Ein Autist ist keine Frau
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Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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doppeldoppelx
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Ein Autist ist keine Frau

Post 1 im Thema

Beitrag von doppeldoppelx »

"Sie haben keinen Autismus. Sie sind dafür viel zu emotional."
Manche mögen diesen Satz bereits kennen oder so ähnlich, wenn sie betroffen sind.

Gut, gehen wir mal davon aus, die These stimmt. Ein Autist ist nicht emotional.
Zeigt ein Autist Emotionen, dann ist er ja kein Autist. Zeigt er keine Emotionen, dann ist er ein gefühlskaltes ...
Wenn die Mitmenschen auf ihm rumtrampeln, muss ich das egal sein. Denn zeigt er auch nur die kleinsten Emotionen, dann ist er ja kein Autist.

Frauen sind immer emotional. Also sind Frauen auch keine Autisten. Das ist nachvollziehbar.

Autisten dürfen auch keine Beziehungen eingehen. Die erfordern Emotionen. Ein Autist hat aber keine Emotionen.
Genauso problematisch ist das bekommen von Kindern. Erst recht, wenn es Leibliche sind. Man könnte Angst bekommen, sobald sich das Kind nicht wie gewünscht verhält, könnte es Autist sein.


Sandra hat eine Diagnose aus dem sog. Autismus-Spektrums-Störungsbild.
Früher hat man dabei noch nicht so großartig unterschieden.
Laut ihren Ärzten haben Autismus nur Männer.
Sandra kann also entweder keine Frau sein, wenn die These stimmt oder die Diagnose ist falsch. (Wir gehen mal davon aus, dass sich die Oberärztin der entsprechenden Uniklinik nicht geirrt hat.)

Wer würde denn schon auf die Idee kommen, dass ein Individuum mit von dem betroffenen Chromosom eines mehr (XX) als bei der Betroffenennorm (XY oder X0), ganz andere oder mildere Symptome auftreten?

Kann bei einem XX-Satz dasselbe Symptombild wie bei einem XY-Satz auftreten? Dies müsste aufgrund der X-Inaktivierung, die ich schonmal erklärt habe, ausgeschlossen sein.
Sind Autisten dann trotzdem weiblich? Laut Genotyp ja. Phänotypisch auf den ersten Blick auch. Med. kategorisch aber nicht.

Dem intelligenten Leser fällt auf: Hier stimmt etwas nicht.

Genau dazu sollen sich die Experten jetzt mal äußern, sobald das Karyogramm vorliegt.

Bisher sah die Staatsanwaltschaft keine Gründe gegen mich vorzugehen. Vage Vermutungen ich könnte evtl. eine Kinderschänderin sein, rechtsradikal sein, nationalsozialistisch sein, antisemetisch sein, eine Mörderin sein und, und, und konnten bisher nicht bestätigt werden.


Die Behandlung als unmündig von Personen, die einen freien, klaren Willen bilden können, nur weil sie eine med. Diagnose haben, stellt übrigens eine Diskriminierung da. Diese Beurteilung obliegt einem Vormundschaftsgericht.
Dazu kam es nie. Mit einem nachgewiesenen IQ von 112 ist man nicht unbedingt unfähig einen freien Willen zu bilden.
Céline
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 2 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi,
Lassen wir doch einfach mal all die Chromosomen weg und weg von der Suche nach Begründungen warum weshalb und wieso...
Lass uns doch einfach dich als Person, als Mensch und als Persönlichkeit kennen lernen:)
Primär sind wir alle Menschen
Liebe Grüße
Céline
gagalady
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 3 im Thema

Beitrag von gagalady »

Hallo 4x,
ich wollte niemandem auf die Füsse treten bezgl. des Benachrichtigungs-Thread.
Aber ich verstehe nicht ganz: sprichst Du von Dir oder ganz allgemein?
Deine Überlegungen klingen ganz interessant, muss ich drüber nachdenken...
LG GL
ohne Worte
doppeldoppelx
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 4 im Thema

Beitrag von doppeldoppelx »

Céline hat geschrieben: Do 10. Sep 2020, 14:44 Hi,
Lassen wir doch einfach mal all die Chromosomen weg...
Liebe Grüße
Céline
Nicht möglich.

1. Die Ursache für meine Diagnose liegt auf einem Chromosom.
2. Eine Führung einer Debatte über ein biologisch anderes Geschlecht ist mit Vertuschung der Ursache nicht möglich, weil es zu unwahren Tatsachen führen würde.

