Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?
Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang? - # 24

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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sbsr
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 346 im Thema

Beitrag von sbsr » Mo 13. Jan 2020, 13:55

chris hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 12:24
Ich hab nicht den kompletten Thread gelesen
Angesichts dessen, dass er inzwischen 23 Seiten umfasst, ist das niemandem zu verübeln.

23 Seiten Text, und ich schaffe es nicht drei Minuten vernünftig mit meiner Frau darüber zu reden.

Lisa-Weber hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 12:36
ich denke da evtl. an einen Therapeuten.
Wahrscheinlich wäre das die vernünftigste Lösung. Nur wie sage ich es ihr, dass wir zu einem Therapeuten gehen sollten, sie sieht sich unverrückbar im Recht. Zweck eines Therapeuten wäre ihrer Meinung nach allenfalls, mich zur Vernunft zu bringen.

Jaddy hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 13:19
Aus deinen Beschreibungen lese ich heraus, dass du es nicht wirklich aushalten würdest, nur alle paar Wochen irgendwo eine Auszeit zu haben.
Genau das ist wohl das größte Problem. Ich glaube wenn ich das alles an 30 Tagen im Monat einfach ausschalten könnte, könnte meine Frau den einen Abend irgendwie überstehen. Doch die Geister, die ich rief, werde ich nun nicht mehr los. Da ist zu viel Prinzessin, immer und überall, die zwar schon mit Kleinigkeiten wie Nagellack und einer Blume auf der Jacke halbwegs zufrieden zu stellen ist, die sich aber beharrlich weigert ganz zu verschwinden, seitdem sie einmal raus durfte. Diese ständige Präsenz, das kleine unsichtbare rosa Männchen das die ganze Zeit auf der Schulter ihres Mannes sitzt, ist es was meine Frau am meisten an der Geschichte stört.

Jaddy hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 13:19
Realistisch wird es also letztlich auf eine Trennung hinauslaufen.
Gib niemals auf, solange noch eine Patrone im Magazin ist.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Jaddy
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 347 im Thema

Beitrag von Jaddy » Mo 13. Jan 2020, 14:03

sbsr hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 13:55
Gib niemals auf, solange noch eine Patrone im Magazin ist.
... sofern du jemanden erschiessen willst.

Das Problem deiner inneren Natur ist nicht allein deines. Du bist nur die eine Seite, aber es entsteht quasi erst durch den Widerstand deiner Partnerin. Wäre sie nicht da oder supportive hättest du an der Stelle ein schönes Leben. Das soll keine Schuldzuweisung sein, weder an sie, aber auch nicht an dich. In echten Tragödien kommen die besten Absichten zusammen, die trotzdem keine gemeinsame positive Synthese finden können.

!EmmiMarie!
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 348 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Mo 13. Jan 2020, 14:10

sbsr hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 13:55
Wahrscheinlich wäre das die vernünftigste Lösung. Nur wie sage ich es ihr, dass wir zu einem Therapeuten gehen sollten, sie sieht sich unverrückbar im Recht. Zweck eines Therapeuten wäre ihrer Meinung nach allenfalls, mich zur Vernunft zu bringen.
Hallo Svenja,

da gibt es noch eine andere Möglichkeit..
hab ihr eine Person in eurem Freundeskreis die die Moderation übernehmen könnte?
Einen Menschen wo sich weder deine Frau noch du benachteiligt und vollkommen wahr genommen fühlt?
Schlicht weg jemanden den ihr beide mögt und die Person euch und zwar so wie ihr seid?
Natürlich sollte die Person schon eine gewisse psychologische und soziale Kompetenz haben...

Nun, ich lese ja schon länger mit und gerade vorhin habe ich wirklich gespürt wie dein Herz blutet.
Richtig stark dieses mal-nicht so nur auf dem Level der irgendwie widerständig erscheint.
Andererseits, so hart Jaddy´s Einschätzung auch war, so sehr realistisch ist sie auch tatsächlich,
wenn ihr es nicht schafft eure Positionen oder viel mehr die Verhärtung dabei aufzulösen.

