taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"
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Anne-Mette
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taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

hier ist der Artikel nachzulesen: https://taz.de/Trans-Rechte-und-Gesetzentwurf/!5750869/

Gruß
Anne-Mette
Cybill
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 2 im Thema

Beitrag von Cybill »

Cui bono? - Wem nützt der Bohei um den Entwurf?

Den Rechten und den Konservativen. Die haben sehr schnell kapiert, dass man den ganzen Trans-Hühnerstall mit derartigen Aktionen so in Aufregung versetzen kann, dass dann keine Politik mehr stattfindet.

Ich denke, wir sollten mal Anfangen in der Realität zu leben: zu TSG, Personenstandsrecht und Familienrecht wird es in dieser Legislaturperiode keine Entscheidung mehr geben. Lest mal bitte die Entwürfe durch. Das ist alles Murks und vor allem auch nicht bestandsfähig. Ich habe zwar nur den "kleinen" Juraschein und die polizeiliche Ausbildung, aber selbst ich als interessierrte Laiin erkenne, dass da mehr Erregungsmomente stehen, als unangreifbar umsetzbare Rechtsvorschriften.

Da wird uns eine Möhre vor die Schnauze gehalten, die uns an die Wahlurne führen soll.

Dafür sind wir nämlich gut genug: als Stimmvieh.

Wenn wir was ändern wollen, dann müssen wir das selbst machen und uns nicht auf die "Politiker" verlassen.

Also rein in die Parteien und fordert eure Beteiligung ein.

Schönes Wochenende

Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Ulrike-Marisa
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...ich habe Schwierigkeiten, die Elaubnisse für die vielen Marktzwecke beim lesen des TAZ Artikelsls abzuwählen. Es ist nicht benutzerfreundlich oder ich bin zu alt dafür oder zu doof. Diese Unsitte greift immer mehr um sich, überall ständig etwas auswählen oder zulasen oder abwählen zu müssen. Auch das wird zu einer zunehmenden Verdosenheit der Nutzer/innen führen.
Ich habe deshalb den artikel nicht gelesen, obwohl mich das Thema an sich interesiert.

Gruß, Ulrike-Marisa :wink:
Ralf-Marlene
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 4 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: Fr 5. Mär 2021, 08:50 Moin,

...ich habe Schwierigkeiten, die Elaubnisse für die vielen Marktzwecke beim lesen des TAZ Artikelsls abzuwählen. Es ist nicht benutzerfreundlich oder ich bin zu alt dafür oder zu doof. Diese Unsitte greift immer mehr um sich, überall ständig etwas auswählen oder zulasen oder abwählen zu müssen. Auch das wird zu einer zunehmenden Verdosenheit der Nutzer/innen führen.
Ich habe deshalb den artikel nicht gelesen, obwohl mich das Thema an sich interesiert.

Gruß, Ulrike-Marisa :wink:
Moin, liebe Ulrike-Marisa,
hier muss ich mal eine Lanze für die TAZ und diesen Artikel brechen. Die TAZ fragt nach einer freiwilligen Bezahlung und lässt Dich mit einem einfachen Klick wählen, welche Cookies Du erlaubst. Diese Schritte muss ich jedesmal gehen, wenn ich eine Quelle teilen möchte, da ich alle Cookies nach beenden der Sitzung immer löschen lasse. Dies sind also, je nach Auswahl, zwei oder drei Klicks.

Ich finde dies eine kleine Mühe für Qualitätsjournalismus, den jede*r auch ohne Bezahlung nutzen kann. Natürlich entfällt die Mühe, wenn Du ein Abonement abschließt...

Liebe Grüße in den Norden

Marlene
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Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

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Jasmine
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 5 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Zitat aus dem Artikel:
Dass rechtskonservative Kreise den Entwurf bekommen haben, Betroffenenverbände aber immer wieder mit der Floskel abgespeist würden, die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung sei noch nicht abgeschlossen, sei mehr als ärgerlich.
Wenn ich jetzt nochmal an den Referentenentwurf vom letzten Jahr denke, bekomme ich Bauchschmerzen. Ich habe das Gefühl, das die Politik gar nichts ändern will. Das ist traurig.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 6 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo Marlene,

mit der TAZ hast du ja recht, aber diese ständige Wahl nervt mich halt. Mittlerweile hat es auch bei mir der Auswahl geklappt - unser Netz ist ständig überlastet und da geht nichtcimmer alles und mit wlan schon gar nicht mit meinem kleinen Tablett-PC in der Küche...

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
Ralf-Marlene
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 7 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: Sa 6. Mär 2021, 14:44 Hallo Marlene,

mit der TAZ hast du ja recht, aber diese ständige Wahl nervt mich halt. Mittlerweile hat es auch bei mir der Auswahl geklappt - unser Netz ist ständig überlastet und da geht nichtcimmer alles und mit wlan schon gar nicht mit meinem kleinen Tablett-PC in der Küche...

