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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 4. Feb 2020, 00:20
von Inga
Hi, NAREA,

du bist halt wie eine Fähre, die immer wieder den Hafen verlässt und zurück kommt. Und nur weil sie immer wieder verlässt und zurück kommt, ist sie, wie sie ist.

Ich finde, deine Pause Rückzug, Wiederkehr, und wieder Pause Rückzug und so, gehört alles zusammen. Tu, was dir gut tut. Mal so, mal so. Das tut dir gut und allen Mitlesenden hier.

Liebe Grüße
Inga

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 4. Feb 2020, 01:02
von Elizabeth
Liebe Narea,
auch ich bin gespannt auf eine Fortsetzung der Geschichte von Michael/a.
Bin erst heute wieder auf die Geschichte gestossen und mußte 2 Monate "aufholen" - Du bist nicht die einzige, die keinen Weihnachtsgruß von mir bekommen hat -
ich versuche es dieses Jahr besser zu machen - danke für den Hinweis!
Wenn Du uns kein "Flammendes Inferno v2" lieferst, bin ich gerne weiter mit dabei!
Gedankensplitter:
wie kommt man aus einer "Ich-Erzählung mit Eigendymanik" wieder heile raus?
Welcher Ausstieg wäre mir/uns/den anderen Kritikern eingefallen?
Auch Karl May hat erst viele Jahre nach "Winnetou 1 - 3" erstmals amerikanischen Boden betreten - dies soll jetzt kein literarischer Vergleich werden!
Bleib bei uns!
LG Elly

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 4. Feb 2020, 11:25
von Simone 65
Hallo NAREA . Ich habe deine Geschichten verfolgt und werde auch weiter lesen .
Liebe Grüße Simone .

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mi 5. Feb 2020, 15:43
von NAREA
Hallo Euch allen, ich sage nur Danke !

Morgen geht es weiter mit der "Michael(a) Geschichte.
Heute kurz zu Doris und mir.
Wir sind durch den Unfall in Italien etwas gezeichnet, Doris mehr als ich. Sie wird ihre Rückenprobleme behalten. Ständige Massagen und Übungen werden ihr nicht erspart bleiben. Das wird aber von Ärzten beobachtet. Für den Rest des Alltages hat sie ja mich. Was ich machen kann, das mache ich. Außer kochen, das ist mir ein Graus. Das macht Doris dann gern für mich.
Haus und Garten ist nun mein Revier geworden. Den Garten habe ich zu einem Rasenpark umgestaltet. Macht weniger Arbeit als Beete und Obstbäume. Dafür Blumen. Die wachsen alleine.
Für meine Kleidung fühlt sie sich aber immer noch verantwortlich. Nicht das Waschen, das kann ich auch schon. Sie legt mir immer noch die Sachen raus. Und immer gibt es Diskussionen. Es soll immer alles stimme, so mit den Farben. Ich soll mich nicht als Clown anziehen, bekomme ich oft zu hören.
Ich bin alt und gehorsam. Recht hat sie aber auch manchmal. Eine karierte Bluse zum gestreiften Rock mag sie nicht. Mir ist es egal.
Wenn Günter oder Werner kommen, um mich zu besuchen, dann haben sie noch nie gesagt, dass ich falsch angezogen bin. Denen ist doch egal ob ich Streifen oder Karos trage, Hauptsache die Bierflasche ist braun und es steht Krombacher drauf. Jetzt sitze ich gerade in Jeans und Shirt hier.
Eine der "Frauen Club" Mitglieder kommt mich besuchen und bringt ein Ehepaar, das gerade in unser Dorf gezogen ist, zur Vorstellung mit.
Jetzt denkt Ihr sicher, "was ist das denn, warum kommen die zu mir?". Ja, ich bin vergangene Woche zur Präsidentin des Frauen Clubs gewählt worden. Keine Gegenstimme. Ich wollte das nicht und hätte sofort einer Mitbewerberin den Posten überlassen. Aber nun wäre es nicht fair, wenn ich abgelehnt hätte. Den Grund, dass ich keine Frau bin, hätte Keine akzeptiert. Ich gehöre zu ihnen.
Mit dem Ehepaar muss ich mich noch beschäftigen. Er will auch dazu gehören wollen, sonst geht seine Frau auch nicht mit. Sie suchen Gesellschaft. Alleine in einem Dorf ist nicht so schön.
Morgen mehr.
Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 6. Feb 2020, 11:10
von NAREA
Geschichte von Michael(a).

Als Ilona Michael ihren Plan vorgestellt hat, was er begeistert. Er wollte auch mitfahren.
"Ob das so eine gute Idee ist?"
"Ich könnte deinen Freunden zeigen, wo und wie sie in die Gaststätte kommen."
"Lasse sie mal machen, die haben schon Erfahrung. Du musst doch arbeiten, ich bürge noch für dich." "Ich weiß Ilona, ich will dir auch keine Schwierigkeiten machen."

