Mein Tagebuch und ich
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Lisa-Weber
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Mein Tagebuch und ich

Post 1 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

Ich weiß es klingt verrückt aber ich habe angefangen mein Tagebuch zu lesen und all die Kommentare.
Ja mein eigenes - wieder von Anfang an....

Die taffe coole Lisa die auf alles eine Antwort weiß - nur auf ihre eigenen Fragen nicht. :((a

Wie definiert ihr angekommen - wann seid ihr angekommen - woher wisst ihr das ihr angekommen seid?

Ich fühle mich sehr in Zweifeln eingehüllt und finde keine Antwort, da hilft auch kein Doktor (nurse)

Ich sehe so viele Mädls um mich rum mit einem wunderbaren Passing, einer so tollen Stimme einem Selbstbewusstsein von dem ich nur träumen kann.

Und dann seh ich mich im Spiegel und nur Zweifel, manchmal sogar Verzweiflung.

Ich helfe so vielen Menschen weiter und baue sie auch auf, das macht mir sehr viel Freude und mich auch ein bisschen Stolz, aber ich selber hänge seit geraumer Zeit irgendwo in der Luft fest. (zeitung)

Ich dachte immer ich weiß wohin mein Weg mich führt und wie alles aus zu sehen hat.
Ich bin eine Frau - ich könnte nicht mehr zurück - denke ich jeden Tag für mich, dann erinnert mich das Anhängsel zwischen den Beine.....

Ich lese ständig von anderen Mädls wie sich ihr Empfinden ändert...., wenn ich mich streichle empfinde ich da fast nichts - vielleicht liegt es daran das ich mich streichele und nicht....
Auf der anderen Seite mit dem richtigen Kopfkino und meinem MagicWand ist ein trockener Orgasmus schnell erreicht - das ist doch nicht normal

Ich gehe meinen Weg nun weiter und erfülle mal alle Vorrausetzungen für die ganzen weiteren Behandlungen, aber was dann endgültig passiert ist so offen wie der Himmel
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ExuserIn-2020-06-28
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-06-28 »

Liebe Lisa,

es ging mir ähnlich wie dir. Am Anfang habe ich sehr viele Menschen in unserer Situation angeschaut, das tolle passing, die Entwicklung usw. Alles was du beschrieben hast.
Das hat in mir so einen Druck aufgebaut das ich mir selber Stress gemacht habe.
Ich war so von zweifel zerfressen das ich alles in Frage gestellt habe, ich habe mich dann von SHGs, Facebookgruppen und Foren distanziert.
Warum? Ganz klar, damit ich mich nicht beeinflussen lasse, ich habe den Kontakt regelrecht vermieden zu Mensch in unserer Situation damit ich Abstand gewinne. Abstand und Zeit in der ich mich finden konnte. Ohne zu vergleichen bin, habe ich meine Weg gefunden, ich habe bis heute noch nicht meinen Style gefunden das kommt noch, aber ich habe Ruhe gefunden.
Heute schaue ich mir die Bilder an und überlege nicht warum kann ich nicht so aussehen oder so sein, sondern kann ich davon was für mich umsetzen.

Jeder Mensch empfindet sich anders und vieles geschieht im Kopf, die Hormone beeinflussen gar nicht so viel, es ist eher das eigene Empfinden welches sich ändert. Klar die Haut wird weicher und empfindlicher und die Emotionen ändern sich, aber das meiste passiert im Kopf, die Freiheit zu empfinden wenn man sich anfasst z.B.

Es gibt immer ein zurück und nur du weißt ob das der richtige Schritt ist, aber unter den Zweifel die du schreibst solltest du dir für die weiteren Schritte Zeit lassen um erstmal mit dir ins reine zu kommen. Für mich klingt es so als ob dein Weg nicht deiner ist.

Und entweder habe ich ein sehr geringes Selbstbewusstsein( ganz ehrlich, wir wissen beide das es nicht so ist), weil als ich dich kennen lernen durfte warst du so super taff, das war so angenehm, das ich mich manchmal sehr unsicher vorkam.

Liebe Grüße
Kathi
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 3 im Thema

Beitrag von JuLa67 »

Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Ich weiß es klingt verrückt aber ich habe angefangen mein Tagebuch zu lesen und all die Kommentare.
Ja mein eigenes - wieder von Anfang an....

