Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"
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ab08
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Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 1 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 23. Mär 2015, 16:14

Meine Lieben,

Vorurteilsforschung interessiert mich schon länger. (z.B. "Sir Peter Ustinov Institut" http://www.wien.gv.at/rk/msg/2003/0624/017.html )
Durch aktuelle Entwickungen rückt dieser Teil der Forschung nun häufiger in unser Blickfeld.
In den heutigen Nürnberger Nachrichten vom 23.3.2015 Seite 10 steht ein interessantes Interview durch Silke Roennefahrt mit Professor Heckmann.
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"Wissen hilft weiter"

Professor Heckmann über den Umgang mit Vorurteilen

Woher kommen eigentlich Vorurteile? Werden sie uns quasi in die Wiege gelegt?
Professor Friedrich Heckmann, Leiter des europäischen Forums für Migrationsstudien an der Universität Bamberg, hat Antworten aus der Forschung

- Herr Prof. Heckmann, liegt der Wunsch nach Abgrenzung in der menschlichen Natur?
Friedrich Heckmann: Man wird nicht mit Vorurteilen geboren, sie werden erlernt und von anderen übernommen. Doch aus der Forschung weiß man, dass das bereits sehr früh beginnt, schon Kleinkinder übernehmen die Bewertungen anderer. Das ist die individuelle Ebene. Gesamtgesellschaftlich betrachtet, hängen Vorurteile mit der sozialen Natur des Menschen zusammen. Menschen leben in Gruppen, und Gruppen grenzen sich voneinander ab. Dazu gehört, dass man sich negative und falsche Bilder von den anderen macht. Gruppen haben Konflikte. Vorurteile sind dabei häufig ein Instrument der Herrschaft und rechtfertigen Ungleichheit. Das ist ein universelles Phänomen, nur dessen Ausprägungen sich unterschiedlich.

- Also hat quasi jede Zeit ihre eigenen Vorurteile?
Heckmann: In gewisser Weise ja. Oft speisen sie sich aus gesellschaftlichen Ideologien wie zum Beispiel aus dem Antisemitismus oder der Islamophobie. In Büchern, Filmen, Redewendungen und Bildern werden solche ideologischen Vorstellungen oder Elemente davon transportiert. Aktuelle Auseinandersetzungen spiegeln sich darin wider, das kann man gut bei der Debatte über die griechischen Schulden beobachten. Da wird dann in bestimmten Kampagnen eine ganze Nation als "faul" verunglimpft.

- Trotzdem sind nicht alle Menschen gleichermaßen empfänglich für Klischeees. Liegt das vor allem an der Erziehung?
Heckmann: Schule und Elternhaus sind da natürlich wichtig. Wenn man in einem toleranten aufgeklärten Umfeld aufwächst, ist Schubladendenken nicht so ausgeprägt. Außerdem spielen psychische Merkmale eine Rolle. Menschen, die ängstlich und unsicher sind, sind besonders anfällig für Stereotypen. Auch wer zu autoritären starren Denkmustern neigt, hält gerne an seinen Feindbildern fest.

- Was können denn Aufklärungskampagnen überhaupt bewirken?
Heckmann: Eine ganze Menge! Wissen hilft auf jeden Fall, obwohl leider diejenigen am empfänglichsten dafür sind, die ohnehin am wenigsten mit Vorurteilen belastet sind. Viel kann man auch erreichen, wenn man die emotionale Seite von Vorurteilen anspricht, indem etwa über Filme, Kunst und Kultur positive Gefühle über zuvor abgelehnte Gruppen vermittelt werden. Und ganz wichtig sind persönliche Kontakte, denn wenn Menschen sich kennenlernen und die individuelle Wahrnehmung einsetzt, lösen sich viele stereotype Vorstellungen auf.

- Also weist "Nürnberg hält zusammen" in die richtige Richtung?
Heckmann: Die Stadt ist da auf einem guten Weg. Einerseits durch Programme, die Aufklärung, Wissen, internationale Kultur und Begegnungen vermitteln. Zum anderen aber auch, weil es hier gelingt, ein positives öffentliches Klima zu schaffen, in dem sich rechtsradikales Potenzial kaum mobilisiern lässt.
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Die Überschrift und Aussagen, die mir besonders wichtig waren, sind markiert.
Liebe Grüße
Andrea

P.S. Liebe Anne-Mette:
Falls der Beitrag besser in ein anderes Unterforum passt, bitte verschieben.
Danke!
Andrea
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 2 im Thema

Beitrag von Kerstin » Fr 27. Mär 2015, 19:00

Hatten wir das nicht schon?? Alter Wein in neuen Schläuchen.