Ilonas Freunde fuhren an einem Donnerstag in das kleine Dorf, um die Ausweispapiere von Michael zu holen. Es war der einzige Ruhetag in der Woche. Als sie gegen Mittag die Gaststätte erreichten, fuhren sie ihren amerikanischen SUV gleich auf den Hof hinter dem Gasthaus. Der Wirt saß mit seiner hochschwangeren Frau am Küchentisch. Zwei der Freunde von Ilona gingen von hinten ins Haus. Ein Dritter blieb im Wagen.
"Wir wollen die Papiere von Michael abholen, er sagte uns, dass sie die freundlicherweise aufbewahrt hätten."
Ein Schreck durchfuhr den Wirt und seiner Frau. Die fing sofort an zu weinen. Der Wirt stotterte was von ...hab ich nicht mehr.
"Dann werden wir mal anfangen das Haus zu durchsuchen, wenn wir sie finden, dann geht es dir schlecht. Gebe sie lieber gleich heraus. Du willst doch deine Vaterschaft nicht nur mit einem Auge oder einem Ohr erleben? Wenn in 10 Minuten die Brieftasche nicht auf dem Tisch liegt, dann beweisen wir dir, dass du auch ohne deine Löffel noch ganz gut hören kannst."

Michael ging ins Krankenhaus zu seiner Arbeit im Materiallager. Er hatte ein komisches Gefühl im Bauch. Nach der Begrüßung durch seine Mitarbeiter ging er ins Lager. Wie immer mit einer neuen frischgewaschenen Schürze. "Guten Morgen Michaela, wir haben da was aufgeschnappt. Die Oberschwester hat über dich gesprochen und dich für deine gute Arbeit hier im Lager gelobt. Sie hat auch zu einem Arzt gesagt, dass sie schon eine neue Aufgabe für dich hätte." Die beiden Lernschwestern waren gespannt auf Michaelas Reaktion. "Nun sag schon, freust du dich?"
"Ja, mal sehen, was da auf mich wartet." Dann ging er wieder in sein Lager.

Ilonas Freunde machten einen so großen Eindruck auf den Wirt, dass er nicht lange zögerte und Michaels Brieftasche aus einem Versteck holte. Er hat sich nicht getraut die Papiere so zu entsorgen wie die Kleidung. Als diese von ihm gefordert wurde, musste er gestehen, dass er sie verbannt hätte. "Was ist mit der Wohnung?" wurde er gefragt.
"Die steht leer. Wir warten nur auf die Kündigung durch Michael, wir wollen ihn hier nicht mehr haben."
"Gut, dann bekomme ich jetzt 3 Monatsmieten von dir und ihr seht ihn nie wieder."
Der Wirt holte schnell das Geld und übergab es. "Noch mal 1000 Euro für die entsorgten Möbel und wir sind quitt. Der Wirt tat alles was von ihm verlangt wurde. So hat ihm die Angst im Nacken gesessen.
Das Geld und die Brieftasche wurden an Ilona übergeben. "Danke Jungs, das Geld ist für euch. Ihr habt mir sehr geholfen." "Immer wieder gern."

Im Krankenhaus wurde Michael zur Oberschwester gerufen.
"Michaela, ich möchte mich für ihre gute Arbeit bedanken. Wir haben sie in der kurzen Zeit ihrer Beschäftigung hier, sehr schätzen gelernt. Wir haben aber auch ihr Potential erkannt. Deshalb schlage ich ihnen eine andere Tätigkeit vor. Dank ihrer guten Zusammenarbeit mit den Lernschwestern, werden die Beiden den Lagerbereich für 4 Wochen übernehmen, bis dann ein neuer Mitarbeiter die Stelle übernehmen kann.
Sie habe ich vorgeschlagen in den Bereich Verwaltung zu wechseln. Ich bin mir sicher, dass hier ihre Fähigkeiten mehr gefragt sind. Mehr Geld gibt es auch. Kann ich mit ihnen rechnen?"
Wow, schwere Entscheidung. Was soll Michael antworten?
Wenn Ilonas Freunde seine Papiere bekommen haben, dann ist der Job weg. Wieder neue Arbeit suchen? Aber irgendwie muss er sich auch ausweisen.
" Oberschwester, bitte, habe ich noch 1 Tag Bedenkzeit? Ich möchte ein Nacht darüber schlafen."
"Aber natürlich, nur denken sie auch daran, dass der Keller nicht ihren Ansprüchen genügen wird und wir sie nicht verlieren wollen."
Das muss er mit Ilona besprechen. Sehr viel geht ihm durch den Kopf.
Will er Frau sein? Manche Momente vergaß er sogar, dass er in Frauenkleidung im Lager stand. Es waren auch Momente bei der Reinigungsfirma als er mit Kittel und Kopftuch seine Arbeit versah, dass es ihm so normal vorkam. Wie sah es in seinem Kopf aus?

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 6. Feb 2020, 16:28
von Lotte
Hallo Narea.
Bin sehr froh, dass du wieder angefangen hast zu schreiben, Narea.
Ich blickte einen Monat zurück, (buch) um die Geschichte wieder aufzunehmen, und sehe das die Geschichte mit Michaël (Michaëla) einfach weiter geht. (ap)
Ich bin sehr gespannt wie es er/sie weitergehen wird.

Liebe Grüsse
Lotte

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 7. Feb 2020, 10:22
von NAREA
Danke Lotte, ärgere mich manchmal selbst über meine Entscheidungen. Ich glaube ich gehöre schon ein wenig hier her. Darum werde ich schnell weiter schreiben, bevor es mich wieder überkommt aufzuhören und doch nicht den Mut habe es durch zuziehen.

