Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?
Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein? - # 51

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Tatjana_59
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 751 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Ralf-Marlene hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 11:15
Tatjana_59 hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 09:32
...
Wie sollte denn die Politik reagieren?
...
LG Tatjana
Liebe Tatjana,
ich stimme Dir zu, dass unsere Verwaltungen größtenteils vernünftig und mit Maß reagieren.

Allerdings lassen mich Forderungen aus Agrar- und Fleischindustrie und die Tatsache, wie viel an Luxus und ständiger Verfügbarkeit von allen Nahrungs- und Genussmitteln zu möglichst wenig Geld auf Kosten anderer Menschen über unsere Wert als Gesellschaft nachdenken.


Hier liegt eine ganz große Möglichkeit nicht einfach wieder in alte Denkmuster zurückzufallen sondern zu überprüfen wer in unserer Gesellschaft wirklich ein Leistungsträger*in ist und damit Wertschätzung verdient, egal wo Mensch geboren wurde...
Hallo Marlene,

Ich kann und möchte dir da nicht widersprechen.
Einhaken könnte die Politik und Maßnahmen ergreifen die die schon fast Sklavenhaltung vermenschlicht.
Ich denke auch dass nicht jedes Lebensmittel ständig verfügbar sein muss, und schon gar nicht zu Dumpingpreisen.

Das Gegensteuern und umdenken sollte auf alle Fälle gemacht werden, nach und nach.
Mit einem Fingerschnippen wird es die Politik auch nicht schaffen.

LG Tatjana
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Ralf-Marlene (So 26. Jul 2020, 11:37)
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Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!

Ralf-Marlene
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 752 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

Tatjana_59 hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 11:34
...
Einhaken könnte die Politik und Maßnahmen ergreifen die die schon fast Sklavenhaltung vermenschlicht.
Ich denke auch dass nicht jedes Lebensmittel ständig verfügbar sein muss, und schon gar nicht zu Dumpingpreisen.

Das Gegensteuern und umdenken sollte auf alle Fälle gemacht werden, nach und nach.
Mit einem Fingerschnippen wird es die Politik auch nicht schaffen.

LG Tatjana
Nein, mit Fingerschnippen werden weder wir als Verbraucher*Innen und Wähler*Innen noch die Politik, die wir als Souverän*Innen ja bestimmen, es nicht schaffen... (dr)

Ich bestehe da auf unser aller Verantwortung und sehe so eben, wie auch in der Identitätspolitik die Möglichkeiten und die Verantwortung zum eingreifen.
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Tatjana_59 (So 26. Jul 2020, 12:29)
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Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

MichiWell
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 753 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Tatjana_59 hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 11:34
...
Ralf-Marlene hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 11:41
...
Liebe Tatjana, Liebe Marlene, Liebe Alle,

das Problem ist von der Politik recht einfach hervorgerufen worden, aber nicht einfach wieder zu beseitigen. (Sofern das überhaupt gewollt ist.)

Unsere gewählten Politiker machen keine Politik für die Allgemeinheit, sondern Wirtschaftspolitik.

Und die Wirtschaft hat nun mal ein starkes Interesse an möglichst unbeschränktem Handel, um Rohstoffe und Waren zu möglichst niedrigen Preisen einzukaufen, und ein Maximum an Gewinn herauszuholen. Dieses Interesse bringt sie jeden Tag durch (kostspielige) Lobby-Arbeit zum Ausdruck, während der Bürger seinen Willen im Wesentlichen einmal alle paar Jahre an einem einzigen Tag zum Ausdruck bringen kann. Lobby-Arbeit des Bürgers erfolgt von der Sache her (zumindest theoretisch) über Parteien. Allerdings sind diese Parteien auch von Wirtschaftsvertretern durchsetzt/unterwandert, so dass sich wirkliche Bürger-Interessen nur jenseits der Parteien vertreten lassen, was aber die Interessen der Bürger verdrängt und ihre die Macht nur weiter einschränkt.