LG Kerstin
Ich Zicke nicht rum.....ich vertrete nur meine Meinung.

ab08
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 » Fr 27. Mär 2015, 19:49

Kerstin hat geschrieben:Hatten wir das nicht schon?? ...
Richtig, liebe Kerstin, (yes) vieles erscheint selbstverständlich und offensichtlich.
Trotzdem bedarf es stets der Überprüfung und der Anpassung auf aktuelle Situationen.
Und ... gerade richtige Inhalte sollten wir bisweilen wieder ins allgemeine Gedächtnis zurückgerufen.

Der sogenannte Satz des Pythagoras "Die Summe der Flächen der Kathetenquadrate entspricht dem Flächeninhalt des Quadrates über der Hypotenuse" ist mehr als 2000 Jahre alt.
Trotzdem brauchen wir ihn heute weiter, es finden stets neue Aspekte und es ist sinnvoll, ihn zu besprechen. Auch weil es Menschen gibt, die Probleme mit der Anwendung haben.

Genauso betrifft das Problem "Vorurteile" bzw. besser "falsche, vorschnelle Urteile, die später fest zementiert sind" uns alle, mehr oder weniger stark. (Siehe Eingangsbeitrag)
Daher finde ich "Vorurteilsforschung" eben interessant, denn so versteh ich manche Verhaltensweisen besser. *)

Liebe Grüße
Andrea(ab)

*) Die Erfahrungen, die ich seit 2004 beim Unterricht in der Psychiatrie sammeln durfte, helfen mir übrigens ebenfalls, mich und meine Mitmenschen besser zu verstehen.
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 4 im Thema

Beitrag von Kerstin » Fr 27. Mär 2015, 22:54

ab08 hat geschrieben:....
Der sogenannte Satz des Pythagoras "Die Summe der Flächen der Kathetenquadrate entspricht dem Flächeninhalt des Quadrates über der Hypotenuse" ist mehr als 2000 Jahre alt.
.....
Daher finde ich "Vorurteilsforschung" eben interessant, denn so versteh ich manche Verhaltensweisen besser. *)
.....
Guten Abend Andrea
Also wenn ich eins von dir lernen kann dann Selbstbewustsein. Den Satz des Pythagoras mit der "Vorurteilsforschung" auf eine Stufe zu stellen ist schon stark hätte ich mich nicht getraut.

Respekt

LG Kerstin
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 5 im Thema

Beitrag von ab08 » So 29. Mär 2015, 07:35

Kerstin hat geschrieben:Den Satz des Pythagoras mit der "Vorurteilsforschung" auf eine Stufe zu stellen ist schon stark hätte ich mich nicht getraut.
Danke liebe Kerstin, für Deine freundliche Antwort. (gitli)

- Für mich besteht da kein prinzipieller Unterschied, wenn man den Kontext beachtet:
Mathematik und andere Naturwissenschaften liefern "exaktere" Ergebnisse als die Psychologie (z.B. der Amokflug in Südfrankreich war kaum vorhersehbar)
Trotz weniger exakter Ergebnisse ist diese Forschung allerdings unverzichtbar! + Durch intensive empirische Arbeit lassen sich Ergebnisse häufig präzisieren...

- Selbstbewußtsein ... liegt vielleicht daran. --> Ich unterrichte Jahrzehnte im Zentrum einer Großstadt + lebe offen, also viel Feed-Back.
Da Lob/Bestätigung durch ehemalige Schüler und andere oft auftritt (meinem Eindruck nach, sogar zu häufig!!!), beeinflußt das sicher Persönlichkeit/Auftreten...

Liebe Grüße
Andrea

Zur Person:
Als Beamtin wurde ich damals auf die Verfassung vereidigt. Das beinhaltet Pflichten, die ich kenne, für richtig halte und ernst nehme.
Wenn Du das bei meinen Antworten jeweils berücksichtigst, könnte es hilfreich sein.

