Der Weg, der so schwierig ist / scheint.
Der Weg, der so schwierig ist / scheint. - # 29

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Jennifer B.
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 421 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Mo 24. Sep 2018, 13:34

Von Herzen Danke für eure Antworten (smili)

Ja, mir macht es nur so unglaublich zu schaffen, dass ich so voller guter Dinge war und von himmelhoch jauchzend so dermaßen "abgeschmiert" bin.
Ich versuch aber, durch viel Engagement wieder hoch zu kommen!
So eben hab ich mit einigen Leuten bzgl einer Wohnung telefoniert. (yes)
Mal sehen wie es weiter geht.
Danke dass ich mal "heulen" durfte :oops:

Lg,
Anna )))(:
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 422 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Mo 24. Sep 2018, 14:02

Kürzlich habe ich mal auf einem Plakat den Spruch "Es geht nicht um deinen Lebenslauf, sondern dass dein Leben läuft" gelesen, da ging es - glaube ich - um Personalgewinnung einer Firma. Insbesondere den zweiten Teil des Satzes wünsche ich dir, liebe Anna, von ganzem Herzen. Lass' dich von dem Psycho-Doc nicht krank machen und hol' dir - wie Michi schon schrieb - lieber noch eine zweite Meinung ein.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Vicky_Rose
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 423 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mo 24. Sep 2018, 18:08

Hi Anna,

ich denke, in Deiner Situation sind Stimmungsschwankungen bis hin zum "Abschmieren" völlig normal. Nach meiner letzten Trennung ist mir das auch öfters passiert. Jedesmal, wenn ich drohte abzuschmieren, ich nenne das "dunkle Wolken aufziehen", habe ich Laufschuhe angezogen und mich eine halbe Stunde ausgetobt (nebenbei: immer en femme). Danach ging es mir besser. Das ist keine Therapie, macht aber den Kopf wieder etwas freier. Irgendwann hatte ich es kapiert, was mir fehlt: Selbstliebe. Da habe ich um mich geweint und den Antrieb gefunden, neue Lebenswege zu gehen. Übrigens war Trans dabei nur ein Thema am Rande.
Viele Grüße
Vicky

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Jennifer B.
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 424 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Di 25. Sep 2018, 22:32

Danke für die Antworten :)

Das mit dem Laufen, liebe Vicky , dass lass ich lieber :mrgreen:
Ich denke dass ich für mich was anderes finden muss.

Für mich kann ich sagen, dass ich eigentlich keine zweite Meinung brauche, denn, für all das Erlebte in der Vergangenheit, gibt es jetzt einen Namen!
Ich versuche zu verstehen, was es alles war und evtl bedeutet kann.
Meine beste Freundin sagte folgendes:
Das mit dem Borderline kommt daher, dass Du nicht du selbst sein kannst. (Also in der Vergangenheit!)
Wo ich nämlich früher CD war/gemacht habe, ging es mir besser!
Und die ganzen Jahre wo ich es unterdrückt habe, wurde es immer schlimmer.

Muss es nur noch für mich verarbeiten können, dann wird es schon (yes)

Heute war wieder ein wichtiger Abschnitt, habe die restlichen Sachen aus der alten Wohnung geholt....

Und wie immer bin ich gespannt wie es weiter geht )))(:
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 425 im Thema

Beitrag von Aria » Mi 26. Sep 2018, 21:28

Anna Marie hat geschrieben:
Di 25. Sep 2018, 22:32
Meine beste Freundin sagte folgendes:
Das mit dem Borderline kommt daher, dass Du nicht du selbst sein kannst. (Also in der Vergangenheit!)
Wo ich nämlich früher CD war/gemacht habe, ging es mir besser!
Und die ganzen Jahre wo ich es unterdrückt habe, wurde es immer schlimmer.
Das sind die Worte einer Freundin, nach meinem outing ihr gegenüber: "Jetzt erklären sich so einige (negative) Verhaltensweisen in deiner Vergangenheit!"
Und in der Tat, ich konnte mich damals oft selbst nicht leiden und habe mich für meine schlechten Verhaltensweisen nachträglich geschämt.
Tja, wenn der unerkannte Leidensdruck dazu führt, dass man sich seinen liebsten Mitmenschen gegenüber wie ein Ar*** benimmt.... :roll:
Musst du nicht verstehen, ist halt einfach so!