Dieses Denken der Wirtschaft, dieses "immer-mehr-haben-wollen" macht auch an den Ladenkassen und vor Kunden nicht halt, denn das Profitdenken geht nicht weg, wenn Unternehmer und deren Mitarbeiter zum Werktor hinausgehen. Jeder möchte auch im Privaten für sein Geld ebenfalls möglichst viel Gegenleistung erhalten. Und das verschärft sich noch, wenn man entweder nur sehr wenig Geld zur Verfügung hat, was mehr schlecht als recht zum Überleben reicht, oder aber durch Werbung, durch Marketing die Menschen zu immer mehr Konsum getrieben werden, um so die Interessen der Wirtschaft nach immer mehr Umsatz und Profit zu erfüllen. Wenn man permanent das "Bedürfniss" eingeimpft bekommt, alle paar Jahre ein neues Auto, Handy o.ä. zu brauchen, mehrmals im Jahr Urlaub in fernen Ländern oder Kreuzfahrten machen zu müssen, wenn es ständig neue Klamotten sein müssen, weil die neueste Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Wintermode diktiert, dass man mit den bisherigen nicht mehr auf die Straße gehen kann, ohne schräg angeschaut zu werden, dann muss das Geld zwangsläufig an anderer Stelle eingespart werden.

Mit den von der Politik getroffen Entscheidungen, Wirtschaftsräume untereinander zu öffnen (EU-Binnenmarkt, Freihandel weltweit), die auf sehr unterschiedlichen Niveaus stehen, ohne sinnvolle Regularien zu treffen, dann kommt das der Wirtschaft zwar sehr entgegen, weil es den Handel erleichtert und kurzfristig sehr hohe Profite ermöglicht. Zugleich werden aber über Jahrzehnte lokal gewachsene wirtschaftliche Strukturen rücksichtslos zerstört, und damit auch die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Es ist genau das Gegenteil dessen, was man den Menschen versprochen hat und immer noch erzählt. Diese Öffnung ohne vorherige Angleichung der Lebensbedingungen für die Menschen führt letztlich dazu, dass die Lebensverhältnisse für nahezu alle nach unten abgesenkt werden. Geringfügige finanzielle(!) Verbesserungen gibt es allenfalls für einen kleineren Kreis (in der EU die Ärmsten in Osteuropa), die diese Verbesserungen aber auch mit ihrer Gesundheit und Verlust am Lebensqualität bezahlen. Siehe die Menschen, die fern von Zuhause und Familie unter unwürdigsten Bedingungen auf deutschen Feldern und in deutschen Schlachthöfen schuften.


Liebe Grüße
Michi
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Ralf-Marlene
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 754 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

MichiWell hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 14:56
...
Liebe Grüße
Michi
Liebe Michi,
zum Teil treffen Deine düsteren Sichten sicherlich zu und einfach ist es nicht für uns einzelne gegenzuhalten.

Aber ich habe erlebt wie die Welt sich mit der zunehmenden europäischen einigung und dem Austausch verändert hat. Jeder Person, die dies erlebt hat ist klar, dass wir mehr Europa brauchen, nicht so sehr im Freihandel sondern in dessen Kontrolle in einer Sozial- und Rechtsunion.

Wir wählen die Parteien, wir treffen die Entscheidung, was wir kaufen. Es ist immer bequem darauf hin zu weisen, dass die Verhältnisse halt so sind. Hätten Menschen immer so gedacht gäbe es keinen Fortschritt und keine Demokratie und keine Meinungsfreiheit. Dann dürftest Du nicht einmal ungestraft ein so düsteres Bild malen sondern müsstest jubeln...

Also lass uns an Deinem Mut und Deinem Widerstand teilhaben... (dr)
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Jaqueline
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 755 im Thema

Beitrag von Jaqueline »

Huhu,

im Moment schränkt mich Corona nicht ein aber es stellt mich vor eine große Frage für die ich im Moment keine Antwort habe. Ich fliege tam 20.08.2020 theoretisch nach Bulgarien in den Urlaub. Varna entwickelt sich Aber gerade zum 3. Hotspot in dem Land. Alle Bars & Clubs sind offen. Eine Munschutzpflicht in den Bars, Clubs und Hotels gibt es nicht und das alles macht mich nervös. Eigentlich hoffe ich, so doof es klingt, dass Bulgarien Risikogebiet wird. Eigentlich habe ich das Geld für die Reise bereits abgeschrieben.

