Das Geschenk
Das Geschenk - # 4

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Bianca D.
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Re: Das Geschenk

Post 46 im Thema

Beitrag von Bianca D. » So 15. Nov 2009, 11:20

Hallöchen,

Das war mal wieder schöne Frühstückslektüre!Mit der überraschende Wende am Schluß hätte ich
allerdings nicht gerechnet.Trotzdem bin ich gespannt,was sich in der Zukunft ergibt,kommt die
Frau zurück,wie entwickeln sich die Freundschaften zu den Mädels usw....

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

robotobo

Re: Das Geschenk

Post 47 im Thema

Beitrag von robotobo » Di 23. Feb 2010, 08:34

Hallo Freundinnen, es geht endlich weiter. Habe nicht noch mal auf mögliche Tippfehler geschaut. Es sollte endlich raus.


Viel Spass beim Lesen.

Frühlingserwachen

Ich schaute durch den Nebel, der vor meinen Augen lag. In meiner Nähe erkannte ich verschwommen die Konturen einiger Menschen. Was war los? Wo war ich? Mir war zudem leicht übel. Ich blinzelte mit den Augen. „Er kommt zu sich“, glaubte ich zu hören. Der Nebel lichtete sich nicht. Die Augen fielen mir wieder zu. Als nächstes spürte ich eine Hand an mir. Ich schlug die Augen wieder auf. Diesmal sah ich klarer. Ich lächelte, als ich Lioba an meinem Bett erkannte. „Wie geht es dir? Die Operation hat lange gedauert. Ich glaube, es gab Komplikationen?“ – „Komplikationen?“ –„Wieso hätte die OP sonst sieben Stunden dauern sollen. Die Schwester erzählte mir, sie hätten für dich einige Blutkonserven benötigt.“ Ich verstand das alles nicht. Ich war zu müde, um weiter nachzufragen. „Du bist sicher noch sehr erschöpft. Ruhe dich weiter aus. Du wirst gleich wieder auf dein Zimmer gefahren. Du liegst hier noch auf der Aufwachstation. Nach der OP wollten sie noch beobachten, ob es weiter normal verläuft.“ Kaum hatte sie das gesagt, kam auch schon Schwester Lisa und nahm mich mit. Sie lächelte mich freundlich an und strich mir über den Kopf. „Alles gut gegangen. Das wird schon wieder.“ Ich schloss wieder meine Augen.

Es war schon später Abend, als ich erneut aufwachte. Die Übelkeit war wohl vergangen. Ich hatte leichten Appetit und großen Durst. Lioba und Doreen waren bei mir. Doreen holte mir eine Flasche Wasser und sagte auf dem Flur Bescheid, dass ich wieder zu mir gekommen war. Ich war noch sehr ermattet und mochte mich nicht viel bewegen. Plötzlich musste ich aufs Klo. Ich teilte es Lioba mit. Lioba rief die Schwester. Schwester Cora kam ins Zimmer und sagte mir: „Sie haben Ihnen einen Katheder gelegt. Lassen sie es einfach laufen.“ Warum legte man mir einen Katheder, wenn mir die Brüste amputiert worden sind? Ich wunderte mich. Ich genierte mich. Doch der Druck war so groß, ich konnte nicht mehr anders. Hinterher war ich erleichtert und vergaß meine Verwunderung. Doreen und Lioba erzählten mir von ihren Sorgen, davon wie lange ich nach der OP geschlafen hatten und auch darüber, wie sie sich um genaue Auskunft bemüht hätten, aber keine Aufklärung über die Komplikationen erhalten hätten. Sie leisteten mir noch eine Weile Gesellschaft und verabschiedeten sich dann beide. Ich bemerkte den Tropf, an dem ich immer noch hing, spürte meine Müdigkeit und schlief bald darauf wieder ein.

Als ich am nächsten Morgen wieder erwachte, wunderte ich mich zuerst darüber, dass ich wieder auf der Frauenstation lag. Ich hätte doch auf die Männerstation verlegt werden sollen. Als Schwester Lisa unter meiner Bettdecke ein neues Reservoir an den Katheder anlegte, fragte ich sie. „Ach, ist doch alles gut. Den Katheder brauchen sie nur zwei Tage. Die Ärzte wollen gleich nach dem Frühstück mit ihnen sprechen.“ Ich aß Haferbrei mit Kirschmarmelade, trank etwas Orangensaft und eine Tasse Café. Schwester Lisa räumte das leere Tablett weg und schon kamen die Ärzte herein. Sie waren zu dritt und hatten eine Begleitung dabei, die sich als den Justitiar des Hauses vorstellte. Was sollte dieses Defilée? Sie begangen, indem sie herumdrucksten. „Na, wissen sie“ – „ja, wissen sie“ – „es ist so“. Ich fuhr dazwischen. „Vielleicht reicht es, wenn einer der Herren mir Auskunft gibt. Aber bitte verständlich.“ Der Justitiar übernahm diese Aufgabe. „Rechtlich ist nichts zu beanstanden. Unser Kollege begann mit der OP. Als er sie barbusig liegen sah, war er wohl irritiert. So schöne, gesunde Brüste sollte er entfernen? Er schaute sicherheitshalber, ich betone, sicherheitshalber in ihre Krankenakte. Er fand den Hinweis auf die verweigerte Loslösung ihres fixierten Penis und schaute auf ihren Körper. Dabei entdeckte er immer noch den Penis in derselben Position. Er schaute weiter auf die Karte und konnte nur noch endgültige Amputation lesen. Den lateinischen Fachausdruck erspare ich ihnen. Sie baten ja um Verständlichkeit. Er interpretierte den Hinweis auf die Endgültigkeit als einen Wunsch der Transsexualität. Ihm war zwar bekannt, dass wir an unserem Haus in solchen Dingen keine Erfahrungen vorzuweisen hatten. Er selbst hatte jedoch an alter Wirkungsstätte schon oft geschlechtsangleichende Operationen durchgeführt. Wir mussten die OP-Schwestern zweimal tauschen. Beide fielen in Ohnmacht. Erst die dritte konnte die Operation mit Gelassenheit ertragen. Das war schon eine besondere Leistung an unserem Haus. Im Verlauf der OP mussten wir einige Blutkonserven kommen lassen. Es hat aber alles nicht länger gedauert als sonst gewöhnlich. Unser Kollege hat hervorragend gearbeitet. Ich lasse sie jetzt mal mit dem Kollegen allein.“ Er drückte mir die Hand und verließ das Zimmer. Ich war perplex.

Der Arzt sprach weiter: „Wir haben unseren Irrtum erst bemerkt, als wir sie auf ihre Station zurück ordern wollten. Der bestellte Pfleger wunderte sich über die Frau, die er auf die Männerstation bringen sollte und fragte nach. Wir riefen auf der Frauenstation an und erkundigten uns dort. Schwester Lisa informierte uns nochmals über die Brust-OP. Ich muss ihnen sagen. Da fuhr mir schon der Schreck in die Glieder. Nun gut, bei ihrer Vorgeschichte müssen sie sich über nichts wundern. Die Irritationen gehen ganz allein auf ihre irre Geschichte und ihre wirre Krankenakte zurück.“ Ich glaubte meine Ohren nicht. Ich fragte nach: „Sie meinen, ich bin jetzt eine Frau?“ – „Ganz eindeutig, mit einer schönen, erstklassigen Vagina.“ Er betätschelte meinen Hals. „Auf Kosten des Hauses könnten wir auch ihr Adamszeichen entfernen, was sagen sie?“ –„Ich bin einfach zu perplex. Glauben sie mir. Mit so was hatte ich nicht im Traum gerechnet. Da hat wohl wer anders, da haben wohl sie den gordischen Knoten zerschlagen. Da muss ich erst noch mal nachdenken, was das weiter heißen wird.“ –„Wie sie meinen. Die medizinischen Aspekte der Nachbehandlung wird ihnen Schwester Lisa erklären.“ Er verabschiedete sich und ließ mich allein.

Ich war jetzt allein, das heißt mit meiner Zimmernachbarin auf dem Zimmer. Ich dachte nach. Ich befühlte erst einmal meinen Oberkörper. Tatsächlich meine Brüste waren noch da. Meine Finger umkreisten die Warzen, und das hauchte mir neues Leben ein. Weiter unten spürte ich einen Verband und ich bemerkte die Schmerzen. Schwester Lisa kam hinein. Sie strahlte mich an. „Nun, Charly, jetzt bist du wirklich eine von uns. Ich konnte es gar nicht fassen. Aber so, wie ich dich hier in den letzten Tagen erlebt habe, glaube ich, es ist gut so.“ - „Ich kann es schlicht nicht glauben. Sind wir hier vielleicht in einem Traum?“ –„Soweit ich das beurteilen kann, nicht – und in Träumen stellt man sich nicht diese Frage. So jetzt wechseln wir erst einmal den Verband und hängen eine neue Tüte an.“ Sie hob die Bettdecke an und ich sah verschiedene Schläuche. Sie erklärte mir deren Funktionen. So genau wollte ich das gar nicht wissen. „Gegen die Schmerzen nimmst du besser die hier.“ Sie reichte mir ein paar Tabletten. „Ich komme später noch einmal vorbei.“ Lisa ging aus dem Zimmer.

