Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau
Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau - # 142

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2116 im Thema

Beitrag von NAREA » Mo 22. Jul 2019, 09:38

"Nein, die muss ich nicht tragen, das hat sich so ergeben. Doris wollte es mal sehen und hat mir eines herausgesucht? Oder war ich es, weil es mich mal reizte? Ich glaube so war es. Weil ich es nicht zeigen wollte, habe ich einen Kittel über gezogen. Aber Doris sieht alles. Da sie der Meinung war es steht mir, sind wir dabei geblieben. Mir gefällt es inzwischen auch."
"Warum habe ich dich so selten, außer in dem Jeans Kleid, in einem Kleid gesehen?"
"Weil du durch meine Kittel nicht durchschauen kannst."
"Da hast du recht, warum trägst du so oft diese altmodischen Relikte aus Omas Zeiten?"
"Das ist eine ganz lange Geschichte, die schon in meiner Jugend anfing. Wenn ich mal viel Zeit habe, dann erzähle ich sie dir."

Mit vielen Helfern brachten wir erst die Möbel und dann die Kleidung in die neue Wohnung.
Doris sollte sich freuen, dass alles schön zurecht gemacht wurde. Mit meiner Vermieterin kam ich gut zurecht. Sie war noch sehr rüstig und machte ihr Frühstück und Abendessen selbst. Das Mittagessen brachte ein Service auf Rädern. Dem habe ich mich auch angeschlossen, denn kochen war noch nie meine Leidenschaft.

Als ich fertig war mit allen Räumarbeiten, dachte ich, jetzt könnte ich mal Doris anrufen.
Es schien als hätte sie auf den Anruf gewartet. Ich bot ihr an sie nach Hause zu holen. Ein Seufzer auf der anderen Seite. "Bitte hole mich ab. Ich habe mir alles durch den Kopf gehen lassen. Ich will zurück."
Am nächsten Tag um 4.00 Uhr fuhr ich los. Wollte mal sehen wie weit ich komme. 1200 km lagen vor mir. Das war natürlich egal.
Für die lange Fahrt habe ich einen Koffer gepackt. Ich hatte noch mehr vor.
Habe mich leicht locker angezogen. Top und Rock. Es sollte warm werden. 1 mal tanken musste ich. Top anbehalten, feige wie ich bin, Hosen angezogen. Im Auto gleich wieder Rock an. Keinen aus Jeansstoff. Ein Sommerrock, leicht und luftig. Als ich im Schwarzwald ankam habe ich eine Schlafpause eingelegt. Eine Stunde war ich weg. Dann bis ans Ziel, Nähe Bern. Spät abends war ich da. Wie Doris mich empfangen hat, später...................

Inga
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2117 im Thema

Beitrag von Inga » Mo 22. Jul 2019, 10:35

Hallo, NAREA,

oh, fahr blos vorsichtig um die zarte Glück nicht zu gefährden ... .

Liebe Grüße
Inga

NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2118 im Thema

Beitrag von NAREA » Do 25. Jul 2019, 12:01

Hallo Inga, alles in Ordnung. Meine Fahrt war stressig aber mein Ziel hat mich entschädigt. Doris brauchte wohl diese Pause. Sie viel mir gleich um den Hals.
"Gut dass du kommst Papa, Mutti hat die ganze Zeit nur von dir erzählt. Das mit der neuen Wohnung und alles was ihr am Telefon geredet habt."
Das hat mich dann doch ein wenig gewundert. Gefreut habe ich mich trotzdem. Ich blieb noch 2 Tage. Dann fuhr ich mit Doris wieder Nach Hause. Nicht ganz richtig, neuen zu Hause. Das kannte sie noch nicht. War gespannt auf ihre Reaktion.

Diese Haushälfte bietet viel Platz, weniger drumrum, man wird ja auch nicht jünger. Ich habe alles renoviert und Dank der Hilfe meiner Club-Frauen auch Innen schön gemütlich gestaltet. Zur Hofseite ist eine große Wiese, da habe ich einen großen runden Tisch hin gestellt, so dass mal gemütlich auch bei uns einen Kittelschürzen-Club-Nachmittag machen kann.