Jennifer B.
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 426 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Do 27. Sep 2018, 06:58

Aria hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 21:28
Anna Marie hat geschrieben:
Di 25. Sep 2018, 22:32
Meine beste Freundin sagte folgendes:
Das mit dem Borderline kommt daher, dass Du nicht du selbst sein kannst. (Also in der Vergangenheit!)
Wo ich nämlich früher CD war/gemacht habe, ging es mir besser!
Und die ganzen Jahre wo ich es unterdrückt habe, wurde es immer schlimmer.
Das sind die Worte einer Freundin, nach meinem outing ihr gegenüber: "Jetzt erklären sich so einige (negative) Verhaltensweisen in deiner Vergangenheit!"
Und in der Tat, ich konnte mich damals oft selbst nicht leiden und habe mich für meine schlechten Verhaltensweisen nachträglich geschämt.
Tja, wenn der unerkannte Leidensdruck dazu führt, dass man sich seinen liebsten Mitmenschen gegenüber wie ein Ar*** benimmt.... :roll:

Hallo Aria (moin)

Ja es passieren Dinge mit einem, die einem teilweise gar nicht bewusst sind und man im Nachhinein nicht wahrhaben möchte.

:oops:
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 427 im Thema

Beitrag von Céline » Do 27. Sep 2018, 07:32

Guten Morgen Anna Marie,
Fühle Dich einfach mal ganz arg gedrückt,und lass dich bitte nicht von anderen Menschen verbiegen.Meine allererste Psychologin sagte zu mir "Sie sind ein ganz besonderer Mensch" und das sind wir doch Alle oder?
Liebe Grüße
Kelly
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 428 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Do 27. Sep 2018, 10:22

Kelly hat geschrieben:
Do 27. Sep 2018, 07:32
Guten Morgen Anna Marie,
Fühle Dich einfach mal ganz arg gedrückt,und lass dich bitte nicht von anderen Menschen verbiegen.Meine allererste Psychologin sagte zu mir "Sie sind ein ganz besonderer Mensch" und das sind wir doch Alle oder?
Liebe Grüße
Kelly
Danke für die Worte (smili)

Ja, jede(r) von uns ist ein besonderer Mensch!
Verbiegen lasse ich mich nicht mehr, ich weiß was ich möchte.
Wenn so ein "Tief" kommt, fängt es leider alles an zu schwanken, wenn es mir gut geht, wie jetzt, bin ich gegen alles und jeden gewappnet (yes)
Also, weiter Achterbahn fahren und in den besonderen Momenten das Hoch genießen :mrgreen:

Lg,
Anna
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Jennifer B.
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 429 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Sa 29. Sep 2018, 16:12

Na, Tagebuch altes Haus :P

Ich nehme jetzt seit zwei Wochen Gynokadin, morgens und abends ein Hub.
Ich stelle fest, dass es mir gut tut!
Langsam aber sicher werde ich selbstsicherer, einige Dinge sehe ich als selbstverständlich an und auch körperlich machen sich die ersten Zeichen bemerkbar.


Das Ding aus der Tiefe hat zwar immer noch sein Eigenleben, das dauert aber nicht mehr lange bis.... :mrgreen:
Und des weiteren bemerke ich die ersten Zeichen im Brustbereich: bei Berührung sind die Brustwarzen empfindlich, dauernd hart und allgemein ist da was passiert.

Und ich lerne immer mehr nette Menschen kennen (smili)
Habe mich heute in Dortmund mit einer Frau aus einem anderen Forum getroffen.
Haben Kaffee getrunken und uns gut unterhalten!
Wir haben uns auf Anhieb verstanden und sie zeigte Interesse an meinem Weg.
Nächstes Wochenende gibt es ein Forumtreffen, dann sieht man sich wieder (yes)
Und nein, es ist nur rein platonisch und wenn überhaupt freundschaftlich!
Zu mehr wäre ich überhaupt nicht bereit.

