Humanismus und Satanismus
Humanismus und Satanismus - # 4

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Lina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 46 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 26. Aug 2017, 00:54

Tatjana_59 hat geschrieben:
Do 24. Aug 2017, 22:19
dunkles_sternchen hat geschrieben:
Do 24. Aug 2017, 22:06
conny hat geschrieben:
Do 24. Aug 2017, 20:40
Was hier teilweise z.B. in Bezug auf die Bibel und in einem Gegenentwurf dazu so alles geschrieben wird, ist schon abenteuerlich. In wenigen Sätzen kann man diese Diskussion nicht ernsthaft führen, also lasse ich es.
Ich glaube es liegt in der Natur der Sache, dass man "Andersdenkende" in Bezug dazu nicht versteht. So, wie ich auch nicht verstehen kann, wie man sich an einem imaginären Wesen orientiert und nach den Vorgaben eines jahrtausenden alten Buch lebt, das ja auch irgendwie nur Menschen geschrieben haben. Ich denke, dass wir durchaus auch in diesen tausenden Jahren als Gesellschaft gereift sind und heute auch ganz andere Regeln des Zusammenlebens wichtig geworden sind - und sei es nur bei Crossdressern oder Transsexuelle - die ja weder in Bibel, noch Koran irgendwie erwähnt werden.

Und ich musste selbst schon die Arbeiten der katholischen Kirche lesen, die uns TS als kranke Menschen hinstellt. Googlet mal. Da stösst dann, ehrlich gesagt, meine Toleranz auch an Grenzen. Umso überraschender fand ich dann das Engagement der Evangelen hierbei, wobei ja bekannt ist, dass die weit weniger fundamental eingestellt sind. Und ganz sicher liegt es mir fern hier jemanden für den Humanismus missionieren zu wollen. Das muss jeder selbst wissen ...
Satan ist kein imaginäres Wesen????
Nein? Erklär doch mal genau wie du das siehst. Vielleicht sehen alle das unterschiedlich.

Lina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 47 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 26. Aug 2017, 01:05

Anja hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 15:43
dunkles_sternchen hat geschrieben:
Mi 23. Aug 2017, 03:18
Was lässt uns denn irgendwie an dem alten Glauben festhalten, es gäbe einen Gott? Wer glaubt da wirklich noch dran?
Also ich nicht.
Egal wie man es nennen mag. Höhere Macht oder Gott oder Allah oder Odin usw...
Für mich gibt es 3 Möglichkeiten. Der Einfachheit halber nehme ich mal die Bezeichnung Gott:
  • 1. Es gibt einen Gott und er hat die Macht alles zu beeinflussen und zu verändern. Dann macht er aber einen scheiss Job, wenn ich mir so das Elend auf der Welt angucke. Wenn Kinder an Krebs oder im Krieg oder an Hunger sterben. Wenn er die Macht hat, das zu ändern, Sie aber nicht nutzt, kann er mich mal...
  • 2. Es gibt einen Gott aber er hat nicht die Macht irgendwas zu ändern. Insofern kann er mir ebenso egal sein.
  • 3. Es gibt keinen Gott
Ich persönlich komme für mich zu dem Schluss, egal ob es ihn gibt oder nicht, mir kann es (er) egal sein.

Wenn ich mit jemandem darüber spreche, der an Gott glaubt und ich dann frage, warum dann das ganze Leid auf der Welt? Dann kriege ich i.d.R. die Antwort: Die Wege des Herrn sind unergründlich. Ja ne, is klar...

Ich geh meinen eigenen Weg )))(:

Grüße
die Anja
OK ich lasse mal die Katze aus dem Sack: In Dänemark wo min 90% der Bevölkerung als Kirchensteuerpflichtig registriert sind - also offensichtlich Christlich in einer protestantisch/evangelischen Variante hat man in einer Befragung Folgendes festgestellt:

Nur 25% von denen Glauben an einen "personifizierten Gott" - also eine allmächtige, Entscheidungen treffende Persönlichkeit. Die Restlichen glauben an "Gott" also irgend etwas Anderes im Universum oder sehen die Religion nur als eine kulturelle, Werte gebende Institution.
(Und dann glauben über 50% von denen an Reinkarnation - das kommt noch dazu)
Ich glaube, dass zumindest in Norddeutschland, dass die gleiche Umfrage ein ziemlich ähnliches Ergebnis haben würde.

Es scheinen zumindest ganz viele Menschen ihren eigenen Weg zu gehen. Warum aber so wenig Leute das offen zugeben, ist mir rätselhaft.