Ganz liebe Grüsse
Jaqueline
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)

Seit dem 01.10.2019 wird ein neues Kapitel aufgeschlagen 😎
Seit dem 01.04.2020 ist die Probezeit vorbei 🥰

https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174

MichiWell
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 756 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Ralf-Marlene hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 15:28
Aber ich habe erlebt wie die Welt sich mit der zunehmenden europäischen einigung und dem Austausch verändert hat. Jeder Person, die dies erlebt hat ist klar, dass wir mehr Europa brauchen, nicht so sehr im Freihandel sondern in dessen Kontrolle in einer Sozial- und Rechtsunion.
Liebe Marlene,

ich glaube, ich muss dir nicht erst lang und breit erklären, dass die EU rein aus Wirtschaftsinteressen (Montanunion) gegründet wurde, und sich seit dem nicht wesentlich über diesem ursprünglichen Ansatz hinaus entwickelt hat. Wir sind eine Wirtschafts- und Währungsunion, d.h. wir haben (zum Großteil) die selbe Währung, und Unternehmen können innerhalb der EU frei Handel treiben.

Was wir nicht haben, ist ein einheitliches Steuersystem und einheitliche Sozialstandards. Und genau da liegt das wesentliche Problem, was zeigt, dass die EU nicht wirklich eine Union im Interesse der Bürger ist. Die Menschen hier werden als Markt und Ressource betrachtet, die es im Interesse der Wirtschaft zu lenken und zu kontrollieren gilt.

Und, bevor jetzt jemand kommt: "Aber wir haben doch die Reisefreiheit in Europa." Nein, dass ist nicht "Europa" sondern dem "Schengen-Abkommen zu verdanken.
Ralf-Marlene hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 15:28
Wir wählen die Parteien, wir treffen die Entscheidung, was wir kaufen. Es ist immer bequem darauf hin zu weisen, dass die Verhältnisse halt so sind. Hätten Menschen immer so gedacht gäbe es keinen Fortschritt und keine Demokratie und keine Meinungsfreiheit. Dann dürftest Du nicht einmal ungestraft ein so düsteres Bild malen sondern müsstest jubeln...
Zur Wahl könnte ich boshaft auf Kurt Tucholsky verweisen, denn tatsächlich ist das nicht so weit davon entfernt. Und wenn man schon mql etwas erreicht, wie z.B. bei der letzten Europa-Wahl die Partei Die PARTEI ins EU-Parlament zu bringen, dann beschließen die anderen großen Parteien einfach eine Prozent-Hürde für die nächste Wahl, um die unbequemen kleinen "Emporkömmlinge" ja nicht groß werden zu lassen. (ko)

Wir sind auch in unseren Kaufentscheidungen nicht so frei, wie immer behauptet wird. Zum einen die an Gehirnwäsche grenzenden Marketing-Manipulationen (ich habe vor gut 25 Jahren eine Diplomarbeit zu dem Thema Korrektur gelesen und war entsetzt!), und zum Anderen muss man bestimmte Dinge (Lebensmittel ...) kaufen, und kann eben nicht konsumverweigern.

Und natürlich ist mir klar, warum ich hier meine Meinung sagen kann. Aber dir ist auch klar, dass die Demokratie mit viel Blut und Leben bezahlt wurde. Sollte das der einzige Weg sein, die EU zu einer Union für die Menschen zu machen?


Liebe Grüße
Michi
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Ralf-Marlene
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 757 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

MichiWell hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 21:25
...
Und natürlich ist mir klar, warum ich hier meine Meinung sagen kann. Aber dir ist auch klar, dass die Demokratie mit viel Blut und Leben bezahlt wurde. Sollte das der einzige Weg sein, die EU zu einer Union für die Menschen zu machen?


Liebe Grüße
Michi
Liebe Michi,
ich denke da weniger nihilistisch (mir fällt kein besseres und deutsches Wort ein) als Du.

Ich bin überzeugt, dass es auch einen demokratischen Weg zur weiteren Verbesserung Europas gibt. Die wirtschaftlich denkenden Menschen werden, wie in den NMationalstaaten des angehenden zwanzigsten Jahrhunderts, erkennen, dass es besser und prieswerter ist, einen funktionierenden Interessenausgleich zwiscchen den Bürgern und den den "Wertschöpfenden", den Besitzern der Produktionsmittel im weitesten Sinne, zu formen.
Wenn dies nicht geschieht, zunächst auf Europäischer und dann auch auf weltweiter Ebene ist ein gnadenloser Krieg um das Überleben unausweichlich. Entgegen den Erfahrungen bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts kann bei einem solchen Krieg keine Gruppe mehr gewinnen. Also heißt das, die Menschheit einigt sich oder sie rottet sich aus. Beide Möglichkeiten sind da. Wir können uns nur entscheiden, welche wir fördern ist meine Überzeugung.