Und nein, ich sag nicht, das solltest nur du tun, denn wenn sich die andere Seite nicht auch etwas
"bewegt" frage ich mich wo da die Basis für eine gesunde Partnerschaft ist.

Alles Liebe Marie (flo)
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Always be yourself, unless you can be a unicorn, then always be a unicorn

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 349 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mo 13. Jan 2020, 14:20

Hallo Svenja.
Ich habe vorhin schon mal deinen Beitrag gelesen und wollte dir Antworten, aber ich fand keine Worte.
Andere hier haben diese Worte gefunden und ich finde sie richtig.

Mir bleibt hier nur noch dir viel Glück und genug Kraft zu wünschen.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 350 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Mo 13. Jan 2020, 15:01

sbsr hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 11:34

Mir fehlt aber auch die Kraft all das durchzustehen, was nach einer Trennung wäre. Ich habe Angst davor.
Hallo Svenja,

Wenn ich irgendwie könnte würde ich dir Kraft schaufelweise zukommen lassen.
Ich möchte bei Gott nicht in deiner Situation sein.
So hart es auch klingt, so wenig Kraft du auch noch besitzt.
Wenn du dein Leben leben willst musst du dich trennen.
Denn der Egoismus deiner Frau ist grenzenlos.
Du gehst kaputt daran.
Dieser Rat steht mir eigentlich nicht zu, ich denke aber du weißt das ich recht habe.
Ich hoffe für dich dass du die richtigen Schritte unternimmst.
Es ist Dein Leben, lasse es dir nicht durch deine Frau zerstören, bzw noch mehr zerstören.

Herzlichst Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 351 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » Mo 13. Jan 2020, 15:15

sbsr hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 13:55
Wahrscheinlich wäre das die vernünftigste Lösung. Nur wie sage ich es ihr, dass wir zu einem Therapeuten gehen sollten, sie sieht sich unverrückbar im Recht. Zweck eines Therapeuten wäre ihrer Meinung nach allenfalls, mich zur Vernunft zu bringen.
Witzigerweise dachte beim Therapeuten erstmal nur an dich.
Du musst dein Leben auf die Reihe bekommen - und dann erst eures.
Du gehst sonst irgendwann kaputt.
Lisa
Liebe geben und offen sein für neues..

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 352 im Thema

Beitrag von Kerstin65 » Mo 13. Jan 2020, 15:44

Hallo Svenja,

ich verstehe Dich voll und ganz. Meine Frau antwortete mir, als ich mit ihr mal seit langem wieder über das Thema reden wollte, nur kurz und knapp:

"Hör auf damit. Ich will nur das Echte."

Auf meine Frage, was denn für sie das Echte sei, keine Antwort bzw. das wüsste ich schon selber. Reden zwecklos.

Ich versuche deshalb, einen Weg zu für mich zu finden, der meine Bedürfnisse berücksichtigt und mit dem ich meine Frau nicht vor allzu große Herausforderungen stelle. Das ist zwar schwierig, aber es gibt bestimmt einen Weg.

Das kann ich Dir auch nur empfehlen. Nicht aufgeben und nach einen Weg suchen.
Liebe Grüße aus Franken
Kerstin

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 353 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 13. Jan 2020, 19:25

[

Was anderes fällt mir nicht ein.