Meine Nachbarin erwachte. Es schien ihr besser zu gehen. „Guten Morgen. Ich hatte mich noch gar nicht vorgestellt. Ich war so fertig. Ich bin Melissa. Es geht mir so lala. Mein Mann war gestern kurz da. Sie haben so viel geschlafen und ihre OP hat ewig gedauert, was war denn los?“ Ich erinnerte mich an unser letztes Gespräch und sagte spontan: „Es ging alles so schnell. Sie mussten mir die Eierstöcke entfernen. Es gab Komplikationen. Jetzt habe ich wohl noch eine Bauchfellentzündung und werde mit Antibiotika voll gepumpt.“ Ich hatte ja keine mehr. Gelogen war nichts. „Oh, sie Arme. Jetzt müssen sie Hormone einnehmen. So wie meine Schwägerin.“ Ich entschuldigte mich bei ihr und teilte ihr mit, ich bräuchte noch etwas Ruhe. „Ja das verstehe ich, ich musste nach der OP auch so viel nachdenken. Sie wirken aber nicht so traurig wie ich.“ Darauf sagte ich nichts mehr und drehte mich weg.

Jetzt gab es kein zurück mehr. Ich war eine Frau. Was Carmen wohl dazu sagen würde. Ich weiß nicht, warum sie mir damals als erste einfiel. Ich hatte länger nichts von ihr gehört. Irgendwie war auch der Vorhang zwischen uns gefallen. Mir fiel sofort darauf Lioba ein, und auch Doreen. Was die beiden wohl zu der Neuigkeit sagen würden. Ich streichelte meine Brüste und genoss es. Freude stieg in mir auf. Es war wohl doch nicht allein eine Folge meines Missbrauchs, meiner traumatischen Kindheit. Oder vielleicht stimmte es doch, dass die erste Erziehung wichtiger war, als die biologische Geburt; zumindest in den Fällen, in denen es keine Übereinstimmung gab. Meine Mutter sollte mich ja zu Beginn, und wer weiß genau wie lange, als ein Mädchen betrachtet und behandelt haben. Nun in meinem ganzen bewussten Leben habe ich mich stets etwas unwohl unter Männern gefühlt. Zu Frauen bekam ich immer besseren Kontakt. In deren Umgebung war ich oft mehr ich selbst gewesen. Mir wurde langsam klar, ich konnte mich mit Blick auf meine Zukunft in den Frauen zugedachten Räumen aufhalten. Mit selbstverständlich auf öffentlichen Toiletten schminken, Damenumkleiden benutzen. Die Welt stand mir auf neue Weise offen. Der Gedanke beglückte mich und ließ mich die Schmerzen vergessen. Allmählich trat auch die Wirkung der Schmerzmittel ein.

Nach dem Mittagessen kam Lisa und wusch mich. Es machte ihr großes Vergnügen meinen Oberkörper zu waschen. Mit besonderer Vorsicht, beinahe schon zärtlich, massierte sie meine Brüste mit Waschgel. „Du hast wirklich schöne Brüste. Es wäre viel zu schade gewesen, sie zu entfernen. Deine Brüste waren mir am ersten Tag aufgefallen. Woran hast du überhaupt gemerkt, dass in dir eine Frau schlummert?“, sagte sie leise zu mir. Ihre Körperpflege tat mir gut. Als sie damit fertig war, setzte sie sich an meinen Bettrand und blickte mich an. „Ich habe jetzt Feierabend. Ich habe Zeit dir zuzuhören. In letzter Zeit liefen oft Berichte im Fernsehen über Frauen wie dich. Ich hätte nie gedacht, eine mal so nah erleben zu können. Erzähl mir bitte etwas von dir.“ Sie schaute mich ganz lieb an, da war es dieses Gib-mir-etwas-Lächeln. Ich begann eine kurze Erzählung. „Ich habe zuerst gar nicht gedacht, dass eine Frau in mir schlummert. Ich habe mehr so aus Langeweile und Jux ab und zu im Kleiderschrank meiner Frau gestöbert und das eine oder andere anprobiert. Und dann hat sie es irgendwann gemerkt und an einem Abend hat sie mir vorgeschlagen im Urlaub mal eine Woche als Frau zu leben. Ich willigte ein und dann ging der Versuch in eine unerwartete Richtung, ich bemerkte all mählich die Frau in mir, und ich musste mich entscheiden, wozu ich mich nicht entscheiden konnte und die letzte Entscheidung ist mir dann ja abgenommen worden. Ich liege hier, ich kann nicht anders.“ Lisa hatte aufmerksam zugehört. „Im Fernsehen ist immer die Rede davon, dass solche Menschen im falschen Körper zu leben glaubten und sich deshalb operieren ließen. Bei dir klingt das so zufällig und doch so überzeugt.“ – „Ja, ich kann nicht sagen, ich sei im falschen Körper gefangen gewesen. Und auch ohne Operation hatte ich Wege gefunden, als Frau wahrgenommen zu werden und mich unter Frauen als Frau angenommen gefühlt. Vielleicht, und ich glaube es heute mehr als vorgestern, ist es gut, dass meine Operationsentscheidung nicht durchgeführt wurde, sondern die, welche mich endgültig zur Frau machte.“ Unser Gespräch ging noch einige Zeit hin und her. Plötzlich ging die Tür auf und Carmen, meine Frau, stand in der Tür.


„Hallo Charlie, lange nicht gesehen. Was machst du für Sachen? Ich höre du bist operiert?“ und deutlich leiser zu mir, „Und, jetzt bist du eine von uns? Ich kann es gar nicht glauben. Im Haus machte das Gerücht die Runde, es habe eine geschlechtsangleichende OP gegeben. Ich habe mich ein wenig umgeschaut, und dann deinen Namen zu hören bekommen. Ich muss sagen, jetzt habe ich schon ein schlechtes Gewissen.“ Ich war ganz überrascht. An meine Frau hatte ich schon länger nicht mehr gedacht. Auf eine Aussprache war ich auch nicht vorbereitet. „Du es ist in den Wochen vor meinem Krankenhausaufenthalt recht viel geschehen und zuletzt fühlte ich mich sehr wohl in der Haut einer Frau. Ich hatte fast vergessen, dass ich ein Mann sei. Du hast sicher ausreichend Grund für ein schlechtes Gewissen, so wie du mich zunächst behandelt hast und gerade auch dafür, dass du dich ohne weitere Nachricht wie vom Erdboden verschluckt warst.“ –„Ach, Charly, auch bei mir hat sich viel ereignet. Und du hättest mich hier auf der Arbeit erreichen können. Ich dachte, du wüsstest das und hättest kein Interesse, mit mir zu reden. Wie geht es denn jetzt mit uns weiter?“ – „Da hatte ich den Eindruck, du hast das Interesse an mir verloren und unsere Ehe wäre ins Aus gerutscht.“ – „Du sagst das so nüchtern. Wir waren immerhin einige Jahre zusammen.“ –„Du weißt aber wohl schon nicht mehr, dass es 12 waren?“ –„Ach Charly, früher warst du auch nicht so beckmesserisch. Ich glaube die neuen Hormone bekommen dir nicht so gut.“ Sie stand auf und ging um das Bett und setzte sich auf die Seite, welche Melissas Bett näher war. „Wie kommst du denn mit deiner Zimmernachbarin aus.“ –„Gut, die ist meist recht in sich gekehrt und hadert wohl noch mit ihrer OP.“ – „Was hat sie denn?“ –„Brustamputation. Ist noch ganz verzweifelt.“ –„Ach, wirklich. Da habe ich eine Idee.“ Carmen ging zu Melissas Bett hinüber und sprach sie an. Sie stellte sich vor und was sie dann sagte, konnte ich nicht hören. Sie sprach vertraulich mit leisen Tönen.“ Als Carmen ging, lächelte Melissa ein wenig. Ich hörte nur noch: „So etwas gibt es wirklich?“ – „Ja.“ Carmen wandte sich wieder mir zu und sprach: „Ich muss zurück in meine Abteilung. Ich wollte nur kurz auf einen Sprung vorbei und Hallo sagen. Ich weiß auch nicht, ob wir uns wirklich scheiden lassen sollen. Das hat so was Einzigartiges. Eine Ehe zwischen zwei Frauen. So etwas sollten wir nicht so leicht aufgeben.“ Sie zwinkerte mir zu. Ich ging davon aus, dass es als Witz gemeint sei und lächelte zurück.

„Ihre Freundin hat mir gerade was Schönes erzählt.“, Melissa, meine Zimmernachbarin sprach mich mit einem freudigen Ausdruck ihres Gesichts an. „Ach ja“, ich konnte mir schon denken, worum es gehen würde. „Sie hat mir die Geschichte einer Freundin erzählt, die unter ihrer sehr kleinen Brust leiden musste. Zufällig ist sie auf eine Anzeige aufmerksam geworden, die eine mögliche Brustvergrößerung beworben hatte. Das Mittel soll unerwartet stark gewirkt haben. Sie will mir morgen die Adresse mitbringen.“ – „Das sind ja sehr erfreuliche Nachrichten. Ich kann die Geschichte nur bezeugen. Ich kenne die Freundin meiner Freundin persönlich.“ Bevor wir unser kleines Gespräch fortsetzen konnten, kam Lisa hinein. Sie brachte einen Rollstuhl mit und forderte mich auf, mit in den Ambulanzbereich zu kommen. „Heute wird der Verband abgenommen.“ Sie rollte mich zum Aufzug und es ging abwärts.

