Trance kam ich den Aufforderungen nach. Während ich noch darüber nachdachte, ob Harakiri oder ein zu erwartender Herzinfarkt als Lösung in Frage käme, setzten meine Kolleginnen noch einen drauf. Liebste Christiane, sagten sie zuckersüß, die Unterwäsche steht dir so gut, das müssen wir morgen unbedingt den anderen zeigen. Ich flehte und bettelte, das könnt ihr doch nicht machen usw. Sie sagten gespielt strafend, wir können das auch der Personalchefin Frau Baierle melden – was ist dir lieber?

Völlig von der Rolle gab ich mich geschlagen und erklärte meine Bereitschaft. In Windeseile zog ich mein Polohemd und meine Jeans an und flüchtete nach Hause. Lautes Lachen schallte mir nach. Zu Hause angekommen wollte ich mich kurz umziehen, ein Bierchen trinken und dann nach diesem ereignisreichen Tag ins Bett. Als ich mein Polohemd und meine Jeans auszog traute ich meinen Augen nicht, ich hatte in der Hektik und Scham den BH und den Miederslip angelassen. Jetzt war ich aber total daneben. Als ich wieder klar denken konnte, überlegte ich, wie ich am besten aus der Sache wieder raus kam. Mir fiel nichts ein. Ich wusch die beiden Teile handwarm und legte diese auf die Heizung, damit ich BH und Miederslip morgen sauber zurückgeben konnte. Nach nun mehreren Bierchen, ergänzt durch mehrere Obstler, war mein seelischer Zustand wieder im grünen Bereich. Mir fiel sogar auf, dass diese weibliche Unterwäsche sich eigentlich gar nicht so schlecht anfühlte. In diesem „Halb-Delirium“ kam sogar die Idee alles wieder anzuziehen, aber das ging nicht, die Sachen lagen noch nass auf der Heizung.

Am nächsten Morgen, mit leichtem Brummschädel, fiel mir alles wieder ein. Hilf Himmel, wie mag der heutige Tag ablaufen. Ich verpackte BH und Miederslip ordentlich, zog meine normalen Klamotten an und fuhr zu meiner Arbeitsstelle. Dort versuchte ich mich unauffällig in den Umkleideraum zu schleichen und die Wäsche wieder an Ort und Stelle zurückzulegen. Also, ich hatte die Tüte mit den Sachen noch in der Hand, da standen meine beiden Kolleginnen von gestern Abend schon in der Tür – ANZIEHEN. Ich gab es auf und mich und mein Selbstbewusstsein auch. Sie gaben mir aber noch ein kleines Höschen, da ‚frau’ unter einem Miederslip immer einer Höschen tragen soll, damit der Miederslip mehrfach getragen werden kann. Ich zog meinen transparenten Kittel und begab mich an meinen Arbeitsplatz. Ich wurde von allen, wirklich allen Frauen der Abteilung schon feixend erwartet. Hallo liebe Christiane, willkommen im Leben der Frauen. Du heißt nicht nur Christiane, du bist tatsächliche eine. Nach ein paar Minuten beruhigte sich das Ganze und jede ging ihrer Arbeit nach. Und auch ich konnte langsam wieder einen klaren Gedanken fassen. Gestern im Suff hatte ich mir ja eingestanden, soooo unangenehm war diese weibliche Wäsche gar nicht. Ich wollte nicht weiterdenken, ob es mir möglicherweise sogar gefallen könnte. Zwei-, dreimal wurde mir tags dann noch leicht der Hintern getätschelt mit der Bemerkung: tja da musst du sich als Frau dran gewöhnen. Nach Schichtende zog ich mich um, legte erst einmal die Damenwäsche in meinen Spind (ich wusste nicht wohin), und fuhr ganz normal nach Hause. Mann, was war das für ein Tag.

Am nächsten Arbeitstag dachte ich, meine Kolleginnen haben mich ja gestern ausgiebig vorgeführt. Heute dürfte es wohl wieder normal ablaufen. Ja denkste, wenn bei Frauen sich etwas festgesetzt hat – vergessen diese das nie! Ich war kaum im Umkleideraum da hieß es schon: alles wieder anziehen, so wie gestern. Widerstand war zwecklos. Ich zog alles wieder an und begann meine Arbeit. Es war aber nicht mehr so auffällig wie gestern. Die Frauen schmunzelten ab und zu, ihnen gefiel das wohl irgendwie. Bei Kommentaren wie: das steht dir aber gut, Christiane, fühlte ich mich seltsamerweise nicht verarscht sondern diese erzeugten ein zufriedenes Gefühl in mir. So ging es dann die ganze Woche. Ich zeterte zwar jeden Morgen erfolglos, aber das sollte wohl für einige Zeit mein Leben in der Wäscherei sein. Ich fand mich damit ab.

Nach einer Woche hatte ich mal zwei Tage frei. Zu meinen früheren Bekannten hatte ich kaum noch Kontakt, also konnte ich mich mal ausgiebig entspannen und über meine aktuelle Lebenssituation nachdenken. Gut, der Job in der Wäscherei war nicht prickelnd, aber ich war wieder in Brot und Arbeit mit Aussichten gelegentlich weiter zu kommen. Außerdem waren meine Kolleginnen trotz des Schabernacks mit mir wirklich alle sehr hilfsbereit und irgendwie nett und lieb. Ich fühlte mich wohl.

Als ich dann am Montag wieder zur Arbeit fuhr und mich zu meinem Spind begab erwartete ich natürlich wieder das Päckchen mit der weiblichen Wäsche. Aber nichts da, da lag nichts für mich bereit. Hatten sich meine Kolleginnen entschlossen, mich nicht weiter mit Damenwäsche „zu quälen“? Jetzt beschloss ich spontan, den Spies umzudrehen. Wohin das führten sollte hatte ich seinerzeit nicht bedacht. Ich marschierte also, nur in Boxershort gekleidet, gespielt vorwurfsvoll zu meinen Kolleginnen. Wo sind denn mein BH, Slip und die Miederhose geblieben? Ich kann doch nicht unkorrekt gekleidet am Arbeitsplatz erscheinen, oder? Erst verblüffte Gesichter, dann: das ist doch nicht war, na warte, jetzt gibt es das volle Programm, mal sehen, wie weit du dich umerziehen lässt, das willst du doch?

