Nicoles Galaxie
Nicoles Galaxie - # 3

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Nicole Doll
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Re: Nicoles Galaxie

Post 31 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Sa 30. Dez 2017, 12:10

Kapitel 6; Mein Latex-Fetisch

In Kapitel 1 habe ich erzählt, wie sich mein Frauenkleider-Fetisch zu dem Wunsch entwickelt hatte, eine lebende Gummipuppe zu sein. Mit meinem Coming Out trat dieser Wunsch zunächst einmal weit in den Hintergrund. Nun war es für mich erst einmal wichtig mich als Frau in der Öffentlichkeit zu zeigen. Als es dann in diesem Sommer draußen en femme immer mehr zur Routine wurde, keimte der Gummipuppen-Wunsch wieder auf. Eine Sache hatte sich aber geändert. Da mich jetzt jeder als Frau kennt, macht es keinen Sinn mehr eine Maske zu tragen. Damit änderte sich das Bild von der Gummipuppe. Statt komplett in eine zweite (Gummi-)Haut zu schlüpfen sollte nun eine schöne Frau in einem roten oder schwarzen Latexanzug stecken.

Latex ist teuer. Auch wenn man die Billiglohn-Situation in China ausnutzt, kann man also nur Geld sparen, wenn man einen Anzug aus dünnem Latex (0,3 oder 0,4 mm) anschafft. Eine zweite (Puppen-)Haut aus Gummi würde dann (bei weniger als 0,7 mm) durchsichtig wirken. Eine Farbe, die sehr gut deckt, ist dagegen rot. Da Latex sehr reißfest ist, sollte es sonst mit einer geringen Materialstärke keine Probleme geben. Also schaute ich mich wieder bei YouTube um - und „verliebte” mich in diese Frau:



Dann waren Amazon, Ebay und Aliexpress an der Reihe. Ich suchte einen Anbieter in China, bei dem Maßanfertigung zu einem günstigen Preis zu haben ist. Bei Aliexpress wurde ich dann fündig. In der Produktbeschreibung wurde Maßanfertigung angeboten, im Bestell-Formular gab es aber nur die Größen XS bis XXL. Bei mir hätte XXL vom Umfang her in etwa gepasst, wäre aber mit über 190 cm Körpergröße viel zu lang gewesen. Also kontaktiere ich den Anbieter - auf englisch, da ich mit einem Übersetzungsprogramm eine Katastrophe auf mich zu kommen sah. Auch das war nicht ganz einfach, aber chinesisch verstehe ich nun einmal nicht. Schließlich erhielt ich die Maßanfertigung gegen einen kleinen Aufpreis. Dazu schickte ich eine Tabelle mit meinen Maßen nach China.

Nun war erst einmal Warten angesagt. Mit den angegebenen Anfertigungs- und Lieferzeiten sollte das Paket - quasi als eigenes Weihnachstgeschenk - noch vor Weihnachten ankommen. So war es dann erst einmal auch. Nur fand der „Hilfszusteller” des Paketdienstes (unterbezahlt und wahrscheinlich mit Migrationshintergrund) wieder einmal die Häuser in meinem Dorf nicht. Also nahm ich wieder Kontakt mit dem Chinesen auf. Der fragte mich, ob er das Paket mit DHI(?) schicken sollte. Ich antwortete: Falls er DHL meint, wäre das in Ordnung. Am ersten Tag nach Weihnachten kam das Paket dann endlich an. Es war ziemlich klein und leicht - was hatte ich da nur bestellt?

DCFC0137_1.jpg

Und so sieht es also aus. Insgesamt hätte ich einige Maße deutlich knapper angeben können. Woher sollte ich aber wissen, wie es - speziell bei Latex! - richtig geht. Die Chinesen haben jedenfalls - soweit ich das beurteilen kann auch in guter Qualität - so gefertigt wie vorgegeben. Und dann ist da der Nachteil des dünnen Materials: Es wirft leicht Falten. Egal. Die Frau in dem Video ist sowieso viel schöner - was ja auch nicht anders zu erwarten war.

Wie geht es nun weiter? - Keine Ahnung. Jedenfalls ist jetzt der Wunsch nach der Gummipuppe erst einmal befriedigt. Es hätte mir sonst einfach keine Ruhe gelassen. Und die Kosten hielten sich in Grenzen. Falls ich noch einmal bestellen sollte, weiß ich jetzt auch, wie ich die Maße korrigieren muss. Und dann müsste das Material auch dicker sein (wegen der Falten).

