Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)
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Anne-Mette
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Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 29. Dez 2017, 17:28

Moin,

die ganze Überschrift:

Homo- und Intersexualität in der Theologie"Das Problem ist die Gesellschaft, nicht die Menschen"

... und der Artikel dazu: http://www.deutschlandfunk.de/homo-und- ... _id=407123

Gruß
Anne-Mette

Mina
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 2 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 29. Dez 2017, 17:54

Seht Euch bitte mal diese Doku ab Minute 24:34 an.

Eine Mahu in französisch Polynesien. Ein glücklicher und vollumfänglich eingebundener Mensch. (ap) Davon kann sich unsere Gesellschaft eine gaaaanz dicke Scheibe abschneiden, um beim Thema zu bleiben. )))(:

Mein Gott - was würde ich für so schöne .....naja Holz vor der Hütte eben...geben. (moin) (flo) (so)

Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Tinchen
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 3 im Thema

Beitrag von Tinchen » Fr 29. Dez 2017, 18:28

Na ja, klingt erst mal cool, aber wenn man genau zuhört: ".....wird traditionell der älteste Sohn nach weiblichem Muster erzogen...." Das hat sehr wenig mit Freiheit zu tun, uns (Transen) würde das gefallen, aber meinem älterem Bruder nicht....ach ja mir dann auch nicht, weil ich ja nicht der Älteste bin :-)

Ach ja und die Gesellschaft, das sind auch wir. Wenn ich mich dann so anschaue, kann die Gesellschaft doch gar nicht so böse sein....oder? :-)

Was ich damit sagen will: Ich fasse mir gerne auch immer erst an die eigene Nase. Wenn mein Chef Dienstag mit einem fetten Ring durch die Nase ankommt, würde ich auch mit offenem Mund dastehen und Maulaffen feilhalten....so ähnlich würde es ihm gehen, wenn ich im Fummel da sitzen würde ....interessant wäre allerdings, wenn das Zeitgleich passieren würde...*lacht* also ich würde im Fummel den Mund nicht mehr zubekommen und er würde vor Überraschung den Ring fest ansaugen.....*kugelt sich bei der Vorstellung*

Eben alles was aussergewöhnlich, unerwartet ist bringt uns zum "blöd schauen"....das ändert sich nur wenn es gewöhnlicher wird.....und siehe da, dann hat sich auch die Gesellschaft verändert, weil wir ein Teil davon sind. Wir sollten also unseren Mut zusammennehmen und viel öfter aufgetranst losziehen.......allerdings fasse ich mir da wieder an meine vor Angst kalte Nase und sage: "Ich traue mich aber oft nicht...." Mein innerstes ich sagt dann: "Nun wer ist nun Schuld, die böse Gesellschaft, oder Du." Ich frage zurück: "Was denkst Du?" "Keine Ahnung, was richtig und was falsch ist." Also kratzen wir uns gemeinsam am Wischmop.

Mist ich schreibe wieder Romane ....

@Mina: Auf den Busen bin ich aber auch neidisch :-)

LG Tina
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.

Mina
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 4 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 29. Dez 2017, 19:09

Hallo Tina,

Wie kann man es sonst recht machen? Objektiv gefragt?

Die Doku zeigt allerdings nur wo wir stehen im Verhältnis zu Völkern, welche einige unserer Gesellschaft als Halbwilde betiteln. )))(:

Mir scheint die in der Doku gezeigte Mahu als glücklich und eingebunden.
Das Familien pauschal von den Nachkömmlinge fordern was diese eigentlich nicht wollen, sei es das Musikinstrument, das Studium oder der Lebenspartner, das wird sich erst ändern wenn die Menschheit lernt ihre Erwartungshaltung gänzlich aufzugeben.

