Fakten zur Personenstandsänderung
Fakten zur Personenstandsänderung

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Anne-Mette
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Fakten zur Personenstandsänderung

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 12. Jun 2014, 17:44

Moin,

auf TGEU gibt es eine Zusammenstellung im pdf-Format: http://www.tgeu.org/sites/default/files ... tsheet.pdf

Gruß
Anne-Mette

Saskia.shewulf
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Re: Fakten zur Personenstandsänderung

Post 2 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf » Fr 13. Jun 2014, 00:29

Hallo Anne Mette,

Vielen Dank für den Link da ich nicht soviel Zeit im Internet verbringe bin ich immer wieder Dankbar für solche Hilfen hier. (hs)

Wäre ja schön wenn das bald so umgesetzt würde.Nun müssen wir eben darauf hinarbeiten von alleine kommen Veränderungen
nicht.


LG Saskia (flo)
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nicole.f
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Re: Fakten zur Personenstandsänderung

Post 3 im Thema

Beitrag von nicole.f » Fr 13. Jun 2014, 12:51

Hallo!
Ja, das hatten wir ja auch schon in dem Thread zur "Eilmeldung Dänemark"...

Das ganze "legal gender recognition toolkit":

http://tgeu.org/Toolkit_Legal_Gender_Re ... _in_Europe

ist allgemein sehr nützlich. Viele allgemeinverständliche Informationen und Hinweise, wie man das auch selbst verwenden kann - in Diskussionen und eigener politischer Meinungsbildung.
TGEU ist da, finde ich, wirklich gut. Andere gute Organisationen sind noch Trans-Info Europe und WPATH.

Was mich etwas wundert ist, dass das alles internationale Organisationen sind.
Warum gibt es soetwas nicht in und für Deutschland?
Verrennen wir uns mit unserer Deutschen Odentlichkeit und Beamtenmentalität zu leicht im Klein-Klein der Details und damit dann der haarspalterischen Kleinkriege?
Oder habe ich diese Art von Organisation in Deutschland noch schlicht übersehen?

Liebe Grüße
nicole
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Re: Fakten zur Personenstandsänderung

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Jun 2014, 12:57

Moin,
Was mich etwas wundert ist, dass das alles internationale Organisationen sind.
Warum gibt es soetwas nicht in und für Deutschland?
Es handelt sich um einen "europäischen Dachverband", in dem viele Gruppen aktiv sind, ua.:


Germany

dgti e.V. - dgti.org
HXM Hanse-X-Men - hansexmen.de
TGNB - www.tgnb.de
TransInterQueer e.V. - transinterqueer.org

Übrigens gibt es "Vereinsmeierei" und Zersplitterung auch in anderen Ländern. Auch in Dänemark kann man "im falschen Verein" sein.

Gruß
Anne-Mette

nicole.f
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Re: Fakten zur Personenstandsänderung

Post 5 im Thema

Beitrag von nicole.f » Fr 13. Jun 2014, 15:58

Richtig - eben.
Mir fehlt eine Organisation, wie ein solcher Dachverband, in Deuschland für Deutschland, wo dann auch Vereine wie eben DGTI u.A. mit dabei wären, um gemeinsam mit den anderen aktiv zu sein.

Das Problem ist doch, das Einzelgruppen, wie eben DGTI. HXM, ATME, TGNB und wie sie alle heißen jeweils für sich genommen viel zu klein und unrepräsentativ sind, um in der Politik etwas zu bewirken. Diese Gruppen dazu zu bewegen, sich zugunsten einer großen Gruppe aufzulösen, ist natürlich völlig abwegig - und auch nicht wünschenswert.

Gäbe es also etwas, was diese ganzen Gruppen so gut es geht einbezieht und daraus ein einheitlicheres Meinungsbild und Forderungen formuliert, sowie im Namen dieser Gruppen (natürlich nur im Rahmen eines Mandats) auftreten kann, hätte dies dramatisch mehr Gewicht und damit auch viel mehr Chancen auf Erfolg. Zudem, es machen andere Verbände wie z.B. LSVD vor, gäbe es darüber Möglichkeiten, staatliche Förderungen zu bekommen, die dann von dem Dachverband an die Mitglieder verteilt werden. Genau so finanzieren sich viele der Zentren und Gruppen der Lesben- und Schwulen und können damit wieder Aktionen machen, die ihre individuellen oder gemeinsame Belange vorwärts bringen. Solche Verbände sind auch für die Politik im Rückkanal wichtig. Sollte heute ein Politiker oder Ministerium selbst Handlungsbedarf im Trans* Bereich erkennen, wen könnten sie ansprechen? Wer wäre wohl repräsentativ, um nicht gleich 20 oder mehr ansprechen zu müssen? Politiker haben keine Zeit. Sie können bei solchen Fragen nicht selbst ein Meinungsbild von vielen einholen, sondern verlassen sich auf Aggregatoren wie eben Verbände.

Ich sähe einen solche nationalen Verband wirklich nur als Dach, als Hilfsmittel für seine Mitglieder und als Träger. Er sollte keine eigenen Agenda oder eigene Ziele haben, sondern nur eine Schnittmenge der Mitglieder vertreten, deren Vernetzung und Austausch fördern und als formaler Träger bspw. für staatliche Förderungen dienen.


Und noch zum Problem der Zersplittering... als solche finde ich das gar nocht sooo schlimm, ja eher sogar gut. Es ist gut, wenn sich um ein bestimmtes Interesse Gruppen bilden und sich dort die Mitglieder gegenseitig helfen können. Unterschiedliche Gruppen zu haben ist auch gut - Pluralität fördert einfach alles, auch Kreativität und gibt vor allem immer wieder neue Denkanstöße. Unschön wird es, wenn sich Gruppen untereinander anfangen zu bekämpfen und man wirklich hören muss, die eine oder andere Gruppe sei "falsch" - Du meine Güte! Es gehört zu einer Demokratie einfach dazu, dass es unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt. Diese müssen dann miteinander auskommen. Man muss sich ja nicht umarmen, aber zumindest friedlich tolerieren und sich auch zuhören.

