Wunder-BH (Sci-Fi)
Wunder-BH (Sci-Fi) - # 3

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Melli_
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 31 im Thema

Beitrag von Melli_ » Mi 29. Jan 2014, 17:06

Schade, dass es nicht weitergeht. Ich finde die Geschichte echt super bis jetzt. Naja - vielleicht schreibt sie eine nette Frau ja weiter...

Melanie

Saari
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 32 im Thema

Beitrag von Saari » Mi 29. Jan 2014, 17:33

Auch mich würde interessieren wie die Geschichte mit Nadja und Jack weiter geht.
Wann folgt die Fortsetzung?

Anne-Mette
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 33 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 29. Jan 2014, 17:38

Moin,

ich muss doch mal fragen, ob gelesen wird, was hier geschrieben wird - ein paar Postings vorher )))(:

Gruß
Anne-Mette

Saari
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 34 im Thema

Beitrag von Saari » Mi 29. Jan 2014, 17:45

Da dies eine Sci-Fi-Geschichte ist, sind die gedanklichen Erlebnisse für mich durchaus interessant.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieser Geschichte.
Saari

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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 35 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 29. Jan 2014, 17:51

Moin,

ich schreibe es Dir noch einmal:

die Autorin ist keine aktive Userin mehr im Forum!

Gruß
Anne-Mette

Melli_
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 36 im Thema

Beitrag von Melli_ » Sa 8. Mär 2014, 11:36

Dann kann ja jemand anderes die Geschichte weiterschreiben, oder liegt da ein Kopierschutz drauf?

Melanie

Exuserin-2015-08-11

Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 37 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 » Sa 8. Mär 2014, 12:26

))):s Die Geschichte gefällt mir sehr.Toll geschrieben.

Melli_
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 38 im Thema

Beitrag von Melli_ » Sa 28. Mai 2016, 20:28

Liebe Community, nachdem diese Geschichte so lange brach lag und niemand sie weiterschreiben wollte, dachte ich mir, dass ich mich noch einmal daran versuche. Ich wünsche viel Spass beim Lesen.

Eure Melanie

Teil 6
Ich hielt mich nicht weiter auf – runter mit den Tabletten und mit dem Orangensaft spülte ich hinterher. „Sag mal Nadja, was machen wir heute? Ich hätte Lust, einkaufen zu gehen. Kommst Du mit?“ Nadja schaute mich an - „Na klar komme ich mit. Was brauchst du denn?“ „Ich weiß noch nicht so recht – lass uns ein wenig bummeln gehen, vielleicht finden wir ja was...“ Ich dachte an weibliche Unterwäsche – wie Nadja darin wohl aussehen würde, wie sie sich wohl anfühlen würde. Sie war sonst auch viel angenehmer, als sein Baumwollunterhosen mit Eingriff. Es müsste solche Unterwäsche auch für Männer geben, dachte ich. Mir war überhaupt nicht mehr bewusst, dass ich dank der neuen Brüste eher weiblich als männlich aussah.
Nadja zog sich einen Minirock an und nahm ihre Handtasche. Ich hatte meine Röhrenjeans an, darüber ein T-Shirt, durch welches sich die angeklebten Brüste zeigten. Nadja kicherte – die Hypnose hatte Wunder gewirkt. „Er hat zwei Brüste und er realisiert es noch nicht einmal.“ dachte sie. Ich nahm meine Geldbörse mit und los gings. Ich brauche dringend neue Klamotten.
Nach einer Viertelstunde Fahrt waren wir in einer Shoppingmall angekommen. Hier gibt es alles. Nadja nahm mich an den Arm. Zuerst brauchst du einen neuen BH – ich kann deine Nippel durch das T-Shirt sehen. Bei dem Wort BH durchfuhr es mich – ich schaute an mir herab und merkte, dass die zwei Brüste immer noch an mir klebten. Verdammt, ich sah aus wie eine Frau. Nadja und ich kamen in einen Unterwäscheladen für Frauen. Zum Glück war es ein anderer, als der von dem ich den BH gekauft hatte.
Uns entgegen kam eine mittelalte blonde Frau. Sie hatte eine Dauerwelle und ein wenig zu viel Schminke. „Kann ich ihnen helfen? „Meine Freundin braucht einen neuen BH.“ „Aber klar, welche größe haben sie?“ Oh mann – woher soll ich das denn wissen. Lügen ist angesagt: „Ähm ich hatte immer 70 B, aber die passen nicht mehr so richtig – kann ich ein paar anprobieren?“ „Natürlich kommen Sie mit.“ Puh, das ist nochmal gut gegangen. Ich gehe hinter ihr her und sie bringt mich zu den 70 B BHs. Schön bunt denke ich, und nehme ein paar mit in die Kabine. Irgendwie fühlt es sich seltsam an, mit der eigenen Freundin einen BH zu kaufen – aber es ist irgendwie auch O.K. Zum Glück habe ich eher einen schmalen Brustkasten, so dass sie keinen großen Verdacht schöpft. Ich ziehe den BH an und stelle fest, dass er ein wenig zu eng ist. Also 75 C. Der passt besser. Ich trete aus der Kabine – Was meinst du, Nadja? Nadja steht gerade vor einer Auslage Höschen und schaut sie sich an. Irgendwie ist mir unangenehm, dass ich die typische V Form des Oberkörpers habe. Ich habe gar keine Taille. Das T-Shirt hat das kaschiert, aber jetzt ohne sehe ich das sofort. „Ja, der ist gut“ ruft mir Nadja zu. Nimm den. Ich probiere noch den einen oder anderen an und schließlich verlasse ich mit 4 neuen BHs in meiner Größe den Laden. Den weißen habe ich gleich angelassen, weil sonst die Plastiknippel des Plastikbusens so vorstechen. Auch Nadja hat sich ein paar neue Sets Unterwäsche gekauft. Wir machen uns weiter auf die Reise