Von diesem Verbandswechsel habe ich nicht so viel mitbekommen. Er wurde unter Narkose durchgeführt. Ich schlug meine Augen wieder im Aufwachraum auf und eine andere Schwester fuhr mich zurück auf Station. Ich schlief sofort weiter und die ganze Nacht hindurch. Am nächsten Morgen wurde ich durch das übliche Klappern geweckt und Schwester Lisa wünschte mir einen guten Morgen. Zum Waschen forderte sie mich auf das Bett zu verlassen. Ich sollte erstmals nach der OP wieder alleine gehen. Ich stand sehr wacklig auf den Beinen und die ersten Schritte, wie alle weiteren an diesem Tage, fielen schwer. Mit gebückter Haltung und im Schildkrötengang ging ich zum Waschbecken. Lisa half mir dort beim Waschen und ich schlurfte zum Bett zurück und legte mich wieder hin.

Da das Laufen ganz gut ging, sagte Lisa, „heute Morgen kannst du wieder richtig was essen. Die Verdauung scheint wieder funktionsfähig zu sein. Ich bringe dir gleich einen Haferbrei.“ Sie grinste verschmitzt und ging aus dem Zimmer. Melissa hatte alles mit angesehen und mit angehört. „Sie Arme, sie müssen diese Diätkost auf sich nehmen. Das bleibt mir zum Glück erspart.“ So lernte ich wieder etwas über die Empathiefähigkeit der Frauen kennen. Lisa brachte mir den Brei und ich fragte nach einem Café. „Da spricht nichts dagegen. Ich bringe dir gleich noch einen.“ Immerhin, dieses kleine Menschenrecht wurde mir nicht verwehrt. Ich löffelte den Brei mit Mühe hinunter. Besonders gut schmeckte er nicht. Die Breiform sollte mein Essen in den nächsten Tagen variabel bestimmen. Jedes Gericht der haute cuisine würde im Mixer auch nicht anders aussehen. Die Phantasie aß mit. So schmeckte ich es mir erträglich. Nach dem Frühstück kam Carmen kurz auf mein Zimmer und brachte Melissa einen Zettel mit. Sie entschuldigte sich mit Hinweis auf ihre Dienstzeit und ließ mich mit Melissa zurück. Melissa wandte sich an mich: „Das ist wirklich nett von Ihrer Freundin. Wissen Sie zufällig etwas mehr über diese wunderbare Brustprothese? Wenn die so wirkt und sich natürlich verändert, warum wissen die Ärzte nichts davon?“ Ich zuckte mit den Achseln. „Wahrscheinlich sind die Prothesen noch in der Erprobungsphase. Ich weiß darüber weiter nichts.“ – „Haben Sie denn zufällig schon mal gesehen, ob die Prothesen so wirken, wie sie beworben werden?“ Ich verneinte.

Glücklicherweise unterbrach Lioba das lästige Gespräch. „Ich habe heute Morgen frei. Als ich gestern Abend hier war, hattest du bereits geschlafen. Hier ich habe dir ein paar Blumen mitgebracht.“ Es war ein bunter Strauß mit Wicken und Zitronengras. „Durch das Zitronengras duftet der Strauß so fruchtig frisch, das gefällt dir doch?“ Ich lachte Lioba an. Das Lachen schmerzte im Schritt ein wenig. Lioba merkte es mir an. „Du Arme, lachen kannst du noch nicht?“ Ich nickte. Ich erzählte ihr von meinem kleinen Fortschritt. „Du kannst das Krankenhaus bestimmt bald verlassen!“ – „Das glaube ich nicht. Eine Freundin von mir hatte vor einem Jahr auch eine Total-OP. Die kam erst nach vier Wochen wieder raus.“ Lioba wandte sich an Melissa. „Lassen Sie das Stänkern. Ich werde meine Freundin spätestens nächste Woche mit nach Hause nehmen!“ Das war eine Ansage. Ich hatte mir noch gar keine Gedanken darüber gemacht, wie schnell ich wieder auf eigenen Beinen stehen würde. „Das wäre schön, Lioba.“ Sie ergriff meine rechte Hand und drückte bestimmt. „Das wird schon.“
Sie erzählte mir Neues von ihrer Arbeit, grüsste mich von unseren Freundinnen aus dem Fitness-Studio und so verging die Zeit.

Schwester Lisa betrat unser Zimmer. „Charly, auf geht´s. Verbandswechsel.“ Sie half mir aus dem Bett an einen Rollator. Ich schob mich aus dem Zimmer.
Im Behandlungszimmer legte ich mich mit Unterstützung durch Schwester Lisa auf eine Spritsche. Schwester Lisa nahm mir den Verband ab. „Oh, das sieht schon gut abgeheilt aus.“ – „Das zu beurteilen, ist wohl meine Angelegenheit“, eine Ärztin fuhr mit sonorer Stimme zwischen unser tete-a-tete. „Ja doch, die Wunde ist tatsächlich erstaunlich gut verheilt. Ich glaube wir können den Stent herausnehmen.“ – „Den was?“, fragte ich. Schwester Lisa assistierte der Ärztin. „Du hast einen Stab in deiner Vagina, damit sich die Wunde nicht gleich nach der OP schließt und wieder zusammenwächst. Du wirst einen neuen Platzhalter in die Vagina eingeführt bekommen. Der bleibt zunächst den ganzen Tag drin. Du musst ihn regelmäßig herausziehen und reinigen. Jeden zweiten Tag kann die Stentzeit um eine Stunde gekürzt werden. Nach gut einem Monat etwa brauchst du den Stent nur noch nachts zu tragen. Zwei Wochen später bist du dann theoretisch davon befreit. Tatsächlich musst du ihn jede zweite oder dritte Nacht tragen und fernerhin musst du einmal wöchentlich bougieren. Die Erhaltung deiner Weiblichkeit ist ein hartes Stück Arbeit.“ Ich schluckte. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. In diesem Moment zog die Ärztin den Stent heraus und ich spürte es. Ich war sofort elektrisiert und vergaß alles, was mir zuvor an queren Gedanken gekommen war. Die Ärztin sprach in meine Aufgeregtheit hinein. „Sie haben ohnehin noch einiges zu tun. Schauen Sie mal in den Spiegel.“ Schwester Lisa erschrak ein wenig. „Da hatte ich ja gar nicht drauf geachtet.“ Ich blickte in den Spiegel. Mein Bartwuchs war nicht so stark. Aber nach einer guten Woche ohne Rasur zeigte sich die Geriffeltheit meiner Gesichtshaut. „Die Camouflage-Creme wirkt nicht mehr. Ich muss mich rasieren.“ Die Ärztin entschied dann, ich könne fortan ohne Verband auskommen. Regelmäßige Kamillespülungen sollten den Heilprozess beschleunigen. Schwester Lisa half mir auf. Ich musste die Beine mit festem Oberschenkelschluss bewegen. Ich fürchtete den Stent zu verlieren. „Mädchen, Brust vor, Rücken gerade, Po raus. Dann sitzt alles und schieb los mit deinem Rollator.“ Schwester Lisa lachte.

Christina37

Re: Das Geschenk

Post 48 im Thema

Beitrag von Christina37 » Di 23. Feb 2010, 15:53

Hallo robotobo ,
Ich schließe mich den Worten von Jessica behaltlos an .

LG Christina

Joe95
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Re: Das Geschenk

Post 49 im Thema

Beitrag von Joe95 » Di 23. Feb 2010, 16:25

also ich stecke noch mittendrin, da wo charly von frau strass bestraft werden soll, und bin völlig begeistert...
irgendwo im hinterkopf is da schon der gedanke das die angeklebten brüste und hüften doch auffallen müssten, aber der verklebte penis is einfach nur genial... ob es sowas auch in echt geben kann?

ausserdem würde ich nur zu gerne hinter das geheimnis von nicole und carmen kommen...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

Bianca D.
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Re: Das Geschenk

Post 50 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Di 23. Feb 2010, 21:34

Hallöchen,

Was lange währt.....findet endlich eine tolle Fortsetzung in einer überraschenden Wende der Story! Klasse!!

LG Bianca
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Joe95
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Re: Das Geschenk

Post 51 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mi 24. Feb 2010, 14:27

puh...

ich bin immer noch irgendwo mittendrin...
gibts das nich bald als buch zu kaufen?
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

Joe95
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Re: Das Geschenk

Post 52 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mi 24. Feb 2010, 15:41

ooooooooooooooooooooooooohhh...
zu ende...

aber ich will doch wissen wie es weiter geht...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

robotobo

Re: Das Geschenk

Post 53 im Thema

Beitrag von robotobo » Sa 13. Mär 2010, 19:21

Hallo alle,

und weiter geht es.

Sitzt der Stent richtig?