Nur so eine Idee: Vielleicht sollte ich in meinem YouTube-Kanal ein Thema als Playlist aufmachen: „Mollige Transe in Latex” (smili) :mrgreen: .

Und noch eine Idee: Kann es sein, dass ich nicht falsch gemessen, sondern abgenommen habe? Eigentlich passt es ja mit Weihnachten nicht zusammen, aber abgesehen von der Gans habe ich mich nicht anders ernährt als sonst. Da ich bei meiner Zweifach-Diät aus Prinzip keine Waage benutze, kann ich das jetzt nicht so einfach nachprüfen. Ich könnte die Maße noch einmal ermitteln, aber dann weiß ich immer noch nicht, ob ich abgenommen oder falsch gemessen habe. - Auf jeden Fall bestätigt sich wieder Murphys Gesetz: Wenn etwas schief gehen kann, dann geht es auch schief.

Eure Nicole (Rubberdoll)
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Re: Nicoles Galaxie

Post 32 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 30. Dez 2017, 15:00

Nicole Doll hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 12:10
Also schaute ich mich wieder bei YouTube um - und „verliebte” mich in diese Frau:
Hallo Nicole,

ja die sieht schon ganz "lecker" aus. (he) Wäre ich 'ne Frau mit so einem Körper, würde ich auch mal in so einem Anzug durch die Gegend laufen. :D

Allerdings sollte man das Mädel mal zu einem Lauftraining schicken, denn so richtig schön sieht das nicht aus. Die stakst ja auf Heels genau so furchtbar durch die Landschaft wie ich. :mrgreen:
Nicole Doll hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 12:10
Wie geht es nun weiter? - Keine Ahnung. Jedenfalls ist jetzt der Wunsch nach der Gummipuppe erst einmal befriedigt. Es hätte mir sonst einfach keine Ruhe gelassen.
Das kann ich voll verstehen, geht mir auch so. Aus diesem Grund habe ich mir ja dieses Jahr mehr oder weniger spontan einen Badeanzug bestellt, und weil die Versandkosten eh schon angefallen waren, hatte ich mir auch gleich noch einen Bikini dazu gegönnt. :D Hat auch nicht die Welt gekostet, da vom Discouter. Aber die Qualität ist ganz ordentlich für den Preis. Ich bin da auch bissel wählerisch und zögere nicht beim Zurückschicken, bevor ich mich dann später drüber ärgere.


Viel Spaß beim Tragen und liebe Grüße
Michi
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Re: Nicoles Galaxie

Post 33 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » So 7. Jan 2018, 19:34

Kapitel 7; Frust und Langeweile

Endlich sind Weihnachten - das Familienfest ohne Familie - und der Jahreswechsel - mit den jedes mal sinnlosen guten Vorsätzen - vorbei. Nun ist zwischen den Festen Michelle, meine aufblasbare Sex-Gummipuppe, zum Leben erwacht und geistert nun abwechselnd mit Nicole durch das Haus. Inzwischen ist es nicht mehr so spannend und aufregend, wenn Nicole nach draußen geht, also will jetzt Michelle nach draußen, damit das Prickeln meiner zweiten Pubertät erhalten bleibt. Zum Fensterläden Schließen war sie schon draußen, aber das reicht ihr nicht. Sie hätte es gerne, wenn draußen ein Video von ihr gedreht würde. Mein „Kameramann” verzieht beim Gedanken daran nur sein Gesicht. Im Moment ist sowieso nicht das richtige Wetter dafür. - Obwohl: im Latexanzug wird es beim Schwitzen immer innen nass, da ist es eigentlich egal, wenn es auch noch von außen drauf regnet. Nur mein Cousin, der „Kameramann”, denkt anders darüber.

Sonst bedeuten für mich Feiertage vor allem Langeweile. Hier im Dorf fährt kein Bus und die Läden sind geschlossen. Wo soll Nicole also hin? Und dann müsste sie auch noch zu Fuß gehen. Da wäre nur die Dorfkirche, wo sie sich als Heidin nicht so richtig wohl fühlt. Also ist zu hause bleiben und Langeweile schieben angesagt - Obwohl eigentlich mehr als genug zu tun wäre. Wenn man von verwilderten Garten - der bei dem Regenwetter sowieso keine Option darstellt - einmal absieht, wäre da das ganze Gerümpel, das meine Mutter über die Jahrzehnte im Haus gestapelt hat. Eine Folge dessen ist auch Nicoles „Kampfstuhl”.