Als wir in unserem Dörfchen ankamen, wäre ich fast an dem neuen Wohnsitz vorbei gefahren. Aber als ich dann auf das Grundstück fuhr ( alles nur auf Mietbasis ), Doris ausstieg, gab ich ihr den Hausschlüssel. Sie schaute mich an als wollte sie sagen, was sie damit soll. Ich wollte, dass sie sich ohne mich einen Eindruck machen sollte. Ich wollte nur langsam das Auto in die Garage fahren, um ihr Zeit zu geben ihr neues Heim anzusehen. Nach 15 Minuten ging ich rein. Doris saß im Schlafzimmer und weinte. Sie umarmte mich. Ich war wieder sehr glücklich. Ich hatte sie zurück.

Als wir dann durch den Garten gingen, sagte sie, dass sie gerne eine kleine Feier mit meinen Helfern machen möchte. Sie möchte sich auch bedanken, dass sie mich nicht allein gelassen haben.
Am Abend riefen wir alle an, und luden sie am Wochenende zu einer kleinen Party ein.

"Sag mal Narea, ich habe gar keine schmutzige Wäsche gesehen."
Die hatte ich natürlich immer gleich gewaschen und weg geräumt.
"Ich habe im Bad kein Wäschestück gesehen, das zu Narea passte. Möchtest du wieder lieber Willi sein?"
Nein, das wollte ich nicht. Aber so ohne sie hat es mir keinen Spaß gemacht. Mal ein Kittel oder eine Schürze, zu mehr hatte ich keine Lust.
"Na da musst du dich am Wochenende aber anders ins Zeug schmeißen. Was dachten denn deine Club-Freundinnen von dir?"
Ich ging natürlich immer zu den Treffen. Unser Gesetz, nur im Kittel zu erscheinen, habe ich eingehalten. Nur meine Hosen drunter wurden scharf kritisiert.
"Möchtest du das wieder ändern?"
Ich sah in ihre Augen und sagte, weil sie wieder da ist soll alles wie Früher werden.
Wir saßen noch ein Zeit lang Draußen und hielten Händchen.

Über die Feier berichte ich morgen. Liebe Grüße Narea

Simone 65
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2119 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Do 25. Jul 2019, 19:39

Narea , ich wünsche Dir werde glücklich mit deiner Doris .🤗

Liebe Grüße Simone, die auch nicht mehr alleine ist .😃
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

NAREA
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2120 im Thema

Beitrag von NAREA » Fr 26. Jul 2019, 13:45

Hallo Simone, wir freuen uns für Dich. Alleine macht es doch auf Dauer keinen Spaß. Ich könnte das nicht. Also viel Glück.
Ich sitze gerade wieder in einem Kleid am PC. Das Wetter ist aber auch erbarmungslos mit uns sündigen Menschen. Doris macht gerade ein Nickerchen. Ich kann nicht schlafen, dafür ist doch die Nacht da.
Ich wollte über die Feier in unserm neuen Garten berichten.
Eigentlich war es nur so gedacht, dass meine Frauen-Club Mitglieder in traditioneller Kleidung (also in ihren Kittelschürzen) erscheinen. Auf einmal standen da alle Frauen mit ihren Männern im Garten.
Erst Verwunderung, dann Freude. Die Männer waren schon immer neidisch, dass ihre Frauen immer zum Club Treffen gingen und sie allein zu hause waren. Alle Männer hatten Kittel an oder Latzschürzen um. An unserem großen runden Tisch passten wir alle ran. Dieses Bekenntnis der Männer veranlasste uns eine neue Satzung auszuarbeiten. Jetzt sind wir ein Unisex-Club.
Ich bin nicht mehr allein. Ist doch im Endeffekt alles ein schöner Spaß. Hätte nie gedacht, dass die Männer das mitmachen. Aber starke Frauen und der Spaß an gemeinsamen Treffen, lassen auch Männer Vorurteile schnell dahin schmelzen.
Nach Internetrecherchen sind wir nicht allein mit diesem Fimmel. Es gibt auch andere Clubs, bei denen Männer und Frauen dem Kittelfetisch frönen.
Das haben wir dann auch ordentlich gefeiert.
Als Doris sich später zu uns gesellen wollte, wurde gleich ausgebuht. "Ohne Kittel oder Schürze ist hier kein Platz frei." Wer das rief weiß ich nicht mehr.
Doris ging ins Haus zurück.
Als sie wieder kam, hatte sie eine schneeweiße Kittelschürze an und ein kleines Häubchen auf dem Kopf. " Heute bin ich hier Garten Königin und freue mich, dass ihr alle da seid."
Alle klatschten und freuten sich, dass Doris wieder die Alte war. Wieder ein Anlass, das glas zu erheben.
Ich wunderte mich natürlich über meine Geschlechtsgenossen. So kannte ich sie nicht.
Auch unsere Vermieterin, die wir natürlich eingeladen haben, kam zum Fest.
Sie sagte, dass sie wohl ein verrücktes Paar als Mieter hat einziehen lassen.
Alle riefen "Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa."
Gruß Narea

