Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet
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Anne-Mette
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Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 23. Mai 2019, 09:09

Moin,

so schreibt die SÜDDEUTSCHE in einem Artikel zur "Reform des Transsexuellengesetzes":

https://www.sueddeutsche.de/politik/tra ... -1.4458299

Gruß
Anne-Mette

Michelle_Engelhardt
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 2 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Do 23. Mai 2019, 09:19

Seehofer an so einem Gesetz rumbasteln lassen ist ungefähr so, als würde man mich in einem Nobelrestaurant als Köchin einstellen!
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir ´ne PN!

Mein Leben dreht sich um´s leben, nicht um trans.

twitch.tv/shellysplayground

Rosmarin
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 3 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Do 23. Mai 2019, 09:28

Und mich erinnert es an die glücklicherweise längst abgeschaffte "Gewissensprüfung" als Wehrdienstverweigerer... Damals hätte ich ganz gerne umgekehrt auch gewisse Fragen gestellt, wenn auch nicht zum Gewissen ;-)
"Sein kann man nicht haben." FCS

VanessaL
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 4 im Thema

Beitrag von VanessaL » Do 23. Mai 2019, 11:08

Wenn Tessa Ganserer sich ein neues Kleid kaufen will und zufällig kein Bargeld dabei hat, passiert etwas Ungewöhnliches: Sie wird nervös. Mit jedem Schritt vorwärts an der Kasse klopft ihr Herz heftiger. Gleich wird sie den Namen erklären müssen auf ihrer Girokarte, der so gar nicht zu ihr passt: Markus Ganserer.
Hallo in die Runde.

Auch für mich war es der Grund meinen Namen und Personenstand zu ändern: die EC Karte, die Krankenkassenkarte und dann letztlich auch Ausweise und andere Dokumente. Gerade nach meinem großen Outing.
Doch im Grunde frage ich mich heute, ob das tatsächlich eine Belastung sein muss, oder ob das nicht doch zum großen Teil ein „hausgemachtes Problem“ ist. Auf Grund von internen Bankproblemen wurde zum Beispiel meine Kreditkarte nicht geändert- das hätte ich gar nicht so bemerkt, wenn mir das Anschreiben nicht immer in die Hände fallen würde. Vielleicht kann ich das alles aber auch nur gelassener sehen, da ich jetzt schon mit dem TSG „durch bin“. Tatsächlich war es früher problematischer..... aber, dass es mir so nah gegangen wäre, wie im Bericht geschildert, kann ich definitiv nicht behaupten. Es war nie ein Problem mit der alten Karte zu bezahlen. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine eigene Definition von mir als Frau gefunden habe. Ich bin eine besondere Frau, eben eine Transfrau und meine Vergangenheit möchte ich nicht abstreifen. Sie gehört zu mir. Vielleicht kann ich daher heute (wieder) lächeln, wenn mich einer versehentlich „Tim“ nennt und muss nicht (mehr) gleich an die Decke gehen oder mich tief verletzt fühlen, weil mein Geschlecht „missachtet“ wurde. Ich denke wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität in unserem eigenen Denken.
Und trotzdem verstehe ich den Wunsch zur Eindeutigkeit. Die Namensänderung sollte auf Dokumenten deutlich einfacher geregelt sein. Insbesondere, wenn die Diagnose „Transsexualität“ vorliegt. Aber auch für alle anderen Menschen, die sich einfach nicht wohl fühlen in diesem Korsett.... da fand ich den Vorstoß ins BGB im Grunde recht gut ... das TSG sollte man langsam mal in die Geschichtsbücher verbannen.

Liebe Grüße
Vanessa
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

Wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität.