Schluck, da hatte ich mir ja was eingebrockt. Aber ich hatte meine „Waschfrauen“ in der letzten Zeit lieb gewonnen und ich wurde neugierig auf das was sie mit mir vorhatten. Gespielt selbstbewusst sagte ich dann noch: bitte, tut euch keinen Zwang an, ich bin zu allem bereit. Nochmals großes Erstaunen und dann breites Grinsen in den Gesichtern der Frauen. Na dann woll’n wir mal. Ab in den Umkleideraum. Noch grinste auch ich, was sollte denn kommen. Ich hatte ja schon eine Woche einen weißen BH, Slip und Miederhose tragen müssen.

Da wir dich ja hier in den warmen Wäscherei-Katakomben nicht komplett ausstatten können fangen wir ganz langsam an. Los, ausziehen und dann dies anziehen. Oh weiha, warum habe ich nicht mein vorlautes Mundwerk gehalten. Die Situation entglitt meiner Kontrolle. Ich fügte mich und zog nun einen schwarzen BH, einen schwarzen Spitzenslip und ein schwarzes Miederhöschen an. Verdammt das sah richtig geil aus, zumindest bei einer Frau – nun auch bei mir. Als ich dann meinen obligatorische Kittel anzog, blieb mir fast das Herz stehen. Die Unterwäsche war nicht nur zu ahnen, nein, sie war sehr deutlich erkennbar. Die Frauen amüsierten sich über meine Unsicherheit. So verlief dann mit unterschiedlichster Unterwäsche die Woche. Diese musste ich auch anlassen, wenn ich nach Hause fuhr. So langsam gewöhnte ich mich an dieses angenehme Gefühl. Anfang der nächsten Woche kamen zwei Wortführerinnen, u.a. Gudrun, auf mich zu: sag mal Mädel, du kannst nicht ewig unsere Wäscheschränke plündern. Du solltest dir doch mal eigene Wäsche kaufen. Ich schaute verblüfft, ja ihr habt Recht, aber ich trau mich nicht in eine Abteilung für Damenwäsche. Lautes Lachen der Beiden. Komm Christiane, übermorgen gehen wir zusammen einkaufen. Okay? Okay!

Als ich zu Hause im Bett lag überdachte ich meine Entwicklung in der Wäscherei. Irgendwie kam mir das Ganze irreal vor. Woran lag das? War es das Umfeld mit meinen lieben Kolleginnen? Hatte ich eine bisher unentdeckte weibliche Ader? Vielleicht von beiden etwas. Ich beschloss, mich einfach treiben zu lassen. Ich kann ja jederzeit aufhören und wieder meine ‚ollen’ Boxershorts anziehen.

Die Einzelheiten des Einkaufes von Damenwäsche und noch vieles mehr will ich hier nicht näher beschreiben – erst später. Ich musste nur erschreckt feststellen, die gemäß Gudrun ausgedrückte notwendige Grundausstattung hatte mich ein Vermögen gekostet. Sämtliche Unterwäsche war nun auch auf mein jugendliches Alter abgestellt und somit schon etwas frivoler als bisher. Ich musste aber auch zugeben, dass z.B. sämtliche Schlüpfer, egal aus welchem Material und Farbe alle besser aussahen als meine Boxershorts. Ich schmiss all meine Boxershorts weg. Wenn ich wollte könnte ich diese Schlüpfer ja auch unter einer Jeans tragen. Beim Einräumen der Kleidung und der Wäsche stellte ich fest, dass die beiden frechen Weibsbilder mir doch tatsächlich einen Hüfthalter untergejubelt hatten. Wozu und wann ich denn das anziehen sollte war mir nicht klar.

In den nächsten Wochen trug ich nun wirklich ausschließlich Damenunterwäsche in verschiedenen Farben und Materialien, aber nur BH, Slip und Miederhöschen. So fuhr ich zur Arbeit, zog meinen transparenten Kittel an und so fuhr ich auch wieder nach Hause. Die Frauen amüsierten sich anfangs über meine zunehmende Sicherheit beim Tragen der schönen Wäsche. Aber sie merkten eher als ich, dass ich mich wohl ausgesprochen wohlfühlen musste und dass ich mir eine Rückkehr zu Boxershorts nicht mehr vorstellen konnte. Sie beschlossen gemeinsam, mich immer weiter zu führen ohne mich zu überfordern. Aber auf ein wenig Schabernack wollten sie wohl auch nicht verzichten. Ich zeigte jeden Tag stolz, was ich heute Schönes trug. Sie grinsten. Aber als ich dann übermütig auch mal deren Unterwäsche begutachten wollte, war mein ‚freches Fass’ wohl voll. Christiane du Voyeur und Sittenstrolch, so etwas macht keine Dame!!! Um dich mal wieder auf den Teppich zu holen, sollten wir dich in der nächsten Woche, da ist Karneval, mal im Unterrock durch die Hotelhalle jagen. Allergrößtes Gejohle aller Frauen. Ich fiel fast in Ohnmacht. Natürlich würden sie das nicht tun, denn das gäbe erheblichen Ärger und meinen Job wäre ich los. Aber der Ansatz gefiel den Frauen sehr und sie kamen auf die Idee, bei der Geburtstagsfeier von der Kollegin Beate (sie wurde in Kürze 40) mich so aus zu staffieren und in ihrer Mitte am Kaffeekränzchen teilnehmen zu lassen. Wiederum Gejohle, so machen wir das – und ich wurde erst gar nicht gefragt. Meine Kolleginnen beruhigten mich, die kleine Feier wird in unseren Katakomben durchgeführt und es nehmen auch nur die Frauen dieser Abteilung daran teil. Uff, diesen Spaß mach ich mit und ließ mir auf einem Zettel aufschreiben was ich den aus meinem Fundus mitbringen sollte.

