Die Geschichte von Steffan und Steffanie
Die Geschichte von Steffan und Steffanie - # 3

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Magdalena
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 31 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

die Geschichte geht weiter.

Noch ist es angenehm auf dem Balkon. Also setze ich mich auf den Balkon. Ganz in der Nähe führt ein Weg vorbei. Es sind Wanderer und Radfahrer unterwegs. Das Mittag essen stellte mir einer Servicekraft auf den kleinen neben mir. Viel Hunger habe ich nicht und esse nur ein wenig davon. Doch was soll ich so alleine auf dem Balkon. Ich hole mir eine der Zeitschriften. Irgendwas zum Lesen für mich wird schon dabei sein. Das Titelbild ist sehr auffällig mit eine wirklich schönen Frau. Dann blättere ich um. Noch immer hänge ich aber an dem Titelbild fest. Nein es ist noch einmal abgedruckt. Dazu folgen Hinweise, wo ich mehr über diese Frau erfahren kann. Diese Frau hatte Gewalt in der Ehe erfahren. Es ist so etwas wie der Leitartikel in dieser Illustrierten. Auf der nächsten Seite werden die Leserinnen direkt angesprochen. Wieder noch mal das Thema Gewalt in den eigenen vier Wänden angesprochen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es in Deutschland vorkommt. Mir ist bisher so etwas noch nie zu Ohren gekommen. Ich bin gefesselt von dem Thema und schlage gleich die Seite auf, die sich mit der Frau vom Titel beschäftigt. Der Bericht geht über mehrere Seiten. Und ich erfahre, das häusliche Gewalt doch nicht so selten ist, wie ich glaubte. Was diese Frauen durchmachen, dabei läuft mir ein schauer über den Rücken. Noch immer sitze ich auf dem Balkon und die Sonne wärmt mich. Doch beim Lesen diese Artikels scheine ich zu frösteln. Ich sehe mir noch einmal das Titelbild an, dann die dazugehörigen Bilder in dem Bericht über die Frau. Sie sieh nach all dem was ihr angetan wurde, strahlend schön für mich aus. Gut ich arbeite selber in einer Branche, wo mit Computerprogrammen viele Tricks angewendet werden. Doch es gibt auch Fotos von der Frau, da sind die Hämatome zu sehen von den Verletzungen nach den Schlägen ihres Mannes, welchen sie einmal aus Liebe geheiratet hatte. Und jetzt konnte sie sich lösen von diesen Mann. Nach etlichen Behandlungen fand sie die Kraft sich wieder als attraktive Frau zu zeigen. Ich bin von dieser Frau fasziniert. Ich habe in diesen Minuten des Lesens ein Mitgefühl für diese Frau entwickelt.

Diesem Bericht folgten dann weitere Informationen. Wohin können sich andere Frauen wenden, wenn si häusliche Gewalt erfahren. Wie sehen die Behandlungsmöglichkeiten aus. Welche Hilfen können die Frauen bekommen. Und dann etwas was mich direkt ansprach, wie wird mittels Operationen die körperlichen Schäden behandelt. Da Tauchte der Name einer Privatklinik auf. Die Klink wird geleitet von einem Doktor Rentsing. Ist dies nur Zufall? So ist doch der Name des Arztes, welcher mich operiert hatte. Wenn Melanie wiederkommt, muss ich sie unbedingt darauf ansprechen. Waren die Frauen, welche ich auf dem Gang gesehen habe, alles Frauen wie aus dem Artikel? War darum auch von anderen Patientinnen keine Reaktion zu spüren, als ich mit der Schwester an ihnen vorbeiging. Der Bericht hat mich aufgewühlt. Ich lege die Zeitschrift zur Seite. in mir reift der Gedanke, Melanie hat die Zeitschriften nicht vergessen. Sie sind für mich. Hat es jetzt schon begonnen, zu lernen eine Frau zu sein.

Wie ich die Zeitschrift so zur Seite legen will, schlägt sich eine neue Seite auf. Besser gesagt der einsetzende Wind blättert die Seiten um. Da gibt eine Rubrik, "Meine beste Freundin". Darin beschreiben zwei Frauen, wie sich gegenseitig in schwierigen Zeiten geholfen haben. Warum muss ich jetzt wieder an Melanie denken. Es liest sich so, als wäre es meine Geschichte. Nur mit den einen Unterschied, beide Frauen waren als Mädchen geboren worden. Nie dachte ich, dass in Frauenzeitschriften solche Themen behandelt werden. Bisher dachte ich alles dreht sich nur um Mode und Kosmetik. Ich bin so mit der Zeitschrift beschäftigt, das ich nicht merke, das Schwester Heidrun schon neben mir steht. Sie möchte noch etwas für meine Beweglichkeit mit mir anstellen. Noch habe ich den Jogginganzug an.

So nimmt sie mich mit in eine der unteren Etagen. Wir nehmen den Aufzug. Der Raum sah eher aus wie eine Folterkammer. Mehre Geräte stehen darin. "So Frau Heinrich, wir werden jetzt etwas für ihre Muskulatur tun.", ordnete Schwester Heidrun an. "Bitte legen sie sich hier", dabei ging mir die Schwester voraus , "auf diese Liege." Es ist keine gewöhnliche Liege, denn Schwester Heidrun band mir die Arme und Beine fest. Als sie diese Arbeit beendete, fing die Liege an selbständig zu werden. Meine Arme und Beine sind den Bewegungen, die die Liege vorgibt, bedingungslos ausgeliefert. Ich möchte protestieren. Doch wie ?