Dennoch bin ich sehr verbunden mit dieser hübschen Persönlichkeit aus der Doku.
Der gänzliche Gesellschaftsdruck welcher einfach nicht da ist. Das wäre schon viel. Mehr als ich verlangen mag. (so)
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 5 im Thema

Beitrag von Tinchen » Fr 29. Dez 2017, 20:04

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es immer mehr als nur eine Sicht der Dinge gibt....und dass ich selber oft nicht weiß welche nun richtig ist. Was ich aber weiß ist, dass es gut ist es mal von allen Seiten zu beleuchten und nachzudenken.

Das hier Kinder zum Klavierspielen genötigt werden, wird dem kleinen Mahu Jungen der keinen Rock tragen möchte nicht helfen. Auf den ersten Blick, vor allem für uns Transen klingt das paradiesisch, ich finde aber immer ein Haar in der Suppe.....auch wenn ich neidisch die Röcke sehe und auch gerne dort in der Sonne tanzen möchte :-)

Gesellschaftliche Zwänge gibt es überall auf der Welt, auch bei Naturvölkern, wer dort die Traditionen nicht mitmacht ist auch schnell Aussenseiter. Wenn man die Traditionen liebt, ist vieles leichter...egal ob in New York oder in Polynesien. Die Traditionen sind nur unterschiedlich...:-)

Ich habe mal eine Doku über ein südamerikanisches Indianervolk gesehen, weil es dort eben Transen gab (oder gibt). Ist ewig her. Der Reporter fragte, was Männer und Frauen so machen. Die Männer gehen auf die Jagt und die Frauen kümmern sich um das Heim.....und warum geht der Mann dort drüben nicht mit auf die Jagd? Der? Der ist doch eine Frau. Ich lag erst mal auf dem Boden.....aber dann dachte ich mir, so cool das auch klingt, er muss von nun an auch Frau bleiben, mal so wechseln wie ich das tue geht auch dort nicht.

Was ich auch immer wieder gerne betonen möchte, wir sind doch einfach auch alles nur Menschen und einfach nicht frei von Vorurteilen oder geprägten Vorstellungen. Wenn mir in der Bank, ein Biker die Zinsen erklärt, der Pastor auf der Kanzel ne Punkerfrisur hat, der Polizist der mich anhält ein Volltatoo im Gesicht hat.....Ich würde das zwar irgendwie cool finden.....aber dennoch erst mal mindestens eine Braue verdutzt heben :-) Weil es eben so ungewöhnlich ist.....

Davon mal abgesehen hat sich unser Zusammenleben schon sehr verändert, ich kenne noch die Sprüche der Älteren aus den 7zigern, nur weil einer lange Haare hatte, das ist heute kein Ding mehr...vielleicht auch, weil sich eben sehr viele getraut haben die Matte wachsen zu lassen....

Wie vorher gesagt.....oft weiß weder ich noch mein "schlaues" inneres Ich was richtig und was falsch ist......

Es ist aber auf jeden Fall nicht falsch so eine Doku zu sehen und ein wenig zu träumen.....das habe ich jedenfalls getan, als ich Dein Video geschaut habe....diese schönen Röcke.....*schnief*

Edit:
Also wenn ich mir mein Geschreibsel so durchlese, möchte ich einfach mal betonen, dass ich nicht Oberlehrerinnenhaft sein möchte, geschweige denn mit dem erhobenen Finger etwas sagen möchte. Ich mag es zum Nachdenken angeregt zu werden, also versuche ich selbiges auch....ob es gelingt, weiß ich nicht :-)
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.

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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaddy » Fr 29. Dez 2017, 20:31

Anne-Mette hat geschrieben:
Fr 29. Dez 2017, 17:28
die ganze Überschrift:
Homo- und Intersexualität in der Theologie"Das Problem ist die Gesellschaft, nicht die Menschen"
"Theologie" und Religion sind ja so Reizthemen bei mir, aber ich habe mir den Artikel durchgelesen, um diese doch ziemlich bescheuerte Formulierung zu finden. Stellt sich raus: Es ist eine verhunzte Verkürzung der DLF-Redaktion.