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2121 im Thema

Beitrag von NAREA » Fr 26. Jul 2019, 15:02

Als die Feier dann so gegen 01.Uhr sich auflöste, kamen von den paar Männern alle zu mir und sagten, dass es eine geile Feier war. Sie können sich nun vorstellen, was ihre Frauen so getarnt mit Kittelschürze im Clubhaus so machen würden.
Da lagen sie total falsch. Wir redeten, werteten Urlaubsreisen aus und tranken dazu ein paar Tropfen Wein. An dem Tag der Feier, das was nicht die Realität. Aber der Glaube der Ehemänner ging in eine andere Richtung. Egal, jetzt dürfen sie dabei sein und mitwirken gute Stimmung zu verbreiten.
Hauptsache sie kommen beschürzt. Ich glaube zwar nicht, dass es schwer fallen wird.

"Das war toll, was du da organisiert hast. Und die Wohnung und, und, und, war.........."
"Das war nur für dich, du sollst dich hier zu Hause fühlen. Mein Liebesbeweis, dass ich ohne dich nie gemacht hätte."
Ich glaube Lebensqualität hängt nicht nur von der eigenen Familie ab. Liebe Freunde und Nachbarn sind sehr wichtig und die haben wir hier gefunden.
Es wird sicher noch mehr Begebenheiten zu erzählen sein und darauf freue ich mich schon.
Liebe Grüße
Narea

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2122 im Thema

Beitrag von NAREA » Mo 29. Jul 2019, 12:56

Unsere Nachbarn haben mir wahnsinnig viel geholfen. Aber es immer viel Wehmut in dem Was sie sagten. Wir hätten doch zwischen ihnen wohnen bleiben können.
Sie wollten nicht verstehen, dass Doris als große Hilfe im haus und Garten ausfallen wird. Ich werde auch nicht jünger. Für uns ist diese neue Haushälfte groß genug und wir sind im Dorf geblieben. Das war wichtig für mich. Hier hat man sich an mich gewöhnt.

Ich habe alle Schränke so gut es ging wie im anderen Haus eingeräumt. Doris hat sich gewundert, dass keine schmutzige Damenwäsche zu sehen war. Ich habe ihr gesagt, dass ich keine angehabt habe. Das konnte sie nicht verstehen. Ich konnte es auch nicht so erzählen, dass doch sie eigentlich meine Leidenschaft von Anfang an unterstützt hat und ich mich dabei so wohl gefühlt habe. Nun war sie ein paar Wochen weg und mich schmerzte das. Mir war einfach nicht danach. Nur ab und zu mal.
"Darüber müssen wir noch mal reden." Ja mein Schatz.