Schwester Heidrun bemerkt die Ablehnung in meinem Gesicht, "In einigen Tagen werden sie dankbar sein, Frau Heinrich.", meint sie. Ich spüre, wie es überall in meinem Körper zieht und zwackt. Mir kommt es eine Ewigkeit vor, in der ich auf dieser Höllenbank liege. "So wir haben es fürs erste geschafft.", sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. "Jetzt kommt der schönere Teil." Was mag jetzt wohl kommen , sind meine Gedanken. Ich werde von dieser Folterbank losgeschnallt. "Kommen sie Frau Heinrich!" widerwillig folge ich der Schwester in einen Nebenraum. Der sieht schon freundlicher aus. Mitten im Raum steht eine übergroße Badewanne. "Das Entspannungsbad haben sie sich heute verdient." lächelt mich Schwester Heidrun an. Eine Chance habe ich wohl auch hier nicht mich den Anweisungen zu entziehen. Hinter einer spanischen Wand kann ich meine Kleidung ablegen. Wann habe ich das letzte Mal in eine Wanne gebadet. Ich habe keine Erinnerung. In meiner Wohnung ist eine Dusche eingebaut. Langsam steige ich in die Wanne, welche sehr geräumig ist. Das Wasser ist sehr angenehme warm und verströmt einen angenehmen Duft. Dann steigen Wasserblasen wie in einer Seltersflasche auf, in der Wanne eingelassene Düsen sind dafür verantwortlich. Es ist ein Whirlpool. Im Hintergrund spielt eine sanfte entspannende Musik. Hier muss ich an die geschundenen Frau aus der Zeitschrift denken. Warum kann ich nicht sagen. Ihr würde so etwas sicher auch gefallen, sich verwöhnen lassen. Doch auch alles Schöne ist einmal zu Ende. Und Schwester Heidrun holt mich aus meine Gedanken zurück. "So genug gebadet schöne Frau!", mit diesen Worten bittet sie mich aus der Wanne auszusteigen. Hinter der Spanischen Wand finde ich ein großes Handtuch für mich bereit. Auch einige Fläschchen mit pflegenden Lotionen stehen bereit. Und wieder kommt mir Schwester Heidrun entgegen, "Darf ich ihnen diese Hautpflege einmassieren." Mir bleibt nichts erspart. Und ich lege mich auf die Liege, welche ich bisher noch nicht bemerkt habe und lasse Heidruns Hände mit der Lotion über meinen Körper gleiten. Doch es fühlt sich angenehm an. Als Die Schwester ihre Arbeit beendet kann ich mich wieder anziehen. An das Anziehen des BHs muss ich mich wohl noch gewöhnen. Doch spüre ich wie dieses Teil meinen mir noch unbekannten Brüsten Halt gibt. Der letzte Teil ist zwar angenehmer gewesen. Dennoch bin ich froh, als ich wieder auf meinem Zimmer bin. noch ist es angenehm warm auf dem Balkon, gerade recht um noch ein wenig sich um eine weiter Lektüre zu kümmern.

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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 32 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich möchte die Leserinnen nicht länger warten lassen. Es geht weiter.

Jetzt fällt mir ein anderes Journal in die Hand. Es ist ein Katalog eines Versandhändlers aus dem Raum Nürnberg. Dabei ist in dem Katalog ausschließlich Damenmode im Sortiment. Auch dies scheint mit Absicht hier liegen geblieben zu sein. Denn ich stelle fest, ich kann ja nicht ewig hier im Krankenhaus bleiben und nur diesen einen Jogginganzug tragen. Und so wie ich jetzt aussehe, werden mir meine alten Jeans und die Hemden nichts mehr nützen. Ich habe nichts anzuziehen! Ich beginne in dem Katalog zu blättern. Auf den Seiten räkeln sich die Models. Mal in eng anliegenden Hosen, alle ich auffälligen Farben. Dazu die verschieden Shirts und Pullover, welche mal einfarbig sind oder mit großen Mustern. Mal sind es Blumenmotive, oder dann Tiermotive. Einiges sieht sehr durchsichtig aus anderes wieder sehr geschlossen. Es folgen auf den weiteren Seiten Röcke, Kleider , Tücher, Jacken, Mäntel, Taschen, Schuhe, Wäsche, Strümpfe, Strumpfhosen, Schmuck…. Mir dreht sich auf einmal alles in meinem Kopf. Auf die Preise achte ich gar nicht. Mir reicht was ich sehe. So kann ich doch nicht in der Öffentlichkeit rumlaufen. Nein! Unmöglich Steffan, sage ich zu mir. Steffan, bin ich überhaupt noch Steffan. Von allen, die ich in den letzten Tagen um mich hatte, werde ich nur Steffanie genannt. Träume ich dies alles hier nur? Oder habe ich die Sonne hier auf dem Balkon nicht vertragen? Gedankenversunken blättere ich weiter in dem Katalog. Wie lange ich mich mit dem Katalog beschäftige, ich habe mein Zeitgefühl verloren. Ja meine Uhr ist nicht mehr da. War es jetzt Zufall, dass jetzt im Schmuckteil des Kataloges angekommen bin. Denn es waren einige sehr schöne Uhren abgebildet. Auf den Bildern waren die Größen nicht leicht zu unterscheiden, ob es sich um reine Damenuhren handelt oder ob sie auch Männer tragen können. Aber da es in dem Katalog eben nur Damenartikel gibt. Werden es wohl alles Damenuhren sein! Noch mit dem Katalog beschäftig, erscheinet wieder Melanie bei mir. "Ich sehe, du kannst es gar nicht erwarten dir neue Kleider zu bestellen!", mit einem leichten Unterton spricht mich Melanie an. "Da ist nichts dabei, in was ich mich wohlfühle." "Das sah aber gerade ganz anders aus!", behauptet Melanie immer noch mit dem Unterton. "Sieh es dir doch an!", protestiere ich. "Ich kenne den Katalog. Er ist von mir.", strahlte jetzt Melanie. "So etwas kann ich doch nicht wirklich anziehen. Was sollen den die Leute von mir denken?" "Na dass da eine modebewusste junge Frau unterwegs ist." "Eine Frau namens Steffanie!", ergänzt sie schnell. Ich will protestieren. Da spüre ich den BH, welcher sich um meine Brust schmiegt, unter meinem Jogginganzug. Ich bringe es nur zu einem , "Ja, aber." Dann meinte Melanie, "Ich habe mir ein Maßband geben lassen." Aus ihrer Handtasche holt sie eben dieses Maßband. "Wir müssen ermitteln welche Größe du hast, Steffanie.", wobei sie den Namen sehr betont. Sie schlägt die hinteren Seiten des Kataloges auf. Da stehen einige Tabellen mit denen die Größe berechnet wird. So erklärt es mir Melanie. "Komm mit ins Zimmer und zieh bitte mal den blöden Anzug aus. Ich sehe es gibt kein Entrinnen. Die Tatkraft von Melanie scheint keine Grenzen zu kennen. "Nun zier dich nicht Steffanie!", mahnte sie, "Ich weiß wie eine Frau aussieht!" Jetzt läuft sie mit dem Maßband um mich herum. Mal misst sie meine Taille. Mal ist der Brustumfang dran. Dann will sie wissen wie lang meine Beine sind und die Füße. Dann strahlt sie, "Geschafft!" "Ich könnte neidisch werden!" , meint Melanie. "Du bist ein A-Typ." Ich verstehe nicht ganz, was sie damit sagen will."A-Typ?" "Na, deine Schultern sind nicht so breit wie dein Becken.", dazu zeichnet sie eine Figur auf ein Blatt Papier. "Das ist ein A-Typ, wie Du." Hinzufügt sie, "Da haben sie in der Klinik ordentliche Arbeit geleistet." Ich schaue sie ratlos an. "Man hat dir deine zertrümmerten Beckenknochen neu gerichtet. Und dabei ist dein A-Typ. entstanden." "Aha und was bitteschön bist du für ein Typ?" "Auch nicht schlecht , aber eher ein X-Typ." "Und wozu soll der Spaß mit den Typen gut sein." "Für alles!", kommt es aus Melanie heraus. Dann holt sie wieder den Katalog. Schnell kommt sie zu einer Seite mit den Kleidern. wie sie die Seite so schnell finden kann? "Hier siehst du mir den Mustern können wir Frauen spielen." Ich verstehe nur Bahnhof. Sie zeigt auf ein Kleid. "Durch dieses Muster wird hier die Schulter schmaler. Und die etwas schwachen Hüften betont." Dann blättert sie um, " Und hier ist es umgekehrt. die etwas zu breit geratene Hüften wirken optisch schmaler." "Es ist ja eine Wissenschaft, worauf ihr, wir Frauen achten müssen." Ich merkte es gerade selber als ich mich korrigierte, ich habe wir Frauen gesagt. Mir wurde heiß im Gesicht. "Nur weil du das Glück hattest zu einer Frau zu werden, musst du nicht gleich rot werden.", kam mit einem schelmischen Lächeln von Melanie.

