FAZ: Das gute Recht der Eltern
FAZ: Das gute Recht der Eltern - # 3

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Marielle
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 31 im Thema

Beitrag von Marielle » Mi 19. Nov 2014, 13:42

Guten Tag zusammen, Guten Tag Sylvia,

"unbeliebt gemacht" ... bei mir jedenfalls nicht. Ich finde diesen Thread mit allen Beiträgen darin prima. Allein schon weil er zeigt, dass man eben doch darüber diskutieren kann. Vielleicht sollten wir Frau Schmoll zum mitdiskutieren einladen. :wink:


Ich hatte, als ich das Arbeitspapier aus Baden-Württemberg das erste Mal las, tatsächlich auch das Gefühl, dass das Thema sehr breit dort eingefügt wurde. Mein erster Eindruck war, dass sich da jemand die Arbeit mit 'copy n' paste' leicht gemacht und an jeden Fachbereichstext den 'Gender-Text' drankopiert hat. Das Papier war in dem Stadium allerdings ja erstmal nur eine Diskussionsgrundlage, bevor es dann zum Aufreger wurde.


Einen Punkt aus deiner Schilderung möchte ich aufgreifen: "Die Jungs hätten noch mehr blöde Witze gemacht und meine Tochter hätte vermutlich daheim nachgefragt, was es denn damit auf sich hat. ."

Diese 'Witze' gab es schon in meiner Schulzeit; vielleicht so gar noch übler, weil das z.T. noch vor der, damals auch von manchen schwer verteufelten, 'Koedukation' von Jungen und Mädchen war. Rückblickend waren diese Witze und Sprüche zwar tatsächlich auch Ausdruck von Unsicherheit, aber eben auch schon Teil des 'making gender' der Jungen.

Sollte das auch heute noch in der Art durchgängig üblich sein (was ich nicht beweisen, mir aber durchaus vorstellen kann), dann könnte man auch zu dem Schluß kommen, dass das Thema nicht zu früh angesprochen wurde, sondern eigentlich schon zu spät. Hier im Forum kann man nachlesen, dass viele von uns schon in der Kindheit eine Diskrepanz zwischen ihrer Eigenwahrnehmung und dem zugeschriebenen 'gender' hatten, wenngleich manche (die meisten) das erst rückblickend richtig einzuordnen wussten (ich selbst auch). Und manche schrieben hier, dass sie ihr Leben lang, manche mehr manche weniger, unter der fehlenden Möglichkeit zur korrekten Selbstbeschreibung und/oder der fehlerhaften äusseren Beschreibung gelitten haben.

Wenn man also mal davon ausgeht, dass die Eltern in der Lage sind, ihren 'ganz normalen' Kindern genug Eigenständigkeit, Stabilität usw. zu vermitteln, damit diese sich gegebenenfalls (wohl überwiegend) als 'ganz normale' heterosexuelle Mädchen und Jungen' erkennen und beschreiben: Warum sollte man denen dann nicht erklären können, dass es auch ein paar andere Menschen gibt?

Ob man das explizit mit dem Thema geschlechtliche Identität anfängt, oder es in eine allgemeinere Vermittlung von Toleranz und 'Anstand' einbaut, kann man diskutieren. Sicherlich muss man dazu aber auch Pädagogen anhören, die passenden Sachverstand haben. Ich nehme an, dass sich dabei rausstellen wird, dass es ein guter Plan ist, die ganze Sache wohldosiert aber fächerübergreifend unter der allgemeinen Überschrift 'Toleranz und Liberalität' in die Schulen zu bringen und dabei die Aspekte 'Identität' und 'Sexualität' offen anzusprechen. Das wäre dann aber ziemlich genau das, was man aus dem Diskussionspapier zum Bildungsplan B-W auch herauslesen konnte (wenn man wollte).