Michael ist von dem Angebot der Oberschwester überrascht und hat nun seine Probleme damit.
Das Nachdenken darüber wird durch den Besuch von Ilona je unterbrochen.
"Hallo Michael, du siehst super aus. Aber du hast Probleme, das sehe ich auf den ersten Blick. Dafür bringe ich dir eine tolle Nachricht. Das mit deiner Wohnung hat sich erledigt. Und hier ist deine Brieftasche. Sogar das Geld ist noch drin. Du kannst wieder der Michael sein."
Michael schaut Ilona an. Freude sieht anders aus.
"Was ist denn los mit dir? Ich reiße mir den Hintern auf und du hast nicht mal ein Lächeln für mich?"
Michael schaut in seine Brieftasche, nimmt den Ausweis heraus und sieht sein Bild an.
"Freust du dich?"
"Ach Ilona, gerade heute hat mir die Oberschwester eine neue Stelle angeboten. Mehr Geld etwas ruhiger als im Lager. Morgen soll ich ihr Bescheid geben, weil ich Bedenkzeit wollte, um mit dir darüber zu reden."
"Was soll ich dir denn raten? Micha, das ist dein Leben. Ich kann die nur helfen deine Wünsche zu erfüllen. Du kannst meine Beziehungen gerne nutzen."
"Ich fühle mich da im Krankenhaus sehr wohl. Alle sind nett, dass ich als Frau da arbeite, haben nur die Schwesternschülerinnen mitbekommen. Die sind aber schwer in Ordnung und sagen nichts. Jetzt die neue Stellung in der Verwaltung. Auf der einen Seite halte ich den Ausweis mit Freude in der Hand, auf der anderen Seite hätte ich mir gewünscht........"
"Michael, es gibt für alles eine Lösung. Sag mir was du willst und ich helfe dir."
"Ilona, ich hätte vor ein paar Tagen nie daran gedacht mal ein Kleid anzuziehen. Jetzt hat mich ein Kleid in eine Situation gebracht, die mir gefällt. Durch die Arbeit im Krankenhaus habe ich freundliche Menschen kennen gelernt, so wie ich es sonst nicht kannte. Außer der Frau vom Wirt. Das hatte aber keine Zukunft. Ich würde gern im Krankenhaus bleiben aber dort wartet man auf meine Papiere. Wir haben es schon zu lange heraus geschoben. Wenn ich nun sage, dass ich ein Mann ist der Job doch weg oder?"
"Ja, leider. Aber wenn dir soviel daran liegt, dann gehe ich morgen zu der Oberschwester und mit ihr zur Leiterin der Klinik und versuche mein Glück. Gib mir mal deinen Ausweis mit. Entweder es klappt oder nicht."
"Danke Ilona, du bist eine echte Freundin."
"Da kannst ja trotzdem den neuen Job zusagen. Wenn es nicht klappt, dann ist es eh egal, dann suchen wir was Neues. Obwohl ich mich in der Männerwelt nicht so gut auskenne. Aber als Putzfrau bekomme ich dich immer unter."

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 09:11
von NAREA
Ich habe neulich geschrieben, dass ich Chef des "Frauen-Clubs" geworden bin.
Meine erste Amtshandlung, Aufnahme neuer Mitglieder. Das hat mich natürlich überrascht. Wo kommen hier noch neue Leute her?
Aber es gibt sie. So wie ein Ehepaar aus dem Ruhrgebiet, das hier im Nordosten ein neues Leben anfangen will. Grundlage ist ein bezahlbares Grundstück mit Häuschen drauf.
Sowas gibt es hier nicht selten.
Unser Dörfchen ist sehr klein und bietet wenig Aktivitäten. Bis auf den gegründeten "Frauen-Club". War auch mehr ein Spaß als ein ernst zunehmender Verein. Jedenfalls saßen die jungen Leute bei uns in der Wohnung. Altersmäßig gehören sie eher der Jugend an aber die gibt es hier nicht. Eine Tochter haben sie, die 4 Jahre alt ist. Die hatten sie dabei, weil nicht alleine zu Hause bleiben kann. Doris hat sich ihrer angenommen, so dass wir in Ruhe reden konnten.
Es ist ein sympatisches Paar. Sie möchten nicht alleine neben uns her wohnen und suchen einheimische Gesellschaft. Das können wir bieten aber vielleicht nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben.
Inge, Günters Frau und Freunde von mir und Doris, Hat ihnen schon einiges erzählt. Auch was ich für ein Vogel bin. Auch warum ich in diesem Club bin. Das Paar, Olaf und Carmen, nahmen es mit Humor. Das es eine Kittelschürzen Pflicht bei uns gibt hat die Beiden nicht abgeschreckt. Sie kennen das Leben auf dem Lande von ihren Eltern im Rheinland. Da war es auch mal Mode. Carmen hat auch einige Schürzen ihrer Mutter mitnehmen müssen. Da ja Männer in der Regel keine Kittelschürzen tragen, wird sich Olaf an unsere Gepflogenheiten gewöhnen müssen. Er sagte, dass er keine Probleme damit hätte. Warten wir mal ab.
Unsere erste Sitzung diese Woche wird die Neuaufnahme von Olaf und Carmen sein. Ich werde eine Kaffee Tafel mit anschließendem Umtrunk zu organisieren. Wir müssen ja auf das "DU" anstoßen.
Also freut Euch auf meinen Bericht am Mittwoch.
Narea
(Die Tochter des Paares wird solange von Doris betreut. Das fanden alle ganz toll.)

