Valeries Welt
Valeries Welt - # 35

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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ascona
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Re: Valeries Welt

Post 511 im Thema

Beitrag von ascona » Sa 19. Jan 2019, 17:37

Hallo Valerie,
zum Thema 'Immo-Maklerin' - das reizt mich an deiner Geschichte auch. Ist doch ein Gebiet, mit dem man manchmal zu tun hat. Eigentlich hatte ich bisher nur einmal mit einem zu tun, bei einem Kauf.
Bei Wohnungen/Wohnhäusern ist es eigentlich ein überflüssiger Zwischenhändler, zudem teuer, deshalb haben sie auch einen schlechten Ruf.
Letzten Mittwoch gab es einen frz Spielfilm in arte, da ging es um eine Immobilienmaklerin (hiess nicht Valerie, aber Constance), Titel "Nicht meine Schuld". Scheinbar gibt es ihn noch in der Mediathek bis 22.1., vielleicht kommst du dran,(bei mir funktioniert es nicht) https://www.arte.tv/de/videos/080913-00 ... ne-schuld/
Ausserdem soll es eine Wiederholung im Programm am 6.Februar um 0:10 geben.
Vielleicht interessiert es dich. Das soll aber KEINE Empfehlung sein. Normalerweise gefallen mir frz Filme ausgesprochen gut, aber der war mir dann doch zu trübsinnig. Trotzdem atmosphärisch nicht schlecht und realistisch.

Du schreibst wirklich sehr anschaulich, man kann sich die Orte vorstellen und man kann sich die Personen gut vorstellen, so gekonnt du sie beschreibst. Kompliment ! (ap)
Oder ich sag's so: der Stil und die Rahmenhandlung sind so gut, daß man gar nicht nach den erotischen Szenen sucht, wie bei andern Geschichten. Aber du darfst natürlich trotzdem welche bringen. :lol: :lol:

Da bin ich mal gespannt, was für ein Geheimnis hinter dem Dr Engel steckt. Vielleicht ist er ein Betrüger. Dann müsste er aber schon sehr ausgefuchst sein , vielleicht mit falscher Identität, gehört ihm das Haus nicht ...

LG ascona )))(:

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 512 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Sa 19. Jan 2019, 19:46

Liebe Ascona,
ich glaube nicht, dass der Dr. Engel irgendein Geheimnis versteckt, nein, so ist der nicht gestrickt und auch nicht konzipiert von mir.. das ist einfach ein Apotheker aus Köln der dort seinen Lebensabend verbringt. Es gibt viele Leute mit Geld dort unten im Süden und auch mit solchen Grundstücken. Er dient für mich eigentlich nur dazu, dass ein wenig Action in die Story kommt. Und du kennst doch die Valerie, die schmeisst sich an solche Typen ran... Sie ist ja quasi ein Spätstarter als Frau, hatte keine Jugend als Frau und meint vieles versäumt zu haben und will das halt alles irgendwann und irgendwie noch nachholen, was sie bisher versäumt hat... kann aber auch sein, dass das auch so 'ne Art fixer Idee ist bei ihr. Aber es ist wahr, sie sucht den Sex schon...

Allerdings glaube ich nicht, dass irgendetwas geschieht in puncto Sex hier mit den beiden (ich meine Engel und sie), dazu ist der Altersunterschied zu groß.

Allerdings wird das Geschäft, also der verkauf dieser Villa am Meer, das Valerie dort in Roquebrune angeleiert hat, irgendwann zu groß für sie als Anfängerin. Zu viele Fachfragen, du verstehst? Jetzt ist als Michael gefragt, ihr Chef... Kannst dir ja denken, was das bedeutet, denn er kommt jetzt runter nach Narbonne und nimmt die Sache in die Hand. Und nicht nur diese Sache, wie ich ihn einschätze--- denn du erinnerst dich, ganz zu Anfang des Teils 1 hatte sie als ganz neue Valerie (nach dem Frankfurt-Abenteuer) mit dem Michael (damals und heute noch Freund ihrer Freundin Erica) ja schon eine Art kurzzeitiges Techtelmechtel, das damals wegen fehlender Erfahrung sozusagen in die Hose ging bzw. im Suff daneben ging. (Stichwort ihr misslungener deepthroat, Teil 1, eines der allerersten Kapitel).

Wart halt noch eine Woche, dann geht es weiter, nicht ungeduldig werden.

