Spiegel-Online stößt ins Horn...
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 28. Okt 2014, 15:45

... und schreibt: Moderne Sexualkunde: Oralsex für den Siebtklässler http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 99645.html

BILD ist echt nicht weit...


... obwohl ich BILD heute loben möchte, denn der Artikel über zwei Brüder, die an Prostatakrebs erkrankt waren ist nicht schlecht (smili)

Gruß
Anne-Mette

ilyadusoleil
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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 2 im Thema

Beitrag von ilyadusoleil » Di 28. Okt 2014, 21:23

Der Artikel ist echt schlecht, allerdings auch muss man auch sagen, dass es eine Kolumne ist, also eine persönliche Meinung von Herrn Fleischhauer.
Den Typen kann ich eh nicht ausstehen, seine Artikel sind eigentlich immer zum Kotzen. Immer gegen alles, was "anders" ist, ohne zu hinterfragen, warum und wieso.... Angst vor "neuem" oder "unbekanntem".....

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina » Di 28. Okt 2014, 23:05

Was habt ihr denn da nun für Probleme? Kommt ihr nicht damit klar, dass über Sex geredet wird? Oder eher - dass darüber geredet wird, ob und wiviel man mit Jugendlichen über Sex reden sollte? Oder was?

Worin sieht ihr das "Tabloid-Niveau"?

Dass jemand den Autor nicht mag, ist ja keine Aussage zum Thema oder zur Kolumne an sich.

Carat
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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 4 im Thema

Beitrag von Carat » Di 28. Okt 2014, 23:55

Hi,
liebe Anne -Mette, vielleicht magst Du ja noch erklären was genau an dem Artikel so schlecht ist. Ich fand ihn ganz treffend. Zum Niveau der Bildzeitung kann ich leider nichts sagen, ich lese sowas nicht.
Ich kenne einige Veröffentlichungen des erwähnten Prof. Uwe Sielert, er agitiert ja seit Jahrzehnten für eine frühkindliche Sexualiusierung schon im Kindergarten. Meiner Meinung nach bewegt sich Sielert hart an der Grenze zur Pädokriminalität, mittlerweile ermittelt meines Wissens nach auch die Staatsanwaltschaft.
Die Gesellschaft wäre, auch uns gegenüber, viel offener, wenn wir nicht mit diesen Gestalten in einen Topf geworfen würden. Da hilft es auch nicht, wenn man (berechtigte) Kritik an der "Vielfalt" in die rechte Ecke zu stellen versucht.
Ich halte es ja auch für sehr wichtig unsere Sache in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu bekommen. Nur, wenn sich die offensichtlich pädophile Szene quasi als Uboot dranhängt, und wir uns nicht klar davon distanzieren, wird uns das nicht aus der Schmudellecke heraus helfen.

Liebe Grüße
Carat

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 5 im Thema

Beitrag von ilyadusoleil » Mi 29. Okt 2014, 07:48

Was mich nervt ist, dass dieser Artikel mit der Debatte verwoben wird, die es um den Bildungsplan in BaWü gibt. Alles, was fremd ist, ist falsch.

