Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?
Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit? - # 3

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Michelle_Engelhardt
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 31 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Sa 30. Nov 2019, 22:00

heike65 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 21:43
Es gibt eine Untersuchung der Robert Bosch Stiftung zum Thema Akzeptanz der geschlechtlichen Vielfalt, darin gibt es ein klares Nord Süd und ein klares West Ost Gefälle, je nördlicher und westlicher desto entspannter

Der ideale Wohnort dürfte somit Sylt sein, aber da wird das mit den 500 € Miete schwierig, und mit der Grossstadt eh.
Ich wollte erst auch schreiben, das es gefühlt im Norden und Westen wohl am entspanntesten zugeht. Dann hab ich aber gedacht: "Komm lass es, bevor hier wieder der 3. Weltkrieg ausbricht". Jetzt gibt es da tatsächlich eine Studie, die mein Gefühl bestätigt....hätte ich nicht gedacht.

Liebe Grüße
Michelle
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LolAndrea
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 32 im Thema

Beitrag von LolAndrea » Sa 30. Nov 2019, 22:46

!EmmiMarie! hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 18:34

Tja, wie sagt man in Costa Rica "pura vida"
hola querida amiga que tal como estás? asi mismo es la pura vida y muy buena onda! :)
!EmmiMarie! hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 18:34
Ich kann aber sagen, es geht mir hier im Freiburger Umland sehr gut...
Zum einen leben wir da, wo Leute zum Urlaub hinkommen, zum anderen haben wir viele Sonnenstunden
und wenn es wirklich warm ist, merkt man schon das die Leute ein südliches Flair lieben.
würde mir sehr gefallen! auch die Nähe zu Frankreich und Bodensee sowie Italien würde mich reizen. aber das Wichtigste ist die Grundstimmung der pobulacion auf den Strassen, aufgeschlossen tolerant kommunikativ, gastfreudlich nicht so schwermütig wie ich es aus anderen Städten kenne. Trifft das so zu für Freiburg Marie?
Bin auch totale Festival Liebhaberin Marie!!! (he) (he) Bin hier in Asuncion drei mal pro Woche auf Konzerte die oft auf der Strasse vor Kultur Zentren abends stattfinden bis spät in die Nacht und kostenlos Manu Chao war auch erst hier!
Arbeiten kann ich zum Glück in jeder Stadt in meinem Beruf auch als Trans Frau!
!EmmiMarie! hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 18:34
unsere Tendenz ist ein Leben auf den Kanaren oder Madeira
Ja die traumhaften islas bonitas mi corazon, das war auch ganz oben auf meine Auswanderungs Wunschliste, durch die ganzen EU Gesetze und Auflagen wie Vesicherungen habe ich das schnell begraben müssen, weil die Finanzierung niemals längerfristig geklappt hätte, so wie viele andere auch, die dann ebenfalls in Südamerika gelandet sind letztendlich und hier mehr oder weniger glücklich leben je nach persönlichen Umständen und preferencias! Alles Gute que vayas bien amiga!

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 33 im Thema

Beitrag von LolAndrea » Sa 30. Nov 2019, 22:57

heike65 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 21:43
Es gibt eine Untersuchung der Robert Bosch Stiftung zum Thema Akzeptanz der geschlechtlichen Vielfalt, darin gibt es ein klares Nord Süd und ein klares West Ost Gefälle, je nördlicher und westlicher desto entspannter

Der ideale Wohnort dürfte somit Sylt sein, aber da wird das mit den 500 € Miete schwierig, und mit der Grossstadt eh.
Que interesante Heike!!! das hatte ich mir schon so gedacht mehr oder weniger aber dass es dazu auch eine Untersuchung gibt die es bestätigt ist ja beachtlich!!!! Ausnahme wäre dann Freiburg als Insel weil zwar im Westen aber im tiefen Süden der BRD liegt? Danke super Beitrag!

heike65
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 34 im Thema

Beitrag von heike65 » Sa 30. Nov 2019, 23:04

Es gibt sicherlich viele Inseln, aber willst du dich nur in den Inseln bewegen ?