Ich war froh, als ich wieder in meinem Bett lag. Melissa starrte mich an. „Bei meiner Schwägerin ging das nicht so schnell!“ – „Was meinen Sie?“ – „Na der Bartwuchs. Der setzte bei ihr erst später ein und war auch nicht so ausgeprägt. Das ist ja ekelhaft! Oh, Entschuldigung, das war nicht so gemeint.“ War es wohl doch. Sie hätte es trotzdem nicht so herausplatzen lassen müssen. „Ich werde wohl etwas daran machen müssen. Jeden Tag rasieren, nee, das will ich nicht.“ – „Vielleicht müssen die Hormone erst richtig wirken. Ihr Körper war ja noch die natürlichen aus den Eierstöcken gewohnt. Die sind ja jetzt futsch. Sind ja fast schon eine Transe. Die brauchen auch Kunsthormone und müssen allerlei über sich ergehen lassen, bevor sie als postklimakterielle Frauen rumlaufen können, ohne groß aufzufallen.“ Die Dame hatte wohl zuviel dieser Transsexuellen-Berichte auf den Privatsendern gesehen. Ich hatte große Lust Melissa zu erzählen, wie einfach ich vor der OP als Frau durchgegangen bin. Ich ließ es sein. Ich wollte nicht noch mehr aus ihrer Sichtweise auf dieses Thema hören. „Na dann werde ich mich mal rasieren!“ – „Haben Sie denn einen Rasieren mit?“ – „Nein, wer denkt denn an so was.“ –„Da hätten die Ärzte sie aber vorwarnen können, typisch.“ Ich klingelte nach Schwester Lisa. Sie kam nach wenigen Minuten. Ich bat um einen Einwegrasierer und etwas Rasierschaum. „Charly“, sie lächelte mich an, „das Zeug können Sie sich unten im Kiosk selbst besorgen. Kommen Sie. Ich helfe Ihnen in ihren Morgenmantel.“ So musste ich mich mit den Rollator aufmachen. Ich schob in vor mich her, stützte mich auf, hoffte, dass der Stent zwischen den Oberschenkeln klemmen blieb und wich den erstaunten Blicken aus, die eine Frau mit Bartansatz betrachteten. Im Kiosk an der Kasse fragte mich die Bedienung: „Ach, sie sind wohl die Transsexuelle, die hier operiert wurde. Hätten Sie nicht vorher schon die Elektroepilation machen können?“ Schon wieder eine, die ihre Halbbildung aus den Privatsendern hatte. „Nein“, antwortete ich, „ich bin der Mann mit der Gynäkomastie. Mit sind einfach Brüste gewachsen. Wenn die Folgen der Leisten-OP abgeklungen sind, kommen die Titten wieder ab. Ich hätte wohl besser auf das Wasser aus dem Sodastreamer verzichtet. Soll ja so viel Östrogen im Trinkwasser vorkommen.“ Die Bedienung an der Kasse lief rot an. „Entschuldigung.“ Ich ging dann gleich auf das nächste Frauenklo und rasierte mich vor dem Spiegel. Einige Ärztinnen zogen sich an den Wachsbecken neben mir ihren Lidstrich nach. Sie beachteten mich nicht weiter. Zwei Krankenschwestern, die sich neben mir die Hände reinigten, sprachen mich an. „Es rasieren sich doch nur Männer das Gesicht, wir sind hier aber im Frauenklo. Sie sind sie hier richtig.“ Ich wandte mich ihnen zu. „Auch wenn es nicht wirklich danach aussieht, die hier sind echt.“ Ich fasste mit meinen Händen unter meine Brüste und hob sie etwas an und ließ sie dann wieder fallen. Sie wippten noch nach. „Na dann ist ja alles klar“, hörte ich nur noch. Mein Rückweg vom Klo war erholsam. Ich fiel wieder weiter nicht auf. Als ich mich wieder in mein Bett legte, bemerkte ich, dass ich der Stent gar nicht verrutscht. Ich fühlte mich sicher. Ich schlief ein.

Ich hatte glatt das Mittagessen verschlafen. Na gut, den Brei konnte ich gut verkneifen. Richtigen Hunger hatte ich noch nicht; Vielleicht Appetit auf ein paar Salatblättern mit einigen Tomaten. Doreen saß neben mir am Bett. Sie trug einen schwarzen Hosenanzug mit schwarz-weißen Mafiaschuhen. Ihr Haar war kurz geschnitten, über der Stirn zeigte sie eine Tolle. „Wow, wie siehst du denn heute aus?“ – „Hi Charly, ich musste mal anders. Ging heute gar nicht. Aber, still davon. Wie geht es dir heute?“ –„Ach, ganz gut, wenn die da“, ich deutete vorsichtig auf Melissa, „nicht immer wieder mit ihrem Gequatsche nerven würde.“ –„Du klingst richtig genervt, du Arme!“, ihre Stimme klang wie geschlagener Stahl. Sie stand auf, baute sich breitbeinig vor Melissas Bett auf und sagte: „Hey Puppe, du lässt meine Süße mit deinem Geschwafel in Frieden.“ Sie griff mit der rechten Hand nach Melissas Kinn. „Dein Schnäuzchen bleibt schön verschlossen.“ In der linken Hand hielt sie plötzlich ein Stiletto. „Sonst schnipp, schnapp und die Zung´ ist ab.“ Sie klappte das Messer wieder zu, sah Melissa scharf in die Augen. „Keinen Mucks!“ Melissa erbleichte, und zuckte in ihr Kissen zurück. Doreen lachte kalt, drehte sich auf ihrem Absatz und kehrte zu mir zurück.

„Das war aber nicht nötig“, sagte ich im Flüsterton zu Doreen. „Die kleine Showeinlage hat mir Spaß gemacht. Ich finde, du verzichtest echt auf was. Ist doch schön ein Mann zu sein. Da kannst du wunderschöne Kraftspiele spielen.“ – „War nie mein Ding.“ – „Wie auch anders, du bist ja eine Frau.“ Doreen lachte wieder. Sie beugte sich über mich, ging mit ihrer rechten Hand an meine rechte Brust und streichelte sanft den Nippel. „Das gefällt dir doch?“ Spontan zog sich meine Vagina leicht zusammen. Ein Schauer durchlief mich. „Mir wird ganz heiß, lass das Doreen.“ -„Wieso, wenn es doch schön ist?“ Sie machte weiter. Es war sehr angenehm. Es mischte sich aber Angst in meine Wonne. „Hör bitte auf.“ – „Davon wirst du nicht schwanger.“ – „Blödmann, vielleicht reißt was auf.“ – „`tschuldigung, da habe ich nicht dran gedacht.“ Sie nahm ihre Hand unter der Decke hervorvor und erhob sich. Sie holte eine Pappschachtel hervor. „Hier, ich habe ein Geschenk für dich.“ – „Oh, danke! Was wird das nur sein?“ –„Na, pack´ es aus!“ Ich öffnete den Karton und nahem ein rosa farbiges Nachthemd hervor; mit halblangen Armen und unter der Brust abgesetzt, mit einem blumigen Spitzenmuster und Spaghettiträgern. „Och das ist ja süß.“ – „Willst du es nicht gleich anprobieren?“ Doreen half mir aus dem Bett. Im Waschbereich konnte ich mich umkleiden. Ich schlüpfte in das Nachthemd. Es fiel leicht an mir herab. „Du siehst bezaubernd aus.“ Ich spürte wie meine Brüste das Nachthemd anhoben und wie der Stoff über meine Hüften streichelte. „Es ist feinste Merinowolle mit Seide gemischt.“ Doreen blickte mit glänzenden Augen auf mich. „Das steht dir ausgezeichnet.“ Ich ging auf sie zu und umarmte sie. „Danke.“ Ich küsste sie auf die Wange. Sie nahm mich in ihre kräftigen Arme und küsste mich auf den Mund. Ich fühlte mich schön. Und ich genoss es, dass nichts an mir, ihr im Schritt entgegendrängte. Ich konnte den Kuss unbeschwert genießen. Doreen zog sich zurück und ich ging mit zittrigen Knien wieder ins Bett.

