Wie soll ich damit umgehen?
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Scharap
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Wie soll ich damit umgehen?

Post 1 im Thema

Beitrag von Scharap »

Hallo ihr Lieben.

Seit einigen Tagen verspüre ich den Wunsch weiblicher zu sein (im Moment wieder etwas stärker). Heisst ich wünsche mir Brüste und alles zu haben, wobei ich (bisher) eigentlich immer mit mir (als Mann) zufrieden war. Und das nicht zum ersten Mal. Ich bin teilweise hin und her gerissen.

Ich weiss nur nicht, ob ich das auch wirklich will. Da ich nicht möchte, dass ich es später noch bereue. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass ich nicht recht weiss was ich eigentlich will.

Wisst ihr wie man damit am besten umgehen kann?

Würde mich echt über eure (Erfahrungs-) Berichte freuen.


Scharap
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SylviaM
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 2 im Thema

Beitrag von SylviaM »

Uh, null eigene Erfahrung.

Jedoch würde ich es Mal ausprobieren als Frau zu leben, im kleinen, privat und dann im Beruf bevor ich irgendwelche körperlichen Änderungen vornehmen lassen würde. Ich glaube du stellst dann selbst fest wo du hingehen möchtest und ob du dann zufriedener wärst. Der Wunsch sich dann noch Körperlich zu verändern, wird dann sicherlich auch klarer

Wie sieht es denn familiär und im privaten Umfeld aus. Wie viel würdest du dabei riskieren?
Momo58
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 3 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Oh das kenne ich gut. Es waren viele Jahre Hin und Her die ich erlebte. Mal Frauenkleider gekauft, dann wieder weg geworfen. Mal habe ich versucht männlich zu sein, was aber immer zum Scheitern verurteilt war. Immer mehr fühlte ich mich als Frau. Ich wollte so identisch wie es mir möglich war, eine Frau sein. Jedes Mal wenn ich wieder Mann sein wollte, war das mit erheblicher Aggression verbunden. Ich habe es einfach zugelassen, dass ich immer mehr weibliche Phasen habe. Nach einigen Jahren war ich an einem Punkt, an dem eindeutig eine Transidentität festgestellt wurde. Soziologisch gehöre ich zu den transidenten Frauen, die sehr spät bemerkt haben, dass sie transident sind. Von nun an trug ich nur noch weibliche Bekleidung. Am Anfang gab es böse und irritierte Blicke, weil ich aussah wie ein Mann in Frauenkleidern und das war in diesem Moment auch so. Mit der Zeit wurde mein Pasing besser und durch die Hormontherapie ist mir ein Busen gewachsen, der sich sehen lassen kann. Seit Mai 2020 bin ich auch rechtlich eine Frau. Eines aber wird bleiben. Meine Probleme, die ich als Mann hatte, habe ich heute als Frau. Das ändert sich nicht, denn das ist wie mit den Augen, blaue Augen bleiben blau. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich als Frau sehr schnell gelernt habe, selbstbewusst aufzutreten.

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 4 im Thema

Beitrag von Scharap »

SylviaM hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 08:27 Uh, null eigene Erfahrung.

Jedoch würde ich es Mal ausprobieren als Frau zu leben, im kleinen, privat und dann im Beruf bevor ich irgendwelche körperlichen Änderungen vornehmen lassen würde. Ich glaube du stellst dann selbst fest wo du hingehen möchtest und ob du dann zufriedener wärst. Der Wunsch sich dann noch Körperlich zu verändern, wird dann sicherlich auch klarer

Wie sieht es denn familiär und im privaten Umfeld aus. Wie viel würdest du dabei riskieren?
Zur Zeit bin ja (nur) Crossdresser, nur eben mit dem oben beschriebenen hin und her.
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 5 im Thema

Beitrag von Scharap »