Dann kam Herr Greiner zu uns ins Zimmer. "Ich habe eine gute Nachricht für Euch!" begann er. "Frau Heinrich in vier Tagen können sie aus der Klinik entlassen werden." Jetzt wird es ernst für mich, denke ich. Noch immer habe ich keine eigene Kleidung, welche ich tragen kann. Dann übernimmt wieder Herr Greiner das Wort. "Mir ist es gelungen, dass ihr beide zusammen in die Reha-Einrichtung fahren könnt." Ich schaue jetzt wohl besonders dämlich in die Welt, als Melanie verkündete, "Großartig, da kann ich Steffanie helfen Frau zu sein!" Herr Greiner blickt auf den auf den Tisch liegenden Katalog. "Ich sehe ihr habt noch viel zu tun, da möchte ich euch nicht stören. Auf Wiedersehen die Damen!", damit ließ er mich wieder mit Melanie allein.

"Wie wäre es mit diesem Kleid, Stefanie? Dazu dieses Jäckchen und dies Pumps? " "Wenn wir gleich bestellen ist es rechtzeitig hier." Mir war mit einmal alles egal. In vier Tagen, so sagte es Melanies Vater, verlasse ich die Klinik. Gemeinsam mit Melanie geht es zu dieser Reha. Und jetzt soll ich nach Melanies Meinung eine geblümtes Kleid tragen. Schuhe, die einen Absatz haben, in denen ich nicht weiß, wie ich damit laufen soll. Dann verabschiedet sich auch noch Melanie. Sie will sich beeilen und die Bestellung gleich aufgeben. Was ich nicht ahne, sie bestellt noch eine ganze Menge mehr. Wenn ich dann alles bezahle, muss ich bankrott sein. Heute Abend muss ich die Nachtschwester bitten mir ein Schlafmittel zu verabreichen. Meine Gedanken kreisen in meinem Kopf. Ich sehe mich in dem Kleid, welches Melanie ausgesucht hat, durch eine endlos lange Straße laufen. Alle drehen sich nach mir um. Ich höre Gelächter. Ich will rennen. Doch in den Schuhen mit dem mörderischen Absatz komme ich nicht voran. Mir wir heiß, Schweiß rinnt mit von der Stirn. Dann höre ich Stimmen.

"Guten Morgen Frau Heinrich!" Ich öffne meine Augen. Und neben mir am Bett steht Schwester Heidrun.


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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 33 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

es geht weiter mit Steffanie.

Ich brauchte eine Weile um zu mir zu kommen. Ich hatte eine schlechten Traum. Schweißgebadet liege ich auf dem Bett. Erleichtert blicke ich zu Schwester Heidrun. "Guten Morgen, Schwester!", antworte ich. "Sie haben gestern die Heizung auf volle Leistung eingestellt, Frau Heinrich!", spricht die Schwester und öffnete die Tür zum Balkon. Die frische Morgenluft tut mir gut. Was war gestern nur los. Melanie und ich werden bald gemeinsam zu Reha fahren. Sie bestellt mir was zum anziehen. So verabschiedeten wir uns. Nach dem ich mich jetzt erholt habe von meinen Alpträumen werde ich mir ein Duschbad gönnen. Nach dem Frühstück und der morgendlichen Visite beginnt wie die anderen Tage auch mein Fitnessprogramm. Inzwischen benötige ich den Rollator nicht mehr. So vergehen meine letzten Tage im Krankenhaus.