Mina_35
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 5 im Thema

Beitrag von Mina_35 » Do 23. Mai 2019, 11:28

VanessaL hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 11:08
Es war nie ein Problem mit der alten Karte zu bezahlen. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine eigene Definition von mir als Frau gefunden habe. Ich bin eine besondere Frau, eben eine Transfrau und meine Vergangenheit möchte ich nicht abstreifen. Sie gehört zu mir. Vielleicht kann ich daher heute (wieder) lächeln, wenn mich einer versehentlich „Tim“ nennt und muss nicht (mehr) gleich an die Decke gehen oder mich tief verletzt fühlen, weil mein Geschlecht „missachtet“ wurde. Ich denke wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität in unserem eigenen Denken.
Und trotzdem verstehe ich den Wunsch zur Eindeutigkeit. Die Namensänderung sollte auf Dokumenten deutlich einfacher geregelt sein. Insbesondere, wenn die Diagnose „Transsexualität“ vorliegt. Aber auch für alle anderen Menschen, die sich einfach nicht wohl fühlen in diesem Korsett.... da fand ich den Vorstoß ins BGB im Grunde recht gut ... das TSG sollte man langsam mal in die Geschichtsbücher verbannen.

Liebe Grüße
Vanessa
Du sprichst mir aus der Seele. Ich verstehe auch jeden der das anders sieht, aber ich für mich bin auch entspannt, was das angeht und meine Vergangenheit gehört genauso zu mir wie meine Zukunft. Der Aufreger ist eher folgender: Jetzt wo nun endlich nach fast 40 Jahren das Gesetz abgeschafft oder übertragen werden soll und jetzt wo wir im aufgeklärten Zeiten (2019) leben ist eher die Erwartung, das auch die Regierung insbesondere die CSU und zuletzt auch die SPD dies mal akzeptiert und vorlebt. Es kann doch nicht sein, das ein 40 Jahre altes Gesetz was vielleicht sogar in Gänze verfassungswidrig ist, so weiter mit anderen Worten fortbestehen soll, warum kann man sich nicht an die neue Zeit anpassen und ein modernes Gesetz schaffen, das es allen vereinfacht. Nur weil es vor 40 Jahren gut genug war, heißt es nicht, das es das heute immer noch ist. Besonders das es jetzt übers Knie gebrochen werden muss, weil ein paar Anträge beim Standesamt einem gewissen Innenminister ein Dorn im Auge ist, weil mal wieder von vornherein ein halbes Gesetz zur dritten Option zusammengestümpert wurde. Vielleicht kommt die SPD noch zur Vernunft, ich glaub aber nicht mehr dran.

Mir geht es auch nicht um meine EC oder Gesundheitskarte, ich möchte das Thema mehr oder minder ein abgeschlossen haben und das so unkompliziert und geräuschlos wie möglich. Das Ding ist halt einfach, irgendwann kommt ein Grenzbeamter und sagt, das ich das auf dem foto mit dem Namen und Personenstand nicht bin und dann hab ich den Aufwand und den Ärger. Ob sich nun die Sprechstundenhilfe wundert oder die Kassiererin blöd guckt geht mir ehrlich gesagt sonst wo vorbei. Die soll sich um ihre Dinge kümmern und ich mich um meine und wenn es ein Problem gibt, dann kann man kurz nachfragen.

Entspannte Grüße :)
Liebe Grüße Jasmin

P.S.: Ja, die Haare sind echt :D (weil ich inzwischen dauernd überall gefragt werde ;))

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 6 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 23. Mai 2019, 12:08

Ich musste bei den Änderungen an einen Ausspruch eines Bekannten denken.
Etwas Schlechtes verschlimmbessern funktioniert nicht.
Also sollte die Regierung ihren Entwurf entsorgen und einen Neuen erarbeiten
unter Hinzuziehung der entsprechenden Verbände/Vereine.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 7 im Thema

