Valeries Welt
Valeries Welt - # 48

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 706 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » So 25. Aug 2019, 10:59

Herzlichen Dank für das Lob von Frl. Astrid, Elisabeth, Dunja, und Maria T.

Ich hatte schon befürchtet die letzten zwei Episoden seien euch eventuell doch zu heftig gewesen. Aber es sind Themen, die Valerie richtig bewegten damals.

L.G. und noch einen schönen Sonntag an alle.

Valerie :()b
Zuletzt geändert von Valerie Bellegarde am So 25. Aug 2019, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.

Frl_Astrid
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Re: Valeries Welt

Post 707 im Thema

Beitrag von Frl_Astrid » So 25. Aug 2019, 14:43

hallo Valerie ,es ist so wunderschön zu lesen ,nein zu heftig ist es nicht ,eher aus dem Leben und das ist nun mal nicht wie Barbie und Ken.
Ich find sie schön und träume gern dabei .

mit lieben Grüssen Astrid (dr)

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 708 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » So 25. Aug 2019, 16:30

Hallo Astrid,
danke für deine lieben Zeilen. Ein schöneres Kompliment konntest du mir nicht machen. Ich gebe mir schon Mühe, nahe an der Realität und Wahrheit zu bleiben. Und natürlich fließen einige meiner früheren eigenen Erlebnisse ein. Zum Beispiel die Übungen mit den Chiquitas waren genau so und haben mir auch etwas gebracht. Dir wünsche ich weiterhin schöne Träume mit Valeries Welt.

L. G. Valerie :()b

Astrid_M
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Re: Valeries Welt

Post 709 im Thema

Beitrag von Astrid_M » So 25. Aug 2019, 23:40

Valerie Bellegarde hat geschrieben:
So 25. Aug 2019, 10:59
Ich hatte schon befürchtet die letzten zwei Episoden seien euch eventuell doch zu heftig gewesen. Aber es sind Themen, die Valerie richtig bewegten damals.

L.G. und noch einen schönen Sonntag an alle.

Valerie :()b
Vielleicht ein bißchen gewagt, aber wir sind doch alle erwachsen.
Sicher - Ich würde mich so einiges davon nicht trauen oder wollen.
Jedoch: Ein bißchen "schmutzige" Phantasie haben wir sicher alle.
Ein bißchen "Sorge" um Valerie hatte ich, als der "Ausflug" mit Erwin auf der Polizei endet.

In dem "Mädelsgespräch" wirkt die Figur der Valerie auf mich überzeugend und glaubhaft.
Also bitte weiterschreiben und nicht hetzen lassen. Ich warte auch gerne länger auf die Fortsetzung.
Viele Grüße,
Astrid

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Re: Valeries Welt

Post 710 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Mo 26. Aug 2019, 16:19

sorry Astrid_M, ich habe mich noch nicht für deinen Post bedankt. Das war wohl eine Namensverwechslung mit Frl. Astrid, aber die ist ja aus Leipzig und du bist in Berlin, wie ich hätte sehen müssen, wenn ich richtig hingeschaut hätte.

Anyway, lieben Gruß zurück nach Berlin

Valerie

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Re: Valeries Welt

Post 711 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Fr 30. Aug 2019, 19:35

Liebe Leserinnen und Leser,

Hier im Süden ist zu Ende August eine zweite Phase der "canicules" ausgebrochen, wörtlich übersetzt sind das die Hundstage und wenn man heute auf's Thermometer schaute, konnte man die Hundstage auch in Zahlen ausdrücken: 37 Grad im Schatten. Was es nachmittags innen im Auto hatte will ich gar nicht erst schreiben, das glaubt eh' kein Mensch.

Sei es wie es sei, am WE kommt die neue Episode von Valeries Welt.

L.G. an alle

Valerie

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Re: Valeries Welt

Post 712 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Sa 31. Aug 2019, 12:47

Teil 2, Kapitel 60: Neue Kontakte. Der Deutschkurs.