Die taffe coole Lisa die auf alles eine Antwort weiß - nur auf ihre eigenen Fragen nicht. :((a

Wie definiert ihr angekommen - wann seid ihr angekommen - woher wisst ihr das ihr angekommen seid?

Ich fühle mich sehr in Zweifeln eingehüllt und finde keine Antwort, da hilft auch kein Doktor (nurse)

Ich sehe so viele Mädls um mich rum mit einem wunderbaren Passing, einer so tollen Stimme einem Selbstbewusstsein von dem ich nur träumen kann.

Und dann seh ich mich im Spiegel und nur Zweifel, manchmal sogar Verzweiflung.

Ich helfe so vielen Menschen weiter und baue sie auch auf, das macht mir sehr viel Freude und mich auch ein bisschen Stolz, aber ich selber hänge seit geraumer Zeit irgendwo in der Luft fest. (zeitung)

Ich dachte immer ich weiß wohin mein Weg mich führt und wie alles aus zu sehen hat.
Ich bin eine Frau - ich könnte nicht mehr zurück - denke ich jeden Tag für mich, dann erinnert mich das Anhängsel zwischen den Beine.....

Ich lese ständig von anderen Mädls wie sich ihr Empfinden ändert...., wenn ich mich streichle empfinde ich da fast nichts - vielleicht liegt es daran das ich mich streichele und nicht....
Auf der anderen Seite mit dem richtigen Kopfkino und meinem MagicWand ist ein trockener Orgasmus schnell erreicht - das ist doch nicht normal

Ich gehe meinen Weg nun weiter und erfülle mal alle Vorrausetzungen für die ganzen weiteren Behandlungen, aber was dann endgültig passiert ist so offen wie der Himmel
Liebe Lisa,
ist das Verdrängung, wenn mensch lieber anderen hilft, statt sich um sich selbst zu kümmern?
Glaubst du, du bist nur liebenswert, wenn du von anderen geliebt wirst?
Du trägst sehr viel Liebe in dir.
Schenk sie nicht nur anderen. Das ist zwar schön für die anderen, aber es wie ein Strohfeuer, das schnell verbrennt, und dir deine Kraft und Energie raubt.
Die Liebe, die du aus dem tiefsten inneren deines Herzens und deiner Seele verteilst, ist wie ein warmer Strom, dessen Wärme weder dich noch andere verbrennt.

Ja, wann ist mensch angekommen?
Ich denke, wenn mensch sich selber liebt und das auch seinen Mitmenschen zeigt. Jeder Mensch ist es wert geliebt zu werden.
Das hat vermutlich nur am Rande mit unserem Transweg zu tun. Transition und Ziele sind maximal Etappen auf dem Weg zu uns selbst. Aber sie garantieren nicht das Ankommen bei uns selbst.

Die Zweifel haben ihre Berechtigung.
Sind wir uns sicher, dass wir den Weg so weitergehen wollen? Wer sagt eigentlich, dass es nicht zurück gehen kann? Ist es vielleicht die bequeme Wärme der vertrauten Schei.., die uns auf dem unbekannten Weg hadern lässt?
Andererseits lassen uns die Zweifel vorsichtiger werden auf dem neuen Weg, nicht blind vor lauter Tatendrang voran zu eilen.
Dadurch haben wir vielleicht die Möglichkeit, die Antworten zu erleben statt sie einfach nur zu hören oder zu überhören.

Ja, im Spiegel blitzt immer mal wieder das alte Leben durch. Die Stimme, hey gar nicht mal so schlecht. Die eigene Stimme als Nachricht auf dem AB, auweia! Wir haben nur den einen Körper und das eine Leben. Klar, wäre der Körper jünger und vitaler, super! Aber hätten wir dann unsere Lebenserfahrung?

Das Passing kommt doch von innen heraus, nicht aus der Äüßerlichkeit. Authentisch sein! Wie Anja schreibt, sich Schritt für Schritt finden (sie sprach von Schubladen), aber jeweils das sein, was man gerade empfindet.