Es kommt der Tag meiner Entlassung, Noch liege ich im Bett, als sich die Tür zu meinem Zimmer öffnet. Es ist Melanie mit einem großen Koffer. "Du Schlafmütze liegst noch im Bett." erstaunt schaue ich Melanie an. "Wie spät ist es?", gebe ich die Frage an Melanie. "Gleich Sieben!" Ich stehe auf um mich zu waschen und meine Morgentoilette zu verrichten. Als ich zurück im Zimmer bin, liegt das Kleid was Melanie für mich bestellt hat auf dem Bett. Noch immer sträubt es mich ein Kleid anzuziehen. Und mehr noch, in dem Kleid mich unter die Menschheit zu wagen. An den BH und den Slip habe ich mich inzwischen gewöhnt. "Komm!", empfängt mich Melanie. "Hier ist deine Strumpfhose." Ich halte die Hose in der Hand und drehe sie nach allen Seiten. Melanie sah meine Verlegenheit. "So hier rein mit dem linken Fuß und jetzt mit dem rechten Fuß und vorsichtig hochziehen, damit keine Laumasche entsteht" Ein komisches Gefühl beschleicht mich, in der Hose. Dann greift Melanie zu dem Kleid. Sie hält es mir erst einmal vor meinen Körper. "So nun zeih diese Kleid an, ich helfe Dir." Das Kleid besitzt im Rücken einen Reisverschluss. "Nein ich kann das Kleid nicht anziehen!" "Aber Steffanie, willst du etwas nur so im BH und Slip unter die Leute.", dabei kicherte sie. Und ehe ich mich versah zog Melanie des Reisverschlusse zu. "Das Kleid steht Dir, ich habe es gewusst.", strahlt Melanie, als sie ihr Werk beendete. Sie hält mir jetzt die Pumps hin. Damit soll ich laufen, denke ich. "Du bist heute wirklich schwierig, Steffanie!" , mit diesen Worten stellt sie die Pumps direkt vor mir auf den Boden. Ich sehe ein, ich habe keine Wahl. So steige ich erst mit dem rechten und dann mit dem linken Fuß in die Schuhe. "Nun bewege dich mal." ,forderte Melanie. Bei meine ersten Schritten in den ungewohnten Schuhen halte ich mich noch am Bett fest. Erstaunlich gut komme ich zurecht. "Na ist es so schlimm?", meint Melanie mit einem Lächeln, dem ich nicht böse sein kann. Dann kämmt mir Melanie noch die Haare und trägt etwas Make-up auf. In dem Moment kommt Schwester Maria mit Herrn Greiner ins Zimmer. "Guten Morgen, Frau Heinrich, das Kleid steht ihnen gut!", meinet die Schwester. Und auch von Herrn Greiner kommen lobende Worte zu meinem Aussehen. Es soll mir wohl Mut machen die nächsten Schritte zu gehen. "Wie weit seid Ihr", spricht Herr Greiner zu Melanie und zu mir. "Wir sind gleich soweit, Papa" , antwortet Melanie für mich mit. Wie angewurzelt stehe ich im Raum und lasse alles um mich herum geschehen. Dann kommt auch noch Doktor Rentsing als wir das Zimmer verlassen wollen, oder besser müssen. Denn Herr Greiner drängt zur Eile. "Frau Heinrich, ich möchte mich von ihnen verabschieden und hoffe sie sind mit der Behandlung in meinem Hause zufrieden gewesen." Ja an der Behandlung gibt es nichts auszusetzen. Und was mit mir geschehen ist, da trägt Doktor Rentsing keine Schuld, das ist mit inzwischen bewusst. "Danke, Doktor Rentsing sie haben ihr Bestes gegeben!", antworte ich. Dann reicht er mit die Hand. "Ich wünsche ihnen in ihrem neuen Leben alles Gute.", verabschiedete sich der Doktor von uns. Er hält mir die Türe auf und Herr Greiner folgt mit dem Koffer hinter mir und Melanie. Wie in Trance laufe ich in den ungewohnten Schuhen und im Kleid ein letztes Mal durch die Gänge der Klinik, wo ich mit Hilfe der Schwestern wieder laufen gelernt habe. Zu meinem Glück steht das Auto von Herrn Greiner in der Tiefgarage. Melanie zeigt mir, wie ich mit dem Kleid in das Auto einsteige. Langsam weicht die erste Anspannung als ich neben Melanie auf der Rückbank sitze. Herr Greine verstaut noch meine Koffer im Auto. Da reicht mir Melanie eine kleine Tasche. "Deine Handtasche, ich habe das nötigste für den heutigen Tag schon eingepackt.", sagt sie. Nun beginnt wirklich mein neues Leben. Herr Greiner nimmt hinter dem Steuer Platz, und das Auto setzt sich in Bewegung.

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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 34 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich bin wieder mit einem Teil meiner Geschichte fertig.