Zur Erklärung für alle, die nicht gedient haben: Um bei plötzlichem Alarm schnell antreten zu können ist es bei der Bundeswehr - zumindest bei der Panzertruppe des Heeres - üblich alle Kleidungsstücke nach einem ganz bestimmten Schema auf einem Stuhl zu platzieren. Das nennt man Alarm- oder Kampfstuhl. In der Grundausbildung wird der immer aufgebaut, später nur bei einer Bereitschaft.

Warum braucht also Nicole einen Kampf- oder Alarmstuhl, obwohl sie doch nicht in den Krieg zieht? - Ganz einfach: Wo soll sie mit ihren Sachen hin, wenn alle Schränke mit Mutters und Nikolaus' Klamotten zu gemüllt sind? Wie vorher schon Nikolaus ist Nicole in ihrem eigenen Haus nicht wirklich zu hause. Die Schränke waren immer unter Mutters Fuchtel, auch die für Nikolaus! - Was machte also Nikolaus: Alles was er anziehen wollte, wühlte er aus dem Chaos heraus, das Mutter in den Schränken immer anrichtete, und verstaute es Reisetaschen oder Kartons, die neben den Werkzeugkisten im Keller untergebracht wurden. Dort waren die Sachen vor Mutters Chaos weitgehend sicher. Jeder Versuch, sich selbst um die Sachen in den Schränken zu kümmern war sinnlos. Mutters Argument: „Wenn ich dir deine Wäsche hin stellen würde, stände sie nach drei Tagen immer noch im Korb herum.” - Es wäre wohl auch so gewesen. In einem Korb ist es ähnlich unübersichtlich wie in einem Karton oder einer Tasche. Und das war Nikolaus ja schließlich gewohnt. - Also wozu die Schränke einräumen?

Nun suche ich soziale Kontakte. Dazu gehört auch die neue Selbsthilfegruppe. Das ist mir jetzt wichtig - und nicht Ordnung oder Sauberkeit im Haus. Mich besucht sowieso fast niemand. Für wen soll ich also aufräumen oder putzen? Außerdem macht Dreck definitiv nicht krank. Im Gegenteil. Er stärkt das Immunsystem und verhindert Allergien. Krank werden vom Dreck nur solche Leute, die übertriebene Sauberkeit gewohnt sind. Ein Haus oder eine Wohnung ist nun einmal kein Krankenhaus oder Operationssaal. Dort ist Sauberkeit natürlich erstes Gebot. Also gibt es bei mir beispielsweise einen großen Haufen mit Herren-Unterhosen, der auf die Waschmaschine wartet. Statt aber die Waschmaschine in Betrieb zu setzen, nimmt Nicole bei ihren Einkäufen immer ein paar Damenschlüpfer mit, die sie dann anzieht. Eigentlich wäre es ja egal, was da unter dem Rock ist, aber neue Schlüpfer Kaufen ist bequemer als Wäsche Waschen.

Der mit Aufräumen, Putzen oder Waschen verbundene Frust war schon immer da. Das mit der Langeweile ist aber neu. Nikolaus flüchtete sich immer einfach in seine Hobbys - Basteleien, Modellbau, Computerprogramme Schreiben oder ähnliches - wenn ihn die Mutter immer wieder ermahnte dies oder das zu tun. Nun ermahnt niemand mehr und die ganzen Hobbys sind nicht mehr interessant. Aber statt sich auf den Frust mit den Dingen einzulassen, die üblicherweise zu tun wären, erträgt Nicole lieber die Langeweile. Dabei schreibt sie dann im Forum Beiträge wie diesen hier. Sie ist offensichtlich von ihrer weit entfernten Galaxie im Hier und Jetzt noch nicht wirklich angekommen. Im Haus von Nikolaus und beim Geist seiner Mutter ist sie - die Traumfrau, die Nikolaus liebt - immer noch nur Gast. Und jetzt ist da auch noch Michelle, die lebendig gewordene Gummipuppe, die ebenfalls von Nikolaus geliebt werden möchte.

