Wunder-BH (Sci-Fi)
Wunder-BH (Sci-Fi) - # 6

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Lorelai74
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 544
Registriert: So 7. Jan 2018, 21:14
Geschlecht: Abgeschafft
Pronomen: Xier
Wohnort (Name): Stuttgart-Pforzheim-Sifi
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 688 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 408 Mal
Gender:

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 76 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » So 15. Apr 2018, 17:44

Hallo Ihr,
Von erotische Hypnosen gibt’s Testhypnosen. Die einfach mal ausprobieren.
Die Hypnosen zum Hören sind für manche geeignet, für manche auch nicht. Deswegen ausprobieren und ruhig auch öfters als einmal hören ob das geht.

Allerdings geht mir der Sinn noch etwas ab.
Grundsätzlich kann man nicht gegen seinen Willen Hypnotisiert werden, und wenn man nicht das umsetzen will was im File beschrieben wird, dürfte es das Unterbewusstsein abblocken.

Wenn du es aber schon weißt, das du als Frau leben willst, dann denke ich braucht man das File nicht.

Also wieso kaufen und anhören??
Vlg
Lorelai
Viele liebe Grüße
Lorelai

Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass ein Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm.
H. Ford

Melli_
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 87
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 121 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 214 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 77 im Thema

Beitrag von Melli_ » So 15. Apr 2018, 20:31

Hallo Ihr Lieben,
ich habe über´s Wochenende noch ein wenig geschrieben. Viel Spaß,
Eure Melanie

Teil 16
Ich gehe die Treppen hoch und klingel. Ulli Holzmüller macht mir auf und nimmt mich gleich in den Arm. „Herzlich willkommen Mandy. Ich finde es super, dass du dich endlich geoutet hast. Du musst mir alles erzählen.“ Er führt mich durch das Büro, wo ein großes weißes mit rose Blümchen versehenes Schild hängt. Darauf steht „Willkommen, Mandy:“ Frank Trompeter überreicht mir einen Blumenstrauß und schüttet allen Anwesenden einen Sekt ein. Dann meldet sich der Chef zu Wort – der einzige, der konsequent siezt.
„Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich freue mich, dass wir ab heute eine neue und alte Mitarbeiterin begrüßen dürfen. Mandy wird ab jetzt die Stelle von Jack übernehmen. Ich bitte Sie alle sie freundlich aufzunehmen. In unserem Betrieb dulde ich keinerlei Diskriminierung. Möchte jemand etwas gegen den Entschluss, Mandy einzustellen vorbringen?“ Kurze Pause „Sehr gut, das ist nicht der Fall. Dann liebe Mandy seien sie herzlich willkommen. Ein Hoch auf die neue Mitarbeiterin.“ Die Sektgläser klirren. Dann bringt er mich zu meinem Arbeitsplatz, auf dem ebenfalls ein Blumengesteck steht. „Ich freue mich, dass sie weiter bei uns bleiben wollen. Sie sind eine gute Programmiererin und auch eine sehr attraktive Frau. Weiterhin viel Erfolg.“ Damit dreht er sich um und geht wieder an seine Arbeit. Die Kollegen und ich trinken noch den Sekt aus, während ich von allen in den Arm genommen werde. Ich höre Sätze wie „Ich freue mich, dass du hier bleibst.“ „Ich bewundere deinen Mut.“ „Herzlich willkommen in der Firma.“ „Jack schuldete mir noch 100 Euro – die schenke ich dir als Willkommensgruß.“ Ich weiß gar nicht, wie mir geschieht.
Dann ist es 9.30 Uhr und die offizielle Feier ist vorbei. Carolin nimmt mich am Arm. „Ich muss mal auf Toilette, kommst du mit?“ Ich bin perplex – ich auf das Damenklo? Und das ganz freiwillig. Ich folge ihr und betrete den Raum, den ich den 5 Jahren im Betrieb noch nie betreten habe. „Ich freue mich so für dich, Mandy.“ beginnt sie, während sie ihren Lippenstift nachzieht. Auch ich schaue zur Kontrolle in den Spiegel. Oh, meine Wimperntusche hat etwas gelitten – scheinbar konnte ich das eine oder andere Tränchen nicht unterdrücken. Aber ich bringe alles wieder in Ordnung. „Danke, Caroline“ „Ich bin gespannt, was in der nächsten Zeit auf uns wartet. Das wird bestimmt lustig, wenn wir zusammen feiern gehen.“ Dabei lächelt sie mich freundlich an. Ich lächele zurück, verziehe mich in einer Kabine und erledige zum ersten Mal wie eine Frau mein Geschäft.
Anschließend setze ich mich an meinen Computer. Mutterkornerkennung – auf geht´s