Sätze wie dieser stoßen mir auf:
Den neuen Aufklärern reicht es nicht, dass jedermann seine Sexualität so leben kann, wie er sich das wünscht, sie müssen ständig hören, dass dies auch völlig in Ordnung so ist.
Gerade Jugendliche, die merken, dass sie "anders" sind, haben es verdammt schwer. Und ich bin mir sicher, dass es ihnen sehr helfen würde, wenn man manche Thematiken im Unterricht besprechen würde. Dass diese Vorschläge des Herrn Sielert zu weit gehen, finde ich auch.
Aber grundsätzlich diese Thematik mit der im Bildungsplan BaWü zu verweben, wie es Herr Fleischhauer hier tut, gleichzeitig Frau Bergs Artikel "http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 98622.html" als Beispiel für die "Links der Mitte Jugendliche sexualisierenden Menschen" anführt, das ist einfach mies und zeugt nicht von Interesse, die andere Position zu verstehen. Im Gegenteil, er versucht damit weiter einen Keil zwischen die Befürtworter und Gegner zu treiben. Wenn ich mir diesen Artikel anschaue, und die Kommentare dadrunter, dann werde ich traurig, weil genau das passiert. http://www.freiewelt.net/reportage/sexu ... -10035513/
Man sollte einfach jede Person so leben lassen, wie sie möchte. Solange sie damit nicht die Freiheit der anderen einschränkt. Dass zu der Freiheit nicht gehört, mit Dildos etc. in den Unterricht zu gehen, finde ich auch. Dennoch ist es der Tenor der Konservativen, gegen alles zu sein, was "neu" ist oder "anders".
Gerade die Kinder solcher Leute, wenn sie von der Norm abweichen, haben doch die größten Probleme, sich selbst zu finden.... Sie sollten einfach mal verstehen, dass sie priviligiert sind, wenn sie so leben können wie es die Gesellschaft vorgibt. Und dass es aber andere gibt, die Tag für Tag kämpfen müssen, bis sie erstmal selbst verstehen, was mit ihnen los ist. Diesen Menschen (v.a. Jugendlichen) kann man helfen, aber das wird von Konservativer Seite nicht gewünscht.............

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 6 im Thema

Beitrag von ilyadusoleil » Mi 29. Okt 2014, 07:51

Carat hat geschrieben: Die Gesellschaft wäre, auch uns gegenüber, viel offener, wenn wir nicht mit diesen Gestalten in einen Topf geworfen würden.
Genau das hier meine ich nämlich: in dem Artikel geht es eigentlich nicht um uns, aber am Ende werden wir, bzw. alle in den Topf der bösen Abnormalen geworfen.

Anne-Mette
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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 29. Okt 2014, 08:07

Moin,

sicherlich ging es in der Kolumne auch nicht um eine fachliche Auseinandersetzung, auch nicht, um deeskalierend in das Thema einzugreifen, sondern "einfach mal ein wenig Öl ins Feuer zu gießen". Das ist sicherlich in weiten Teilen gelungen; jedenfalls komme ich zu dem Schluss, wenn ich mir die zahlreichen Kommentare ansehe.

Leider verhindern solche Artikel eine fachliche Auseinandersetzung und zementieren das "Du musst dagegen sein, sonst gehörst Du zu Umerziehern, Ehe-Demontierern und Kinderschändern dazu".

Gruß
Anne-Mette

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 8 im Thema

Beitrag von ab08 » Mi 29. Okt 2014, 08:42

Hallo,
zur momentanen Entwicklung ... also: Aufheizung der Stimmung + gleichzeitigem "Waschen der Hände in Unschuld" : "Wir sind nicht rechts, religiös-fundamentalistisch etc., sondern vertreten nur die Meinung des Volkes"

Wer ein wenig verstehen will, welche Strategien bei solchen Dingen dahinterstecken und wer englisch versteht:
Vor einigen Tagen schaute ich mir den Film "After stonewall" auf DVD an. (Fand ihn nur auf Englisch, macht mir nix aus, aber... :oops: )
Hier gab es in den USA im Rahmen der Entwicklung der "teaparty" Bewegung deutliche Parallelen. ==> Vor 20-30 Jahren gab es dort auch ähnliche Erscheinungen in den Medien. Nachdem sich Prominente offen zu ihrer Homosexualität bekannten, wurde gelogen, verleumdet, was das Zeug hielt. Zahlreiche irrationale, rechtslastige, häufig religiös fundmentalistisch durchsetzte Bewegungen entstanden. Einzelne Personen, die ansonsten wenig zu bieten gehabt hätten, stellten sich an die Spitze von Kampagnen und erreichten so Geld und Einfluß...
:wink: Genau wie heute z.B. "Manif pour Tous" (Frankreich) bzw. "Bildungsplanproteste" Baden-Württemberg, AfD und... und... und
Da sich in der Geschichte viel wiederholt, versteht man Motive und vergleicht Methoden. Es ist spannend, denn Argumente und Personenkreis gleichen sich auf verblüffende Weise... ;)