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 35 im Thema

Beitrag von LolAndrea » So 1. Dez 2019, 11:13

heike65 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 23:04
Es gibt sicherlich viele Inseln, aber willst du dich nur in den Inseln bewegen ?
hallo Heike wie gehts dir heute? haja genau das ist der Punkt, eben nicht mehr.... das kenne ich hier von meiner sicheren Mini Insel im Microcentro von Asuncion seit drei Jahren, aber keinen Schritt weiter nach links oder rechts wagen darf! (kann hier nur von meiner Haustür zur anderen Haustür mit dem Auto fahren mit max. 20 Meter Fussweg ist nicht übertrieben!!!) Nunca mas never ever! Wäre schon supi glücklich wenn ich mal 10 Kilometer weiter fahren dürfte und mich dort auch frei und sicher bewegen kann,wie ich es mir in Hamburg Berlin Köln oder Dortmund vorstellen könnte? Frage! Kussi und schönen Sonntag an alle! (he)

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 36 im Thema

Beitrag von LolAndrea » So 1. Dez 2019, 12:43

Nicole Doll hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 18:28

Also wäre eher die Frage nach dem Job oder die bevorzugte Umgebung - Berge (München) oder Meer (Hamburg) - für die Auswahl wichtiger.
huhu Nicole und guten Morgen nach Deutschland wie gehts dir? Hat für mich wenig Bedeutung! Es geht hauptsächlich um ein offenes Leben als Transsexuelle, sich weiblich gekleidet frei in der Öffentlichkeit bewegen zu können ohne mit dem eigenen persönlichen Ausdruck und Stil (in meinem Fall blonde lange Haare mit Zöpfen, Minirock mit Strümpfen je nach deutschem Wetter, engen Blusen oder Crop Tops und natürlich etwas geschminkt, gelegentlich schiefe Blicke oder Kopfschütteln stören mich nicht aber es muss im friedlichen Rahmen bleiben ohne verbale und körperliche Attacken, wer ein Problem mit mir hat hat kann ja gerne die Seite des Gehsteiges wechseln). Eine aufgeschlossene tolerante gastfreudliche und lebensfrohe Gesellschaft in der grossen Mehrheit ist mir einfach total wichtig. Wo hast du denn gelebt im Ruhrgebiet liebe Nicole? Mir wurde jetzt Dortmund empfohlen und weiter? Essen, Bochum, Gelsenkirchen???? keine Ahnung?
Nicole Doll hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 18:28

Was die Mieten angeht, dürfte es im Ruhrgebiet immer noch recht günstig sein
SUPER!!!!! Suche nur ein WG Zimmer 5 x 5 Meter in einer geselligen WG mit Gemeinschaftsbad, Wohnzimmer Küche, gerne mit vielen Personen aus der Grupo TLGBIQ oder tolerante CIS Personen! Lebe materiell minimalistisch, aber im freien Ausdruck als Trans Frau maximalistisch! (ki) ---))) Bussi Andrea Lola.

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 37 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » So 1. Dez 2019, 13:11

Hallo LolAndrea,

da Du offensichtlich mit dem Ruhrgebiet liebäugelst, möchte ich mich dazu noch einmal melden. Generell würde ich wegen lockerer Bebauung und mehr Grünem die südlichen Stadtteile empfehlen - in Essen Rüttenscheid oder Werden, in Bochum Stiepel oder Querenburg. In Dortmund kenne ich nur die Uni und alles um die Westfalenhalle herum. Im Norden - hier kenne ich Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen und Bochum - gibt es mehr dichte Bebauung aus der Zeit des Bergbaus. Wenn man es mag, hat es aber durchaus seinen Charme (beispielsweise auf der anderen Straßenseite ein Gebrauchtwagen-Händler, der vermutlich nachts immer Fahrgestellnummern änderte - wer dann da die Polizei ruft, macht sich schnell unbeliebt). Ich wohnte lange im nördlichen Essen-Frohnhausen. Die Essener Innenstadt ist eher nur etwas zum Einkaufen. Da ist in Bochum mehr los. In Essen ist die Kultur mehr in Rüttenscheid zu finden.

So viel also zum Ruhrgebiet aus meiner Sicht. Und wichtig: Es ist nicht aktuell. Ich bin vor 20 Jahren dort weg gezogen -aufs Land ganz in den mittleren Westen, weil meine Mutter und ich dort ein eigenes Haus hatten.

LG Nicole
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 38 im Thema

Beitrag von Aria » So 1. Dez 2019, 20:04

Ich würde mir das an deiner Stelle noch mal überlegen. Siehst ja, was hier los ist :roll:
Wäre ich beruflich nicht hier gebunden, wäre ich schon längst wieder zuhause.
Musst du nicht verstehen, ist halt einfach so!

