GAOP: Risiken und Nebenwirkungen
GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Informationen, Termine und Artikel zu Transsexualität und Transidentität
Forum-Diskussionen transsexueller Menschen; Peerberatung
Unterstützung der Forderung: Verzicht auf die Zwangsgutachten!
Antworten
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 13193
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: InterS
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Membersuche/Plz: 24977
Hat sich bedankt: 640 Mal
Danksagung erhalten: 4534 Mal
Gender:

GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 6. Aug 2012, 17:03

Ich habe heute mir einer Betroffenen gesprochen. Nach mehreren Wochen im Krankenhaus und vielen Komplikationen ist sie noch weit davon entfernt, uns sagen zu können "ich habe es geschafft und fühle mich wohl!"
Im Moment überwiegen noch die Schmerzen und das Gefühl: "so schlimm hätte ich es mir nicht gedacht".

Während unseres Gesprächs kamen wir darauf, dass in vielen Fernsehsendungen nicht ausreichend auf Probleme und Risiken eingegangen wird. Natürlich macht man seinen Weg und insbesondere eine GAOP nicht von Fernsehsendungen abhängig; aber wir hatten beide den Eindruck, dass in vielen Beiträgen so eine OP verharmlost oder sogar verherrlicht wird. Oftmals werden Menschen gezeigt, die rundum zufrieden sind, schmerzfrei, sogar eine neue Partnerschaft geschlossen haben.
Die Realität sieht manchmal anders aus.

Gruß
CPG

Caira

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 2 im Thema

Beitrag von Caira » Mo 6. Aug 2012, 19:29

Ich frage mich immer, ob sich das wirklich lohnt.
Vielleicht kannst Du ja noch etwas mehr berichten.

tvpetra60
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 346
Registriert: Fr 11. Jun 2010, 21:21
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 3 im Thema

Beitrag von tvpetra60 » Mo 6. Aug 2012, 20:07

Natürlich bin ich auch der Meinung, das mehr auf Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen werden muß... aber mal ganz ehrlich: wer wirklich diesen Weg einschlagen will, der wird ihn auch gehen... trotz der Gefahren!

Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 13193
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: InterS
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Membersuche/Plz: 24977
Hat sich bedankt: 640 Mal
Danksagung erhalten: 4534 Mal
Gender:

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 6. Aug 2012, 20:58

Moin,
ich weiß nicht ob ich sie hier einstellen soll.
Nein, danke; wer die Links unbedingt braucht, kann sie ja sicherlich bei Dir abfordern,

Gruß
Claus-Peter

Salmacis
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1085
Registriert: Di 3. Mär 2009, 18:59
Pronomen:
Membersuche/Plz: Berlin
Hat sich bedankt: 34 Mal
Danksagung erhalten: 79 Mal
Gender:

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 5 im Thema

Beitrag von Salmacis » Mo 6. Aug 2012, 21:23

Ich habe damals die Post-OP bilder von Isis King gesehen, einem TS-Modell. Sie konnte tagelang nicht laufen vor Schmerz, selbst sitzen war die Hölle.
Ich werde hier mal einen Arzt zitieren und es rein biologisch, nciht psychologisch beleuchten.
Defacto nehmen wir ein völlig intaktes Geschlechtorgan und verstümmeln es. Wir schaffen künstliche eine große Wunde und greifen somit enorm in den Körper ein. Dass dieser darauf mit extremen Schmerzen reagiert ist mehr als nur verständlich.
Ich weiß leider nicht mehr bei welcher der Dokus das kam, aber ich glaube das fiel beim VOX-Themenabend.
"Verzweiflung ist keine Todessehnsucht, sondern die Sehnsucht, nicht mehr leben zu müssen." (Erhard Blanck)

Mona Schwindt
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 2515
Registriert: Di 26. Jul 2011, 19:40
Geschlecht: Biomann,Teilzeitfrau
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 432 Mal
Danksagung erhalten: 500 Mal

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 6 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » So 12. Aug 2012, 21:18

cpg hat geschrieben:Ich habe heute mir einer Betroffenen gesprochen. Nach mehreren Wochen im Krankenhaus und vielen Komplikationen ist sie noch weit davon entfernt, uns sagen zu können "ich habe es geschafft und fühle mich wohl!"
Hallo Claus-Peter,
ich hoffe der Betroffenen geht es mitlerweile besser.
Habe öfter an deine obige Aussage gedacht, könnte ja jemand sein den du/wir aus dem Forum kennen. Wenn ja und du mal telefonieren solltest, richte unbekannterweise/bekannterweise, wie auch immer Genesungswünsche und Grüße aus.