Svenja80
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 65
Registriert: Mo 22. Aug 2011, 21:32
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 311 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 16 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 78 im Thema

Beitrag von Svenja80 » Mo 16. Apr 2018, 19:01

Dieser Dreh ist ja richtig witzig, mal ein etwas anderes Zwangsouting. Schön, das die Geschichte weiter geschrieben wird.

Simone 65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2136
Registriert: Mi 9. Mär 2016, 09:05
Geschlecht: Ich bin ein Mensch
Pronomen: Frau
Wohnort (Name): Reichenbach an der Fils
Membersuche/Plz: 73262 Reichenbach an der Fils
Hat sich bedankt: 1840 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 2107 Mal
Gender:

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 79 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Di 17. Apr 2018, 01:45

Hallo Melanie . Eine schöne Geschichte . Träum . Wenn alles so einfach wäre .
Aber das Zwangsouting kenne ich . Meine Mutter hat der ganzen Familie bescheid gesagt , Onkel , Tanten , Alle wissen bescheid . Meine Mutter hat Fotos gezeigt . Es ist gut . Meine Tante Olly fragte mich , wie sie mich anreden soll ?
Schreibe weiter , mal sehen , was noch kommt .
LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

Melli_
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 87
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 121 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 214 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 80 im Thema

Beitrag von Melli_ » Di 17. Apr 2018, 18:31

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für das viele positive Feedback und die Danksagungen. Das motiviert mich sehr. Wie es weitergeht weiß ich allerdings noch nicht. Ich bin erst bei Kapitel 19. Ich habe einfach "planlos" weitergeschrieben. Soviel sei gesagt: Die Eltern von Jack/Mandy sollten noch eine Rolle spielen. Vielleicht hat er Geschwister..., Es steht noch ein Ohrloch aus und dann gibt es noch die rasante Entwicklung in der Mähdrescherindustrie. Schreibt doch mal, welche Ideen Ihr habt. Was würdet Ihr gerne lesen...?

Viele Liebe Grüße,
Eure Melanie

Melli_
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 87
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 121 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 214 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 81 im Thema