Wohin dich dein Weg führt? Gehe dahin, wo er sich sicher anfühlt oder abenteuerlich, oder lustig, wenn du lachen möchtest oder traurig, wenn dir danach ist. Gehe dahin wohin dein Herz Dich führt! Und wenn es mal nicht weitergeht, ist das vielleicht weil eine Rast angesagt ist, damit du bei deinem Ich bleiben kannst. Das Herz kann nicht ohne Kopf, ohne Körper!

Ich denke und fühle, dass ich angekommen bin! Bei mir. Wenn mein Leben jetzt enden würde, ich würde es als schön bezeichnen. Aber noch schöner wäre es, wenn ich noch viele lebenswerte Augenblicke, Momente und Situationen (auch solche, wie in der Bahn) erleben dürfte.
Ja, ich liebe dieses Leben....

Ich wünsche dir, liebe Lisa, dass du das auch mal von dir behaupten kannst (dr) (so) (fwe3)

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Glück ist, nicht mehr zu wollen als man kann, und nicht zu müssen, was man nicht will - Judy Parker
Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen. -aus Afrika

Lisa-Weber
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 4 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

Kathi87 hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 22:59
Und entweder habe ich ein sehr geringes Selbstbewusstsein( ganz ehrlich, wir wissen beide das es nicht so ist), weil als ich dich kennen lernen durfte warst du so super taff, das war so angenehm, das ich mich manchmal sehr unsicher vorkam.

Liebe Grüße
Kathi
Mach mich bitte nicht verlegen, neben mir musst du dich gewiss nicht unsicher fühlen. Ich gelobe Besserung...,
und danke für deine lieben Worte

JuLa67 hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 23:13
Liebe Lisa,
ist das Verdrängung, wenn mensch lieber anderen hilft, statt sich um sich selbst zu kümmern?
Ich weiß es nicht - möglich ist vieles.
Vielleicht ist es auch die Angst vor Veränderung - Dinge loszulassen.
Ich merke nur das ich nichts mehr forcieren will, es braucht halt seine Zeit.
Ich bin umtriebig im voranbringen der Vorrausetzungen - weiß aber jetzt schon das ich mir dann Zeit geben muss.

Habt lieben Dank für eure Gedanken - das tut mir gut.

Lisa
Liebe geben und offen sein für neues..

Mirjam
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 5 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo Lisa,

irgendwie kommt mir vor allem das hier so bekannt vor, könnte fast schon ich geschrieben haben:
Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Wie definiert ihr angekommen - wann seid ihr angekommen - woher wisst ihr das ihr angekommen seid?

Ich fühle mich sehr in Zweifeln eingehüllt und finde keine Antwort, da hilft auch kein Doktor (nurse)

Ich sehe so viele Mädls um mich rum mit einem wunderbaren Passing, einer so tollen Stimme einem Selbstbewusstsein von dem ich nur träumen kann.

Und dann seh ich mich im Spiegel und nur Zweifel, manchmal sogar Verzweiflung.

[...]

Ich dachte immer ich weiß wohin mein Weg mich führt und wie alles aus zu sehen hat.
Ich bin eine Frau - ich könnte nicht mehr zurück - denke ich jeden Tag für mich, dann erinnert mich das Anhängsel zwischen den Beine.....

Ich lese ständig von anderen Mädls wie sich ihr Empfinden ändert...., wenn ich mich streichle empfinde ich da fast nichts - vielleicht liegt es daran das ich mich streichele und nicht....
Ja, wie definiere ich angekommen? Wenn ich das wüsste ... Vielleicht muss ich dazu erst angekommen sein? Oder zumindest wissen, wie sich das anfühlen könnte? Vielleicht bin ich im Moment auch einfach zu verwirrt, was all die Dinge betrifft, die mit meinem Weg zu tun haben? Ich weiß nur ganz sicher, dass ich definitiv noch nicht angekommen bin, und dass es auch noch ein langer Weg bis dahin sein wird.

