Respekt
Respekt - # 3

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Ralf-Marlene
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Re: Respekt

Post 31 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 11. Apr 2019, 11:22

Liebe Lexi,
ich verstehe, was Du meinst. Ich wiederspreche Dir totzdem aufgrund einer kürzlich gemachten Erfahrung.

In einem anderen Forum für männerliebende Männer wurde mir eine respektvolle Behandlung verweigert mit dem Argument, Mensch müsse sich Respekt erst verdienen. Ich lasse jetzt weg, dass es sich um einen Mitadministrator in einer Gruppe auf diesem Forum handelt und ich bis vor zwei Jahren ebenfalls dort Mitadministrator war. Meine Haltungen waren also mehr als bekannt.

Bis zu dem "Verdienen" wäre es ja nur eine Meinungsäußerung, wenn ich als queerfeindlich und ohne Mitgefühl für potentielle Homosexuelle Opfer sei, wenn ich darauf hinweise, dass hier lebende Muslime keinerlei Verantwortung für die Gesetzgebung in Buthan haben. Das ist nicht nur intolerant, was schlimm genug wäre, dass ist respektlos und ehrverletzend. Gegenüber den Muslimen ist es gruppenbezogener Menschenhass wenn ich sie hier für Taten Anderer in Verantwortung nehme. Ich habe dies Äußerung als das benannt, als was ich sie empfinde und darauf hingewiesen, dass ich sehr wohl weiß, dass mein Gegenüber sonst eher der SPD zuneigt.

Jeder Mensch darf Respekt verlangen als Mensch, nicht jede seiner Haltungen und Handlungen sind zu respektieren oder auch nur zu tolerieren.

Den Respekt zu verweigern heißt nicht hin zu schauen, wer das Gegenüber ist, es zu verachten, nicht der Betrachtung wert zu halten. Sobald ich mit Menschen umgehe, zu diesen in Kontakt trete, muss ich diese respektieren. Bis dahin reicht Toleranz.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Vicky_Rose
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Re: Respekt

Post 32 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 11. Apr 2019, 11:44

lexes hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 10:10
Mein lieber Opa hat mal gesagt : Respekt musst Du Dir erstmal verdienen mein Junge
Das sehe ich ganz anders. Wenn ich mir Respekt erst einmal verdienen muss, bedeutet das nichts anderes, dass ich mich an den Wertvorstellungen anderer orientieren und nach ihnen handeln muss. Respekt ist für mich etwas, was ich jedem Menschen entgegen zu bringen habe und zwar ohne jede Wertung.

Respekt und Toleranz ist dann auch in diesem Sinn nicht zu vergleichen. Toleranz bezieht sich auf Handlungen oder Haltungen, aber nicht auf den Menschen.

Meine Sicht der Dinge
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.

lexes
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Re: Respekt

Post 33 im Thema

Beitrag von lexes » Do 11. Apr 2019, 11:47

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 11:22
Liebe Lexi,
ich verstehe, was Du meinst. Ich wiederspreche Dir totzdem aufgrund einer kürzlich gemachten Erfahrung.

In einem anderen Forum für männerliebende Männer wurde mir eine respektvolle Behandlung verweigert mit dem Argument, Mensch müsse sich Respekt erst verdienen. Ich lasse jetzt weg, dass es sich um einen Mitadministrator in einer Gruppe auf diesem Forum handelt und ich bis vor zwei Jahren ebenfalls dort Mitadministrator war. Meine Haltungen waren also mehr als bekannt.

Bis zu dem "Verdienen" wäre es ja nur eine Meinungsäußerung, wenn ich als queerfeindlich und ohne Mitgefühl für potentielle Homosexuelle Opfer sei, wenn ich darauf hinweise, dass hier lebende Muslime keinerlei Verantwortung für die Gesetzgebung in Buthan haben. Das ist nicht nur intolerant, was schlimm genug wäre, dass ist respektlos und ehrverletzend. Gegenüber den Muslimen ist es gruppenbezogener Menschenhass wenn ich sie hier für Taten Anderer in Verantwortung nehme. Ich habe dies Äußerung als das benannt, als was ich sie empfinde und darauf hingewiesen, dass ich sehr wohl weiß, dass mein Gegenüber sonst eher der SPD zuneigt.

