Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?
Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken? - # 2

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lexes
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 16 im Thema

Beitrag von lexes » Mo 15. Apr 2019, 19:08

Steffi-BLN hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 15:37

Da würde ich mir lieber direkt das Leben nehmen.

Entschuldigt bitte die wirren Worte, aber ich musste das einfach mal loswerden. 😪

Etwas traurige Grüße
Zu 1 : nachvollziehbar .. aber nicht mehr ... keine reale Option .. KEINE !! Du hast es nicht so leicht wie jeder "Normalo" ... dafür bist Du aber so viel mehr als jeder andere .. Anders ist nicht schlecht ... nur ungewöhnlich.

Leider nimmt man sich solche Äusserungen sehr lange und sehr intensiv zu Herzen .. während die unreflektierten Idioten ihren dummen Spruch nach spätestens 2 Minuten vergessen haben. Die Menschen denken nicht nach ... verhalten sich intolerant , sind aber nicht grundsätzlich böse .. vergiss as bitte nicht .. das geht nicht gegen Dich als Person .. auch wenn es so artikuliert wird ..

Zu 2 : Entschuldige Dich nicht dafür ... dafür ist dieses Forum da ... besser Du sagst es hier und redest darüber als das Du es in dich hineinfrisst und am Ende eine Dummheit machst

Mach weiter .. Du bist so viel mutiger - besser - weiter - reifer- und toleranter als die meisten : vergiss auch das bitte nicht

Liebe Grüße

Bleib auf Deinem Weg .. er ist der richtige

Drücker - Lexi

Steffi-BLN
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 17 im Thema

Beitrag von Steffi-BLN » So 18. Aug 2019, 13:47

Ich muss diesen Thread leider wieder hochbringen.

Warum denkt ihr euch? Wo ich doch wieder eine so tolle Nacht hatte mit meiner besten Freundin usw.

Jetzt bin ich nach nicht mal eineinhalb Stunden Schlaf aufgewacht und nur wegen eines kleinen Traums habe ich schon wieder Gedanken die nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen.
Wen würde es schon stören wenn ich nicht mehr da wäre? Diese Personen kann ich an 2 Händen abzählen.

Ist es alles das Wert, Tag für Tag dafür zu kämpfen?
Es ist so schwer, ich dachte auch ich wäre echt drüber hinweg an so etwas zu denken, gerade weil es ja auch eigentlich so gut läuft.
Aber dann kommt ein beschissener Traum, oder paar Lieder irgendwo die alles so hochholen.

Manchmal denke ich mir, sowie heute ganz ganz extrem, warum das alles?

Spricht da noch der Rest Alkohol aus mir?
Aber betrunken bzw angetrunken bin ich nicht mehr, bin wieder nüchtern.

Ich werde jetzt probieren mich zu beruhigen.
Raus gehen an die frische Luft tue ich jetzt lieber nicht, wer weiß was dann passiert. Ich will es ja nicht.
Aber so ein Stück Synapse in meinem Gehirn will es immer mehr. Ich hoffe ich kann dagegen halten.

Tut mir leid 😪

Jasmin_35
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 18 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 » So 18. Aug 2019, 14:00

Steffi-BLN hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 13:47
Ist es alles das Wert, Tag für Tag dafür zu kämpfen?
Ja ist es, das kann ich dir mit beruhigung sagen, du weiß nicht, was oder wer um die ecke oder was für tolle sachen dein leben noch bereit hält. Du stehst doch auch gerade mal mal mehr oder weniger am Anfang deines Lebens, jetzt wo sich alles langsam abzeichnet, wo die Reise hingeht. Mit 25 hätte ich verzweifeln können, weil ich kaum voran gekommen bin, man sagt, mit 30 lernt man sich erst richtig kennen.

