Der Stein rollt
Der Stein rollt - # 21

ModeratorIn: Anke

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Bianca D.
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Re: Der Stein rollt

Post 301 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Fr 8. Jul 2016, 08:51

Moin Anke,

schön,daß du alles gut überstanden hast und nun am Ziel bist. Die Gefühlslage (war bei mir ganz ähnlich) hast du wirklich gut wieder gegeben.
Anke hat geschrieben: Das ist für morgen geplant und dann gehe ich voraussichtlich nach Hause.
So schnell? Gut bei mir hat es durch die Mammaaugmentation eh etwas länger gedauert,aber in der Regel braucht es doch 6-7 Tage,je nach Umfang der Korrektur-Op. Na wie auch immer,da bist du ja bald wieder zu Hause und zur Genesung ist das bestimmt der beste Ort!
Gute Besserung!

LG Bianca


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Anne-Mette
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Re: Der Stein rollt

Post 302 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 8. Jul 2016, 17:21

Moin,

schön, Anke, Du bist schon wieder zu sehen )))(:

Viele liebe Grüße
Anne-Mette

Franka
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Re: Der Stein rollt

Post 303 im Thema

Beitrag von Franka » Fr 8. Jul 2016, 20:06

Hallo Anke,

schön das die 2. OP so gut verlaufen ist und es dir schon wieder so gut geht. Ich drücke dir die Daumen, dass es auch so bleibt und du dein Leben bald wieder in vollen Zügen genießen kannst.

LG Franka
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.

MEL
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Re: Der Stein rollt

Post 304 im Thema

Beitrag von MEL » Sa 9. Jul 2016, 01:08

Moinsen und Hallo Anke,

schön dass alles "glatt gegangen" ist und Du dich nun richtig angekommen fühlst!
Drücke aber weiter die Daumen, dass auch die pipeline bald wieder volle Leistung bringt ;)
und du dein "neues" Leben gesundheitlich unbeschwert geniessen kannst!

Ganz liebe Grüße

Mel und Frau

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Re: Der Stein rollt

Post 305 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf » Sa 9. Jul 2016, 06:57

Hallo Anke ---)))


Ich freu mich mit Dir und wünsche Dir gute Besserung :))b ))):s
Schön das Du es geschafft hast! wie Bianca schon gesagt hat Du hast es toll beschrieben obwohl ich ja so gesehen da noch gar nicht mit reden
kann.


Ganz liebe Grüße
Saskia (flo) (flo) (flo)
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Magdalena
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Re: Der Stein rollt

Post 306 im Thema

Beitrag von Magdalena » Sa 9. Jul 2016, 08:17

Hallo Anke,

zu erst danke ich Dir für für Deinen Bericht, und dass Du uns hast teilhaben lassen. Auch durch die Einblicke in Dein Innerstes und Privatestes ist Dein Weg nachvollziehbar. Nun ist es überstanden (ap). Ich wünschre Dir, das jetzt Dein Leben noch viel für Dich bereithält, was Du nun als Frau genießen kannst.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

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Re: Der Stein rollt

Post 307 im Thema

Beitrag von Michaela » Sa 9. Jul 2016, 11:26

Auch du hast mir mit deinen Berichten Mut gemacht sowie auch Jackie. Danke euch beiden dafür und von Herzen Alles Gute!

Myriam

Anke
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Re: Der Stein rollt

Post 308 im Thema

Beitrag von Anke » Sa 9. Jul 2016, 16:00

Hallo,

ich habe es geschafft !!!!

(fwe3) (fwe3) (fwe3)

Endlich ist es fertig und es gefällt mir sehr gut. Heute morgen gegen 09:30 kam die Visite, mein Druckverband wurde nochmal begutachtet und dann mit dem Blasenkatheter entfernt. Die erneute Begutachtung durch die Ärztin verlief zu ihrer und auch meiner Zufriedenheit. Ich wurde dann auch ohne weitere Diskussion entlassen, denn zu Hause kann ich mich am besten erholen.