Fühl dich einfach mal gedrückt (dr)

LG, Mirjam
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Tatjana_59
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 6 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Hallo Lisa,

Angekommen, wann fühlt man dass man angekommen ist?
Ich war im Prinzip angekommen wo ich mich selbst lieben konnte.
Auch wenn ich immer wieder mit meiner Stimme hadere, deshalb mit falschen Pronomen angesprochen werde.
Ganz sicher war ich angekommen nach meiner Gaop.
Ob dieser Zeitpunkt für dich angekommen bedeutet bezweifle ich, weil.....
Kathi87 hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 22:59

Es gibt immer ein zurück und nur du weißt ob das der richtige Schritt ist, aber unter den Zweifel die du schreibst solltest du dir für die weiteren Schritte Zeit lassen um erstmal mit dir ins reine zu kommen. Für mich klingt es so als ob dein Weg nicht deiner ist.

Liebe Grüße
Kathi
mein Gefühl sagt mir schon länger das was Kathi sagt.
Ich habe mich gefragt ob dein Weg wirklich dein Weg ist.
Egal was du bis jetzt angepackt hast, dir konnte nichts schnell genug gehen. Du hast dich oft selbst überholt.
Das sieht für mich wie Flucht aus, Flucht vor deinem alten Leben ins ungewisse.
Du hilfst vielen Menschen, bist für sie da, vergisst dich selbst dabei.
Auch das ist irgendwie eine Flucht, du fliehst vor dir selbst.
Versuche dir selbst mehr Zeit zu lassen, helfe dir selbst.
Dann fühlst du irgendwann dass du angekommen bist im Leben.

Eine vergleichbare Sache zwischen uns beiden.......
Du bist wahnsinnig geworden weil dein GEZ immer falsche Pronomen besitzt, trotz mehrmaliger Aufforderung.

Ich bekam vor ein paar Tagen meine Gebührenrechnung von denen.
Da stellte ich fest dass ich total vergessen habe das überhaupt umzumelden, und weißt du was, es ging mir am A.... vorbei, hab den Mist überwiesen und nicht mehr darüber nachgedacht.
Ich bin angekommen.

Vor ein paar Wochen brauchte ich für einen Notartermin meine Geburtsurkunde.
Vielen ging es so..... Vä/Pä rechtskräftig, wo bitte bleibt meine Geburtsurkunde.
Mir war das überhaupt nicht wichtig, für was auch.
Erst wo ich sie brauchte fuhr ich zum Standesamt und holte sie.

Lauter Kleinigkeiten, könnte noch viel mehr aufzählen...….
ich bin angekommen!

Auch du wirst ankommen Lisa, doch nimm dir Zeit!!!

LG Tatjana
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Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!

Lisa-Weber
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 7 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

Tatjana_59 hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 08:50
mein Gefühl sagt mir schon länger das was Kathi sagt.
Ich habe mich gefragt ob dein Weg wirklich dein Weg ist.
Guten Tag ihr lieben,
ich lese eure Worte mit bedacht und mache mir auch so meine Gedanken.
Rückzug - Detrarnsition… - nein, das geht nicht mehr oder besser gesagt kam nie in Frage!
Ich frage mich das oft genug - auch beim anziehen... könnte es männlich sein.... - NEIN, auf gar keinen Fall

Dieser Weg ist für mich unmöglich.

Ich denke aber oft darüber nach ob ich als Frau mit meinem "Anhängsel" leben könnte - darauf habe ich definitiv noch keine Antwort gefunden.
Und solange ich das für mich nicht weiß - wird es keine OP geben.

Eine OP gehe ich aber an - Würzburg - meine Stimme - einer meiner größten Trigger.
Ich bin fest davon überzeugt für mich das es mir danach besser geht was meine Seele betrifft.

Wo ich noch keinen Weg gefunden habe ist mein "Helferssyndrom" - wenn Hilfe gebraucht wird geht es oft um auch um tiefgreifende Entscheidungen für diese Menschen - die sie oft an den Abgrund führen und sie abzustürzen drohen. Da kann ich nicht mittendrin sagen, sorry geht nicht gerade...

Lisa
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-06-28 »

Liebe Lisa,

versuch doch erstmal konsequenter bei deinen Übungen zu sein, es klingt für mich so als ob du versuchst über all den einfachsten Weg zu nehmen, Stimme, Bauchspeck.
So eine Op ist mit so vielen Risiken verbunden und bei der Stimme kann es blöd nach hinten los gehen. Gerade die natürliche Nuancen gehen bei der Op verloren in der sich die Stimme bewegen kann und ich glaube Logopädie benötigst du danach auch, da bin ich mir aber auch nicht so sicher.