Die drei, vier folgenden Wochen verliefen für Valerie arbeitsreich, was für den Geschäfts-Umsatz ihres Büros nützlich war, ihr aber auf der anderen Seite nicht einmal unangenehm war, sondern (trotz des herrlichen Spätsommerwetters draußen in Narbonne) eigentlich sogar ganz Recht, denn durch den Arbeits-Stress musste sie ihr Privatleben sozusagen zurückfahren, und andererseits brachte sie der Job auch auf andere Gedanken, und auf diese Weise begann sie relativ schnell die unangenehmen Erfahrungen jener Nacht zu vergessen, die sie auf der Polizeiwache von Narbonne hatte verbringen müssen.

Natürlich hatte sie auch Erwin ihren Lover dieser Nacht, hinterher niemals wiedergesehen und verdrängte ihn dann auch ganz schnell ihn aus ihrem Gedächtnis. Obwohl- ja, ja und nochmals ja, sympathisch war er ja durchaus gewesen, der Erwin und gut aussehend dazu, aber die ganze Sache war nun mal gründlich danebengegangen, durch ihre eigene Dummheit.

In diesen Tagen verließ sie nur noch selten ihr Büro.

Arbeit als Therapie, sozusagen. Wer denkt, das klinge seltsam abgedroschen, der möge Recht haben, aber irgendwie war Valerie innerlich (ganz innen drin) selbst davon überzeugt, dass der Satz richtig war, wenigstens für sie persönlich schien er zu stimmen. Arbeit hilft ihr beim Vergessen von Dingen, die ihr sonst noch eine ganze Weile unangenehm aufgestoßen wären.

Wie manche Menschen besaß sie die Eigenschaft, wirklich abschalten zu können und Dinge zu vergessen und zu verdrängen, die passiert waren und nun mal nicht mehr zu ändern sind.

So plätscherten die Tage im Immobilienbüro Bellegarde in der Rue Rossini ganz ohne weitere Aufregungen dahin, ein Tag fast wie der andere.

Dann kam der Anruf von Thierry.

„C’est monsieur le notaire … le maitre Elouard“ (es ist der Herr Notar Elouard)

rief ihre Mitarbeiterin Josette durch die offen stehende Bürotür ins Chefzimmer hinein. Und ob sie durchstellen könne. Ja klar, durfte sie, für Thierry immer, der Notar war ihr immer willkommen.

Valerie schloss ihre Bürotüre und nahm den Hörer ab.

„C’est Thierry … coucou… comment vas-tu? (Thierry hier, hallo, und wie geht’s bei dir so?

Gut ginge es ihr, antwortete sie und danke. Und wie immer war sie froh, seine Stimme zu hören. Er verstand es einfach, schon durch den Klang seiner Stimme Sympathie auszustrahlen und bei ihr eine positive Stimmung zu erzeugen. Sie mochte seine Stimme einfach. Wie sie überhaupt den ganzen Menschen sympathisch fand.

Er kam gleich zur Sache.

Sie erinnere sich doch an den Besuch der Delegation aus Weilheim, die Bayern waren ja nun fast eine Woche in Narbonne gewesen. Und ja, nun stünde bald der Gegenbesuch der Franzosen in Weilheim an. Insgesamt eine kleine Delegation von älteren Damen und Herren aus der Stadtverwaltung. Zehn oder fünfzehn prominente Stadtbedienstete alles in allem etwa. Also im Einzelnen der Bürgermeister, sein Stellvertreter, der Kulturamtschef, die Abteilung für Europakontakte, der Musikverein, und, und, und….

„Est-ce-que ca t’ennuie“? (ist langweilig für dich, stimmts? Oder etwa nicht?)

fragte er dazwischen, als hätte er gespürt, was sie dachte.

Nein, nein, wehrte sie ab, das langweilte sie keineswegs, wie käme er nur auf diese Idee.