Eine meiner (wenigen) direkten Erfahrungen mit meiner Selbstdarstellung gegenüber Kindern betrifft drei Geschwister zwischen 12 und 16. Die Eltern waren dafür, dass auch die Kids von meinem Tun erfahren, nachdem ich es ihnen gesagt hatte. Ergebnis: Die Eltern hatten tatsächlich einige Fragen zu beantworten, aber die Kids kamen damit besser zurecht als ich selbst anfänglich. Die kleinste wurde in ihrer Selbstwahrnehmung nicht etwa verunsichert, sondern 'nutzt' mich jetzt als Verbündete gegenüber ihren Eltern, wenn es um 'Frauenfragen' wie 'angemessene' Kleidung geht. Alle drei, da bin ich sehr sicher, werden niemanden mobben, der nicht in das bipolare Geschlechterbild passt. Das ist ein greifbarer Erfolg von Information und Erklärung.


Grade heute morgen gab es im DLF eine im weiteren Sinn dazu passende Sendung, die trotz der Länge von eineinhalb Stunden wirklich zum nachhören zu empfehlen ist. Ganz grob zusammengefasst geht es darin um 'sexting' (Ansprach von Kindern per 'social media' aus sexuellen und anderen niederen Motiven). Damit haben laut Aussagen von Kindern selbst, Eltern und dem an der Diskussion beteiligten Staatsanwalt schon Kids in der FÜNFTEN Klasse zu kämpfen.

Es kam auch zur Sprache, dass betroffene Kinder und Jugendliche sich aus Scham eben nicht an Eltern oder Lehrer wenden. Warum sollte das anders sein, wenn jemand sich wegen seiner Geschlechtsidentität oder -orientierung unsicher ist oder gar gemobbt wird?

Man könnte also auch sagen: Zum Schutz der Kinder durch Stärkung ihrer Selbsterkenntnisfähigkeit und ihrer Selbstsicherheit wird es allerhöchste Zeit, dass sich Eltern und Schule auf das Erlebens- (und leider auch das Bedrohungs)niveau bringen, auf dem die Kids schon jetzt leben, anstatt wegen ihrer eigenen Unsicherheiten alles was mit sex und gender zu tun hat aussen vor lassen zu wollen.


Habt es gut

Marielle

Link zum DLF aod: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/drad ... ae4afd.mp3
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Frida
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 32 im Thema

Beitrag von Frida » Mi 19. Nov 2014, 14:25

Hallo,

ja Marielle, du hast ja so recht...Aufklärung über Sexualität, Gender-und Geschlechtsfragen ist sehr wichtig.
Heute weiß ich, was mir gefehlt hat. Meine Eltern und Pädagogen hatten noch weniger Wissen, weil sie noch unaufgeklärter waren und verbargen ihr Defizit unter dem Deckmantel des Anstandes. Auch ich habe eigentlich versagt bei der Aufklärung meiner Kinder, obwohl ich weniger verklemmt und offener der Sexualität gegenüber bin, als dass meine Eltern waren. Zumindest war ich gelassener und toleranter und unterstütze sie dabei ihren eigenen Weg zu gehen. Aufgrund des Wissens, das heute überall zugänglich ist, sind die Kinder heute sehr im Vorteil.
Eine gute Pädagogik sollte da begleitend wirken und altersgerecht frühzeitig damit anfangen.

Danke für den Link!

Liebe Grüße, Dita ---)))

LaraC
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 33 im Thema

Beitrag von LaraC » Mi 19. Nov 2014, 14:54

Sylvia hat geschrieben: Holzhammer und Ideologie: nein danke.
Das ist schon wieder so ein schwammiger Allgemeinplatz. Werden wir doch mal ganz konkret.

Die Leitlinien zum Bildungsplan haben 32 Seiten. Davon befassen sich vier kurze Absätze mit sexueller Vielfalt, zusammen sind sie in etwa eine Seite lang. Das ist ja jetzt erst einmal nicht sooo viel.