Als ich zu Hause dann gemäß Zettel die Wäsche zusammentrug bekam ich doch Schluckbeschwerden. Seufzend packte ich alles zusammen und fuhr am nächsten Tag in meiner Standard-Unterwäsche zur Arbeit. Gegen 16:00 Uhr sollte der Kaffeeklatsch beginnen. Nun zieh dich schon um Christiane, wir wollen dich heute mal ganz weiblich sehen. Nach kurzer Überwindung zog ich an: alles in schwarz, Satin-BH, Minislip, in dem ich so gerade meine Teilchen verstecken konnte, den Hüfthalter, Seidenstrümpfe 12 den einen Satin-Unterrock und schwarze Pumps. Dann zweifelte ich an meinem Verstand. Ich fühlte mich sauwohl. Das kann doch eigentlich gar nicht sein. Aber es war so. Wenn ich gewusst hätte, dass mir das so viel Lust bereitet, hätte ich das schon viel früher machen sollen. Irgendwie befreit begab ich mich zu meinen Kolleginnen. Diese sahen sofort meinen Glanz in den Augen und statt zu johlen umarmten sie mich und beglückwünschten mich zu meiner Selbstfindung. Ich sprach dem Geburtstagskind meine Glückwünsche aus und gab ihr einen Kuss auf den Mund, der überraschend erwidert und nachträglich mit den Worten begleitet wurde: ich wollte schon immer mal lesbisch Küssen. Jetzt brandete Gelächter auf, die Spannung war gelöst. Die kleine Feier begann, es wurde über alles Mögliche gequatscht auch darüber, dass ich eigentlich nur noch ein Kleid anziehen und meinen Pferdeschwanz etwas weiblicher frisieren müsste, dann wäre ich fast perfekt.

Mitten während dieser Feier ging plötzlich die Tür auf und die Personalchefin Frau Baierle kam unerwartet herein mit der Absicht, dem Geburtstagskind nur kurz zu gratulieren. Ich hatte oben schon mal beschrieben, dass ich mal einem Herzinfarkt nahe war, aber jetzt fiel ich fast tot um. Gut, die ganze Weibertruppe und ich standen unter einer Decke, aber so vor Frau Baierle hat das schon eine andere Dimension. Wir schauten uns alle etwas unsicher an. Was wird Frau Baierle nun sagen. Einen Tobsuchtsanfall bekommen oder was? Nein, Frau Baierle hatte alles im Griff. Frau Christiane, bitte stellen sie doch einmal hin und drehen sich um die eigen Achse. Während ich völlig neben mir stehend der Aufforderung nachkam, es war totenstill im Raum, sprach Frau Baierle weiter. Christiane, ihr Aufzug ist sicherlich etwas ungewöhnlich, aber ich muss sagen es steht ihnen ausgezeichnet. Und dann noch, ohne es weiter zu erläutern, ihr Erscheinungsbild enthebt mich eines großen Problems. Sie trat dann noch kurz an mich heran, befühlte meinen Satin-Unterrock und murmelte: gute Qualität und einen guten Geschmack haben sie. Dann verließ sie mit Wünschen einer weiter angenehmen Fortsetzung der Feier den Raum. Alle atmeten tief durch. Christiane, entschuldige, aber dass war nun wirklich nicht geplant, aber es ist ja auch gut gegangen. Ich entgegnete, ist schon gut liebe Kolleginnen, ich weiß nun wo ich hingehöre und bitte euch mir auf meinem Weg weiterhin zu helfen.

Teil 2

Im ersten Teil hatte ich als Letztes beschrieben, wie während einer Feier unerwartet die Personalchefin Frau Baierle in die Wäscherei kam um einem Geburtstagskind (Frau) nur kurz zu gratulieren. Wegen einer angeblichen Verfehlung meinerseits hatten alle Frauen/Kolleginnen bestimmt bzw. angeordnet, dass ich mich absolut ergeben und ohne Oberbekleidung während dieser Feier mich ausschließlich in Damenunterwäsche zu präsentieren habe. Ich habe mich dem gefügt, im Geheimen muss ich sogar zugeben – gerne. So schutzlos sich präsentieren zu müssen löste bei mir Gefühle aus die man nicht beschreiben kann. Schon im Vorfeld war ich unsagbar geil. Und so trug ich folgende Unterwäsche: alles in schwarz, Satin-BH, Minislip, in dem ich so gerade meine Teilchen verstecken konnte, den Hüfthalter, Seidenstrümpfe 12 den, einen Satin-Unterrock und schwarze Pumps. Frau Baierle begutachtete mich schmunzelnd und murmelte leise, aber doch vernehmlich so vor sich hin: Christiane, ihr Kleidung ist sicherlich etwas ungewöhnlich, aber ich muss sagen es steht ihnen ausgezeichnet. Und dann noch, ohne es weiter zu erläutern, ihr Erscheinungsbild enthebt mich eines großen Problems. Meine Kolleginnen und ich konnten uns den letzten Satz nicht erklären. Wir feierten gemütlich weiter. Ich muss gestehen, ich fühlte mich ‚sauwohl’.

Solch einen Höhepunkt wie meine Vorführung zur Geburtstagsfeier gab es in der nächsten Zeit leider nicht wieder. Alltag und Arbeit bestimmen die nächsten Wochen. Klar, ich trug immer zur Arbeit BH, Slip und Miederhöschen, aber es war allen meinen Kolleginnen zum Verständnis geworden, nur ein paar Mal wurde noch nett gefrotzelt. Aber ich empfand das immer als Kompliment und Aufforderung zum Weitermachen. Und so war es auch. Meine Einstellung zu meiner Kleidung wurde immer selbstverständlicher. Ich trug diese eigentlich immer, auch zu Hause. Ich hatte sogar Wechselwäsche in meinem Spind, was von den Frauen grinsend zur Kenntnis genommen wurde.

Dann kam der Tag, an dem mein Leben immer weiter aus der „männlichen Spur“ kam. Frau Baierle rief in der Wäscherei an und bat mich in ihr Büro. Ich sollte mich nicht groß umziehen sondern nur meinen Kittel (den blickdichten mit langen Ärmeln) überziehen und dann so zu ihrem Büro kommen. Mit gemischten Gefühlen begab ich mich zu Baierle. Ich habe zu solchen Gelegenheiten immer gleich ein unsicheres und schlechtes Gewissen. Was erwartet mich? Abmahnung, Kündigung? Als ich dann im Büro von Frau Baierle stand, sagte diese mit völlig neutraler Stimme: Christiane, ziehen sie bitte ihren Überziehkittel mal aus. Ich tat dies verblüfft. In gleichen Moment fiel mir aber auch ein, Frau Baierle kann ggf. meine Unterwäsche erkennen. Dann kam ihre nächste Aufforderung: bitte ziehen sie auch ihren Arbeitskittel aus. Ich verstand gar nichts mehr, folgte aber ihrer Aufforderung. Mit einem knallroten Kopf, der einer roten Ampel sicher Konkurrenz gemacht hätte, stand ich in rosa farbiger Unterwäsche vor Frau Baierle. Sie lächelte, dass wollte ich nur wissen, ob ihr Outfit während der Geburtstagsfeier einer Karnevalslaune entsprach oder ob sie einen für sich neuen Weg eingeschlagen haben. Wohin wollen sie? Gefällt ihnen die weibliche Kleidung und wollen sie weiter gehen? Ich stotterte nur herum. Ich, äh, ich weiß nicht. Ich war völlig von der Rolle. Ziehen sie sich bitte wieder an und setzen sie sich. Dann können wir in aller Ruhe über ihr berufliches Weiterkommen reden.