Aber eine eine Frage hätte ich noch:
Zu den Familienfeiern über die Weihnachtszeit hatte ich meine Fingernägel ablackiert, nicht mal farblosen Härter drauf, damit niemand Anstoß daran nehmen braucht. Zwischen den Feiertagen war ich mit einer Freundin was trinken und hatte mir dazu die Nägel wieder im üblichen transparent rosa lackiert. Schon am nächsten Tag protestierte meine Frau, ob das denn wieder sein muss. Ich war einerseits etwas überrascht, hatte sie doch eine ganz Weile darüber hinweg gesehen, andererseits aber überhaupt nicht überrascht, denn in letzter Zeit verteufelt sie wieder alles was in die Richtung geht.
Warum hast du nicht knallroten Nagellack aufgelegt ? Geschminkt und ab in die Pumps und passendes Kleid, und dann ab zu Schwiegereltern ?
Musst deine Frau ja nicht mitnehmen, einfach allein fahren wenn sie nicht mitfahren will; Extremlösung, das ist klar, aber nach so viel hin und her hätte diese Lösung der festgefahrenen Situation einen gewissen Charme. Ihr habt keine Kinder, also seid ihr frei, es geht nur um euch.

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 354 im Thema

Beitrag von Fen » Mo 13. Jan 2020, 20:28

sbsr hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 11:34
Mir fehlt aber auch die Kraft all das durchzustehen, was nach einer Trennung wäre. Ich habe Angst davor.
Hallo sbsr,

Ich kann mir nicht helfen,aber wenn ich diesen Satz lese dann sehe ich keine Hoffnung mehr für diese Beziehung.

Klingt zu hart? Tut mir leid.

Ich habe viele Beziehungen beendet, wurde sehr verletzt und habe sehr verletzt. Und wenn ich solche Gedanken hatte wie du oben schreibst musste ich mich fragen: will ich so weiter vegetieren? Ist das mein Leben? Darf ich in einer Beziehung ausharren nur deshalb, weil ich nicht weiß was wäre, ohne den anderen Menschen? Ohne die gemeinsame Wohnung, ohne die gemeinsamen Freunde, ohne Kuscheln am Abend,ohne eine Schulter zum Anlehnen?

Auch dein Satz mit der Patrone: also kurz bevor ich mich getrennt habe kamen so Gedanken die schon i. Richtung Sui*d Gingen. Und dann dachte ich „hoppla, jetzt wird’s aber gefährlich.“

Beziehungsweise es war eher andersherum: ich wusste,ich kann so nicht weiterleben in dieser Beziehung. Da ich Angst vor der Trennung hatte,dachte ich,dass es doch am besten wäre,wäre ich gar nicht mehr vorhanden.

Also in dem Fall musste ich mich retten, (auch wenn’s sehr weh getan hat) so war es in jedem Fall besser für mich.

Das ist meine Erfahrung.
Pass auf dich auf.
Gruß
Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)

MichiWell
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 355 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mo 13. Jan 2020, 20:54

sbsr hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 11:34
Zurück auf Anfang wäre wohl die richtige Titel. Das, mit dem dieser Thread begonnen und Hoffnung in mir geweckt hat, war vor kurzem der Aufreger. Der Nagellack.

[...]

Mir fehlt aber auch die Kraft all das durchzustehen, was nach einer Trennung wäre. Ich habe Angst davor.
Hallo Svenja,

es geht mir sehr nahe und ich fühle mit dir .. einerseits, weil wir miteinander telefoniert hatten, als du in Micro-Schritten angefangen hast, deiner Frau etwas von Svenja zu zeigen, und andererseits, weil ich selbst kein Mensch bin, der einfach so die Brocken hinschmeißt und aufgibt, aber dennoch trennen musste (wenn ach aus anderen Gründen). Bei mir war auch noch ein Kind im Spiel, und ich habe in der Zeit furchtbar gelitten. Ich war nicht nur psychisch am Ende, sondern auch physisch, konnte zum Schluss kaum noch essen und nur nach extremer Erschöpfung traumlos und ohne Erholungseffekt schlafen.

Ich kann dir nur mitfühlend ans Herz legen, nicht zu warten, bis du an diesem Punkt bist. Und ich kann dir auch sagen, dass es wieder besser wird, obwohl ich das damals auch nicht glauben mochte.