Unsere neue 80 jährige Vermieterin ist noch rüstig. Sie ist jetzt viel im Garten. Wir haben nur ein Stück Wiese mit Wäscheplatz. Uns recht es erst mal. Haben uns eine schöne Sitzecke eingerichtet und können auch hier viel draußen sitzen.

Bei solchen Gelegenheiten habe ich schon mal darüber nachgedacht, ob ich bei den Webers mal reinschaue. Moni und Uwe sind auch schon etwas älter geworden. Da passt dem Uwe sicher nicht mehr jeder Rock. Wie wird Moni damit umgehen.
Lena ist nun Grundschullehrerin in Wismar. Ronny hat sie lange nicht gesehen. Ob sie sich auseinander gelebt haben? Ich glaube ich klopfe mal ihre Türen.
Morgen nicht heute.
Gruß Narea

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2123 im Thema

Beitrag von NAREA » Fr 2. Aug 2019, 12:56

Entschuldigt bitte, ich habe zur Zeit Stress. Für Rentner sollte das ein Fremdwort sein. Aber ehrlich, ich würde gerne schreiben, aber hier ist viel los.
Erzähle ich alles Montag. Doris geht es nicht so gut. Vermieterin erkrankt. Ich noch der Gesündeste.
Einzelheiten Montag.
Gruß Narea

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2124 im Thema

Beitrag von NAREA » Mo 5. Aug 2019, 15:55

Ich fange mal gleich mit einer Entschuldigung an, denn so oft wie ich schon Antworten wollte, das tut mir echt leid. Immer kommt was dazwischen. Wir haben unsere Wohnung eigentlich fertig. Ihr wisst selber, fertig wird man nie. Wenn man zur Miete wohnt ist es noch blöder. Darf ich dies oder darf ich das nicht. Wir müssen immer erst eine 80 Jahre alte Frau fragen. das nervt.
Jetzt aber der Hammer.
Der Sohn der alten Frau, der das Haus gehört, ist ja der Erbe (glaube ich). Der hat von der Vermietung erfahren und ist sofort, etwas später, gekommen. Nun ist er da und hat mich gesehen.
Ich ihn auch, höflich gegrüßt, und meiner Wege gegangen. Denn wenn er was will, muss er kommen, denn er ist nur Sohn der Vermieterin. Geht mich also nichts an.
Auch so ein Auswanderer aus Mecklenburg, der versucht im tiefsten Bayern sein Glück zu finden.
Nummernschild PA....Ich beurteile Menschen nicht nach Statussymbolen aber nach 11 Jahren in Bayern (sagte seine Mutter), sollte doch mehr drin sein, als ein FIAT Panda.
Nichts gegen das Auto. Es ist bloß immer so ein Klischee Denken, dem ich mich auch nicht entziehen kann. Tut mir leid. Bin eben auch nicht vollkommen. Ist ja auch egal.
Jedenfalls hat seine Mutter wohl mächtig Ärger bekommen, weil sie sowas wie mich hier hat einziehen lassen. Bin jetzt mal gespannt, wie sich die Sache entwickelt. Habe zwar Mietvertrag aber was ist der Wert, wenn man unerwünscht ist.
Wir bleiben gelassen. Der Typ halt seine Mutter nie nach Passau. Eher schiebt er sie ins Heim ab. Aber vielleicht werden wir doch noch wichtig für die Frau. Lassen wir es mal rankommen.
Wohnraum gibt es hier genug.
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Was den jungen Mann sicher schockiert haben muss, ist nur der Umstand, dass er mich beim Wäsche aufhängen gesehen hat. Ich hatte nur eine einfarbige Kittelschürze an, Gummistiefel, eine kleine Schürze vor dem Bauch, in der die Klammern waren und kein Kopftuch, das meine wahre Identität verschleiern hätte können.
Ich melde mich wieder, wenn der Kerl weg ist. Tschüß Narea