Warum du das denkst, ist auch klar, du bist völlig übermüdet, nach der kurzen Schlafzeit und dazu die feierei, die einen zusätzlich müde macht, dazu ein bißchen extra gegenwind ab und zu, das kommt nicht nur dir vor. Alle Puzzleteile kommen bald zusammen, du wirst schon sehen, aufgeben ist gar keine option, das kann jeder und der ausweg ist zu einfach, es gilt das Leben zu meistern, auf die beste Art und Weise die dir einfällt. Nur nicht hängen lassen, morgen oder Dienstag sieht die Welt wieder anders aus. Guck in den Spiegel, lächel dich an und sag dir, das du viel erreicht hast und das es das Wert ist, endlich dein richtiges Leben zu leben, niemand hält dich auf :)
Liebe Grüße Jasmin

Olivia
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 19 im Thema

Beitrag von Olivia » So 18. Aug 2019, 14:51

Hallo Steffi,

Du schreibst:

"...Wen würde es schon stören wenn ich nicht mehr da wäre? Diese Personen kann ich an 2 Händen abzählen. …"

Bist Du da sicher - ich sag mal: Ja, auch mich würde es sehr stören, wenn Du nicht mehr da wärst - und mich hast Du sicher nicht mitgezählt. Du bis wertvoll wie jeder Mensch und auch ohne dass ich Dich persönlich kenne, bist Du als Mitglied in diesem Forum eine mir nahe stehende Person und mir deshalb wichtig!

Du schreibst weiter

"Ist es alles das Wert, Tag für Tag dafür zu kämpfen?"

Ja, ja und nochmals ja!! Das Leben ist schön, auch wenn es Tiefen gibt, es gibt auch Höhen - und die Tage, die Dir geschenkt sind, kannst Du auch schön finden, man muss nicht immer alles negativ und pessimistisch sehen. Nimm Dir Zeit und denke über das Leben nach, an einem schönen Ort und Du wirst sehen, Das Leben lohnt sich - glaub mir!

Ganz liebe und optimistische Grüße von Olivia

Aubergine
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 20 im Thema

Beitrag von Aubergine » So 18. Aug 2019, 17:44

Hallo Steffi,

du hast noch nicht mal die Hälfte an Jahren auf dem Buckel als ich. Und ich kann dir sagen, das ganze Leben ist ein auf und ab und ein Kampf um alles mögliche. Aber es lohnt sich!
Ich habe auch schon viel hinter mir, dazu muss niemand trans sein, und ich wurde als junges Mädchen ständig angepöbelt, egal ob von Bauarbeitern bei der Mittagspause oder von irgendwelchen Jugendlichen in der Stadt. Ich war klein und dick und mein Selbstwertgefühl war nicht sehr groß. Das passiert Biofrauen/mädchen vermutlich öfter als Transfrauen, nur haben wir früh gelernt damit umzugehen und die Erfahrung ist es, die euch Mädels fehlt, aber gibt dir Zeit, auch du hast das bald im Griff.

Verrückte Träume, die dich runter ziehen wirst du immer wieder haben. Teilweise kann man dann nicht mehr einschlafen, weil man immer an den Traum denken muss. Ist mir vor 2 Tagen auch passiert. Schöne Träume vergisst du schnell und weißt morgens nur noch, dass es schön war, was du geträumt hast. Die bösen Träume bleiben besser im Gedächtnis, sind aber auch die intensiveren, da sie meist vom Unterbewusstsein gesteuert werden. Sieh es positiv und sag dir, dass du zwar keine Ahnung hast wie, aber dass der Traum dir wieder einen Schritt weiter geholfen hat auf deinem Weg.
Steffi, wenn nur ein einziger Mensch um dich weinen würde, ist das definitiv einer zuviel. Du stehst noch am Anfang oder vielleicht sogar in der vollen Blüte deines Lebens. Alle Türen sind offen und du kannst durch, auch wenn da mal eine ab und zu etwas klemmt. Stemm dich dagegen, dann bekommst auch die Tür auf, denn mit etwas Biss geht es viel leichter.

Versuche gelassen zu bleiben, bei Dingen, die du nicht ändern kannst. Mit so etwas plagt sich wirklich jede/r herum und es kommt immer auf einen selbst an, wie man damit umgeht und wie schnell man das weg stecken kann. Wende dafür nicht soviel Energie auf. Die investierst du lieber in die Dinge, die du ändern kannst.
Sorry, das hört sich jetzt alles echt altklug an - könnt auch von meiner Oma sein :lol: Ach ich bin ja auch schon Oma, also darf ich auch klugsch.... :mrgreen:

LG Aubergine
Dir geht's nicht gut? Du fühlst dich mies? So was kommt schnell mal vor.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, ich leih dir gern mein Ohr.