Was davon würdest du jetzt genau als "ideologisch" bezeichnen und weglassen wollen? Die Idee, dass man sich auf dem Weg zum Erwachsensein mit anderen Lebensentwürfen befassen sollte, lehnst du ja nicht generell ab, wenn ich das richtig verstanden habe. Oder würdest du es bereits als ideologisch bezeichnen, wenn man Kindern und Jugendlichen basale Werte für das Zusammenleben in unserem Staat vermittelt, wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe, Demokratieverständnis, Respekt vor anderen (und eben auch vor Menschen, die eine andere Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung bzw. Identität oder Fußballvereinszugehörigkeit haben)?
Und wenn man sich jetzt die einzelnen in den Leitlinien genannten Punkte konkret anschaut: welchen Punkt findest du inhaltlich falsch? Was ist überflüssig? Was sollte man weglassen?

Für mich klingen deine Aussagen immer so ein bisschen nach: "Ich hab nichts gegen Schwule, so lange ich von ihnen nur nichts sehen oder hören muss. Was die im stillen Kämmerlein tun ist zwar immer noch eklig, aber wenn ich es nicht merke, dann... von mir aus." Das wäre für mich eine ganz üble Tabuisierung des Themas und eine Ausgrenzung der Personen. Und so lange du keine konkreten Kritikpunkte hast, weiß ich echt nicht, wie ich deine Beiträge sonst interpretieren soll...
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Sylvia
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 34 im Thema

Beitrag von Sylvia » Mi 19. Nov 2014, 15:48

LaraC hat geschrieben:
Sylvia hat geschrieben: Holzhammer und Ideologie: nein danke.

Für mich klingen deine Aussagen immer so ein bisschen nach: "Ich hab nichts gegen Schwule, so lange ich von ihnen nur nichts sehen oder hören muss. Was die im stillen Kämmerlein tun ist zwar immer noch eklig, aber wenn ich es nicht merke, dann... von mir aus." Das wäre für mich eine ganz üble Tabuisierung des Themas und eine Ausgrenzung der Personen. Und so lange du keine konkreten Kritikpunkte hast, weiß ich echt nicht, wie ich deine Beiträge sonst interpretieren soll...
Das ist genau die gleiche Argumentation wie einige Postings vorher mit den Heugabeln. Nichts davon steht bei mir, und es braucht schon gehörig bösen Willen, um die unterstellten Dinge herauszulesen. Die Respektlosigkeit, die diesen haltlosen Unterstellungen innewohnt, bemerkst Du offensichtlich gar nicht. Weder finde ich Schwule eklig, noch ist es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis so, dass ich nichts davon sehe oder höre, da sich dort ausreichend schwule und lesbische Menschen finden, mit denen ich genauso gut oder schlecht klarkomme, wie mit den heterosexuellen Exemplaren. Wobei es übrigens genau das ist, was ich meine: Es spielt für mich in der Beurteilung anderer Menschen schlicht keine Rolle, ob homo-, hetero- trans oder was auch immer.
So viel dazu, glaub es oder lass es.

Meine Kritik am Bildungsplan bzw. an gewissen Ausprägungen der Gender-Debatte hat damit auch überhaupt nichts zu tun. Was mir an den Leitlinien aufgestoßen ist, habe ich ausgeführt. Wenn Du das als schwammig empfindest bzw. an dieser Stelle mindestens eine Seminararbeit erwartest, die Dich dann ohnehin auch nicht beeindrucken würde, muss ich Dich an dieser Stelle eben damit allein lassen. Wird ja für Dich kein Problem sein, da Du das sicherlich als „Sieg“ interpretierst. Geschenkt…

Respekt vor anderen Menschen, die Akzeptanz anderer Meinungen und Lebensentwürfe ist für mich ein ganz allgemeiner Wert, den es Kinder vorzuleben gilt. Wenn sie diesen Respekt grundsätzlich besitzen, wird er auch für Menschen mit nicht heterosexueller Ausrichtung gelten.

LaraC
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 35 im Thema

Beitrag von LaraC » Mi 19. Nov 2014, 16:29

Sylvia,

du hattest doch gefragt, worüber man meiner Meinung nach diskutieren könne. Das habe ich jetzt ziemlich breit ausgeführt. Und auch, worüber man nicht diskutieren kann, nämlich:
Sylvia hat geschrieben:Holzhammer und Ideologie: nein danke.
Das ist einfach keine Diskussionsgrundlage.

