Mein erster BH
Mein erster BH

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Wally
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 146
Registriert: Fr 7. Sep 2018, 23:37
Geschlecht: Beides
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Hurlach
Membersuche/Plz: 86857
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 157 Mal
Gender:

Mein erster BH

Post 1 im Thema

Beitrag von Wally » Do 26. Mär 2020, 23:48

Hallo Leute,

Wie war das eigentlich mit Eurem ersten, eigenen BH? Wann und wie seid Ihr zu dem gekommen? Wie hat sich das für Euch angefühlt? Wann und wo habt Ihr den getragen? Mögt Ihr das mal erzählen?


Ich mache gleich mal den Anfang:

Als ich 13 war und meine Brüste allmählich zu wachsen begannen, nahm mich meine Mutter eines Tages beiseite und meinte in einem Ton, der keinen Widerspruch zuließ, es wäre nun höchste Zeit, endlich einen BH für mich zu kaufen. Sie fuhr mit mir in die nächstgelegene Kleinstadt und schob mich in dem einzigen, großen Bekleidungshaus, das es dort gab, mit sanftem Druck in die damals noch etwas verschwiegen separat gelegene Miederwarenabteilung. Ich muß wohl vor Scham (und doch gleichzeitig auch so ein bißchen Stolz) rot wie eine Tomate geworden sein, als sie der eifrig herbeigeeilten Verkäuferin erklärte, dass "unsere Tochter hier" - sie legte mir hinweisend die Hand auf die Schulter, als ob's da auch noch fünf andere Töchter gebe - ihren ersten Büstenhalter brauche; man möge sie dabei beraten. Die freundliche, gepflegte Dame mittleren Alters nickte mit einem gemurmelten "Selbstverständlich..." und taxierte mich etwas ausgiebiger. Dann meinte sie "Größe 70 wird wohl so gerade noch hinkommen". Nach einem schnellen, routinierten Blick auf meine Mutter, die trotz ihrer ansonsten zierlichen Figur eine beachtliche Oberweite hatte, fügte sie hinzu: A-Körbchen? Oder soll's doch gleich ein B-Cup, sein, weil die junge Dame da doch ziemlich schnell hineinwachsen wird, wenn sie nach der Mutter kommt? Man kann ja auch wattierte Körbchen nehmen und sie derweil noch mit etwas zusätzlicher Watte auffüllen, bis es so weit ist." Sie nahm einen weißen BH mit dicken, weichen Körbchen aus einem der hohen, in viele Fächer unterteilten Regale und drückte ihn mir in die Hand. "Das wäre jetzt zum Beispiel ein Modell von Triumph, A-Cup, gute Qualität, wattiert, hat eine tolle Passform auch schon für kleine Brüste. Der wird für den Anfang sehr gerne gekauft... Wenn Sie den schon mal anprobieren möchten - die Kabinen sind gleich hier nebenan. Rufen Sie mich, wenn Sie Hilfe brauchen, ich helfe gerne!"

---
Nein: so war's bei mir natürlich NICHT. Leider! So hätte ich mir in tausend sehnsuchtsvollen Tagträumen GEWÜNSCHT, dass es gewesen wäre :oops: In Wirklichkeit war es EIN BISSCHEN anders:
---

Ich war 15, nicht 13. Es war mitten in der Pubertät, die bei mir erst spät einsetzte, das Gesicht pickelig, die Stimme fing an zu kratzen, und in der Seele das große Chaos. Es war noch gar nicht so lange her, dass meine vorpubertären Schwärmereien für andere Jungs allmählich aufgehört hatten und stattdessen Mädchen für mich interessant wurden, dass der Anblick ihrer Rundungen in mir seltsam aufwühlende, verwirrende, sehnsüchtige Gefühle wach zu rufen begann. Als Kind hatte ich mir schon mal heimlich beim Baden den zufällig über der Badewanne zum Trocknen aufgehängten Büstenhalter meiner Mutter um die Brust gelegt; ein gefüttertes, weißes Teil mit den damals üblichen, vorne spitz zulaufenden Körbchen. Obwohl meine Mutter eine recht zierliche Frau war, war mir ihr BH damals viel zu groß, er hing auch in der engsten Häkchenreihe geschlossen nur lose an mir herunter. Ich kann mich lebhaft daran erinnern, wie enttäuscht ich darüber war. War da etwa doch schon mehr als nur Neugier?