Und jetzt erläuterte Frau Baierle den damaligen Satz: „ihr Erscheinungsbild enthebt mich eines großen Problems“. Für Ihren Berufsweg hier im Hotel ist es auch notwendig, dass sie den Bereich Zimmerservice und –Reinigung durchlaufen. Das Ganze hat einen Haken, die Kleidervorschrift sieht für diese Tätigkeit ein einheitliches Erscheinungsbild vor und zwar – ein Dirndl. Ich wusste tagelang nicht wie ich das Problem mit ihnen lösen sollte. Aber jetzt weiß ich es, der von ihnen eingeschlagene Weg zur Weiblichkeit erscheint mir ziemlich eindeutig. Von ihrem Hang, weibliche Unterwäsche zu tragen bis dahin, auch noch ein Kleid anzuziehen ist es nicht mehr so weit und dürfte für sie keine Überwindung darstellen. Jetzt musste ich aber doch schlucken. In dem intimen Kreis meiner Kolleginnen in der Wäscherei Damenwäsche zu tragen war eine Seite, aber sozusagen ‚outside’ in einem Dirndl durch die Flure und Zimmer zu laufen, teilweise Kontakt mit den Gästen zu haben, wow, das war eine andere Dimension. Ich spürte ein Kribbeln und Schmetterlinge in meinem Bauch aufsteigen. Ich wusste plötzlich, wenn ich diesen Weg gehe, begebe ich mich langfristig eine neue Welt. Wollte ich dahin? Frau Baierle bemerkte meinen inneren Kampf bzw. was mir wohl alles durch den Kopf raste. Wollen sie sich noch einmal überlegen? Da schaute ich Frau Baierle mit festem Blick an: ich muss feststellen, dass ich neben der Tatsache, bei ihnen eine Chance für eine berufliche Weiterentwicklung, aber auch die Möglichkeit bekomme, mein zweites Ich zu entdecken, welches ich bisher nicht kannte. Sicherlich werde ich anfangs sehr unsicher sein, aber ich freue mich auf diesen Weg. Und etwas verschämt, bitte lassen sie den weiblichen Namen Christiane in den Personalakten bestehen. Und wenn ich alle Stationen hier im Hotel durchlaufen habe und sie mich dann evtl. in die kaufmännische Abteilung versetzten, kann ich dann auch in weiblicher Kleidung erscheinen. Jetzt lächelte Frau Baierle, sie sind der erste Mann in meinem Leben den ich kenne, der „die Seiten wechseln“ will. Warum nicht, wieder einen Macho weniger auf der Welt. Jetzt lachten wir beide. Also gut, nächsten Montag melden sie sich bei ihrer Abteilungschefin Frau Schmidt zur Einkleidung und Einweisung.

Als ich wieder zurück in der Wäscherei war, erzählte ich meinen Kolleginnen von meiner beruflichen Zukunft und was ich machen sollte. Einerseits bedauerten sie meinen Weggang aus der Wäscherei, andererseits freuten sie sich mit mir über meine beruflichen Möglichkeiten. Dass ich für längere Zeit öffentlich ein Dirndl tragen sollte belustigte sie sehr, und schon kamen die ersten Sprüche: wir werden dir immer unter das Kleid gucken, ob du auch ordentliche Unterwäsche trägst, wir wussten schon immer dass du eine Frau bist, kicher, usw. usw. Als ich abends im Bett lag überdachte ich noch einmal alles. Es läuft alles so ab wie in einem merkwürdigen Film, vor einigen Monaten noch arbeitslos, völlig demotiviert, kein Geld und keine Aussichten. Und jetzt ist noch etwas über mich hereingebrochen, was ich mir nun absolut nicht habe vorstellen können, nein ich hatte noch nicht einmal darüber nachgedacht. Ich sehnte mich in die Welt der Frauen. Ich gebe zu, dass ich tief im Inneren sicherlich nicht wie eine Frau dachte oder derzeit denken konnte, und ob ich das jemals lernen könnte – ich weiß es nicht. Zurzeit war es immer ein schönes Gefühl diese Wäsche anzuziehen. Und nun auch noch ein Kleid – ich war irgendwie selig. Mein Äußeres ließ diesen Schritt auch zu, ich sah nicht aus wie eine Tunte. Meine schönen Haare waren auch ein guter Grundstein für eine weibliche Frisur. Ach, ich lasse alles auf mich zukommen.

Am nächsten Montag Einkleidung bei Frau Schmidt. Sie grinste während der ganzen Zeit. Dann zieh dich mal bis auf die Unterwäsche aus. Oh, staunte sie, weiblich perfekt, BH. Slip, schwarze Strumpfhose und ein Miederhöschen. Dann, in Anbetracht, dass in 3 Wochen Saisonwechsel in der Kleidung besteht, bekommst du gleich zwei Dirndl-Typen. Für jetzt das Winter-Dirndl, es ist ein traditionelles Dirndl für den Service, Waden lang (95 cm), ab Mai das Sommer-Dirndl, Knie lang.

Das Winter-Dirndl sieht einfach perfekt aus. Es schmiegt sich wie eine zweite Haut an und bietet durch den weiten Armausschnitt trotzdem viel Bewegungsfreiheit. Das Mieder-Oberteil sorgt für ein sexy Dekolleté. Es ist vornehm schwarz mit einem praktischen Zippverschluss vorne. Die Dirndlbluse wirkt durch die feine Spitze weiblich elegant. Sie wird im vorderen Bereich gerafft und kann so individuell angepasst werden. Der Rock besitzt zwei praktische Einschubtaschen. Die Dirndlschürze sorgt für einen frischen Kontrast. Na, ja, bei der Bluse müssen wir einen Tausch vornehmen, deine mickrige Männerbrust füllt das nix aus. Wir nehmen eine höher geschlossene Bluse und stopfen deinen BH sanft aus.