Um also nochmal ganz auf den Anfang zurückzukommen: man kann schon über das Thema "Gender" diskutieren. Wenn du das nicht willst, ist das deine Sache. Aber dann tu doch bitte nicht so, als ob "die Gender-Ideologie" daran Schuld wäre. Es ist ganz oft (wie auch in diesem Fall) das Problem der Kritiker, die fadenscheinige Argumente vorbringen und dann, wenn eine wirkliche Diskussion stattfinden soll, den Schwanz einziehen, weil ihnen die stichhaltigen Argumente fehlen. Denn was jetzt genau "Ideologie" oder "Holzhammer" sein soll, hast du immer noch nicht gesagt...
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 36 im Thema

Beitrag von Marielle » Mi 19. Nov 2014, 16:49

Hallo Lara,

bei allem Respekt: Dann frag' halt schlicht danach was gemeint ist, statt zu unterstellen das jemand Schwule eklig findet.

Das ausgerechnet wir dafür sorgen, dass die Schmoll doch Recht haben könnte ..... finde ich mehr als ärgerlich.

Marielle
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 37 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 19. Nov 2014, 16:59

Hallo Marielle,

danke für den Link zur Sendung des DLF zum Stichwort "Netzkompetenz", also "Schutz der Kinder durch Stärkung ihrer Selbsterkenntnisfähigkeit und ihrer Selbstsicherheit"
Ein heikles aber sehr wichtiges Thema, wobei die Abwägung schwierig ist, inwieweit die Kinder, die zum Glück davon verschont blieben, einbezogen werden sollten.
Denn das Recht auf eine unbeschwerte Kindheit haben Kinder auch, daher müssen Eltern und Erzieher sie altersgemäß schützen.
Es ist also eine Gradwanderung, die aber im vorliegenden Fall gut gemeistert wurde.

Da ich seit 2004 auch an der Kinder & Jugendpsychiatrie unterrichte, kenne ich extreme Einzelfälle. Dass da meist eine öffentliche Diskussion vermieden wird, ist ganz gut...
Andererseits müssen wir unser Kinder stärken, damit sie Gefahren erkennen und Schwierigkeiten vermeiden können.

Liebe Grüße
Andrea(ab)
Zuletzt geändert von ab08 am Mi 19. Nov 2014, 19:56, insgesamt 2-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

Sylvia
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 38 im Thema

Beitrag von Sylvia » Mi 19. Nov 2014, 18:23

Marielle hat geschrieben:Hallo Lara,

bei allem Respekt: Dann frag' halt schlicht danach was gemeint ist, statt zu unterstellen das jemand Schwule eklig findet.
,
Das ausgerechnet wir dafür sorgen, dass die Schmoll doch Recht haben könnte ..... finde ich mehr als ärgerlich.

Marielle
Danke, Marielle,

aber ich denke, Lara meint etwas anderes als ich, wenn sie von Diskussion spricht, wir werden da nicht zueinander finden. Zumal die Unterhaltung da ja nun leider auch in sinnlose Beleidigungen abgeglitten ist. Irgendwie aber ja doch auch fast beruhigend, dass es hier nicht anders zugeht, als im wahren Leben. Zeigt es doch nur, dass wir eben im besten Sinne des Wortes normale Menschen sind. :wink:

LG,
Sylvia

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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 39 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 19. Nov 2014, 20:09

Moin,

wenn manfrau sich anschaut, welche Auswüchse inzwischen entstanden sind, dann habe ich langsam Zweifel daran, dass die Diskussion als fachlichliche Auseinandersetzung geführt werden kann.