Jetzt, als 15-Jähriger, hatte ich schon längst nicht nur den Reiz weiblicher Formen entdeckt, sondern auch die unwiderstehliche Faszination jener geheimnisvollen Kleidungsstücke, die diese Formen umhüllten. Den Miederwaren meiner Mutter war ich inzwischen entwachsen, ihren BH konnte ich nun wiederum deshalb nicht schließen, weil er um meinen Brustkorb nicht mehr herumreichte.

Aber meine zwei Jahre ältere Schwester, die mehr nach der väterlichen Familie kam, war größer und kräftiger gebaut, sie hatte annähernd meine Statur. Immer wenn sie nicht da war - und ich mich auch vor Entdeckung durch die Eltern halbwegs sicher wähnte, die zwei Stockwerke tiefer im Erdgeschoß ihrer Arbeit nachgingen - schlich ich mich deshalb mit furchtbar schlechtem Gewissen hinüber in ihr Zimmer und wühlte in ihrem Kleiderschrank. Einen BH fand ich dort leider nur selten; sie hatte damals nur zwei Stück, von der festen, gefütterten Sorte, die sie aber meistens gleichzeitig übereinander trug, um ihre schon damals nicht zu verachtende Oberweite noch mehr zu betonen. Aber immerhin eine von ihr offenbar so gut wie nie getragene, elastische, weiße Miederhose fand sich in dieser Schatztruhe regelmäßig - und im Winter oder bei schlechtem Wetter auch ihr einteiliger Badeanzug mit BH-ähnlich abgesetzten Körbchen und waagrecht geschnittenem Bein, wie es der damaligen Mode entsprach.

Ich kam mir jedesmal schrecklich pervers und schuldig vor, wenn ich die Sachen eilig unter meinem Hemd oder Pulli versteckte, mich damit wieder in mein eigenes Zimmer zurückschlich und begann, mir die Kostbarkeiten über den Leib zu ziehen. Und doch war das ein so unsagbar süßes, prickelndes Gefühl, dass ich jede der doch relativ seltenen Gelegenheiten nutzte und ein paar mal den Badeanzug sogar heimlich den ganzen Tag unter meiner dicken Winterkleidung trug und damit in die Schule ging. Ich weiß bis heute nicht, ob meine Schwester wirklich nie gemerkt hat, dass ich ihre Sachen nahm; eigentlich ist das schwer vorstellbar. Gesagt hat sie aber nie etwas.

Aber das waren seltene Gelegenheiten - und ich hatte doch eine solche, unstillbare Sehnsucht danach, wenigstens ab und zu diesen so speziellen, sanften, zart elastischen Druck weiblicher Miederwaren um den Körper zu spüren und mir dabei wenigstens in meinen feuchten Träumen vorzustellen, auch mein darin eingehüllter Jungenkörper sei stattdessen weiblich, samt allen süßen, verwirrenden, zugehörigen Details...

Etwas Eigenes mußte her: wenigstens ein einziger, eigener Büstenhalter, den ich immer um meine Jungenbrust legen könnte, wenn ich gerade unbeobachtet war - und nicht nur zu den seltenen Gelegenheiten, wenn ich bei meiner Schwester ein solches Teil heimlich für kurze Zeit aus dem Schrank stehlen konnte.

In den damaligen Kauf- und Bekleidungshäusern - in einer Kleinstadt Mitte der 60er Jahre - gab es noch nicht die offenen Miederwarenabteilungen mit frei zum Zugriff da hängenden BHs, Höschen etc., wie wir sie heute kennen. Eine Miederwarenabteilung war damals noch ein verschwiegener Ort: meist halb dunkel irgendwo abgelegen in der allerhintersten Ecke der Damenabteilung, wo ein Mann oder Junge gar nicht erst hingelangen konnte, ohne schon weit vorher als Eindringling in weibliche Tabu-Bereiche aufzufallen, den man deshalb prompt als voyeuristischen Lüstling oder - noch schlimmer - als “Perversen” mit “abartigen”, die natürliche Geschlechterordnung verletzenden Gelüsten verdächtigte. Für jedes männliche Wesen war das vermintes Gebiet: auch nur ein einziges Mal in solchen Regionen von irgendeiner Klatschtante, die einen zufällig kannte, gesichtet zu werden, konnte einen in der Kleinstadt oder im irgendwo umliegenden Wohnort auf Jahre hinaus den übelsten Gerüchten aussetzen und gesellschaftlich unmöglich machen.