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 09:24
von Lisa-Weber
Liebe Narea,
schön das wieder die Muße gefunden zu schreiebn,
Einerseits wie es euch ergeht und an deiner Geschichte.
Ein ganz herzliches Dankeschön dafür
.
Liebe Grüße
Lisa

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 11:59
von NAREA
Liesa Danke,
ich versuche das Private, das schon immer Bestandteil meiner Berichte war, nicht zu vernachlässigen.
Unser Leben ist interessant und nicht normal. So eine Frau zu haben war der Glücksfall meines Lebens. Als wir uns das erste Mal im Leben sahen, hätte ich nie an eine Liebesgeschichte geglaubt.
Ich in einer Kittelschürze meiner Mutter mit Kopftuch und Gummistiefel. Peinlicher kann man keiner Frau gegenüber stehen. (Rest nachzulesen ganz am Anfang 2010 glaube ich).
Doris war auch nicht abgeneigt, dass ich unser Leben (nur hier im Forum) erzähle. Alle Mitglieder sind offen und ehrlich mit uns umgegangen. Dafür Danke an alle.
Geschichten zu schreiben hat mir Spaß gemacht und macht es noch heute.
Narea

Michael kämpfte mit sich. Er hatte seinen männlichen Ausweis in der Hand. Saß in einem Rock und Bluse auf seinem Sofa und dachte über das Angebot der Oberschwester nach. Ilonas Worte, dass sie ihm immer weiter helfen würde, egal wie er sich entscheidet, machte ihm Mut.
"Ilona, sowas wie dich habe ich noch nie kennen gelernt." "So bin ich eben, kann nichts dafür."
"Ich möchte gerne im Krankenhaus bleiben. Wenn du mir da helfen könntest?"
"Micha, das mache ich. Gib mir deinen Ausweis. Mir fällt schon was ein, dass du als Michaela keine Probleme bekommen solltest. Nur die Schwesternhelferinnen machen mir Sorgen. Wenn die quatschen ist alles vorbei."
"Mit denen rede ich noch mal, glaube aber nicht, dass sie mir mutwillig schaden werden."
"Dein Wort in Gottes Ohr. Bist in dem Krankenhaus ja näher dran als alle Anderen."

Michael geht also am nächsten Tag zur Oberschwester und teilt ihr mit, dass er die Stelle in der Verwaltung annimmt. Sie freute sich natürlich und wünschte ihm viel glück und das er die Arbeit genau so gut macht, wie im Lager. "Michaela, auch in der Verwaltung gibt es eine Kleiderordnung, der sie sich unterwerfen müssen. Sie wissen ja schon Bescheid im Lager. Wenn sie wieder kommen, dann melden sie sich bei Schwester Angelika, die wird sie in ihre neue Aufgabe einweihen."
Michael geht in den Keller zum Materiallager. "Hi, was machst du noch hier?" fragte eine der jungen Schwestern. "Ich brauche neue Sachen, weil ich in der Verwaltung arbeiten werde."
"Schade, war schön mit dir hier unten."
"Bitte, bitte verratet mich nicht, sonst bin ich arbeitslos und werde vielleicht noch wegen Vortäuschung falscher Tatsachen eingesperrt."
"Da mache dir mal keine Sorgen, du hast uns das Leben in den ersten Monaten hier unten so angenehm gemacht, das werden wir dir nie vergessen. Außerdem kommen wir auch bald nach Oben. Wir müssen ja auch noch lernen, das es hier kranke Menschen gibt. Wir sehen uns dann immer bei Essen. Was brauchst du denn für Sachen?"
"Weiß ich nicht, sowas was die Verwaltungsangestellten tragen. Ich habe solche Sachen nie raus geben müssen. Gibt es hier keinen Katalog oder ein Anweisungsblatt?"
"Ja, hier ist was. Kleidung für Verwaltung. Ach du Sch...e, das ist ja was für Großmütter."
"Gib schon her, ich habe doch keine Wahl."
Nach mehreren Anproben stand Michael endlich vollständig angezogen im Lagerraum.
"Das ist ja verrückt, das sieht so aus als müsse ich damit nach Hause gehen oder wofür soll der Mantel sein?"
"Sicher musst du so nach Hause gehen, sieh mal hier gibt es sogar Schuhe und Stiefel. Probier mal an. Die Stiefel sehen ja geil aus. Der Hacken könnte doppelt so hoch sein."
"Mach keinen Quatsch, mir reicht es jetzt schon. Das ist ja wie eine Uniform."
"Tja Michaela, wer aufsteigt muss Opfer bringen. Aber ein Lob aus Frauenmund wird dich sicher bestärken die Situation zu meistern. Der Kostüm mit der Bluse steht dir doch wunderbar."
"Wenn du das sagst. Ich werde mich auf den Weg machen. Die restlichen Sachen lasse ich noch hier. Fühle mich in meinem Sommermantel wohler als in einem schwarzen Beerdigungsmantel."
Michael ging in die Verwaltung zu Schwester Angelika. Hier bekam er einen Schreck.................