Momo58 hat geschrieben: Sa 26. Sep 2020, 16:55 Oh das kenne ich gut. Es waren viele Jahre Hin und Her die ich erlebte. Mal Frauenkleider gekauft, dann wieder weg geworfen. Mal habe ich versucht männlich zu sein, was aber immer zum Scheitern verurteilt war. Immer mehr fühlte ich mich als Frau. Ich wollte so identisch wie es mir möglich war, eine Frau sein. Jedes Mal wenn ich wieder Mann sein wollte, war das mit erheblicher Aggression verbunden. Ich habe es einfach zugelassen, dass ich immer mehr weibliche Phasen habe. Nach einigen Jahren war ich an einem Punkt, an dem eindeutig eine Transidentität festgestellt wurde. Soziologisch gehöre ich zu den transidenten Frauen, die sehr spät bemerkt haben, dass sie transident sind. Von nun an trug ich nur noch weibliche Bekleidung. Am Anfang gab es böse und irritierte Blicke, weil ich aussah wie ein Mann in Frauenkleidern und das war in diesem Moment auch so. Mit der Zeit wurde mein Pasing besser und durch die Hormontherapie ist mir ein Busen gewachsen, der sich sehen lassen kann. Seit Mai 2020 bin ich auch rechtlich eine Frau. Eines aber wird bleiben. Meine Probleme, die ich als Mann hatte, habe ich heute als Frau. Das ändert sich nicht, denn das ist wie mit den Augen, blaue Augen bleiben blau. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich als Frau sehr schnell gelernt habe, selbstbewusst aufzutreten.

Liebe Grüße
Manuela
Zur Zeit bin ja auch (nur) Crossdresser, nur mit eben den oben genanten Wünschen und dem damit verbundenen hin und her. Bisher war ich als Mann ja immer zufrieden und war auch froh ein Mann zu sein, nur habe ich eben seit einiger Zeit und das nicht zum ersten mal den Wunsch weiblicher (eine Frau) zu sein. Nur weiss ich eben nicht, ob ich das auch wirklich will, da ich nicht etwas machen möchte, was ich später eventuell noch bereue.

Hast du womöglich irgendwelche Tipps oder ähnliches?


Scharap
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 6 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Mir hat es geholfen, bestimmte Situationen von meiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter emotional genauer anzusehen. Das war gar nicht so leicht für mich, denn ein Mann meint ja, keine Gefühle zeigen zu müssen. Deshalb habe ich durch die Meditation mit dem "Inneren Kind" Zugang zu meinen Gefühlen erlernt. In der Meditation hat sich mein inneres Kind als Mädchen gezeigt, was mich zuerst sehr irritiert hat, aber gar nicht so abwegig war, denn schliesslich ist bei mir im 5. Schwangerschaftsmonat ein Gehirn gewachsen, das dem Gehirn einer Frau ähnlich ist.

LG Manuela
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Re: Was soll man da machen?

Post 7 im Thema

Beitrag von Céline »

Hi,
Die Frage kannst nur du selbst beantworten und darfst dich durch niemanden beeinflussen lassen um deine Entscheidungen später nicht zu bereuen. Im Grunde musst du dich selbst finden und ausprobieren. Mach dir dabei selbst keinen Druck sondern versuche einfach kleine Schritte. Ich selbst habe nur kleine Schritte gemacht und vorallem meine Umwelt berücksichtigt. Ich habe jeden einzelnen Schritt lange überlegt und bin notfalls einen zurück gegangen. Sei dir aber bewusst das das ganze kein Spaziergang ist den man mal so aus einer Laune heraus unternehmen kann. Vieles ist nicht mehr so einfach rückgängig zu machen.
Und hier im Forum wirst du immer einen Rat bekommen
Liebe Grüße
Céline
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Re: Was soll man da machen?

Post 8 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

Hi Scharap,

dieses Hin- und Hergerissensein kenne ich auch. Das hat sich nie geändert. Mein Weg war keine eindeutige und endgültige Entscheidung zu treffen, sondern den Druck dadurch zu mindern, mich in diesen Schwankungen ernst zu nehmen und sie entsprechend zu leben. Das hat bei mir den Druck gemindert und mein Leben hat deutlich weniger Belastungen. Leid kann man auch dadurch reduzieren, in dem man an den Umständen arbeitet, die das Leid erzeugen. Wenn ich mir mit einer Entscheidung letztlich auch Leid zufüge, ist mir auch nicht geholfen. Mein unerfüllbarer Traum wäre, mich körperlich immer so zu verändern, wie ich mich fühle. Da das nicht geht, ist eine Annäherung mein Königsweg. Dazu nutze ich eben Hilfsmittel und betrachte sie als zu meinem Körper gehörig. Den Druck gibt es gelegentlich zwar immer wieder, aber das Leid ist weitgehend ist drastisch reduziert.
Viele Grüße
Vicky

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Bin ich womöglich...?