Und dann die Miederwarenabteilung selber: hinter einer großen, einschüchternden Verkaufstheke lagen da die pikanten Dessous in wandhohen, vielfach unterteilten, nur für das Personal erreichbaren Regalen, nach Größen geordnet, säuberlich in flache Kartons verpackt und übereinander geschichtet. Man mußte eine Verkäuferin bemühen, ihr seinen Wunsch detailliert schildern: Marke, Stil, Machart, Farbe, Unterbrustweite, Cupgröße usw. - dann griff die Expertin ins Regal, zupfte ein, zwei, drei der in Frage kommenden, delikaten Stücke aus ihrer Kartonverpackung und breitete sie zwecks gefälliger Auswahl auf der geräumigen Theke aus. Um sich als pickeliger, pubertärer Jüngling mit hochrotem Kopf, einer hilflos-naiv zurechtgelegten Pseudo-Ausrede für den jegliche Manneswürde katastrophal konterkarierenden Kaufwunsch, dazu ohne jede Kenntnis der Bedeutung kryptischer Maßangaben wie Unterbrustweite, Cupgröße etc., in eine solche Einkaufssituation zu begeben, brauchte man schon den Löwenmut der Verzweiflung...

Irgendwann hatte ich beides zur Genüge: die Verzweiflung - und den daraus lange angesammelten Mut. Unzählige Male war ich schon in der Damenabteilung des einzigen, größeren Bekleidungshauses in der Kleinstadt herumgeschlichen, hatte mich der verschwiegenen Wäscheabteilung mal nur vorsichtig von weitem, mal herzklopfend bis auf gefährlich kurze Distanzen angenähert - nur um jedesmal wieder bibbernd und resignierend den Rückzug anzutreten, bevor auch nur irgend ein Kontakt mit einer der Verkäuferinnen entstehen konnte.

An einem warmen Frühlingstag, kurz vor Mittag, nach eine Stunde früher als sonst beendetem Schulunterricht, stürzte ich mich schließlich wirklich mit besagtem Löwenmut in das Abenteuer: in der gesamten Damenabteilung war wenig los und somit die Chance gegeben, den heiklen Erwerb wenigstens nicht unter den Augen unnötig vieler Zeugen tätigen zu müssen. Mit entsetzlich schlechtem Gewissen schlich ich mich in dem weiblichen Tabu-Revier zwischen Regalen mit Blusen und Strumpfhosen bis ganz hinter zu jener Theke, an der die geheimnisvoll verschwiegene, urweibliche Unterwäsche gehandelt wurde. Eine einzelne Verkäuferin in mittleren Jahren stand dahinter und ordnete Schachteln im Regal.

Die Dame sah mich und fragte mich freundlich, was ich denn wünsche. “I..ich mamöchte einen B-Büstenhalter kaufen” brachte ich stotternd mit hochrotem Kopf heraus, und beeilte mich hinzuzufügen: “f..für meine Mutter, sie hat mir den Auftrag gegeben.” Ganz abgesehen von der abenteuerlichen Absurdität dieser Ausrede muß mich allein schon meine aus allen Poren schwitzende Verlegenheit unmißverständlich Lügen gestraft haben. Die Verkäuferin ließ sich nichts anmerken; ich weiß bis heute nicht, ob ihr Lächeln professionelle Freundlichkeit oder Amüsement über den armen, verschüchterten, in bodenloser Scham versinkenden Jüngling ausdrückte; vermutlich beides... Sie fragte erst mal nach, was für einen BH “meine Frau Mutter” denn haben wolle, welche Marke, welche Machart, welche Farbe, welche Größe. Als Miederwaren-Marke kannte ich damals überhaupt nur “Triumph”, also nannte ich das. Einen “langen” BH (“Longline” nennt man heute diese nur noch wenig gebräuchliche, damals aber sehr verbreitete, bis zur Taille hinunter reichende Machart) wollte ich haben, weil das mehr von dem ersehnten, elastischen Miedergefühl versprach - das war immerhin ein etwas differenzierterer Wunsch, den ich äußern konnte. Die Größe? Da mußte ich stumm bleiben: ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie die Größe eines BHs gemessen und benannt wurde. Woher denn auch?