Nochmal zum Thema:
Vorurteile haben wir alle. Ergo grenzen wir uns häufig ab. Je vielfältiger unser Umfeld ist, desto leichter fällt uns meist das Verständnis für zunächst Fremdes.
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 6 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 30. Mär 2015, 16:30

Meine Lieben,

Threads wie z.B. "Sorge vor zu viel Aufklärung" "Salafisten Pegida und Hools " zeigen deutlich, wie wichtig es für uns alle ist, nachzudenken.
Ohne eine umfassende Allgemeinbildung und genaue Kenntnis der Fakten liegt man/frau leicht falsch. Daher nochmal zum Thema Vorurteile.
--> Die Nürnberger Nachrichten druckten heute am 30.3.2015 auf Seite 10 ein weiteres Interview. Schwerpunkt diesmal "Medien" bzw. "Muslime"
___________________________________________________
Feindbild wird geschürt
Expertin: Medien befördern Entstehung von Stereotypen - Sabine Schiffer weiß, wieso "der Islam" in Deutschland Ablehnung oder gar Furcht hervorruft.
Die Leiterin des Erlanger Instituts für Medienverantwortung (IMV) erklärt, wie Vorurteile entstehen und medial befördert werden.

Frau Schiffer, Vorurteile sind ja eher etwas Irrationales. Angesichts von realem Terror,Gewalt und Frauenunterdrückung: Kann man Angst und Ablehnung im Fall des Islam als Vorurteil abtun?
Sabine Schiffer: Muslime sind keine Engel. Es gibt unter ihnen ebenso schlechte Menschen wie auch anderswo. Aber Frauenunterdrückung, Gewalt-Affinität oder Terrorismus sind keine exklusive Domäne der Islamischen Welt. Wenn sie in Europa leben, müssten sie angesichts der Opferzahlen etwa eher Angst vor der Eta haben als vor islamistischem Terror. Was Kriege und Konflikte angeht, die der muslimischen Welt oft angekreidet werden: In Europa oder Amerika stehen keine muslimischen Truppen. Unsere Soldaten stehen in islamischen Ländern. Das darf man nicht vergessen.

Aber die Unterdrückung der Frauen lässt sich ja nicht wegdiskutieren. Das muss man doch kritisieren dürfen?
Schiffer: Das ist für mich ein typischer Entlastungsdiskurs. So als ob es bei uns keine häusliche Gewalt, mangelnde Chancengleichheit oder Lohn-Ungerechtigkeiten gäbe, konzentrieren wir uns auf Muslime nach dem Motto: "Die haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht." Die Frau mit Kopftuch ist eine gute Projektionsfläche dafür. Und schon müssen wir uns mit eigenen Defiziten nicht mehr beschäftigen. Frauenmorde in Lateinamerika beispielsweise interessieren uns dann weniger. Das Problem wird einer einzelnen Gruppe zugeordnet. So auch beim Thema weibliche Genitalverstümmlung. Eine schreckliche Praxis, die in einigen Regionen Afrikas leider praktiziert wird - und zwar von Animisten und Christen ebenso wie von Muslimen. Trotzdem gilt es weithin als islamisches Problem.

Wir suchen quasi vorsätzlich Gründe um Muslimen etwas vorzuwerfen? Wieso sollte man das denn tun?
Schiffer: Sogenannte Frames, also Wahrnehmungsschablonen in den Köpfen sorgen dafür, dass wir nur bestimmte Dinge für wichtig erachten und wahrnehmen. Die Entstehung von Frames hängt in erster Linie mit den Medien zusammen, die ab den Neunziger Jahren, vor allem nach dem 11.September vermeintlich Islamisches stark in den Vordergrund gerückt haben. Zudem gibt es eine deutliche Schieflage beim Präsentieren negativer Ereignisse und Fakten...

... wie bitte?
Schiffer: Nach den Anschlägen in Paris gab es zahllose antimuslimische Übergriffe - von Beschimpfungen bis hin zu Brandanschlägen auf Moscheen. In Kaiserslautern wurde eine Frau mit Kopftuch bewusstlos geschlagen und mit Alkohol übergossen. Die mediale Resonanz war aber alles andere als groß.