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2125 im Thema

Beitrag von NAREA » Do 8. Aug 2019, 15:50

Hallo,
die Situation hier ist erst geworden. Der Sohn unserer Vermieterin ist immer noch da. Die alte Dame traut sich gar nicht mehr aus dem Haus. Irgendwas muss da los sein.
Wir vermuten, der Herr möchte nicht mehr so weit aus Bayern zu seiner Mutter fahren.
Gestern hat er bei uns geklingelt und um ein Gespräch gebeten. Wir ahnten schon was kommen wird, er will uns raus haben. Also, vielleicht mehr mich, denn ich werde nicht seinen Wertvorstellungen entsprechen.
Nicht dass seine Mutter zu weit weg wohnt, ihn reizt der Verkauf des Hofes an reiche Berliner, die sich von der verdreckten Stadtluft erholen müssen und ganze Dörfer im Norden wegkaufen.
Zu mir hat er gesagt, dass er den neuen Besitzern nicht zumuten kann mit Nachbarn zusammen zu leben, die das ganze Jahr dem Karneval frönen. Außerdem will er beide Haushälften verkaufen.
Erst blieben mir die Worte im Hals stecken, dann sagte ich ihm, dass ich das Haus kaufen möchte.
Das hatte er nicht erwartet. Reagierte aber sofort und konterte, dass ich wohl kaum soviel Geld haben würde, um mit den Großstädtern mithalten zu können. Da war ich dann raus. 1. kennt er mein Konto nicht und zweitens will er mich ja los werden, da kann er jede Summe fordern, den wahren Verkaufspreis werde ich nicht erfahren.
Was solls, habe mich eben in die Nesseln gesetzt.
Ich sagte zu Doris, dass ich mich abreagieren muss. Wir wollen spazieren gehen. Sie meinte nur, dass ich einen Rock anziehen soll, wenn wir sowieso ausziehen müssen, soll doch egal sein, was er über uns denkt. So machten wir es. Rock und Bluse aber ohne Kopftuch. Doris hängte mir noch ihren Regenmantel um die Schultern und wir gingen los.
Unterwegs trafen wir noch eine Frau vom Frauen Club. "Willi, wieso warst du gestern nicht im Club?"
Wir erzählten unseren Ärger wegen des Hauses. Das war sie überrascht und verstand mein Fehlen. Sie bot uns gleich ihre Hilfe an. "Was hat er denn gegen deine Kleidung?" Das hat er mir nicht gesagt aber wo er herkommt, da trägt man sowas sicher nicht. "Lass mich mal forschen, wir finden eine Lösung. Noch mehr Boletten aus Berlin, das nimmt ja Überhand. Wohnen wollen die hier nicht aber ihre Hintern in die Sonne strecken, dafür haben sie Geld. Ich will mich nicht aufregen, kann man eh nichts machen. Ich melde mich bei euch."
Ja so ist der Stand der Dinge. Obdachlos werden wir sicher nicht. Ziehen wir halt wieder um.
Liebe grüße Narea

Inga
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2126 im Thema

Beitrag von Inga » Do 8. Aug 2019, 23:54

Hallo Narea,

ach, ich glaube, der Kerl wollte Hof eh verkaufen. Da ist es einfach störend, wenn eine Wohnung vermietet ist, die so ein Hofkäufer schon mal nutzen könnte, wenn er mal vor Ort ist. Vielleicht hat der Kerl irgendwo Schulden und braucht jetzt das Geld? Jedenfalls glaube ich, hätte er auch einen anderen "Grund" zum Aufregen gefunden, wenn es nicht die Kleidung war. Intolerante Menschen aber sind schon anstrengend.

Ich wünsche euch eine gute neue Bleibe.