Daher trägt jede*r Einzelne die Verantwortung, bei allen Möglichkeiten der Markt- und politischen Manipulation, die ja letztendlich auch nur menschengemacht und somit durch Menschen handhabbar ist.

Ich fände es schade, wenn Du oder ich aufgeben würden ohne zu kämpfen.
Marlene

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Jasmine
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 758 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Tatjana_59 hat geschrieben:
So 26. Jul 2020, 09:32
.............
Wahrscheinlich sind diese Erntehelfer auch menschenunwürdig untergebracht.
Aber das wissen wir nicht, nur eine Vermutung meinerseits.
.............
Deine Gedanken wann reagiert die Politik bedeuten für mich, nur ein erneuter kompletter Lock down geben dir dein Wohlbefinden zurück.
Dieses Szenario möchte vermutlich keiner mehr?
........
Liebe Tatjana, ich zitiere mal aus einem Artikel der Tageszeitung: https://www.fr.de/panorama/corona-deuts ... 13206.html
Auf dem Hof war das vorgeschriebene Hygienekonzept nach Angaben von Landrat Werner Bumeder (CSU) nicht vollständig umgesetzt worden. Grüne und SPD werfen der Staatsregierung vor, die Kontrolle von Saisonarbeiter-Unterkünften vernachlässigt zu haben.

Und in diesem Artikel steht: https://www.tagesschau.de/inland/mammin ... h-101.html
SPD-Verbraucherschutzexperte Florian von Brunn sagte: "Gerade die Hygienebedingungen am Arbeitsplatz und die Wohnverhältnisse müssen aus unserer Sicht scharf kontrolliert werden. Das ist offensichtlich nicht passiert. Dieser Ausbruch kam mit Ansage. Markus Söder und die zuständige Ministerin Huml tragen deshalb eine Mitverantwortung."

Das beunruhigt mich! Gerade nach den Vorgängen in den Fleischfabriken hätte ich mir von den Kontrollorganen und Groß-Unternehmern etwas mehr Sensibilität erwartet. Den Saisonarbeiter trifft meiner Meinung nach die kleinster Schuld.
Viele liebe Grüße Jasmine
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Ralf-Marlene (Mo 27. Jul 2020, 13:09) • Tatjana_59 (Mo 27. Jul 2020, 16:11)
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MichiWell
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 759 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Mo 27. Jul 2020, 09:03
... einen funktionierenden Interessenausgleich zwiscchen den Bürgern und den den "Wertschöpfenden", den Besitzern der Produktionsmittel im weitesten Sinne, zu formen.
Wenn dies nicht geschieht, zunächst auf Europäischer und dann auch auf weltweiter Ebene ist ein gnadenloser Krieg um das Überleben unausweichlich.
Liebe Marlene,

es gab vor dem WK2 in den USA mal Bestrebungen seitens der Besitzenden, einen Schritt Richtung Ausgleich zu gehen, weil man bemerkte, dass die (lokale) Wirtschaft wegen der Verarmung der Bevölkerung stagnierte. Heutzutage ist es wegen der Globalisierung für die Vermögenden wohl nicht mehr zu erkennen, dass sie mit ihrem Gewinnstreben die (globale) Gesellschaft in den Abgrund fahren. So lange noch irgendwo auf der Welt Profit zu machen ist, wird sich das womöglich auch nicht ändern; erst wenn man es geschafft hat, dass es allen gleich schlecht geht .. dann vielleicht. Klar .. eine düstere Aussicht, aber ob der bisherigen Entwicklung nicht ganz abwegig.

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Mo 27. Jul 2020, 09:03
Daher trägt jede*r Einzelne die Verantwortung, bei allen Möglichkeiten der Markt- und politischen Manipulation, die ja letztendlich auch nur menschengemacht und somit durch Menschen handhabbar ist.