Post 9 im Thema

Beitrag von Scharap »

Hallo ihr Lieben.

Erstmal einige Hintergrundinfos.

Schon in meiner Kindheit war meine weibliche Seite eher stärker ausgeprägt und ich interessierte mich etwas mehr für die Dinge welche Mädchen so machen.

Dies äusserte sich unteranderem so, dass ich teilweise Sachen gemacht habe, wie Finger und Fussnägel lackieren. Zudem mochte ich so Filme, welche als eher typische Mädchenfilme galten irgendwie lieber und das ist bis heute noch so. Das sind Filme wie die Barbie Reihe, H2o: Plötzlich Meerjungfrau und lauter Filme in denen es um Freundschaft (zwischen Mädels) und Abenteuern geht. Einmal sogar hatte ich, als ich mit meinen Geschwistern spielte, das dunkelblaue Samtkleid meiner Schwester an. An das Gefühl kann ich mich auch noch gut erinnern. Es war einfach nur schön und fühlte sich richtig angenehm an. Ein anderes Mal war ich bei den Grosseltern in den Ferien und hatte, glaube ich, den Pyjama vergessen. Daraufhin gingen wir einkaufen und ich sah einen Mädchen Pyjama der mir sehr gefiel (meine Grossmutter sagte mir, ich müsse das dann den Eltern erklären wenn sie fragen würden). Leider war dieser zu gross und meine Grossmutter wollte ihn deswegen wieder zurückgeben. Später dann als wir älter wurden und mein Bruder in die Grundschule kam, begann er seine Plüschtiere zu unterrichten. Und wie das bei vielen Schulklassen so ist, kamen auch mal Studentinnen in die Schule und unterrichteten. Das waren dann immer meine Schwester und ich. Damit ich dann als Studentin durch ging, da ich kein Student sein wollte, hatte ich immer ein Prinzessinnenkleid an. Später dann hatte ich dazu noch einen BH meiner Schwester an und diesen mit Socken gestopft, damit es aussah als ob ich Brüste hätte. Ein anderes Mal bat ich meine andere Grossmutter mir ein Prinzessinnenkleid zu kaufen wobei ich angab, dass dies für eine Klassenkameradin die bald Geburtstag hätte wäre. In der Oberstufe dann begann ich selbst Mädchenkleidung zu kaufen und damals noch im Heimlichen zu tragen bis ich mich letztes Jahr als Crossdresser geoutet habe.

Nun zum eigentlichen Anliegen.

Seit einigen Tagen verspüre ich den Wunsch weiblicher (eine Frau) zu sein (im Moment wieder etwas stärker) und das nicht zum ersten Mal. Wobei ich (bisher) eigentlich immer mit mir (als Mann) zufrieden war. Ich bin teilweise hin und her gerissen.

Ich weiss nur nicht, ob ich das auch wirklich will (eine Frau sein). Da ich nicht möchte, dass ich das später noch bereue, wenn dem nicht so ist. Habe heute früh folgenden Test gemacht, bei dem rauskam dass ich möglicherweise Transsexuell sein könnte. Es ist zwar nur ein Test, aber dennoch hab irgendwie das Gefühl...

https://www.ellens-blog.de/cogiati.html

Wisst ihr wie man damit am besten umgehen kann? Was würdet ihr da machen?

Würde mich echt über Tipps und (Erfahrungs-) Berichte freuen.

Scharap
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Jaddy
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Re: Bin ich womöglich...?

Post 10 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Das ist jetzt der dritte Thread mit dem gleichen Thema und den gleichen Fragen. Es wäre nett, wenn du dich auf einen der drei beschränken würdest. Mindestens ich fühle mich etwas veralbert, immer wieder den gleichen Start von dir zu lesen, aber auch bei Antworten keinen Schritt weiter zu kommen.
Momo58
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Re: Bin ich womöglich...?