LG, Valerie

P.S. Den Film habe ich gesehen in Arte, ich mag frz. Filme auch, genauso wie du.

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Re: Valeries Welt

Post 513 im Thema

Beitrag von Christiane04 » Mo 21. Jan 2019, 07:28

Hallo Valerie,

Danke dir , wie schön dezent und stilvoll du einen Vorschlag zum Flirten mit Kunden umgesetzt hast.......ich finde das realistisch und wunderbar geschrieben, garniert mit der fantastischen Beschreibung der Location, träum. Sehr schön!
Freue mich auf den nächsten Teil.

Lg Christiane
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Re: Valeries Welt

Post 514 im Thema

Beitrag von Dwt-Lilo-SL » Mo 21. Jan 2019, 14:02

Hallo Valerie,
Danke für die Fortsetzung der Geschichte/2.Teil.
Und danke das du Gesund u. Munter aus deiner kleinen Weltreise wider da bist.
Ich hatte leider beruflich eine Menge zu tun und könnte deine Geschichte jetzt erst lesen.
Ich bin wider sehr begeistert von deinem Schreibstil mach bitte weiter so.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 515 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Mo 21. Jan 2019, 18:11

Christiane und Lilo,
ihr beiden seid wirklich lieb, und welche Frau mag keine Komplimente? Insofern habt ihr den weiblichen Teil gut getroffen in mir !
Gerne erzähle ich weiter, wartet halt noch ein paar Tage bitte.

Valerie

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Re: Valeries Welt

Post 516 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Do 24. Jan 2019, 13:54

Also ich mache mich jetzt mal an die 27. Episode, das geht dann ca. 15.00 Uhr heut nachmittag raus.

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 517 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Do 24. Jan 2019, 15:16

Teil 2 Kap. 27: Ohne Papiere bist du nur ein halber Mensch.

Auf der Rückfahrt ins Büro geriet sie am frühen Nachmittag blöderweise noch in eine Verkehrskontrolle. Die Gendarmerie hatte die von Perpignan kommende Route Nationale minutenweise gesperrt, um dann die Autos in kleinen Gruppen oder einzeln für eine Kontrolle auf einen großen Parkplatz herauszuwinken. Es handelte sich um eine Routinemaßnahme, aber offenbar galt heute die Jagd offenbar auch denjenigen Sündern (wie auch Valerie!) die verbotenerweise hinter dem Lenkrad ihr Mobiltelefon benutzt hatten.

Ein älterer Polizist winkte sie, bzw. ihr Auto mit einer knappen Handbewegung heraus auf den Parkplatz, aber sie hatte Glück, er schaute nur nach ihrer gilet jaune (die neongelb-farbene Warnweste) und nach ihrem Sanitätskasten, und beließ es im Übrigen wegen des Telefonierens bei einer routiniert vorgetragenen mündlichen Ermahnung, die erhöhte Unfallgefahr betreffend, wenn man hinter dem Lenker eines fahrenden Autos sitzt und dabei telefoniert. Sie ließ es uninteressiert, aber äußerlich mit freundlich-ernsthaftem Gesicht über sich ergehen, musste also ihren weiblichen Charme nicht groß bemühen, völlig unnötig, ihm dabei in die Augen zu sehen oder ihn anzulächeln, geschweige denn erneut ihre Reize spielen zu lassen (wie noch kurz vorher bei Dr. Engel). Entweder war der policier zu müde oder wegen des wirklich großen Altersunterschieds (mindestens 30 Jahre) einfach uninteressiert an ihr als Frau, auf jeden Fall machte er es kurz und es blieb ihr erspart, ihre Papiere vorzuzeigen, also blieb es diesmal bei einer mündlichen Ermahnung für sie, dann durfte sie weiterfahren.

Der kleine Vorfall brachte ihr ein Problem in Erinnerung, dessen Lösung sie eigentlich schon ein paar Monate vor sich herschob: Sie sollte eigentlich irgendwann ihre persönlichen Papiere, also z.B. Ausweis, Führerschein oder auch die carte grise, also die Wagenpapiere bei der Sous-Préfecture (Unterpräfektur) in Béziers in Ordnung bringen lassen, denn diese Dokumente waren ja zum Großteil noch in Deutschland ausgestellt worden und trugen noch ihren männlichen Vornamen, ohh je, ohh je....