Gesagt bzw. transkribiert wurde "Nicht intersexuelle Menschen oder auch transsexuelle Menschen sind das Problem, sondern die Gesellschaft". Ich möchte anfügen "also die anderen Menschen". Umschnitt zu Rosa von Praunheim, Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt. Tell me news, man...

Immerhin:
Und dann müssen wir uns schlicht fragen, ob angesichts der Vielgestaltigkeit von Geschlecht nicht jeder Versuch von Normierung von Geschlecht erstmal fraglich erscheint. Ob nicht Geschlecht etwas ist, was nicht nur innerhalb oder außerhalb einer bestimmten Norm wie der Zweigeschlechtlichkeit oder Heteronormativität sich befindet, sondern ob Geschlecht nicht vielmehr außer Norm ist. Also pointiert formuliert muss man sich doch fragen: Wenn so viele Menschen einer bestimmten Norm nicht entsprechen, dann ist vielleicht die Norm falsch und nicht die Menschen.
Also für einen Theologen sagt er schon ziemlich gute Dinge ;)

Mina
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 7 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 30. Dez 2017, 08:16

Hallo Tina,

Für mich ist das alles absolut nachvollziehbar, was Du ( keineswegs Oberlehrerhaft) schilderst.
Es ist immer schön wenn sich Gedanken zu unserem Anteil an Kulturverständnis, jenseits von bestickten FSH gemacht werden. Interdisziplinär, ja das höhere Ziel.

Ein Traumbild:

Ein Rocker, ein Supermodel, ein Punk, ein Transvestit, ein Homosexueller und ein Pastor ...vielleicht noch Horst Seehofer, sitzen an einem Tisch und feiern unbeschwert den Tag.

Ich hätte da so eine Vorstellung wie das Abendmahl von Leonardo Da Vinci im Kopfkino.

Klar ist das nur ein Synonym, wie offen und frei alles sein kann. Und natürlich auch das es in jeder Kultur Erwartungshaltung gibt, den gesellschaftlichen Bräuchen entsprechend. Und das darf auch so sein. Unbedingt!

Aber mit dem Vorbehalt das ein jeder Mensch sich seiner eigenen Identität und Empfinden entwickeln darf, gänzlich und frei.

Ich finde das wäre Zeit für ein neues Schulfach schon ab Grundschule indessen die Inhalte der Vielfalt, der Brauchtümer und des liberalen wie konstruktiven Miteinander gelehrt werden. Als Pflichtfach bis zum Abi!!!

Randnotiz:

Ich saß neulich mit einer Medizinstudentin an einem Tisch und sie erzählte von ihrem Praktikum auf der Gefäßchirurgie. Das ist ein hochintelligentes Mädel mit 1er Abi und jede Klausur bisher immer auch mit 1.

O-Ton: „ Die Gefäßchirurgie ist echt Hartz vier TV pur. Da liegen die ganzen Raucher und Säufer.....

Ich war kurz davor loszuheulen, mich zu übergeben oder schreiend davon zu laufen. Wie kann ein hochgebildeter Mensch solche Aussagen treffen???

Sie weiß doch garnicht welche Schicksale da hinter stehen oder ob die Menschen sich progressiv in die Situation entwickelt haben. Intelligent ja, aber intelligent nein.

Erschreckend, nicht?
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

Tinchen
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 8 im Thema

Beitrag von Tinchen » Sa 30. Dez 2017, 20:00

Hallo Mina,
es ist sehr schön, wie du meine Gedanken aufnimmst, sie mit den Eigenen vermischt und dann den Ball zurückspielst. Das hat mich erst mal stundenlang zum Nachdenken angeregt…*kopfkratz* :-)

Mein Traum:
Alle Stubentransen dieser Welt gehen an einem bestimmten Tag auf den nächstgelegenen Platz in ihrem Heimatort. Alle, wirklich ausnahmslos. Es kann dann gut sein, dass sich dann Dein Traum auch erfüllt und der Biker, der Pastor, der Punker und der Metaller sich mit rot geschminkten Lippen angrinsen und darüber debattieren, ob Hudson oder NurDie…….Fehlt nur noch ein Leonardo mit nem Pinsel.