Beitrag von Melli_ » Mi 18. Apr 2018, 00:29

Teil 17
Der Tag vergeht wie im Flug. Das Programm zur Erkennung ist eigentlich recht einfach, wenn man weiß, woran man Mutterkorn erkennt. In solchen Fällen ist es immer besser, bei jedem kleinen Hinweis das Korn auszusondern. Zum Glück habe ich fertige Fotos, die ich zur Programmierung verwenden kann. Zum Mittag hin habe ich einen Entwurf fertig, der aber nicht läuft. Sch... ich muss mich um die Bugs kümmern. Irgendwie merke ich gar nicht, dass ich in Frauenkleidern stecke.
Mittagspause – Carolin kommt vorbei. „Wir machen Mittag – kommst du mit?“ Ich schaue auf meinen Rechner. „Ich brauche noch 10 Minuten.“ „Na gut, ich räume in der Zwischenzeit die Küche auf.“ 10 Minuten später sind Carolin und ich auf den Weg zum Restaurant um die Ecke.
„Sag mal Mandy – wie lange fühlst du dich eigentlich schon falsch im eigenen Körper?“
Oh – Mist. Jetzt brauche ich eine Hintergrundgeschichte.
„Naja – eigentlich seit ich 15 bin.“
„So lange schon. Das sind ja 8 Jahre! Wie hast du das so lange ausgehalten?“
„Wie das eben jeder aushält – mit Internet und Wäscheversand.“
„Und Nadja, was sagt die dazu? Ich meine – ihr wart doch schon ein Jahr zusammen.“
„Nadja und ich – naja, das ist kompliziert.“
„Das glaube ich. Sie war sicher sehr enttäuscht.“
Wenn du wüsstest, denke ich.
„Das tut mir leid für dich, Mandy.“
„Noch sind wir nicht getrennt.“ gebe ich zurück. Wobei es mir schon komisch vorkommt, jetzt plötzlich lesbisch sein zu sollen. Wir gehen ein wenig schweigend nebeneinander her. Ich beobachte andere Frauen in ihren Bewegungen und überlege mir, wie ich die in meine Bewegungsmuster einfügen kann. Es beginnt damit, auf einer Linie zu laufen, statt wie früher nur Gedankenlos geradeaus zu gehen. Die Art, wie Hände und Arme gehalten werden – oh man, bis das bei mir natürlich aussieht, wird es sicher Jahre dauern. Und dann Kleidung – mir steht bestimmt nicht alles. Welche Kleidung passt zu mir?
Schließlich sind wir im Restaurant. Wir bestellen beide einen großen Salat. Ich versuche die Kommentare von Nadja über mein Essen umzusetzen. Gerade sitzen, kleine Portionen, langsam essen...
Während dessen rede ich mit Carolin über die Arbeit. Carolin ist unsere Werbemanagerin. Sie pflegt die Homepage und entwirft die Inhalte, die wir dann programmieren dürfen. Digitale Werbung mit bewegenden Bildern, die am besten noch interaktiv ist, ist im kommen.
„Was machst Du eigentlich mit deinem ´Ich kenn dich doch´ Portal?“
„Das müsste ich mal umändern sage ich. Das steht immer noch Jack drin.“
„Komm, wir machen ein paar schöne Fotos, dann kannst du das alte löschen und ein neues anlegen.“
Damit zieht sie ihr Handy und wir posen ein wenig über der Salatschüssel. Machen einen Selfie und ein paar Bilder mit Bäumen im Hintergrund. Ich schaue auf meinem Handy, wieviel Geld ich noch habe. Als ich die Zahl sehe, fällt mir fast das Handy aus der Hand. Der Tag gestern hat gut 2000 Euro gekostet. Was habe ich gemacht? Allein die Ohrringe und die Kette schlagen mit 1200,00 Euro zu buche. Die Kleider noch einmal mit 500 Euro. 300 Euro für einen Friseur – das ist zehn Mal soviel wie ich sonst bezahle. Das Hamburg teuer ist, war ja klar, aber so teuer. Was ist mit mir los, dass ich das nicht gemerkt habe? Jetzt leuchtet mir eine große rote Zahl von meinem Konto entgegen.
Carolin hat meine Reaktion bemerkt. „Alles O.K.?“ fragt sie. „Ja, schon gut.“ antworte ich. „Ich bin nur pleite.“ „Komm, ich lade dich ein.“ Carolin zahlt und wir gehen beide wieder zurück zum Betrieb.

Donna
Beiträge: 10
Registriert: Di 14. Nov 2017, 11:07
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Herrenberg
Membersuche/Plz: 71126
Hat sich bedankt: 6 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 2 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 82 im Thema

Beitrag von Donna » Mi 18. Apr 2018, 06:04

Hi Melanie,
Ich verschlinge die Geschichte und kann es kaum erwarten bis das nächste Kapitel eingestellt ist. Deine Ideen sind wirklich toll. Interessant könnte auch die Entwicklung mit Mandys Kollegin sein. Ich meine wenn die zwei Feiern gehen vielleicht ein amoröses Abenteuer mit einem Mann beim Feiern oder einem Kollegen?

ExuserIn-2018-07-10

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 83 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-07-10 » Do 19. Apr 2018, 08:33

Melli_ hat geschrieben:
Di 17. Apr 2018, 18:31
Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für das viele positive Feedback und die Danksagungen. Das motiviert mich sehr. Wie es weitergeht weiß ich allerdings noch nicht. Ich bin erst bei Kapitel 19. Ich habe einfach "planlos" weitergeschrieben. Soviel sei gesagt: Die Eltern von Jack/Mandy sollten noch eine Rolle spielen. Vielleicht hat er Geschwister..., Es steht noch ein Ohrloch aus und dann gibt es noch die rasante Entwicklung in der Mähdrescherindustrie. Schreibt doch mal, welche Ideen Ihr habt. Was würdet Ihr gerne lesen...?

Viele Liebe Grüße,
Eure Melanie
Hallo Melli.

Vielleicht eine andere Idee.
Was passiert, wenn sich herausstellt, dass einer ihrer männlichen Kollegen eigentlich ein Crossdresser ist :-o und dass die zwei dann zusammen einkaufen gehen.