Wenn wir davon ausgehen, dass Autisten ein ausschließlich männliches Gehirn haben, dann sollten wir uns doch mal die Geschlechtschromosomen etwas näher ansehen.
Ich glaube nicht, dass eine Frau mit dem Mosaik xx/xx ein männliches Gehirn hat. Wenn müsste ein Gen vorliegen, dass hierfür zuständig sei.
Das ist mir bisher nicht bekannt.

Es gilt hier darum die These zu überprüfen, ob Autisten immer ein männliches Gehirn haben und daher männlich denken, also auch Frauen mit der Diagnose.

Wenn wir weiterhin davon ausgehen, ohne es zu prüfen, dass diese Frauen ein männliches Gehirn haben, obwohl gar keine Grundlagen in der Entwicklung hierfür vorliegen, dann machen wir diesen Frauen ein Problem. Wir behandeln sie falsch. Nämlich männlich.

Nun sind wir hier aber in einer Gesellschaft, die jeden geschlechtlich so behandeln will, wie er oder sie sich fühlt. Also sollte die Gesellschaft auch bereit sein sich auf scharfe Argumentationen einzulassen, warum dass behandeln einer Frau auf ein männliches Symptombild unzulässig ist, wenn sie biologisch eine Frau ist.
Man kennt diese Diskussion bereits zu Genüge von Herzinfarkten, aber auch weibliche Autisten leiden darunter.

Stellt euch mal vor, ihr geht zum Arzt und bekommt gesagt, wenn ihr hilfsbereit seid, dann seid ihr keine Autistin. Autisten beschäftigen sich immer nur mit techn. Kram und interessieren sich nicht für soziale Kontakte. Man erlaube, dass ich sage, dass das eher typisch männliche Verhaltensmuster sind und ich mich dann durch meine Diagnose entgendert fühle.

Mir wurde deshalb bereits so oft gesagt, ich soll einen techn. Beruf erlernen oder Programmieren oder was mit Mathe machen, weil Autisten voll auf Zahlen abfahren.
Ich kann weder Programmieren, noch fahre ich auf Zahlen ab. Wegen diesem Ratschlag hatte ich im Mathe LK im Abi 0 Punkte. Als Autistin müsste ich ja gut darin sein.
War ich aber nicht und hatte wegen diesen Ratschlägen den Schaden, weil ich drauf gehört hatte.
Hätte ich nicht darauf gehört, so wäre ich unkooperativ gewesen laut Ärzten. Die haben sich danach nie mehr gemeldet.

Darf man so mit einer Frau umgehen?
Wenn sie eine typische Männerdiagnose hat, muss sie sich auch so verhalten und wenns nicht klappt, dann hat sie eben Pech und wird im Dreck gelassen?



Ebenso kann es nicht sein, dass ich wegen meiner Diagnose für zu unfähig gehalten werde alleine zu leben und mein Leben zu regeln, mein Cousin aber wegen seines Geschlechts einen Mist nach dem anderen bauen darf und er keine Konsequenzen als den bösen Zeigefinger gezeigt bekommt. Der lacht sich darüber mittlerweile eins.


Wenn es Frauen ok finden, so behandelt zu werden, dann fühle ich mich aber nicht als Frau. Genau das will ich jetzt austesten.
Entweder als Frau Grenzen setzen und als Autistin gelten oder einfch mal das Geschlecht ändern und dann ein bisschen die Ärzte knobbeln lassen, was man den nun sei.
Sollen sie doch in den Chromosomen nachschauen.
Céline
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 5 im Thema

Beitrag von Céline »

Ach herrje....
Also.....Fakt ist...ich bin ein Mann!!!!! Das sagen zumindest die Chromosomen!!!!
Aber Halt....Stop....irgendwas stimmt doch nicht. Ich seh in den Spiegel und dort sieht mich Céline an. ??? Céline???? Die Céline???? Tja, mein Körper und meine Chromosomen sind biologisch männlich und trotzdem bin ich eine Frau. Wir dürfen nicht alles an Dingen festmachen die in Wissenschaftlichen Arbeiten und Lehrbüchern steht und schon gar nicht eine Erklärung und Rechtfertigung für uns suchen. Sicher erklärt sich manches anhand wissenschaftlicher Arbeiten aber trotzdem sind wir das was wir entscheiden und nicht Chromosomen geschweige denn Menschen. Ich weiß das es für dich sehr schwer ist weil du dich scheinbar an deinen Annahmen der Erklärung aufgrund Chromosomen festgefahren hast aber leg das doch mal auf die Seite und sei du selbst....nur Du
doppeldoppelx
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 6 im Thema

Beitrag von doppeldoppelx »