Post 11 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Hallo Scharap,

was Du beschreibst ist ein ganz klassischer Weg den fast alle transidenten Menschen kennen. Da sind die Highlights aus drr Kindheit und Jugend. Da ist der immer grösser werdende Wunsch eine Frau zu sein. STOP! Hier fängt schon das Problem an. Nach wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen aus dem Jahr 2015 haben transidente Menschen z. B. durch Hormonschwankungen oder andeten Einflüssen bei der Schwangeren ein Gehirn das weder typisch männlich, noch typisch weiblich ist. Dieses Gehirn wächst im 5. Schwangerschaftsmonat. Ergo ist der Winsch eine Frau zu sein kein Wunsch, sondern eine verdrängte angeborene Wirklichkeit.

Ich habe mich in vielen Situationen deines Berichts wieder erkannt, obwohl wir uns ja gar nicht kennen. Die innere Zerrissenheit hat mich fast zerstört. Ich habe versucht, die Frau in mir zu unterdrücken. Hat aber nie funktioniert. Ich habe heimlich Damenunterwäsche getragen. Ich hatte ein Schamgefühl, das mich aggressiv machte. Du willst wissen, was du "dagegen" tun kannst? NICHTS! Es ist da und will gesehen und gelebt werden. Erst als ich das kapiert habe, war die in mir eingesperrte unterdrückte Frau frei. Ja es war ein total befreiendes Gefühl. Aber glaube nicht, dass damit alle Probleme gelöst sind. Blaue Augen bleiben blau und das ist mit den Problemen die du als Mann hast genauso wie im Leben der Frau. Der Druck ist zwar weg, aber es kommen neue Probleme auf dich zu, wie Diskriminierung, Familie, Arbeitgeber, usw.

Der cogiati-Test hat bei mir 70 Prozent ergeben. Er ist unwissenschaftlich, aber ein guter Anhaltspunkt.

Also kleine Meerjungfrau (auch mein Lieblingsfilm), schwimm dich frei und geniesse das Leben, egal wohin es dich führt.

Liebe Grüsse
Manuela
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 12 im Thema

Beitrag von sbsr »

Hallo
Scharap hat geschrieben: Fr 25. Sep 2020, 21:14 Seit einigen Tagen verspüre ich den Wunsch weiblicher zu sein (im Moment wieder etwas stärker). Heisst ich wünsche mir Brüste und alles zu haben, wobei ich (bisher) eigentlich immer mit mir (als Mann) zufrieden war. Und das nicht zum ersten Mal.
Diese Schwankungen kennen wahrscheinlich viele, wenn nicht sogar die meisten von uns, und ich würde das auch als normal bezeichnen. Man ist ja emotional auch nicht alle Tage gleich drauf, da kann es schon mal sein, dass bestimmte Gefühle durchbrechen und genau so schnell wieder verschwinden.

Scharap hat geschrieben: Fr 25. Sep 2020, 21:14 Wisst ihr wie man damit am besten umgehen kann?
Vermutlich weiß das auch der beste Therapeut nicht, er könnte Dir allenfalls helfen die (hoffentlich) richtigen Fragen zu stellen, die Antwort darauf musst Du aber in jedem Fall selbst finden.

Scharap hat geschrieben: Fr 25. Sep 2020, 21:14 Würde mich echt über eure (Erfahrungs-) Berichte freuen.
Konkret zu Thema Brüste, ja manchmal würde ich mir welche wünschen, aber ich weiß nicht ob ich auf Dauer damit glücklich(er) wäre. Manchmal ziehe ich einen BH drunter, weil es sich richtig anfühlt einen zu tragen. Am nächsten Tag vergesse ich ihn dann wieder und er fehlt mir nicht. Einer meiner Bodys für drunter hat Schalen, die bleiben zwar leer, erzeugen aber trotzdem zwei kleine Beulen. An einem Tag gefällt mir der Anblick, am nächsten ist es mir egal, und wieder einen Tag später stört es mich, weil ich nicht möchte dass es jemand anderem auffällt.