Noch auf dem Klinkgelände hält Herr Greiner das Auto an. Aus einer Aktentasche reicht er Melanie einen dicken Aktenordner. "Hier!", damit dreht sich Melanies Vater zu mir herüber, "sind noch einige wichtige Unterlagen für sie." Er blickt jetzt zu seiner Tochter. Melanie nickt nur mit dem Kopf. "Melanie ist von mir informiert." Herr Greiner sieht mir in die Augen. Wieder ist es der durchdringende kalte Blick des Anwaltes, der mich erschauern lässt. Da legt Melanie ihre Hand auf meine Schulter. "Steffanie!". spricht sie beruhigend. "In diesen Ordnern," spricht Melanie weiter, " ist die rechtliche Grundlage, auf der du dein Leben als Frau führen kannst." Ich sitze schweigend in Herrn Greiners Auto. Ich verstehe es nicht. "Wir müssen jetzt bis zu unserem Ziel fast fünf Stunden fahren.", meint Herr Greiner. "Sie können sich mit Melanie in der Zeit mal die Unterlagen ansehen." Noch immer liegt Melanies Arm auf meiner Schulter, als Herr Greiner das Auto wieder startet. Ich lehne mich zurück .Ratlos schaue ich zu Melanie herüber. Sie öffnet den Ordner. Das erste Blatt ist eine Geburtsurkunde. Auf Steffanie Heinrich ist sie ausgestellt. Es folgen Schulzeugnisse. Sie sind ebenfalls auch auf Steffanie Heinrich ausgestellt. So wie alle weiteren Dokumente. Da ist von der Universität, an der ich studierte, mein Diplom. Nichts erinnert mehr an Steffen Heinrich. Wie ausgelöscht. Als hat es Steffan nie gegeben. Da meldet sich Melanie. "Was ist mit dir?" "Nichts!", ich atme tief, "Nichts ist mehr von mir hier drin, in diesem Ordner." "Nichts, in dem ich mich wiedererkenne!" "Es tut mir leid.", antwortet mir Melanie. "Es tut dir leid, wie schön!", schreie ich in das Auto. Da meldet sich nochmal Herr Greiner, " Sehen sie! Sie müssen den Tatsachen ins Auge sehen, Frau Heinrich." Jetzt entsteht eine Pause, da Herr Greiner sich auf den Verkehr konzentriert. Um sogleich weiterzureden. "Sie sind jetzt eine Frau. Da können sie nicht mit männlichen Papieren durchs Leben spazieren." "Ja, " , setzt Melanie hinzu, "es hat Papa eine Unmenge an Arbeit gekostet, alles für dich in ordentliche Bahnen zu lenken." Sie haben ja recht, denke ich. Wenn ich in einigen Stunden in der Kureinrichtung ankomme, werde ich so kaum als Mann wahrgenommen. Gemeinsam blättere ich mit Melanie durch den Ordner. In einer Klarsichthülle steckt ein Personalausweis. Vorläufiger Personalausweis steht darauf. Ebenso wie auf der Versichertenkarte der Krankenkasse. "Was bedeutet Vorläufig?" , platze ich aus mir heraus, "Gibt es doch noch einen Weg zurück?", frage ich laut. Doch die Ernüchterung kommt gleich von Herrn Greiner. "Sehen sie, es fehlen noch die Passbilder. Die konnten im Krankenhaus noch nicht gemacht werden." Ich schaue zu Melanie, die mir jetzt meine kalten Hände hält. "An Passbilder sind Vorschriften gebunden." Sie schaut mir ins Gesicht. Denn ich habe mich zu ihr umgedreht, soweit es angegurtet im Auto möglich ist. "Sobald wir in der Kureinrichtung sind gehen wir zum Frisör und zur Kosmetik. Anschließend lassen wir Passbilder machen und du bekommst deinen richtigen Ausweis, Steffanie!", will mich Melanie begeistern. Ich muss jetzt lachen. Nicht weil mir der Vorschlag gefällt. Es liegt am Gesichtsausdruck, den Melanie gerade auflegt. Weiter sehe ich mir nun den Ordner an. Dann wende ich mich an Melanie, "Einiges wird mir Deine Vater aber noch erklären müssen. Ich finde etwas zur Gebührenordnung, Gutachterkosten, Gerichtskosten, notarielle Beglaubigungen. In meinem Kopf fängt es an zu brummen. "Ich muss mal auf die Toilette und an die Luft." wende ich mich an Herrn Greiner. Er fährt gleich die nächste Raststätte an. Ich verharre auf meinem Sitz. "Wolltest Du nicht auf die Toilette, Steffanie?", fragt Melanie. "Ich trau mich nicht!" Die Raststätte ist gut besucht. Herr Greiner fand gerade so noch einen Parkplatz. "Du brauchst keine Angst haben, Steffanie." , will mich Melanie beruhigen. "Du siehst gut aus!" Herr Greiner ist inzwischen schon ausgestiegen und hält zuerst mir die Türe auf. Melanie steht gleich neben mir, "Komm ich begleite dich, damit du auf die richtige Toilette gehst!" Mir ist unwohl. noch nie war ich unter so vielen Menschen im Kleid unterwegs. Melanie hat sich bei mir untergehakt. Fast im Gleichklang unserer Absätze laufen wir zur Toilette. Ich achte kaum auf den Weg. In Gedanken fühle ich die Blicke aller Anwesenden wie Nadelstiche auf meiner Haut. Erleichter suche ich eine freie Kabine auf. Eigentlich habe ich heute gar nicht so viel getrunken. Doch ich habe das Gefühl meine Blase ist ein Fass das bis zum Überlaufen gefüllt ist. Es hilft nichts ich kann nicht ewig in der Kabine bleiben. So suche ich zuerst die Waschtische und dann Melanie. Sie ist schon lange fertig. Ich sehe sie bei den Zeitschriften. Jetzt sieht sie mich und winkt mir zu. Sie winkt noch immer. Ich soll zu ihr kommen. Vorsichtig, laufe ich zu Melanie hinüber. Sie hält eine Frauenzeitschrift in der Hand. "Schau mal her," dabei zeigt sie auf ein Bild eines Schauspielers, "der hat ein neuen Film herausgebracht, denn müssen wir uns unbedingt ansehen." Melanie erwartet hier von mir eine Antwort, das war sicher. "Ja.", sage ich bloß, und hoffe keinem der umstehenden fällt etwas an mir auf. Nichts passiert, außer Melanie. "Nur ein ja. Ich denke ein bisschen mehr hättest du schon zum Ausdruck bringen können.", dabei lächelte sie schelmisch von der Seite und steckte die Zeitschrift zurück in den Ständer. "Komm Steffanie, Papa wird schon auf uns warten." Jetzt löst sich Melanie von mir und geh voraus. Und da ich nicht zurückbleiben möchte folge ich meiner Chefin.

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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 35 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

da es heute bei mir sehr regnerisch ist, hatte ich keine Lust nach draußen zu gehen. Und so habe ich an meiner Geschichte weitergeschrieben.

Wo ist nur das Auto? Auch Melanie habe ich aus meinem Blickwinkel verloren. Als wir ankamen achtete ich weniger auf den Weg. Ich bin einfach mit Melanie gegangen. Dann sehe ich eine Frau hinter mir Steffanie rufen. Erleichterung, es ist Melanie. "Wo bist du nur mit deinen Gedanken!". sagt Melanie, als ich wieder bei ihr bin. Ich war einfach weitergegangen, ohne auf Melanie zu achten. "Es ist nicht fair.", protestiere ich. "Mich einfach so in dem Zeitungsladen stehen lassen." "Hast Du etwas gemerkt, Steffanie?", geht die Frage an mich. "Nein, was sollte ich den merken?" "Na eben!", kommt von Melanie, "lass uns ins Auto steigen, mein Vater wird schon ungeduldig." Kaum sitzen wie wieder im Auto, fährt Herr Greiner zügig los. "Wovor hast du Angst." , beginnt jetzt Melanie mich zu löchern. "Ich merke es doch. Frauen haben dafür einen Sinn." Sie reicht mir ihre mir zugewandte Hand."Du hast nicht auf den Weg geschaut." Jetzt drückt sie meine Hand ganz fest. "Ich will dir helfen, Steffanie, glaub mir." Ich fühle mich so unsicher, wie noch nie im Leben.", ich hole tief Luft. Dann spreche ich weiter, "Ich fühle mich beobachtet und warte nur darauf, das alle mit Fingern auf mich zeigen." "Ich frage dich noch einmal Steffanie, ist die in der Raststätte etwas aufgefallen?" Was soll mir den aufgefallen sein, Melanie?" , klang ich noch verängstigter. "Eben, dir ist nichts aufgefallen." "Weil keiner dich beachtet hat." , spricht Melanie ruhig zu mir. "Wir waren zu zweit auf der Toilette, und nichts ist passiert. Wir haben uns die Zeitschrift angesehen, und nichts ist passiert." "Ja da hatte ich wohl Glück." "Was soll das für ein Glück sein, wenn zwei Frauen mal auf die Toilette gehen!" Noch immer sitze ich wie ein Häufchen Elend neben Melanie. "Dachtest Du, alle haben darauf gewartet auf Dich." Sie gibt mir einen Stoß in die Seite, "Schaut her die Dame war mal ein Mann. Hast du das erwartet, Steffanie?" "Na ja es fühlt sich noch so ungewohnt an, so anders." Ich setzte hinzu, "Früher habe ich ja auch nach den Mädels geschaut. Es macht ja wohl jeder Mann." "Na denkst du ich habe mich nicht nach den Buben umgesehen, die vor Getue nicht wussten wie sie sich in Szene setzen sollen." Ich kann es mir bei Melanie nicht vorstellen, was sie soeben sagte und ich muss lachen. "So gefällst du mir schon besser, wenn du lachst." Jetzt lachen wir beide. "Ich muss dich jetzt direkt fragen, als du mich eingestellt hast, Melanie. Hatte ich auch so ein Getue?" Melanie lachte noch lauter. "Steffanie, ich will ehrlich sein. Ich wollte keinen Mann einstellen." Ich verstehe nicht was Melanie gerade gesagt hat. Als sie fortfährt. "Ja, wir sind eine richtige Frauentruppe. Und unsere Kunden sind vorrangig weibliche Kunden." " Ja ich weiß." "Nimmst Du es mir nicht übel?" "Was?" "Mit dem Schlapperpulli, und den langen Haaren, die du als Student hattest, während deines Praktikums." "Ja und?" "Du wirktest eher feminin." Mir blieb der Mund offen stehen. Wir schweigen eine Weile. Ganz leise fragt mich Melanie, "Kannst du mir verzeihen?" Jetzt bin ich es, die mit ihrer Hand Melanie streichelt. "Ich brauche dir nicht zu verzeihen, weil es nichts zu verzeihen gibt." Ich war ja noch nie so ein Mann, der sein Mann sein, hat raushängen lassen. Und in dem Frauenteam zu arbeiten machte mir Freude. Mir ist es nie aufgefallen, weil ich mir noch nie darüber Gedanken gemacht habe. Nur Melanie hat es damals schon gesehen. Und jetzt nach dem Unfall will sie mir helfen. Vielleicht muss ich doch nur meine Scheu überwinden. "Danke, Melanie für alles." sage ich noch.