Mina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 48 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 26. Aug 2017, 10:18

ChrisTina73 hat geschrieben:
Fr 25. Aug 2017, 23:42
Ich weiß, was ich gesehen hab und das hat bestimmt nichts mit dem kindlich naiven Glauben an den "Lieben Gott" zu tun oder "Unterwürfigkeit und BDSM", wenn ich sage, es gibt eine "höhere Macht, eine kosmische Ordnung, Gott oder wer weiß was".
Nur wenn man schon Argumente vorbringt, dann bitte nicht die 08/15, die nichts aussagen. Viel Glück auf Deinem weiteren Weg der Erkenntnisse.
Japp, Du hast meine niedergeschriebenen Buchstaben gelesen. Mehr schon nicht auch. Is auch egal, denn ich hatte woanders schon geschrieben das ich auf Wettbewerbsunterhaltungen keine Lust habe. In einem solchen Thema Ansichten/Argumente von Einzelnen zu bewerten und herabzustufen zeugt nicht von Erdigkeit vielmehr von Hochmut! Und das ist der Punkt an dem ich mich ausklinke. Denn das Thema war Humanismus und Satanismus. Beides korreliert mit dem Glauben und der indifferenzierten Darstellung von Gott. Also themenrelevant.

Aber wiegesagt, wenn es wieder wie so oft ins persönliche abrutscht - bin ich raus.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

ChrisTina73
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 49 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Sa 26. Aug 2017, 12:30

Liebe Mina,

intellektuell scheinst Du einiges auf dem Kasten zu haben. Nur der Kampf in luftigen Höhen oder im Weltall ist mir zu anstrengend. Eine Diskussion ohne emotionale Beteiligung bringt mir nichts, denn dadurch nehme ich mir die Möglichkeit, mich selbst zu hinterfragen.
Vernachlässige nur bitte nicht Deine Seele.

LG

ChrisTina
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

Mina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 50 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 26. Aug 2017, 14:13

ChrisTina73 hat geschrieben:
Sa 26. Aug 2017, 12:30
Vernachlässige nur bitte nicht Deine Seele.
Das verspreche ich Dir! (ki)

Fühl Dich gedrückt )))(:

Mina
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dunkles_sternchen
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 51 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » So 27. Aug 2017, 03:26

Die Diskussion driftet mir persönlich zu sehr auf das Thema ab, ob es einen Gott gibt oder nicht. Das ist doch aber völlig irrelevant. Denn selbst wenn es Gott tatsächlich gäbe, bliebe doch nach wie vor die Frage, ob "seine" Gebote die sind, die Menschen an ihrer Evolution hindern oder diese begünstigen. Und mit Evolution meine ich auch insbesondere die soziale - sprich die schrittweise Optimierung des Zusammenlebens aufgrund von Erfahrungen.

Davon sind wir ja heute weit entfernt. Sicherlich haben wir Sozialinseln wie Europa geschaffen, in denen wir recht zivilist miteinander umgehen. Je weiter man in den Südosten kommt, desto ungeordneter werden die Zustände und nicht zuletzt sind daran wirtschaftliche Güter und Misstände beteiligt. Und je ohnmächtiger Menschen werden, desto verzweifelter halten sie an völlig absurden Vorstellungen fest.

Wäre Satan unser Erlöser? Mal so in Gedanken? Was wäre denn, wenn die Menschheit mal den Reset-Knopf drückt? Dann geht der Jude früh nicht mehr zum Gebet. Er kann sich dann vielleicht intensiver um seine Frau oder die Kinder kümmern. Die Muslima würde die Burka daheim lassen ... was genau Schlimmes würde denn passieren, wenn alle morgen die Bibel oder den Koran wegwerfen? Warum darf ich denn anstelle des Gebetes mir nicht Zeit für mich nehmen? Vielleicht ein warmes Bad genießen und intensiv über mich nachdenken - was ich heute Gutes getan habe oder über Situationen, in denen ich unfair war? Die Frage, die ich an Gott habe - warum schaffe ich dies oder jenes nicht - einfach an mich selbst richten.

Warum schaffen wir einfach nicht diesen Schritt unsere "Gottesfragen" an UNS zu richten.
Wir sind es, die urteilen und verurteilen. Nicht Gott.

Mina
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 52 im Thema

Beitrag von Mina » So 27. Aug 2017, 08:31

dunkles_sternchen hat geschrieben:
So 27. Aug 2017, 03:26
Wir sind es, die urteilen und verurteilen. Nicht Gott.
Auch das kann man nicht definieren, zumindest nicht klar. Denn was ein Nichtgläubiger impulsiv tut, kann ein Gläubiger als den Impuls Gottes auslegen. Also bleibt wieder die Frage.