Und dies ist dein Sommer-Dirndl - sommerfrisch und sehr weiblich! Das sanfte Apricot dieses Kleids sorgt für eine warme, samtweiche Ausstrahlung. Besonders hübsch: Mieder und Kleid sind mit romantischen, kleinen Blumen verziert. Auch die Miederschnürung und die Träger sind seitlich mit einer floralen Borte abgesetzt. Als farblicher Kontrast wurden die Farben Lila und Grün gewählt, die sich in der Miederschnürung und in der aufwändig gestaltetet Schürze wiederfinden. Die weiße Bluse mit kurzen Rüschenärmeln unterstreicht den femininen Charakter. Die helle, freundliche Farbgebung macht dieses Dirndl zum perfekten Sommerkleid. Es kann in der Freizeit, auf Feiern und im Festzelt gleichermaßen getragen werden. Rocklänge 65 cm.

Ich probierte beide Kleider an. War das ein geiles Gefühl. Die spöttische Stimme von Frau Schmidt holte mich aus meinen Träumen – nun werde hier nicht wuschig, das ist deine Arbeitskleidung. Ich antwortete keck: die Dirndl gefallen mir so gut, dass ich überhaupt nicht verstehe, warum ich jemals etwas anderes angezogen habe. Frau Schmidt lachte laut los.
Übrigens, Unterwäsche, FSH und Schuhe musst du dir selbst kaufen. Ich empfehle dir, schwarze FSH zu tragen. Diese passen gut zu dem Dirndl. Du solltest auch immer dünne weiße Söckchen tragen. A) es sieht gut aus, B) du schonst die FSH, sonst geht dir diese jeden Tag während der Arbeit kaputt. Die Schuhe sollten eine maximale Absatzhöhe von 4 cm haben.

Das kurze Dirndl behielt ich an und präsentierte mich meinen ehemaligen Kolleginnen in der Wäscherei. Sie schauten ungläubig. Wenn wir jetzt noch deinen streng nach hinten gezogenen Pferdeschwanz weiblicher gestalten, gehst du glatt als junge Frau durch. Sie gestalteten meine Frisur neu, aus dem überwiegenden Teil flochten sie mir einen dicken Zopf. Ich schaute in einen Spiegel und krächzte heiser: so bleibe ich und so gehe ich auch ins Bett – vielleicht träume ich dann ganz besonders intensiv. Sie lachten, viel fehlt nicht mehr an deiner endgültigen Verwandlung. Du bist zumindest optisch eindeutig ‚Frau’.

So, jetzt ab in das Haus B, dort sollte ich im Team mit einer Veronika, so in etwa meine Altersklasse, den 3. Stock bearbeiten. Veronika schaute mich erst skeptisch an. Man hatte ihr gesagt wer ich bin und sie hatte, gab sie ehrlich zu, eine Tunte erwartet. Sie sei aber von meinem Erscheinungsbild überrascht. Wenn ich jetzt auch noch richtig mitarbeiten würde, grinste sie schelmisch, können wir vielleicht Freundinnen werden. Ich gab zurück: ich versuch es. Dann ging es los. Nach dem ersten Arbeitstag war ich platt. Soo schwer hatte ich mir diese Arbeit nicht vorgestellt, von wegen, ein bisschen Saugen und Feudeln. Ich bekam aber abends von Veronika ein Lob, du hast dich gut gehalten, hätte ich nicht gedacht. Dann ging ich mich umziehen. Jetzt muss ich erwähnen, dass ich mich weiterhin in der Wäscherei umkleiden sollte. Dort wäre ich akzeptiert. Die normalen Sozialräume der anderen Frauen sollte ich mal lieber nicht betreten. Wenn sich jemand bei der Berufsgenossenschaft bzw. beim Ordnungsamt beschweren würde gäbe es nur Ärger. Das wollte Frau Baierle nicht riskieren.

Nach vier Wochen rief mich Baierle zu sich. Ich habe nur Positives über ihre Arbeit und ihr Verhalten gehört, so dass ich ihnen ein Angestelltenzimmer hier im Haus anbieten möchte. Diesen Vorzug genießen nur Angestellte, die längerfristig bei uns bleiben wollen. Und sie haben Glück Christiane, das Zimmer ist recht groß, hat eine Minikochnische und sogar einen ganz kleinen Balkon.
Und nachdem sie nun ein Jahr für uns arbeiten bekommen sie eine nur kleine Gehaltserhöhung, denn der geldwerte Vorteil der Dienstwohnung muss steuerlich berücksichtig werden. Toll dachte ich, dann kann ich meine kleine Junggesellenwohnung aufgeben und diese Kosten sparen. Bei meinem Umzug habe ich gründlich entrümpelt und u.a. den Großteil meiner Klamotten entsorgt bis auf die berühmte Notkleidung für Familienfeiern und Arztbesuche. Ich hatte mir aber vorgenommen, wenn ich absolut sicher bin, das ich den richtigen Weg eingeschlagen habe, auch noch diesen Rest zu entsorgen. Meine entfernten Verwandten sah ich eh nur alle paar Jahre und wenn ich mal richtig krank bin, habe ich eine Verfassung, dass mir die Meinung irgendwelcher Karbolmäuschen egal ist.

Als ich dann mit meinem Krempel einzog, stand plötzlich Veronika in meinem Zimmer und meckerte gespielt entrüstet: das ist doch wohl der Hammer, dieses Zimmer wollte eigentlich ich beziehen, wenn es frei wird. Nun kommt ein Männchen und schwups ist die Wohnung weg. Ja so ist das, ihr Männer werdet im Berufsleben immer bevorzugt und besser bezahlt. Na warte, du wirst mir deine nächste Gehaltsabrechnung zeigen und wehe du bekommst mehr als ich, dann werde ich dir die Differenz wegnehmen und mir dafür Sekt kaufen, grins. Ich spielte ihr Spiel mit und sagte, liebe Veronika, neulich hast du noch zu mir gesagt, ich wäre deine FreundIN und jetzt bin ich nur ein einfaches Männchen. Aber Quatsch beiseite, natürlich werde ich dich zu meiner Einweihungsfeier einladen. Du darfst dir sogar etwas wünschen. Veronika war einen Augenblick still, dann schaute sie verschämt zum Boden: ich wünsche mit ein paar leckere Häppchen und Sekt, und nach einer weiteren kleinen Pause: und ich möchte dein einziger Gast sein. Überrascht schaute ich Veronika an, trat auf sie zu und legte meine Arme auf ihre Schulter: ich danke dir, ich hätte mich nicht getraut dir so etwas vorzuschlagen.