„Bevor du jetzt auf wilde Gedanken kommst, müssen wir glaube ich reden.“ Doreen hatte im Nu auf Ernst umgeschaltet. Ich kam so schnell gar nicht hinterher. Ich sann noch dem Kuss nach und spürte seinen tiefen Wirkungen an meinem Körper nach. „Na ja, es ist mir nicht so angenehm, dich darauf anzusprechen.“ Doreen druckste unbekannt verlegen herum. „Ich mag dich wirklich sehr gerne. Unseren Sex fand ich sehr schön. Aber um es kurz zu machen. Ich bin kein Mensch für eine längere Beziehung. – Uups. Jetzt ist es raus.“ Ich war unmittelbar geerdet. Mit solch einer Eröffnung hatte ich nicht gerechnet. „Du Doreen, ich weiß gar nicht wo mir der Kopf steht. Zuletzt war sogar Carmen hier und hat betont, wir wären noch verheiratet und das wär doch auch was.“ –„Ach ich weiß ja auch nicht wirklich wohin. Ich bin gern mit dir zusammen. Deinen Körper finde ich so angenehm anziehend. Bei dir kann ich frei sein. Das habe ich so vorher noch nicht erlebt.“ – „Ja, ich mag deine zudringliche Weise besonders. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. Ich möchte dich nicht vermissen.“ –„Ach Charly, dass musst du ja auch nicht. Wir können uns immer wieder treffen. Ich bin gern mit dir zusammen. Nur Beziehung, das geht mit mir nicht, dafür bin ich viel zu spontan und ich möchte dich nicht verletzen. Da ist doch auch noch, wie hieß sie gleich noch?“ – „Spiel bitte nicht die Gedächtnislücke!“ – „Ach ja, Lioba. Lioba ist doch auch noch da. Und die scheint mir doch eine gute Partnerin sein zu können.“ –„Psst.“ Ich beugte mich zu Doreen vor. Ich flüsterte ihr ins Ohr. „Vielleicht ist mir das zu eng.“ Doreen zog ihren Kopf zurück und schob ihre Augenbrauen zusammen. „Ach was.“ –„Na ich weiß halt nicht, wo mir der Kopf steht.“ –„Das sind die Hormone.“ –„Und dann muss ich auch noch entscheiden, wie ich mein Barthaar loswerde.“ In dem Moment kam Schwester Lisa ins Zimmer. „Na, sitzt der Stent noch richtig? Ich muss es mal eben kontrollieren.“ Doreen musste Platz machen. Lisa setzte sich neben das Bett. Sie schob ihre Hand unter die Bettdecke. Ich wunderte mich ein wenig. Sie glitt meinen rechten Oberschenkel hinauf, strich sanft über die Schamlippen hin und her. „Wo ist er denn?“ Sie glitt zwischen die Schamlippen und berührte den Stent. Ich spürte einen Druck in der Vagina. Es zuckte mir in den Brustspitzen. „Ach da ist er ja. Sitzt gut. Alles in Ordnung.“ Lisa zog ihre Hand langsam zurück, blickte mir in die Augen und streichelte noch etwas die Schamlippen. „Spürst du das?“ Ich nickte. Mir war wohlig zumute. „Das ist auch schön durchnervt. Bestens.“ Sie strich über den Oberschenkel zurück. Sie hatte plötzlich solch einen lüsternen Blick, oder phantasierte ich das alles nur? Schwester Lisa stand wieder auf. „Es entwickelt sich alles vorzüglich.“ Sie verließ das Zimmer. Doreen trat noch mal an mich heran. „Lass uns gut Freundinnen bleiben. Ab und zu geht vielleicht mal etwas mehr. O.K.?“ – „Gute Freundinnen, nicht wie Schwestern! O.K.“ Doreen ging zur Tür und rief noch in meine Richtung. „Des Bartes wegen, ich glaube da fällt mir was ein“, sagte es und verschwand.

Bianca D.
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Re: Das Geschenk

Post 54 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Sa 13. Mär 2010, 21:38

Hallöchen Robotobo,

Schön,daß es in deiner Geschichte weiter geht!Freue mich schon auf die nächste Folge!

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

robotobo

Re: Das Geschenk

Post 55 im Thema

Beitrag von robotobo » Di 16. Mär 2010, 15:58

Hallo Freundinnen, es geht wieder etwas zügiger voran. Mein Erzählfluss hat sich wieder erneuert. Der Frühling beginnt und die Schreiblust kehrt wieder. Warnung: heute kommt wieder etwas aus meinem Giftschrank in die Story.

Viel Spass beim Lesen :)p robotobo )..)c

Blackout


Der weitere Nachmittag verlief im trüben Wasser. Melissa war verstummt. Das war auch gut so. Irgendwie war ich von schlummriger Stimmung. Lioba rief irgendwann an und teilte mir mit, dass es mit einem Besuch leider nichts werden würde. Ihre Arbeitszeit war flexibel von den Vor- auf den Nachmittag gelegt worden. Sie wollte am späteren Abend bei mir vorbeischauen. Und dann geschah etwas völlig Unerwartetes. Eine andere Krankenschwester, die ich bis dahin noch nicht gesehen hatte, trat durch die Tür in mein Zimmer ein. Sie stellte sich kurz als „Schwester Beate“ vor. Sie murmelte etwas von neuer Lage, setzte mir eine Spritze und ich sah durch den Schleier der schnell wirkenden Betäubung, dass ich aus dem Zimmer geschoben wurde.

Als ich wieder aufwachte, lag ich allein in einem weißen Raum ohne Fenster. Der Boden war mit weißen Fliesen ausgelegt. Wo war ich hier. Ein Mann in weißem Kittel, mit schwarzgraumeliertem Vollbart, einer schwarzen Brille mit rechteckigen Gläsern trat durch eine Tür ein. „Herr Charzinowski, sie haben ein Problem.“ Wieso Herr, ich war doch eindeutig eine Frau? Was sollte das? „Sie sind hier in der Geschlossenen Psychiatrie der Landesklinik. Ihre Frau hat einen Antrag auf Entmündigung gestellt. Wir sollen ein Gutachten erstellen.“ Ich erstarrt, nicht zu einer Salzsäule, aber mir war doch sehr eisig zu Mute. „Wieso Entmündigung?“ – „Ein schwerer Fall von Geschlechtsidentitätsstörung halt. Sie nehmen ihre Verstümmelung als Mensch so locker hin. Wenn sie für sich selbst nicht mehr zurechenbar in ihrer Identität leben können, wie sollen andere sie dann wahrnehmen? Vielleicht ruinieren sie sich und ihre Familie als nächstes finanziell. Wir müssen hier einige Tests an ihnen durchführen. Und – ich bin überzeugt wir bringen sie wieder auf Normallinie. Ihre Störung lässt sich sicher mit der richtigen Testosterondosis ausgleichen. Gesprächstherapien werden ihnen weiterhelfen. Sie müssen einsehen, wie lächerlich sie so sind. Ein Mann mit Brüsten, Neovagina, Stimmbruch und Bartwuchs. Selbst wenn sie daran noch einiges korrigieren könnten, der Mann in ihnen wird immer wieder durchscheinen. Für andere sind sie ein Jahrmarktsmonster als Dauererlebnis. Auch wenn sie Ihnen mit höflicher Ignoranz begegnen sollten, als Mensch werden sie nicht mehr wahrgenommen werden, nur noch als interessant – im besten Fall. Ihre Selbstverstümmelung wird schlussendlich wohl noch soweit gehen, dass sie Selbstmord begehen werden. Nun, ich bin überzeugt, ich bringe sie wieder auf Normallinie.“ Wo war ich hier gelandet? Was trieb Carmen wieder für ein Spiel? Wie sollte ich hier wieder rauskommen. Doch für Verzweifelung blieb gar keine Zeit.

Ein anderer Mann im ärmellosen Hemd trat in das Zimmer ein. Er schob einen kleinen Kastenwagen vor sich. Auf dem Kastenwagen stand ein Elektrogerät, von ein langes Kabel herabhingen, an dessen Ende so etwas wie eine Zange mit stethoskopischen Enden hing. Der Pfleger grinste, als er an mein Bett trat. Erst jetzt merkte ich, dass ich an Händen und Füßen fixiert war. Die Betäubung hatte wohl erst vor kurzem aufgehört zu wirken. Er tupfte Gel an meine Schläfen, drückte die Zange zusammen, so dass deren Enden an meine Schläfen passten. Der Psychiater trat an mich heran, „wir bringen sie jetzt zunächst in eine andere Stimmung. Morgen wird es ihnen etwas besser gehen. Danach beginnen wir mit den Gesprächen. Ach eines hätten wir beinahe vergessen.“ Er gab dem Pfleger einen Wink. Dieser lüftete kurz die Bettdecke und zog meinen Stent raus. Er grinste: „Jetzt wächst wieder zusammen, was zusammengehört.“ Er stopfte mir dann noch einen Knebel in den Mund und los ging es. „250“ Ein Schmerz jagte durch meinen Kopf, als ob ein Zahnarzt mit dem Bohrer mitten in den Nerv reinwirbelt. Meine Arme, Beine und Brust zuckten aufwärts. Ich verlor das Bewusstsein.


Lioba erzählte mir später, wie sie von meiner Verlegung erfahren hatte. Sie war abends auf meine Station gekommen und hatte Schwester Lisa gegrüßt. Lisa erzählte ihr ganz aufgeregt davon, dass ich verlegt worden sei. Als Lioba hörte wohin, sei sie ganz erschrocken gewesen. Für einen Augenblick musste sie sich hinsetzen. Schwester Lisa nahm sie mit ins Schwesternzimmer. Die beiden tranken einen Kaffee und tauschten sich aus. Später dann griff Lioba zu ihrem Handy und informierte Doreen. Doreen wieder informierte ihren Anwalt und gab ihm den Auftrag Strafanzeige gegen unbekannt zu stellen. So kam der Stein ins Rollen. Bis er mich erreichen sollte, dauerte es doch noch eine Weile. Was ich in der Zwischenzeit erleben sollte, klingt mir heute noch so unglaublich, dass ich zögere davon zu erzählen.

Als ich in der psychiatrischen Klinik wieder erwachte, wusste ich im ersten Moment nicht mehr wer ich war. Ich hatte meinen Namen vergessen. Ich wusste nicht mehr, wie lange ich schon in dem Raum lag. Wo war ich vorher gewesen? All das hatte ich vergessen. Die Tür ging auf und ein Pfleger kam herein. Er hielt eine Perücke in der einen Hand und Rasierzeugs in der anderen. „Tante Charly, heute wirst du ein Star. Im Casting hast du den Hauptreffer gezogen.“ Er grinste, als er an mein Bett trat. Er drückte auf einen Knopf an meiner rechten Bettleiste und mein Kopf und meine Brust fuhren aufwärts. Er setzte sich neben sich, seifte meine Wangen, mein Kinn und meinen Hals ein, schaute mir tief in die Augen, fragte: „Vertraust du mir, Süße?“ Er begann mich vorsichtig zu rasieren. Hinterher streichelte er mir über die Haut und war mit seinem Ergebnis zufrieden. „Fühlt sich glatt an“, er stand auf und trat einige Schritte zurück, „auch optisch gut gelungen“. Er grinste wieder und trug mir Creme auf. Er zog mir die schwarze Perücke über. Weiter sagte er mir, ich solle aufstehen und nahm mir den Umhang ab. „Anstaltskleidung. Hier zieht das mal über.“ Er warf mir einen roten Stringbikini zu. „Du gehst eine Runde schwimmen.“ Das Bikinioberteil war knapp geschnitten. Mein Dekolltée kam stark zu Geltung. „Sieht schon besser aus. Wir gehen schwimmen.“ Er warf mir einen schwarzen Morgenmantel zu und hakte seinen Arm unter.