Schüren die Medien ihrer Meinung nach also bewusst Vorurteile?
Schiffer: Nein, ein Großteil der Frames sind schlicht Fehler, die fortgeschrieben werden. Was macht ein Journalist als Erstes beim Thema Islam? Er sieht im Archiv nach und orientiert sich an dem, was bereits geschrieben wurde. Bewusst geschürt werden Vorurteile aber von einigen Think Tanks und ähnlichen Einrichtungen, die die Medien als Vehikel instrumentalisieren. Da fließen nachweislich viele Millionen Dollar, um die öffentliche Meinung zu Islam und Muslimen negativ zu beeinflussen.

Und der Grund?
Schiffer: Es geht um geostrategische Interessen in Ländern der sogenannten islamischen Welt.

Auch wenn Stimmungsmache im Spiel ist: Die Muslime selbst tun ja nicht gerade viel, um ihr mieses Image zu verbessern. Etwa indem sie Vorurteile widerlegen oder sich vom Terror distanzieren.
Schiffer: Das tun sie sehr wohl, nur findet es kaum Aufmerksamkeit. Aber das hilft in diesem Zusammenhang ohnehin nicht. Wenn der Beschuldigte schweigt, gilt das als Schuldeingeständnis. Je heftiger er sich gegen die Vorwürfe wehrt, umso mehr heißt es: "da muss was dran sein". Das ist wie beim Hexentest im Mittelalter.

Also kann man gar nix tun gegen Islamophobie und Stereotype?
Schiffer: Doch. Aber hier gilt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Wenn wir uns beispielsweise in einigen Jahren über kulturelle Eigenarten von Chinesen echauffieren, die jetzt schon alle in China praktiziert werden, dann sollten wir nicht beginnen, Sinologie zu studieren, um die Vielfalt der chinesischen Kultur kennenzulernen und gegenzuhalten...

...sondern?
Schiffer: Man sollte sich als Erstes immer fragen, warum diese Gruppe auf einmal besondere Aufmerksamkeit erfährt und über geopolitische Zusammenhänge Bescheid wissen. Am wichtigsten aber ist es zu wissen, wie Medien funktionieren, wie sie unsere Wahrnehmung und unser Denken beeinflussen. Leider leisten ausgerechnet wir als demokratisches entwickeltes Land uns, die Medienbildung in der Schule zu vernachlässigen.
___________________________________________________________________________

Liebe Grüße,
(Überschrift und Teile, die ich für besonders wichtig halte, sind markiert)
Andrea

Nachtrag: Tipps zum Umgang mit Vorurteilen, Pegida und Konsorten --> "Nürnberg ist bunt" --> http://www.nuernberg-ist-bunt.de/
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Sylvia
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 7 im Thema

Beitrag von Sylvia » Di 31. Mär 2015, 08:10

ab08 hat geschrieben: Da fließen nachweislich viele Millionen Dollar, um die öffentliche Meinung zu Islam und Muslimen negativ zu beeinflussen.
Solange Frau Schiffer das (und anderes) einfach mal so in die Welt setzt, ohne irgendwelche Belege, macht sie was? Genau: Sie bedient Vorurteile ihrer peer group.

Just my two cents...

LG,
Sylvia

ab08
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 8 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 31. Mär 2015, 09:05

Liebe Sylvia,

als Wissenschaftlerin / Leiterin des Erlanger Instituts für Medienverantwortung (IMV) setzt Frau Schiffer, das sicher nicht nur "einfach mal so in die Welt" ohne, dass sie Belege hat. :wink: Besonders, da sie von der lokalen Zeitung NN als Expertin gefragt wurde und ihre Kollegen an den umliegenden Universitäten die Antworten sicher genau lesen...
Sie würde ihren guten wissenschaftlichen Ruf riskieren http://de.wikipedia.org/wiki/Sabine_Schiffer --> Und im Gegensatz zur allgemeinen Meinung macht das niemand leichtfertig!

Dass sie die Sache nur andeutet, hat sicher andere Gründe:
- Erstens ist das Interview schon so umfangreicher als das erste mit Professor Friedrich Heckmann. Es wäre also unangemessen, mehr ins Detail zu gehen.
Das hätte ich an ihrer Stelle auch nicht gemacht. Bei mir heißt es in solchen Situationen dann "Für weitere Fragen steh ich gern zur Verfügung!"
- So ist es üblich und so machte es Frau Schiffer auch. Deshalb war zweitens ist eine Telefonnummer angeben, wo Sie am 2. April von 16 bis 18 Uhr Fragen beantwortet.
:oops: Es ist mein Fehler, dass ich den Infoteil einfach unterschlug! --> Wenn Du Sie anrufen willst, schick mir bitte eine PN, dann geb ich Dir ihre Telefonnummer. Ansonsten schreib an das Institut oder lass Dir einen Termin geben.