LG
José

Melli_
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 87
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 121 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 214 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 84 im Thema

Beitrag von Melli_ » Di 24. Apr 2018, 05:59

Hallo Ihr Süßen,
heute gibt es eine Doppelfolge. Ich mache dann Urlaub.
Tschüß
Melanie



Teil 18
Schließlich ist es Drei Uhr und Trompeter kommt auf mich zu. „Wie weit bist du, Mandy?“ „Es will noch nicht so richtig, Frank.“ „Zeig mal...“
Zusammen schauen wir uns den Testverlauf an. Frank setzt sich auf einen Bürostuhl neben mich und ich stelle ihn vor, was ich habe. Eine gute Stunde arbeiten wir an den Problemen weiter, doch wir kommen nicht weiter. Entweder spuckt der Mähdrescher alles aus, oder er lässt alles durch. Unsere Trefferwahrscheinlichkeit liegt bei 20%. Trompeter lässt mich dann weiterarbeiten. Gegen 16.00 Uhr verabschieden sich die Kollegen dann einer nach dem anderen. Ich will das jetzt noch fertig bekommen. Als Frank auf mich zukommt, fragt er: „Wie weit bist du?“ „Ich würde gerne noch ein wenig arbeiten.“ sage ich. „O.K. Allein darf ich dich hier nicht lassen, dann mache ich auch noch weiter. Wie lange wirst du etwa brauchen?“ „Ich denke noch zwei Stunden.“ „Gut – ich habe noch zu tun.“ Damit verzieht er sich in sein Büro und lässt mich arbeiten. Schließlich kommt er um 17.30 Uhr und wir arbeiten zusammen. Irgendwie läuft es wie früher – nur ist unser Umgang etwas anders. Frank ist mir gegenüber plötzlich zuvorkommender. Sein Ton ist weniger aggressiv – meine ich jedenfalls. Auch die Bewegungen sind anders – wenn wir uns zufällig berühren entschuldigt er sich schon einmal oder lächelt mehr.
Als es dann 18.00 Uhr wird, fahren wir die Rechner runter und schließen ab. Danach gehen wir zur Tiefgarage und besteigen unsre Autos – alles wie früher, nur er winkt mir und ich winke zurück. Aber wie – ich hebe die Hand und bewege meine Finger, während ich stehe und lächel. Warum tu ich das? So habe ich mich doch früher nicht verabschiedet.

Teil 19
Als ich mich ins Auto setze, denke ich über mein Outfit nach. Morgen kann ich unmöglich noch einmal dasselbe anziehen. Aber wo kriege ich jetzt noch neue Klamotten her? Vielleicht hat im Einkaufszentrum noch ein Laden auf. Ich verlasse die Tiefgarage, um direkt beim Einkaufszentrum in die nächste zu fahren. Tatsächlich – zwei Läden haben bis 19.00 Uhr auf – also noch eine halbe Stunde. Ich betrete den Laden – eigentlich würde ich gerne ein wenig stöbern, aber das geht jetzt nicht. Ich wende mich an eine Verkäuferin.
„Hallo, ich bin auf der Suche nach Röcken und Blusen für das Büro.“ „Oh, Ja, da haben wir einige da. Größe 37?“ antwortet sie. Puh, Glück muss man haben – in den Damengrößen kenne ich mich nicht aus. Ich hätte jetzt erst nachschauen müssen. „Ja.“ antworte ich und lächele. „Schwarz?“ fragt sie. „Oh, ja gern. Dann führt sie mich zu einem Stand. Ich nehme drei Röcke und probiere sie in der Kabine an. Irgendwie sind die am Hintern schon eng, aber als ich mich im Spiegel anschaue, merke ich, dass das wohl so sein muss. Zudem sind sie bequemer als Damenhosen. Sie passen mir alle und da ich sonst nichts habe, nehme ich alle drei – das reicht bis zum Wochenende. Jetzt noch drei Blusen. Auch hier ist mir die Verkäuferin behilflich. Als ich von dem Kleiderständer aufschaue sehe ich ein bekanntes Gesicht. Felicitas winkt mir zu. „Hallo Mandy“ begrüßt sie mich. Irgendwie scheine ich mich an den Namen zu gewöhnen. Er ist gar nicht mehr so schlimm, wie er war. „Wie kommst du zurecht mit der neuen Frisur.“ „Oh, danke, war heute nicht ganz einfach. Die Welle bleibt viel zu eng.“ „Hmmm – vielleicht bist du etwas zu langsam. Versuche, etwas schneller zu machen, da werden die Wellen etwas größer. Aber keine Sorge, da kommst du noch hin. Nur ein wenig Übung. Ist ja heute dein erster Tag mit der neuen Frisur und dafür sieht es sehr schön aus. Am Ende der Woche hast du es drauf.“ „Sag mal, wie findest du die Bluse?“ „Wofür willst du die denn haben?“ „Für die Arbeit“ antworte ich. „Och die ist mir zu verspielt – mit den Rüschen und so.“ „Du bist in der Bank, oder?“ „Nee, ich programmiere Maschinen – im Moment Mähdrescher“ „Achten die da überhaupt auf Kleidung, ich dachte, dass bei so einem Beruf jeder rumläuft, wie er will.“ „Schon, aber ich finde das irgendwie unpassend. Ich möchte so nicht mehr aussehen.“ Was rede ich da? Ich möchte so nicht mehr aussehen? Eigentlich ist es auch ganz nett, morgens nicht um 6.00 Uhr aufzustehen und um 20.00 Uhr müde zu sein. Felicitas und ich schauen uns noch ein paar Blusen an und schließlich kaufe ich drei Blusen in meiner Größe. Zum Anprobieren bleibt keine Zeit, weil die Verkäuferin uns loswerden will. Vor der Tür verabschiede ich mich von Felicitas und setze mich ins Auto. Ich merke, wie müde ich jetzt bin. Irgendwie erstaunt es mich aber auch, dass niemand mich als Frau in Frage gestellt hat. Und es kommt mir vor, als ob manche Männer mir nachschauen. Ich lenke den Wagen aus dem Parkhaus und fahre nach Hause.