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 13. Feb 2020, 09:18
von NAREA
Im Raum steht eine junge Frau, die gerade auf sein Klopfen mit "ja bitte" geantwortet hat. Sie ist dabei einen Aktenordner aus einem Regal zu holen. Michael erschreckte sich, weil da so eine hübsche Frau stand, die nicht so gekleidet war wie er.
Ich bin Michaela und soll mich hier melden. Dieser Satz kommt etwas stockend heraus. Die junge Frau bittet ihn sich zu setzen.
"Ich habe dich schon erwartet. Du bist mir von der Oberschwester wärmstens empfohlen worden. Wir sind hier gerade bei der Umstellung unserer Verwaltung. Du sollst meine große Hilfe sein.
Warum hast du vorhin so erschrocken geschaut? Ich heiße übrigens Angelika."
"Ja, wie soll ich sagen. Ich war überrascht. Ehrlich gesagt, habe ich mit einer älteren, in konservativerem Kleidungsstil hinter dem Schreibtisch, gerechnet."
"Etwa so wie du gerade gekleidet bist? Wer hat dir bloß die Klamotten angedreht? Die liegen schon seit Jahren im Lager. Hoffentlich hat dich keiner darin rumlaufen sehen. Das gehört auch zu den Aufgaben hier, das Lager ausmisten."
"Die Sachen lagen bei "Kleidung für Verwaltung". Im Lager war eine Schwesternschülerin, die konnte das ja nicht wissen. "Wo gibt es denn so schöne Sachen, so wie sie sie tragen?"
"Erst mal Michaela, duzen wir und hier. Dann werden wir beide nachher einkaufen gehen. Es gibt eine gewisse Kleiderordnung für Verwaltungsangestellte. Aber nicht mehr wie im 19. Jahrhundert. Lass uns was essen gehen und dann besorgen wir dir deine Kleidung. Bitte zieh dich vorher um, so möchte ich nicht mit dir einkaufen gehen."
Beim Essen fragt Angelika Michael natürlich aus. Der hatte ganz schön zu kämpfen die richtigen Antworten zu geben. Was Angelika auffällt, seine rauche Stimme und die nicht so weiblichen Gesichtszüge. "Du bekommst es ja doch raus. Ich möchte eine Frau werden und bin der Probephase. Nun ist es raus. Eine Freundin von mir kennt die Leiterin des Krankenhauses und hat gefragt, ob meine Einstellung möglich wäre."
Das war zwar alles gelogen, denn Ilona muss erst noch mit der Leiterin sprechen. Angelika bat er, dass sie es für sich behalten soll.
"Wenn du Probleme hast mit mir zusammen zu arbeiten, dann sage es bitte jetzt."
Angelika tat nicht übermäßig erstaunt. Sie sah schon an seinem Laufstil, dass es nicht der fraulichste Gang war. Hatte Michael sich jetzt geoutet ? Sicher wollte er es nicht aber die Situation gab keine andere Lösung her. Er muss so schnell als möglich mit Ilona reden. Dazu benutzt er einen Besuch der Toilette, bevor es zum Einkauf geht. Sie geht nicht an ihr Handy.
"Ja Michaela, wollen wir es wagen, dich für deine Arbeit einzukleiden? Da ich es nun weiß, kann ich dir vielleicht helfen dich in der Frauenwelt zurecht zu finden."
Das Angebot hat er gerne angenommen aber will er eine Frau werden? Sein Kopf sagt noch nein. Es war jetzt erst mal eine Zweckverkleidung um Geld zu verdienen. Wie lange wird er das durchhalten? Gerade in dieser Situation, die ihm so eine hübsche Frau als Kollegin beschert.
Sie stehen in einem Damenausstattungsgeschäft. Klein aber fein. Angelika kennt die Verkäuferin.
Das Geschäft war leer, es war kurz vor der Mittagspause, in der der Laden für eine Stunde geschlossen wird. Die Verkäuferin lädt beide zum Kaffee ein. Michaela wird es mulmig in der Magengegend als sie mitbekommen muss, wie sich die Frauen über seine neue Garderobe unterhalten. Er ist ein Spezialfall, sagte Angelika. Ilona rief zurück. Ungünstig? "Wenn sie ungestört telefonieren wollen, dann können sie in den Laden gehen."
"Du Ilona, ich glaube ich habe Mist gebaut. Ich habe meiner neuen Kollegin gesagt, dass ich eine Frau werden will und in der Probezeit bin. Sie hat mich gleich beim ersten Blick durchschaut, da fiel mir keine andere Ausrede ein."
"Das ist ja prima, habe ich gleich einen Ansatzpunkt, deine Papiere bei der Leiterin des Krankenhauses ins rechte Licht zu rücken. Habe in 2 Stunden einen Termin bei ihr. Wir sprechen heute Abend darüber, ich muss los."
"Na, gute Nachrichten? Komm dein Kaffee wird kalt."