Ich schulde der braven Frau noch heute - ein halbes Jahrhundert später - tiefen Dank dafür, dass sie den von mir vor lauter verzweifelter Scham nicht eingestandenen Wunsch, einen BH für mich zu kaufen, souverän erkannte und ebenso feinfühlig wie diskret erfüllte. Sie fragte noch nach der Farbe (weiß), taxierte mit geübtem, aber unauffälligem Seitenblick meinen Körperbau und nahm einen “funktionellen”, weißen Longline-BH der Marke Triumph in der Größe 80 B mit dünnen, aber schön rund ausgeformten Körbchen aus dem Regal, zog ihn aus dem Schächtelchen und breitete ihn auf der Theke vor mir aus. Ja: ziemlich genau so einen hatte ich mir in meinen Sehnsuchtsträumen vorgestellt. Ich fragte nach dem Preis und mußte schlucken: 45 Mark waren weit mehr, als ich für einen ganzen Monat an Taschengeld bekam. Aber der momentane Inhalt meiner Geldbörse reichte immerhin knapp für die Bezahlung aus, und nun war ich dem lang ersehnten Ziel doch schon sooo nahe gekommen... Die Verkäuferin packte mir das pikante Teil ein und versicherte mir nochmal freundlich, “meine Frau Mutter” könne das Stück gerne immer noch tauschen, wenn die Größe nicht stimme.

Zuhause war natürlich meine allererste Aktion, sobald ich mich unbeobachtet wähnte, die Anprobe. Es war gar nicht so einfach, die vielen Häkchen am Rücken zu schließen, zumal es möglichst schnell gehen sollte: ein unvorhergesehenes Überraschtwerden durch Mutter oder Vater war nie ganz auszuschließen. Aber die Verkäuferin hatte ein sicheres Auge bewiesen, das teuere Stück schmiegte sich perfekt an meinen jugendlichen Brustkorb. Unzählige Nächte hat es mir dann klammheimlich unterm Schlafanzug, die Körbchen mit 3-4 Paar Socken ausgestopft, die Träume versüßt; und sogar tagsüber in der Schule habe ich es oft heimlich unterm Pulli getragen - dann natürlich unter schmerzlichem Verzicht auf die Füllung in den Körbchen. Erst viele Jahre später, während meines Studiums, habe ich diesen meinen ersten BH weggeworfen: ausgeleiert und schon ganz vergilbt, ich konnte ihn ja fast nie waschen, weil ich ihn nirgends unauffällig zum Trocknen aufhängen konnte.

Herzliche Grüße
Wally

Lotte
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 131
Registriert: Fr 28. Sep 2018, 23:07
Geschlecht: m/w
Pronomen:
Wohnort (Name): Voorthuizen
Membersuche/Plz: 3781
Hat sich bedankt: 159 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 82 Mal
Gender:

Re: Mein erster BH

Post 2 im Thema

Beitrag von Lotte » Fr 27. Mär 2020, 18:56

Hallo Wally.

Den ersten eigenen BH zu haben, hat dir viel gebracht. Sie haben dies in Ihrer Erfahrungsgeschichte sehr deutlich erzählt. Sie fragen, wie es mit anderen gelaufen ist.

Es hat lange gedauert, bis ich meinen ersten BH gekauft habe. Ich war erst ungefähr 35 Jahre alt.
Aber lass mich früher in meinem Leben beginnen zu erzählen. Ich gehöre zur selben Generation wie du und es war in unserer Jugend nicht einfach an "Frauengefühle" Händen und Füßen zu geben.
Mit 12/13 fing ich an, im Schrank meiner Mutter herumzuschnüffeln. Ihre BHs waren zu groß. Und die Kórbchen mit Strümpfen zu füllen war keine Option.
Als Jüngster in einer Familie mit drei Jungen gab es eigentlich keine wirkliche Gelegenheit, etwas Passendes zu ergattern.
Ich war ungefähr 14/15 und einer meiner Brüder (er ist 7 Jahre älter) hat ein Mädchen von woanders datiert. Einmal alle 2 Monate kam sie für ein Wochenende zu uns und ich fand bald heraus, dass in ihrem Koffer schöne Dinge waren: BHs, dazu passende Höschen, Strümpfe und ein Strapsgürtel.
Eines Abends, als mein Bruder und seine Freundin weg waren, nahm ich ein Höschen und einen BH aus dem Koffer und zog sie in meinem Zimmer an. Es war nicht nur sehr aufregend das zu tragen, sondern es gab auch ein sehr schönes Gefühl. Dieser weiche Stoff an meinem Körper. Keine sexuellen Gefühle, nur einfach den Moment genießen.
Ich weiß nicht, wie es möglich war, aber ich schlief ein und am nächsten Morgen fand meine Mutter mich in der Unterwäsche meiner Schwägerin. . Ich wurde ängstlich und Rot vor Scham, aber Sie lächelte nur ein wenig und fragte, woher ich diese Dinge habe und sagte, dass ich sie später wieder zurückstellen sollte.
Später an diesem Tag, nachdem ich alles zurückgelegt hatte, zwinkerte sie mir zu und hielt immer unser Geheimnis.