Ich merke, dass ich überfordert bin wenn ich mich mit meiner Noch Frau treffen tu.
So wie gestern.
Anfangs war es gut aber je länger wir zusammen waren und wieder Gespräche über Beziehung etc kommen, wird mir mehr und mehr unwohl.
Eine Beziehung darf nie wieder sein!
Dann könnte ich sowas wie heute nicht machen....

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende (moin)
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 430 im Thema

Beitrag von Nobbi56 » So 30. Sep 2018, 21:21

Hallo Anna Marie )))(:

auch ich möchte Dich ermuntern, Dich nicht von dieser Diagnose entmutigen und von Deinem Weg, der Dich doch schon so weit geführt hat, abbringen zu lassen!

Natürlich zieht einen so etwas erst einmal runter, aber entscheidend ist doch nicht, wie oft man fällt, sondern dass man immer wieder aufsteht!

Versuche, es so zu sehen: Eine Diagnose ist zunächst wie das Lebensalter: Buchstaben bzw. Zahlen auf einem Blatt Papier, nichts weiter! Zumindest, wenn es nicht eine ernsthafte körperliche Erkrankung bezeichnet, was ja hier nicht zutrifft. Bist Du etwa 1 Minute nach der Diagnose ein anderer Mensch gewesen als Du es noch eine Minute davor warst? Hat sich in dieser einen Minute irgend etwas an Deinem Wesen, Deinen Leidenschaften, Deinen Überzeugungen, Deinen Wünschen, Deiner Empathie und Sensibilität geändert? ich denke doch: alle diese Fragen kannst Du mit einem klaren NEIN! beantworten, oder irre ich mich?

Also: wenn sich doch eigentlich GAR NICHTS an dem, was Dich als Mensch, als Persönlichkeit, als Charakter, als Individuum auszeichnet, Dich prägt und Dich einzigartig macht, geändert hat: warum soll dieser kleine Zettel Deinen Lebensweg manipulieren, womöglich gar negativ beeinflussen dürfen? Diese Ehre kommt ihm doch gar nicht zu!

Dein Weg ist ein schwieriger, ja, das hast Du ja schon bei der Namensgebung Deines threads richtig erkannt. Es war also von vornherein klar, dass es den einen oder anderen Rückschlag geben würde - so einer ist nun eingetreten, so what? Bedenke, wie viel Kraft und Energie Du schon aufgewandt hast, um so weit zu kommen - soll das etwa alles umsonst gewesen sein :o ? Den Gipfel in Sicht, und dennoch umkehren, weil ein Felsvorsprung den direkten Aufstieg verwehrt? Nö, so wäre der Mount Everest niemals erklommen worden, weil alle Aspiranten am "Hillary Step" gescheitert wären :shock: ... Was ich damit sagen will: Du hast schon so viele Hindernisse und Tiefschläge zuvor gemeistert, und auch dieser wird Dich nicht aufhalten können - auf dem Weg zu Dir selbst!

Das wünscht Dir von ganzem Herzen - und mit der Überzeugung: "DU SCHAFFST DAS!" (ap)

LG N. (dr)

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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 431 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Mo 1. Okt 2018, 11:23

Hallo Nobbi (moin)

Danke erstmal für deine Sichtweise!

An sich lasse ich mich von den Zahlen auch nicht aus der Bahn werfen, jedoch wenn es mir/einem nicht gut geht, kann man schnell "die Schuldige" finden.
Und als es mir die letzten Tage nicht gut ging, war natürlich die Krankheit die Böse.
Da sie der Auslöser ist, muss ich lernen damit zu leben.
Fällt mir halt nicht immer leicht :oops:

Auch werde ich den Gipfel weiter erklimmen!
Wenn ich zwischenzeitlich eine Pause brauche, dann setze ich mich hin und ruh mich aus.
Eine Rückkehr zum Ausgangspunkt kommt für mich nicht in Frage.
Wie ernst es mir ist, habe ich gegenüber meiner Noch Frau vor einigen Tagen (oder Wochen?) geäußert:
Wenn mich meine Familie deswegen "ausstossen" würde, gehe ich den Weg trotzdem weiter!
Und ich bin ein Familienmensch!
Mir würde es das Herz brechen, sollte ich meine Eltern zb deswegen nicht mehr sehen können und gleichzeitig nutzt es mir nichts, für andere diese Rolle weiter zu spielen!