Wenn ich das alles, was ich eben geschrieben habe, meinem Psychiater erzähle, kommt der wahrscheinlich zu folgender Diagnose: zweifache Schizophrenie und Aufräum-, Putz- und Waschphobie. Dazu vielleicht noch Paranoia (die Angst vor einem leeren und aufgeräumten Haus). Oder er würde das abwechselnde Nichtstun zu hause und die intensive Aktivität außerhalb als bipolare Störung (manisch-depressiv) ansehen. Aber das ist bestimmt wieder alles nur Kopfkino. Jedenfalls hat er mir noch keine Pillen - die man ja üblicherweise verschreibt, wenn solche Diagnosen vorliegen - angeboten. Was die Pillen angeht, bin ich froh. Aus Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass die vor allem nur starke Nebenwirkungen haben. Und sie helfen in der Regel nicht den Betroffenen, sondern nur denen, die deren extreme Gefühlsausbrüche ertragen müssen - gewissermaßen wie eine chemische Zwangsjacke. Der Betroffene fühlt sich dabei - ähnlich wie mit Alkohol - nur eingenebelt und außerdem noch fremdgesteuert.

Die Sache mit der Ordnung, die bei mir jeder vermisst, nur ich nicht, ist schwierig. Offensichtlich versteht außer mir niemand mein Problem. Wenn ich irgend ein Teil gebraucht habe und an dieser Stelle fallen lasse, kann ich mich an die Tätigkeit mit diesem Teil und damit auch an den Ort des Fallen Lassens erinnern. Räume ich das Teil aber geordnet weg, löscht mein Unterbewusstsein sofort aus meinem Gedächtnis, wo ich das Teil hin geräumt habe. Ich habe aus dem Chaos meiner Mutter gelernt: wer Ordnung hält, muss suchen. Und danach handelt mein Unterbewusstsein konsequent. Bei dem Kampfstuhl brauche ich nur daran zu denken, wann ich das gesuchte Teil gekauft oder zum letzten mal an hatte. Daraus ergibt sich ziemlich genau die Schicht auf dem Stuhl, in der ich nachsehen muss, und ich werde schnell fündig. Für einen ordnungsliebenden Menschen mag das unmöglich erscheinen, aber so ist es.

Wie soll ich es mit Nicoles Sachen jetzt einrichten? In meiner Wohnung in Essen, die ich hatte, als ich als Ingenieur arbeitete, hingen in den Schränken vor allem Frauenkleider und ein paar Jacken und Mäntel. Die Frauenkleider trug ich nur selten und sie wurden daher nicht gewaschen. Die Männersachen, die ich immer anzog, waren in den Wäschekörben, in die ich sie beim Abnehmen von der Leine geworfen hatte. Die schmutzigen Sachen gelangten - nach weiß, bunt und Waschtemperatur sortiert - ebenfalls in Körbe oder Kartons. Vielleicht sollte ich es mit Nicoles Sachen jetzt auch so machen. Irgendwann müssen die ja auch mal gewaschen werden. Zur Zeit kauft Nicole lieber neue Sachen. Irgendwie muss ich Mutters Geist aus dem Haus jagen. Und was mache ich mit Michelle, deren Gummihaut an einem Kleiderbügel an der Tür zum Schlafzimmer hängt?

Warten wir es also ab, wie lange es dauern wird, bis Nicole in ihrem eigenen Haus zu hause sein wird. Und wird sie dann Michelle hinaus werfen? Das hängt sicher auch davon ab, wie lange der Nikolaus in mir seine lebende Sex-Gummipuppe noch braucht. - So, und jetzt Schluss mit Frust und Langeweile.

Eure Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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Re: Nicoles Galaxie

Post 34 im Thema

Beitrag von Brigitta » So 7. Jan 2018, 19:53

Hallo Nicole,
(moin)
zwar bin ich auch kein Putzteufel, aber die Bedienung der Waschmaschine gehört bei mir zur regelmäßigen Routine. Deshalb ...
Nicole Doll schrieb:
Für wen soll ich also aufräumen oder putzen? Außerdem macht Dreck definitiv nicht krank.
... kann ich das nicht verstehen. Ich denke, es ist einfach angenehmer, etwas Ordnung und Sauberkeit zu halten. Ich wechsle ja auch nicht täglich die komplette Kleidung, aber in regelmäßigen Abständen von ein paar Tagen schon - spätestens wenn ich selbst merke, wie ich vor mich "hinmüffle" (dann war*s zu spät ...) :oops:
)..)c
Also warum verbindest Du nicht das Angenehme mit dem Nützlichen und machst mitten im Winter mal "Frühjahrpsutz"? Das vertreibt zumindest die Langeweile! Und was Du an überflüssiger Kleidung nicht mehr benötigst, kannst Du (nach dem Waschen) ja zur DRK-Kleiderkammer bringen - die freuen sich drüber, und vielleicht kannst Du es gleich gegenm ein paar neue Kleidungsstücke für Dich eintauschen? Na, wie wär's?
(na)
Liebe Grüße
Brigitta ))):s
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Re: Nicoles Galaxie