Ich habe meinen ersten eigenen BH in einem Fachgeschäft für Damenunterwäsche gekauft. (Livera oder Hunkemöller) Auch diese war zu groß weil ich es nicht wagte, jemanden zu bitten, mir zu helfen ud ich wusste nicht wie man die Größe nimmt. Aber mit Watte gefüllt schien es immer noch ein bisschen.
Aus Angst dass meine Frau diesen BH finden würde, warf ich ihn nach etwa sechs Monaten weg.
Und wie geht es jetzt? Wenn ich einen BH kaufe, weiß ich genau, welche Größe ich brauche und frage meine Frau immer, welche ich kaufen werde. Gleiches gilt auch für Röcke und Kleider.

Liebe Grüsse
Lotte
"Het leven begint op het moment waarop je je niets meer aantrekt van wat andere mensen over je denken"
(Godfried Bomans)

Yvette.85C
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 48
Registriert: Sa 22. Nov 2014, 14:24
Pronomen:
Membersuche/Plz: Rheinland
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 6 Mal

Re: Mein erster BH

Post 3 im Thema

Beitrag von Yvette.85C » Mo 30. Mär 2020, 11:09

Hallo Wally,

sehr schöne Geschichte. Ich bin in dieser Kleinstadt aufgewachsen und der Name des Modehauses dürfte mit "B" beginnen. Ich erinnere mich nur noch an die Treppen. In so Nischen mit Rundbogen waren immer die Neuheiten. Ich bin gerade in besagter Stadt und habe viel um die Ohren. Wenn ich zurück bin, schreibe ich vielleicht meine Story.

LG Yvette

Ulrike-Marisa
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2872
Registriert: Mo 21. Mai 2012, 13:58
Geschlecht: transsexuell
Pronomen: sie
Membersuche/Plz: 248**
Hat sich bedankt: 701 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 781 Mal
Gender:

Re: Mein erster BH

Post 4 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 30. Mär 2020, 14:09

Moin,

...bei mir liegt es schon fast 60 Jahre zurück, dass ich mich für BHs zu interessieren begann. Gegen Ende der Grundschulzeit, als ich die Mädchen in der Schule mit ihren ersten BHs, die stolz möglichst sichtbar getragen wurden, bewunderte kam erste Sehnsucht auf. Ein Dirndl-BH, blau-weiß kariert 80A von meiner Mutter hatte es mir angetan; allein das Gefühl und mit ein paar Söckchen war das erste Glück perfekt. Dann kam die lange Zeit der männlichen Sozialisation hin bis zum Wehrdienst, ohne BH. Dann im Studium waren Funde am Klamottencontainer wieder ein Kontakt mit dem Thema. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, als ich Mitte der 70-ziger Jahre bei DIVI im Großmarkt einen Naturana BH 80A mit gefütterten Cups erstanden habe; ein zweites Glück war damit einhergehend. Den habe ich einfach irgendwo versteckt und dann auch die BHs meiner Freundinnen probiert, auch die der letzten, die letztlich meine Frau geworden ist. Das ist nun auch schon 41 Jahre her, dass wir zusammen sind. Seit etwa 8 Jahren trage ich nun ständig nach meinem Outing ihr gegenüber BHs, die ich nun dank der 2cm durch Pueraria Mirifica dazugewonnen habe, und habe ettliche und erfreuen mich an ihnen; Ersatz ist nun auch schon gefragt. Aber die alten klassischen Tütenformen werde immer weniger und die neuen Schalen-BHs mag ich nicht so gerne...