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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 21 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » So 18. Aug 2019, 18:08

Steffi-BLN hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 13:47
Jetzt bin ich nach nicht mal eineinhalb Stunden Schlaf aufgewacht und nur wegen eines kleinen Traums habe ich schon wieder Gedanken die nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen.
Wen würde es schon stören wenn ich nicht mehr da wäre? Diese Personen kann ich an 2 Händen abzählen.
Und jeder dieser Personen würdest du fehlen.
Ich war ja auch schon so tief unten in meinem Leben und es war zweimal kurz vor knapp das ich noch lebe.
Ich kann deine Gedanken verstehen - aber bitte - gib nicht auf.
Du hast doch so viel schönes erlebt - zehre von diesen Erlebnissen und ziehe die Kraft für die Zukunft daraus.
Und sich hier "auskotzen" zu können hat auch mir schon sehr geholfen.
Also nutze dies und schäm dich nicht dafür.
Liebe Grüße
Lisa
Liebe geben und offen sein für neues..

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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 22 im Thema

Beitrag von Vincent » So 18. Aug 2019, 18:32

Hallo Steffi,
das trifft einen, das tut mir Leid!

Aber, sieh es mal so: Die kennen dich nicht, die wollen dich nicht persönlich treffen.
Die sind klein, fühlen sich klein und ihr Bestreben ist sich über jemand anderen stellen zu können mit einer dummen Bemerkung oder ähnlichen.
Zieh nicht den Kopf ein stelle dich auf Augenhöhe -mindestens - und wenn das in der Situation nicht funktioniert dann mach es zumindest später für dich sag dir wer du bist und gönne ihnen nicht noch den Triumph ohne, dass ihn überhaupt bemerken.
LG

Vincent

Wally
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 23 im Thema

Beitrag von Wally » So 18. Aug 2019, 21:15

Steffi-BLN hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 15:37

Im privaten läuft es alles so gut, Schule läuft, dann habe ich wohl auch eine Ausbildung ab September. Für alle bin ich nur noch Steffi und stelle mich neuen Personen auch nur noch mit Steffi vor. Das macht mich so glücklich.

Dann kommen von irgendwelchen Assis hier auf der Straße dumme Kommentare und auch Beleidigungen.

Werde ich je als Frau wahrgenommen?
Von mir aus auch "nur" als Transfrau.
Liebe Steffi,

Ich hatte mir fest vorgenommen, in diesem Forum nicht zu politisieren; aber an diesem Punkt muß es ich es nun doch mal tun.

Es ist kein Zufall, dass es "Assis" waren, die Dich dumm angequatscht haben - genauer: muslimische Asylanten, bestimmt keine Vietnamesen oder Buddhisten oder Hindus aus Indien. Hab ich recht?

Ich selber genieße jetzt auf meine alten Tage in vollen Zügen die goldene Freiheit für uns trans-Menschen; ich hab's ja selber in jungen Jahren noch ganz anders erlebt, als ich mich grundsätzlich nur nachts im Outfit auf die Straße traute und mir schier in die Hose gemacht habe vor Angst, dass man mich wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses" hops nimmt und "erkennungsdienstlich behandelt". Diese Gefahr war damals durchaus real...

Dass wir heute - abgesehen von Gottseidank NOCH wenigen Ausreissern meist mit Asylanten - die goldene Freiheit genießen, ist nicht selbstverständlich: das hat meine und die nachfolgende Generation in Jahrzehnten mühsam erkämpft. Leider sind wir gerade dabei, (unter anderem) diesen Fortschritt bereits in der nächsten Generation leichtfertig wieder zu verspielen.

Zur Zeit haben wir in Deutschland einen muslimischen Bevölkerungsanteil von 5 bis 7 Prozent (die 7% stammen nicht etwa von der AfD, sondern von der Islam-Konferenz: die Muslime SELBER schätzen ihre Zahl so ein!). Klingt eigentlich nicht so dramatisch. Aber um das richtig einzuordnen, muß man ein paar zusätzliche Faktoren kennen:

1. Die 5-7% sind die offiziellen Zahlen - also die Anzahl der gemeldeten Muslime. Angesichts der nach wie vor offenen Grenzen gibt es eine nicht unerhebliche Dunkelziffer illegal in Deutschland lebender Muslime. Wie groß diese Zahl ist, wissen wir nicht.