Der Glaube und die Schrift Gottes, jedweder Religion ist eben auch ein Stück Lebenseinstellung und Ritual. Ein wichtiger Aspekt im Leben. Ebenso das tragen einer Burka ist eher gesellschaftsgebunden, als dem Glauben zugetragen. Es hat sich eben nur massiv verwaschen. Der Übergang ist sehr fließend, zwischen Tradition und Religion. Obgleich beides an einander hängt.

Europa ist eine soziale Insel. Da fallen mir die zehn Gebote ein.

Du sollst nicht töten:

...sagt der Vorstand der RWE, bei gehäuften Fällen von Leukämie in Regionen wo mit Kernstoffen hantiert wird. Antibiotika in Futter von Geflügel und Dioxin in Grundwasser wie Eiern.

Du sollst nicht lügen:

...schreibt die Bildzeitung. Die Beschneidung der Wahrheit geht zu Lasten der Pressefreiheit.

Du sollst den Feiertag heiligen:

...sagt auch Amazon. Am Sonntag ist die Kommision Deiner Primeartikel besonders effektiv für gute Bewertungen in Bezug auf Versand.

Du sollst den Namen von Gott nicht missbrauchen:

...schweigen sich die Lehrer der missbrauchten Knabensänger aus...während der Amerikaner unter dem Schutz Gottes seine Nuklearwaffen in Deutschland einlagert.

...usw...


Erst wenn der Mensch kapiert, das er sich fortwährend ins eigene Bein schießt, wird er einen Reset durchführen können. Solange es noch Machthaber und Funktionelle gibt, welche den Hals nicht voll genug haben können, wird auch keine Ruhe sein. Diese Unruhe spornt natürlich auch an, für Gläubige noch intensiver zu beten um erhört zu werden.

Sogesehen, kann man schon sagen das eine satansähnliche Kraft das Zepter führt, hinsichtlich des Weltgeschehens.....
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ab08
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 53 im Thema

Beitrag von ab08 » So 27. Aug 2017, 09:31

Hallo,

genau deswegen finde ich es interessanter, sich - sozusagen als vernünftige Grundlage - mal gründlich wissenschaftlich
und vor allem religionsübergreifend mit der Problematik auseinanderzusetzen.
Daher empfahl ich das Buch als brauchbaren Einstieg -> http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 14#p175414 :wink:

Liebe Grüße
Andrea )))(:
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 54 im Thema

Beitrag von Mina » So 27. Aug 2017, 17:57

Danke für den Tipp, Andrea. )))(:

Eines muss aber nicht studiert werden, und das ist auch das wesentliche Argument weswegen Religion unlogisch hinsichtlich des Lebens ist:

Wenn es eine höhergestellte Energie/Macht/ Figur gibt,
warum in so vielen verschiedenen Facetten?

Und jeder Gläubige, unhabhängig seiner Religion ist überzeugt, die wahre Religion zu leben. Das funktioniert nicht um Weltfrieden zu erreichen. Denn die Konkurrenzfähigkeit zwischen den Religionen verursacht zwangsläufig Konflikte.
Mehr oder Weniger.

Als wenn ein böses Wesen diese verteilt hätte und nun gespannt zusieht wie wir uns die Köpfe einschlagen.

Und welche Macht theologische Orientierung haben kann sehen wir jeden Tag. Bei 98%Gläubigen auf der Erde sind Spannungen diskret vorprogrammiert.

Ich stelle mich hin und behaupte: Die Religionen stellen die massivste Entwicklungsbremse dar. Entwicklung in ein Miteinander und Füreinander.
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 55 im Thema

Beitrag von ab08 » So 27. Aug 2017, 18:23

Mina hat geschrieben:
So 27. Aug 2017, 17:57
Die Religionen stellen die massivste Entwicklungsbremse dar. Entwicklung in ein Miteinander und Füreinander.
Hallo Mina,

das mag durchaus so sein, so kann man das sicher sehen...
aber mir stellt sich trotzdem die Frage "Warum sind Religionen trotzdem da und waren immer schon da?"
Das muss doch einen Grund, der tief in der Natur des Menschen verwurzelt ist, haben...
-> Irgendwie gibt es Menschen, für die es wichtig ist und die es für sich brauchen, und es gibt andere, die sich davon lösen.
Mit allen Zwischenstufen, allen Verästelungen, die Glaube haben kann. Natürlich kann man die negativen Auswirkungen dieser Situation beklagen,
Deine Aufzählung in dem Zusammenhang ist sicher richtig, aber es gibt auch andere Aspekte. -> Es gibt Personen, für die z.B. ein klösterliches Leben die Erfüllung ist.
Ein tief in der Religion verwurzeltes Leben kann Menschen auch sehr glücklich machen. Ein tiefer Glaube hat also sicher nicht nur negative Aspekte!!