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 39 im Thema

Beitrag von Jasmine » So 1. Dez 2019, 20:43

heike65 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 21:43
Es gibt eine Untersuchung der Robert Bosch Stiftung zum Thema Akzeptanz der geschlechtlichen Vielfalt, darin gibt es ein klares Nord Süd und ein klares West Ost Gefälle, je nördlicher und westlicher desto entspannter
.............
Hier in meiner kleinen Stadt in Ostbayern um es genauer zu sagen Oberpfalz (dürfte meiner Meinung nach Südosten sein) brauchte ich manchmal schon ein dickes Fell. Hier führt ja noch nicht einmal eine Autobahn hin. Erst wenn ich nach Regensburg oder Schwandorf fahre, treffe ich auf eine Autobahn. :lol: Das ich hier akzeptiert/geduldet werde, war ein langer Weg und bedeutete viel Kampf und Tränen. Aber ich bin mit den Problemen gewachsen und habe mit meinem Selbstvertrauen, Partnerin und Freundinnen, mir meinen Platz in der Gesellschaft erkämpft.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 40 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » Mo 2. Dez 2019, 09:46

Hallo Andrea Lola, )))(:

da du ja nur drei Jahre in Paraguay wohnst, hast du ja wahrscheinlich auch eigene deutsche Erfahrungen. Aus welcher Gegend kommst du denn? Wäre es nicht am klügsten wieder dorthin zu gehen? Dort kennst du dich aus und hast vielleicht auch noch Freunde. Aus praktischer Sicht würde ich erstmal dort hinziehen, um mich dann in Ruhe nach etwas Besserem umzuschauen.

Ansonsten ist meine Meinung: Egal wo du wohnst, Ablehnung oder Zustimmung kannst du überall erfahren. Das ist reine Glückssache. Der einzige Unterschied: In den Städten ist alles (Kultur, Verkehrsanbindungen, Soziales, usw.) konzentrierter als auf dem Land. Welche Kriterien da für dich Vorrang haben musst du schon selbst wissen.

Liebe Grüße von Conny-Andrea

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 41 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Mo 2. Dez 2019, 12:32

Conny-Andrea hat geschrieben:
Mo 2. Dez 2019, 09:46
Aus welcher Gegend kommst du denn? Wäre es nicht am klügsten wieder dorthin zu gehen? Dort kennst du dich aus und hast vielleicht auch noch Freunde. Aus praktischer Sicht würde ich erstmal dort hinziehen, um mich dann in Ruhe nach etwas Besserem umzuschauen.
Hmm..

ich denke, Lola ist aus einem gewissen Grund nach Paraguay gegangen..
nichts gegen Alte Heimat-aber für Menschen deren Neugier aus dem Entdeckergen gespeist wird
ist eine Rückkehr dahin ein Rückschritt und wohl das aller langweiligste was man sich vorstellen kann.
Wenn ich umziehe, ziehe ich doch nicht ins Nachbardorf-dann kann ich gleich bleiben wo ich bin :D

Ich glaube auch, das der Herkunftsort einfach nicht den Parametern entspricht die sie sich wünscht..
dann sind das schon ganz viele Minuspunkte..

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 42 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mo 2. Dez 2019, 17:30

!EmmiMarie! hat geschrieben:
Mo 2. Dez 2019, 12:32
ich denke, Lola ist aus einem gewissen Grund nach Paraguay gegangen..
nichts gegen Alte Heimat-aber für Menschen deren Neugier aus dem Entdeckergen gespeist wird
ist eine Rückkehr dahin ein Rückschritt und wohl das aller langweiligste was man sich vorstellen kann.
Wenn ich umziehe, ziehe ich doch nicht ins Nachbardorf-dann kann ich gleich bleiben wo ich bin
Ich möchte nicht wieder aus dem Hunsrück zurück in das Ruhrgebiet ziehen, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Da würde mich vieles aus der Vergangenheit wieder einholen. Und das will ich nicht. Also wäre es ein Rückschritt. - Falls ich einmal wegen der sehr schlechten Anbindung mit öffentlichem Nahverkehr wieder in eine größere Stadt ziehen sollte, dürfte es vermutlich Koblenz sein. Damit würde ich nicht wirklich den Hunsrück verlassen, sondern nur den ländlichen Raum.