Jeder Mensch darf Respekt verlangen als Mensch, nicht jede seiner Haltungen und Handlungen sind zu respektieren oder auch nur zu tolerieren.

Den Respekt zu verweigern heißt nicht hin zu schauen, wer das Gegenüber ist, es zu verachten, nicht der Betrachtung wert zu halten. Sobald ich mit Menschen umgehe, zu diesen in Kontakt trete, muss ich diese respektieren. Bis dahin reicht Toleranz.
Ja , die Genzen scheinen da wirklich etwas zu fließen ... stimmen Dir in Deinem Punkt 100% zu.

Besonders interessant wird es wenn man das Pferd mal von hinten aufzäumt ( mal vom Gegenteil spricht ) :

Ich wurde respektlos behandelt

Das hat deutlich mehr Aussagekraft als "ich wurde intolerant behandelt" ....

Und es heisst wieder : Man muss noch weiter differenzieren und lernt nicht aus

Lexi

Ralf-Marlene
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Re: Respekt

Post 34 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 11. Apr 2019, 12:07

Ich erlaube mir hier eine Antwort aus einem anderen Thred zu zitieren, da er sich direkt auf hier gesagtes bezieht.
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 59&t=17781
Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 12:01
Yvette hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 11:14
Die Thread-Urheberin hatte im Gesprächsfaden „Inersexualität“ (mir indirekt) u. a. den leichtfertigen Umgang mit „Nazibezügen“ vorgeworfen und als Beleg die noch immer nicht ausgestorbene „Nazisprache“ ("Etwas bis zur Vergasung tun“) angeführt.
Ich weiß nicht, in welchen Kreisen sie sich bewegt, aber ich habe das seit Jahrzehnten nicht mehr gehört. Überaus peinlich wirkt es aber auf mich, wenn jemand Wissen durch Meinung bzw. Annahme ersetzt und dieses vermeintliche Wissen hinausposaunt. Tatsache ist jedenfalls, dass das Vergasen-Zitat aus dem Gaskrieg im I. Weltkrieg stammt, nicht von den Nazis.
So kann man sich blamieren. Mir fällt es bei solchen Fauxpas schwer, jemand als klugen Zeitgenossen bzw. kluge Zeitgenossin zu respektieren.

Anderes Beispiel meiner Meinung nach: Michel Friedman, für mich der Prototyp des vor Eigenliebe schier platzenden, öligen Widerlings, der in seiner früheren „Talk-Show“, meinem Eindruck nach reine Selbstinszenierung mit dem Etikett einer Diskussionssendung, seine Gäste z. T. niederschrie und fertigmachte, während er privat Koks-schniefend osteuropäische Zwangs-Prostituierte vögelte.
Es wäre hinzunehmen, hätte er sich glaubwürdig geändert, aber seine immer noch arrogante, selbstherrliche Attitüde verursacht bei mir regelmäßig Brechreiz, zumal dieser Kerl sehr schlau seinen Schutzschild als Jude einsetzt, weiß er doch ganz genau, dass dies bei seinen Kontrahenten den finalen Beißreflex verhindert. Wer ihn so anginge wie er andere angeht, fände sich sofort als Antisemit diffamiert.
Hallo, Yvette,
Oh mein Gott, ich muss Dich wirklich getroffen haben. Das tut mir wirklich leid. Meine Aussagen aber immer noch nicht.

ich respektiere Dich als Mensch. Ich respektiere nicht Deinen Versuch, mich herabzusetzen.

Deine Behauptung, Herr Friedmann würde seine jüdische Identität als Schutzschild für Verfehlungen nehmen ist geschmacklos.
Seine Verfehlungen sind ja wohl allgemein bekannt und unabhängig davon, sonst könntest Du nicht darüber schreiben. Ansonsten mag ich den Herren auch nicht, sein Umgang mit anderen ist ebenso intolerant und respektlos wie Deiner mit mir hier.