Post 35 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 7. Jan 2018, 23:11

Hallo Nicole,

da hast du aber einen ordentlichen Brocken in die Runde geworfen. :wink:

Wie sich beim Lesen zeigte, kann ich dazu auch wieder aus meinem umfangreichen Schatz an Erfahrungen, Erlebnissen und Beobachtungen bei mir und meinen Mitmenschen schöpfen. - Nur so am Rande: Ich grüble grad, ob die Welt doch nicht so variantenreich ist, ich wirklich schon so viel erlebt habe, oder ob ich einfach nur sehr aufmerksam beobachte. Wahrscheinlich ist es von allem etwas.
Nicole Doll hat geschrieben:
So 7. Jan 2018, 19:34
Warum braucht also Nicole einen Kampf- oder Alarmstuhl, obwohl sie doch nicht in den Krieg zieht? - Ganz einfach: Wo soll sie mit ihren Sachen hin, wenn alle Schränke mit Mutters und Nikolaus' Klamotten zu gemüllt sind?
...
Für wen soll ich also aufräumen oder putzen? Außerdem macht Dreck definitiv nicht krank. Im Gegenteil. Er stärkt das Immunsystem und verhindert Allergien. Krank werden vom Dreck nur solche Leute, die übertriebene Sauberkeit gewohnt sind.
...
Der mit Aufräumen, Putzen oder Waschen verbundene Frust war schon immer da. Das mit der Langeweile ist aber neu. Nikolaus flüchtete sich immer einfach in seine Hobbys - Basteleien, Modellbau, Computerprogramme Schreiben oder ähnliches - wenn ihn die Mutter immer wieder ermahnte dies oder das zu tun.
So wie du all das beschreibst, hast du ein großes Problem, ein sehr großes. Außer beim Militär, hast du nie wirklich Odnung erlebt und dass du konsequent dazu angehalten wurdest. Schlimm ist, dass der Einstieg in die Unordnung so furchtbar einfach, aber sich daraus zu befreien so ungeheuer schwer ist.

Daran zu arbeiten, zumal noch unter der Bedingung des fortgeschrittenen Alters, wird gewiss nicht leicht. Aber es ist machbar.
Nicole Doll hat geschrieben:
So 7. Jan 2018, 19:34
Wenn ich das alles, was ich eben geschrieben habe, meinem Psychiater erzähle, kommt der wahrscheinlich zu folgender Diagnose: zweifache Schizophrenie und Aufräum-, Putz- und Waschphobie. Dazu vielleicht noch Paranoia (die Angst vor einem leeren und aufgeräumten Haus). Oder er würde das abwechselnde Nichtstun zu hause und die intensive Aktivität außerhalb als bipolare Störung (manisch-depressiv) ansehen. Aber das ist bestimmt wieder alles nur Kopfkino. Jedenfalls hat er mir noch keine Pillen - die man ja üblicherweise verschreibt, wenn solche Diagnosen vorliegen - angeboten. Was die Pillen angeht, bin ich froh. Aus Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass die vor allem nur starke Nebenwirkungen haben. Und sie helfen in der Regel nicht den Betroffenen, sondern nur denen, die deren extreme Gefühlsausbrüche ertragen müssen - gewissermaßen wie eine chemische Zwangsjacke. Der Betroffene fühlt sich dabei - ähnlich wie mit Alkohol - nur eingenebelt und außerdem noch fremdgesteuert.
Ich würde mal ADS in den Raum werfen, als Punkt, weshalb dir so schwer fällt, dich für unliebsame Arbeiten zu motivieren.