Aber sie hatte immer noch keine Ahnung, was er nun eigentlich von ihr wollte. Die Erklärung folgte auf dem Fuße, sozusagen.

„C’est monsieur le maire qui a eu cette idée“

Es sei also der Bürgermeister selbst gewesen, von dem diese Idee stammte. Sie, madame Bellegarde, beherrsche ja nun beide Sprachen gleich gut, das Deutsche so gut wie das Französische. Und er wünsche sich für seine Delegation, die bald nach Bayern aufbrechen würde, so etwas wie einen kleinen Auffrischungskurs in deutscher Konversation.

„Tu comprends, à l’epoque, tous ces fonctionnaires ont appris l’allemand à l’école“

(diese Beamten haben das Deutsch früher alle mal in der Schule gelernt) sagte Thierry zur Erklärung.

Aber ja, das sei ja nun schon lange her, und ein wenig Auffrischung sollte ihnen schon guttun. Und in diesem Zusammenhang habe man nun an sie gedacht, an madame Bellegarde. So drei, vier Abende deutsche Konversation, zur Übung, jeweils etwa zwei Stunden. Was sie wohl davon halte?

Valerie war zuerst etwas verblüfft, fühlte sich danach andererseits aber doch geschmeichelt, wenn sie ehrlich zu sich war. Ein klein wenig hatte Thierry an ihre Eitelkeit appelliert, das gab den Ausschlag, und sie sagte zu.

Nur Konversation, das sei o.k., kein Sprachkurs, dazu sei sie nicht ausgebildet. Und auch später keine Übersetzungsarbeiten für die mairie (für‘s Rathaus).

Nein, nein, sagte Thierry, und mit den Details käme er demnächst wieder auf sie zu.



Fortsetzung am nächsten WE, wie immer hier in diesem Theater. Lob und likes werden gerne registriert.

Lieben Gruß, Valerie :()b

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Re: Valeries Welt

Post 713 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Sa 31. Aug 2019, 16:37

Liebe Leser,

ich vergaß noch den Titel der nächsten Episode (für das kommende Wochenende) zu erwähnen. Es soll heißen: "Valerie läßt sich die Nägel machen". Und vielleicht wird es dann auch später ein paar weitere Besuche im Beauty Salon geben. Schon ewig denkt sie z.B. daran, sich die Haare ganz neu machen zu lassen (Anregung der Mädels in ihrem Büro). Mal sehen, was sich daraus so ergibt.

Bis dann, lieben Gruß.

Valerie :()b

Maria T
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Re: Valeries Welt

Post 714 im Thema

Beitrag von Maria T » So 1. Sep 2019, 08:46

Hallo Valerie,
Freu mich drauf, Beauty Salon klingt gut.
Mag Nagellack und so, leider akzeptiert Frau nur Klarlack... Lass mich am Freitag auch wieder etwas aufhüpschen.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.

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Re: Valeries Welt

Post 715 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » So 1. Sep 2019, 14:02

hallo Maria T,

bist du wieder vom Urlaub zurück? Wie war's in Italien?

L.G. Valerie

Maria T
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Re: Valeries Welt

Post 716 im Thema

Beitrag von Maria T » So 1. Sep 2019, 14:11

Hallo Valerie,
Ja leider, war schön. Wetter war super, waren viel wandern und schwimmen. Gardasee ist halt was anderes als hier.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 717 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Mo 2. Sep 2019, 19:15

Liebe Leserinnen und Leser,

Heute sind es genau zwei Jahre dass ich an diesem Fortsetzungsroman schreibe. Der erste Teil von Valeries Welt startete am 2. September 2017 und umfasste 71 Episoden, die letzte davon wurde hier am 9. März 2018 veröffentlicht, der erste Teil lief also ein halbes Jahr.

Dann gab es erst mal 6 Monate Pause, danach startete am 8. September 2018 der zweite Teil von Valeries Welt, der inzwischen auch schon wieder ein Jahr lang läuft und bis heute schon wieder 60 neue Episoden umfasst.