Der Ausdruck bis zur Vergasung ist im ersten Weltkrieg aufgekommen, nach meinem Wissen etwas aus dem Sprachgebrauch verschwunden und ab ungefähr 1942 wieder verstärkt benutzt worden. Zu Deiner Beruhigung, ich höre ihn in meinen Kreisen, auch wenn sie garantiert weniger "hochgestochen" sind als Deine auch selten bis garnicht.

Ich hoffe, es stört Dich nicht, dass ich öffentlich Antworte, obwohl Du sicherlich gehofft hast, Dein Gift könnte unbemrkt etwas länger wirken und deswegen Deine Antwort auf im anderen Thread Gesagtes hier einstellst.

Ich bitte Dich allen ernstes, komm runter von Deiner Palme. Es geht mir um das Erkennen von unbewust transportierten Vorurteilen, nicht darum, Dir irgendeine obskure Haltung zuzuschreiben... außer, dass Du über mir den Stab gebrochen hast, ohne mich als Mensch wahrzunehmen oder zu kennen.
Marlene

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Re: Respekt

Post 35 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Do 11. Apr 2019, 12:21

lexes hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 11:47
Besonders interessant wird es wenn man das Pferd mal von hinten aufzäumt ( mal vom Gegenteil spricht ) :

Ich wurde respektlos behandelt

Das hat deutlich mehr Aussagekraft als "ich wurde intolerant behandelt" ....
Hi Lexi,

das ist spannend. Intoleranz bedeutet automatisch Respektlosigkeit. Insofern sehe ich keine unterschiedliche Gewichtung. Eine Respektlosigkeit muss aber keine Intoleranz bedeuten. Ein flapsiges "Du bist ja nicht ganz dicht" ist für mich ein Beispiel dafür.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Respekt

Post 36 im Thema

Beitrag von Yvette » Do 11. Apr 2019, 13:02

Ich habe meinen Beitrag im falschen Gesprächsfaden untergebracht; hier ist er nochmal, dort, wo er hingehört:
Lexi schrieb, „Toleranz steht jedem zu ...“ Im Grunde stimme ich Dir zu, liebe Lexi, jedoch mit der aus meiner Sicht eminent wichtigen Einschränkung, dass sie zweiseitig zu sein hat. Ich meine, intolerante Menschen können keine Toleranz für sich beanspruchen, das führte meiner Meinung nach zur Selbstaufgabe, beispielsweise bei der Forderung radikaler Islamisten nach dem Recht darauf, in Westeuropa ihre menschenverachtende, mittelalterliche Scharia höher stellen zu dürfen als die hier geltende, auf Humanität gründende, Gesetzgebung.

Was die Frage nach Respekt anbelangt, meine ich, er steht nicht jedem Menschen a priori zu; wie Lexi geschildert hat: ihr Opa war der Meinung, er müsse verdient werden. Dem neige ich ebenfalls zu.
Wenn ich darf, füge ich ein, zwei Beispiele an:
Die Thread-Urheberin hatte im Gesprächsfaden „Inersexualität“ (mir indirekt) u. a. den leichtfertigen Umgang mit „Nazibezügen“ vorgeworfen und als Beleg die noch immer nicht ausgestorbene „Nazisprache“ ("Etwas bis zur Vergasung tun“) angeführt.
Ich weiß nicht, in welchen Kreisen sie sich bewegt, aber ich habe das seit Jahrzehnten nicht mehr gehört. Überaus peinlich wirkt es aber auf mich, wenn jemand Wissen durch Meinung bzw. Annahme ersetzt und dieses vermeintliche Wissen hinausposaunt. Tatsache ist jedenfalls, dass das Vergasen-Zitat aus dem Gaskrieg im I. Weltkrieg stammt, nicht von den Nazis.
So kann man sich blamieren. Mir fällt es bei solchen Fauxpas schwer, jemand als klugen Zeitgenossen bzw. kluge Zeitgenossin zu respektieren.