@ Céline: Sag mir mal deinen Gensatz und ich sage dir, was ich davon halte. Du kannst sein, was du willst. Dein Bauplan gibt immernoch den Aufbau vor, der für Diagnosen entscheidend ist. Wenn auf einem deiner X ein SRY-Gen ist, kannst du auch ein Mann werden.
Ich habe 2 X. Das ist Fakt. Für ein Y fehlt mir der Schwanz. Für ein X menstruiere ich. Für 3 X bin ich zu klein und zu intelligent.
Bedeutet, ich habe in mir 2 Systeme. Ein autistisches und ein nichtautistisches Intelligenzsystem. Was ist daran so schwer zu verstehen und warum will man das nicht akzeptieren, wenn es schwarz auf weiß vor einem liegt?
Noch schlimmer, man verweigert mir die richtige Behandlung. Man kann keinen Menschen vollautistisch behandeln, wenn er nur halbautistisch aufgebaut ist.

Wer eine andere Quelle hierfür nochmal durchlesen möchte, dem empfehle ich diese Seite:
https://www.medizinische-genetik.de/ind ... diagnostik

Eine Abstellung auf das rein "gewollte" Geschlecht ist bei dieser Diagnose sinnlos. Siehe X-Inaktivierung. Es bleiben 2 Systeme. Da kann man wollen was man will. Eine Frau hat kein männliches Zellmuster.

Es steht wegen der Geschichte bereits ein mega Prozess an. Das ist nicht lustig. Die Fehldiagnose hat mir den Job genommen, mein Recht Kinder zu kriegen, mit Kindern zu agieren, mich weiblich zu fühlen, Emotionen zu zeigen und ernst genommen zu werden.
Ich habe schon einige Leute deshalb juristisch zurecht stutzen müssen.

Autismus ist auch kein Wunschding. Keiner geht zum Arzt und sagt:"Ich will Autist sein. War schon immer mein Wunsch."
Diagnosen sind daher mit all ihren Eigenschaften zu beachten und nicht auf eine Psychoebene zu knallen. Haben wir nicht gesehen wohin das führt? Warum verhält sich die Frau nicht wie der Mann?

Unwissenschaftliche Literatur ist als Begründung nicht akzeptiert, also arbeite ich damit auch nicht. Du kannst ja gerne damit zur Staatsanwaltschaft rennen, ich habe dafür zu viele Erfahrungen im Studium gesammelt. Das Gezetter erspare ich mir.
Politsche Interessen interessieren mich nicht. Es geht hier um die Diagnose.


Es wurde ein Anspruch gegen die Krankenkasse durchgesetzt. Es wurde ein Anspruch gegen das Steuersystem durchgesetzt.
Das sind keine kleinen Pippifaxe, die man mal eben aus der Hand schüttelt und nach Belieben entfernt.

Ihr werdet euch bis zur Vorlage des Karyogramms schon noch gedulden müssen. Ich stehe kurz davor wieder Köpfe rollen zu lassen.
Siehe obige Begründung.

Was ihr davon habt, steht bereits dort: Freie Auswahl bei der Annahme des dritten Geschlechts, da Diagnosen die Frau plötzlich zum männlichen Mischwesen machen.
Zuletzt geändert von doppeldoppelx am Fr 11. Sep 2020, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

doppeldoppelx hat geschrieben: Fr 11. Sep 2020, 15:10 Ich stehe kurz davor wieder Köpfe rollen zu lassen.
Ich hoffe, das ist keine Androhung von unguten Taten.

Gruß
Anne-Mette


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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 8 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Céline hat geschrieben: Fr 11. Sep 2020, 12:43 Ach herrje....
Also.....Fakt ist...ich bin ein Mann!!!!! Das sagen zumindest die Chromosomen!!!!
Aber Halt....Stop....irgendwas stimmt doch nicht. Ich seh in den Spiegel und dort sieht mich Céline an. ??? Céline????

Ich weiß das es für dich sehr schwer ist weil du dich scheinbar an deinen Annahmen der Erklärung aufgrund Chromosomen festgefahren hast aber leg das doch mal auf die Seite und sei du selbst....nur Du
Ich bin voll und ganz bei dir Celinè.
Meine Chromosomen sagen auch mir ich bin Mann!
Doch weit gefehlt, Fakt ist, ich bin Frau.
Als diese Erkenntnis bei mir ankam ging ich meinen Weg.
Viele die lange hier sind kennen ihn.
Meine Chromosomen, Wissenschaften und weiß der Geier was interessieren mich nicht.
Ich bin schlicht und einfach Frau.
Meinen Weg zu gehen war der beste Entschluss meines Lebens, seitdem gehst mir als Mensch fantastisch, von gesundheitlichen Problemen mal abgesehen.

doppeldoppelx, lass dir den letzten Satz von Celinè mal dich den Kopf gehen und wirf die Wissenschaft über Bord.