Und dabei war sie ja faktisch seit mehr als einem halben Jahr permanent en femme unterwegs, und sie hatte sogar Brüste, und zwar vorzeigbare Brüste, das konnte kein Mensch ableugnen.

Bisher hatte sie den bürokratischen Akt ihrer quasi "amtlichen Verweiblichung" immer vernachlässigt bzw. vor sich hergeschoben. Mit anderen Worten, ihre körperliche und auch sexuelle Umwandlung eilte der papiermäßigen stets weit voraus. Der Grund lag darin, dass sie die körperliche Verwandlung stets (in jeder einzelnen Phase) selbst betrieben und forciert vorangetrieben hatte, also sie wollte das haben, sie wollte unbedingt eine Frau werden, koste es was es wolle. Erst mal sich äußerlich verwandeln (man denke an ihre Zeit als Crossdresser in Frankfurt und dann später im Betrieb als sie konsequent nur noch in Frauenkleidung ins Büro ging, was ihre damaligen Kollegen und Freundinnen, also speziell Erica und Alice sehr unterstützten, aber besonders auch ihr damaliger Chef, der Dr. Schmidt). Danach die innere Verwandlung, die sie insofern in die Wege leitete, dass sie sich Brüste machen ließ, die sie liebte und auf die sie stolz war. Aber jetzt was weiter? Irgendwie war sie stehengeblieben in diesem Wandlungsprozess, und zwar bei der Frage neuer Papiere. Aber sie mied diesen Gedanken, instinktiv.

Und sie mied ihn hauptsächlich deshalb, weil sie im Grunde ihres Wesens den bürokratischen Menschentyp grundsätzlich mied, um nicht zu sagen ihn hasste, sie wollte mit solchen Menschen nichts zu tun haben, und vor allem fürchtete sie die Erklärungsnöte, in diese sie automatisch geraten würde, wenn sie sich vor den Beamten zu offenbaren hätte (hier im Forum sagt man oft "Outing" dazu).

Andererseits hatte sie gedanklich stets dazu tendiert, das Problem "Mann in Frauenkleidung am Steuer eines Autos" kleinzureden oder besser gesagt kleinzudenken, denn wo steht es eigentlich im bürgerlichen oder Strafgesetz, dass es einer männlichen Person, also einem Menschen mit männlichem Geschlechtsteil verboten sei, in weiblicher Unter- und Oberbekleidung, also in Nylons, Strumpfhaltern und High Heels, ein Auto im Straßenverkehr zu bewegen? Und dieses männliche Teil hatte sich ja noch nicht in Luft aufgelöst, das ihrige war zwar sehr klein, aber es war doch noch dran, da vorne. Allerdings besaß sie neuerdings zusätzlich auch zwei hübsche weibliche Teile, also Brüste. Alles etwas verwirrend für einen Beamten, der schlussendlich die Zuordnung würde vornehmen müssen.

Aber eigentlich gibt es für das Führen eines Autos in Frauenkleidung doch keine spezielle gesetzliche Regelung, weder im deutschen BGB noch im französischen Code Napoléon. Oder etwa doch?

Mit dieser rhetorischen Frage, bzw. der klaren Nein-Antwort auf diese rhetorische Frage hatte sie sich bisher immer selbst beruhigt bzw. redete sie sich ständig ein, eigentlich könnte sie es wirklich einmal darauf ankommen lassen, bei einer Verkehrskontrolle den männlichen Führerschein vorzuzeigen.

Nun gut, die Gefahr (die eingebildete Gefahr) war vorbei und der Kelch war für heute noch einmal an ihr vorübergegangen, allerdings knapp.

Das Thema "Papiere" hatte aber noch ein paar weitere Aspekte: irgendwann würde sie in Frankreich einen festen Wohnsitz haben müssen, denn ihr Nomadendasein im Hotel würde unbegrenzt nicht so weitergehen können, man denke nur an die Kosten. Also bräuchte sie eine Wohnung, das bedeutet eine Anmeldung, dem folgte eine Steuernummer, denn Steuern müssen bezahlt werden von jedem der arbeitet, auch hier unten im paradiesischen Südfrankreich.

Sie beschloss, Michael, ihren Chef, bei Gelegenheit auf dieses Thema einmal anzusprechen, verbunden mit der allgemeinen Frage nach ihrer beruflichen Zukunft als Repräsentantin seiner Firma hier in Narbonne. Planungssicherheit, das war es, was sie brauchte, so nennt man das wohl. Ein eigene Büro müsste also her, aber zuerst wohl einmal eine Wohnung.