Wünsch Dir was und liebe Grüße )))(:
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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 432 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mo 1. Okt 2018, 12:06

Anna Marie hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 11:23
... gleichzeitig nutzt es mir nichts, für andere diese Rolle weiter zu spielen!
Hallo Anna-Marie,

ich habe den Fred am Anfang noch einmal angesehen. In Post 8 hast Du vor knapp zwei Jahren geschrieben:
Ja wenn das so einfach wäre, dann könnte ich gedanklich wohl schon weiter sein. Ich habe jedoch das Problem mich entscheiden zu müssen!
Egal wie ich mich entscheide, es wird gewiss nicht gut ausgehen bzw falsch sein. :roll: Und mit diesem Problem hadere ich schon so lange rum!
Du bist heute sehr viel weiter und ich denke, Du hast Deine Zeit gut genutzt. Das ist anstrengend und ich finde es auch richtig, sich einfach einmal auszuruhen. Großes Kompliment von meiner Seite. )))(: (ap)

Ich habe seit einigen Jahren auch ein sehr viel distanzierteres Verhältnis zu meinen Eltern und auch meine Kinder sehe ich nicht mehr so oft. Sehr viele Verletzungen, auch Selbstverletzungen, haben sich in den Jahren für mich offenbart und damit musste ich fertig werden. Sie als Teil meiner Vergangenheit zu betrachten zu können hat mich im Bestreben weiter gebracht, mein Leben selber zu bestimmen. Mein Leben als Familienmensch ist auch fast völlig auseinander gebrochen. Aber ich lebe heute in einer Ehe mit einer Frau, die ich nicht mehr missen möchte. Auch habe ich mein Haus, dass ich zum großen Teil selber gebaut habe, konnte ich hinter mir lassen. Nach 15 Jahren habe ich mir jetzt wieder ein Neues gebaut. In diesen 15 Jahren, vor allem aber in den ersten 7 Jahren, stecken viel Arbeit. Heute bin ich sehr froh darüber, dass ich diesen Weg gegangen bin. Es hat sich gelohnt.

Ich wünsche Dir, dass Du auch Deinen Weg findest. Du scheinst schon sehr weit zu sein. Aber jede Beschwernis, die man im Bewusstsein auf sich nimmt, das Richtige zu tun, ist wieder ein Stück vorwärts. Und ohne Beschwernis geht es nicht.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 433 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Di 2. Okt 2018, 08:00

Guten Morgen Vicky )))(:

Danke für die Blumen (flo) :oops:

Ich mache mir nicht die Mühe um zu lesen was vor 2 Jahren war.
Eines Tages aber werde ich es bestimmt tun :)

Ja, lange hat es gedauert bis ich für mich entdeckt habe, was richtig zu sein scheint.
Nach langem Hin und Her weiß ich nun was richtig ist!

Zu meiner Familie kann ich sagen, dass mein Bruder zu 100% hinter mir steht.
Auch ein Onkel den ich hier glaube ich erwähnt habe.
Und mein Stiefvati auch.
Selbst meine Mom wird es sicherlich tun, hoffe ich zumindest.
Sie kann es nicht wahrhaben was da passiert.
Ich denke, ist aber normal. Sie muss ihre Zeit zum verarbeiten haben.
Und wie der Rest zu mir steht, wird sich nach und nach zeigen :wink:

Für mich ist es aber auch viel wichtiger, dass ich auch im nicht familiären Umfeld liebe Leute haben die an meiner Seite stehen.
Wie J zum Beispiel.
Oder die lieben Leute aus dem Depri Forum.
Und ihr hier natürlich (he)