Wir verließen das Zimmer, gingen über einen langen Flur. Irgendwo öffnete der Pfleger eine Tür und wies mich an, hindurchzugehen. Vor mir lag ein Schwimmbecken. In der Halle war außer uns niemand. „So Puppe, zieh den Mantel aus und rein ins Wasser. Schwimm ein paar Bahnen. Brustschwimmen wird dir gut tun. Keine Angst, das Wasser ist warm.“ Ich legte den Morgenmantel ab und stieg über eine Treppe ins Becken. Es stimmte, das Wasser war angenehm temperiert. Ich ging einige Schritte vorwärts, streckte mich aus und schwamm eine Bahn. „Nicht Rast machen. Zehn Bahnen wirst du doch wohl schaffen. Und die Beine weiter auseinander, dann kommst du auch schneller voran.“ Ich versuchte meinen Schwimmstil zu verbessern. Die Bewegung tat mir gut. Ich freute mich. Nachdem ich die Bahnen absolviert hatte, sagte mein Begleiter, „so dass reicht. Komm wieder raus. Da vorne ist die Dusche. Wenn du fertig bist, kommst du durch die andere Tür heraus.“ Ich ging in den Duschraum und duschte mich ab. Ich drehte mich langsam unter der Dusche. Das war so schön entspannend. Das Wasser traf weich auf meine nackten Brüste. Es lief meinen Busen herab, über meinen Bauch über meine Oberschenkel. Ich genoss es, bis es an der Tür pollerte. „Beeil dich jetzt.“ Ich verließ die Dusche und ging in die Umkleide. Dort hing ein lila Handtuch und ein lila String. Ich trocknete mich ab und zog den String über. Draußen würde mir der Pfleger sicher den Morgenmantel wiedergeben. Ich hatte ihn in der Schwimmhalle vergessen. Ich ging durch die Tür hinaus. Hinter der Tür lag eine weitere Umkleide. Der Pfleger erwartete mich. In dem Raum befand sich eine Kamera. Drei kleine Scheinwerfer sorgten für die Ausleuchtung. „Setzt dich da mal kurz auf die Bank. Ich will dir ein paar Fragen stellen.“ Ich tat, wie mir geheißen wurde. „Hast dir das Spaß gemacht?“ Ich war noch in gelöster Stimmung. „Ja, es hat mir gut gefallen.“ – „Hat dich irgendetwas geschmerzt?“ –„Nein, nicht wirklich, es war alles in Ordnung.“ – „Also hat es doch Schmerzen bereitet.“ Ich lachte leise. „Nein, wirklich nicht! War nur ein Scherz.“ Mein Begleiter schaltete die Kamera aus. „So, das war ein erster Psychotest.“ Ich fragte nach meinem Morgenmantel. „Ach, den brauchst du jetzt nicht, Püppchen. Siehst doch so auch gut aus. Auf Station ist jetzt nicht viel los. Wird dich schon keiner sehen.“ Wir gingen durch die Tür. Er blieb hinter mir.

Im nächsten Raum war es düster. Spärliches Licht, muffig modrige Gerüche empfingen mich. „Hier trink das. Nach dem Schwimmen hast du gewiss Durst.“ Ich hatte tatsächlich plötzlich das Bedürfnis etwas zu trinken. Ich nahm das Glas dankbar an. Was sich dann abspielte erfuhr ich erst, als es vorbei war. Mein Pfleger zeigte mir das fertige Ergebnis am nächsten Abend und gab mir bei der Gelegenheit fünfzig Euro.

Der nächste Tag verlief ohne großes Ereignis. Ich wurde zu dem Psychiater gebracht. Ich musste ihm erzählen was ich von meinem Leben wusste. Da mich der Pfleger mit dem Namen Charly gerufen hatte, war mir über Nacht wieder eingefallen wer ich war. Ich erinnerte mich auch an die Episoden meiner Kindheit; jedoch nur bruchstückhaft. Auf die Frage nach den Beweggründen für meinen Geschlechtswechsel antwortete ich mit meinem Gefallen für das Frauenleben. Das ich mit dem männlichen Lebensstil nie gut zurechtkam und später halt die weibliche Seele in meinem Körper entdeckt habe. Das alles seinen keine Beweggründe, sondern Post-Rationalisierungen, gab er mir zu Bedenken. Er fragte konkreter nach meiner Kindheit. Ich konnte ihm nicht allzu viel berichten. Ich erinnerte mich nicht richtig. Es lag greifbar hinter dichtem Nebel. Heute weiß ich, dass mein Gedächtnisverlust mit dem Elektroschock zusammenhing. Und ich bin tief erschrocken darüber, wie schnell nach der einmaligen Behandlung die Gedächtnistrübung eingesetzt hatte. Mein Psychiater grinste und kündete mir eine therapeutische Behandlung für den nächsten Morgen an. Nachmittags wurde ich mit Spritzen ruhiggestellt: „Tiefenentspannung“, erklärte mir ein anderer Pfleger, der sich als Andreas vorgestellte hatte. Ich dämmerte den Nachmittag hindurch.

Am Abend kam dann der Pfleger des Vortags zu mir. Er hatte einen Laptop dabei und setzte sich neben mich. „Hier schau mal.“ Auf einer webside sah ich ein Video über mich. Es zeigte mich, wie ich in dem String-Bikini ins Schwimmbecken stieg. Mein Gang ins Wasser wurde kurz in Zeitlupe gezeigt. Als nächstes waren meine Beinbewegungen und mein Po unter Wasser zu sehen. Ein Schnitt und ich sah mich nackt unter der Dusche. Was ich danach zu sehen kam, ließ mir den Atem stocken. Der Pfleger beobachtete mich. Ich stand vor einer Kellerwand, nur mit dem String bekleidet. Ich sollte den String aussiehen. „Oh, Mist! Ich habe meinen ballgag vergessen. Ach, hier nimm das.“ Er steckte mir den String in den Mund und band es hinter meinem Kopf zusammen. Mein Pfleger band mir anschließend kurze Seile an die Hände und an die Füße. Er band zunächst meine Hände in Schulterhöhe an in der Wand gelassene Eisenringe. Schließlich vertaute er meine Füße an tiefer liegenden Eisenringe, so dass meine Beine weit gespreizt waren. Meine Vagina war deutlich zu sehen. Mit einer mehrschwänzigen Peitsche schlug er leicht gegen meine Brüste und etwas fester gegen meine Vagina. Seine Kommentare konnte ich in meiner Aufregung nicht richtig verstehen. Zuletzt penetrierte er meine Vagina mit einem schwarzen Dildo. Ich stöhnte und es lief mir etwas aus der Vagina. Pisste ich mich ein? Dann ein Schnitt.

In der nächsten Szene sah ich mich gefesselt auf dem Boden liegen. Meine Beine hatte ich über den Kopf geschlagen. Sie waren auseinandergespreizt und an Pflöcke gebunden, die in den Boden eingelassen worden waren. Meine Arme lagen parallel zu meinem Unterkörper, waren ebenfalls leicht gespreizt und an Pflöcke gebunden. Die Kamera drehte um meinen Körper und zoomte auf meinen Anus und meine Vagina. Zunächst sah ich, wie ich mit einem an einem Stab montierten Dildo in der Vagina penetriert wurde. Hinzu wurde ein konisch zulaufender Gummistab in meinen Anus eingeführt. Beides wurde hin- und hergezogen. Ich stöhnte oder schrie laut. Ich hörte das Lachen des Pflegers.

Wieder ein Schnitt und es wurde das Interview mit mir in der Umkleide gezeigt. Ich lächelte in die Kamera, sagte es habe mir gut gefallen und Schmerzen hätte ich keine gehabt. Zuletzt konnte ich sehen, wie mit nacktem Oberkörper den Flur entlangging. Meine Brüste wippten dabei. Im Abspann war zu lesen, „if you want to see more from Lydia, click here“. Man konnte sich registrieren lassen und gegen ein paar Euro sich ein längeres Video von mir downloaden. Der Pfleger klappte den Laptop zu, grinste mich an: „Hast du gut gemacht, hier die fünfzig Euro.“ Er lüftete die Bettdecke, rollte den Schein zusammen und steckte ihn in meine Vagina. Mit der anderen Hand hatte er meine rechten Oberschenkel gepackt und mit seiner Kraft weggezogen. „Hast da eine hübsche Spardose.“ Er lachte und verließ das Zimmer. Ich war geschockt. Pfleger Andreas kam herein, sah meine Beunruhigung und fragte mich nach dem Grund. Vor Scham konnte ich nicht antworten. Er verließ daraufhin den Raum, kehrte kurze Zeit später mit einer Spritze zurück und ich schlief bald darauf ein, nachdem ich einen Stich in der Vene an meinem linken Arm gespürt hatte.