Diana.65
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 39 im Thema

Beitrag von Diana.65 » Sa 28. Mai 2016, 22:52

Hallo Melanie.

Bin gerade auf deine tolle Fortsetzung der Geschichte gestossen. Ich freue mich immer wieder wenn jemand solche tollen Ideen hat um die eigene Phantasie anzuregen. Gerne weiter so. (yes) Ich bin da leider weniger talentiert.

Liebe Grüße, Diana
Ich bin und bleibe ich.
Was andere von mir denken, wenn ich immer mehr meine neue, weibliche, Seite zeige, ist mir zwar nicht egal, aber ich komme immer mehr damit zurecht.

Melli_
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 40 im Thema

Beitrag von Melli_ » Mo 30. Mai 2016, 23:02

Teil 7
„Ich finde, dass du auch etwas sommerlicher sein könntest.“ „Wie meinst du das?“ frage ich. „Komm einfach mit.“ Nadja bringt mich zu H und M. Wir gehen die Rolltreppe hinauf in die Damenwäscheabteilung. Ein paar Frauen stehen dort, um sich Sachen auszusuchen. Auch eine Mutter mit einem kleinen Mädchen ist da. Nadja und ich schauen erst mal durch die Kleider. Gerade werden Bikinis angeboten. „Nadja hält mir ein olivgrünes Kleid hin – es hat Spaghetti träger und ist ziemlich kurz. Es gefällt mir - ich nehme es mal mit. „Was ist mit dem?“ Nadja hat ein weißes Kleid mit Blümchen gefunden. „Och nee, keine Blümchen.“ „Das hier gefällt mir.“ – ich nehme ein Maxikleid mit einem Schlitz an der Seite ohne Träger heraus. „Nimm´s mit“ sagt mir Nadja. Irgendwie ist das seltsam. Etwas in mir sagt, dass ich ein Kleid tragen soll, aber andererseits bin ich doch ein Mann. Ich gehöre hier nicht hin. Es ist doch falsch, was ich mache. Wenn mich jetzt ein Bekannter sieht, dann habe ich mein Gesicht verloren. Ich wollte nie, dass meine Neigung öffentlich wird. Und jetzt gehe ich öffentlich einkaufen. Während dessen fällt mein Blick auf ein besticktes Kleid – es ist schulterfrei, dafür kaschiert es meine unweiblichen Stellen. Die körperbetonten Kleider mit den Querstreifen lasse ich lieber gleich weg. Aber das Graue hier ist schön – es ist wie ein Überwurf und an den Seiten ist es mit zwei Brücken versehen. Sehr sommerlich, sehr schlicht. Ich mag den Schnörkelkram und die ganzen Blümchen nicht. Wenn ich schon eine Frau sein soll, dann eine elegante – kein Hippie Blumenmädchen. Moment – was denke ich denn da? Ich bin doch keine Frau – ich habe eine ganz normale Arbeit als Mann – ähm ich hatte eine ganz normale Arbeit. Verdammt, wie konnte mich Nadja kündigen? Anstatt zu meinem Chef zu gehen und zu erklären, dass das ein Spass war, gehe ich jetzt Klamotten kaufen. Und es macht mir sogar Spass. Was ist hier kaputt? Ich nehme die Kleider erst mal mit. In der Umkleide ziehe ich mir zuerst das bestickte Kleid an. Als der weiche Stoff über mich gleitet, denke ich mir, dass das alles hier ziemlich günstig ist. Eine Herrenjeans kostet mal locker das Doppelte von so einem Kleid. Kein Wunder, dass Frauen jeden Tag ein anderes anziehen. Als ich rauskomme, blitzt es – Nadja hat ein Foto geschossen. „Super – na, da bist du ja ein ganz neuer Mensch.“ Ich drehe und wende ich vor ihr und sie schießt weitere Bilder. Irgendwie macht mir auch das Posen Spass. Auch die nächsten Kleider werden ausgiebig fotografiert. Ich entdecke noch ein weißes Off Shoulder Kleid. Das ist obenrum super, aber mein Hintern ist echt eine Schwachstelle. Das Kleid ist ein echter Hingucker – ich wünschte, dass ich besser hineinpassen würde. Was wünsche ich? Es ist, als ob in mir zwei Personen um die Oberhand ringen. Die eine geht gerade hinaus und die andere will ihr angestammtes Gebiet nicht verlassen. So ein wenig wie in den Horrorfilmen, wo Leute von Geistern besessen sind. Welcher Geist bin ich? Nadja bringt mir noch zwei Ballerinas, weil meine Turnschuhe einfach nicht zu den Kleidern passen. Zusammen mit den Ballerinas sehen die Kleider richtig gut aus. Nur gut, dass ich meine Beine rasiert bekommen habe. Auch wenn es ganz schön weh getan hat, ist das jetzt bei den Kleidern einfach die bessere Alternative. Mich reizen auch die Espadrilles mit Keilabsatz, die in der Auslage stehen. Nadja folgt meinem Blick und bringt nicht faul gleich ein paar mit. Die Modenschau geht weiter und nach 90 Minuten verlassen wir den Shop mit 4 Sommerkleidern und 3 Paar Schuhen mehr und 300 Euro weniger. Man man man – so ein wenig einkaufen räumt ja gleich das ganze Konto leer. Ich habe das graue Kleid mit den Übergängen und die Espadrilles gleich angelassen. Als ich an den Schaufenstern vorbeigehe, sehe ich nicht mehr mich, sondern eine junge Frau in einem Sommerkleid – ich kann mich gar nicht richtig erkennen. Durch die Absätze ist auch mein Gang anders geworden. Das Kleid bewegt sich und streichelt meine Beine. Allein mein Kopf ist der alte. Doch da kommt schon eine Parfümerie auf uns zu.