Lg Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 9 im Thema

Beitrag von doppeldoppelx »

Die Argumentation ist nichtig.

"Die von § 45 b PStG vorausgesetzte Variante der Geschlechtsentwicklung ist nur dann gegeben, wenn die Bestimmung des Geschlechts als weiblich oder männlich anhand angeborener körperlicher Merkmale nicht eindeutig möglich ist. Auf Personen mit körperlich eindeutig weiblichem oder eindeutig männlichem Geschlecht ist die Bestimmung daher nicht anzuwenden."
Variante der Geschlechtsentwicklung bei Transidenten:https://www.rechtslupe.de/familienrecht ... ng-3216422, 11.09.20

Es bedarf eines Merkmals, dass das weibliche Geschlecht infrage stellt.
Eine Diagnose des männlichen Geschlechts könnte dies (durch körperliche Merkmale) tun.
Eine bloße Willenserklärung ist hierfür nicht ausreichend.

Haben das alle verstanden oder möchten wir weiter Querdenken spielen?


Diese Argumentation zieht bei mir nicht und vor Gericht auch nicht.

Genausowenig kann man bei einer genetisch bedingten Krankheit einfach sagen:"Äh, ich will das aber nicht! Ich will lieber gesund sein."
Äh, ich hab es aber und muss dementsprechend damit verfahren, genauso wie ein Diabetiker sein Insulin spritzen muss.
Daher lasse ich meine Erklärung über die gonosomale Ursache nicht von irgendwelchen politisch Motivierten in den Mülleimer kicken.

Der Spielraum für politische Debatten, wer welches Geschlecht annehmen soll/darf, ist nicht im Gesetzesbuch, sondern im Bundestag (bei dem man das entsprechende wählen muss oder sich eben hocharbeiten muss).
Genauso kann man Petitionen einlegen oder demonstrieren. Demonstrate (lat.) bedeutet übrigens übersetzt Beweisführung und nicht den Bundestag zu stürzen.
Ihr müsst eure These beweisen. Beweise sind in der Jurawelt Fakten. Fakten sind wiederrum Quellen, die sich auf wirklich, nachweisbare Tatsachen berufen.
Glauben und Wunschdenken gehört nicht dazu.

Ihr könnt mich 100 mal dazu drängen, den Wunsch anzunehmen, einfach das andere Geschlecht zu sein. Spätestens bei Gericht ist Schluss.



Ihr bezieht euch auf eine Ebene des Transsexualismus. Dies hat mit der Fragestellung nichts zu tun, da es um die sexuell bedingte Ausprägung der Krankheit geht und nicht um den Wunsch, das andere Geschlecht anzunehmen. Sie haben das Thema verfehlt und erhalten 0 Punkte in der Klausur. Willkommen in Jura.
Anne-Mette
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 10 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

doppeldoppelx hat geschrieben: Fr 11. Sep 2020, 16:22 Spätestens bei Gericht ist Schluss.
Das Geschlecht sollte kein Gericht bestimmen, sondern Du selbst.
doppeldoppelx hat geschrieben: Fr 11. Sep 2020, 16:22 Es bedarf eines Merkmals, dass das weibliche Geschlecht infrage stellt.
... und da gibt es mehrere Merkmale; nicht nur die Chromosomen.
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 11 im Thema

Beitrag von doppeldoppelx »

Es wird aber durch das Gesetz bestimmt, ob ich das dritte Geschlecht annehmen kann.
Die reine Willenserklärung ist vor dem deutschen Gesetz immernoch nichtig. Mir wäre es egal, wer was annimmt, aber ich bestimme das nicht.

Ich stehe in Korrespondenz mit dem Bundesverband der Trans. Grund ist, dass sich jene mit dieser Thematik gut auskennen und eine offizielle Stelle sind.
Man selbst muss nicht transsexuell sein.