Ich fände es schade, wenn Du oder ich aufgeben würden ohne zu kämpfen.
Eigenverantwortung ist gut und schön, und ich bin auch gewiss nicht untätig .. spare z.B. 1 Tonne CO2 pro Jahr, indem ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, und versuche auch sonst, ressourcenschonend zu leben. Doch das, was du und ich uns abringen, uns etwa im Interesse der Umwelt regelrecht vom Munde absparen, wird schon vom nächstbesten Idioten gleich vielfach wieder vernichtet, weil er/sie meint, für ein Sauf-Wochenende an den Ballermann fliegen zu müssen, oder eine Kreuzfahrt am Ende der Welt natürlich auch wieder mit Hin- und Rückflug.

Die vorübergehenden Beschränkungen wegen Corona haben uns bereits gezeigt, dass Verzicht bei Reisen und Transporten sich sofort positiv auf die Umwelt auswirkt. Aber was passiert, so bald es Lockerungen gibt? Die Leute sind noch schlimmer als zuvor.

Natürlich gebe ich nicht auf, und auch wenn du mich als Nihilist siehst .. ich mich sehe mich als Realitst mit Hang zum Zynismus. Aber ich denke, wir lassen das hier langsam ausklingen. Ich habe versucht, den Bogen zu Corona zu bekommen, aber so richtig gelingt es mir nicht.


Liebe Grüße
Michi
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Tatjana_59 (Di 28. Jul 2020, 09:04) • Ralf-Marlene (Di 28. Jul 2020, 09:18)
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 760 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

MichiWell hat geschrieben:
Mo 27. Jul 2020, 19:45
...
Natürlich gebe ich nicht auf, und auch wenn du mich als Nihilist siehst .. ich mich sehe mich als Realitst mit Hang zum Zynismus. Aber ich denke, wir lassen das hier langsam ausklingen. Ich habe versucht, den Bogen zu Corona zu bekommen, aber so richtig gelingt es mir nicht.


Liebe Grüße
Michi
Liebe Michi,
das ist es eher, wie ich dich sehe... und mich übrigens auch... (dr)
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 761 im Thema

Beitrag von conny »

Euer Engagement in allen Ehren, aber damit rettet ihr die Welt nicht.
Mich wundert, dass niemand auf die Idee kommt, mal in Berlin nicht nur vor dem Kanzleramt zu protestieren, sondern auch vor den Botschaften der Länder
Brasilien, China, Indien, Russland und USA.

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 762 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Kerstin hat geschrieben:
Sa 11. Jul 2020, 11:23
Kerstin hat geschrieben:
Mo 25. Mai 2020, 14:12
Corona hat mein Leben insofern verändert, als das mir die Waage drei Kilo weniger anzeigt.
Inzwischen bin ich bei minus vier Kilo und auf meinem Konto herrscht dank zehn Wochen Kurzarbeit gähnende Leere.
Bin bei minus vier Kilo stehen geblieben - am Anfang des vierten Monats Kurzarbeit.

Josii
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 763 im Thema

Beitrag von Josii »



Wenns gelöscht wird, auf telegram geht´s weiter:

https://t.me/AllesAusserMainstream
Wir warn geboren um zu leben
für diesen einen Augenblick
....um zu spüren wie wertvoll Leben ist! - Unheilig

Ralf-Marlene
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 764 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

Josii hat geschrieben:
Do 6. Aug 2020, 13:16
...
Wenns gelöscht wird, auf telegram geht´s weiter:
...
Also Deine letzten sechs, meiner Meinung nach dummen und, wenn es geglaubt wird, gefährlichen, Beiträge stehen noch in diesem Thema, Du arme Verfolgte...
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MichiWell (Do 6. Aug 2020, 14:17) • Tatjana_59 (Do 6. Aug 2020, 14:31) • Mirjam (Do 6. Aug 2020, 14:49) • Anne (Do 6. Aug 2020, 22:00)
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 765 im Thema

Beitrag von Josii »

Kommt zur Abwechslung mal ein Argument oder nur diffamierung und Unverschämtheiten?

Noch ist es nicht verboten hier Videos zu teilen. Oder?

Niemand ist verpflichtet die verlinkten Vidos zu gucken.

Ich habe tatsächlich eine andere Meinung als die "üblichen Verdächtigen" hier.
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Kerstin (Do 6. Aug 2020, 20:27)
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