Dabei nehme ich jetzt nicht unsere Diskussion zum Anlass, sondern die Ereignisse um einen Hetz-Artikel der "Jungen Freiheit" mit dem Titel "Sie verführen unsere Kinder." queer.de berichtet
Im Zuge dieses und anderer Artikel der J.F.
("Unter dem Druck der Homo- und Genderlobby treten Lehrer die Türen der Kinderseele ein",
schreibt Chefredakteur Dieter Stein in (s)einem Leitartikel ) geht es um ein Interview der J.F. mit Prof. Dr. Karla Etschenberg, Fachbeirätin der Magnus-Hirschfeld-Stiftung.
Es wurde jedoch heftig kritisiert, dass sie als Fachbeirätin der Stiftung dieses Interview gegeben hat und durch ihre Bereitschaft die J.F. "aufwertet".

Es reagierten viele Menschen betroffen und es wurden Rufe nach einer Ablösung von Prof. Dr. Karla Etschenberg laut.

"Frau Professor Etschenberg gibt mit ihren in der 'Jungen Freiheit' gemachten Aussagen nicht die Haltung der Bundesstiftung wieder", sagte deren geschäftsführender Vorstand, Jörg Litwinschuh - und weiter: "Ich distanziere mich ausdrücklich von ihren Aussagen."
Er kündigte an, nun das Gespräch mit der Fachbeirätin suchen..

Darauf gab es Empörung von "BildungsplangegnerInnen"
in so einem Ton: "Ich muss mich von dieser demokratiefeindlichen Grundhaltung seitens der Bundesstiftung deutlich distanzieren". Userin Julia Strüber forderte sogar, alle Unterstützer der Bildungspläne "inklusive der Autoren dieses speziellen Posts" aufzuhängen...

Es ist für mich die Frage, wie solche Auswüchse verhindert werden können, damit ein Klima geschaffen werden kann, in dem dann wirklich eine fachliche und sachliche Auseinandersetzung stattfinden kann...
... ohne Angst, "aufgehängt" zu werden - was immer das bedeuten soll. Mehr zum Thema "aufgehängt", Henker, gehenkt, hängen gibt es hier: http://www.fehler-haft.de/fehlerhaftes/?p=80

Gruß
Anne-Mette

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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 40 im Thema

Beitrag von Marielle » Do 20. Nov 2014, 22:08

Guten Abend zusammen,

ich fürchte, solche Aussagen wie 'Aufhängen!' sind gar nicht zu verhindern, weil sie aus einer ganz dunklen, fundamental verblendeten Ecke kommen. Diesen Leuten kommt man nicht mit Diskussionen und nicht mit Verständnis bei. Und da die Rücküberweisung der aufgestellten Forderung auch nicht in Frage kommt, muss man damit wohl leben oder, sofern möglich, gegen diese Leute straf- oder zivilrechtlich vorgehen.

Meine Überzeugung ist aber, dass es sich bei dieser Fraktion nur um einen ganz kleinen Teil der Leute handelt, die sich in irgendeiner Form an der Debatte beteiligen. Der weit überwiegende Teil ist von Gewaltandrohung oder gar -anwendung sehr weit entfernt.

Was mich, viel mehr als diese paar Fundamentalisten, irritiert ist, dass es nichtmal im Kontext dieses Forums gelingt, zu einem Austausch von Standpunkten und Ansichten zu kommen, der sich irgendwie am Ziel der Verbesserung der Situation orientiert. Niemand konnte bisher schlüssig vortragen, dass in Sachen Informationsstand und Toleranz an den Schulen alles in Ordnung ist. Öfter mal las man, dass man 'ja gar nicht gegen die Sache an sich sei, aber......' . Dann Stille; allenfalls die (vielleicht sogar berechtigte) Forderung nach Verbesserung des Mathematikunterrichts. Davon steigt aber die Toleranz nicht an. Die allermeisten bringen sich, trotz ihres ewigen beteuerns wie schlecht die Welt doch zu ihnen ist, gar nicht ein. Ganz schwach.

Was ich verstehen möchte ist: Was kommt nach dem ' ja, aber...... ' derjenigen, die sich wenigstens zu Wort gemeldet haben?. Wenn die Ideen des Bildungsplans so miserabel sind, dass sie für manche unannehmbar sind, die gleichen Menschen aber nicht gegen das Ziel der Steigerung von Toleranz und Verständnis sind und auch selbst nicht glauben es sei alles in Ordnung..... was schlagen sie vor? Über welche Ideen soll man diskutieren, wenn keine eingebracht werden?