2. Die Alterspyramide ist bei den Immigranten eine völlig andere als bei den angestammten Deutschen. Die zahlenmäßig am meisten ins Gewicht fallende, deutsche "Baby-Boomer"-Generation stirbt die nächsten 30 Jahre schön langsam aus. Dann kommt eine junge Generation nach, in der wir heute schon (!) einen Anteil von annähernd 20 % Muslimen haben. Und gerade in diese schon heute heftig islamisierte Altersgruppe hinein importieren wir weiterhin jedes Jahr Hunderttausende junger Menschen - weit überwiegend islamischen Glaubens. Neuerdings wieder stetig steigend - der Immigrationsdruck speziell aus Afrika mit seinen horrenden Geburtenraten (3 mal so viele, als die ernähren könnnen...) wächst ständig weiter.

3. Die jungen Frauen unter den Immigranten haben grob geschätzt eine doppelt so hohe Geburtenrate im Vergleich zu deutschen Frauen. Speziell bei den schwarzafrikanischen (nahezu ausschließlich muslimischen) Immigranten liegt sie teilweise bis zu viermal so hoch wie die ca. 1,4 Kinder, die deutsche Frauen im Durchschnitt haben. In der Folge haben wir heute schon in ein paar Bundesländern (z. B. Rheinland-Pfalz) unter Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre einen Anteil von über einem Drittel "mit Migrationshintergrund" (hier allerdings Nicht-Muslime mitgezählt). Tendenz stetig steigend...

Was ist daran so schlimm? Eigentlich nichts - solange wir es schaffen, all diese Wirtschaftsmigranten (die wenigsten davon sind echte Flüchtlinge) zu integrieren. Aber das schaffen wir schon seit Jahrzehnten immer weniger, es bilden sich jetzt schon überall die wohlbekannten Parallelgesellschaften. Der Islam ist nicht nur eine Religion wie das Christentum, sondern gleichzeitig auch eine politische Ideologie; Muslime unterscheiden nicht zwischen Staat und Religion, für die ist das eins. Und in der Diaspora neigen Muslime wegen der identitätsstiftenden Funktion ihrer Religion eher noch dazu, sich politisch/religiös zu radikalisieren, als sich der Gastgesellschaft anzupassen. Aus ihrer Sicht verständlich - für unsere moderne, tolerante Gesellschaft aber eine Zeitbombe. Spätestens, wenn Muslime hierzulande die Mehrheit bilden (die Frage ist schon seit längerer Zeit nicht mehr "ob", sondern "wann"), ist es ratzeputz aus mit unserer ganzen, schönen, modernen Freiheit und Toleranz. Nennt mir, bitte, einen einzigen, mehrheitlich muslimischen Staat auf dieser Welt, der LSBTusw auch nur halb so viel Toleranz und Gleichberechtigung zugesteht wie Deutschland im Jahr 2019...

Mir altem Zausel kann es ja eigentlich egal sein, weil's so schnell nun auch wieder nicht geht. Bis die richtig brutalen Umwälzungen in so 20 bis 30 Jahren spürbar werden (dann aber auch schon längst nicht mehr abgewendet werden können), lebe ich nicht mehr. Ich verstehe aber nicht, dass die heute junge Generation in Deutschland, die diese Entwicklung bereits voll treffen wird, da nicht endlich mal aufwacht und sich dagegen stemmt. Wenn Ihr Jungen Euch um dieses Problem (und noch ein paar andere: Bildung, Sozialpolitik, demokratische Kultur, Rechtsstaat, innere Sicherheit...) nicht kümmert, dann seit Ihr schon selber schuld, wenn Ihr in der Mitte Eures Erwachsenenlebens Eure Heimat, Eueren Wohlstand, Eure Freiheit und überhaupt alles, was Euch lieb und teuer ist, an einen modernisierungsresistenten Gottesstaat verlieren werdet.

So, nun zerreißt mich meinetwegen in der Luft. Ich erwarte nicht unbedingt Zustimmung, angesichts der in diesem Forum üblicherweise vorherrschenden Meinungen. Aber tut mir, bitte, um des ernsten Themas willen wenigstens einen Gefallen: versucht, redlich und sachlich zu argumentieren. Dass obige Warnungen rrräächts oder "Nazi" oder irgendwie rassistisch seien, ist KEIN Argument.