Liebe Grüße
Inga

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2127 im Thema

Beitrag von NAREA » Fr 9. Aug 2019, 11:00

Hi Inga,
dass er irgendwann mal den Hof für viel Geld verkaufen würde, war mir schon klar. Er hätte mich nur fragen brauchen, ob ich Interesse habe. Großstädter, es müssen nicht Berliner sein, egal woher, zahlen auch nicht jeden Preis. Aber mit ihm zu reden halte ich eh für sinnlos. Hat eben Vorurteile und keine Toleranz Gene.
Ich glaube es gibt zu wenige tolerante Menschen. Über das Thema kann man ewig reden, eine Lösung wird sich nicht ergeben. Für uns nur gut, dass der Rest des Dörfchens eine andere Meinung hat.
Unsere ehemaligen Nachbarn (auch zugezogen) hatten auch ein Problem mit mir. Mehr der Mann als die Frau. Mal ordentlich reden, feiern und Spaß haben, dann geht alles viel lockerer.
In diesem Sinne, Dir und allen ein sonniges Wochenende.
Narea

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2128 im Thema

Beitrag von NAREA » Mi 14. Aug 2019, 14:38

Hallo,
meine jetzige Situation ließ mir leider keine Zeit mich zu melden. Der Sohn der Vermieterin hat uns die Wohnung gekündigt. Natürlich im Namen seiner Mutter. Uns tut die arme Frau richtig leid. Der Sohn beansprucht auf einmal Eigenbedarf. Wenn wir dann raus sind, dann verkauft er das Haus.
Dagegen ist nicht viel zu machen. Wir werden wieder auf Wanderschaft gehen müssen.
Doris hat eh nicht den Kopf dafür, darum kümmere ich mich um alles. Es heißt, das wir wieder umziehen müssen. Unser wöchentliches Frauen Treffen war für mich sehr schwer.
Erst wollte ich nicht hingehen. Dann hat mich Doris fast hingejagt. Erst stolz sein, dass ich dazu gehören darf und dann kneifen. Doris suchte mir ein paar Sachen raus. Wenn ich da hingehe gibt es nicht viele Alternativen. Das ist ja gerade der Spaß an der Sache. Also rein in Rock und Bluse. Farblich dazu passend einen Kittel. Perücke oder Kopftuch?
Eigentlich kennen sie mich alle mehr mit Kopftuch. Der Nachmittag war mehr ein Beileid Bekenntnis zu unserer Situation. Das wollte ich nicht. Meine mitgebrachte Torte sollte die Stimmung heben. Trübsal blasen kann ich zu Hause. Zwei Flaschen Prosecco hoben dann die Stimmung.
Mehrere Angebote für ein neues Obdach sprangen dabei heraus.
Meine gute Stimmung nahm ich mit nach Hause. Doris weiß, das es mit uns immer weiter gehen wird.
Wir ließen den Tag Arm in Arm auf unserer Gartenbank vor dem Haus ausklingen.
Weil wir wussten, das wir beobachtet wurden, hat es Doris geschafft, dass ich ein Kleid angezogen habe. Jetzt erst recht, dachte sie sicher.
Liebe Grüße an Euch,
Narea und Doris

Inga
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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2129 im Thema

Beitrag von Inga » Mi 14. Aug 2019, 23:06

Hallo, Narea,

also ich finde, beim Beobachtet werden so ganz ohne Kleid(ung) zu sein ist ja auch nichts.

Schön, dass es mit einer Wohnung jetzt irgendwie weiter gehen wird.

Ich drücke euch die Daumen - und du drücke deine Doris!

Liebe Grüße
Inga

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Re: Mein Leben als Crossdresser an der Seite einer Frau