Ich bin absolut sicher, dass Frau Schiffer genügend gute, überprüfte Quellen mit umfangreichen Unterlagen hat (vgl. z.B. wiki), sonst würde sie das nicht so sagen!
Aber ... man/frau sollte sich Zeit nehmen und gründlich mit der Sache beschäftigen... --> So ist eben ernsthafte Wissenschaft... :oops:
Da geht immer auch darum, vorschnelle Urteile bzw. Fehlerquellen zu vermeiden und Vorurteile zu minimieren.

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Aussagen zu bezweifeln ist einfach, erfordert keinerlei Mühe. --> Nachweise aber machen Mühe, erfordern Zeit und vor allem genügend Bereitschaft lernen zu wollen und eigene Vorurteile zu revidieren. Das weiß ich aus Erfahrung. Häufig war ich zu bequem, mich genauer mit Dingen zu beschäftigen... Wenn ich mich dann überwand, merkte ich öfter, dass ich anfangs mit meinem Urteil falsch lag. Zum Glück stehe ich vor Schülern, die mahnen, kritisieren und fragen nach ==> Das zwingt mich zu mehr Sorgfalt, als anderswo üblich, um vor ihrem Urteil zu bestehen.
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 9 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 31. Mär 2015, 10:43

Moin,

...sicher kann Wissen helfen, Vorurteile abzubauen. Das Problem an der Sache ist doch immer noch die ungleiche Verteilung des Wissens, die von religiös und/oder wirtschaftlichen Interessen geprägten Gesellschaften aufrecht erhalten wird. Wer nichts weiss, ist leichter zu beeinflussen; alte Erkenntnis derer, die Macht ausüben. Das haben Kirchen und Regierende Jahrhunderte lang ja so gehalten und Vorurteile geschürt, begründet und gefestigt. Moderne Bildung in der heutigen Zeit kann und sollte dem entgegentreten. Kann Bildung alle Menschen erreichen, kann überhaupt für alle Bildung bereitgestellt werden? Es gehört dann immer auch noch die eigene Bereitschaft dazu, Bildung anzunehmen - siehe Ausgangslage. Da sind noch große Anstrengungen erforderlich, um Bildung und Wissen möglichst allen zukommen zu lassen - erst dann wird es möglich sein, Vorurteile vermeidbarer zu machen, bzw. erst gar nicht mehr aufkommen zu lassen.

Liebe Grüße, Ulrike-Marisa

...ich denke, also bin ich... :wink:
Zuletzt geändert von Ulrike-Marisa am Di 31. Mär 2015, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 10 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 31. Mär 2015, 10:53

Herzlichen Dank, liebe Ulrike-Marisa (yes)

Daher bin ich aus tiefer Überzeugung im Bildungsbereich aktiv. --> Mir sind die Probleme wohl bewusst.
Fakten haben es in der Regel nicht leicht, sich trotz Religion/Ideologie bzw. wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen.
Aber "Mr land it luck" - denn "Wer durchhält, wird belohnt!" --> Ich wurde im Allgäu geboren :wink:

Liebe Grüße
Andrea
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 11 im Thema

Beitrag von Sylvia » Di 31. Mär 2015, 11:26

ab08 hat geschrieben:Liebe Sylvia,

als Wissenschaftlerin / Leiterin des Erlanger Instituts für Medienverantwortung (IMV) setzt Frau Schiffer, das sicher nicht nur "einfach mal so in die Welt" ohne, dass sie Belege hat.
Sie würde ihren guten wissenschaftlichen Ruf riskieren http://de.wikipedia.org/wiki/Sabine_Schiffer --> Und im Gegensatz zur allgemeinen Meinung macht das niemand leichtfertig!