Es wurde eine nette liebevolle Einweihungsfeier – ohne Sex, aber mit zunehmender Nähe. Es begann eine innige Freundschaft. Wir besuchten uns gegenseitig in unseren Zimmern. Mal bei Veronika mal bei mir. Wir quatschten, schauten in die Flimmerkiste, spielten Karten, ach so alles Mögliche. Dann saßen wir eines Abends bei Veronika auf der kleinen Couch und sahen Fern. Ich hatte meinen Arm hinter Veronika auf die Couchlehne gelegt, Veronika ihre linke Hand unbewusst auf meinen rechten Oberschenkel. Ich trug mein kurzes Sommerdirndl und durch irgendeine Bewegung hatte sich der Rock etwas hochgeschoben und Veronikas Hand lag plötzlich auf meiner Strumpfhose. In Veronikas Augen war plötzlich so ein Glitzern zu sehen. Mit leicht diabolischen Grinsen begann sie mein Bein zu streichelt. Ich röchelte nur: hör auf, sonst geschieht gleich ein Unglück. So schaute mich frech an: na und? Jetzt gab es für mich kein Halten mehr. Ich küsste Veronika leidenschaftlich. Während einer Atempause legte Veronika ihren Kopf neben meinen, so Wange an Wange und sagte leise: nun fick mich endlich du süße Transe. Im Moment habe ich gar nicht registriert, dass schon wieder Veronika die Aktive war und vorgab was zu tun ist. Jedenfalls rissen wir uns förmlich die Kleidungsstücke vom Leib. Wir fanden noch nicht mal Zeit, gegenseitig die BH’s auszuziehen so gierig waren wir. Als wir danach aneinander geschmiegt zusammen lagen, kam wieder einer ihrer frechen Sprüche: so als Frau zeigst du hier ungewöhnliche Aktionen – und leise hinterher, es war wunderschön mit dir. Ja, wir wurden ein klassische Liebespaar, wenn man davon absieht, dass ich Frauenkleidung trug.

Nun passierte etwas, was mein Leben endgültig in die neue Richtung führte. In unserer Hotelanlage gab es aus Prestigegründen einige Luxussuiten, die sehr teuer waren und somit selten belegt waren. Es gab dann die Regel, die Servicemannschaft (immer 2 Personen), deren Stockwerk am wenigsten ausgelastet war, musste dann die Pflege der Suiten übernehmen. War ja auch okay so. Diesmal hatte es Veronika und mich getroffen. Als wir nun den Service für eine Suite durchführen wollten, waren die Bewohner noch in ihren Räumen (120 qm). Doch, doch, wir sollten reinkommen und unsere Arbeiten durchführen. Sie würden dann jeweils die Räume wechseln. Ich bemerkte, dass das Gastehepaar mich und Veronika aufmerksam musterte. Mich störte das nicht weiter, ich war mit mir „im Reinen“. Ob nun jemand merkte, dass ich eigentlich ein Mann war, störte mich nicht mehr. Am nächsten Tag bat das Ehepaar Veronika und mich in den Sesseln ihnen gegenüber Platz zu nehmen. Veronika sagte noch: eigentlich dürfen wir das nicht. Nun setzt euch schon.

Dann begann der Mann zu erzählen. Wir wollen uns euch erst einmal vorstellen. Meine Frau ist Psychologin. Sie hat gestern beobachtet, dass sie Beide ein Paar sind und sie, er meinte mich, zwar eine hübsche Frau darstellen, aber in Wirklichkeit ein Mann sind. Er lächelte noch – und zwar ohne Busen. Ich bin Prof. Dr. Poitrine an der UNI-Klinik abcd und verantwortlich für den Fachbereich Chirurgie, u.a. für das Spezialgebiet Plastische Chirurgie. Dort wird vielen Frauen nach Brustoperationen auf verschiedene Weise die Brust wieder hergestellt, auch mit dem relativ neuen Verfahren „Brustaufbau mit Eigengewebe“. Für den Lehrbetrieb suchen wir Frauen, die sich praktisch durch Bildübertragung in den Hörsaal entsprechend behandeln lassen. Leider sind alle Frauen die, aus welchem Grund auch immer, sich einer Brustamputation haben unterziehen müssen, derart mental von der Rolle, dass sich bisher niemand dazu bereit erklärt hat. Zusammen mit meiner Frau haben wir nun die Idee, Ihnen eine solche Behandlung kostenlos zukommen zu lassen. Denn sie scheinen als Frau leben zu wollen. Wie weit sie letztendlich gehen wollen weiß ich natürlich nicht, aber für eine totale Umwandlung zur Frau wäre ich nicht der Richtige, aber Brustaufbau beherrschen wir perfekt. Überlegen sie es sich einmal und geben uns morgen, spätestens übermorgen, ihre Entscheidung bekannt.

Veronika und ich saßen völlig perplex in den Sesseln. Irgendwie konnten wir das Gesagte nicht verarbeiten. Nach Dienstschluss saßen wir Beide bestimmt 1 Stunden beieinander ohne ein Wort zu sagen. Dann versuchten wir das Thema aufzuarbeiten. Aber wie! Veronika übernahm mal wieder die Entscheidung. Es war erst 17:00 Uhr. Veronika zog erst mich aus, dann sich und wir gingen splitternackt ins Bett. Nein es wurde jetzt nicht gevögelt. Veronika klammerte sich eng an mich und dann kam der Hammer. Sie küsste mich sehr liebevoll und klammerte sich noch enger an mich und sprach DIE entscheidenden Sätze. Liebe Christiane, ich liebe dich so sehr, dass ich dich heiraten möchte. Ob nun mit oder ohne Brust – aber am liebsten MIT weiblicher Brust. Dass du den Rest deiner Männlichkeit behältst, darauf bestehe ich allerdings. Mir schossen die Tränen in die Augen. Veronika hatte mir einen Heiratsantrag gemacht. Ja, ja, ich wollte sie heiraten. Ich überschüttete sie mit Küssen. Während einer Atempause keuchte sie: das kann ich wohl als Zusage verstehen? Wir standen gar nicht mehr auf, kein Abendessen, kein Fernsehen. Nein, wir liebten uns, als gäbe es kein morgen.