Der politische Meinungsbildungsprozess läuft ein bisschen anders. Dort muss man irgendwann einmal Kompromisse schließen und versuchen, die unterschiedlichen Partikularinteressen zu bündeln, denn in einer Demokratie zählen Mehrheiten. Nur mit Mehrheiten kann man etwas in einer Demokratie verändern. Also muss man soviele Menschen wie möglich erreichen. Das gelingt ganz sicher nicht, indem sich jede Gruppe mit Ihren Maximalforderungen zu positionieren versucht. Das ist dann nicht mehrheitsfähig und damit für politische Ziele nicht verwendbar. Möchten wir aber bspw. auch ein liberaleres Personenstandsrecht in Deutschland herbeiführen, dann ist das nur und ausschließlich über den politischen Weg möglich.

Liebe Grüße
nicole
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Re: Fakten zur Personenstandsänderung

Post 6 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Jun 2014, 16:16

Moin,

sicherlich wird man um eine europäische Lösung nicht herumkommen.

leider sind solche Dachorganisationen wie TGEU relativ unflexibel und schwerfällig -
und leider - auf eine gewisse Art unaktuell.

Bei Dänemark wird als Landesorganisation "Transdanmark" genannt.
Der Link führt ins Leere. Ich meine, die haben sich schon vor ein ... zwei Jahren aufgelöst und/oder umfirmiert/unter einem anderen Namen neu gegründet.
Jedenfalls habe ich damals meine Kontakte dorthin aufgegeben. Allerdings ist es großer Mist, wenn ich die TGEU-Seite aufrufe und dann bei "Dänemark" ins Abseits gerate. Es könnte ja sein, dass in diesen Tagen öfter mal jemand Kontakt zu den dänischen Trans*-Leuten aufnehmen will...

Schwer ist es, Bindeglieder vom "Tagesgeschäft" zu politischen Entscheidungsträgern herzustellen.
Nicht jeder kann und mag in jedem Gremium sitzen (wäre auch nicht möglich).
Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass aus dgti, TransInterQueer e.V und anderen - vielleicht Vertreter in einen "Dachverband Deutschland" entsendet werden, der wiederum uns vertritt.
Aber ob es dazu kommen wird?
Annette Güldenring sprach auf der Veranstaltung in Heide von einem Dachverband o.ä.
Leider konnte ich nicht feststellen, wie der gegründet werden soll und aus welchen Personen sich der zusammensetzen wird.
Es wäre natürlich wünschenswert, diejenigen mit ins Boot zu holen, die schon Erfahrung in der politischen Gremienarbeit haben.
Sonst dauert es wieder ewig, bis die sich eingearbeitet haben.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Fakten zur Personenstandsänderung

Post 7 im Thema

Beitrag von nicole.f » Fr 13. Jun 2014, 17:09

Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

sicherlich wird man um eine europäische Lösung nicht herumkommen.

leider sind solche Dachorganisationen wie TGEU relativ unflexibel und schwerfällig -
und leider - auf eine gewisse Art unaktuell.
Tja, das liegt so ein bisschen an der Natur der Sache. Bis man das alles mal unter einen Hut gebracht hat, ist die heiße Phase des Themas durch.
Aber es lohnt sich trotzdem!
Anne-Mette hat geschrieben: Bei Dänemark wird als Landesorganisation "Transdanmark" genannt.
Der Link führt ins Leere. Ich meine, die haben sich schon vor ein ... zwei Jahren aufgelöst und/oder umfirmiert/unter einem anderen Namen neu gegründet.
Jedenfalls habe ich damals meine Kontakte dorthin aufgegeben. Allerdings ist es großer Mist, wenn ich die TGEU-Seite aufrufe und dann bei "Dänemark" ins Abseits gerate. Es könnte ja sein, dass in diesen Tagen öfter mal jemand Kontakt zu den dänischen Trans*-Leuten aufnehmen will...

Schwer ist es, Bindeglieder vom "Tagesgeschäft" zu politischen Entscheidungsträgern herzustellen.
Nicht jeder kann und mag in jedem Gremium sitzen (wäre auch nicht möglich).
Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass aus dgti, TransInterQueer e.V und anderen - vielleicht Vertreter in einen "Dachverband Deutschland" entsendet werden, der wiederum uns vertritt.
Aber ob es dazu kommen wird?
Sicher ist nur eines: Wenn man es nicht versucht, werden wir es nie herausfinden. Denn "es passiert nichts Gutes, außer man tut es." :)
Anne-Mette hat geschrieben: Annette Güldenring sprach auf der Veranstaltung in Heide von einem Dachverband o.ä.
Leider konnte ich nicht feststellen, wie der gegründet werden soll und aus welchen Personen sich der zusammensetzen wird.
Es wäre natürlich wünschenswert, diejenigen mit ins Boot zu holen, die schon Erfahrung in der politischen Gremienarbeit haben.
Sonst dauert es wieder ewig, bis die sich eingearbeitet haben.

Gruß
Anne-Mette
Vielen Dank für den Hinweis zur Dr. Güldenring!

Ich habe mit ihr mal Kontakt aufgenommen und nachgefragt - auch ob man das unterstützen könne.
Mal sehen - wäre großartig!

Liebe Grüße
nicole
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Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
dgti: http://www.dgti.org/beratungsstellen.html#nrw

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