Neue Zürcher Zeitung: Immer mehr Mädchen wollen Jungen sein
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Anne-Mette
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Neue Zürcher Zeitung: Immer mehr Mädchen wollen Jungen sein

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

wieder ein Artikel zum "Tansgender-Trend".

https://www.nzz.ch/meinung/transgender- ... ld.1585147

Die genannten Zahlen "Zunahme von Diagnosen um 1500 Prozent" ist nicht nachprüfbar.
Insagesamt zwar ein "Trend-Artikel", aber nicht gut gemacht (finde ich)

Gruß
Anne-Mette
MichiWell
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Re: Neue Zürcher Zeitung: Immer mehr Mädchen wollen Jungen sein

Post 2 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 5. Nov 2020, 15:28 Insagesamt zwar ein "Trend-Artikel", aber nicht gut gemacht (finde ich)
Hallo Anne-Mette,

das ist ganz eindeutig ein Meinungsartikel. Das kann man bereits aus der URL herauslesen, und ich finde, da musst du kein Blatt vor den Mund nehmen, und mit deiner Meinung hinter dem Busch halten.

Ich getraue mich zu sagen, dass dieser Artikel wieder einrr von der Sorte ist, die auf sehr geschickte und perfide Art und Weise gegen Trans* Stimmung macht.

In der Eröffnung wird noch freundlich gesäuselt und eine positive Einstellung geheuchelt. Doch schon die nächste Zwischenüberschrift mit beeindruckender Zahl zeigt an, in welche Richtung sich dad Blatt sogleich wendet. Die Dramatik nimmt ab da immer mehr zu, und man der Verfasserin durchaus attestieren, dass sie den Plot bestens geplant hat, um Menschen einzufangen, die bisher nichts mit dem Thema zu tun hatten, und direkt auf die "richtige Seite" .. also die dTrener Verfasserin .. eingeschworen werden sollen. Es wird von "Botschaften" geschrieben (die als falsch insistiert werden), von Trend, und beisteil ansteigenden Zahlen müsse (zwangsläufig) soziale Ansteckung die Ursache sein.

Es wird von über 100 Kindern und Jugendlichen pro Jahr im Katon Zürich geschrieben, die betreut werden. Das werden aber eher nicht so viele neue Fälle sein, wie man als unbeteiligte Person auf Grund der Dramatik im Artikel leicht annehmen könnte. Denn die Betroffenen werden ja im Normalfall über mehrere Jahre betreut. Zudem ist die Zshl bei1,5 Millionen Einwohnern im Kanton Zürich eher noch gering.

Es wird suggeriert, dass man ohne jegliche psychotherapeutische Betreuung bei den Kindern und Jugendlichen mit Hormonen um sich werfen würde, grad so wie die Jecken im Kölner Karneval mit ihre Kamelle'. Es wird so getan, als seien die Betroffenen nur suf Grund ihrer Pubertät verwirrt, wüssten gar nicht, auf was sie sich da einlassen, und würden es später immer öfter bereuen. Den Ärzten eird unterstellt, dass sie sich nur dem Zeitgeist beugen würden, von lautstarken Trans-Aktivitäten, die ihre moralisch aufgeladen, politischen Minderheits-Forderungen einer Mehrheit aufzwingen wollen würden. Und es ist wieder von angeblichen Trittbrettfahren und einem Modephänomen die Rede, von dem sich inzwischen sogar die "Szene" abgrenzen würde.

Es ist die Rede davon, dass Transsexualismus zu einer akzeptierten Norm werden solle. Selbiges schrieb man noch bis vor wenigen Jahren, wenn man Homosexualität als Bedrohung für die Gesellschaft dämonisieren wollte.

Es ist auch von "Schiksal" die Rede, was der Kommentar von Christian Buetker aufgreift, und in religiös-dogmatischer Weise dahin lenkt, dass niemand mehr sein Schicksal annehmen wolle. Was wohl vergleichbar mit der Einstellung in gewissen Kirchenkreisen ist, dass man ja nichts gegen Homosexualität habe, so lange die Betroffenen diese nicht ausleben würden.

Zur Erlösung des Lesers wird am Ende fröhlich beschwingt berichtet, dass sich das verwirrte Kind aus der anfänglichen, fiktiven Erzählung endlich .. ganz plötzlich .. normal verhält, wie man es von ihm schon immer erwartet hat.

Und als wenn nicht sein kann, was in der Vorstellung der Verfasserin nicht sein darf, endet der Artikel mit: "Als wäre es nie anders gewesen."


So .. ich gehe jetzt erstmal kotzen ...
Brauchst Du Hilfe und hast niemanden zum quatschen? Dann schick mir ´ne PN!
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