Lorelai74
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 544
Registriert: So 7. Jan 2018, 21:14
Geschlecht: Abgeschafft
Pronomen: Xier
Wohnort (Name): Stuttgart-Pforzheim-Sifi
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 688 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 408 Mal
Gender:

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 85 im Thema

Beitrag von Lorelai74 » Di 24. Apr 2018, 11:28

Er wird immer mehr Sie..
Spannend.
Ich bin gespannt was Sie daheim so erwartet und was ihre Freundin und Herrin?? in der nächsten Zeit noch mit ihr vorhat...
Viele liebe Grüße
Lorelai

Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass ein Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm.
H. Ford

SteffiCD
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 53
Registriert: Do 16. Feb 2012, 10:27
Geschlecht: Mensch
Pronomen:
Membersuche/Plz: Koblenz
Hat sich bedankt: 207 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 7 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 86 im Thema

Beitrag von SteffiCD » Fr 27. Apr 2018, 05:28

Hallo Süße,
hab gerade 18 und 19 gelesen.
Ich wünsch dir einen schönen Urlaub.

Danke fürs Schreiben

LG Bea
Zwischen zwei Seiten gibt es immer eine Mitte !!!

micaela
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 60
Registriert: So 5. Feb 2012, 16:37
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 194 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 23 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 87 im Thema

Beitrag von micaela » So 3. Jun 2018, 13:09

Hallo Melli,

langer Urlaub.
Schade hatte gehofft mal wieder ein neues Kapitel zu lesen ...

GLG micaela

crossi
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 74
Registriert: Mo 21. Apr 2014, 11:31
Geschlecht: mal so, mal so
Pronomen:
Membersuche/Plz: Raum Bodensee
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 15 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 88 im Thema

Beitrag von crossi » So 3. Jun 2018, 19:02

Hi Melli
als Wunder BH in der Liste aufgetaucht ist habe ich mich schon auf eine Fortsetzung gefreut. Es geht mir wie Micaela und warte auf das nächste Kapitel.

LG Crossi
Frei nach Loriot " Ein Leben ohne Damenwäsche ist möglich, aber sinnlos.

ExuserIn-2018-07-10

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 89 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-07-10 » Mo 4. Jun 2018, 07:38

Hallo Melli
Ich schliesse mich Micaela und Crossi an.
Ich hoffe, wir müssen nicht lange auf das Follow-up warten.

Liebe Grüsse, José

Melli_
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 87
Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 121 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 214 Mal

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 90 im Thema

Beitrag von Melli_ » Sa 16. Jun 2018, 02:10

ES hat was gedauert, aber jetzt geht´s weiter.