Jetzt vernehmen wir wieder die Stimme von Herrn Greiner, "Darf ich die Damen bitten auszusteigen, wir sind in der Kureinrichtung zum Sonnenhügel angekommen!" Direkt am Eingang halten wir. Ein Page ist schon dabei die Koffer auf einen Gepäckwagen zu laden. Durch eine große Glastür gelangen wir in das Foyer. Herr Greiner führt uns zu der Rezeption. Dahinter arbeitet eine Dame in einem hellgrünen Kostüm. "Was kann ich für sie tun?", spricht die Dame uns an. Ich nehme allen meinen Mut zusammen, "Wir sollen hier zur Behandlung aufgenommen werden." Melanie blickt mich erstaunt an. Was ist mit Steffanie in der letzten Stunde passiert, wollen ihre Augen fragen. "Darf ich ihre Namen haben!" , antwortet die Dame. Herr Greiner übernimmt jetzt das Gespräch, "Die beiden Damen Frau Steffanie Heinrich und Frau Melanie Greiner sind durch die Privatklinik von Doktor Rentsing angemeldet. Die Dame schaut in ihrem Computer nach. "Ja hier habe ich die Anmeldung von Doktor Rentsing." Sie stellt jetzt einige Unterlagen zusammen. Dann gibt sie dem Pagen ein Zeichen. "Roman wir die Damen auf ihre Zimmer bringen. Es sind zwei nebeneinander liegende Einzelzimmer mit Verbindungstür." Sie schaut uns ins Gesicht. "Ich hoffe es stört sie nicht. Sie können die Türe auch verschließen wenn sie möchten." Dann wendet sich die Dame vom Empfang an Melanies Vater, "Und was darf ich für sie tun?" "Nein nichts, ich habe die Damen nur gebracht." Jetzt wendet sich Melanies Vater nochmal uns zu, "Macht´s gut ihr Beiden." Dann bin ich mit Melanie und dem Pagen allein. Unsere Zimmer liegen in der ersten Etage. Und wirklich haben wir jeweils ein Einzelzimmer mit Verbindungstür. In meinem Zimmer stehen schon einige Koffer. an den Koffern ist ein Etikett aufgeklebt."Frau Steffanie Heinrich Kurklinik zum Sonnenhügel", steht auf dem Etikett. Die Koffer sind verschlossen. Was sagte Melanie heute am Morgen, in der Handtasche ist alles was ich brauche. Ich öffne die Handtasche. Da ist ein Damenportemonnaies, Tempotaschentücher Lippenstift. Sie hat an alles gedacht, Kondome. Was ist das? Eine kleine Schlüsseltasche, darin sind zwei kleine Schlüssel. Ich probiere sie aus. Die Schlösser der Koffer öffnen sich. Staunend stehe ich davor. "Na gefällt es dir!", höre ich Melanie. "Wie lange beobachtest Du mich schon?" "Wenige Minuten.", ich drehe mich zu Melanie um. "Wem gehörten die Sachen?" "Ach Steffanie, du stellst Fragen." , Melanie kommt näher, "Oder haben sie den Aufkleber mit Deinem Namen vergessen!". Sie sieht sich die Koffer an. "Hier steht es doch , die Koffern gehören einer Steffanie Heinrich." Melanie dreht sich zu mir um. "Du bist Steffanie Heinrich." Noch immer stehe ich regungslos im Zimmer. Komm lass uns deine Koffer auspacken, ich bin neugierig.", holt mich Melanie aus meiner Starre. "Ja, du hast recht." Noch kann ich nicht glauben, dass ich alles einmal anziehen werde. Neben Damenoberbekleidung und verschiedener Wäsche finde ich Bikinis und Badeanzüge. wozu brauche ich es. Ich werde es bestimmt nicht anziehen, bin ich entschlossen.