Ich glaube ein großer Schritt ist, solche Gedanken zuzulassen und dem Verlangen kontrolliert nachzugeben, bevor der Druck zu groß wird und eine Kurzschluss Handlung bewirkt.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
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Re: Wie soll ich damit umgehen?

Post 13 im Thema

Beitrag von lilly.fae »

Hallo Scharap )))(:

Ich als Teilzeitfrau möchte dir auch sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. (so)

Einen wirklichen Test ob du endgültig Frau werden möchtest gibt es meiner Meinung nach nicht. Und Gefühle fahren gerne mal Achterbahn. Es ist bei mir als Teilzeitfrau nicht anders. (ap)
Es gibt Tage, Wochen an denen ich ohne Lilly (Thats me) einfach nicht zurecht komme, oder zurechtkommen möchte. Das hat sich auch schon mal auf einen Monat ausgeweitet. (flo)
Dann gibt es aber auch Tage an denen ich meine Männliche Rolle mag. Es hat sich bei mir noch nie "Endgültig" angefühlt. Außerdem finde ich es wunderschön das Leben von beiden Seiten zu genießen. (he)
Ich komme damit sehr gut zurecht. Hör einfach auf dein inneres, dann wirst du auf die Richtige Seite fallen, oder du wirst auch eine "Teilzeitfrau" die wann immer sie möchte es einfach auslebt.
Eine Endgültige Entscheidung ist halt "ENDGÜLTIG" und bei dem was du schreibst, liebe Scharap klingt das für mich nicht das du sicher wärst den "Weg" zu gehen. (yes)
Das Weibliche in dir ist eine schöne Sache, ich spüre sie auch gerne in mir. Ich liebe es auch hübsch zu sein und all die Dinge zu tun die "Mann" nicht darf ! So meint es zumindest die Gesellschaft. Ich heule auch am Liebsten zu "Schnulzenfilme" Höre romatische Musik, kuschel mit meinem Teddy im " Pinken Jogginganzug mit Kuschelsocken" auf der Couch, Stöbere Stundenlang in Fauenzeitschriften. Und noch vieles mehr.
Leider mußte ich in letzter Zeit meine Weibliche Seite etwas zurückschrauben, da beim um und Ausbau unseres neuen Zuhauses einfach zu wenig Zeit dafür war. Das heißt aber nicht das ich mich am Abend nicht "weiblichen Ritualen" und hübsch fürs Bett gemacht hätte.
Wie du siehst gibt es immer irgendwie Beides in MIr und es Funktioniert prächtig. Mal mehr mal weniger Lilly. :heartpulse:
Ich hoffe, liebe Scharap das diese Zeilen dir weiterhelfen. (ki)

Für dich und deinen Weg alles Gute :heartpulse: Lilly
***** Lilliane Fae ****** Kurz : Lilly für Freunde Lillyfee
Ich bin eine liebevolle Teilzeitfrau, die mehr gibt als sie nimmt.....

Falls ihr Tipp und Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie gerne behalten. Ich habe noch genug davon.
ExuserIn-2020-11-14
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Re: Bin ich womöglich...?

Post 14 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-11-14 »

Jaddy hat geschrieben: Mo 28. Sep 2020, 11:23 Das ist jetzt der dritte Thread mit dem gleichen Thema und den gleichen Fragen. Es wäre nett, wenn du dich auf einen der drei beschränken würdest. Mindestens ich fühle mich etwas veralbert, immer wieder den gleichen Start von dir zu lesen, aber auch bei Antworten keinen Schritt weiter zu kommen.
Hallo Jaddy,

betrachte es vielleicht einmal so: Da gibt es eine Person, die das dringende Bedürfnis hat sich auszutauschen. Da braucht es einfach nur jemanden, der zuhört und irgend einen Kommentar abgibt. Und offensichtlich gibt es genug andere, die bereit sind diesem Bedürfnis nachzukommen.

Vielleicht solltest Du es hier so machen, wie ich bei den DoppelX-Themen - einfach auf Igno setzen. Ist ja nicht böse gemeint, aber wenn es nur noch nervt ... . (moin)

Liebe Grüße
Erika
Antworten

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