Liebe Grüße
Andrea

P.S. :oops: Tut mir leid, aber mein Blick geht halt fast immer auf das sowohl-als auch - Klartext: Ich tu mich schwer, mich auf eine Seite festzulegen. :oops:
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 56 im Thema

Beitrag von Mina » So 27. Aug 2017, 18:45

Nein Andrea, sicher, ich habe vorwiegend die "bremsende" Seite der Glaubensfrage beleuchtet.

Ich möchte nicht in das Individuum eingehen, denn Pädophile gehen auch nur ihrer inneren Zufriedenheit nach. (Knabenchor)

Wir erachten das als falsch und strafbar, der Betroffene nicht. Er erachtet es als notwendig hinsichtlich seiner inneren Mitte.

Versteht mich nicht falsch, ich möchte den Glauben nicht auf die gleiche Stufe wie einen "interdisziplinär fehlgeleiteten Menschen" stellen. Nur ein Vergleich.

Das ein Glaube schon immer da war ist richtig. Gewitter waren auch schon immer da. Früher dachten die Leute das es die Strafe Gottes ist. Heute wissen wir das es statische Entladungen in der Atmosphäre sind. Wir haben hinzugelernt.

In der Religion nicht. Jede Religion übersetzt Frieden und Liebe. Nur davon merkt man sozialgesellschaftlich nicht viel.
Von jeher hat der Mensch gelernt, das seine Überlebenschancen höher sind, wenn er sich einer Gruppierung anschließt. Das Verhaltensmuster kann in jeder Situation erkannt werden und eben auch für die Gruppe zu kämpfen.

Anders wäre es wenn der Mensch begreift: Hey, ich hab eine Nase im Gesicht und wenn ich mich ausziehe bin ich nackt, so wie jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Diese blaue Insel des Lebens tief im schwarzen Nichts.

Statt das jeden Tag zu feiern, nehmen wir es als selbstverständlich hin hier zu sein und fangen an Ansprüche für unsere "Gruppe" zu stellen.

Das ist falsch. Denn nur Leben und Frieden wäre der Anspruch.
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dunkles_sternchen
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 57 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Mo 28. Aug 2017, 02:15

Ich bin immer irgendwie ein Mensch, der Dinge auf ein Prinzip, auf ein Grundmuster, runterkocht. Die Leute meinen dann oft, man solle etwas nicht schwarz oder weiß sehen - wobei da oft die Erkenntnis fehlt, dass man Dinge einfach mal reduzieren muss, um zu entscheiden, ob sie "taugen" oder nicht ...

Wenn ich das Thema Religion "runterkoche", bleibt letztendlich ein Regelwerk (Gebote), dass Menschen, die diesem Regelwerk folgen, in einer gewissen Weise ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gruppengeborgenheit zuteil wird. Das ist nichts neues, denn jede Gruppe funktioniert exakt auf diese Weise. Selbst meine "Metal-Gruppe". Ob und inwiefern ein jeder sich mit den Rahmenregeln einer Gruppe indentifizieren kann, ist immer unterschiedlich. Das Thema is psychologisch völlig banal, so funktioniert eine Partei, eine Sekte, Nazis oder eben auch Millionen Christen. Es geht immer um einen Gruppengedanken, der einem suggeriert nicht allein dazustehen. Und das ist allzu menschlich, denn es ist in uns drin ...

... nur denke ich, dass 2017 ein gutes Jahr wäre, um eben um diese Gruppenideale zu diskutieren. Inwiefern ist denn "kein Sex vor der Ehe" z.B. noch zeitgemäß und legen wir uns nicht mit dem Verbot der Stammzellenforschung selbst ein Ei? Verantwortung für etwas übernehmen wollen wenige - aber nur so kommen wir voran. Wenn niemand den Arsch in der Hose gehabt hätte Dinge und Menschen in das All zu schießen gäbe es heute vieles einfach nicht ... anstatt ständig zu predigen wir sollen Regeln einhalten, wäre es sehr positiv Menschen zu animieren diese zu überschreiten.