LG,
Melanie

20. Wieder zu Hause.
Gegen 21.00 Uhr komme ich zu Hause an. Irgendwie mag ich mein Haus. Es ist ein Neubau und wir haben es selbst konzipiert, Nadja und ich. Ein kleiner Anbau mit einer Fensterfront, und die typische Wohnessküche. Hier in Barmbeck wurde ein Wohnhaus abgerissen und der Bauplatz verkauft. Meine Eltern haben ein Vermögen dafür hingeblättert. - Aber dies ist eine der besten Geldanlagen, die es gibt und Miete in Hamburg ist sowieso unbezahlbar.
Ich schließe die Tür auf. Nadja und Isabell erwarten mich. „Hallo Mandy, wo warst du so lange?“ „Ich war noch shoppen, ich hatte nichts mehr zum Anziehen für die Arbeit.“ „Whow cool, lass mal sehen.“ Ich hole die Einkäufe herein und ziehe sie vor beiden an. Dabei macht Nadja Bilder von mir. „Lächel mal.“ Ich lächel. „Stell dich mal so hin.“ „Ich stelle mich so hin, wie Nadja es mir vormacht. Dabei komme ich mir seltsam vor. Irgendetwas zwischen schwul und das bin ich nicht. Und auf der anderen Seite will es gerne so dastehen und sexy sein. Die Klamotten stehen mir ja und ich sehr gut darin aus. Ich frage mich, ob ich als Mann mich als Frau attraktiv gefunden hätte.

Schließlich essen wir etwas. Naja, wenn man das Essen nennen kann. Salat mit Putenbruststreifen und Low Carb Blumenkohlmatsch. In mir steigt die Sehnsucht nach einem Steak auf. Gleich morgen gehe ich zum Steakhaus und dann gibt es blutiges Fleisch. Lecker. Während des Essens achte ich auf meine Körperhaltung und auf meinen Essensstil. Gerade sitzen, nicht zu viel auf die Gabel, damit nichts auf dem weiten Weg herunterfällt und langsam essen. Essen ist auf einmal mühsam und langwierig geworden. Vor dieser Verwandlung war ich in maximal 10 Minuten fertig. Jetzt dauert es drei mal so lange. Nadja und Isabell fragen mich nach meinem Tag. Ich erzähle von der Überraschungsparty. Von den Mähdrescherprogramm und von meinem ersten Toilettenbesuch auf der Damentoilette. Nadja und Isabelle lächeln sich an. Nadja macht einen Kaffee in dem Küchenbereich, während sich Isabell mit mir unterhält. „Herzlichen Glückwunsch zu so vielen Premieren. Du musst ja wie in einer anderen Welt sein.“ „Ja, antworte ich, das bin ich auch. Ich werde ständig als Mandy angeredet, alle sind irgendwie anders zu mir – höflicher. Und mit einem Mal ist es so wichtig, was ich anziehe.“ „Das kann ich verstehen – als Mann interessiert es viel weniger Leute, was du trägst...“ „Ja, und ich habe auch viel weniger Auswahl. Irgendwie ist es immer Grau, Schwarz, Blau. Als Frau hast du ja schon zwischen Hosenanzug, Rock, Kleid und noch viel mehr die Wahl. Dazu kommen noch die Accessoires: Ohrringe, Uhr, Brille, Ringe, Ketten, Nagellack und noch viel mehr. Ich ertrinke fast in Auswahl. Kein Wunder, dass es so viele Frauen gibt, die ihrem einmal gefundenen Outfit treu bleiben.“ „Gibt es auch Nachteile?“ „Schon, ich glaube, dass mich die meisten Männer weniger ernst nehmen. Es scheint, als würden sie davon ausgehen, dass ich technische Dinge überhaupt nicht verstehe. Ich verstehe nichts von Autos, nichts von Elektrizität – und natürlich auch nicht von Computern. Alle schauen mich komisch an, wenn ich mit Java Maschinen zum Laufen bringe.“ „Naja, Gleichberechtigung dauert eben noch – vielleicht werden wir diese Vorurteile auch überwinden.“ Dann kommt Nadja mit dem Kaffee.
Ich nehme meine Tasse. Wir trinken den Kaffee und plaudern weiter. Es ist Zeit, dass ich ins Bett gehe, es war ein langer Tag.

Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“