Anderes Beispiel meiner Meinung nach: Michel Friedman, für mich der Prototyp des vor Eigenliebe schier platzenden, öligen Widerlings, der in seiner früheren „Talk-Show“, meinem Eindruck nach reine Selbstinszenierung mit dem Etikett einer Diskussionssendung, seine Gäste z. T. niederschrie und fertigmachte, während er privat Koks-schniefend osteuropäische Zwangs-Prostituierte vögelte.
Es wäre hinzunehmen, hätte er sich glaubwürdig geändert, aber seine immer noch arrogante, selbstherrliche Attitüde verursacht bei mir regelmäßig Brechreiz, zumal dieser Kerl sehr schlau seinen Schutzschild als Jude einsetzt, weiß er doch ganz genau, dass dies bei seinen Kontrahenten den finalen Beißreflex verhindert. Wer ihn so anginge wie er andere angeht, fände sich sofort als Antisemit diffamiert.

Die Frage für mich ist: wie soll es mir möglich sein, solche Kotzbrocken in irgendeiner Weise zu respektieren, zumal ihr Verhalten und ihre, soweit es möglich ist, das zu beurteilen, Persönlichkeit so deckungsgleich sind?
Yvette

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Re: Respekt

Post 37 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 11. Apr 2019, 13:08

Dann hier auch noch mal meine Antwort, gekürzt um einen Satz:
Hallo, Yvette,
Oh mein Gott, ich muss Dich wirklich getroffen haben. Das tut mir wirklich leid. Meine Aussagen aber immer noch nicht.

ich respektiere Dich als Mensch. Ich respektiere nicht Deinen Versuch, mich herabzusetzen.

Deine Behauptung, Herr Friedmann würde seine jüdische Identität als Schutzschild für Verfehlungen nehmen ist geschmacklos.
Seine Verfehlungen sind ja wohl allgemein bekannt und unabhängig davon, sonst könntest Du nicht darüber schreiben. Ansonsten mag ich den Herren auch nicht, sein Umgang mit anderen ist ebenso intolerant und respektlos wie Deiner mit mir hier.

Der Ausdruck bis zur Vergasung ist im ersten Weltkrieg aufgekommen, nach meinem Wissen etwas aus dem Sprachgebrauch verschwunden und ab ungefähr 1942 wieder verstärkt benutzt worden. Zu Deiner Beruhigung, ich höre ihn in meinen Kreisen, auch wenn sie garantiert weniger "hochgestochen" sind als Deine auch selten bis garnicht.

Ich bitte Dich allen ernstes, komm runter von Deiner Palme. Es geht mir um das Erkennen von unbewust transportierten Vorurteilen, nicht darum, Dir irgendeine obskure Haltung zuzuschreiben... außer, dass Du über mir den Stab gebrochen hast, ohne mich als Mensch wahrzunehmen oder zu kennen.
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Re: Respekt

Post 38 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly » Do 11. Apr 2019, 15:02

Akzeptanz, Respekt und Empathie sind eigentlich Dinge, die zusammengehören.

Das sollte auch bedacht werden.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine Spuren.
Mein Motto: Ich werde glücklich.

Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir ´ne PN!

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Re: Respekt

Post 39 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 11. Apr 2019, 15:13

Whoopy Highfly hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 15:02
Akzeptanz, Respekt und Empathie sind eigentlich Dinge, die zusammengehören.

Das sollte auch bedacht werden.
Sind alles zunächst einmal Worte, die mit Ethik, mit Wertvorstellung zu tun haben. Was willst Du uns damit sagen?
Marlene

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Re: Respekt

Post 40 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 11. Apr 2019, 15:48

https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie
Das Wort Empathie, das wörtlich übersetzt aus dem altgriechischen Worten en/em - mit/hinein und pathos - Gefühl zusammengesetzt ist wird als hinein fühlen übersetzt, gebräuchlich im wissenschaftlichen Raum. Ähnlich ist sie der Bedeutung in Sympathie aus syn/sym - mit und pathos. Diese wird aber eher als Zuneigung durch Mitfühlen gesehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Akzeptanz
Akzetanz aus dem Lateinischen accipere - hinnehmen/ annehmen und heißt etwas aktiv als gegeben hinnehmen
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz
Akzeptanz ist demnach stärker als Toleranz, die ebenfalls aus dem Lateinischen herleitet vom Verb tolerare - hinnehmen, dulden, dass rein passiv ist.