Inzwischen gab es seit Start über 81 000 Zugriffe aus dem Forum auf Valeries Welt, ein paar Sachen an Valeries Persönlichkeit und ihrer Geschichte scheinen euch also ziemlich gut gefallen zu haben bzw. dem allgemeinen Geschmack im Forum hier nahezukommen.

Wie es jetzt weitergeht im dritten Jahr?

Ich persönlich hätte große Lust, an Valeries Welt weiterzuschreiben, denn das Schreiben und Fabulieren macht mir Freude. Natürlich lebt jeder, der schreibt, von den Rückmeldungen aus dem Publikum. Schon allein deshalb, um allfällige Sinn- und Logikfehler auszumerzen, die sich immer mal wieder einschleichen.

Würde mich also durchaus freuen, gelegentlich wieder von euch Leserinnen und Lesern zu hören. Das müssen keine ausgefeilten Rezensionen oder kluge Analysen sein, kleine Bemerkungen genügen, wenn sie von Herzen kommen, von solchen Statements habe ich immer am meisten gelernt...

Lieben Gruß

Valerie Bellegarde :()b

Dwt-Lilo-SL
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Re: Valeries Welt

Post 718 im Thema

Beitrag von Dwt-Lilo-SL » Mi 4. Sep 2019, 12:42

Hallo Valerie,
Ja wir haben ja schon regen Austausch auch über PN gehabt,
Und wenn sich Fehler mal einschleichen ist nur Menschlich.
Mache bitte weiter so.
DANKE lg LILO-GINA
Seufzer gleiten die Seiten des Herbstes entlang,
Treffen mein Herz mit einem Schmerz dumpf und bang

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 719 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Mi 4. Sep 2019, 16:12

Teil 2 Kapitel 61, Das Nagelstudio Kris ongles

Die Einladung des Bürgermeisters, einen Kurs für Deutsch-Konversation unter den Narbonner Rathausbediensteten durchzuführen hatte Valerie spontan angenommen. Denn natürlich fand sie sich erst mal geschmeichelt. Wie oft bekommt man schon eine derartige Einladung aus dem Rathaus? Sie war also nicht lange erschrocken, sondern sagte einfach mal zu.

Vielleicht gab es auch den ganz kleinen Hintergedanken, dass sie in dem Kurs eventuell Thierry Elouard wieder treffen würde. Sie hatte es aber nicht gewagt, nachzufragen, also blieb das erst mal offen.

Die Zahl der Offiziellen, die für die Weilheim-Reise vorgesehen waren, war von der Stadt aus auf 12 Personen begrenzt worden, Valerie war das sehr recht, denn erstens war sie keine professionelle Sprachlehrerin und zum Zweiten schien es ihr eine kleine Gruppe einfach überschaubarer, leichter im Handling.

Dann kamen aber auch gleich wieder diese Fragen auf, es waren Fragen an sich selbst. Oder waren es vielleicht mehr als Fragen? Waren es Zweifel?

Ein paarmal ertappte sie sich dabei, dass sich solche Fragen in den Vordergrund drängten, obwohl sie gerade an einer ganz anderen Sache dran war.

Wie gestalte ich das eigentlich vom Inhalt her?

Wie komme ich überhaupt an bei diesen Leuten….? ….Und wie sehe ich überhaupt aus?

Die Fragen zeigen wieder, welch systematischer, aber auch unruhiger Geist in ihr steckte. Hier gab es eine neue Aufgabe, und gleich ging sie wieder auf die Suche nach dem besten Weg, diese Aufgabe zu bewältigen.

Die zweite und die dritte Frage zeigen aber etwas ganz anderes, nämlich wie weit sie innerlich, also in ihrem Wesen, schon fortgeschritten war auf dem Weg ihrer Transition vom Mann zur Frau.

"Wie sehe ich eigentlich aus, wenn ich vor die Gruppe trete?