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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 41 im Thema

Beitrag von Melli_ » Mo 30. Mai 2016, 23:03

Viel Spass beim neuen Teil.

Melanie

Kim
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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 42 im Thema

Beitrag von Kim » Do 2. Jun 2016, 09:52

Hi Melli
Toll das du die Geschichte weiter schreibst, machst du echt toll.
Bin schon gespannt auf den nächsten teil.
Glg Kim

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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 43 im Thema

Beitrag von Melli_ » Di 7. Jun 2016, 23:30

Teil 8
Das neue Sommerkleid streicht um meine Beine. Die höheren Absätze bringen mich dazu, etwas aufrechter zu stehen und kleinere Schritte zu machen. Im Moment bin ich so gut wie ungeschminkt, doch das soll sich jetzt ändern. Eine Parfümerie lädt Nadja und mich ein. Als ich den Laden betrete, schlägt mir der typische Parfümerie Geruch entgegen. In den hell beleuchteten Glasvitrinen stehen diverse Fläschchen, Dosen etc. Eine junge Frau kommt auf uns zu. Ihr kurzer brauner Bob passt gut zu ihrer Stupsnase. „Hallo, ich bin Jeanette Kann ich ihnen behilflich sein?“ Nadja schaut mich an. „Ja, wir sind auf der Suche nach einem neuen Duft.“ „Hmm – ja ich merke, sie tragen sonst kein Parfum. Welchen Duft hatten sie sich vorgestellt? Eher etwas schwereres, etwas sommerliches, oder etwas elegantes?“ Elegant ist mein Stichwort. Wenn ich eine Frau sein will, dann eine elegante, denke ich. „Ich denke, wir nehmen etwas elegantes – das passt am besten zu Mandy.“ Ich schaue sie an, als ich den Namen höre. Mandy finde ich total daneben – das ist so ein bisschen wie „Zohnen Gaby“ oder amerikanische Austauschschülerin. Aber ich kann im Moment nichts dagegen tun. Also gut, lächeln und Mandy sein. Nadja und ich probieren Düfte durch. Schon beim zweiten Duft kann ich nicht mehr unterscheiden, wie der erste gerochen hat. Kaffee hilft ein wenig, um meine Geruchsorgane wieder auf Vordermann zu bringen. Und tatsächlich, ich finde einen Duft, der mir gefällt. Ich kaufe eine blaue Flasche und einen nachfüllbaren blauen Stern mit Parfum. 160 Euro – ein stolzer Preis für ein wenig Alkohol mit Duft, denke ich. Dann wird mein Gesicht auf Vordermann gebracht. „Ich weiß nicht, was mir steht – vielleicht können sie mir mit dem Make up helfen.“ gebe ich schüchtern zu. Das ist das Stichwort für die Jeanette. Ich bekomme den 30 Minuten Grundkurs Make up von der Parfümerie und einen kleinen Zettel, auf dem steht, wo ich mehrere Abende damit verbringen kann, mich aufzuhübschen. Ich überlege, ob ich dorthin gehen soll, doch während ich den Zettel noch fragend anschaue, hat Jeanette schon meine Gesichtshaut analysiert und empfiehlt mir verschiedene Grundierungen und die dazu passenden Rouges. „Entweder betonen wir die Augen oder den Mund. Wenn man beides betont, wirkt das Make up schnell ´überschminkt´. Ich finde, dass sie einen sehr schönen Mund haben. Den könnten wir etwas hervorheben. Weil ihre Augen klein sind, sollten sie sie etwas größer machen – vielleicht mit einem Braunton...