In meiner Wahrnehmung bestimmt sie über dein Leben, und Svenja ist ja nicht das Einzige, was sie dir verwehrt. Du hast noch einen anderen großen Herzenswunsch. Vergiss den bitte nicht. (dr)

Zum Thema Therapie, was die liebe Lisa Weber angesprochen hat .. da kann ich nur beipflichten. Auf jeden Fall brauchst DU jemand zum reden. Es kann eine dir nachstehende Person sein, der du voll vertraust, wenn du nicht zu einem Psychologen gehen magst, oder mögliche Termine erst in ferner Zukunft liegen. Vielleicht auch ein Pfarrer.

Eine Paartherapie würde ich dir erst als darauf folgenden Schritt empfehlen, sofern da noch Bereitschaft bei deiner Frau vorhanden ist. Ich habe es umgekehrt versucht. Aber es hat mich nur noch mehr kaputt gemacht, das Verhalten meiner Ex-Frau zu erleben, die meine diesbezüglichen Versuche hinter meinem Rücken hintertrieben hat.


Ich soll dir auch von Frieda ein paar Worte ausrichten. Sie kann dich gut verstehen, dass du so große Angst vor der Trennung und dem Ungewissen hast. Es ist aber nie gut, wenn Angst unser Leben bestimmt. Das ist keine Liebe, wenn eine Seite bestimmt, und die andere folgt. Du wirst deine Frau nicht ändern. Das kann nur sie selbst leisten .. so sie bereit dazu ist.


Abschließend möchte ich dir noch anbieten, dass wir gerne auch wieder telefonieren können, wenn du jemand zum reden brauchst.


Liebe Grüße
Michi&Frieda
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir ´ne PN!

Simon(e)
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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 356 im Thema

Beitrag von Simon(e) » Di 14. Jan 2020, 19:43

Liebe Svenja,

es tut mir von Herzen leid, dass sich deine Frau immer noch so gegen alles sträubt und dir
anscheinend alles verbieten will!!!
Sie scheint immer noch zu glauben, dass du das alles sein lassen könntest.
Sie begreift nicht, dass es ein Teil von dir ist!! Es gehört zu dir dazu!!
Habe ich richtig gelesen, dass sie dir auch den Stammtisch verbieten will?
Das geht gar nicht!!!!
Es wäre gut für sie, einmal mit dir dort hinzugehen, um sich vielleicht mal mit anderen
Partnerinnen auszutauschen.
Aber sie lehnt alles komplett ab!!! Ich denke, sie wird ihre Einstellung nicht ändern, so leid wie mir
das für dich tut!!
Du solltest auch an dich denken, dass du nicht daran zerbrichst!!
Das wird früher oder später passieren, wenn sich an dieser Situation nichts ändert!!!

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!!!!


Liebe Grüße
Simon(e)

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Re: Mini-/Micro-/Nano-Outing, ein Anfang?

Post 357 im Thema

Beitrag von sbsr » Mi 15. Jan 2020, 10:06

Guten Morgen und danke Euch allen für Eure Kommentare.
Lisa-Weber hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 15:15
Witzigerweise dachte beim Therapeuten erstmal nur an dich.
Ich habe doch Euch (dr)

Aber im Ernst, die Erfahrungen zum Beispiel mit meinen Arbeitskollegen, die nichts besonderes dran finden wie ich rum laufe, oder sogar positiv drauf reagieren, geben mir im Moment mehr Rückenwind als ein Therapeut das vielleicht könnte. Ich weiß eigentlich recht genau, wo ich hin möchte.

Kerstin65 hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 15:44
Auf meine Frage, was denn für sie das Echte sei, keine Antwort bzw. das wüsste ich schon selber. Reden zwecklos.
[...]
Das ist zwar schwierig, aber es gibt bestimmt einen Weg.
Fühl Dich auch mal gedrückt. Wir sind bestimmt nicht die einzigen, denen das so ergeht, ich weiß nur nicht ob mich das zuversichtlich stimmt nicht alleine zu sein, oder wütend weil es ein gängiges Problem ist. Deine Einstellung finde ich auf jeden Fall gut und lobenswert, es gibt immer einen Weg.