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 14. Feb 2020, 11:16
von NAREA
Hallo, heute ist bei mir immer Putzt Tag. Doris ist einkaufen, so habe ich meine Ruhe.
Bin aber fast fertig. Ich unterbreche aber gerne, weil ich Euch von der Aufnahme des jungen Ehepaares in unseren "Frauen Club" erzählen möchte.
Unsere Zusammenkunft begann also mit der Vorstellung von Olaf und Carmen. Sie erzählten warum es sie in den Norden verschlagen hat. Sie freuten sich, dass sie auch schnell einen kleinen Bauernhof gefunden haben, den sie nun nach ihren Vorstellungen ausbauen können. An der Hilfsbereitschaft der Frauen wird es nicht liegen, sich hier schnell ein zu gewöhnen.
Ein Schmunzeln trieb es allen Frauen und auch mir ins Gesicht als Olaf und Carmen den Raum in unserem Dorfclub betraten.
Beide hatten warme Mäntel an aus denen unten schwarze und braune Lederstiefel herausschauten.
Beide hatten sich Kopftücher umgebunden. Eigentlich wie ich es auch immer mache. Als sie sich der Mäntel entledigten, fingen wir an zu klatschen. Der Einstieg ist den beiden gelungen. Carmen hatte ein gelbes Kopftuch um, das im Nacken verknotet war. Eine bunte Bluse und einen braunen, knielangen Kittel, der nicht erahnen ließ, was sie unter dem Kittel verbarg.
Da Günters Frau, die ja mit den jungen Leuten bei mir auftauchte, sicher von mir und meiner Kittelleidenschaft erzählt hat, wollte Olaf nicht zurück stehen und hatte seinen Kopf auch mit einem Kopftuch verschönert. Nur er hatte den Knoten über der Stirn. Sieht man auch mal ab und zu. Aber er ist der Erste, der einen Rückenschlusskittel an hatte. Noch mal Applaus. Er sagte, dass die Bluse und der Rock unter dem Kittel von seiner Mutter sei, den Kittel hätte ihm Carmen gekauft. (sicher mit Hintergedanken) Sie will hier nicht mehr alleine die Hausarbeit machen. Hilde fragte Olaf, wieso er Rock und Bluse seiner Mutter bei hat. Ob er mit mir verwand wäre? Gelächter.
Carmen sagte, dass sie aus einem Karton stammen, in dem sie alle ihre Karnevalskostüme sammelten. Im Rheinland ist Karneval Pflichtveranstaltung. So hatten sie gleich die passenden Sachen dabei.
Wir feierte die Aufnahme mit Sekt und Wein. Die Beiden wunderten sich, warum hier nicht mehr Männer den Spaß mitmachen.
Gruß Narea

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Di 18. Feb 2020, 15:53
von NAREA
Hallo, ein sch... Wetter die Tage. Ich habe keine Lust raus zu gehen. Manchmal geht Doris für mich zum Bäckerauto. Da muss ich sie immer erste darauf hinweisen, dass sie ihren Kittel nicht vergessen soll, sonst denkt die Verkäuferin noch, dass sie fremd ist hier. Wenn ich mal raus will oder muss, dann regnet es immer. Heute wollten ein paar Frauen und ich im Club Haus etwas umgestalten. Wieder Regen. Da wir ja nur Damen Regenmäntel haben, passte es ja. Weil ich heute zu Hause schon im Rock rumgelaufen bin, habe ich nur noch lange Stiefel angezogen und bin los. War wegen des Windes ganz schön kalt. Habe mir freiwillig ein Kopftuch umgebunden. Werde Euch von unserem nächsten Club Abend dann berichten.

.................Michael traf sich am Abend mit Ilona.
"Na, was hat die Klinikcheffin gesagt?"
"Das war ein sehr interessantes Gespräch. Ich dachte erst das sie den Eindruck hat, ich wolle sie auf den Arm nehmen. Sie hatte dich zwar nur ein paar mal gesehen, erkannte aber keinerlei Ansätze, dass du ein Mann wärst. Ich erklärte ihr, dass du schon gute Fortschritte gemacht hättest. Sie hat sich alles notiert und ist froh, dass du dich so gut hier eingelebt hast. Nun liegen alle Entscheidungen bei dir."
"Erst mal danke ich dir, dass du dich so für mich eingesetzt hast. Seit ich meine neue Kollegin Angelika kenne, habe ich ein noch größeres Problem."
"Weil sie dich durchschaut hat?"
"Nein Ilona, ich habe mich in sie verliebt. Gleich am ersten Tag. Ich kann doch nichts dafür, dass sie so hübsch ist. Und dann erzähle ich ihr, dass ich eine Frau werden will. Ist doch alles verrückt. Ich zweifele an mir. Wenn ich wieder als Mann rumlaufen will, weiß ich nicht wie Angelika das aufnehmen wird. Dann darf ich da ja sowieso nicht mehr arbeiten."
"Und wenn du erst mal wartest, wie sich eure Beziehung entwickelt?"
"Und wenn sie sich einen anderen Mann sucht?"
"Dann kannst du das auch nicht verhindern."
"Und wenn ich ihr sage, dass ich sie liebe?"
"Micha, und wenn...und wenn...dann kann alles ganz schnell vorbei sein. Taste dich langsam heran. Geht mal essen oder spazieren. Frauen fassen sich gerne an, wenn sie so rumschlendern. Wenn du sie anlächelst merkt sie doch schon sicher was." "Weiß nicht, vielleicht. Habe Angst was falsch zu machen."
Ilona kann die Sorgen von Micha verstehen. Jetzt muss sie mit Greta reden. Sie waren beide an dieser Verwandlung beteiligt. Am Besten sie fährt zu Greta. Bei einem Glas Wein redet es sich leichter. Ilona plagt ein schlechtes Gewissen. Sie wollte aber nur helfen.