Beitrag von Diva » Do 23. Mai 2019, 12:12

Hallo Vanessa,
VanessaL hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 11:08
Vielleicht liegt es daran, dass ich eine eigene Definition von mir als Frau gefunden habe. Ich bin eine besondere Frau, eben eine Transfrau
Finde ich super, dass du für dich diese Definition gefunden hast und damit leben kannst. Ich nicht (mehr).
VanessaL hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 11:08
und meine Vergangenheit möchte ich nicht abstreifen. Sie gehört zu mir.
Das mag ja sein. Aber es begründet nicht, weshalb dir dann diese Vergangenheit - die in Grundzügen nun mal von der gelebten Realität im Gegensatz zu 99% der Bevölkerung abweicht, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit aufs Brot geschmiert wird. Damit habe ich ein Problem.
VanessaL hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 11:08
Ich denke wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität in unserem eigenen Denken.
Ich geb dir Recht. Mehr Gelassenheit würde mir selbst wahrscheinlich ebenfalls guttun, wenn auch nicht mehr retten, da viele Konflikte nur im eigenen Kopf produziert werden.
Doch das alleine reicht nicht. Ich stehe zu meiner Vergangenheit, aber meine nähere Umwelt kann damit nicht umgehen (die Öffentlichkeit schon). Das ist das Problem. Auch wenn die Zeiten in unserem Lande liberaler geworden sind, zählt Trans* leider längst nicht zur Selbstverständlichkeit. Wenn sich die Leute nach Kenntnis meines Geburtsgeschlechts plötzlich negativ verhalten, dann ist es m.E. verständlich, dass ich daran interessiert bin, diese Tatsache nicht überall verbreitet zu wissen.
Nicht die Trans*Personen sind zu 'feige' oder 'unreif', mit ihrer Vergangenheit umzugehen, sondern die Gegenreaktionen sind feige und unreif. Da liegt m.E. der Knackpunkt.

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 8 im Thema

Beitrag von Christine75 » Do 23. Mai 2019, 12:19

Ich bin eine Frau....Punkt. Das weiß ich am besten. Und wenn mir fremde Menschen sagen das ich sehr viel weibliches an mir habe, dann will ich das auch unkompliziert leben dürfen.
Die Transition ist kein Schnellschuß und will man der Wissenschaft glauben, so ist die Frau in mir seit meiner Geburt.
Schon die Konvokationsgespräche bei Homosexuellen war eine Diskriminierung und eine Erniedrigung. Und wir müssen einen Psychologischen, behördlichen und gerichtlichen langen Weg gehen obwohl uns doch schon lange klar ist,
welchem Geschlecht wir angehören. Dieses Gesetz wäre keine Reform sondern ein herber Rückschlag.
Warum sträuben sich Politiker so dermaßen gegen eine unkomplizierte Transition?
Christliche Werte verteidigen?
Viele von uns haben Jahre oder sogar Jahrzehnte lang sich versteckt, geschauspielert, den Schein gewahrt. Und jetzt wo man sich endlich traut die Frau in sich komplett raus zu lassen, kommt man in den nächsten jahrelangen Prozess.
Wenn man bedenkt, wie lange es in Deutschland gedauert hat, bis man sich zur anerkannten Homoehe durchgerungen hat, dann werde ich es glaub ich nicht mehr erleben, das das TSG wirklich vereinfacht wird.

Ulrike-Marisa
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 9 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Do 23. Mai 2019, 12:43

Hallo zusammen,

das Thema haben wir doch im Forum schon unter Reform des Transsexuellengesetzes aufgenommen und ausgebreit.?.?.
Schlechtes wird oft nur noch verschlimmbessert; das sehe ich hier auch so mit dem Gesetzentwurf.
Wen ich nicht wähle, das weiß ich auch schon, schade eigentlich für eine Partei wie die SPD, die in der Geschichte wahrlich großes geleistet hat und nun zur kleinen Umfaller und ich will an der Macht (und dem damit verbundenen Geld (meine Vermutung)) teilhaben Partei sich entwickelt hat. Es wäre m.E. vermutlich besser für die SPD gewesen, sich an der GROKO nicht zu beteiligen.

Gruß, Ulrike-Marisa

Ralf-Marlene
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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 10 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 23. Mai 2019, 14:26

Ulrike-Marisa hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 12:43
Hallo zusammen,
...
Wen ich nicht wähle, ...

Gruß, Ulrike-Marisa
Liebe Ulrike-Marisa,
wenn Du und andere Menschen, die Freiheit und Gerechtigkeit schätzen, nicht wählen geht stärkt Ihr die jenigen, die Freiheit und Gerechtigkeit missachten. Die gehen wählen.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 11 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Do 23. Mai 2019, 15:08

Hallo Marlene,

.. ich habe nicht geschrieben, dass ich nicht wählen gehe, sondern nur gesagt, dass ich weiss, wen ich nicht wähle, wenn ich dann wählen gehe. Das wollte ich nur noch klarstellen als politisch interessierte Staatsbürgerin.