...das in Kurzform und Grüße, Ulrike-Marisa :wink:

Joe95
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3533
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 14:27
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Gummersbach - Niederseßmar
Membersuche/Plz: 51645
Hat sich bedankt: 1289 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 1445 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Mein erster BH

Post 5 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mo 30. Mär 2020, 16:28

Mein erster Bh?
Welcher mag das sein, welcher zählt als der erste?

Der erste, den ich anprobiert habe?
Ganz sicher einer meiner Mutter, ganz sicher hat er nicht gepasst, auf jeden Fall habe ich garkeine konkrete Erinnerung daran. Ich muss damals so 13 - 15 Jahre alt gewesen sein und meine Motive waren rein sexuell. Sicherlich war meine wahre Natur schon in mir, ich habe sie aber noch nicht wahrgenommen.

Der erste, den ich gekauft habe?
Das war in irgendeinem Billigladen (Euro gabs ja noch nicht). Wirklich gepasst hat der auch nicht, geriet also auch schnell wieder in vergessenheit. Auch dieser gehört mehr in die Fetisch-Ecke.
Ich denke ich war damals so anfang / mitte zwanzig. Ob ich damals schon von "Damenwäscheträgern" gehört habe oder erst etwas später kann ich garnicht mehr sagen, jedenfalls kamen zu der Zeit erstmals andere Gedanken auf als nur "Lustgewinn".

Der erste, den ich bewusst als (damals noch) Crossdresser getragen habe?
Ein ausgeleierter Bh meiner Frau, der mir eben deswegen einigermassen passte. Den hab ich öfters getragen, zu der Zeit hatte ich ja keine anderen. Das mag jetzt vielleicht so fünf Jahre her sein. Bei diesem (und weteren der Art) war es eine Mischung aus wohlfühlen, weil ich es toll fand einen Bh zu tragen und Provokation, weil ich es liebe (auch heute noch) wenn der Träger des Bh im Halsausschnitt des T-Shirts zu sehen ist. In der ersten Zeit trug ich sie noch ohne "Füllung", dann mit so kleinen Schaumstoffpolstern, endlich aber mit Silikonprothesen.
Ich trug auch immer öfter Bh. Als es dann so extrem wurde, dass ich mich ohne Bh und Prothesen nicht mal mehr durch die eigene Wohnung zu gehen traute war das auch der Ausschlag mir professionelle Hilfe zu suchen.

Der erste, den ich - mit meiner Frau als Beraterin - mit anprobieren gekauft habe?
Den würde ich wirklich als meinen ersten Bh bezeichnen.
Natürlich mein Lieblingsstück unter all den Premieren, ein Sport-Bh in schwarz-rot.
Da waren zwei Argumente wichtig:
Zum einen das ich Bh tragen darf (Trans* zu sein war erst mal noch nicht das entscheidende Argument, weil ich mir ja da selber noch nicht sicher war) weil es einfach zu mir gehört, zum anderen das der Bh richtig gut sitzen muss.
Bhs, die nicht wirklich passen, nicht richtig sitzen will ich nie wieder haben.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

Lisa-Weber
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1672
Registriert: Fr 7. Jun 2019, 17:03
Geschlecht: weiblich
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): München
Membersuche/Plz: 81477
Hat sich bedankt: 1621 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 1129 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Mein erster BH

Post 6 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » Mo 30. Mär 2020, 17:44

Ehrlich, so ganz genau weiß ich das nicht mehr.
Ich denke das ist schon 45 Jahre her und unter größtem Herzklopfen einen BH gekauft im Kaufhaus für meine "Frau".
Lisa
Liebe geben und offen sein für neues..

ChristinaF
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1847
Registriert: So 26. Feb 2012, 09:06
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Bayern
Membersuche/Plz: 84xxx
Hat sich bedankt: 974 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 722 Mal
Gender:

Re: Mein erster BH

Post 7 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Di 31. Mär 2020, 10:39

Da gehts mir wie Lisa oben schreibt. Keine Ahnung wann das erstemal. Aber erinnern kann ich mich noch, wielange ich gebraucht habe, bis ich die Technik des richtigen Schließens konnte. Das waren endlose Zeiten, bis ich es endlich erlernt habe.
LG Christina

Vincent
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 516
Registriert: Mi 25. Jul 2012, 16:20
Geschlecht: enby
Pronomen: er
Wohnort (Name): München
Membersuche/Plz: 80995
Hat sich bedankt: 148 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 313 Mal
Gender:

Re: Mein erster BH

Post 8 im Thema

Beitrag von Vincent » Fr 3. Apr 2020, 11:30

Hallo Wally,
bei mir war das so ganz anders:
Vor ganz langer Zeit, habe ich mal einen BH meiner Mutter anprobiert, einfach aus Neugierde, ohne Scham oder andere Emotionen. Es hat auch nichts mit mir gemacht, es hatte keine besondere Bedeutung mehr für mich. Jahre danach habe ich mir mal einen ausgeliehen, für Fasching.