Michaela hat nun schon zwei Arbeitstage mit Angelika verbracht. Akten in den PC übertragen, das Tagesgeschäft organisieren und das Vorbereiten der Aussonderungsaktion im Lager. Angelika und Michaela sprechen sich abends immer ab, in welcher Kleidung sie am nächsten Tag kommen. Wie Zwillinge wollen sie auch nicht aussehen. Manchmal müssen sie noch telefonieren, wenn sie sich nicht schlüssig sind. Es läuft gut zwischen den beiden. Michael würde ihr so gern seine Liebe gestehen. Ilona hat bestimmt recht, langsam angehen lassen.
Kann er nicht. "Da Angelika, was machst du denn immer so am Wochenende?"
"Wieso, möchtest du mich mal einladen?"
"Wenn du schon so fragst, ja das möchte ich. So kann man sich besser kennen lernen."
"Gerne, ich komme gerne. Du bist ja auch noch für mich ein großes Rätsel."
Trotz der Zusage wurde Michaela etwas rot im Gesicht. Hoffentlich hat Angelika das nicht gesehen. Wie will er den Tag gestalten? Es soll was Besonderes werden. Er meldet sich noch im Kosmetik Studio an. Er wirkt aufgeregt. Das darf nicht schief gehen. Ihn beruhigt aber die Antwort, die Angelika auf seine Frage gab, ob er sie einladen möchte. Hat sie schon darauf gewartet? Sie hätte ihn ja auch einladen können. Sind ja schließlich Frauen?

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Do 20. Feb 2020, 12:49
von NAREA
Hallo, erst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die meine Beiträge gut finden. Mich macht es glücklich, dass sie auch gelesen werden.

......................In der Zeit, in der sich Ilona und Greta über Michael unterhalten, diskutieren und sich auch streiten, läuft es bei Michael und Angelika scheinbar ganz gut an.

Angelika was Besonderes bieten, das will Michaela bei Angelikas Besuch versuchen. Tausend Ideen schwirren ihm im Kopf rum. Seine Wohnung muss er nicht verändern. Modern und trotzdem gemütlich eingerichtet ist er. Ein Essen zu zelebrieren, das ist nicht seine Sache. Sie soll ja nicht zum Essen kommen, das hätten sie in einem Restaurant sicher einfacher. Aber Schnittchen, Nüsse und Schokolade, das bekommt er hin. Mehr wird Angelika sicher nicht erwarten.
So will er es machen. Sie kommt sicher nur, um ihn noch besser kennen zu lernen, da ist Essen gut aber nicht notwendig. Schon hat Michael sein Gewissen in dieser Richtung beruhigt.
Aber nun wird es schlimm. Was anziehen???
Sie weiß, dass er ein Mann ist. Soll er es wagen sich mit Hemd und Hose zu präsentieren?
Man ist das schwer.
Aber vielleicht mag sie ihn als Frau viel lieber? Sie kennt ihn ja nur so. Mit diesen Fragen geht er an seinen Schrank. Eine der Fragen erledigt sich schon von selbst. Er hat gar kein Hemd oder Herrenhose. Er setzt sich auf sein Bett. Er steht auf und schaut in den offenen Schrank.
Dann sieht ein weinrotes Kleid. Das hatte Ilona ihm mal mitgebracht, falls er mal mit ihr ausgehen würde. Es wurde noch nicht gebraucht. Aber jetzt nimmt er es und schaut es an. Es ist eines von Ilonas Kleidern, die eigentlich ganz gut passten. Eine große Auswahl hatte er nicht, darum zog er es an. Als er sich im Spiegel sah, war sein Kopf das Beste, was er an seiner Statur erkennen konnte.
Das Kleid sah gut aus aber nicht so wie er es sich vorgestellt hat. Es hing so an ihm herunter. Dieser Stoff vor seiner Brust demonstrierte Leere. Die Taille könnte auch enger sein. Jetzt läuft er schon so lange als Frau durch die Gegend und erkennt diese Defizite immer noch nicht. Also ran an die Beseitigung der Unförmigkeiten.
Kleid wieder aus. Er entscheidet sich für ein Korselett. Das hat schöne harte Brustschalen, das muss passen. Kleid wieder an und Ansicht oben für gut befunden. Für die Taille hat er einen Gürtel gefunden, der farblich noch nicht passte. Aber er hat ja so farbenfrohe Schuhe, die will er jetzt probieren. Nein, das geht alles nicht, er zieht sich wieder aus. Langsam muss er sich beeilen, Angelika kommt in 30 Minuten.
Wieder steht er vor dem Schrank. Ein Rock, da kann man nichts falsch machen denkt er sich. Er holt einen etwas längeren Faltenrock heraus. Passt. Pulli, Top oder Bluse. Über seinem Korselett ist eine Bluse wohl besser. Welche denn nur? Die Zeit rennt auch davon. Hellgrauer Rock, schwarze Pumps und eine Bluse. Es klingelt an der Wohnungstür. 5 Minuten zu früh. Er greift sich irgendeine Bluse und stürmt zur Tür. Mit halb zugeknöpfter und über dem Rock hängender Bluse öffnete Michaela die Tür.
"Guten Abend Michaela, habe ich dich überrascht? Ich bin etwas zu früh, glaube ich"
"Nein, das macht nichts, ich hatte noch nie Damenbesuch und bin bei meiner Kleiderwahl gescheitert. Komm schnell rein."
"Soll ich dir helfen ein passendes Blüschen für deinen Rock zu finden?"
"Meine Alternativen sind aber beschränkt."
"Lasse mal schauen." Angelika brauchte nicht lange um zu sehen, dass da eine Bluse hing, die genau zu dem Rock passt. Michaela zog sie an. Sie wollte gerade aus dem Schlafzimmer gehen und die von Angelika mitgebrachte Weinflasche öffnen, da fragte Angelika, warum er denn nicht das hübsche weinrote Kleid angezogen hat, das auf dem Bett liegt.
"Das habe ich mal geschenkt bekommen. Aber es passt nicht so gut, weil ich noch keine ausgeprägten weiblichen Formen habe. Vorne zu wenig, hinten zu wenig und etwas zu kurz bin ich auch noch."
"Schade, hätte dich gern mal darin gesehen."
Wird Michael noch mal in das Kleid schlüpfen?

Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Verfasst: Fr 21. Feb 2020, 10:32
von NAREA
...........Michaela druckste herum. Sie will das Kleid eigentlich nicht anziehen.
"Wenn es dir peinlich ist dann machen wir das ein anderes Mal."
Michaela weiß nicht was sie antworten soll. Am liebsten würde er ihr sagen, dass er sich in sie verliebt hat. Sie hatte Angst vor ihrer Antwort. Aber als sie sagte, dass sie ein anderes Mal ja das Kleid probieren können, faste Michaela Hoffnung, dass es mehr werden kann.
Nur wen Angelika mag, Michael oder Michaela, hat er noch nicht herausgefunden. Der Abend endet gegen Mitternacht, weil Angelika sich ein Taxi bestellt hat. Sie verabschiedete sich mit einem Kuss auf Michaelas Mund. "Bis Montag im Büro und das nächste Wochenende halte für mich frei. Ich lade dich zu mir ein. Tschüß Michaela." Weg war sie.
Michael blieb noch einige Minuten an der Tür stehen. Kann er sich Hoffnung machen?

Ilona und Greta zerbrechen sich auch ihre Köpfe. Kamen aber dann zu dem Entschluss, mit Michael zu sprechen. Sie wollten ihre Hilfe in jeglicher Richtung anbieten. Er tat ihnen leid, weil er in eine verfahrenen Situation steckte. Sie wollen mit ihm am nächsten Wochenende sprechen. Greta will nach Berlin kommen.
Als Ilona ihm das mitteilt, muss er leider ablehnen. "Ich treffe mich mit Angelika."
"Darüber wollten wir mit dir reden."
"Was wollt ihr den bereden mit mir? Ilona, ich bin dir so dankbar für alles, was du für mich getan hast. Mich als Frau los zu schicken war schon gewagt. Aber der Job im Krankenhaus hat mir gefallen, obwohl ich hier mehr Angst hatte erkannt zu werden. Aber nur weil ich da arbeite und anerkannt werde, habe ich meine Traumfrau getroffen. Um sie zu erobern brauche ich keine Hilfe, auch wenn es gut gemeint ist. Da muss ich jetzt durch. Wenn Angelika mich als Frau haben will, dann zögere ich nicht. Aber auch wieder mal Anzüge tragen zu müssen würde mir keine Probleme bereiten. Ich kann dir nicht beschreiben wie sehr ich mich zu ihr hingezogen fühle."
"Hör auf Michael, mir kommen schon die Tränen. So freue ich mich für dich. Werde es gleich Greta erzählen. Wir hoffen aber, dass wir trotzdem Freunde bleiben."
"Natürlich, die besten, die ich je hatte."

Die Tage vergingen nicht schnell genug, dachte sich Michael. Jeden Arbeitstag Angelika zu sehen, das ist schon toll. Es kommt auch schon mal vor, dass Angelika, wenn sie an seinem Schreibtisch vorbei geht, mit einer Hand über Michaels Haar streicht. Dann dreht er sich um und schickt ihr einen Handkuss nach. Die Arbeit der Beiden im Büro geht gut voran. Die Klink Leitung ist sehr zufrieden und zeigt das durch eine kleine Prämie.
"Du Michaela, wir werden nächste Woche im Lager Inventur machen müssen. Ich bin durch mit der Liste für die Teile, die entsorgt werden müssen."
"Ja, ok, steigen wir hinab in die Katakomben diese ehrwürdigen Hauses."
"Ich habe uns Arbeitskittel bestellt. So können wir da unten nicht rumlaufen. Ist dir doch recht, oder?"
"Gute Idee, die Klamotten, entschuldige den Ausdruck, haben mir noch nie gefallen, war aber Pflicht. Mal sehen was du für einen Geschmack hast. Nicht das uns die Oberschwester aus dem Lager wirft wegen anti traditionelle Kleidung."
"Da bin ich auch schon gespannt drauf."
"Warum?"
"Weil die Kittel nicht schwarz oder dunkelgrau sind."
"Hast du etwa hellgraue bestellt?"
"Schlimmer, wir werden das Lager mit unserer Anwesenheit in einen bunten Saal verwandeln."
"Hoffentlich dürfen wir danach noch hier arbeiten."
"Komm, es ist Mittag."
Angelika war zuerst an der Bürotür. Sie drehte sich um und fiel Michaela um den Hals und küsste. Michaela erwidert dies. Es war einfach schön. Endlich konnte er Angelika sagen, dass er sie über Alles liebt. "Das habe ich doch schon lange gemerkt." Dabei liefen ihr kleine Tränen über ihre Wangen. Michaela wollte was sagen. Angelika legte ihren Finger auf Michaelas Lippen. "Nicht jetzt"