Post 2130 im Thema

Beitrag von NAREA » Do 22. Aug 2019, 13:01

Hi Inga, Du treue Seele,
es geht wieder bergauf. Wir haben es geschafft innerhalb einer Woche eine Wohnung zu finden und umzuziehen. Malerarbeiten haben wir noch verschoben, weil es Wichtigeres gab. Sind beim Einleben. Einen Garten gibt es auch. Steckt noch viel Arbeit drin. Doris hat sich viel mit Dekoration der Wohnung beschäftigt. Wollte ihr dabei nicht zu oft über den Weg laufen, denn ich wurde dann gleich mit dekoriert. Nie hatte ich das Richtige an. Das ist ein Zeichen, dass sie wieder mehr auf mich achtet. Sie fühlt sich immer besser. Vorgestern sind wir eingeladen worden. Die Käufer unseres Hauses wollten uns gerne kennen lernen. Wir haben uns erst angesehen und überlegt, was wir machen. Es hängen so viele Erinnerungen dran.
Wir sind hin gegangen. Doris war schon in ihrem Element. Wollte mich tatsächlich im Rock und Bluse stecken. Meine Zickigkeit bewarte mich davor.
Das Ehepaar, das aus Münster kam und in der Nähe der Ostsee ihren Lebensabend verbringen wollten, haben unser Haus gekauft.
Sehr nette Leute. Unser Erscheinen löste erst etwas Verwirrung aus. Unsere Nachbarn waren schon längst per DU mit den Beiden und haben uns etwas anders geschildert als wir nun so vor ihnen standen. Ich war Schuld. Ich war zuviel Ich. Nach einer netten Begrüßung bedauerte die Frau des Hauses, dass ich ja so ganz und gar nicht den Versprechungen der Nachbarn entspreche. Sie hätten mich so (diese liebevollen Eigenschaften möchte ich nicht wiederholen) geschildert, dass ich rot geworden bin. Ich musste aber versprechen, dass sie mich doch mal so sehen werden, wie die Nachbarn es vorgeschwärmt haben. War es Scham oder Peinlichkeit?
Doris hat die Beiden eingeladen, wenn unser zu Hause richtig fertig ist.
Da steht mir sicher noch was bevor.
Üben brauche ich ja nicht mehr. Laufe jetzt wieder täglich in mehr in Kleidern als Röcken rum. Ist aber auch bequemer. Immer, wenn ich an Doris vorbei laufe, bemerke ich so ein komisches Grinsen, vielleicht auch Lächeln? Habe dann immer das Gefühl, da kommt noch was.
Manchmal täusche ich mich auch. Ich bewerte ihr Lächeln dann als Zufriedenheit mit mir.

Ich bin immer noch der einzige Mann im Frauen-Club. Unsere Treffen sind immer sehr lustig, besonders, wenn ich meinen selbst gebackenen Kuchen mitbringe. Da lasse ich Doris nicht ran.
Mir wird dann aber bei der Verkostung gesagt, dass ich dies und das Ergänzungsmittel hätte dazu tun können. Etwas Eierlikör in den Marmorkuchen oder ein Schnäpschen in den Tee. Weibervolk eben.

Da war noch was.
Einige Zeit ist vergangen, dass ich von Moni und Uwe berichtet habe. Beide sind etwas älter geworden und sehen der Rente entgegen. Sie haben immer noch ein Lokal in Wismar. Hier arbeiten sie mit Sonja und Marianne immer noch zusammen.
Ansonsten ist Uwe doch allen Vorsätzen entgegen wirkend etwas fülliger geworden. Moni bedauert es. Sie ist ihm aber nicht böse. Uwe kann nicht mehr mal schnell in einen Kittel schlüpfen, wenn er seinen beschmutzt hat.
Moni nimmt es zur Kenntnis und versucht ihren Uwe immer noch vom weiblichen Styl zu überzeugen.
Uwe ist keine 30 mehr, da muss es schon etwas dem Alter Angepasstes sein. Da hat Moni noch so ihre Probleme.
Ihre Tochter Lena ist Lehrerin an einer Grundschule in Wismar. Es macht ihr unheimlich viel Spaß mit den Kindern zu arbeiten.
Ihr Freund Ronny hat sich sehr rar gemacht, weil er in Köln Schauspiel studiert hat und sich dann zum Stuntman ausbilden lies. Sie sahen sich eher spontan. Kleine Liebschaften ließen Ronny Lena oft vergessen. Wie es der Zufall wollte, begegneten sich die Beiden doch mal wieder in Wismar.
Vielleicht flammt ihre Liebe doch noch mal auf?
Gruß Narea

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