Gerade sind die letzten Kleidungsstücke im Schrank verstaut, klopft es an die Tür. "Ja, herein!", ruft Melanie. "Guten Tag die Damen!" grüßt ein junger Mann. "Ich bin Pfleger Daniel und bringe ihnen einige Formulare." ,er gibt jeder einen Umschlag. "Ab achtzehn Uhr gibt es im Restaurant neben dem Foyer das Abendessen." Dann schließt er hinter sich die Tür. Ich schaue Melanie an, Melanie schaut mich an, dann müssen wir beide wie auf Kommando lachen. Zu unseren Zimmern gehört auch ein Balkon, der von beiden Zimmern Zugang hat. Das Wetter ist schön, so setzen wir uns auf den Balkon und nehmen den Umschlag mit. Die ersten Seiten sind allgemein gehalten. Dann folgt eine Ablaufplan der Behandlungen der ersten Woche. Doch es kommt auch ein Fragebogen. Der soll zur ersten Behandlung mitgebracht werden. Ich versuche gewissenhaft die Fragen zu beantworten. Doch dann komme ich ins stocken. Melanie bemerkt es und muss lachen. Der Teil des Fragebogens ist für Frauen. Und es kommen Fragen, sind sie Schwanger, stillen sie, oder nehmen sie die Antibabypille. "Steffanie, ich habe dir versprochen dir zu helfen." , sie sieht in meine ratloses Gesicht. "Also eine Schwangerschaft können wir bei dir ganz sicher ausschließen.", sie überlegt, "eigentlich schade, dass du keine eigenen Kinder bekommen kannst." Dann füllt sie die Frage aus. "Stillen fällt bei die auch weg, nur bei der Antibabypille. Da musst du ja angeben." "Wieso?", frage ich Melanie. "Ja mein Paps hat es mir erklärt. Du bekommst ein Medikament, so ähnlich wie die klassische Pille." Sie kramt in einem der Koffer. "Ach hier habe ich es." , sie hält eine Packung in den Händen. "Es müsste auch in Deinen Unterlagen von der Klink stehen." Ich erinnere mich, das Doktor Rentsing meinte ich müsse jetzt für immer in regelmäßigen Abständen eine Kapsel schlucken. Ich würde sie gut vertragen. Anscheinend habe ich schon länger das Medikament bekommen. "Aha!" , antworte ich Melanie, "Da sind wir jetzt mit dem Papierkram fertig.

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Lisa-Weber
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 36 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

Danke schön für die neuen Kapitel.
Ich lese die Geschichte sehr gerne

Lisa
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 37 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Sehr schön und danke!

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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 38 im Thema

Beitrag von ascona »

ja, so ist es im Märchen... (he) Man wird in die Rehaklinik chauffiert, eine liebe Begleiterin bleibt die ganze Zeit dabei und bekommt ein extra Zimmer. Natürlich bringt ein "Page" den Koffer - nein, mehrere :o - mit neuen Kleidungsstücken auf das Zimmer mit Balkon. Fehlt nur noch der Begrüssungssekt :lol:
Als ich mal zur Reha war, bin ich allein auf Krücken im Zug hin gefahren. Der Koffer war vom Hermes Gepäckversand verschlampt und kam erst 2,5 Tage später an, bis dahin hatte ich nichts zum wechseln. Aber immerhin gab es genug zum futtern.
Aber ich bin gespannt, wie es der Steffanie in ihrem Privat-Luxus-Resort weiter ergeht (flo) ... (smili)

LG ascona )))(:

Magdalena
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 39 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo liebe Ascona,

träumen wir nicht alle mal. Und gerade jetzt, wo vielerorts noch mit Einschränkungen zu rechnen ist. Anderseits, hat ja in meiner Geschichte Steffan den Wandel zu Steffanie nicht ganz freiwillig gemacht. Er/Sie besteht ja vor allem noch innere Kämpfe. Glaubt hier und da noch einen Weg in sein altes Leben zu finden. da sind Ängste, die ihn plagen. Eigentlich Dinge, die ich in der eine und andere Art auch hatte, als ich meine vier wände das erste mal verlies. Da hätte ich gern so eine Begleitung, wie ich sie meiner Figur an die Hand gegeben habe. Inzwischen habe ich Freundinnen gefunden, sowohl über das Forum als auch im realen Leben.
Ja und dann habe ich auch ein wenig Mitleid mit meinem Helden und wollte ihn nicht ohne alles in sein neues Leben starten. Es ist ein Märchen, du hast es richtig erkannt. Und Märchen gehen meist immer gut aus.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Magdalena
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 40 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

bevor ich mich verabschiede, nein nicht aus dem Forum. Ich habe erst einmal Urlaub. Vielleich bekomme ich da auch noch einige Anregungen, die ich in meine Geschichte einbauen kann. Also habe ich wenigstens noch etwas zum Lesen da gelassen.