Allergisch bin ich gegen den Spruch: „Die Gesellschaft ist schuld…oder verbietet es…“ Das ist so, als ob ich mir einen Schuldigen suche, der auch noch schön anonym ist, um zu begründen warum ich im Fummel zuhause sitze und mich nicht raus traue. So was passiert mir, aber ich sage dann selber schuld, es passiert dir doch nichts……manchmal sogar passiert erschreckend wenig, ich werde dann noch nicht mal beachtet……wie das Pechmariechen: https://www.youtube.com/watch?v=UK2JjQicoHQ :-)

Wenn sich mein Traum erfüllen sollte, dann werden wir sehen, dass wir selbst die Gesellschaft sind und uns wie die Gesellschaft an einem Tag verändert haben. Träume haben nur das Problem, dass sie vorbei sind, wenn man wach wird :-)

Toleranz hat auch so seine Tücken, spätestens wenn der toleranteste Mensch auf einen intoleranten Menschen trifft, wird er sagen, das geht aber mal gar nicht. Plötzlich sind beide intolerant. Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. Deine Toleranz ist in der Gefäßchirugie an die Grenze geraten, ich stimme Dir allerdings zu und meine Toleranz wäre auch am Ende gewesen.

Ich sage aber: Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun und Wissen nichts mit Weisheit. Auch wenn das Eine das Andere ein wenig bedingt. Es ist auch ein Recht der jungen Menschen über die Älteren herzuziehen und ihnen vorzuwerfen, sie haben ihre Ziele nicht erreicht oder im Leben versagt. Da sage ich meistens drauf: „Hoffentlich erinnert dich Jemand in 20 Jahren an den Spruch“ :-)

Ich glaube auch nicht das man Menschen zu irgendwas erziehen kann, der Ruf nach härteren Strafen und alternativen Erziehungsmethoden hat noch nie etwas gebracht. Wie viele Eltern wollten einen Bankdirektor großziehen und lebten nach 18 Jahren mit einem Punk zusammen? Nix gegen Punks, die gehören zu uns einfach auch dazu. Ein intoleranter Lehrer kann einfach nicht das Fach Toleranz geben. Ein toleranter Lehrer hingegen braucht das Fach gar nicht, der lehrt Toleranz aus innerstem Bedürfnis. Leider sind letztere reichlich selten.

Ich hatte mal große Hoffnung in das Internet. Toll wie man sich zu Allem mehr als nur eine Meinung holen kann. Information ohne ende. Dock leider nutzen die intoleranten Extremisten das web auch und was viel schlimmer ist, sie finden ihre Zuhörer, die sich weigern weitere Informationen zu lesen.

Klingt vielleicht alles hoffnungslos, nein, ist es nicht. Wir alle müssen vorleben was wir für richtig halten, müssen seltener wegsehen und uns einmischen. Kinder lernen von ihrem gesamten Umfeld und entwickeln sich danach. Wenn uns das bewusst ist, können wir helfen bessere Menschen zu formen. Vielleicht keinen Bankdirektor, aber bestimmt einen lieben, netten Menschen, möglicherweise Punk, der der Oma von nebenan die Tasche nach oben trägt.

Jetzt dürft ihr mich Tratschtante nennen :-)

LG Tina
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 9 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 30. Dez 2017, 20:08

Nein Tina, keiner soll Dich Tratschtante heißen. Vielmehr eine Persönlichkeit der Wahrheit. Denn diese teilst Du mit uns.