Machst du die Schritte eigentlich von dir abhängig, bisher beschleicht mich das Gefühl das es eher das Umfeld ist, dass deinen Entscheidungen bestimmt.

Am Telefon bin ich auch immer Herr Busch, aber das stört mich gar nicht mehr, ich sage klar das ich Frau Busch bin und gut ist.
Du wirkst so taff wie ich schon geschrieben habe, aber lässt dich von allem so beeinflussen, das ist schade.

Versuch doch erstmal deinen Weg zu finden und solange du mit dir nicht im reinen bist, solltest du die Probleme anderer nicht noch auf deine Schultern nehmen.

Liebe Grüße
Kathi
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 9 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

Kathi87 hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 12:05
Machst du die Schritte eigentlich von dir abhängig, bisher beschleicht mich das Gefühl das es eher das Umfeld ist, dass deinen Entscheidungen bestimmt.
Das ist eine gute Frage, aber da bin ich inzwischen bei mir.
Ich mache es weil es mir wichtig ist.
Jede*r hat so seine persönlichen Trigger.
Ja, das Telefon - da bin ich schon so weit das ich mit Lisa Weber, auch wenn es sich nicht so anhört…, melde
Auch wenn es sich oft mal anders liest - diese Dinge ärgern mich oft aus anderen Gründen (Anschreiben als Herr etc.)
Kathi87 hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 12:05
Du wirkst so taff wie ich schon geschrieben habe, aber lässt dich von allem so beeinflussen, das ist schade.
Lass ich das?
Da muss ich vielleicht doch nochmal mehr auf mich selber achten, es fällt mir nicht auf

Liebe Grüße
Lisa
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 10 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Lisa, HAllo Kathi,

auf der Homepage der Deutschen Stimmklinik in Hamburg gibt es von Fachleuten einige Informationen zur "Stimmfeminisierung mithilfe einer OP".

https://stimmklinik.de/stimmfeminisierung/

Demnach finde ich, ein Zuckerschlecken ist der Weg mithilfe einer OP nicht. Und auch nicht eine schnelle Sache. An Logopädischen Übungen führt auch da kein Weg vorbei. Aber gangbar ist es schon. Nach Selbstauskunft der Stimmklinik so ca. 30 bis 50 mal im Jahr. Das dürften genug sein, um über den Weg Stimm-OP auch aus den Erfahrungen anderer für sich zu lernen.

Liebe Grüße
Inga
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ChristinaF
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 11 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Liebe Lisa,
diese Schübe der Nachdenklichkeit z.T. auch heftiger Selbstkritik sind mir nicht unbekannt. Sie vergehen aber, bei der einen schneller, der anderen etwas langsamer. Wichtig ist für dich doch nur, dass du dich im Grunde genommen als Frau wohl fühlst. Und das tust du m.M. nach ganz bestimmt.
Vielleicht hilts dir, wenn du nicht mehr soviel über dich, dein Aussehen (warum eigentlich? du schaust doch super aus) und deinen inneren Werten grübelst. Sei ein bischen mehr stolz auf dich und gewinne den Tagen mehr positives als negatives ab.
Ach ja, für mich bist du eine wunderbare Frau mit sehr großer Empathie. Ich umarme dich und drück dich ganz fest. (he)
Liebe Grüße
Christina
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 12 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

ChristinaF hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 15:18
Wichtig ist für dich doch nur, dass du dich im Grunde genommen als Frau wohl fühlst. Und das tust du m.M. nach ganz bestimmt.
Ohja, das tue ich.
Ich bin in meinem Tagebuch zur Hälfte durch und lasse das ganze nochmal im Zeitlupentempo Revue passieren.
Irgendwie unglaublich was sich in so kurzer Zeit positiv getan hat.
Ich sollte einfach mal mehr auf euch hören was mein Aussehen betrifft.