Kriminell passiert das ja täglich - von Banken, Managern - nur geistig nicht. Da bekehren sich eben diese wieder auf die Kirche und auf die Gebot. Ich meine, ich trage unseren älteren Menschen aus dem Haus die Einkäufe hoch, spende für gute Zwecke mein weniges Geld und trage dabei ein umgedrehtes Pentagram - die Menschen mit dem Kreuz am Hals zocken mich mit 0,05% Zinsen ab, berechnen meine Steuern und fahren einen Audi - ich laufe, sie haben ein schickes Haus - ich eine überteuerte Mietwohnung.

So läuft das natürlich nicht! :((a

Nicole Doll
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Re: Humanismus und Satanismus

Post 58 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mo 28. Aug 2017, 10:18

Hallo dunkles_Sternchen,

Du sprichst mir in vielen Punkten aus der Seele. Ich bin Heide geworden, weil ich es nicht mehr ertragen kann, wenn diese ganzen Ungerechtigkeiten und diese Gier nach Geld und Macht als Gottes Wille hingestellt werden. Da haben ganz viele ganz schreckliche Angst vor denen, die jetzt so langsam wach werden. Deshalb verteidigen sie ihre alten eingefahrenen und ungerechten Regeln auch so vehement. Am liebsten hätten die noch Inquisition und Hexenverbrennung. Davor habe ich dann wieder Angst. Ich wäre wohl eine der ersten Hexen, die sie verbrennen.

Ich könnte hier nun einiges darüber schreiben, wie ich die Welt aus einer Mischung aus Heide und Wissenschaftler heraus sehe. Das ist kompliziert und reicht bis in die Atomphysik, Quantenmechanik und Relativitätstheorie hinein. Im Moment beschäftigt mich aber mein Depressionsloch aus dem ich einen Weg hinaus suche. Ich muss mir jetzt als Nicole das Leben so gestalten, dass ich mich als Frau wohl fühle. Und Gott wird mir dabei nur helfen, wenn es mir gelingt mir selbst zu helfen.

Ob es Gott gibt, ist letztlich eine Frage der Sichtweise. Ich sehe da ein telepathisch-geistiges Netzwerk, mit dem alle Lebewesen im Unterbewusstsein - mit unserer Seele - miteinander verbunden sind. Eine Seele kann wiederum von einem Körper zum anderen wechseln, was im Buddhismus und Hinduismus mit der Reinkarnation erklärt wird. Andere Religionen sehen da ein Jenseits oder Totenreich. Wer sich einen Zugang zu diesem Netzwerk verschafft - wie es Hexen, Druiden und Schamanen praktizieren - kann sich von den Gedanken darin leiten lassen. Es besteht dabei allerdings eine große Gefahr in die Irre geleitet zu werden. Im schlimmsten Fall endet das dann in der geschlossenen Psychiatrie. Davor kann man sich nur mit einem großen Wissen und viel Erfahrung schützen. Deshalb folgen viele Menschen lieber einem Priester. Und von denen nutzen dann viele ihre Überlegenheit aus und vertreten die Interessen der Reichen und Mächtigen.

Was ist gut und was ist Böse? - Das hängt davon ab, wo ich mich in der Gesellschaft befinde. Was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht. Wenn es Gutes gibt, MUSS es zwangsläufig auch Böses geben. Ohne den Kontrast zur Dunkelheit würden wir das Licht nicht sehen. Ein Paradies kann es nur geben, wenn es auch eine Hölle gibt. Und je schöner dieses Paradies ist, desto grausamer muss die Hölle sein. Im Universum befindet sich alles im Gleichgewicht. Das "Paradies" der Reichen und Mächtigen tut meiner Seele nicht gut. Da fühle ich mich in der "Hölle" der Randgruppen dieser Gesellschaft wohler. Diene ich damit aber jetzt dem Teufel? - Ein Priester würde es sicherlich so sehen - deshalb kommt wohl auch die Kirche mit Trans* nicht klar. Als Heide diene ich jedenfalls lieber einem "Teufel", der Menschlichkeit und Gerechtigkeit fordert, als einem ungerechten "Gott". Statt mit gut und böse nur schwarz und weiß zu sehen, sollten wir als Gesellschaft einen bunten und vielfältigen Mittelweg suchen, mit dem wir alle möglichst zufrieden leben können. Dann bekommt ein dunkles Sternchen auch hoffentlich mehr Licht ab. Das ist das Prinzip der Symbiose, das wir überall in der Natur beobachten können. Unsere Gesellschaft funktioniert aber leider weitgehend nach den Darwinschen Prinzip der Auslese.

Nun habe ich doch ein wenig geschrieben. Ich hoffe, es war halbwegs verständlich.

Liebe Grüße
Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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