Beratung gibt es hier:
http://www.transinterqueer.org/pstg/pstg-beratung/
Anne-Mette
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 12 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

doppeldoppelx hat geschrieben: Fr 11. Sep 2020, 16:39 Es wird aber durch das Gesetz bestimmt, ob ich das dritte Geschlecht annehmen kann.
Bestimmend ist ein ärztliches Attest, das eine Variante der Geschlechtsentwicklung bescheinigt;
vorzulegen beim Standesamt.
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 13 im Thema

Beitrag von Céline »

Also....ja ...ja ...und nochmals ja...
Ich gebe dir ja in fast allen Recht aber meinst wir sollten hier Dinge klären die wir hier an einem Ort des Miteinander nicht beseitigen können? Du hast Recht ich bin Transident aber auch da musste ich mich so einigen unterziehen!! Selbst meine Chromosomen wurden untersucht um körperliche Dinge auszuschließen. Nur damit ich meinen Weg beginnen durfte!!!
Gemerkt?? Wir haben ja was gemeinsam!! Und dann begann der Marathon zu den Therapeuten und Psychologen und ein quasi " ausziehe" folgte. Mein ganzes Leben wurde vor anderen Menschen ausgebreitet weil festzustellen war wieso ich " eine Frau" bin die ja eigentlich körperlich ein Mann ist. Und glaub mir ich hatte Angst, große Angst weil ich nicht wusste was alles auf mich zukommt. Die Angst das jemand feststellt ich hätte eine Störung und wäre nicht "Trans" . War das in irgendeiner Art und Weise greifbar und "Stofflich" beweisbar??? Nein, ganz und gar nicht sondern beruhte nur auf Aussagen und Gesprächen und das Wichtigste- MEINE EIGENWAHRNEHMUNG.
Mir scheint aber du suchst für all deine Fragen die Antwort in Messbaren Größen und greifbaren Beweisen.
Es wäre schön wenn es die immer geben würde aber leider spielt das Leben oft anderst.
Was suchst du also?? Dich..Beweise...einen Weg...einen Schuldigen...Ausreden...Was??
Und warum ist das Gericht so wichtig? Was übrigens auch ein Bestandteil meines Weges war.
Also ist für mich in deiner Person jetzt nicht das Geschlecht wichtig sondern die Person mit der ich schreibe..nähmlich DU.
!EmmiMarie!
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 14 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! »

Hey...


ich habe jetzt-ja mal wieder-ein paar mal meine Gedanken umgedreht möchte ich hier noch
was schreiben oder nicht..naja ihr seht es ja...

also ganz auf die Schnelle habe ich mal gelesen, auf 1 autistische Frau kommen 6 autistische Männer,
heisst für mich, ja Frau kann Autist*in sein. Wir hatten sogar hier mindestens 2 Transfrauen mit Asperger.
Wie das nun gewertet werden könnte, das weiss ich nicht.
Also, wenns ichs richtig gelesen hatte, Sandra, du bist eine valide Person.

Aber was ich weiss ist, ganz vieles ist eben nicht zu beweisen, eins davon ist zum Beispiel ein Talent
für etwas-wo kommt das her, das eine Person etwas besonders gut kann?
Ist das genetisch oder sozialisiert oder von Gott gegeben.
Oder, das jemand egal wie intelligent für manches einfach nicht zu gebrauchen ist.
Oder das mit einer entsprechenden Erfahrung die Anwendung von bloßem Wissen nicht mehr nötig
ist weil das was getan wird ganz sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergegangen ist?
Ebenso ist der Glaube an einen Gott nicht rational, aber emotional extrem wichtig.

Was will ich sagen, Wissen geht nicht ohne Gefühl und Gefühl basiert auch auf Wissen, eines
auszuschliessen führt zu einer nicht vollständigen Handlung. Und was dann dabei rauskommt
ist hmmm meist ziemlich ungut.

Was ist noch sagen möchte die Identität ist ähnlich eines Talentes in der Herkunft nicht beweisbar, die biologische
Seite ist es zwar schon, aber die ist oft auch nicht eindeutig frag mal meine Nebenniere oder
den Eintrag in meinem Untersuchungsbuch für Neugeborene...das ist mir aber in Grund recht herzlich,
ich bin einfach eine nicht ganz gewöhnliche Frau.

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

Always be yourself, unless you can be a unicorn, then always be a unicorn
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Re: Ein Autist ist keine Frau

Post 15 im Thema

Beitrag von gagalady »

Hallo,
einerseits finde ich die hier besprochene Problematik wissenschaftlich sehr interessant. Andererseits verstehe ich das eigentliche Problem von doppeldoppelx offenbar nicht. Mir scheint es um mehrere verschiedene Probleme zu gehen, und mir fehlen eine Reihe von Informationen zur Vorgeschichte von doppeldoppelx.
Persönlich stimme ich zudem eher Celine und Marie zu, und ohnehin ist die Forschung inzwischen eh schon weiter, als sich nur auf die Betrachtung von Chromosomen zu versteifen.
Schön wäre es, wenn mal das Ziel der Diskussion festgestellt würde, ich schaffe es nicht...
Danke und vG GL
ohne Worte
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