Frauen wollen halt immer gut aussehen, man verzeihe mir die Platitude, aber hier trifft sie mal zu.

Ich habe es euch Lesern schon mehrfach gesagt im Verlauf dieser Fortsetzungsgeschichte, aber die Sache an sich ist so bedeutsam, dass man es gar nicht oft genug sagen kann: Valerie war bei all ihren widersprüchlichen Eigenschaften aber in erster Linie auch praktisch. Und man ist praktisch, wenn man kleine Probleme sofort angeht.

Folglich nahm sie die Sache gleich in die Hand. Griff also zum Telefonbuch, suchte ein Nagelstudio in der Nähe des Büros (Innenstadtlage) heraus und rief dort an, um einen Termin zu machen.

„Kris ongles manicure, qu’est-ce-que puisse faire pour vous?

(das Nagelstudio meldete sich, eine Frau, sehr professioneller Auftritt)

Valerie nannte ihren Namen.

„Je voudrais laisser faire mes ongles chez vous, c’est possible dans la semaine?
(Valerie hier, ich würde mir bei Ihnen gerne die Nägel machen lassen, geht das diese Woche?)

Aurelie war am anderen Ende, die Chefin. Offenbar eine ganz Herzliche, sie sprühte förmlich vor Charme. Ja gut, ob sie schon Kundin sei… Nein?... Ja dann würde sie, Aurelie, erst mal die Basis-Therapie anbieten können, das machen wir immer so bei Neukundinnen, sie verstehen madame, die Grundtherapie, diese Session dauert so etwa ein Stündchen und kostet so cirka 50 Euro, danach sehe ich was bei Ihnen geht, und was ich Ihnen weiter empfehlen kann.

Valerie zögerte.

„Et combien des sessions dois-ja faire, madame…. environ?

(und wie viele Stunden wird das alles gehen, so ungefähr?)

Sie wolle das schon in etwa zeitlich einplanen, sie sei berufstätig.

Jetzt legte Aurelie auf der anderen Seite erst richtig los.

„Ja so einfach aus dem Stand könne sie das bestimmt nicht sagen. Es gebe ja so viele Möglichkeiten, Gel-Nägel mit Schablone und Hardi Hardener, Klebenägel (aber die würde sie nicht empfehlen bei Berufstätigen), nein, madame, die Maniküre ist fast eine Wissenschaft geworden heutzutage, bei all den tollen Produkten, die es heute gibt, aber schließlich wollen wir ja auch schön sein für die Männer, habe ich Recht?“

Eine völlig rhetorische Frage. Valerie gab ihr also sofort Recht und erntete ein glückliches Lachen auf der anderen Seite. Den Termin für die erste Session vereinbarten beide für die kommende Woche.



Kommende Woche geht auch die Geschichte weiter.

Lieben Gruß bis dann,

Eure Valerie :()b

Yvette.85C
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Re: Valeries Welt

Post 720 im Thema

Beitrag von Yvette.85C » Do 5. Sep 2019, 07:45

Hallo Valerie,

natürlich, unbedingt weitermachen, die Geschichten sind ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Vielleicht habe ich bisher zu wenig gelobt. Ich weiß aber nicht, was ich herausheben soll. Kritisieren fällt mir auch schwer, da ich ja nicht meine Gedanken im Text widerfinden will.

Da ich aber sonst auch keinen Quark lese, z. B. Süddeutsche Zeitung, Axel Hacke, Andrea Camilleri, Deon Meyer, Friedrich Ani, kann ich nur sagen, daß du dich wirklich nicht verstecken musst.

Ich schreibe ja auch ein bißchen, bisher aber nur für mich. Es sind auch teil-erotische Geschichten und mir es es noch zu viel, was sie über mich selbst aussagen.

Also weiter so, bitte. Das schwäbische "Ned g'schimpft, isch g'lobt gnua!" teile ich nicht!

LG Yvette

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