Grüße, Ulrike-Marisa

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 12 im Thema

Beitrag von Ute2506 » Do 23. Mai 2019, 21:24

VanessaL hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 11:08
Wenn Tessa Ganserer sich ein neues Kleid kaufen will und zufällig kein Bargeld dabei hat, passiert etwas Ungewöhnliches: Sie wird nervös. Mit jedem Schritt vorwärts an der Kasse klopft ihr Herz heftiger. Gleich wird sie den Namen erklären müssen auf ihrer Girokarte, der so gar nicht zu ihr passt: Markus Ganserer.
Ich denke es ist ein hausgemachtes Problem. Ich zum Beispiel bezahle immer mit der Karte meines Mannes. Und klar hat der einen männlichen Namen auf der Karte. Ihm gehört auch das Auto das ich gelegentlich fahre (eigentlich klar, oder?). Genauer wollte es noch niemand wissen.

Wie das beim Arzt ist - keine Ahnung, habs nie probiert, aber warum sollte der mich nicht behandeln nur weil ich ein Kleid anhabe und blonde Haare auf dem Kopf und der Typ auf dem Ausweis hat kurze schwarze Haare? Bleibt denn jeder ein Leben lang gleich? Wohl kaum.
Ich kenne Leute persönlich, die sind mit Kleid und männlichem Namen auf dem Ausweis in den Urlaub geflogen. Kein Problem beim Check-In.

Vielleicht betreibe ich das ganze aber auch nicht ernsthaft genug, vielleicht ist das der Grund warum ich mir über solche Dinge nie Sorgen gemacht habe. Ich lebe zwischen beiden Polen, quasi in der Mitte, da muss sich Seehofer/Barley keine Gedanken um mich machen :-)

LG,
Ute

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 13 im Thema

Beitrag von Ute2506 » Do 23. Mai 2019, 21:32

Anne-Mette hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 09:09
Moin,
so schreibt die SÜDDEUTSCHE in einem Artikel zur "Reform des Transsexuellengesetzes":
https://www.sueddeutsche.de/politik/tra ... -1.4458299

Gruß
Anne-Mette
Mir fällt immer mehr auf, dass auch die bisher gemäßigten Parteien mit Minderheiten diskrimierendem Verhalten auf 'Stimmenfang' sind und versuchen, den 'Rechten' Parteien die Wähler wieder abzunehmen. So eine Entwicklung ist schade, ich war bisher immer zufrieden in Deutschland, eigentlich sehr zufrieden. Aber das Klima ändert sich, und das ist nicht nur beim Wetter, sondern auch im Bundestag deutlich wahrnehmbar.

LG, und danke dass du immer mal wieder solche Artikel ausgräbst,
Ute

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 14 im Thema

Beitrag von Astrid_M » Fr 24. Mai 2019, 01:08

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 09:19
Seehofer an so einem Gesetz rumbasteln lassen ist ungefähr so, als würde man mich in einem Nobelrestaurant als Köchin einstellen!
Ich bin sicher, du kannst besser kochen, als der Horst Gesetze basteln. (und ich habe wirklich keine Ahnung wie du kochst)

Von der Bundes-SPD erwarte ich auch schon lange wenig: Geballte Inkompetenz - leider auch bei vielen anderen Themen.