Ich bin absolut sicher, dass Frau Schiffer genügend gute, überprüfte Quellen mit umfangreichen Unterlagen hat (vgl. z.B. wiki), sonst würde sie das nicht so sagen!
Aber ... man/frau sollte sich Zeit nehmen und gründlich mit der Sache beschäftigen... --> So ist eben ernsthafte Wissenschaft... :oops:
Frau Schiffer hat wahrlich einen ausgezeichneten Ruf... u.a. als Verschwörungstheoretikerin...

http://www.ksta.de/medien/medienforschu ... 83326.html

LG,
Sylvia

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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 12 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 31. Mär 2015, 13:11

Na ja , der Artikel hat mMn wenig mit sauberen Journalismus zu tun. Ich kenne Frau Schiffer nicht und kann und will nicht ihre Publikationen kritisieren, aber der Artikel ist fast schon diffamierend. Allein im ersten Absatz wird eine Verbindung von "Donaldisten" mit Frau Schiffer hergestellt, die nicht existiert. Was soll so etwas ? Der restliche Artikel geht auch nur schwammig und nur mit wenig Substanz, dafür mit mehr Mutmaßungen auf Frau Schiffer und ihre Thesen ein.

Mein Fazit: Vielleicht sind die Thesen von Frau Schiffer fragwürdig, die Gegenthesen sind es allemal. Aber so funktioniert das System: Verunsicherung beim Leser verschleiert mehr als es klärt. Die ideale Brutstätte für Vorurteile ...
Viele Grüße
Vicky

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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 13 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 31. Mär 2015, 13:21

Liebe Sylvia,

wer ernsthaft an Bildung interessiert ist, sollte es sich nicht zu einfach machen. Natürlich muss man jede Person und ihre Aussagen kritisch sehen. Das gilt selbstverständlich auch für Frau Schiffer! Deine Quelle ist ein Zeitungsartikel... --> So finden sich leicht Belege für Thesen, um eine generelle Ablehnung von Aussagen "zu begründen."

Ich kenne Frau Schiffer nicht persönlich und kenn mich beim Thema "Islam" viel zu wenig aus. Aber ich weiß, dass auch seriöse Wissenschaftler in der heutigen Zeit, wo man nicht so genau hinschaut, mit solchen Zeitungsartikeln leben müssen. Besonders Wissenschaftler, welche die Arbeit der Medien kritisch und umfassend betrachten... ("Medienforscher") -->Das mögen manche "Medienvertreter", denen es an Souveränität mangelt, nämlich nicht, da reagiert man schon mal unter der Gürtellinie. :wink: *)

Mit Vertretern mancher Religionen kann ich nicht diskutieren, weil immer mit irgendwelchen, aus dem Zusammenhang gegriffenen Zitaten argumentiert wird. Es geht ihen eben darum, die eigene Position zu belegen. Mir geht es aber um eine möglichst umfassende Information, also das Sammeln von Fakten.
Eine persönliche Haltung/Meinung dazu, versuche ich(!) dabei soweit möglich zu vermeiden. Dies ist übrigens in meinem Beruf sehr wichtig.

Liebe Grüße,
Andrea
an der Telefonnummer, die ich nicht im Forum öffentlich machen wollte, bist Du offensichtlich nicht interessiert...?

*) Ich kenne auch im Beruf Kollegen, die auf Kritik durch Schüler seltsam reagieren. --> Persönlich freu ich mich, denn ich bin dann mehr gefordert, zu zeigen, was ich kann. Zu Fehlern steh ich. Menschen machen Fehler, das ist normal. --> Aber ich geb mir Mühe und versuche, zu lernen. Ich lern von Schülern übrigens mindestens genauso viel, wie sie von mir. :wink:
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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 14 im Thema

Beitrag von Sylvia » Di 31. Mär 2015, 15:44

ab08 hat geschrieben: Deine Quelle ist ein Zeitungsartikel... --> So finden sich leicht Belege für Thesen, um eine generelle Ablehnung von Aussagen "zu begründen."
Deine Ausgangsthese beruhte worauf? Ach ja, auf einem Zeitungsinterview... Da finden sich leicht Thesen, um eine generelle Befürwortung von Aussagen zu begründen...