Alles in Allem ist es aber weniger wichtig, was du alles haben könntest, als das was du tun kannst.
Wichtig dabei sind der Wille etwas zu ändern, und jemand der dir beisteht.
Nicole Doll hat geschrieben:
So 7. Jan 2018, 19:34
Die Sache mit der Ordnung, die bei mir jeder vermisst, nur ich nicht, ist schwierig. Offensichtlich versteht außer mir niemand mein Problem. Wenn ich irgend ein Teil gebraucht habe und an dieser Stelle fallen lasse, kann ich mich an die Tätigkeit mit diesem Teil und damit auch an den Ort des Fallen Lassens erinnern. Räume ich das Teil aber geordnet weg, löscht mein Unterbewusstsein sofort aus meinem Gedächtnis, wo ich das Teil hin geräumt habe. Ich habe aus dem Chaos meiner Mutter gelernt: wer Ordnung hält, muss suchen.
Ich könnte dagegenhalten: Menschen, die zu faul zum Aufräumen sind, sind gar nicht faul im Erfinden von Ausreden. :mrgreen:
Nicole Doll hat geschrieben:
So 7. Jan 2018, 19:34
Wie soll ich es mit Nicoles Sachen jetzt einrichten? In meiner Wohnung in Essen, die ich hatte, als ich als Ingenieur arbeitete, hingen in den Schränken vor allem Frauenkleider und ein paar Jacken und Mäntel.
Wenn du wirklich einen Rat haben willst:
  1. Fange an. Das ist der erste und vielleicht der schwerste. Du musst deine eigene Trägheit überwinden.
  2. Beginne damit, Ordnung in das Leben von Nicole zu bringen. Da hat sich noch nicht so viel angesammelt, sollte also nicht so schwer werden.
  3. Trenne dich konsequent von den Sachen deiner Mutter und ebenso von deinen alten Männersachen, wenn du diese ohnehin nicht mehr anziehen wirst.
  4. Widerstehe auf jeden Fall der Versuchung, in den Sachen deiner Mutter noch Tragbares für Nicole zu suchen. Sonst wirst du nicht von den Schatten der Vergangenheit los kommen.
  5. Schreibe dir deine Ziele auf, was du erreichen möchtest. Diese am besten noch in kleine überschaubare Schritte untersetzen, die du als Erfolge abhaken kannst. Gönne dir auch kleine Belohnungen, die du gerne mit auf die Liste schreiben darfst. Das steigert die Motivation.
  6. Hänge die Liste mit den Zielen für dich gut sichtbar auf, so dass du sie täglich mehrmals sehen kannst.
  7. Ziehe eine oder mehrere Personen ins Vertrauen, die dich kontrollieren können und gegebenenfalls auch mal eindringlich ermahnen, und sprich mit ihnen offen und regelmäßig über deine Ziele und die erreichten Erfolge.
  8. Beginne damit, einen Raum wohnlich herzurichten. Schmeiße alles raus, was offen rumsteht, jeden Nippes und so. Behalte dir insgesamt maximal 3 Erinnerungsstücke, die du mit wichtigen Personen in deinem Leben verbindest.
  9. Ersetze große massige Schränke durch kleine, die dich nicht so sehr verleiten, Unmengen nutzloses Zeug zu horten.
  10. Arbeite dich ingenieursmäßig systematisch durchs Haus, und achte dabei darauf, die bereinigten Räume nicht wieder mit dem Kram von dort zu vermüllen, wo du bereits eine Grundordnung reingebracht hast. An dieser Stelle ist dann wirklich mal Faulheit angebracht - nämlich die, ndie bereinigten Räume nicht nochmals aufräumen zu müssen.
  11. Erstelle dir einen Putzplan, wann du was machen willst. Stelle dir dabei keine unrealistischen Monster-Ziele wie jede Woche das gesamte Haus putzen. Du bist Ingenieurin, hast also Planen und planmäßiges Arbeiten gelernt.
Ok, das war jetzt bissel mehr als einer, aber ich denke, du verstehst schon, wie es gemeint war. :wink:

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne an mich wenden.


Liebe Grüße
Michi

Edit ...

Du hattest in den Raum gestellt, dass du nicht weißt, für wen du aufräumen und putzen solltest. Ist doch ganz klar ... zuerst mal für dich. Und wenn du wieder etwas Ordnung hast und besuchbar geworden bist, wird sich auch mal wieder Besuch einfinden, weil du den Mut wiederfindest, jemand einzuladen. :wink:
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

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Re: Nicoles Galaxie

Post 36 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mo 8. Jan 2018, 05:56

Hallo Michi,

das ist seit Langem das erste Vernünftige, was ich zu diesem Thema höre oder Lese. Eine Bekannte nervt mich schon lange mit einem großen Müllcontainer. Den möchte sie wohl am liebsten selbst füllen. Und ich möchte diese Frau auf keinen Fall im Affekt tot schlagen und dann für den Rest meines Lebens in den Knast - falls sie nicht reagiert, wenn ich sie wütend anbrülle und beschimpfe. Also kommt kein Container.