Am nächsten Tag teilten wir dem Ehepaar Poitrine unsere Entscheidung mit. Ja ich wollte den Schritt weiter in die Weiblichkeit gehen und einen Busen haben. Der Rest meiner Männlichkeit sollte unbeschadet erhalten bleiben. Also keine starken Hormone oder so etwas, denn dann wäre ich nicht mehr Ehe fähig, aber auch keinen Plastik Wabbelbusen. Ich mache es jetzt kurz, Herr Poitrine erläuterte mir laienhaft den „Brustaufbau mit Eigengewebe“. Zusammengefasst hieß das: in mehreren Sitzungen (Operationen) wird mittels Eigengewebe eine richtige „lebende“ Brust aufgebaut. Klar, Milch war nicht erzeugbar – da wäre ja ggf. Veronika zuständig. (Veronika knuffte mich in die Seite).

Aber wie soll das Ganze denn ablaufen? Keine Sorge meinte Herr Poitrine. Ich kläre das mit Ihrer Personalchefin ab, da sie sich ja mehrfach in meiner Klink einfinden müssen. Herr Poitrine grinste, wenn ich der Hotelleitung hier die Durchführung mehrerer Kongresse verspreche, denke ich, dass keine Widerstände zu erwarten sind und ihr Arbeitsplatz nicht gefährdet ist. Und so war es auch. Allerdings rief Frau Baierle mich zu sich. Liebe Christiane, ich mache mir nun doch irgendwie Vorwürfe. Das kleine fehlerhafte „e“ hat ihr ganzes Leben verändert. Sie brauchen sich keine Vorwürfe zu machen Frau Baierle, ich bin so glücklich wie noch nie in meinem Leben. Wir vereinbarten noch, hier im Hause keinem etwas von unserem Vorhaben zu erzählen. Wenn alles gut verläuft und abgeschlossen ist, kann man immer noch einen kleinen Kreis (Wäscherei) informieren.

Zeitraffer. Nach etwa 7 Monaten war meine Brust fertig. Körbchengröße C und sehr empfindsam für Streicheleinheiten. So schön und angenehm hatte ich das in meinen kühnsten Träumen erwartet. Auch Veronika war baff, deine Brüste sind ja fast schöner als meine, während sie diese sanft streichelte. Dabei freute sie sich über die Reaktion derselben. Es stellten sich nämlich wirklich meine Brustwarzen auf. Die erste gemeinsame Nacht nach vollständiger Gesundung bzw. Heilung war unbeschreiblich. Ach ja. Veronika und ich hatten in der Zwischenzeit geheiratet. Wir blieben erst einmal weiterhin im Hotel wohnen. Wir haben nur umgeräumt. Mein Zimmer wurde zum Wohnzimmer umgestaltet, das von Veronika wurde das gemeinsame Schlafzimmer. Weiterhin haben wir nun sämtliche Kleidungsstücke aus meiner männlichen Vergangenheit entsorgt. Aus die Frage, was wir später mal machen wollten? Mal sehen, wir haben ja noch Zeit.

Eins muss ich noch erwähnen. Eines Tages gingen Veronika und ich in die Wäscherei. Großes Hallo. Dann erzählten wir locker, dass wir geheiratet hatten. Großes Erstaunen und dann Klatschen. Dann kam der Höhepunkt. Ich zog langsam meine Bluse aus und dann den BH.. Totenstille im Raum. Als Erste reagierte „die alte Gudrun“, sie trat heran und fragte leise: darf ich mal? Dann berührte sie meine Brust und murmelte nur, das ist unglaublich. Liebste Christiane, ich wünsche dir für den Rest deines, und auch an Veronika gewandt, eures Lebens alles alles Gute. Dann schmunzelte sie, eine anständige Frau lässt nicht ihren Busen raushängen; zog mir wieder BH und Bluse an, knöpfte diese zu und gab mir zu Abschied eine Kuss auf die Wange.

In unserer Freizeit wanderten Veronika und ich gern in unserer Gegend, grüne Wiesen, sanfte Täler, Berge und Wälder. Während Veronika, wie bei den meisten Weibsbildern heute üblich, gern Hosen trug, hatte ich dieses Wort aus meinem Sprachschatz entfernt. Ich trug nur noch Röcke und Kleider, auch zum Wandern. Wenn ich dann so auf einer blumigen Bergwiese meinen Rock ausbreitete, dann überkommt mich auch noch nach zwei Jahren ein wohliges Gefühl, was Veronika immer mit Grinsen bemerkte: du bist fast weiblicher als ich.

Eines Sonntags liefen wir wieder einen Feldweg entlang, da hörten wir leise Hilfeschreie und Stöhnen. Eine alte Damen, so ca. 75, war vom Fahrrad gefallen und hatte sich ein Bein gebrochen. Wir leisteten Erste Hilfe und benachrichtigten einen Krankenwagen. Ein paar Tage haben wir die Dame, Frau Huber, im Krankenhaus besucht. Sie freute sich und hat sich nochmals überschwänglich bedankt. Während wir uns so unterhielten fing Frau Huber bitterlich an zu Weinen. Als sie sich einigermaßen beruhigt hatte, erzählte sie uns ihren Kummer. Sie besitzt eine kleine Pension mit 18 Zimmern. Da sie diese natürlich nicht mehr allein betreuen und abwickeln kann, hat sie mehrere Personen, je nach Auslastung, flexibel beschäftigt. Ihr sei aufgefallen, dass diese Leute sie nach „Strich und Faden“ bescheissen. Und wenn sie demnächst mit Gipsbein im Hause läge, könne sie gar nichts mehr kontrollieren.