Fen hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 20:28
Darf ich in einer Beziehung ausharren nur deshalb, weil ich nicht weiß was wäre, ohne den anderen Menschen?
[...]
ich wusste,ich kann so nicht weiterleben in dieser Beziehung. Da ich Angst vor der Trennung hatte,dachte ich,dass es doch am besten wäre,wäre ich gar nicht mehr vorhanden.
Über solche Gedanken bin ich zum Glück drüber weg. Testament aus der Zeit liegt zwar noch im Schrank, aber das kann nicht schaden, denn es kann ja auch so immer mal was sein.

Es wäre gelogen zu behaupten, es gäbe nur die schlechten Phasen in unserer Ehe. Nicht alles ist rosig und vieles besteht halt aus Alltag, trotzdem ist es schön jemanden zu haben, mit dem man sein Leben teilen kann.

MichiWell hat geschrieben:
Mo 13. Jan 2020, 20:54
Du hast noch einen anderen großen Herzenswunsch. Vergiss den bitte nicht.
Auch Wünsche werden einmal alt. Ich bin 37 und wahrscheinlich ist es mittlerweile besser so, wie es ist.

Simon(e) hat geschrieben:
Di 14. Jan 2020, 19:43
Habe ich richtig gelesen, dass sie dir auch den Stammtisch verbieten will?
[...]
Es wäre gut für sie, einmal mit dir dort hinzugehen, um sich vielleicht mal mit anderen Partnerinnen auszutauschen.
Verbieten ist nicht das richtige Wort, natürlich wäre es ihr lieber ich würde nicht hin gehen und das lässt sich mich auch regelmäßig wissen. Jedoch glaube ich schon, dass sie inzwischen verstanden hat, wie wichtig mir der Stammtisch ist. Anfangs hat sie versucht meine Teilnahme zu sabotieren, weil verbieten hätte ich es mir nicht lassen. Jetzt im vergangenen Dezember war kein Stammtisch, das wusste sie aber nicht und hat mich deshalb sogar gefragt, ob ich mitkomme zu einer Bekannten, die uns eingeladen aber nur an ausgerechnet dem Freitag Zeit hatte.

Partnerinnen sind bei uns am Stammtisch leider selten dabei, die Ablehnung ist in unseren Kreisen ein verbreitetes Problem. Einmal hat meine Frau gesehen, dass es hier einen Bereich für Partnerinnen gibt. Das wollte ich aber ehrlich gesagt nicht, dass sie hier regelmäßig rein schaut, weil ich nicht möchte, dass sie mitbekommt was ich hier alles schreibe oder geschrieben habe. Sie würde sich sicherlich darin wiedererkennen, und außerdem beanspruche ich das Forum als "meinen Raum".

Jemand zum reden wäre sicher gut für sie, wobei das wahrscheinlich eher auf ausschimpfen raus laufen würde. Es ist ihr aber zu peinlich, selbst mir ihrer langjährigen besten Freundin darüber zu reden, weil ihrer Ansicht nach muss man sich für unsereins ja nur schämen.


Ich glaube mein Hauptproblem ist das lange Versteckspiel. Über die Jahre war es viel bequemer für mich, meiner Frau zu verheimlichen was ich manchmal tagsüber in der Arbeit so anziehe, als einmal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, ich möchte das und basta. Das ist zur Gewohnheit geworden, die es mir jetzt unmöglich macht. Im Prinzip stehe ich mir einmal mehr nur selbst im Weg, weil ich kriege es fertig offensichtlich als Mann in Damenschuhen und rosa Mantel einkaufen zu gehen, ich schaffe es aber nicht meiner Frau auch nur ein einziges mal wirklich die Stirn zu bieten. Ich möchte sie halt nicht verletzen, doch es kommt mir so vor als täte ich genau das damit.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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