Vielleicht kommen wir hier doch noch (wenigstens) zu einer solchen Diskussionsgrundlage? Magst du nochmal einsteigen Silvia? (schliesslich hab ich ne ganze Mittagspause in meinen obigen Beitrag investiert :wink: )

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ZaraPaz
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 41 im Thema

Beitrag von ZaraPaz » Do 20. Nov 2014, 22:46

Sylvia hat geschrieben:"Sachlich über Gender-Theorien zu streiten, scheint ähnlich unmöglich wie der nüchterne Diskurs über die Inklusion. Anhänger der Gender-Theorie nehmen an, dass sich das biologische Geschlecht bis zur Belanglosigkeit dekonstruieren lässt. Geschlechtsunterscheidungen wären dann nur die Ergebnisse sozialer Prägung, in den Augen der Gender-Theoretiker geradezu gewaltsame Zuschreibungen von Identität, häufig unter dem Diktat der Heterosexualität."

Der Kommentar beurteilt m.E. die Lage weitgehend richtig. Und nu?
biologisches Geschlecht ist ein Hirngespinst, ebenso wie das "Arier Gen".
Lässt sich alles irgendwie belegen, aber man muss nicht daran glauben.

Interessanter ist wie solche Theorien von "biologischen Geschlechtern"
begründet und wie stimmige Gegentheorien abgeschmettert werden,
wenn man das sieht und versteht, dann kommen doch schonmal spätestens
die ersten Zweifel ob das so allein richtig sein kann mit den "zwei biologischen
Geschlechtern".

Ich kann auch jedem Menschen anhand seiner Haarfarbe (und ja, auch das wird
von Genen und Chromosomabschnitten beeinflusst, harr harr) ein Geschlecht
oder sonstwas zu behaupten und als Argument anführen "das sieht man doch,
dass es diese Unterschiede gibt." Was beweist das? Garnichts.

Abgesehen davon führen solche Theorien von "biologischen Geschlechtern" ganz
offensichtlich zu Mord und Totschlag weltweit. Keine Ahnung, warum Leute, besonders
auch vom Hass selbst betroffene, diese Schubladen mit Biegen und Brechen aufrechterhalten
wollen. Gewohnheit? Selbsthass? Oder das gute alte Stockholm Syndrom (so in etwa)?

Natürlich halte ich genauso wenig von Queertheory. Aber nicht, weil die Kategorie "Geschlecht"
dort als Konstrukt, als flukturierendes menschliches Hirngespinst entlarvt wird, sondern
weil das dann nicht vollständig durchgezogen wird.

Geschlecht, Rasse, Klasse usw. sind alle ständigen gesellschaftlichen und zeitlichen Umbrüchen
unterworfen und so ändert sich auch unsere Wahrnehmung, der große maskuline Pistolenheld
des Barock mit Perrücke, egal wie viele Frauen er hatte und wieviele Homos er damals erschoss,
erscheint uns heute allenfalls noch als tuntiger Clown,
der vor 70 Jahren als "Transvestit" abgestempelte Mensch mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen würde
sich heute sogar bei sehr sexistisch geprägten Menschen höchstens noch als "Inter-Frau" lesen,
noch krasser wird es, wenn man noch regionale/interkulturelle Unterschiede bei der Betrachtung von
Geschlecht mit einbezieht.

Und der Körper soll dann aber ein verlässliches Merkmal sein? Keineswegs.
Schon heute gilt es in dieser immer noch sehr homophoben Gesellschaft sogar unter sexistisch geltenden
Männer z.T. schon als schick oder normal mal "mit einer Transe" geschlafen zu haben und das kann dann
sehr wohl auch mal ein "gewöhnlicher" TV gewesen sein.