Mona
(flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

Natascha

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 7 im Thema

Beitrag von Natascha » Mo 13. Aug 2012, 00:37

cpg hat geschrieben:Ich habe heute mir einer Betroffenen gesprochen. Nach mehreren Wochen im Krankenhaus und vielen Komplikationen ist sie noch weit davon entfernt, uns sagen zu können "ich habe es geschafft und fühle mich wohl!"
Im Moment überwiegen noch die Schmerzen und das Gefühl: "so schlimm hätte ich es mir nicht gedacht".

Während unseres Gesprächs kamen wir darauf, dass in vielen Fernsehsendungen nicht ausreichend auf Probleme und Risiken eingegangen wird. Natürlich macht man seinen Weg und insbesondere eine GAOP nicht von Fernsehsendungen abhängig; aber wir hatten beide den Eindruck, dass in vielen Beiträgen so eine OP verharmlost oder sogar verherrlicht wird. Oftmals werden Menschen gezeigt, die rundum zufrieden sind, schmerzfrei, sogar eine neue Partnerschaft geschlossen haben.
Die Realität sieht manchmal anders aus.

Gruß
CPG
Genau DAS ist der Grund, warum ich eine solche OP für mich noch nicht anstrebe. Sicher, für die die mit ihrem Körper absolut nicht leben können und wollen so wie er ist mag es keinen anderen Weg gehen, aber ich will auch noch sexuell etwas empfinden können, wenn ich einen Partner habe. Und das ist was man hört und liest nicht immer oder nur bedingt mehr möglich nach so einer Operation. - Und wenn die Medizin mal soweit kommen sollte dass das ganze sinnvoll möglich wird zu meinen Lebzeiten bin ich die erste, die den Herren und Frauen Doktoren auf den OP-Tisch hüpft. Aber bis dahin leb' ich halt mit dem was ich habe. Spaß und Sex miteinander kann man auch so haben, wenn man sich wirklich liebt. ;)


Beste Genesungswünsche an die Betroffene,

Tasha


P.S.
Ich hoffe dass das noch wird mit Deiner Bekannten, CPG. - Kann ja auch evtl. nur eine Frage der Zeit sein. Es ist ja nicht gerade ein kleiner Eingriff. Hoffentlich löst sich ja doch noch Alles in Wohlgefallen auf für sie.

Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 13193
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: InterS
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Membersuche/Plz: 24977
Hat sich bedankt: 640 Mal
Danksagung erhalten: 4534 Mal
Gender:

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 14. Aug 2012, 22:56

Moin,
Kann ja auch evtl. nur eine Frage der Zeit sein. Es ist ja nicht gerade ein kleiner Eingriff. Hoffentlich löst sich ja doch noch Alles in Wohlgefallen auf für sie.
Das wird die Zukunft zeigen. So langsam geht es wohl etwas besser.
Wohlgefallen wird wohl erst später kommen; bis dahin wird es noch einige K(r)ämpfe geben.

Gruß
Claus-Peter

Saskia.shewulf
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 851
Registriert: Di 19. Feb 2013, 06:32
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 167 Mal
Danksagung erhalten: 39 Mal

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 9 im Thema

Beitrag von Saskia.shewulf » Di 11. Feb 2014, 12:56

Hallo,

Ich hatte das große Glück meine Freundin etwa 3 Monate vor ihrer Gaop kennelernen zu dürfen.
Sie hatte keine Angst vor der Op im gegenteil als sie den Termin zur OP bekam,glücklichere
Augen hab ich nicht oft gesehen.
Sie hatte alles gut überstanden,ich besuchte sie am Tag 4 nach der OP und sie durfte und konnte da schon
ganz gut im Zimmer und auf den Balkon laufen und sitzen,und das in einer Klinik wo es angeblich 5 Tage
Bettruhe gibt nach der Op.
Das ist auch nochmal ein Beispiel wie es auch laufen kann.Das ist eben bei jeder anders Einzelfallabhängig,
so wie fast alles auf dem Weg auch.
@ Manuela ich fnde es ist schon ein großes Glück das unsere Kassen das ganze auch mit Therapie und allem was
dazu gehört bezahlen,denn nicht jede Betroffene kann sich das leisten aber der Leidensdruck ist ja gleich
ob arm oder reich.
Früher haben sich die Transmenschen dafür Prostitituiert noch in den 60-70 Jahren musstest du ins Ausland
und keiner hat dich unterstützt.
Jetzt gibt es Selbsthilfegruppen,Treffs Stammtische und Das Internet also bitte nicht nur klagen.