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
Oh ja, ich erinnere mich... bis 2013 zwischen Rheinland und Westerwald... Deutschland, das Hochtechnologieland... aber der Markt regelt das alles... in 200 Jahren...
Alles Liebe wünscht Dir

Marlene
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 8 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...obs der Markt regelt, das wird sich zeigen; zumindest bei der Beschaffung von Schutzmasken hat es wieder nicht so recht geklappt, da ist doch wieder was in private Taschen von Bundestagsabgeordneten gewandert...
Zumindest haben wir die Aussicht, dass vielleicht dieses Jahr noch schnelles Internet bei uns im Dorf Wirklichkeit wird. Der Fiber to the Home Anschluss liegt schon bei uns im Keller. Das Glasfasernetz der gesamten Schleiregion ist nahezu fertig gestellt. Die Resrarbeiten können immer noch Überraschungen bringen speziell beim messen der Leitungsstrecken; wenn da gepfuscht wurde, dann muss z.T. das neue Kabel gleich gezogen und neu eingeblasen werden und Schutzrohre ausgegraben werden - und das kann eben dauern...

Aber das gehört eigentlich gar nicht hier zum Thema.
Es ist ja auch nicht das erste mal, dass Entwürfe von brisanten Thermen vorher gezielt durchgestochen wurden, wie das so schön heißt, um sie zu torpedieren bzw. danach undurchführbar zu machen. Das ist gezielte Taktik, der sich in der Politik eben bedient wird, wenn Argumente fehlen oder Interessenlagen Entscheidungen verhindern sollen genauso wie die endlose Prüfung von Sachverhalten und Entwürfen in den Ministerien mit dem Ziel, sie nie Wirklichkeit werden zu lassen. Transrechte gehört da meiner Meinung auch dazu. Es gibt eben gewichtige Kreise in den Parteien, die regieren, die das einfach nicht wollen...

Grüße, Ulrike-Marisa
Vicky_Rose
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 9 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

Cybill hat geschrieben: Fr 5. Mär 2021, 08:40 Den Rechten und den Konservativen. Die haben sehr schnell kapiert, dass man den ganzen Trans-Hühnerstall mit derartigen Aktionen so in Aufregung versetzen kann, dass dann keine Politik mehr stattfindet.
Danke Cybill, diese Aufregungen sind in so vielen Fällen künstlich hochstilisiert. Aber neu ist das nicht. Das hat schon vor vielen Jahren Ephrahim Kishon wunderbar auf dem Punkt gebracht. Ich empfehle seinen "Fuchs im Hühnerstall" als eine höchst zutreffende Satire. Und lustig finde ich es auch ... wenn es nicht so traurig wäre ...
Viele Grüße
Vicky

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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 10 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen zusammen,

ein Teil des Trans-Hühnerstalls treibt z.Z. reichlich Aufwand. Und zwar tatsächlich um zu verhindern, dass (eine bestimmte Form von) Politik stattfindet. Es wäre m.E. ziemlich falsch, dass mit Aufgeregtheit zu verwechseln.

Die dahinterliegende, sachlich und in Ruhe zu beurteilende Situation ist, dass das BMI und/oder die CDU/CSU-BTF nach jahrelanger Untätigkeit plötzlich mit einem Gesetzentwurf aktiv werden, der fast alle alten Zöpfe für viele weitere Jahre zementieren würde. Weiterhin ist nicht sicher, wie das BMJV bzw. die SPD-BTF sich dazu verhalten; diejenigen also, die verhindern könnten, dass das Ziel des durchsichtigen Manövers erreicht wird.

Btw: Die Gespräche über Schnittmengen und Knackpunkte künftiger Koalitionen laufen schon Monate vor der nächsten BT-Wahl :wink: .

Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 11 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

Marielle hat geschrieben: Mo 8. Mär 2021, 09:11 Es wäre m.E. ziemlich falsch, dass mit Aufgeregtheit zu verwechseln.
Moin,

dem stimme ich zu. Aber um in Cybills Worten zu bleiben, wem nützt es, kopflos auf irgendwelche Provokationen zu reagieren ? Damit meine ich nicht, dass man nicht reagiert, aber wie man reagiert, kann man sich schon überlegen. Eine kluge Anmerkung geht in der Kakophonie tausender Empörungen einfach nur unter. Es geht um eine adäquate Reaktion. Das ist für mich kein "Transhühnerstall". Wenn von Rechten ein Gesetzesvorhaben vorzeitig publiziert wird, ist eine kopflose Reaktion bereits eingeplant und gewollt. Das hebt die Bedeutung des ganzen Vorgangs und damit scheinbar auch der Initiatoren. Das funktioniert leider immer wieder.

Nochmals es geht nicht darum, die Arbeit an unseren Themen zu verunglimpfen. Sie ist wichtig und wertvoll. Fühltest Dich Du, Marielle, angegriffen ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: taz: "Trans*-Rechte und Gesetzentwurf: Von Rechten geleakt"

Post 12 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo Vicky, Guten Abend zusammen,
Fühltest Dich Du, Marielle, angegriffen ?
Nein, wie käme ich dazu?


Es gab hier eingangs eine m.E. unzutreffende Analyse, die zu einer entsprechenden Bewertung der Situation führte. Daher wollte ich ein paar Infos darüber einbringen, worum es im Kern der Sache geht, die dem verlinkten taz-Artikel zugrundeliegt.

Der Zweck der plötzlichen ministeriell-konservativen Initiative besteht im Wesentlichen darin, einen kontroversen Punkt aus kommenden Koalitionsgesprächen einer leicht denkbaren Parteienkonstellation herauszuhalten und ggfs. weitergehende Verbesserungen auf Jahre zu blockieren. Es gilt also zu verhindern, dass ein unsäglich schlechter Entwurf aus dem BMI in einem Schnellverfahren zu einem Gesetz wird; dies nicht kopflos, sondern zielgerichtet.

Hab es gut

Marielle
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