Dahingegen gilt man anderswo oder galt man früher schon als schwul, wenn man nur einem "Mannsweib"
hinterhergeschielt hat, oder eben auch nicht, z.T. gibt und gab es da viel mehr Toleranz. All das sind
Gebräuche und Identitäten, die niemals fest, sondern immer Kontext abhängig, dazu noch von Mensch
zu Mensch unterschiedlich sind. Manche Männer, die Sex mit ganz gewöhnlichen Männern haben, würden
sich sogar niemals selbst als schwul sehen obwohl sie nicht einmal homophob sind.

Man kann Geschlecht in superviele Kategorien einteilen oder in keine oder weniger, das alles, behaupte ich,
ist willkürlich. Und was biologisches Geschlecht denn nun genau sein soll, konnte mir bis jetzt noch keiner
beantworten, aber die meisten glauben immer noch, dass es irgendwie mit zugewiesenem Geschlecht
zusammenhängen müsste.

Und wenn das so wär, dann würde ich eindeutig sagen, dass das ein menschenverachtendes Konstrukt
sein muss und es keinem guttun kann, daran festzuhalten.
"Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil." Einstein
http://antigenitalistischeoffensive2013.tumblr.com/

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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 42 im Thema

Beitrag von Marielle » Do 20. Nov 2014, 23:59

Liebe Zara,

das der Text im Bildungsplanpapier besser angekommen wäre, kann ich mir nicht wirklich vorstellen

Marielle
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 43 im Thema

Beitrag von Sylvia » Fr 21. Nov 2014, 09:14

Marielle hat geschrieben: Was ich verstehen möchte ist: Was kommt nach dem ' ja, aber...... ' derjenigen, die sich wenigstens zu Wort gemeldet haben?. Wenn die Ideen des Bildungsplans so miserabel sind, dass sie für manche unannehmbar sind, die gleichen Menschen aber nicht gegen das Ziel der Steigerung von Toleranz und Verständnis sind und auch selbst nicht glauben es sei alles in Ordnung..... was schlagen sie vor? Über welche Ideen soll man diskutieren, wenn keine eingebracht werden?

Vielleicht kommen wir hier doch noch (wenigstens) zu einer solchen Diskussionsgrundlage? Magst du nochmal einsteigen Silvia? (schliesslich hab ich ne ganze Mittagspause in meinen obigen Beitrag investiert :wink: )
Na, wenn man so nett aufgefordert wird und ganze Mittagspausen draufgehen... :)

Wobei ich schon die Befürchtung habe, nicht viel zur Durchschlagung der gordischen Knotens beitragen zu können. Vielleicht ist mein Ansatz einfach zu "normal" und damit für viele hier im Forum letztlich zu "konservativ". Die Herausbildung von Werten wie Toleranz, Akzeptanz, Liberalität, wie auch immer man es nennen will, funktioniert über die Bildung der menschlichen Psyche. Die bildet sich im Laufe der Kindheit und Jugend ganz wesentlich am Verhalten der erwachsenen Bezugspersonen gegenüber den Kindern und Jugendlichen. Meine These geht in diesem Sinne eher dahin, dass das Verhalten von Eltern und pädagogischen Bezugspersonen im Bildungsbereich ganz allgemein so aussehen sollte, dass Kindern immer wieder deutlich gemacht wird, dass jeder Mensch in irgendeiner Weise "anders" ist als andere Menschen und es somit keinen Grund gibt, sich über "Anderssein" zu mokieren, lustig zu machen etc.. Kinder reden von sich aus über das "Andere", wenn es ihnen begegnet, und es gibt genug Gelegenheiten, dann sanft und ohne erhobenen Zeigefinger darüber zu sprechen. Ich sprach ein paar Beiträge vorher in diesem Zusammenhang von Conchita. Das wäre so ein Beispiel. Wenn die Kinder das in der Schule thematisieren, ist es natürlich die Aufgabe des Lehrers, hier auf Akzeptanz etc. hinzuwirken. Dafür brauche ich aber einen intelligenten und empathiefähigen Lehrer, keinen Bildungsplan. Im besten Falle werden die Kinder und Jugendlichen dann auch wieder in ihre Familien hineinwirken, falls dort die ablehnende Haltung vorhanden sein sollte, was sicher in vielen Fällen noch so ist, daran zweifel ich nicht.