Was ich sagen will, ist lediglich: Ich finde es seltsam, beim sehr interessanten Thema (!) Vorurteile mit Kronzeugen um die Ecke zu kommen, die mindestens so verschwörungstheoretisch (und damit keinesfalls wissenschaftlich) arbeiten, wie diejenigen, die sie als Verschwörungstheoretiker diffamieren.
ab08 hat geschrieben:Ich kenne Frau Schiffer nicht persönlich und kenn mich beim Thema "Islam" viel zu wenig aus. Aber ich weiß, dass auch seriöse Wissenschaftler in der heutigen Zeit, wo man nicht so genau hinschaut, mit solchen Zeitungsartikeln leben müssen. Besonders Wissenschaftler, welche die Arbeit der Medien kritisch und umfassend betrachten... ("Medienforscher") -->Das mögen manche "Medienvertreter", denen es an Souveränität mangelt, nämlich nicht, da reagiert man schon mal unter der Gürtellinie. :wink: *)
Du meinst, Frau Schiffer ist qualifiziert, Lügenpresse Lügenpresse zu nennen (implizit)? Warum? Weil sie irgendwann das Nadelöhr als "Expertin" gefunden hat und den Schulterschluss mit der "guten" Presse sucht? Mit Blättern wie der "Jungen Welt", die unlängst den Mauerbau gefeiert hat und regelmäßig Lesungen mit Ex-Stasi-Leuten organisiert?
ab08 hat geschrieben:Mit Vertretern mancher Religionen kann ich nicht diskutieren, weil immer mit irgendwelchen, aus dem Zusammenhang gegriffenen Zitaten argumentiert wird. Es geht ihen eben darum, die eigene Position zu belegen. Mir geht es aber um eine möglichst umfassende Information, also das Sammeln von Fakten.
Eine persönliche Haltung/Meinung dazu, versuche ich(!) dabei soweit möglich zu vermeiden. Dies ist übrigens in meinem Beruf sehr wichtig.
Ich bin kein Vertreter irgendeiner Religion, als laizistisch denkender Mensch nicht mal im entferntesten. Umfassende Information ist wichtig, Faktensammeln auch. Meinung entsteht dabei von selbst, dieses überhebliche Neutralitätsgehabe ist kompletter Unsinn. Auch in Deinen Beiträgen hier scheint immer Deine Meinung durch, das ist auch nicht schlimm, es ist Deine Meinung, die genauso viel Wert ist wie die anderer Menschen. Gleichwohl ist möglichst neutrale Wissensvermittlung durch Lehrer natürlich ein immens wichtiges Thema. Weil man sie nämlich selten findet. Eben weil Lehrer auch nur Menschen sind.

ab08 hat geschrieben:an der Telefonnummer, die ich nicht im Forum öffentlich machen wollte, bist Du offensichtlich nicht interessiert...?
Nein. Ich hatte tatsächlich nicht vor, Frau Schiffer anzurufen, da es sich hier lediglich um eine Forendiskussion handelt und ich auf komplett anderen Gebieten arbeite.

LG,
Sylvia

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Re: Vorurteilsforschung bzw. "Wissen hilft weiter"

Post 15 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 31. Mär 2015, 16:13

Hallo Sylvia,

Danke für Deine ausführliche Antwort. Zum Punkt
Sylvia hat geschrieben:... finden sich leicht Thesen, um eine generelle Befürwortung von Aussagen zu begründen...
stelle ich ausdrücklich klar, dass ich das Interview mit Frau Schiffer aus gegebenem Anlass vorstellte, da ich fand, man sollte über die Thesen nachdenken.
Das bedeutet für mich also nicht, dass ich hinter allen Aussagen uneingeschränkt stehe.
(Ob und wo ich meine Meinung äußere, behalte ich mir vor. --> Gedanken, die ich bei Frau Schiffer bemerkenswert fand, markierte ich durch Fettdruck. Zum besseren Verständnis, da wir uns hier offenbar unterscheiden: Fakten haben für mich einen Wert. Wissenschaftliche Theorien ebenfalls. - Aber unter dem "Wert einer Meinung" kann ich mir ebensowenig was vorstellen, wie unter dem Wert der "Vorliebe für ein Gemüse" oder ähnliches. Ergo "bewerte" ich Meinungen nicht. Wenn meine Meinung "bewertet" würde, würde mich das stören, daher würde ich es ignorieren! )

Ich bitte übrigens herzlich darum, nicht über das, was ich "meinen könnte", Mutmaßungen anzustellen.
Danke für die Rücksichtnahme und das Verständnis
Herzliche Grüße
Andrea

P.S. Danke für Deine Info bzgl. Telefonnummer. Ich rufe Frau Schiffer übrigens sicher auch nicht an.
Da ich vor Ort bin, kann ich mir aber vorstellen, dass ich mal mit ihr bzw. mit Professor Heckmann Kontakt aufnehme.
Denn es geht ja durchaus um "Bildung"
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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