Nächstesmal geht es weiter mit ein paar Vorbereitungen zu Michaels Besuch in Narbonne.

Liebe Grüße, Eure Valerie :()b

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 518 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Fr 25. Jan 2019, 14:58

Teil 2 Kap. 27 (Ergänzung)

Wegen der unerwarteten Verkehrskontrolle hatte sie das Telefonat mit Michael, ihrem Chef, abrupt abbrechen müssen, trotzdem hatte die Kamera sie beim telefonieren am Steuer registriert und sie war gleich darauf rausgewunken und ermahnt worden, gottseidank nur eine mündliche Ermahnung ohne Amende (Bußgeld). Trotz der Ermahnung durch die Polizei, die sie gerade eben kassiert hatte, rief sie ihn beim nächsten Ampelrot noch einmal auf seiner Festnetznummer in Deutschland an:

"Du, ich musste gerade unser Telefongespräch unterbrechen, ich bin da gerade in eine Verkehrskontrolle geraten."

"Ahh shit... sagte er. "Und du hast am Steuer telefoniert...Was wird das kosten?"

"Nichts", antwortete sie. "Ich habe dem policier schöne Augen gemacht, kennst mich doch... Und er ließ mich dann auch gleich wieder laufen"

"Bist schon ein Luder" sagte er und lachte maliziös.

Ja, ja... die Valerie und die Männer. Sie konnte einen Mann schon um den Finger wickeln.

Er sagte es nicht, aber sein Lachen hatte so etwas Hintersinniges in der Art (wie oben) zum Ausdruck gebracht. Manche Männer können das, sie können da etwas in ihre Stimme legen, etwas Vieldeutiges. Nonverbale Kommunikation, so nennt man das in der Wissenschaft. Michael beherrschte das, ohne jemals Psychologie oder etwa Kommunikationswissenschaft studiert zu haben.

Er wurde wieder ernst.

"Na und? Wie lief es? Jetzt erzähl mal..."

Valerie hielt auf einem Parkplatz an. Dann erzählte sie noch einmal von Anfang an von ihrem ersten Besuch bei Dr. Engel in Roquebrune. Ja, die Firma hätte heute einen Verkaufsauftrag erhalten, und sie, Valerie habe die entsprechende Unterschrift des Besitzers. Und man habe sich auch auf eine Preisforderung geeinigt, vorerst mal auf 0,8 Millionen für dieses Objekt dort in Roquebrune. Valerie wurde ganz feierlich zumute, als sie die Zahl nannte.

Michael reagierte ganz cool und holte sie auf den Boden der Tatsachen zurück.

Noch sei nichts verkauft. Immer langsam mit den jungen Pferden. Nicht dass er ihre Leistung schmälen wollte, nein im Gegenteil. Erst mal Glückwunsch, wie sie das Geschäft bis hierher angeleiert habe. Aber sie solle sich mal keinen Illusionen hingeben, denn noch sei überhaupt nichts in trockenen Tüchern.

Er stellte ein paar Fragen.

Ob sie die grundbuchmäßige Eintragung des Objekts im Notariat in Narbonne schon überprüft habe? Die Besitzverhältnisse seien klar im Detail? Kann er verkaufen? Oder sind Hypotheken auf dem Objekt oder irgendwelche weitere Schuldverschreibungen?

Nein, habe sie nicht geprüft, gab sie zu. Werde sie aber gleich morgen nachholen.

"Laß mal sein", sagte er und bremste ihre Initiative.

"Das machen wir gemeinsam... Ich komme nächste Woche runter nach Narbonne, dann überprüfen wir das alles und wir sprechen dann noch einmal gemeinsam mit diesem Dr. Engel. Auf jeden Fall nehmen wir ihn erst einmal in unseren Angebotskatalog mit auf. Und ebenfalls ins Internet. Hast du die Daten, Fotos und so weiter?"

"Fotos habe ich, auch ein, zwei Videos habe ich gemacht... Was die Grundstücksflächen und Wohnflächen betrifft, habe ich bisher nur mündliche Angaben. Brauchen wir da noch ein Büro zum Nachmessen? Eintrag im Grundbuchkataster?