“ Ich sitze, höre zu und frage mich, was ich mit diesem Wissen soll. Ich sollte das nicht wissen, ich bin doch ein Mann. Wozu brauche ich Schminktipps. Ich schaue in den Spiegel und mir schaut ein attraktives Gesicht entgegen – ein weibliches Gesicht. Es fühlt sich komisch an, so bepudert und bemalt zu sein. Es sind Fremdkörper auf der haut und ich habe den Drang, sie wegzuwischen. Ich unterdrücke es, weil sonst alles schrecklich aussehen wird. Erstaunlich, was man mit Make up alles machen kann, wenn man weiß, wie es geht. Vielleicht sollte ich doch aufpassen, denn wenn ich das selbst machen will, muss ich ja wissen, wie es geht. Nadja schaut mich an und macht ein Bild, noch ein Bild und noch ein Bild. „Nur, damit du siehst, wie es war. Dann fällt es dir nachher leiter, es selbst zu machen.“ „Jetzt betonen wir mal ihre Augen. Damit sie den Unterschied sehen.“ Ich merke, dass Jeanette bei mir in ihrem Element ist – wenn sie Menschen verändern kann, ist sie glücklich und da hat sie ja jetzt jemand gefunden. Scheinbar hat sie nicht nur ein paar Tage auf Make up Kursen zugebracht, sondern Jahre. Währenddessen hallen die Worte „selber machen“ in meinem Kopf wieder. Ich höre Sprachfetzen wie „ovales Gesicht ... etwas unreine Haut an der Stirn … Sie sind ein Winter Typ – eine Eiskönigin (hihi)... hoher Haaransatz – vielleicht ein Pony … zur Größe muss man stehen, es gibt so viele attraktive große Frauen … so werden die Augen größer... innen hell, nach außen dunkler werden … roseefarbenes Lipgloss...“ Der Geschmack der Lippenstifte ist komisch. Bisher hatte ich den nur in meinen Geheimsitzungen, aber dass ich jetzt einen Lippenstift die ganze Zeit tragen soll, macht mir ein wenig Angst. Dann bin ich fertig. Meine Augen sind violett, und unten viel dunkler. Mein erster Blick geht auf die Augen und nicht mehr auf den Mund. Ich bin eine ganz andere, als die, die eben mit den roten Lippen in den Spiegel geschaut hat. Jetzt verstehe ich, dass es zu unterschiedlichen Anlässen nicht nur unterschiedliche Kleidung, sondern auch unterschiedliches Make up gibt. Wieder macht Nadja Bilder. Ich sehe sie immer wieder etwas auf ihrem Handy tippen. Naja, Frauen tippen immer auf dem Handy. Und dann sind wir fertig, ich kaufe beide Versionen des Make ups, die uns die Verkäuferin anbietet. Jeanette freut sich, sie hat gut 300 Euro umgesetzt. Welchen Job müssen Frauen haben, um sich das alles leisten zu können? Jeanette lädt uns noch einmal zu den Make up Nachmittagen am Dienstag und Freitag ein, die jede Woche sind. Die würden uns sicher Spaß machen. Nadja und ich lächeln, doch das Lächeln schwindet, als ich den nächsten Laden sehe...

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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 44 im Thema

Beitrag von Melli_ » Di 7. Jun 2016, 23:31

huhu, ein neuer Teil ist fertig. Viel Spass damit
Eure Melanie

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Re: Wunder-BH (Sci-Fi)

Post 45 im Thema

Beitrag von Kim » Fr 22. Jul 2016, 07:25

Hi Melli
Wann schreibst du die Geschichte weiter, warte schon sehnsüchtig auf den neuen Teil.
Glg Kim

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