Vielen Dank dafür (ki)

Alles Liebe
Mina
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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 10 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 30. Dez 2017, 22:50

Tinchen hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 20:00
Toleranz hat auch so seine Tücken, spätestens wenn der toleranteste Mensch auf einen intoleranten Menschen trifft, wird er sagen, das geht aber mal gar nicht. Plötzlich sind beide intolerant. Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. Deine Toleranz ist in der Gefäßchirugie an die Grenze geraten, ich stimme Dir allerdings zu und meine Toleranz wäre auch am Ende gewesen.
Ist ja irre. Den Spruch mit den Elchen hab ich lange nicht gehört, aber er kam mir an der Stelle auch in den Sinn. Ich glaube wir telefonieren zu lange mit einander. Hast du morgen Zeit ...? :lol:
Tinchen hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 20:00
Ich sage aber: Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun und Wissen nichts mit Weisheit.
Stimmt. Mein Lieblingspoet (Ernst Ferstl) weiß dazu zu sagen:

Das große Dilemma der Schule ist, daß sie zu viel Wert auf das Auswendiglernen legt - und zu wenig auf das inwendige Lernen achtet.
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 11 im Thema

Beitrag von Lalilaluna » So 31. Dez 2017, 00:23

Jaddy hat geschrieben:
Fr 29. Dez 2017, 20:31
...

Immerhin:
Und dann müssen wir uns schlicht fragen, ob angesichts der Vielgestaltigkeit von Geschlecht nicht jeder Versuch von Normierung von Geschlecht erstmal fraglich erscheint. Ob nicht Geschlecht etwas ist, was nicht nur innerhalb oder außerhalb einer bestimmten Norm wie der Zweigeschlechtlichkeit oder Heteronormativität sich befindet, sondern ob Geschlecht nicht vielmehr außer Norm ist. Also pointiert formuliert muss man sich doch fragen: Wenn so viele Menschen einer bestimmten Norm nicht entsprechen, dann ist vielleicht die Norm falsch und nicht die Menschen.
Also für einen Theologen sagt er schon ziemlich gute Dinge ;)
Hallo Jaddy, und hallo Rest der Welt ;)

ja, der letzte Satz in deinem Zitat ist mir auch gleich aufgefallen. Und ich finde, das sind nicht nur für einen Theologen ziemlich gute Dinge, die er sagt ;) Damit steht er zumindest in der evangelischen Kirche gar nicht so allein, wenn ich mal da reinschaue: http://www.evangelisch.de/blogs/kreuz-und-queer

Ich selber habe vor ein paar Wochen meine Erfahrung gemacht, als ich mich in meiner Gemeinde im Kirchenvorstand geoutet habe. Auch da gabs keine negative oder ablehnende Reaktion, keine unangebrachten Kommentare, eher im Gegenteil. Und vor allem haben mehrere sinngemäß gesagt, wenn hier im kirchlichen Bereich nicht Toleranz gelebt wird, wo dann? Ja, ich habe es als Protestantin da natürlich leichter, erst recht in der liberalen bayerischen Landeskirche.

LG,

Lalilaluna ))):s

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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 12 im Thema

Beitrag von Delfinium » So 31. Dez 2017, 03:10

Mina hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 08:16
Wie kann ein hochgebildeter Mensch solche Aussagen treffen???
Hochgebildet = Viel auswendig lernen ≠ Intelligent

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Re: Homo- und Intersexualität in der Theologie (dlf)

Post 13 im Thema

Beitrag von Tinchen » So 31. Dez 2017, 15:36

Delfinium hat geschrieben:
So 31. Dez 2017, 03:10
Hochgebildet = Viel auswendig lernen ≠ Intelligent
So langsam schäme ich mich für mein Studium *lacht*...und ich habe es auch noch selber losgetreten....

@Mina: Danke (888) Ich mag es aber auch veräppelt zu werden, kratzt mich beißt mich, gebt mir Tiernamen....solange es mit etwas Humor verbunden ist. So alte Begriffe wie Quasselstrippe, Tratschtane gefallen mir einfach :-)

Generell bin ich ja eine Ulknudel, die immer irgendwo was witziges findet. Bei Diskussionen um Binär, Non-Binär und gesellschaftlichen Normen, muss ich zwangsläufig an Loretta denken: https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI

Es gibt halt Dinge im Leben, an denen sind noch nicht einmal die Römer schuld : :mrgreen:
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.

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