Liebe Grüße Lisa
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 13 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Wie definiert ihr angekommen - wann seid ihr angekommen - woher wisst ihr das ihr angekommen seid?
Ganz klar für mich, weil ich mich jetzt nicht mehr ständig mit meinem Geschlecht auseinandersetzen muss. Was mich früher tagtäglich beschäftigt hat ist nun ziemlich in den Hintergrund gerückt.
Das Leben geht natürlich weiter, deswegen kann man dieses "angekommen" höchstens auf das eigene Geschlecht beziehen.
Aber die Hormone tun ja auch weiterhin ihre Arbeit, ich bin gespannt was sich noch so tut. Überrascht war ich z.B., das sich für jemanden, der mich lange nicht gesehen hat, meine Stimme total verändert hat.
Also vielleicht nicht alles übers Knie brechen, ich glaube Tatjana hat geschrieben, das du dich selber überholst.

Ich kann, nach knapp 4 Jahren sagen, das ich derzeit immer noch eine OP, bzw. jegliche angeleichende OP (egal ob Möpse, Stimme, Schoß) für mich ausschließe.
Mein Geburtsgeschlecht kommt nur noch durch, wenn ich mal jemanden am Telefon hab, der mich nicht kennt. Und das wird naturgemäß natürlich immer seltener...
Da bringe ich dann einfach meine Standarfinfo "Ich bin keine geborene Frau" und fertig. Hat bisher jeder ohne weitere Nachfragen verstanden.

Wie ich an anderer Stelle ja schon schrieb, hatte ich das Gefühl, das der hormonelle "Umbau" so ca. 2 Jahre gedauert hat, bis sich unten rum wieder alles gut angefühlt hat.
Gib deinem Köper mal ein wenig Zeit sich auf das neue Geschlecht bzw. dein neues Leben einzustellen. Anscheinend wirken sich die Hormone ja auch auf die Stimme aus.
Gib dir Zeit.

Grüße
die Anja
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 14 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber »

Anja hat geschrieben:
Mo 17. Feb 2020, 14:25
Also vielleicht nicht alles übers Knie brechen, ich glaube Tatjana hat geschrieben, das du dich selber überholst.
Ich gehe einen Schritt weiter und sage ich habe mich schon selber Überholt.
Genaugenommen ist dies mein Problem - es wird Zeit auf die Bremse zu treten.
Lisa
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Re: Mein Tagebuch und ich

Post 15 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer »

Hallo Lisa,

sehr interessanter Thread, den du hier gestartet hast!
Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Ich weiß es klingt verrückt aber ich habe angefangen mein Tagebuch zu lesen und all die Kommentare.
Ja mein eigenes - wieder von Anfang an....
Führst du auch Privat ein Tagebuch - also, wo du alles mit einem Stift reinschreibst, oder hast du nur eins online?

Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Die taffe coole Lisa die auf alles eine Antwort weiß - nur auf ihre eigenen Fragen nicht. :((a
Wie definiert ihr angekommen - wann seid ihr angekommen - woher wisst ihr das ihr angekommen seid?
Sind deine Fragen nur an TS gerichtet oder auch an CDs, bzw. alle hier im Forum?

Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Ich helfe so vielen Menschen weiter und baue sie auch auf, das macht mir sehr viel Freude und mich auch ein bisschen Stolz, aber ich selber hänge seit geraumer Zeit irgendwo in der Luft fest. (zeitung)
RESPEKT!!! Anderen zu helfen sollte immer honoriert werden. Nur wie ist dein letzter Teil deines Satzes zu verstehen: warum "hängst" du in der lUft?

Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Ich bin eine Frau - ich könnte nicht mehr zurück - denke ich jeden Tag für mich, dann erinnert mich das Anhängsel zwischen den Beine.....
Das ist sicher einer der größten Unterschiede, wenn ich mich jetzt mit dir vergleichen möchte - ich möchte nicht auf mein "Anhängsel" verzichten.

Lisa-Weber hat geschrieben:
Sa 15. Feb 2020, 21:43
Ich lese ständig von anderen Mädls wie sich ihr Empfinden ändert...., wenn ich mich streichle empfinde ich da fast nichts - vielleicht liegt es daran das ich mich streichele und nicht....
Auf der anderen Seite mit dem richtigen Kopfkino und meinem MagicWand ist ein trockener Orgasmus schnell erreicht - das ist doch nicht normal
Was ist denn ein "trockener Orgasmus"?

Jennifer
Wenn die Mutter mit der Tochter...sich ein Forum teilt:

"Die fesche Tina" ist meine Mama und seit kurzem hier aktiv.

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