Für mich ergibt sich daraus, das Toleranz und Akzeptanz in Respekt enthalten sind.

Akzeptanz und Toleranz mit Empathie führen für mich zum Respekt, den ich allerdings nicht als Hochachtung sondern als Achtung, Würdigung des Seienden sehe.
Marlene

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Re: Respekt

Post 41 im Thema

Beitrag von Ana-Lucia » Do 11. Apr 2019, 20:13

Für mich persönlich ist es einfach.
Ich respektiere jeden Menschen, der Anderen kein Leid zufügt.

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Re: Respekt

Post 42 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 12. Apr 2019, 08:09

Ana-Lucia hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 20:13
Für mich persönlich ist es einfach.
Ich respektiere jeden Menschen, der Anderen kein Leid zufügt.
Danke für die Meinung, die vom Grundsatz her sicherlich viele Teilen. Ich durchaus auch. Nur stellt sich hier die Frage, wo ziehen wir die Grenze.

Es kann mich Leiden lassen, wenn ein Mensch meine Meinung, die für mich auf Werten beruht, ablehnt. Deswegen wird diesem Menschen wohl keiner den Respekt verweigern.

Ein Autofahrer verletzt einen Fahradfahrer durch eine falsch geöffnet Tür schwer und dieser leidet. Verlieren wir wirklich den Respekt vor diesem Autofahrer?
Marlene

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Post 43 im Thema

Beitrag von Marie-Elle » Fr 12. Apr 2019, 08:19

Hilft vielleicht ein zusätzliches "bewusst"?

Ich respektiere jeden Menschen, der Anderen kein Leid bewusst zufügt.

Jasmine
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Re: Respekt

Post 44 im Thema

Beitrag von Jasmine » Fr 12. Apr 2019, 09:07

Marie-Elle hat geschrieben:
Fr 12. Apr 2019, 08:19
Hilft vielleicht ein zusätzliches "bewusst"?

Ich respektiere jeden Menschen, der Anderen kein Leid bewusst zufügt.
Und was ist mit den Menschen die anderen ein Leid zufügen?

Muss ich hier nicht auch das Leben dieser Menschen respektieren?
Ist nicht gerade deswegen das Folterverbot und die Abschaffung der Todesstrafe
in modernen Demokratien Stand der Dinge?

Liebe Grüße Jasmine
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Re: Respekt

Post 45 im Thema

Beitrag von Anja » Fr 12. Apr 2019, 09:28

Moinsen (moin)

ich halte es da gerne mit dem Rapper Eminem.
"Bist du nett zu mir, bin ich nett zu dir." (Gekürzt)
Im Original:
I don't care if you're black, white, straight, bisexual, gay, lesbian, short, tall, fat, skinny, rich or poor. If you're nice to me, i'll be nice to you. Simple as that!
Ich persönlich habe allerdings ein Problem mit starken Gerüchen. Manchmal begegne ich während des Pendelns Menschen, die extrem ungepflegt daherkommen.
Ich komme ansonsten mit allen Widrigkeiten problemlos zurecht. Ich hatte auch schon mehrere Schulklassen im selben Waggon "sitzen". Schlussendlich war ich die einzige Erwachsene, die trotzdem geblieben ist.
Aber wenn jemand richtig stinkt, das halte ich nicht aus. Das kann ich auch nicht ausblenden, so wie laute Geräusche um mich herum. Da musste ich erst kürzlich wegen einem Stinker den Platz wechseln... 😷

Grüße
die Anja
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