Als ich am nächsten Morgen wieder erwachte, stand mein Peiniger wieder an meinem Bett und hielt mir bereits die Zange an den Kopf. Ich nächsten Moment zuckte es durch mich hindurch und ich wurde wieder bewusstlos.

Ich hatte nach dem Frühstück wieder einen Gesprächstermin mit dem Psychiater. Diesmal wusste ich kaum noch etwas aus meiner Kindheit. Erst auf gezielte Nachfragen stiegen Erinnerungsblitze in meinem Kopf auf. Ich sah verschwommene Bilder, sie schwammen aber auch schnell wieder weg. „Gut“, hörte ich dann die Stimme des Psychiaters aussprechen. „Gut, wir können ausschließen, dass sie in ihrer Kindheit bereits geahnt oder gespürt hätte, im falschen Körper gefangen zu sein. Es kann auch nicht stimmen, was ich hier in ihrem Bericht ihrer Psychologin gelesen habe, das sie gezwungen worden seien in Mädchenkleidung herumzulaufen. Das hätten sie mir spätestens jetzt auf meine Nachfragen bestätigen müssen.“ Ich konnte mich damals nicht daran erinnern. In dem Moment kam der Pfleger herein. „Hier Chef, schauen sie mal, was ich heute Morgen im Internet gefunden habe. Das Gesicht kam mir irgendwie bekannt vor.“ Der Psychiater errötete. „Nun wird mir alles klar.“ Er zeigte mir das Video. „Sind sie das.“ Ich sah, was ich Abend zuvor bereits hatte sehen musste. Ich nickte nur verschämt mit dem Kopf. „Sind sich stolz darauf?“ Ich schüttelte mit dem Kopf. „Nun, ich denke wir haben es in Ihrem Fall mit einem schweren Fall von fetischistischem Transvestitismus zu tun, dazu noch einen anal-masochistischen Charakter. Nun gut, unsere Elektrotherapie wird das richten. Für eine Zeit lang verschreibe ich ihnen Androcur. Das bremst ihre Libido aus und unterstützt den Heilungsprozess. Wir werden sehen, wie lange wir sie hier behalten müssen. Aber ich bin zuversichtlich, sie kurieren zu können.“ Er verabschiedete sich und der Pfleger brachte mich zurück auf mein Zimmer. Er grinste ohne Unterlass. „KO-Tropfen“, raunte er, als wir mein Zimmer erreichten. Ich ging hinein. Das Mittagessen wurde serviert. Ich hatte keinen Appetit. Wie sah wohl das ganze Video aus, ging mir nur durch den Kopf. Und ich schämte mich meiner selbst so sehr.

robotobo

Re: Das Geschenk

Post 56 im Thema

Beitrag von robotobo » Di 16. Mär 2010, 16:01

Hallo Freundinnen,

so was meint ihr, wie wird es weitergehen? Werden Lioba und Doreen Charly retten können oder wird Carmen einen zurechtgebügelten Barbieman zu Hause haben können? )):m fun oder )..)c -musik?

LG Robotobo

Bianca D.
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Re: Das Geschenk

Post 57 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Di 16. Mär 2010, 22:26

robotobo hat geschrieben:Hallo Freundinnen,

so was meint ihr, wie wird es weitergehen? Werden Lioba und Doreen Charly retten können ?

LG Robotobo
Hallöchen,

Ich bitte doch darum!Die Geschichte ist zwar spannend,entwickelt sich aber für meinen Geschmack in eine Richtung,die ich gar nicht mag.Wäre doch schön,wenn sich alles als böser Alptraum herausstellen
würde.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

robotobo

Re: Das Geschenk

Post 58 im Thema

Beitrag von robotobo » So 21. Mär 2010, 15:52

Halihalo, es geht weiter. So langsam kommen wir auf die Schlussgerade. Viel Spaß beim Lesen.

)..)c LG robotobo )..)c

Fortsetzung Blackout


Der andere Pfleger, den ich bereits kennen gelernt hatte, holte mich am frühen Nachmittag aus meinem Zimmer. „Sie haben einen kurzfristig angesetzten weiteren Gesprächstermin, Herr Charzinowsky. Kommen Sie bitte mit!“ Er reichte mir einen weißen Morgenmantel. Ich zog in mir über mein Anstaltshemdchen und wir zogen los. Schon draußen auf dem Flur hörte ich, dass es hinter der Tür meines Therapeuten laut her ging. Was war da los? Und woher kannte ich die anderen Stimmen, schoss es mir durch den Kopf. Der Pfleger öffnete die Tür, die Stimmen verstummten, als ich eintrat. „Ah, das ist ja Herr Charzinowski endlich. Das hat aber auch gedauert“, sagte mein Therapeut. Die anderen drei Personen, die im Raum anwesen kannten, hatte ich wohl noch nie gesehen. Es waren zwei Frauen, von denen eine sehr burschikos wirkte und ein Herr im schwarzen Anzug, mit weißem Hemd und roter Krawatte. „Setzen Sie sich“, sagte mein Therapeut und wies mich auf einen freien Stuhl an der rechten Seite seines Tisches. Die burschikose Frau mit dem Bubikopf sah mir in die Augen. Ihr Blick wirkte sehr warm und vertraut. Kannten wir uns? Ich war mir unsicher. Ich setze mich und schaute auf meinen Therapeuten. „Dieser Herr hier kennt Sie doch offensichtlich überhaupt nicht. Und das ist im Sinne der Therapie auch gut so. Verwirren sie ihn bitte nich.“ Die Frau, die sich als Psychotherapeutin von Charly Charzinowski vorstellte, gab verdutzt zurück. „Aber, Charly, erinnern Sie sich nicht an mich. Wir haben uns doch zuletzt im Krankenhaus gesehen? Und hier neben mir sitzt doch Doreen, ihre Freundin Doreen! Sie müssen sich doch erinnern!“ Woher kannte sie mich? Wer sollte die Frau mit dem Bubikopf sein? Doreen? Warum sagte mir der Name nichts? „Mein lieber Herr Kollege, was haben sie mit ihm gemacht? Mit ihr gemacht?“ –„Ich gar nichts! Sie sehen, ein paar Tage auf einer geschlossenen Station, intensive Gesprächstermine und schon rücken die Gedanken in die Richtung der Kerngeschlechtsidentität. Und über die kann auch der chirurgische Unfall nicht hinwegtäuschen. Und schauen sie bitte hierher! Er reichte seinen Laptop über den Tisch. „Öffnen sie bitte die Videodatei und sehen sie, wozu diese Dame in ihrem Zustand fähig ist.“ Für einen Moment lag gespannte Stille über dem Raum. Dann sah ich, wie Doreen erschreckte. Der Psychotherapeutin zugewandt flüsterte sie halblaut. „Das kann doch nicht wahr sein. Das ist nicht Charly.“ – „Genug davon.“ Die Therapeutin klappte den Laptop wieder zu. „Wo haben sie das her?“ – „Einer meiner Mitarbeiter hat das zufällig im Netz gefunden. Ich hatte so eine Vorahnung, bzw. wollte in meiner Differentialdiagnose fetischistischen Transvestitismus nicht ausschliessen. Aber ich höre, Sie sind nicht überzeugt. Wie wäre es mit diesem Video? Vielleicht ändert das ihre Einschätzung, Frau“, er machte eine kurze Pause, „Kollegin“. Das K von Kollegin betonte er besonders hart. Wieder ging der Laptop über den Schreibtisch hinüber. „Da wusste ich ja gar nichts von“, die Therapeutin blickte auf Doreen, die nur mit dem Kopf schüttelte. Wie ich später erfuhr, hatte meine Frau Carmen, als sie meinen Urlaub plante unsere Wohnung bereits mit Webcams ausgestattet. An den Vormittagen meines Urlaubes, an denen ich nur mit String, BH und den Römersandalen bekleidet, die Wohnung geputzt hatte, nahmen die Kameras wohl meine Arbeit auf und die besonders sexy wirkenden Positionen in gebückter Haltung waren geschickt aneinander geschnitten worden. Es gab eine Reihe solcher Kurzvideos unter You tube zu sehen. „Mein Gatte bei niederen Putzdiensten (1-10)“, waren sie betitelt. „Sie sehen, Charly hat mit seine transvestitische Neigung vermarktet. Irgendwann reichte ihm dann wohl die Illusion nicht mehr. Seine intensiven Wünsche haben ihn zuletzt nicht mehr klar denken lassen. Deshalb war der chirurgische Unfall nicht so tragisch für ihn. Die neueren Videos vertiefen nurmehr den Eindruck seiner persönlich tief reichenden Verwirrtheit. Ich denke seine Frau hat Recht, Charly Charzinowski ist nicht zurechnungsfähig.“ Nach dieser kurzen Rede des Pyschotherapeuten bat seine Kollegin um ein Gespräch mit mir unter vier Augen. Sie erhielt dafür die Erlaubnis. Der Pfleger hatte die ganze Zeit über vor der Tür gewartet und begleitete uns zu einem Nebenraum. „Fünfzehn Minuten“, rief uns der Psychiater hinterher.