Veronika und ich sahen uns an. Ohne weitere Diskussion waren wir uns einig. Der Frau können wir helfen. Wir erklärten Frau Huber dann: wir sind aus der Branche, könnten unseren Jahresurlaub nehmen und ihnen helfen bzw. nach dem Rechten sehen. Frau Huber schaute uns mit großen Augen an und fing wieder an zu heulen. Würdet ihr das machen? Ich weiß nicht warum, aber ich vertraue euch sehr. Und so haben wir es gemacht. Jahresurlaub genommen, provisorisch bei Frau Huber eingezogen und die Pension „auf Vordermann“ gebracht. Nach zwei Tagen haben wir sämtliches Personal rausgeschmissen. Das ging problemlos, denn entweder Strafanzeige oder Aufhebung des Anstellungsvertrages ohne Ansprüche. Da nur 10 Zimmer belegt waren, war es für Veronika und mich kein Problem mit einer sorgfältigen Aufrechterhaltung des Pensionsbetriebes. Auch Frühstück machen oder mal abends vereinzelt eine deftige Brotzeit servieren, machte uns Spaß.

Eines Nachmittags ergab sich eine Situation, die man in einem Bayerischen Volkstheater als Unterhaltung bringen könnte, am Besten in Mundart. Im Nachhinein können Veronika und ich uns immer wieder „schlapplachen“. Vorsichtig fragte Frau Huber: ähem, darf ich fragen, wie eigentlich euer Verhältnis zu einander ist? Ihr lebt ja in einem Zimmer zusammen. Seid ihr irgendwie verwandt oder Kolleginnen? Ein „katholische toleranter“ Gesichtsausdruck stand in ihrem Gesicht. Veronika und ich schauten uns grinsend an: wir sind miteinander verheiratet. Frau Huber erstarrte zur Salzsäule. Heilige Maria, Sodom und Gomorra, pfui – und das in meinem Hause. Nachdem sie sich einigermaßen beruhigt hatte, murmelte sie verschämt: was bin ich eigentlich so intolerant. Ich hatte als 15 jähriges Mädchen doch auch mal eine Affäre mit meiner Freundin. Aber dass zwei lesbische Frauen dann auch noch heiraten müssen, verstehe ich nicht. Darauf Veronika: Christiane ist keine Frau, Christiane ist ein Mann. Frau Huber fiel der Kaffeelöffel aus der Hand. Nein schrie Frau Huber auf, das glaube ich nicht, mit soviel „Holz vor der Hütten“. Um die arme Frau nicht weiter zu verwirren wie das denn zustande gekommen ist, erzählten wir ihr eine kleine Notlüge. Bei der Erschaffung von Christiane hat „der da oben“ einen handwerklichen Fehler gemacht. Christiane ist oben rum eine Frau, unten rum ein vollwertiger Mann. Frau Huber fiel fast in Ohnmacht und ihr versagte die Sprache. Nach einem doppelten Obstler konnte sie wieder einigermaßen sprechen. Schräg von unten schaute Frau Huber mich an und auf meinen Rock, als wolle sie sagen, das glaube ich nicht, ich möchte den Beweis sehen. Sie beschränkte sich dann auf den Satz: ja mei, Sachen gibt’s.

Nach Ablauf von drei Wochen, unser Urlaub ging zu Ende haben wir zusammen gesetzt. Frau Huber war begeistert von der Zusammenarbeit und bot uns die Leitung des Hauses an mit der Option einer späteren Übernahme, denn sie wäre an einer Fortführung ihrer Traditions-Pension sehr interessiert. Denn sie hing daran. Sie wäre ja schon so alt, aber sie würde gerne noch im Rahmen ihrer Möglichkeiten mithelfen – nach dem Motto, wer rastet der rostet. Man könne mit der Pension zwar keine Reichtümer verdienen, aber man käme bei guter Auslastung finanziell gut zurecht.

Veronika und ich überlegte nur ein paar Tage, ich machte ansatzweise einen Businessplan, ob die Rechnung aufgehen könnte, dann sagten wir zu. Natürlich sollten auch Verträge gemacht werden. Da verblüffte Frau Huber uns aber ganz gewaltig. Listig sagte sie, ich habe keine direkten Nachkommen, nur „buckelige Verwandtschaft“. Vor diesem Hintergrund habe ich mir Folgendes überlegt und auch schon mit meinem Anwalt schriftlich festgelegt. Zu euch: ihr habt mich auf dem Feldweg gerettet und in drei Wochen wieder Ordnung in die Abwicklung meiner Pension gebracht. Wenn ich einmal nicht mehr bin, würde ich euch gern die Pension vererben. Aber das hätte sehr negative steuerliche Auswirkungen und es sind sicherlich auch Anfechtungen seitens meiner Verwandtschaft zu erwarten. Deshalb machen wir es wie folgt: solange ich lebe, haben machen wir einen Pachtvertrag über 500 DM pro Monat, praktisch mein Taschengeld, mehr brauche ich nicht und ich hab ja noch was gespart. Für die Zeit nach meinem Tod wird ein Pachtvertrag für 50 Jahre gültig mit einer Pachtsumme von 100 DM monatlich. Damit seid ihr abgesichert vor meinen Erbschleichern, hihihi. Der Rechtsanwalt hat den Vertrag so gestaltet, dass dieser nicht angefochten werden kann. Was für eine bemerkenswerte schlaue alte Dame.

Wir wohnten nun alle zusammen in der Pension. Der Einfachheit halber und um nicht immer Fragen der Gäste umständlich zu beantworten, nannten wir Frau Huber „Oma“. Es hat ihr irgendwie gefallen und anfangs kicherte sie immer ein bisschen. Es folgten zwei arbeitsreiche aber menschlich wunderschöne Jahre. Dann starb Oma. Nach den Formalitäten und dem Durchstehen der geifernden Erben waren wir nun allein herrschend im Haus, so wie Eigentümer.

Als Erstes renovierten wir die Pension. Und jetzt kommt’s. Veronika und haben in jedem Zimmer welches fertig wurde, eine Nacht geschlafen. Irgendwie ist das Veronika nicht bekommen. Nach einer gewissen Zeit wurde sie immer dicker, was uns veranlasste doch einmal einen Arzt aufzusuchen. Nach unserer Erzählung des Tests der 18 Zimmer lachte der Arzt lauthals und führte belustigt unseren Sprachstil weiter. Also, Veronika ist nicht krank, sondern wird noch ein bisschen dicker werden, aber dann wird das Gewicht niederkunftsartig abnehmen. Wir freuten uns.

Wir nannten das Ergebnis: Mario, Maria. Wurde auch so eingetragen. Veronika und ich haben gleich beschlossen: der kleine Kerl wird bestimmt ein schönes Mädchen.

Eure Christiane


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