"Muss ich mir ansehen in den Unterlagen. Möglicherweise genügt es, wenn eine gestempelte Vermessung vorliegt, möglichst nicht allzu alt... mal sehen"

"Ich habe eine ganze Menge an Unterlagen mitbekommen, alte Pläne, alte Zeichnungen, solche Sachen"... sagte sie.
Ja, o.k... Am besten wir schauen uns das gemeinsam durch und sehen, wie es weitergeht. Jedenfalls wollen die beiden wirklich und ernsthaft verkaufen, und zwar altershalber", setzte sie hinzu.

"Bist eine ganz Tüchtige..." sagte Michael, und sie war geschmeichelt von seinem Lob, wurde sogar ein bisschen rot.

Er würde sich sofort um einen Flug nach Montpellier bemühen, sie solle ihn dann am Flughafen abholen.

"Alles weitere morgen? Und kannst du mir vielleicht ein Hotelzimmer in Narbonne buchen, sagen wir so für zwei, drei Nächte?
fragte er noch. "Ich maile dir die Termine noch durch."

"Mache ich" antwortete sie. Und setzte noch hinzu: "ich freue mich auf deinen Besuch."




Soviel für heute. Fortsetzung so schnell wie möglich.

Lieben Gruß,
Valerie :()b

Maria T
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Re: Valeries Welt

Post 519 im Thema

Beitrag von Maria T » Mo 28. Jan 2019, 05:21

Hallo Valerie,
Zum ersten teil, tja die lieben Papiere. Bin mal gespannt was sie sich da alles einfallen lässt.
Zum telefonieren, naja glück gehabt 😊
Wieder ein schönes Kapitel.
Bin gespannt auf das wiedersehen mit Michael.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 520 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Mo 28. Jan 2019, 17:13

Hi Maria,

Gestern war hier Gelbwesten-Demo, ich war dabei... heute ist hier ist wieder mal ein Regentag, und kalt ist es auch. Ich denke, ich werde die Zeit nutzen, um wieder ein wenig an Valeries Welt weiterzuschreiben.

Lieben Gruß,
Valerie

Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt

Post 521 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Di 29. Jan 2019, 11:42

An alle Leserinnen und Leser: Die Gelbwesten-Demo ist gelaufen, und heute Nachmittag gibt's dann die 28. Episode von Valeries Welt.

L.G.
Valerie
Zuletzt geändert von Valerie Bellegarde am Di 29. Jan 2019, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Valeries Welt

Post 522 im Thema

Beitrag von Dwt-Lilo-SL » Di 29. Jan 2019, 12:57

Danke dir Valerie,
für die Tolle Fortsetzung , da bin ich ja gespannt wie es weiter läuft
liebe Grüße aus dem grauen Norden
von LILO-GINA
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Re: Valeries Welt

Post 523 im Thema

Beitrag von ascona » Di 29. Jan 2019, 14:57

Hallo Valerie,
Respekt, daß du bei der Gelbwesten-Demo warst !
Pass auf, daß dir dabei nichts passiert, es kann auch sehr gefährlich werden: https://www.nachdenkseiten.de/?p=48665
In Deutschland wird im Fernsehen nur sehr oberflächlich dazu berichtet. Kein Wunder, steht unsere Regierung und fast alle Medien doch fest auf Seiten Macrons.
LG ascona

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Re: Valeries Welt

Post 524 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Di 29. Jan 2019, 15:38

Teil 2 Kap. 28: Worum geht es eigentlich meistens in solchen Mädels-Gesprächen?

Die Frage ist eigentlich von rhetorischer Art, denn praktisch jeder Mensch mit ein wenig Lebenserfahrung weiß die Antwort sofort und ohne viel nachzudenken: Mädels reden am liebsten über Jungs. Oder sie reden über die Kerle, oder die Männer, je nach Gusto und Standpunkt ändert sich die Bezeichnung, aber der Inhalt und das Thema ändert sich eigentlich nie. Denn eines ist jedenfalls unbestritten: Mädels reden immer gerne über das andere Geschlecht.

Über Männer zu reden (bzw. über einen Mann), war auch der Hauptanlass dafür, dass Valerie nach einiger Zeit wieder mal Kontakt zu Erica aufnahm, ihrer Busenfreundin, ihrer besten und ersten (und bis heute im Grunde einzigen richtigen) Freundin. Leider war Erica ja in Stuttgart geblieben, wo sie immer noch mit Michael zusammen lebte. Und Valerie lebte jetzt ja schon eine ganze Weile unten in Südfrankreich. Und gerade dieser Michael, dessen Besuch ja bald anstehen würde in Narbonne, dieser Michael war eigentlich der Hauptgrund für Valeries Anruf bei Erica, das heißt man redete sozusagen von Frau zu Frau, quasi ein intimes Gespräch. Wir hören trotzdem rein.