Schmerzen habe ich keine, das hat schon am Freitag aufgehört. Es ist einfach noch ein unangenehmes Gefühl und es spannt ein wenig. Ein paar Tage sind jetzt wieder die dicken Binden angesagt, dann kann ich wieder auf Slipeinlagen umsteigen. Dilatieren fällt für die nächsten 14 Tage aus, dann geht es damit wieder los.

Die Transition ist damit für mich beendet. Mein früheres Leben ist für mich schon zuvor sehr weit weg gerückt. Nicht dass ich mich dessen schäme oder es verdrängen möchte. Aber es ist für mich einfach unvorstellbar so zu leben und es setzt mich immer wieder in Erstaunen, wie ich das so lange ausgehalten habe. Egal, wichtig ist, dass ich jetzt geschafft habe und mit meinem Körper und meinem Leben sehr glücklich bin.

Jetzt gibt es neue Aufgaben und Herausforderungen. Mein gesundheitliches Thema wird mich noch eine Weile beschäftigen und auch beziehungstechnisch ist einiges offen.

Bei letzterem ist auch wieder viel passiert. Zum einen gibt es dazu endlich wieder einen konstruktiven Dialog zwischen mir und meiner Partnerin. Eine ganz Weile war die Kommunikation deutlich gestört und es kam zu der einen oder anderen Krise. Mittlerweile ist es wieder richtig gut geworden und uns ist mal wieder bewusst geworden, was wir aneinander haben. Das was wir wollen, ist nicht einfach umzusetzen und um so wichtiger ist es, dass wir dabei im Gespräch bleiben. Wir wissen beide nicht, wohin uns das führen wird. Aber egal bei welchem Thema (und neben meiner Transition gab es da schon vieles), wenn wir uns gemeinsam aufgemacht und zusammen gehalten haben, dann haben wir immer etwas gutes erreicht. Wohin es führt, war am Anfang oft unklar, aber wir haben auf unsere gemeinschaftliche Stärke vertraut. Die wollen wir auf keinen Fall verlieren.

Unsere Erfahrungen mit der Männerwelt sind nach wie vor sehr durchwachsen und voller merkwürdiger Überraschungen. Was soll ich beispielsweise von jemandem halten, der im Profil einen seriösen und guten Eindruck gemacht hat, dann aber zu einer Verabredung mehr als 20 min zu spät kommt (da wir uns in seiner Stadt getroffen haben und nicht wirklich viel Verkehr war, sollte er nicht mehr als 10 min Fahrzeit gehabt haben) und im Erscheinungsbild an ein ungemachtes Bett erinnert hat. Das Treffen war dann beendet, bevor es richtig angefangen hat.

Ich möchte mich nun auch wieder mit meiner eigenen Musik beschäftigen. Vor meiner Transition habe ich viele Songs geschrieben und auch schon 2 im Studio produziert. Das habe ich die ganze Zeit auf Eis gelegt, aber jetzt ist es Zeit, dass ich mich wieder darum kümmere. Der erste Schritt wird sein, dass ich die beiden Aufnahmen neu einsinge, da ich jetzt anders an die Songs herangehe und ihnen damit auch einen anderen Ausdruck gebe.

Doch bevor das alles richtig los geht, ist jetzt erst noch eine Woche Erholung angesagt, in der ich es mir einfach gut gehen lasse. Dann kann der Stein weiterrollen und sich neue Wege suchen.

Liebe Grüße

Anke
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Bianca D.
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Re: Der Stein rollt

Post 309 im Thema

Beitrag von Bianca D. » So 10. Jul 2016, 21:20

Anke hat geschrieben:. Aber es ist für mich einfach unvorstellbar so zu leben und es setzt mich immer wieder in Erstaunen, wie ich das so lange ausgehalten habe.
Moin Anke,

das habe ich mich danach auch oft gefragt :wink: .Willkommen zu Hause! Bin sehr erfreut,daß alles problemlos gelaufen ist und du dich zu Hause wieder den angenehmeren Dingen des Lebens,z.B. der Musik,widmen kannst. Viel Erfolg dabei und weiterhin gute Genesung!