Liebe Grüße
Andrea(ab)

Ergänzung:
Geschichte ist wirklich faszinierend: Bei der Emanzipation der Frau, oder im Rahmen der Abschaffung der Sklaverei gab es natürlich ähnliche Erscheinungen.
Religiöse und Rechte meldeten sich zu Wort und wehrten sich, wo und wie sie nur konnten. Völlig verständlich, denn es ging ihnen ja um den Erhalt ihrer Macht.
Also gehört die Frau an den Herd und der Sklave soll Sklave bleiben. Das kleinste Zugeständnis ist da von Übel, denn es bedeutet im Grunde Machtverlust.

Zitat: "Leider verhindern solche Artikel eine fachliche Auseinandersetzung und zementieren das..."
Richtig, liebe Anne-Mette, denn das ist der Sinn der Sache, also genau das ist beabsichtigt! Herzlichen Dank für diese klare Analyse!
_________________________________________________________________________________________________________________
Nachtrag: Hier ein ganz aktuelles Beispiel aus den USA zum typischen Verhalten "Wo habt ihr ein Problem?" "Waschen der Hände in Unschuld"
Der Gouverneur hatte keine Ahnung, dass der Staat Florida klagte (aber Vorsicht, mancher wird schließlich doch erwischt...)
http://www.advocate.com/politics/marria ... ge-equalit
Zuletzt geändert von ab08 am Mi 29. Okt 2014, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 9 im Thema

Beitrag von Inga » Mi 29. Okt 2014, 09:37

Hallo, miteinander,

danke dir ab für deinen Beitrag. Es hilft mir, das Geschreibsel einzuordnen. Ich fnde es immer wieder schade, dass der Spiegel - wenn auch nur online - dafür Platz zur Verfügung stellt und so mit beiträgt, solch rechtkonservative Haltungen salonfähig zu machen.

Liebe Grüße
Inga

Marielle
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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 10 im Thema

Beitrag von Marielle » Mi 29. Okt 2014, 10:56

Guten Morgen zusammen,

jaja, der Herr Fleischhauer; er sei 'aus Versehen' konservativ geworden ..... sagt er von sich selbst. Wer's glaubt... Ich unterstelle ihm da glatt Vorsätzlichkeit; aber wenn er sich selbst lieber für fahrlässig hält, auch gut. Meiner Meinung nach dient die 'journalistische' Arbeit des Herrn Fleischhauer im Wesentlichen dazu die "Marke Fleischhauer" zu befördern und nicht wirklich dazu konstruktive Beiträge in gesellschaftliche Debatten einzubringen.

Man muss sich aber gar nicht nur mit der Person beschäftigen (auch wenn ich's selbst nicht lassen konnte).

Er schreibt in seinem Artikel, schon in der Kopfzeile:

"In ihrem Bemühen, das traditionelle Familienbild zu ersetzen, greift die Sexualpädagogik ...."

Ach, echt? Die Sexualpädagogik will das traditionelle Familienbild ersetzen? Ist mir neu. Alles was ich dazu an reflektierten Diskussionsbeiträgen kenne will es ergänzen. Aber was juckt dieser kleine Unterschied schon? Bleibt man auf dem Niveau der Vertreter des simplen Weltbildes, ist Applaus aus der Ecke schon mal sicher.

Eine Absatzüberschrift weiter schreibt er:

"Der abweichende Lebensentwurf wird zur Norm erklärt"

Siehe oben. Fleischhauers Artikel stützt sich auf absurde Grundaussagen um zu polemisieren, anstatt einen konstruktiven Beitrag zu Debatte zu leisten.