Es gibt sicher 3- 4 Kliniken wovon ich sicher weis das die sehr gut sind diese OP Durchzuführen.

Sicher können wir noch einiges verbessern aber es wird auch oft auf hohem Niveu geklagt.

Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen

ddaniela
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 311
Registriert: Fr 30. Dez 2011, 21:19
Geschlecht: Frau
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 40 Mal
Gender:

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 10 im Thema

Beitrag von ddaniela » Di 11. Feb 2014, 13:48

Hallo,

Ich möchte nur kurz etwas über diesen Satz sagen.
Defacto nehmen wir ein völlig intaktes Geschlechtorgan und verstümmeln es. Wir schaffen künstliche eine große Wunde und greifen somit enorm in den Körper ein. Dass dieser darauf mit extremen Schmerzen reagiert ist mehr als nur verständlich.
"Defacto nehmen wir ein völlig intaktes Geschlechtsorgan..." jaja. Diese Worte kommen natürlich aus dem Munde eines Mannes der es u.U. nicht nachvollziehen kann was in einem TS vorgeht. Ich meine ein paar Wochen Schmerzen, was ist das schon im Vergleich zu dem "Leiden" was man schon ein ganzes Leben lang hat. Das ist ein viel größerer Schmerz. Wenn du jeden Tag von früh morgens immer nur ein Gedanke hast, wie werde ich jemals dieses lästige Teil los und
vor allem die Frage, werde ich jemals auch körperlich einmal eine Frau sein(?). Aufklärung finde ich gut, aber genau diese Wortwahl des Arztes, das ist nur Angst macherei oder ein schlechtes Gewissen einreden. Sodas der/die Betroffen
sich wieder unsicher wird. Aus Sicht eines Mannes der auch Mann bleiben will ist das natürlich eine Verstümmelung, aber hab ihr schon einmal eine Frau gefragt ob sie sich jemals vorstellen könnte da unten etwas rumhängen zu haben? Ich weis die Antwort. Bemerkenswert finde ich auch die Worte, "Wunde", "intaktes(Geschlechtsorgan)". Das ist richtig feinfühlig..;)

Ich spreche jetzt für mich: und ob sich das lohnt, das Risiko auf sich zu nehmen - weil schlecht geht's mir ja jetzt auch schon.

LG
Daniela.

Bianca D.
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 2900
Registriert: Fr 1. Mai 2009, 18:02
Geschlecht: weibl.
Pronomen:
Wohnort (Name): Schacht Audorf/ Düsseldorf
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 605 Mal
Danksagung erhalten: 154 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: GAOP: Risiken und Nebenwirkungen

Post 11 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Di 11. Feb 2014, 14:32

Moin,

ich füge an die Überschrift hier mal den bekannten Satz an: ...."fragen sie ihren Arzt oder Apotheker."
Hier geht es natürlich in erster Linie um den Arzt,aber was gemeint ist ist wohl klar: Informationsbeschaffung bei den verschiedenen Anbietern dieser OP,deren Methoden,die Erfolgsaussichten usw. Das I-Net gibt da reichlich Infomaterial,ein Vorstellungsgespräch bei den Ärzten der Wahl muß sein und Erfahrungsaustausch mt anderen Betroffenen ist das A&O! Wer diese Punkte beachtet,wird sicher das Risiko abwägen können und die richtige Entscheidung treffen. Aus meiner Erfahrung ist die Münchner Rotkreuzklinik sicher die erste Wahl in Deutschland,wenn es um ein optimales Ergebnis geht.Leider kann sich das nur nicht jeder leisten,1800€ Zuzahlung aus eigener Tasche ist kein Pappenstiel.Aber das bin ich mir wert!Weil,ich hab nur einen Versuch und einmal verpfuscht,kann man nur noch Schadensbegrenzung betreiben.
LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

Antworten

Zurück zu „Transsexuelle Menschen: Transsexualität - Transidentität“