LG Bianca
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Re: Der Stein rollt

Post 310 im Thema

Beitrag von Anke » Fr 5. Aug 2016, 09:34

Hallo,
die Transition ist vorbei, der Stein rollt weiter. Wie ich schon im letzten Post geschrieben habe, kümmere ich mich um all die Dinge, die während der Transition entweder zu kurz gekommen oder ganz hinten runter gefallen sind.

Die Wochen seit der OP waren durch körperliche Untätigkeit gekennzeichnet, dementsprechend hat mir die Waage in der letzten Zeit eher unschöne Nachrichten überbracht. Das ändere ich gerade. Zum einen habe ich angefangen mich wieder bewusster und gezielter zu ernähren. Zum anderen laufe ich wieder. Letzteres ist erstmal eine ganz schöne Quälerei, ich bin ganz schön eingerostet. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass wenn ich mich eine Weile durchgebissen habe, dann wird es deutlich leichter. Und die Waage fängt jetzt auch wieder an nettere Botschaften zu senden.

Mit der Männerwelt mache ich nach wie vor eher gemischte Erfahrungen. Die Anregung von Katja habe ich aufgegriffen und mich bei Gleichklang.de angemeldet. Da gehe ich jetzt wieder weg. Die wenigen Vermittlungsvorschläge waren sowas von daneben, dass ich da überhaupt nicht sehen kann, dass sich das lohnt. Aber Versuch macht eben klug.

Ansonsten habe ich auf anderen Plattformen häufig die Erfahrung gemacht, dass wenn ich zur Sprache gebracht habe, dass ich trans bin, dass dann der Dialog entweder abgebrochen wurde oder ich völlig verunsicherte Nachrichten bekommen habe, wo von Ängsten und Unsicherheiten die Rede war. Bei einem habe ich mal nachgefragt, wovor er denn Angst hätte. Ich bekam zur Antwort, dass er sich davor fürchtet, dass sich hinter einer Verkleidung so eine Art „Restmann“ verbirgt.

Mich macht das manchmal fassungs- und ratlos. Und dann fällt mir eine Szene aus Patong Girl ein, wo der junge Mann sagt, dass er nicht homosexuell sei und sie mit dem Satz: „Ich auch nicht“ antwortet. Ich sage mir dann, dass die Menschen einfach nicht genug aufgeklärt sind und gar nicht richtig verstanden haben, was Transsexualität bedeutet. Pech für mich, die Gesellschaft ist einfach noch nicht soweit. Aber es nervt gewaltig und manchmal tut es dann doch weh. Ich versuche das möglichst nicht an mich heran zu lassen, aber trotzdem fühle ich mich immer mal wieder getroffen.

Aber ich möchte nicht einfach aufgeben. Auch wenn die Nadel im Heuhaufen schwer zu finden ist, ich bin mir sicher, dass sie da ist.

Die Diskussionen mit meiner jetzt besten Freundin dauern an. Aber ich habe den Eindruck, dass wir langsam Fortschritte erzielen. Wir haben ein paar Sachen neu geregelt, weil wir gemerkt haben, dass sie nicht funktionieren. Und Ende August fahren wir zusammen für eine Woche in die Toskana, das wird uns sicher gut tun.

Den Wechsel der Elektrologistin habe ich vollzogen und er ist ein voller Erfolg. Ich fühle mich da bedeutend wohler und bin außerdem mit ihrer Arbeit auch zufriedener. Dazu kommt, dass auch meine Haut wesentlich besser reagiert. Bei der Vorgängerin waren die behandelten Hautstellen oft dick geschwollen und es hat tagelang herausgesuppt. Jetzt passiert das überhaupt nicht mehr
.
Ein weiteres Thema, mit dem ich mich beschäftige ist meine Größe und was für ein Typ Frau ich bin. Mit 1,80 bin ich unter den Transfrauen sicherlich nicht die allergrößte, doch als Frau falle ich damit auf. In Deutschland sind gerade mal 2 % aller Frauen 1,80 oder größer. Als ich mit meiner jetzt besten Freundin darüber ausgetauscht habe, sagte sie mir auch, dass ich auch aufgrund meiner Größe Stärke, Sicherheit und Zuversicht ausstrahlen würde.