Ich kann leider nicht anders, als nochmal auf die Person bzw. ihre Einlassungen zu kommen.

Vielleicht nennt er die Sammlung seiner Texte, in schwarz-weiss-rotem Einband, auch nur 'aus Versehen' "Der schwarze Kanal", vielleicht aber auch nicht. Unübersehbar ist jedenfalls, dass auch Ede von Schnitzler sich kaum für die sachliche Basis seines Geschwätzes interessiert hat. Es reichte ihm, wie Fleischhauer auch, einen 'flotten Text' abzuliefern, dem eine eingeschränkte Ideologie untergemischt wurde.


Man sollte bei allem allerdings nicht übersehen, dass 'Journalismus' nicht mehr hauptsächlich von Abonenten, sondern von 'Klicks' bezahlt wird. Und die sind viel leichter mit populistischem Geschwätz zu erzielen, als mit differenziert durchdachten Artikeln. Darin könnte eine Aufgabe für uns alle liegen.


habt es gut

Marielle


PS: Sollte ich mich jetzt in irgendjemandes Denken auch in die Nähe von Pädophilen gebracht haben: Kinderficker gehören in den Knast und dort in Therapie! Wer aber Minderheiten vorsätzlich in die Nähe von Schwerstkriminellen rückt, gehört nicht wirklich in eine pluralistische Gesellschaft.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 11 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne » Mi 29. Okt 2014, 11:39

Den klugen Zeilen von Marielle habe ich eigentlich fast nichts hinzuzufügen.

Aber wenn ich schon mal dabei bin: Das ach so coole und schicke Kokettieren der neokonservativen jungen Menschen, so wie Jan Fleischhauer, stößt mir nicht nur auf, es kotzt mich an. Aber das ist ja Geschmackssache. Ob die nun ihr eigenes Karrieresüppchen kochen wollen oder glauben, was sie absondern, ist mir letztlich Wurscht. Ihre Wirkung ist entscheidend, und ich glaube, sie haben Wirkung.

Ob dieses wachsende Klima des dumpfen Spießertums für uns bedrohlich wird, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht können das diejenigen Forumsmitglieder, die diesen Postionen nicht so fernstehen wie ich, besser beurteilen.

Ach ja, liebe Carat, wer stellt uns eigentlich in die Schmuddelecke? Ich sehe mich dort nicht, und ich kenne auch niemanden, der mich dort sieht. Und ein bisschen Differenzierung tut auch gut. Nicht jeder, der sich über Sexualpädagogik Gedanken macht, ist ein Päderast. Aber das ist ja auch ein neuer Trend in dieser Gesellschaft: nicht mehr genau hinsehen. Das ist auch schön konservativ.

Vivian

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 12 im Thema

Beitrag von conny » Mi 29. Okt 2014, 12:25

ich kann dem beitrag von marielle auch nur voll und ganz zustimmen. fleischhauer stilisiert entwicklungen, bzw. schon immer vorhandene tatsachen zu "gefahren" hoch, die allein schon aufgrund der größe der besagten personengruppen dummes zeug sind.

und ich frage mich auch, wie dieser typ in den spiegel gelangen konnte.

die kritischen äußerungen zu den fragen, ab wann jugendliche mit gewissen sexualpraktiken vetraut gemacht werden sollen sind, sind grundsätzlich berechtigt, aber kann es sein, dass herrn fleischhauer das internet noch fremd ist?

lg
conny

Carat
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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 13 im Thema

Beitrag von Carat » Mi 29. Okt 2014, 23:25

Anne-Mette hat geschrieben: .....Leider verhindern solche Artikel eine fachliche Auseinandersetzung und zementieren das "Du musst dagegen sein, sonst gehörst Du zu Umerziehern, Ehe-Demontierern und Kinderschändern dazu".
Das Problem ist: Es gab in der Öffentlichkeit niemals eine fachliche Auseinandersetzung mit der Thematik. Es wird versucht große gesellschaftspolitische Veränderungen ohne jegliche demokratische Legitimation durch die Hintertür herbeizuführen.
Klar, dass das nicht funktionieren kann ohne Proteste.