Brigitta meint es gut, ist aber offensichtlich einfach nur geschockt.

Das mit dem Setzen überschaubarer Ziele ist wohl der einzige Weg, der zum Ziel führen kann. Nun ist aber mein erstes Ziel - und das ist mir sehr wichtig - der Weg aus der sozialen Isolation - Selbsthilfegruppe und so. Das ist alles erst einmal ein Stück weg von meinem Haus und Grundstück. Nikolaus kann sich selbst nicht leiden. Deshalb hebt er für absolut nichts, was ihn selbst betrifft, auch nur die linke Arschbacke - konsequent und aus Prinzip. Da schiebt er lieber Langeweile und macht auf depressiv. Und er ist als männlicher Teil der nicht-binären Nicole immer noch da. Nicole kauft nun schon einmal gerne neue Sachen für sich. Und die sollen auch gut aussehen. Nur in Nikolaus' Haus ist sie immer noch nur zu Besuch. Sie muss wohl überhaupt erst innerlich begreifen, dass es IHR Haus ist.

Und Udo, mein Cousin, ist genau so ein Messie wie ich. Das liegt wohl auch irgendwie in der Familie. Er ist also das Gegenteil von einer Hilfe. Ich würde ihn gerne ermahnen, seine eigene Wohnung aufzuräumen - aber wenn ich das selbst nicht hin bekomme .....

Ich denke auch ein Stück an die Wohnung in Essen als Ingenieur. Da war Putzen, Aufräumen und Waschen nur Zwang von außen. Wenn Nikolaus es machte, war er besoffen, und es dröhnte AC/DC oder Metallica. Versucht es Nicole also auf diese Art, wird bestimmt nichts daraus.

So. Jetzt erst einmal Schluss mit diesem Sch..-Thema. - Vielleicht sollten wir per PN deswegen in Kontakt bleiben.

LG Nicole

PS: Faulheit ist der Motor der Evolution und des Fortschritts. Ohne sie würden wir immer noch wie die Affen auf Bäumen leben. Also bin ich stolz darauf faul zu sein.
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Re: Nicoles Galaxie

Post 37 im Thema

Beitrag von Jenina » Mo 8. Jan 2018, 08:15

Nicole,

wie heißt es doch so schön: Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Wenn Du das von der Leber schreibst merkst Du ja das etwas nicht optimal läuft. Also kannst Du jetzt die wunderbare Liste von Michi abarbeiten.

Ich drücke Dir jedenfalls die DAumen. Als raff Dich auf, mache ein wenig davon und berichte uns von den, auch den kleinsten, Erfolgen. Da hast Du gleich eine Motivation.

Jenina
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Re: Nicoles Galaxie

Post 38 im Thema

Beitrag von Brigitta » Mo 8. Jan 2018, 09:24

Hallo Nicole,
)))(:
auch wenn Du Dich mit dem Thema jetzt lieber nicht weiter beschäftigen willst - Du hast uns mit Deinem Beitrag um Hilfe gebeten, nun darfst Du Dir dazu auch Einiges anhören ...
Nicole Doll schrieb: Brigitta meint es gut, ist aber offensichtlich einfach nur geschockt.

Nein, ich bin gar nicht geschockt ... wenn Du meine Wohnung sehen würdest, könntest Du Dich fast wie zuhause fühlen ... :oops:
Ich habe zwar ein eigenes Zimmer für Brigitta in unserer "2er WG", aber bei den vielen Kleider- und Schuhanschaffungen (und es werden ständig noch mehr...) liegt auch bei mir ein großer Teil bereits auf einem Haufen im Zimmer, weil es nicht mehr in die Schränke passt. Unordnung kenne ich selbst also nur zu gut und habe auch gelernt damit umzugehen.
Mir ging es vor allem um Deine Nachlässigkeit bzgl. der Sauberkeit und sauberen Wäsche. So kann ich Dir nur stark raten, auf die notwendige Reinigung nicht zu verzichten, weil Du es mit "Dreck stärkt das Immunsystem und verhindert Allergien" so bequem begründen kannst. Das war mir wichig rüberzubringen, und ich hoffe, dass ich Dich dazu bewegen kann.
Was die sinnvolle Ordnung und das Aufräumen angeht, hat Michi bereits genug geschrieben; das kann ich nur unterstützen. Aus eigener, leidvoller Erfahrnung kann ich da nur wiederholen:
MichiWell schrieb: Fange an. Das ist der erste und vielleicht der schwerste. Du musst deine eigene Trägheit überwinden.