Ich werde meinen Weg gehen und vielleicht habe ich ja auch noch viele reale Wegbegleiter (yes)

Es gibt zwar in der letzten Zeit immer kleine Nadelstiche die mich mental zurück werfen, jedoch stehe ich wieder auf, Krönchen richten und weiter gehen! (gitli) 8) )):m
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Post 434 im Thema

Beitrag von Nobbi56 » Di 2. Okt 2018, 20:05

Anna Marie hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 08:00


Ich werde meinen Weg gehen und vielleicht habe ich ja auch noch viele reale Wegbegleiter (yes)

Es gibt zwar in der letzten Zeit immer kleine Nadelstiche die mich mental zurück werfen, jedoch stehe ich wieder auf, Krönchen richten und weiter gehen! (gitli) 8) )):m
DAS ist die richtige Einstellung (ap)

Obwohl ich freilich gut reden kann - als mit seinem biologischen Geschlecht in Einklang lebender und nur rein hobbymäßig agierender CD/TV :wink: Ich bin da zweiellos zu beneiden, denn meine einzige Sorge besteht darin, zuviel Geld für Klamotten, Dessous, Make-up, Perücken, High Heels, Silikon-"Anbauten" und all' das g*ile Zeugs zu verplempern - ein Luxusproblem fürwahr :lol:

Ich kann dagegen nur vage ahnen, welche großen Anstrengungen es Transidenten hin auf dem Weg "zu sich selbst" abfordert, gerade auch was das leider nicht immer empathisch reagierende familiäre, berufliche oder soziale Umfeld betrifft :(

Deine Ausdauer und Deine Entschlossenheit, auch Dein - wie mir scheint - mehr und mehr wachsendes Selbstbewusstsein verdienen da allergrößten Respekt (yes)

Aber ich denke, indem Du die Community an Deinem "mentalen Hürdenlauf" so vital teilhaben lässt, kannst Du vielen anderen Betroffenen, die in ähnlicher Lage sind, aber noch zweifeln und unsicher sind, ob sie sich ebenfalls "auf den Weg machen" sollen, Mut machen und ermuntern, sich nicht durch Widrigkeiten unterkriegen zu lassen - jedes aufstehen nach einem Niederschlag ist ein kleiner Sieg über die Unbilden des Schicksals!

Obwohl natürlich klar ist: Keine Geschichte ist wie die andere, jeder Lebensweg ist individuell und der Blick auf andere kann zur Orientierung dienen, aber niemand kann einem die Verantwortung für den eigenen Lebensweg abnehme - was ja aber auch ganz gut so ist, denn wer möchte schon fremdbestimmt leben?

Ich hoffe und bange weiter mit Dir, dass sich am Ende alles zum Guten wendet und sich auch die sozialen und familiären Bindungen mit der Zeit wieder stabilisieren bzw. neue, erfüllende Kontakte entstehen.

LG N. )))(:

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Re: Der Weg, der so schwierig ist / scheint.

Post 435 im Thema

Beitrag von Jennifer B. » Mi 10. Okt 2018, 16:05

Ola (moin)

Nach vielen Tiefs in den letzten Tagen kam endlich wieder ein kleines Hoch (ap)

Hatte heute seit ewig langer Zeit eine Stunde nei meiner Therapeutin.
Die letzte war am 30.05 :roll:
Ja und was soll ich sagen???
Es geht vorwärts!
Habe erst mal alles erzählen dürfen, können, müssen. Und natürlich war auch die Selbstmedikation ein Thema!
Das fand sie nicht so toll, jedoch gab es dadurch einen positiven Effekt:
Sie hat mir die "Erlaubnis" gegeben, mich um die Hormonstatus Untersuchung zu kümmern (cow)
Sprich, morgen rufe ich bei Müller/Haegele und Dr. Lederbogen an juppie (yes)
Ok ok, das ist "nur" ein kleiner Schritt, ich finde den aber trotzdem toll (ap)
Und ja, es wird leider ne Weile dauern bis ich einen Termin bekommen kann....

So, das musste ich ebend loswerden :mrgreen:

Ich werde berichten )))(:
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