LG Nicole
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 43 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Mo 2. Dez 2019, 18:06

Nicole Doll hat geschrieben:
Mo 2. Dez 2019, 17:30
Ich möchte nicht wieder aus dem Hunsrück zurück in das Ruhrgebiet ziehen, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Da würde mich vieles aus der Vergangenheit wieder einholen. Und das will ich nicht. Also wäre es ein Rückschritt.

Jipieee,

wir sind einer Meinung (fwe3)

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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 44 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 2. Dez 2019, 19:03

Ähm, ihr lebt in einem Staat in dem ihr nicht permanent fürchten müsst getötet zu werden........

Andrea aus Sachsen
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Re: Wohin von Südamerika nach Deutschland als Trans nach langer Zeit?

Post 45 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Mo 2. Dez 2019, 21:04

.
Momo58 hat geschrieben:
Fr 29. Nov 2019, 16:40
Da muss ich dich vor deinem Schlaraffenland -Denken dringend warnen. In deutschen Großstädten gibt es zwar mehr Trans*Menschen, aber die Anfeindungen sind brutaler und gewalttätiger (aktuelles Beispiel Angriffe auf Transgender in München).
...
Auf dem Arbeitsmarkt sieht es auch nicht gut aus ...
...
Auch im Schlaraffenland Deutschland Deutschland gibt es an allen Ecken Diskriminierung.
...
Tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen.

Liebe Grüße aus der Trans-Hölle Deutschland.
Manuela
Das ist eine Menge Schwarzmalerei. Meine Erfahrungen sind diesbezüglich fast durchweg positiv. Auch wer die zahlreichen Erlebnisberichte hier im Forum liest, wird zu einem anderen Ergebnis kommen. So viel zur allgemeinen Situation in Deutschland, die sich meines Erachtens im Großen und Ganzen recht transfreundlich zeigt.

Hallo Lola,
jetzt deinen Fragen: Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einem altersgerechten, modisch eleganten und dem Anlass angepassten Kleidungsstil gemacht. Wenn als erster Eindruck „Das sieht aber klasse aus!“ rüberkommt, stimmt das eventuell sogar Leute um, die bisher noch Vorbehalte gegenüber Trans* hatten. Bei einem stimmigen Gesamteindruck ist es im Grunde egal, wie lang der Rock ist.
Es gibt aber auch (Trans*-)Menschen, die lieber nach dem Motto leben: „Ist mir doch egal, was andere von mir denken.“ Das mag deren Wohlfühlfaktor entgegenkommen, aber nicht unbedingt der Akzeptanz in ihrem Umfeld. Hier musst du selbst entscheiden, was für dich eher in Frage kommt.

Bei niedrigen Mieten könntest du vielleicht im Osten Deutschlands fündig werden. Allerdings ist dort das Lohnniveau auch etwas niedriger. Einigen werden jetzt die Haare zu Berge stehen, weil dort laut diverser Studien ein paar transfeindliche Idioten mehr herumlaufen. Das spielt meines Erachtens aber im Alltag keine Rolle, solange man bzw. frau kritische Orte und Situationen meidet. Absolute Sicherheit wirst du nirgendwo finden.

Ich arbeite seit über 2 Jahren in Dresden und mir gefällt es sehr gut hier. Ich habe eine Kleinstwohnung (26m2) für knapp 200€ (einschließlich Nebenkosten) gemietet. Ist zwar nicht die beste Wohngegend, aber eben preiswert. Um die Wohnung zu bekommen, musste ich nur einen Einkommensnachweis (Arbeitsvertrag) vorlegen.
Dresden bietet ein reichhaltiges kulturelles Angebot für fast jeden Geschmack und eine gute Infrastruktur bezüglich öffentlicher Nahverkehr. Es gibt auch Treffpunkte für LGBTI-Menschen, doch kann ich nicht beurteilen, ob diese dir zusagen würden, weil es diesbezüglich doch sehr unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen gibt.

Soweit mein Vorschlag aus einer ganz anderen „Ecke“ Deutschlands. Was hältst du davon?
Da ich viel in Deutschland herumkomme, kann ich mit guten Gewissen sagen: Jede Stadt ist auf ihre eigene Art und Weise schön. In diesem Sinne steht du vor keiner leichten Entscheidung. Wie diese auch immer ausfällt, ich wünsche dir viel Erfolg für deinen Neuanfang in Deutschland.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

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