an(ge)kommen ...
an(ge)kommen ... - # 4

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Stina
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Re: an(ge)kommen ...

Post 46 im Thema

Beitrag von Stina »

Liebe Vanessa!
Natürlich braucht eine Frau keinen Rock, Kleid, lange Haare und lackeirte Fingernägel um eine Frau zu sein. Ganauso wenig wie ein Mann Anzug, Krawatte und Bart braucht um ein Mann zu sein! Fühle ich mich in einer Hose nicht mehr fraulich? Ich glaube kaum. Jeder Mensch so wie er/sie es mag und braucht. Das ist ja das schöne an Kleidung! Wohlfühlen ist angesagt❤️
Liebe Grüße, Stina
JuLa67
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Re: an(ge)kommen ...

Post 47 im Thema

Beitrag von JuLa67 »

Stina hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 13:50 Liebe Vanessa!
Natürlich braucht eine Frau keinen Rock, Kleid, lange Haare und lackeirte Fingernägel um eine Frau zu sein. Ganauso wenig wie ein Mann Anzug, Krawatte und Bart braucht um ein Mann zu sein! Fühle ich mich in einer Hose nicht mehr fraulich? Ich glaube kaum. Jeder Mensch so wie er/sie es mag und braucht. Das ist ja das schöne an Kleidung! Wohlfühlen ist angesagt❤️
Liebe Grüße, Stina
Hallo ihr lieben Menschen,
ja, ich fühle mich in weiblicher Kleidung wohl. Besonders in Röcken und Kleidern und Stiefel mit Absätzen.
Kleider machen Leute? Ja, bei mir ist das so. In einem schönen Herrenanzug könnte ich mich nicht wohl fühlen. Das Äußere spiegelt nicht mein inneres oder das, was andere in mir sehen sollen.
Mir ist klar, dass ich immer mal wieder als komischer Kerl gesehen werde - erst neulich im Getränkemarkt sagte die junge Frau zu ihrem Freund, der den Durchgang blockierte: Jetzt lassen wir erst mal den Mann durch! - aber diese Kleidung ist es, in der ich mich wohl fühle und die mir Sicherheit gibt. Es ist schön als Frau gesehen und behandelt zu werden, auch wenn das nicht immer gelingt. Und irgendwie beschäftigt mich das auch, wenn es nicht gelingt, s.o.. Aber vermutlich hat das wieder was mit Rollenverhalten zu tun: Im Getränkemarkt schnappe ich mir die Kiste Wasser mit einer Hand, weil ich das immer so gemacht habe. Dieses eher männliche Verhalten führte dann bei der jungen Frau zu einer Bewertung in Richtung Mann, obwohl ich Rock, Stiefel mit Absatz und Haare lang trug. Und nein, ich habe mir mein Verhalten im Getränkemarkt vorher nicht überlegt.

Aber deshalb lasse ich mich nicht in eine männliche Frauenversion drängen. Dann stehe ich lieber zu meiner körperlichen Herkunft, bin Transfrau und trage wohlfühlender Weise Kleider und Röcke (cow).
Liebe Grüße
Larissa
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Re: an(ge)kommen ...

Post 48 im Thema

Beitrag von Aria »

JuLa67 hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 15:26 Im Getränkemarkt schnappe ich mir die Kiste Wasser mit einer Hand, weil ich das immer so gemacht habe.
Hahaha, oh man, das kriege ich gar nicht mehr so richtig hin. Das sieht dann dämlicher aus als wenn ich die mit beiden Händen nehme. Ich suche mir meistens die aus, die ich von oben nach unten "runterfallen" lassen kann 😅🙈
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Re: an(ge)kommen ... als Übergang

Post 49 im Thema

Beitrag von Aria »

VanessaB hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 13:35 Ich hinterfrage da in keinster Weise meine Weiblichkeit, aber durchaus mein bestreben, eine soziale Rolle einzunehmen, die ich so eh nie erfüllen kann. Also warum das nicht einfach loslassen und äußerlich so zu sein, wie man einfach ist? Ich finde das ist eine spannende Frage und ich muss da eine Weile drauf herumdenken. Brauche ich wirklich einen Rock oder ein Kleid, Pumps, Nagellack und CO um eine Frau zu sein / sein zu dürfen?
Uch definiere mich sehr über meine Kleidung, das weisst du. Ich mache das aber nicht unbedingt nur aus der Motivation heraus eine soziale Rolle einnehmen zu wollen. Ich mache das, weil es mir Spass macht und ich es einfach liebe damit zu spielen. Außerdem mag ich dann meine Aussenwirkung. Hat das dann jetzt schon mit sozialer Rolle zu tun? Hmm, und wenn, ist mir das auch egal. Ich trage zwar auch gerne mal Hosen - besonders bei dieser Kälte - aber ich war einfach zu lange im Hemd-Hose-Gefängnis gefangen als dass ich fas jetzt lieber machen würde als Röcke und Kleider tragen.
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Re: an(ge)kommen ...

Post 50 im Thema

Beitrag von Franka »

Hallo Vanessa,

ich kann das sehr gut nachvollziehen. Nach meinem Outing und meinem neuen öffentlichen Leben als Frau habe ich sehr auf feminine Kleidung und Accessoires geachtet.
Jetzt nach ein paar Jahren bin ich aber soweit gefestigt, dass ich auch in Jeans und Turnschuhen immer noch die Frau in mir selbst wahrnehmen kann.
Selbst wenn ich bei der Gartenarbeit mal in ein paar Männershorts und T-Shirts aus alten Tagen schlüpfe.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Re: an(ge)kommen ...

Post 51 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Franka hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 20:01 Hallo Vanessa,

ich kann das sehr gut nachvollziehen. Nach meinem Outing und meinem neuen öffentlichen Leben als Frau habe ich sehr auf feminine Kleidung und Accessoires geachtet.
Jetzt nach ein paar Jahren bin ich aber soweit gefestigt, dass ich auch in Jeans und Turnschuhen immer noch die Frau in mir selbst wahrnehmen kann.
Selbst wenn ich bei der Gartenarbeit mal in ein paar Männershorts und T-Shirts aus alten Tagen schlüpfe.
Das sehe ich ebenso. Die Zeiten des "hypervoll-femininen" sind bei mir auch schon einige Jährchen her. Frau nimmt dann das ganze drumherum einfacher wahr. Natürlich schlüpfe ich gerne noch in attraktive auch weibliche Kleidung. Aber all das hat heute nicht mehr den Stellenwert, wie er mal vor Zeiten war. Frau ist auch Frau ohne die typisch, fest manifestierten, Accessoires.
Lg Christina
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