Noch einmal schaue ich auf die ausgefüllten Unterlagen. Habe ich das wirklich so eingetragen? Es ist meine Handschrift. Gerade will ich den Ordner zur Seite legen. Da fällt mir die Hausordnung der Einrichtung in die Hände. Es geht dabei mehr um Fragen, die weniger mit der eigentlichen Behandlung , als mit organisatorischen Dingen sich beschäftigen. Von wann bis wann gibt es die Mahlzeiten. Wie ist das Telefon zu benutzen, und was kostet es. Jetzt spüre ich, wie lange ich nichts mehr gegessen habe. Doch hier gibt es ein Café. Ich gehe hinüber zu Melanie, welche auch gerade dabei ist ihre Kleider in den Schränken zu verstauen. Auch sie hatte sich ihre Koffer direkt in die Einrichtung schicken lassen. "Melanie!", komme ich fragend auf sie zu, "spürst du auch einen kleinen Appetit?" "Ja, eigentlich haben wir lange nichts gegessen. Du hast recht." "Hier soll es ein kleines Café geben. " Komm lass uns mal hingehen." Ich bin zurück im mein Zimmer die Schlüsselkarte soll ich wohl schon in meiner Handtasche mitnehmen. gleichzeitig mit Melani stehe ich im Gang. Nur wo geht es hier zum Aufzug. Gleich am andern Ende des Ganges muss es gewesen sein. Vor dem Aufzug warten schon zwei Männer. Ich laufe langsamer. "Was ist Steffanie?", meint Melanie als ich zurückbleibe. "Komm der Aufzug ist gleich da." Noch sind die Männer am Aufzug, als wir ankommen. Die Herren beobachten uns schon wir den Gang entlanglaufen. Die Aufzugtür öffnet sich. "Bitte die Damen." sagt der eine der Beiden und weist mit einer Handbewegung uns den Aufzug zu betreten. "Wohin möchten die Damen?" ich bin froh als Melanie antwortet, " Zur Rezeption möchten wir." Dann drücke ich für sie die 1. Etage." Mir blieb das Herz fast stehen. Und ich bin froh. als sich die Tür wieder öffnet und ich mit Melanie auf die Rezeption zusteuere. Noch immer habe ich mich nicht im Griff. "Was möchten die Damen!", fragt der Page, der uns bei unserer Ankunft zu unseren Zimmern gebracht hat. "Hier solle es ein Café geben?" frage ich zögerlich. "Ja in der vierten Etage ist unser Café mit Terrasse." Er sieht uns beide an, "Sind sie bei uns im Haus?" Verwundert sehe ich mir denn Mann an der Rezeption an. "Ja!" , antworten wir fast synchron. "Sie müssen uns doch kennen." ergänzt Melanie. Und ich füge hinzu, "Haben sie uns nicht unser Zimmer gezeigt?" der Mann lächelt, "Nein, Euch hat bestimmt mein jünger Bruder begleitet." Melanie und ich wir schauen uns an. "Dann sind sie die Damen von Zimmer 205 und 206." er dreht sich um, "Wer ist denn Frau Heinrich? Ich habe hier einen Brief für Sie." Ja!" sag ich zu dem Mann. Dann überreicht er mir den Brief. Wir verabschieden uns. Mit dem Brief in der Hand laufe ich neben Melanie zum Aufzug zurück. Wer schreibt mir hier schon Briefe? Mit Melanie in ich doch erst vor einiger Zeit hier angekommen. Der Briefumschlag trägt das Logo der Kureinrichtung. Es fehlt auch ein Absender. Rätsel über Rätsel. Melanie löchert mich im Aufzug, "Hast du hier schon einen Verehrer." Ich merke wie mir warm wird. Gedankenversunken folge ich Melanie in das Café. Es ist Selbstbedienung. Die Anspannung mit dem unheimlichen Brief hat mit meinen Appetit genommen. Ich bekomme jetzt nichts hinunter. So hole ich mir nur einen Fruchtsaft. Melanie holt sich einen Salat und auch einen Saft. An der Kasse werden wir von der Kassiererin gefragt ob wir hier zu Gast sind. Wir zeigen unsere Kurkarte. Die Dame liest darauf hin die Kurkarte ein. "Es wird auf ihr Zimmer gebucht. Sie bezahlen bei der Abreise.", meinte sie noch. So jetzt einen freien Tisch suchen. Das Café ist gut besucht. Der einzige freie Tisch ist der Tisch neben den Herren, welche uns am Aufzug begegnet sind. Als sie uns bemerken, winken sie uns zu. Wieder spüre ich die aufsteigende Wärme in mir. Mein Kopf muss rot wie ein Feuermelder sein. Ich bleibe stehen "Willst du hier Wurzeln schlagen, Steffanie.", klingen Melanies Worte an mir vorbei. Langsam erreiche ich den Tisch, an dem Melanie schon angekommen ist. In der einen Hand halte ich mich an meinem Glas Saft fest. Von Festhalten kann keine Rede sein, nein eher krampfhaft umklammere ich das Glas. In der anderen Hand habe ich den Brief. Melanie schaut mich an, "Na willst Du den Brief nicht öffnen, du scheinst mir so abwesend auf einmal!" Ja was Schlimmes wird wohl nicht drin stehen, sage ich so in Gedanken zu mir selber. Der Brief ist nicht zugeklebt. Es macht mich stutzig. Doch einmal muss es sein. Ich öffne den Briefumschlag. Was ich jetzt lese würde mich jetzt glatt umhauen, wenn ich nicht hier am Tisch sitze. Eines Tages hätte ich, nach was in dieser Zeit nach meinem Unfall alles passiert ist, dem stellen müssen. Mir stehen Schweißperlen auf der Stirn. Fester umfasse ich jetzt mit beiden Händen mein Glas. Das Blatt Papier liegt auf dem Tisch. "Ist was mit Dir?", vernehme ich Melanies besorgte Stimme. Ich schiebe das Blatt zu Melanie herüber. Melanie greift sich den Brief, um ihn zu lesen.

"Freust Du Dich nicht?" , meint sie. "Freuen, ha. Du kennst meinen Vater nicht." klinge ich kläglich. "Er war schon nicht begeistert, als ich an der Uni Design studierte." Ich muss erst einmal tief Luft holen." Als ich dann auch noch in einer Firme, deiner Firma, in der bisher nur Frauen gearbeitet haben, anfange, war Funkstille zwischen uns." "Aber!", wandte Melanie ein, "dein Auto ist doch auf deine Mutter zugelassen gewesen." "Ja, mit ihr war ja auch alles in Ordnung." "Ich bin, ich war ihr Vorzeigejunge." "Wie soll ich es verstehen, Steffanie?" "Na im Gegenteil zu meinem Bruder waren meine Leistungen in der Schule sehr gut. Mir bereitete das Lerne nicht viel Anstrengung. Auch war ich nicht in Schlägereien verwickelt." "Ich verstehe, und Dein Vater?", will jetzt Melanie wissen. "Für meinen Vater gehörte es sich, das ein Junge auch mal mit der Faust auf den Tisch haut und sagt wo`s lang geht." Eine kurze Pause, dann spreche ich weiter, "Nach den Vorstellungen meine Vaters sollte ich was Handfestes lernen. Auf dem Bau zum Beispiel mir auch mal die Hände dreckig machen, wie er es meint." Ich sitze mit einen Mal wie ein Häufchen Elend auf meinem Stuhl. "Sieh mich doch jetzt an, was soll er von mir halten!" Ganz von alleine begannen mir Tränen über mein Gesicht zu laufen. Es bemerken auch die zwei Herren an unserm Nachbartisch. Ich merke nicht wie sie plötzlich neben uns stehen. "Guten Tag!", wendet sich der erste an meine Freundin Melanie, "Geht es ihrer Freundin nicht gut, sollen wir einen Arzt rufen?" Ich winke ab, "Nicht nötig, mir geht es gleich wieder besser." , versuche ich abzuwehren. "Wir können sie aber auch bis zu ihrem Zimmer begleiten!", meinte der Zweite. "Nein, nein!", sage ich bestimmend. Und ich denke so für mich. Kaum bist du eine Frau, zumindest äußerlich, da meinen alle Herren der Schöpfung mit helfen zu müssen. War ich auch mal so? Wir sitzen noch eine kurze Zeit in dem Café. Dann, auch vielleicht mit Hilfe des Saftes, den ich in kleinen Schlückchen zu mir nehme, geht es mir wieder besser. "lass uns auf die Zimmer zurück gehen, Melanie.", spreche ich aber noch immer schwach. Den Brief nimmt jetzt Melanie in die Hand. Ich ließ ihn einfach auf dem Tisch liegen.



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Hexemelina
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 41 im Thema

Beitrag von Hexemelina »

möchte nur wissen was in dem brief stand wouhh
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du

Magdalena
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Re: Die Geschichte von Steffan und Steffanie

Post 42 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo liebe Hexemelina,

Frau kann es eigentlich erraten, denke ich. Ansonsten abwarten wie sich die Geschichte entwickelt.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.

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