Das war für mich insofern interessant, dass ich mich selbst nie so gesehen habe, auch nicht vor der Transition. Ich habe mich immer als klein empfunden und dieses Gefühl hat sich mit Beginn der Transition eher noch verstärkt. Tief in mir drin habe ich das kleine, sensible und verletzliche Mädchen gefühlt, das beschützt werden möchte.

In den Gesprächen mit meiner Freundin bin ich mir dessen erst so richtig bewusst geworden. Damit einher ist mir auch der Widerspruch zwischen dem äußeren Erscheinungsbild und der eigenen Wahrnehmung klar geworden. Verstärkt wurde das auch durch Äußerungen meiner Friseurin und jemand aus meiner Tanzgruppe. Beide meinten sinngemäß, dass sie mich darum beneiden würden, dass ich so eine große und stattliche Frau wäre. Als sie das sagten, war ich beide Male richtig verblüfft. Denn mir ging es genau umgekehrt, denn ich wäre sehr gerne kleiner und zierlicher.

Natürlich ist mir klar, dass letzteres reines Wunschdenken ist. Also geht es darum, das innere Bild von mir selbst mit meinem Äußeren in Einklang zu bringen. Dazu schaue ich mir andere Frauen in meiner Größe an, entweder in meinem Umfeld oder bei der Prominenz. In meinem Umfeld habe ich bisher die eine oder andere getroffen, die aber alle ganz andere Typen sind als ich selbst.

Also geht der Blick zur Prominenz. Da gibt es einige, von denen ich das auch nicht vermutet hatte, beispielsweise: Geena Davis (1,83), Uma Thurman (1,83), Michelle Obama (1,82), Veronica Ferres (1,80), Floor Jansen (Sängerin von Nightwish, 1,90) oder Cameron Diaz (179). Die Liste kann ich jederzeit verlängern.

Ich schaue mir jetzt Filme, Videoclips und Konzertmitschnitte an, um zu sehen, wie diese Damen wirken, wie sie sich bewegen, welche Garderobe sie tragen und ob es Gemeinsamkeiten gibt.
Auf den ersten Blick scheinen das nur Äußerlichkeiten zu sein. Aber die Beschäftigung damit fängt an meine Wahrnehmung zu verändern. Bisher habe ich eben ständig neidvoll nach den zierlichen kleinen Frauen geschaut. Das hört langsam auf. Stattdessen bekomme ich die Bilder von anderen großen Frauen in den Kopf. Das führt wiederum dazu, dass ich anfange mich selbst anders wahrzunehmen. Und ich fange endlich auch hier damit an, aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen.

Liebe Grüße

Anke
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Anne-Mette
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Re: Der Stein rollt

Post 311 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 5. Aug 2016, 10:07

Moin,

ja, so liegen wohl für jede(n) von uns Steine im Weg. Es war sicherlich oberflächlich gedacht, aber oft war es so bei mir: "ja, wenn Du so wie Anke...".
Nein, ich bin ich - und muss mich mit dem abfinden, was ich habe oder nicht habe.

Du hast sicherlich noch viel Zeit, neue Wege zu finden - und vielleicht sogar eine Nadel im Heuhaufen. Versuche es doch mal mit einem Magneten (smili)

Bei mir als "Ältere" wird die Spielwiese natürlich sehr viel kleiner - und manche Steine, die im Weg liegen, sehr viel größer. Dazu zähle ich z.B. die "mangelhafte Versorgung im ländlichen Raum" und die Termin-Not. Hast Du zu einer Angelegenheit einen Termin "ergattert", kannst Du auf andere Termine monatelang warten. Das nervt!