Insofern, ich wiederhole mich, glaube ich, dass die ganze Gender-/Bildungsplan-Debatte stark überhitzt ist und damit kontraproduktiv. Wenn ich beispielsweise Zaras Beitrag lese, kommt mir das Ganze vor, als sei das reiner Selbstzweck, welchen praktischen Nutzen hat eine solch durchtheoretisierte Haltung? Keinen, behaupte ich mal.

Das für den Moment, eigentlich sollte ich gerade andere Texte schreiben... :lol:

Sylvia

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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

Post 44 im Thema

Beitrag von LaraC » Fr 21. Nov 2014, 10:51

Sylvia hat geschrieben: Dafür brauche ich aber einen intelligenten und empathiefähigen Lehrer
Das trifft es aus meiner Sicht schon ziemlich gut. Lehrer sollen intelligent und empathiefähig sein, über Fachwissen und didaktische Kompetenz verfügen, die Bildungsziele kennen und für wichtige Themen sensibilisiert sein. Aber solche Lehrer fallen ja nicht vom Himmel, die müssen auch erst einmal ausgebildet und dann ständig fortgebildet werden.

Und genau dazu braucht man den Bildungsplan. Die Leitlinien des Bildungsplans richten sich erster Linie einmal an diejenigen, die die konkreten Lehrpläne und auch die Aus- und Weiterbildung der Lehrer gestalten. Deren Materialien richten sich dann an die Lehrer und unterstützen sie im täglichen Unterricht. Die Lehrer geben das erworbene Wissen in konkreter und praktisch anwendbarer Form an die Schüler weiter.

Dass du persönlich für das Thema keinen Bildungsplan brauchst, ist klar. Er richtet sich ja auch nicht an dich oder an die Schüler. Er richtet sich an die Lehrer und vor allem an die Pädagogen und Didaktiker, die die Lehrer aus- und weiterbilden. Und die brauchen den schon. :)
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Re: FAZ: Das gute Recht der Eltern

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Beitrag von ab08 » Fr 21. Nov 2014, 16:54

Marielle hat geschrieben:Niemand konnte bisher schlüssig vortragen, dass in Sachen Informationsstand und Toleranz an den Schulen alles in Ordnung ist.
Hallo Marielle,

sicher ist bzgl. Informationsstand und Toleranz nicht überall alles in Ordung. Viel hängt auch von der speziellen Situation der jeweiligen Schule ab.
Auch der Fortbildungswillen /die Arbeitsbelastung der Kollegen spielt eine Rolle. Dienstlich müssen Lehrkräfte aber stets eine gewisse Anzahl neuer Fortbildungen nachweisen.
Wie erwähnt, leistet in Bayern z.B. die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen https://alp.dillingen.de/ eine hervorragende Arbeit!!
Von Montag bis Mittwoch dieser Woche fand z.B. ein dreitägiger Lehrgang zum Thema "Sexuelle Gewalt" statt , spezielles Themenfeld war "Homophobie und Transphobie".
Dort setzt man sich also recht intensiv auch mit unserer Sache auseinander. *) ABER: Öffentliche polemische Diskussionen in den Medien betrachte eben nicht nur ich(!) als nicht zielführend. Es geht zuerst um eine qualifizierte Fortbildung der an den Schulen tätigen Kolleginnen und Kollegen. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass es dauert, denn die Kapazitäten sind aus finanziellen und organisatorischen Gründen leider begrenzt. Es ist auch typisch, dass sich in der Anfangsphase nur die Engagierten beteiligen. Aber keine Sorge, da es öfter solche Lehrgänge und Fortbildungen gibt, können es andere nicht auf Dauer wegschieben (Pflicht zur Fortbildung!). Mit der Zeit bekommen wir die, heute da und dort auftretenden, Probleme in den Griff :wink:

Liebe Grüße
Andrea(ab)

*) Nochmal der Link zu einem Beitrag aus dem Basiswissen Biologie: http://gendersensibel-unterrichten.alp. ... 5-faktoren
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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