Erschreckend ist, daß irgendwelche Ministerialen und Referenten sich das Zeug ausdenken und die wechseln leider nicht so häufig.
Aber vielleicht tun sich ein paar Leute für eine vernünftige Regelung zusammen. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben...
Astrid

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Re: Katarina Barley (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben eine Reform des Transsexuellengesetzes erarbeitet

Post 15 im Thema

Beitrag von Astrid_M » Fr 24. Mai 2019, 02:58

Mina_35 hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 11:28
Du sprichst mir aus der Seele. Ich verstehe auch jeden der das anders sieht, aber ich für mich bin auch entspannt, was das angeht und meine Vergangenheit gehört genauso zu mir wie meine Zukunft. Der Aufreger ist eher folgender: Jetzt wo nun endlich nach fast 40 Jahren das Gesetz abgeschafft oder übertragen werden soll und jetzt wo wir im aufgeklärten Zeiten (2019) leben ist eher die Erwartung, das auch die Regierung insbesondere die CSU und zuletzt auch die SPD dies mal akzeptiert und vorlebt. Es kann doch nicht sein, das ein 40 Jahre altes Gesetz was vielleicht sogar in Gänze verfassungswidrig ist, so weiter mit anderen Worten fortbestehen soll, warum kann man sich nicht an die neue Zeit anpassen und ein modernes Gesetz schaffen, das es allen vereinfacht. Nur weil es vor 40 Jahren gut genug war, heißt es nicht, das es das heute immer noch ist. Besonders das es jetzt übers Knie gebrochen werden muss, weil ein paar Anträge beim Standesamt einem gewissen Innenminister ein Dorn im Auge ist, weil mal wieder von vornherein ein halbes Gesetz zur dritten Option zusammengestümpert wurde. Vielleicht kommt die SPD noch zur Vernunft, ich glaub aber nicht mehr dran.

Mir geht es auch nicht um meine EC oder Gesundheitskarte, ich möchte das Thema mehr oder minder ein abgeschlossen haben und das so unkompliziert und geräuschlos wie möglich. Das Ding ist halt einfach, irgendwann kommt ein Grenzbeamter und sagt, das ich das auf dem foto mit dem Namen und Personenstand nicht bin und dann hab ich den Aufwand und den Ärger. Ob sich nun die Sprechstundenhilfe wundert oder die Kassiererin blöd guckt geht mir ehrlich gesagt sonst wo vorbei. Die soll sich um ihre Dinge kümmern und ich mich um meine und wenn es ein Problem gibt, dann kann man kurz nachfragen.

Entspannte Grüße :)
Das mit der EC Karte hat die Presse IMO ein wenig aufgebauscht. Nicht unbedingt hilfreich. Beim Arzt oder anderswo hatte ich bisher als Teilzeit-Frau keine Probleme. Liegt vielleicht an der Großstadt.
Hier und da stoße ich schon auf Grenzen; Termin beim Kunden oder Kulturabend in "der Botschaft" (alles Sicherheitsbereiche mit Ausweiskontrolle!). Hier darf Astrid (noch) nicht hin.
Da das aber nur übergangsweise ist, ist die Sache für mich tragbar.

Schlimmer empfinde ich die abschreckende Wirkung: hier hätte mir ein menschenfreundlicheres Gesetz geholfen meinen Weg früher zu gehen.
Immerhin hat sich die Situation soweit gebessert, daß ich doch Hoffnung habe, daß andere von einem neuen Gesetz irgendwann profitieren.
Wie auch immer - ich mache das demnächst nach dem alten TSG.

Den eigentlichen Aufreger hast du ja schon genannt. Von der CDU/CSU habe ich selten Gutes erwartet und sie haben mich nie enttäuscht. Da leben noch einige im 19.Jh und brauchen unbedingt
ein Feindbild. Wir sind schließlich der Untergang von jeder Ordnung und Moral und überhaupt des "christlichen Abendlandes". Ein paar wollen sich auch einfach nur profilieren oder für solche
Schlappen wie die Homo-Ehe "rächen".
Schlimmer empfinde ich das Verhalten der Bundes-SPD. Ich weiß, nicht, ob diese Leute hier & da ein wenig schachern oder einfach nur dumm sind (vermutlich beides).
Aber die 10% Marke rückt in greifbare Nähe. Blöd ist nur, wenn solche Leute noch einige Zeit mitentscheiden.

Aber vielleicht finden sich aus mehreren Parteien ein paar vernünftige Leute und machen etwas Ordentliches daraus.
Deine Einstellung finde ich jedenfalls gut. Liebe Grüße,
Astrid

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