Als sich die Tür hinter uns schloss, ergriff die Psychologin meine beiden Hände und schaute mir in meine Augen. „Charly, erkennen sie mich tatsächlich nicht?“ Wir verharrten kurz in dieser Position. Ihre Frage hatte mich erreicht. Ich begann nachzudenken. Es war vergeblich. „Nut gut, setzen wir uns an den Tisch.“ In dem Raum stand ein kahler brauner Holztisch, an den zwei alte Stühle mit Polsterbezug gelehnt waren. Wir setzten uns. „Ich lasse die Sprachaufzeichnung meines Handys mitlaufen, damit ich hinterher ein genaues Protokoll verfassen kann. Das scheint mir wichtig. Charly Sie müssen mir jetzt vertrauen. Es sieht nicht gut für sie aus. Ihre Frau Carmen, sie wissen, wer das ist?“ Ich schüttelte den Kopf. „Oh, je. Na gut. Diese Person scheint mit ihrem Antrag sie zu entmündigen beinahe durchzukommen. Das kann ich nicht gutheißen.“ – „Das ist ein netter Zug von ihnen. Warum tun sie das?“ –„Haben sie denn tatsächlich vergessen, was sie mir erzählt hatten? Ihre Kindheit, das Verhalten ihrer Mutter, die grundsätzliche Spannung zum Männlichen? Alles vergessen? Das kann ich nicht glauben. Oder sind sie tatsächlich schizophren und ich habe das völlig übersehen?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Na gut, lassen wir das vorerst. Das kann ja auch körperliche Gründe haben. Oder sie sind hier entsprechend durch Medikamente eingestellt worden. Haben sie in ihrer Behandlung intensivere Maßnahmen erlebt?“ Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: „Sie müssen es mir sagen, unbedingt. Ich habe da so einen Verdacht.“ Ich sprach frei heraus, ich maß dem, worüber ich berichten sollte, damals keine besondere Bedeutung zu. „Nun ja, etwas finde ich schon unangenehm. Der Doktor hat aber betont, wie wichtig dies für meine Therapie sei und ich will ja wieder gesund werden.“ – „Aber ihnen fehlt doch nichts.“ – „Aber doch, meine Männlichkeit, ich will diese Geschlechtsidentitätsstörung los werden.“ – „Entschuldigen Sie bitte meine Unterbrechung. Sie wollten mich auf etwas hinweisen.“ –„Ja da ist dieses Gerät, an das ich mehrmals angeschlossen worden bin.“ Ich konnte mich nicht so recht erinnern, wie oft es bereits geschehen war. „Gerät? – Sagten sie, Gerät?“ – „Ja, es zuckte in mir und mehr weiß ich nicht. Hinterher hatte ich Kopfschmerzen“. Die Psychologin stand auf. „Lassen Sie mich mal bitte ihre Schläfen sehen.“ Ich wandte ihr meinen Kopf zu. „Dachte ich es mir doch.“ Sie fotografierte mich. „Das sieht mir nach leichten Brandfolgen aus. So als wenn elektrischer Strom sie dort durchfurcht hätte. – Sie sagten, sie hätten bei der Behandlung Zuckungen gehabt?“ - „Ja, ich muss aber schnell bewusstlos gewesen sein.“ Sie drückte an ihrem Handy auf einen Knopf. „Nun gut. Unser Gespräch reicht mir hier. Ich habe viel erfahren. Wir können wieder zu den anderen zurückgehen.“ Als ich aufstehen wollte, sackten mir die Beine weg. Ich konnte mich so gerade am Tisch festhalten. Ich sank wieder auf den Stuhl. „Was ist mit ihnen.“ – „Muss wohl ein kleiner Schwächeanfall sein.“ Nach einer Pause von fünf Minuten versuchte ich erneut aufzustehen. Diesmal ging es gut. Ich stützte mich auf die Psychologin und draußen half mir der Pfleger. „Was haben sie mit ihm gemacht. Sie hatte einen Schwächeanfall. So was haben Frauen schon mal.“ Der Pfleger schüttelte den Kopf. Als wir wieder zu den anderen zurückkehrten, fehlte der Mann im Anzug. „Ihr Anwalt musste plötzlich gehen.“ Doreen nickte bestätigend. „So Herr Kollege, mein Verdacht, den ich vorhin bereits geäußert hatte, hat sich soeben bestätigt. Sie wissen, dass Elektroschocktherapien sehr umstritten sind.“ –„Wie kommen sie darauf, dass ich hier mit solchen Methoden arbeiten soll?“ – „Dafür sind sie doch bekannt. Bislang konnte man ihnen nur nichts nachweisen.“ – „Selbst wenn es so wäre, die Therapieform ist doch nicht verboten!“ – „Was sie hier daraus zu machen scheinen, aber schon. Was ich da vorhin gehört habe, kann ich nur so hören, wenn sie die Methoden aus den siebziger Jahren angewandt haben und die Patientin nicht in Narkose behandelt hätten.“ – „Was behaupten sie da!“, jetzt schrie der Therapeut beinahe. „Das nehmen sie sofort zurück.“ – „Nein!.“ – „Verlassen sie sofort unsere Klinik.“ –„Nur mit meiner Patientin. Sie ist hier nicht sicher.“ Der Psychiater stand auf, wiederholte seine Aufforderung energisch und drohte damit den Sicherheitsdienst zu rufen sowie mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Jetzt mischte sich Doreen ein. „Sie Schuft! Was haben sie aus meiner Freundin gemacht?“ In ihrer Wut stand sie ebenfalls auf und trat ihn vor das Schienbein und schlug ihn mit ihrer rechten Faust vor die Schulter. Er taumelte. Da griff die Psychologin ein und hielt Doreen mit Mühe zurück. „Lassen sie das. Das nützt uns nichts.“ – „Das werden sie büßen. Sie sind ja genauso unzurechnungsfähig wie dieser Herr dort.“ Er drückte einen Knopf an seinem Tisch und kurz darauf kam der Sicherheitsdienst. Vier bullige Männer in grünen Overalls betraten einschüchternd den Raum. „Wir weichen der Gewalt. Aber wir kommen wieder.“ Die beiden Frauen gingen. „Puh, schafft mir dieses Subjekt da aus den Augen. Ist ja ekelhaft der Typ. Den machen wir gleich fertig. Bringt ihn in das E-Labor“ Die vier nahmen mich in ihre Mitte und eskortierten mich auf dem Flur.

Als wir gerade um eine Ecke bogen, kamen die beiden Frauen zurück. Sie wurden von dem Herrn im Anzug und zwei Polizisten begleitet. „Halt. Die Frau übernehmen wir.“ Der Mann mit dem Anzug wedelte mit einem Papier. Er sprach die Männer vom Sicherheitsdienst an. „Das ist eine einstweilige Verfügung. Herr Charly Charzinowski ist mit sofortiger Wirkung in die Obhut seiner Psychologin zu übergeben, die für die akute medizinische Versorgung des Patienten sorgen wird. So und das hier“, er zeigte ein zweites Schreiben vor, „das ist eine Strafanzeige gegen ihren Chef wegen Körperverletzung und sexuellen Missbrauchs.“ Es waren wohl vor allem die Polizisten, die die Herren des Sicherheitsdienstes überzeugten. Sie gaben mich in die Obhut der beiden Frauen und des Anwaltes, wie ich endlich verstanden hatte. Ich selbst war aber wohl noch verunsichert. „Deine Schwächephase wirkt sicher noch nach.“ Vor allem auch der Schrecken vor dem E-Labor, dachte ich leise. Die beiden Frauen nahmen mich in ihre Mitte. Ich stütze meinen Kopf spontan gegen Doreens Schulter. Doreen schien beglückt zu sein. „Na erkennst du mich doch, Charly.“ Die Stimme kam mir bekannt vor. Ihr Klang tat mir gut. Ich schüttelte aber den Kopf, und Tränen schossen mir in die Augen. „Ach arme Charly, sagte Doreen.

Plötzlich rumpelte es hinter uns. Wir waren kurz vor dem Ausgang. „Das haben sie sich ja fein ausgedacht“, brüllte er hinter uns. „Das lasse ich mir nicht gefallen. Sie werden von mir hören. Und sie Charly, hole ich zurück. Da können Sie sich drauf verlassen. Sie sind ja hochgradig geisteskrank!“ Der Psychiater echauffierte sich sehr. „Sie Stromkastengnom, lassen sie meinen Charly in Ruhe“, baffte Doreen zurück. Die uns begleitenden Polizisten sorgten dafür, dass unsere Gruppe die Klinik tatsächlich wieder verlassen konnte. Draußen vor dem Hauptausgang wartete ein Krankenwagen. Ich wurde auf die Trage gelegt und in den Wagen geschoben. Dann ging es mit ruhiger Fahrt fort.

(In den nächsten Tagen folgt der nächste Teil.)

Bianca D.
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Re: Das Geschenk

Post 59 im Thema

Beitrag von Bianca D. » So 21. Mär 2010, 23:14

Hallöchen,

Mensch ist das spannend!Zum Glück scheint es sich ja zum Guten zu wenden.Bin mal gespannt,wie sich das mit Carmen entwickelt...

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

Christina37

Re: Das Geschenk

Post 60 im Thema

Beitrag von Christina37 » Mo 22. Mär 2010, 21:35

Hallo Robotobo ,

ich schließe mich Biancas Worten behaltos an .
Lass uns bitte nicht allzu lang warten .

LG Christina

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