Ich wünsche Dir ganz aufrichtig, dass Du das schaffst!
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Re: Nicoles Galaxie

Post 39 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Di 9. Jan 2018, 16:18

Hallo Brigitta,

wenn ich nach dem Waschen oder Duschen einen neu gekauften Schlüpfer anziehe, ist das doch wohl nicht unhygienisch! - Irgendwann wird Nicole ja genug Sachen haben, und dann müssen die auch gewaschen werden. Da wird dann wohl das alte Prinzip mit den nach weiß, bunt und Waschtemperatur eingeteilten Körben zum Einsatz kommen. Also muss ich erst einmal den Krempel aus Mutters Schränken in Säcke für das DRK packen und für den Abtransport bereit stellen. Dann ist da auch Platz für die (Schmutz-)Wäschekörbe und die Körbe oder Kartons für die Sachen vom Kampfstuhl. Mit Kleiderbügel und so wären es wohl gleich zwei Schritte auf einmal.

Mit den Körben ergibt sich - gemäß Michis Vorschlägen - auch ein klares Prinzip: Korb voll = Waschmaschine an. Da muss ich mich doch nur an meine Arbeit als Ingenieur erinnern. Nicole muss nur so langsam begreifen, dass Mama nicht mehr die Regie beim Waschen und Sachen durcheinander Räumen führt. - So langsam beginnt es zu nerven. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis der faule Nikolaus in mir endlich seinen Arsch hoch bekommt. Aber das ewig-trübe Nieselregen-Wetter macht mich zur Zeit ziemlich depressiv. Deshalb bin ich morgen auch den ganzen Tag unterwegs - nicht nur wegen der Medikamente für meinen Cousin, der wegen einer schweren Erkältung schon seit Tagen das Haus nicht mehr verlässt. Der bekommt jetzt von mir immer warmes "Essen auf Füßen".

LG Nicole

PS: Für Berlin habe ich Reiseprospekte besorgt und schaue demnächst nach einer günstigen Busreise über's Wochenende mit Hotel (ab Simmern oder Koblenz). Ich denke, im April oder Mai wäre es gut. Wenn ich mehr weiß, schreibe ich eine PN.
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rika
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Re: Nicoles Galaxie

Post 40 im Thema

Beitrag von rika » Di 9. Jan 2018, 18:25

Meine "Galaxie" besteht aus einem Haus mit 140 m² Wohnfläche und 6 Zimmern plus Küche, Bad / Gästedusche. Dazu kommen noch ca. 800 m² Garten. Am Wochenende brauche ich ca. 2-3 Stunden und die Hütte ist soweit sauber. Nicht Sagrotan-steril, aber sauber. Da ich gerne und regelmäßig koche, ist eine einigermaßen saubere Küche selbstverständlich zumal sie sehr klein ist.

Damit werden zwei Sinne befriedigt: sehen und riechen.

Nicole, ich kann mir nicht vorstellen, dass diese beiden Sinne in Dir zufrieden sind, außer Du nimmst eine Schweißerbrille und eine Nasenklemme. Es ist doch schade, wenn Du 2 Deiner 5 Sinne so wenig beachtest. Einigermaßen aufgeräumt und sauber ist einfach schöner als im eigenen Siff zu leben.

Wenn Du meinst, dass Dreck abhärtet, denke einfach an die Tatsache, dass wir mittels unserer Umwelt schon ziemlich viel abbekommen, was wir gar nicht beeinflussen können.

Du schreibst, dass Dich niemand besucht. Wenn ja, was würdest Du denn machen? Erstmal einen Stuhl freiräumen und ein Glas spülen? Ich würde wahrscheinlich nicht kommen, wenn ich wüsste, dass es bei Dir "messy" ist, da ich einmal in meinem Leben ein solches Haus betreten musste.

rika

P.S: ich bin berufstätig, ehrenamtlich unterwegs und habe trotzdem Zeit genug zum Saubermachen. Ist gar nicht so schwer.

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