Valerie hatte Ericas Nummer noch in ihrem Handy gespeichert, es war ihr Festnetz-Anschluss. Kurz vor sieben Uhr am Abend klingelte das Telefon in Ericas Cannstatter Wohnung. Valerie hatte richtig überlegt: Erica würde um diese Zeit schon zuhause sein, sie hatte nur einen relativ kurzen Heimweg von ihrem Büro beim XXXXler (der Autofabrik mit dem Stern, Valeries früherer und Ericas immer-noch-Arbeitgeber). Jedenfalls wäre Michael um diese Zeit (19.00 Uhr) noch nicht zuhause sondern entweder noch im Büro oder irgendwo im Auto auf dem Heimweg, jedenfalls würden die beiden Damen um diese Zeit noch ein wenig ungestört zusammen plaudern können, so ein paar Minütchen wenigstens. Erica nahm den Hörer ab:

"Erica hier..."

Sie stutzte, als sie auf dem Display des Geräts eine französische Vorwahl 0033 468... erkannte. (0033 ist Frankreich, 468 ist Narbonne)

"Bist du das Valerie? "

"Oui bien sur, c'est moi, voila ! Comment vas-tu ma chérie, dis-le-donc..." (klar, ich bin's, und wie geht's dir, meine Süße, sag mal?)

So kam es glockenhell und in Französisch aus dem Hörer.

"Ahhh... Menno, die Valerie! Ich glaub's nicht ! Ja super geht's mir... Aber sag bloß, ich hab' dich gar nicht erkannt auf Anhieb, deine Stimme ist viel heller als früher, kaum noch zu erkennen", antwortete Erica, und es stimmte, sie hatte die Stimme der Freundin nicht sofort erkannt.

"Das werden die Hormone sein, die ich jetzt regelmäßig nehme" antwortete Valerie, diesmal auf Deutsch.

Man blieb bei der vertrauten Sprache, schließlich hatte man jahrelang Deutsch miteinander gesprochen, während sie noch in einem gemeinsamen Büro saßen, damals unter ihrem gemeinsamen Chef, solange bis Erica später zur Abteilungsleiterin befördert wurde von Dr. Schmidt, und Valerie hatte damals den Job der Marketingassistentin angenommen in seiner Abteilung. Das war die Zeit gewesen, als Valerie die ganze Büroetage überrascht hatte, um nicht zu sagen frappiert hatte durch die Frauenkleider, die sie damals im Büro getragen hatte, so einfach, quasi von jetzt auf nachher trug sie damals im Büro Rock, Nylons und High Heels, und von da an war es ja auch dabei geblieben, sie hatte ihre Männerklamotten danach eigentlich gleich weggeworfen. Das ist jetzt ein Jahr her oder eineinhalb...

"Deine Stimme ist weiblicher geworden" wiederholte sich Erica.

"Nicht nur die Stimme" sagte Valerie

"Du würdest staunen, wenn du mich jetzt wiedersehen würdest..."

Die Unterhaltung plätscherte ein wenig hin und her, man redete ein wenig unverbindlichen Smalltalk, aber dann wollte Valerie doch auf den Grund ihres Anrufs zu sprechen kommen. Es war gar nicht so einfach. Sie druckste ein wenig herum.

"Es ist wegen Michael..." begann sie, schwieg dann aber wieder.

"Was ist mit ihm? " Ericas Stimme klang etwas beunruhigt.

"Ist irgend was...? Ich denke, ihr werdet euch sehen in einer Woche oder so? Er kommt doch runter zu dir nach Narbonne denke ich?... Richtig ...?"

"Das ist genau der Grund, warum ich dich anrufe", sagte Valerie, du ihre Stimme wurde plötzlich etwas ernster.

Sie wusste immer noch nicht, wie sie die Freundin auf das Thema ansprechen sollte, das sie interessierte. Ist ja auch nicht einfach, so mal kurz über Sex zu reden. So von Null auf Hundert.