Alles Gute und herzliche Grüße
Anne-Mette

Saskia.shewulf
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Re: Der Stein rollt

Post 312 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf » So 7. Aug 2016, 13:23

Hallo Anke,


Die Sichtweise auf die Körpergröße ist eine Sache der ich mich auch stellen muss mit 1,83.Das ist gut das Du diesen Stein mal zum rollen gebracht hast da es mir
ähnlich ergeht oder ging.

Eine andere Sichtweise darauf ist sicherlich positiv als ständig damit zu hadern das wir nicht die kleinen zarten Mädels sind ,trotzdem schiele
ich vor allem bei andren Transfrauen schon sehr neidisch zur Seite wenn sie klein und schlank sind,aber das geht wohl normalen Frauen ganz genau so.


LG Saskia (smili) (flo)
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Re: Der Stein rollt

Post 313 im Thema

Beitrag von Anke » So 7. Aug 2016, 18:18

Hallo,

@Anne-Mette: Eben, Du bist Du und gehst deinen Weg. Der ist sicher ganz anders als meiner und mit anderen Steinen gespickt. Aber vielleicht kann ich dich mit dem einen oder anderen inspirieren. Ich kann sicher sagen, dass Du mich inspiriert hast.

@Saskia: Alle Frauen vergleichen sich untereinander, da bin ich ganz bei dir. Das Größenthema hab ich auch eine Weile zur Seite geschoben, es gab genug anderes. Doch jetzt ist für mich die Zeit dafür und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten klappt, wenn ich solche Dinge annehme und versuche das Beste draus zu machen. Auch gerade dann, wenn es mir erstmal nicht gefällt.

Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich mit meinem Körper glücklich und zufrieden. Da wär es doch gelacht, wenn ich nicht auch mit meiner Größe klar komme.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Der Stein rollt

Post 314 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Mo 8. Aug 2016, 15:30

Liebe Anke,

mach dir wegen deiner vermeintlichen Größe nicht allzu viele Gedanken. Gut, 1,80 ist sicherlich nicht klein und zierlich; aber immer noch im gut vertretbarem Maß. Viele meiner Arbeitskolleginnen und Bekannten sind über 1,80 und sehen auch so einfach hinreißend aus. Und mit dementsprechendem Outfit kann "große" Frau, wenn ihr denn danach ist, auch eine Menge kaschieren.
Liebe Grüße
Christina

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Re: Der Stein rollt

Post 315 im Thema

Beitrag von Anke » Fr 12. Aug 2016, 08:27

Liebe Christiane und alle anderen,

ich weiß was und wie Du es meinst. Doch es ist schon zu spät, denn die Gedanken, die habe ich mir schon lange gemacht. Und es ist ein bisschen so wie mit dem Satz: "Denken Sie nicht an blaue Elefanten!". Na, woran denkt jetzt jeder der das liest?

Statt mir keine Gedanken zu machen, tue ich etwas anderes. Denn mir keine Gedanken machen, das kann ich nicht. Statt dessen versuche ich die bisherigen "schlechten" Gedanken, durch andere und gute Gedanken zu ersetzen. Ich sage mir, dass es toll ist genau so groß zu sein und auch das macht mich zu etwas besonderem. Und ich suche mir Wege, wie ich diese Größe bestmöglich wirken lassen kann.

Das ist eben auch meine Art mit den Dingen umzugehen und damit mache ich gute Erfahrungen. Es ist auch wie mit meiner Transsexualität, als ich angefangen habe sie anzunehmen und zu leben, ab da ging es mir gut. Deshalb höre ich auch intensiv in mich hinein, entdecke dabei teilweise erstaunliche Dinge und überlege mir dann, wie ich bestmöglich damit umgehen und leben kann.

Als ich angefangen habe meine Transsexualität zu leben, da habe ich oft zu hören bekommen, dass ich jetzt viel authentischer sei. Das war für mich weniger ein Hinweis, dass ich mit meiner Transsexualität auf dem richtigen Weg. Viel mehr ist mir bewusst geworden, dass wenn ich mich selbst annehme und lebe, dann geht es mir nicht nur gut, es funktioniert auch nach außen viel besser. Und das sollte dann auch für meine Größe gelten.

Liebe Grüße

Anke
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