Um meine Position klarzustellen: Ich bin nicht dagegen, die Lebenssituation von uns, Lesben , Schwulen und was es noch so alles gibt bis hin zu Marielle, in der Schule zum Zweck einer verständnisvollen Toleranz, in einem angemessenen Rahmen darzustellen. Alles prima bis dahin.
Wenn jedoch versucht wird, im frühkindlichen Stadium Kinder, mit Methoden für die es keinerlei wissenschaftliche Grundlagen und Belege gibt, sexuell zu manipulieren um familiäre Strukturen aufzubrechen, ist meine Toleranzgrenze überschritten. In Verbindung mit den digitalen und analogen Verdummungsmedien werden diese nachfolgenden Generationen nicht mehr in der Lage sein eure Renten zu erwirtschaften.

Liebe Grüße
Carat

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 14 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 29. Okt 2014, 23:29

Moin,
Es wird versucht große gesellschaftspolitische Veränderungen ohne jegliche demokratische Legitimation durch die Hintertür herbeizuführen.
Klar, dass das nicht funktionieren kann ohne Proteste.
Wie kommst Du auf so eine These?

Mal ganz davon abgesehen, dass das so nicht stimmt...
... bei gesellschaftspolitischen Änderungen hat "die Gesellschaft" ein wichtiges Wort mitzureden.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Spiegel-Online stößt ins Horn...

Post 15 im Thema

Beitrag von ab08 » Do 30. Okt 2014, 08:02

Carat hat geschrieben:Wenn jedoch versucht wird, im frühkindlichen Stadium Kinder, ... sexuell zu manipulieren
Hallo,

das stimmt nicht! Das wird nirgends versucht! - Ich weiß das! - Ich komm aus der Praxis!! - Solche Behauptungen wirken zerstörerisch, deswegen widerspricht bei solchen Unterstellungen das Kultusministerium in BW heftig! Baden-Württemberg arbeitet, leider etwas öffentlich, - daher kommt es zu solchen fachfremden, verqueren Vermutungen - an der Fortentwicklung der Lehrpläne! Das ist hier in Bayern und anderen Bundesländern ähnlich. Nur geschieht dies in der Regel intern! :wink: Seit Jahrzehnten ist das so. Die letzten 30 Jahre machte ich häufig mehr oder weniger indirekt mit. Natürlich werden elementare Grundprinzipien der Pädagogik wie z.B. Piaget http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Piaget "Altersgerecht auf Schüler eingehen. Dort abholen, wo sie sind!" beachtet! :oops: Achtung: Auch wir sind Fachleute! --> Dem Chirurgen sagt niemand, wie er das Messer führen soll.- Ist ja nur Pädagogik, da weiß anscheinend jeder, wie es geht. Hier liegt das Problem, denn bei solchen 'Diskussionen' fallen Fachwissen, Fortbildungen und jahrzehntelange Erfahrung einfach unter den Tisch!
Rein demagogische Unterstellungen tragen nicht zur Klärung bei: Sie verfolgen einen andern Zweck!! ==> Siehe oben

Wenn das weiter um sich greift, ist es ein extremer Rückschritt für die Entwicklungsmöglichkeiten künftiger Generationen und macht Jahrzehnte guter pädagogischer Arbeit kaputt.
Daher weisen Kultusministerien und selbstverständlich auch ich persönlich solche falschen laut hinausposaunten Thesen zurück:
Zitat "falsch und absichtlich irreführend" vgl. Thread hier im Forum http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 44#p104849

Grüße
Andrea(ab)

P.S. Solche Unterstellungen bewegen sich übrigens wie die aktuelle sogenannte "Demo" in Köln hart an der Grenze des Erlaubten...
Zuletzt geändert von ab08 am Do 30. Okt 2014, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.
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