"Ja..." sagte Valerie. "Wir sind dann ein paar Tage zusammen, Michael und ich... Und auch ein paar Abende..." setzte sie hinzu, schwieg dann aber von neuem, wollte nicht so richtig mit der Sprache heraus.

Erica brauchte nicht lange, um zu verstehen. Die Freundin redete um den heißen Brei herum, sie getraute sich nicht, auf den Punkt zu kommen. Aber das konnte sie ihr abnehmen, Erica war da nicht so erschrocken. Wir erinnern uns, Erica war da ganz locker, sozusagen souverän, und so ging sie mit dem Thema Sex um. Ein Vollweib, die Erica.

"Willst du mit mir über Michaels Sexleben reden, Süße?" fragte sie und blieb ganz freundlich dabei. Erica war in dieser Beziehung nie besonders verklemmt gewesen und schließlich waren beide Mädels ja quasi hundert Jahre miteinander befreundet, und sie hatte vieles geteilt, auch ihr Interesse an dieser Sache um die es ging, und (wir erinnern uns) auch eine Zeitlang (bzw. ein einziges Mal) hatten sie auch den Mann geteilt (bzw. beinahe oder ein wenig).

Valerie war erleichtert über Ericas Reaktion und versuchte offener zu reden. Ja... also... ob der Michael in dieser Beziehung immer noch so sei wir früher, so... dominant?

Sie fand immer noch nicht die richtigen Worte.

Erica reagierte ganz souverän. Ja klar, bzw. nein, da habe sich überhaupt nichts geändert. Immer noch derselbe alte Bock... Ja er macht immer noch jede Frau an, die nicht bei drei auf den Bäumen sei, so sei er halt, und sie, Erica, sie habe sich inzwischen damit abgefunden. Sie lasse ihm aber seine Freiheit, und sie nähme sich das gleiche Recht. Eine ganz offene Beziehung, also...

Valerie erinnerte die Freundin an die Nacht damals in ihrer Cannstatter Wohnung, nach diesem bewussten Opernabend (nachzulesen in Teil 1 der Story, eines der allerersten Kapitel).

"Erinnerst du dich, was er damals von mir wollte...?" fragte Valerie, obwohl die Frage eigentlich unnötig war, denn klar, logo, beiden Frauen erinnerten sich noch an jedes Detail dieser Nacht.



Soviel für heute. Fortsetzung, wenn erwünscht, gerne in wenigen Tagen. Wie immer, hier in diesem Theater.

Lieben Gruß,

Valerie :()b

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Post 525 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde » Di 29. Jan 2019, 18:45

ascona hat geschrieben:
Di 29. Jan 2019, 14:57
Hallo Valerie,
Respekt, daß du bei der Gelbwesten-Demo warst !
Pass auf, daß dir dabei nichts passiert, es kann auch sehr gefährlich werden: https://www.nachdenkseiten.de/?p=48665
In Deutschland wird im Fernsehen nur sehr oberflächlich dazu berichtet. Kein Wunder, steht unsere Regierung und fast alle Medien doch fest auf Seiten Macrons.
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Da hast du mich ein wenig falsch verstanden. Ja, ich war bei der Gelbwesten Demo am letzten Samstag, aber die war in Stuttgart. Wo ich zur Zeit noch bin (Zweitwohnung). Und wir demonstrierten in Stuttgart am Samstag als Gelbwesten PRO DIESEL. Wir wollen unsere Autos im Stadtgebiet nämlich weiter fahren (was hier im Städtle seit dem 1. Jan. verboten und mit Geldstrafe belegt ist).

Wenn ich später wieder in Südfrankreich bin (Erstwohnung), werde ich mich aber sicher nicht den dortigen Gilets Jaunes (Gelbwesten) anschließen, ganz einfach, weil ich deren Ziele nicht gutheiße. Natürlich habe ich aber eine Position, was Präsident Macron betrifft, ich bin nämlich pro-Macron und halte seine Politik für vernünftig. Präsident Macron und seine REM ist übrigens auch ein starker Pro-Europäer, was mir ebenfalls sehr zusagt.

Neuerdings gibt es in der Region Paris ja auch organisierte Pro-Macron Demonstranten, die Foulards Rouges (Rotes Halstuch). Also könntest du mich eventuell dort vielleicht mal mit einem roten Schal demonstrieren sehen, abwarten, mal sehen... :()b

Liebe Grüße,
Valerie

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