Was mich jetzt, kurz vor meinem letzten Urlaub vor gut einem Monat, dazu gebracht hat, mir einen zu kaufen, in einem schönen Set, kann ich nicht sagen.
Ich habe es einfach gemacht, bin in einen C&A gegangen, habe mir ein paar schöne Modelle gesucht, ohne einer wirklichen Idee meiner Größe und habe sie anprobiert und dann einen passenden gekauft.
Ich habe mich selbst gewundert, dass es mir nicht peinlich war, im Gegenzug hatte ich auch nicht den Eindruck, dass sich irgendwer darüber Gedanken macht.
Überrascht war ich nur ein wenig, dass ich einen Cup B fast ausfülle, ohne nachzuhelfen und der BH von sich aus, ein Dekolte zaubert - sehr ungewohnt.
Ja, mit gut 50 mein erster eigener BH - getragen hab ich ihn im Urlaub die meiste Zeit, mal mit mal ohne Füllung, mal zu eher männlichen mal zu eher weiblichen Klamotten.
Richtig war es für mich immer irgendwie...

Ich falle wohl aus jedem Raster :roll:
LG

Vincent

Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1412
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: Enby
Pronomen: <Name> / en
Wohnort (Name): Bremen
Membersuche/Plz: 28000
Hat sich bedankt: 266 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 1621 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Mein erster BH

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy » Fr 3. Apr 2020, 12:21

Hm. So Mitte 2019 war das wohl. Als meine Mutter mit Blick auf meinen etwas körpernahen Pulli meinte, ich solle besser mal was drunter ziehen. Meine Nippelchen pieksten schon fast durch den Stoff... Ich habe jetzt schalenlose in weiss und schwarz, sowie Baumwoll-Bustiers in weiss und schwarz. Bisher alles online gekauft, weil in den Läden 100A nicht vorhanden ist. Ich trage sie einerseits als Schutz - die Reibung am Oberteil kann schon lästig sein, zweitens wegen der so sehr sichtbaren Nippel, inklusie Piercing, drittens zu schicken Sachen, weil die BHs eine schönere Form erzeugen.

uferlos
Beiträge: 13
Registriert: Mi 14. Feb 2018, 19:23
Geschlecht: gefühlt weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ludwigsburg
Membersuche/Plz: z.Zt. 71638
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung oder Lob erhalten: 4 Mal
Gender:

Re: Mein erster BH

Post 10 im Thema

Beitrag von uferlos » Fr 3. Apr 2020, 14:07

Hallo Wally,

da hast du eine sehr interessante Geschichte und ich finde es mutig, dass du das mit allen Schwierigkeiten hier schilderst. Mir ging es in der Jugend ähnlich, doch in Bezug auf Röcke.
Meinen ersten BH habe ich vor drei Wochen im Internet bestellt, weil ich mir seit kurzer Zeit sicher bin, dass es meine Bestimmung ist, als Frau zu leben. Vorher hatte ich keine Verwendung für dieses Kleidungsstück, weil es an einer flachen Mänenrbrust nichts zu halten gibt. Jetzt brauche ich Prothesen-BHs, die die Silikonpolster an Ort und Stelle halten.
Inzwischen trage ich sie oft, sobald ich vor die Tür gehe, denn der Busen ist das Erste, was die Leute - vor allem Männer - abchecken, wenn sie sich beim Gegenüber nicht über das Geschlecht im klaren sind. Ich finde, damit signalisiere ich den anderen eindeutig, dass sie eine Frau vor sich haben, auch wenn nicht alles hundertprozentig stimmt.
Was das Gefühl angeht, finde ich es unerwartet schön, denn es fühlt sich beim Anfassen total echt an, auch wenn es nur Nachbildungen sind. Sogar meine anfangs skeptische Partnerin stört sich nicht daran und wir beraten gemeinsam, ob zum Beispiel für ein bestimmtes Kleid die B- oder die C-Einlagen besser sind.

Schöne Grüße,
Marit

Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“