Herzliche Grüße
Wally

Céline
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 24 im Thema

Beitrag von Céline » So 18. Aug 2019, 21:46

Steffi!!!!
Glaub mir es ist es wert...definitiv.
Jeder Einzelne hier ist ein wertvoller Mensch auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.
Du hast nur ein paar wirklich wichtige Menschen, das ist normal.
Aber du hast hier auch im Forum Menschen die dir immer zuhören und an die du dich auch direkt wenden kannst.Tu es einfach dafür sind wir da!!
Ich kann dir so gut nachvollziehen wie es dir geht weil ich diesen schrecklichen, ja wirklich schrecklichen zustand sehr sehr gut kenne und mich vor kurzen nur ein Zettel und ein Stift gefehlt hat und.... Aber egal. Und nur in der kurzen Zeit bis heute ist wieder so viel schönes und positives geschehen.Und was würden wir durch diesen unüberlegten Kurzschluss unseren Liebsten antun???
Ich hatte ja letztens in meinem Tagebuch über das Erlebnis mit den Behinderten Jugendlichen und einem behinderten Verwandten geschrieben...mein Leben dagegen ist bei weitem nicht so schlimm wenn ich ihre Lebensfreude anschaue.

Lass dich bitte nicht unterkriegen von solch unüberlegten,unqualifizierten, dummen und primitiven Bemerkungen und Menschen!! Es ist ein wirklich schwerer Weg der vor aber auch schon hinter uns liegt aber jeder Schritt davon ist ein Sieg und es wert ihn zu gehen.
Wir sind etwas ganz Besonderes und wir besitzen doch das Privileg vieles mit einem anderen Blickwinkel zu sehen der den meisten Menschen verwerrt bleibt.
Lass uns einfach leben und das Leben genießen!!!DU BIST ES WERT!!
Fühl dich gedrückt und ganz liebe Grüße
Céline Zoe(DasLeben) ;)
"Ich bin lebendig weil ich eine Kämpferin bin
Klug weil ich Fehler gemacht habe
Ich kann lachen weil ich die Traurigkeit kenne
Ich bin eine stolze und starke Frau,die es durch harte Zeiten geschaft
und es gelernt hat im Regen zu tanzen"

Wally
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 25 im Thema

Beitrag von Wally » Mo 19. Aug 2019, 00:21

Steffi-BLN hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 13:47
Ich muss diesen Thread leider wieder hochbringen.

Jetzt bin ich nach nicht mal eineinhalb Stunden Schlaf aufgewacht und nur wegen eines kleinen Traums habe ich schon wieder Gedanken die nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen.
Wen würde es schon stören wenn ich nicht mehr da wäre? Diese Personen kann ich an 2 Händen abzählen.
Hast Du elf Finger? Du hast mich offenbar nicht mitgezählt! :-)

Liebe Steffi,

Nach meiner politischen Antwort ist hier wohl auch noch eine persönliche fällig - weil Du ganz unabhängig von den paar Schwachköpfen, die Dir zufällig tagsüber begegnet sind, in einer existenziellen, persönlichen Krise steckst. Und die politische Antwort deshalb an Deinem eigentlichen Problem vorbeizielt.

Ich kenne die Situation. Ich stand selber mehrmals kurz davor. Einmal hatte ich bereits ganz konkret alle nötigen Mittel vorbereitet; nur das Bedürfnis, ein paar wenigen, lieben Menschen unter tausend Tränen ausführliche Abschiedsbriefe zu schreiben, hielt mich so lange davon ab, dass es dann bereits Montag Morgen und zu spät war, den letzten, endgültigen Schritt zu tun: man hätte mich womöglich zu früh gefunden.

Glaub mir's: so schnell macht man nicht Schluss. Da kannst Du Deinem noch so jungen und kraftvollen Lebenswillen ruhig ein bißchen mehr vertrauen. Schluss machen heißt, alles - wirklich ALLES !! - loszulassen. Bevor man dazu wirklich bereit ist, kommt noch so vieles hoch, dieses, das und jenes, was mit Urgewalt nach dem Leben drängt...

Bei mir ist diese schlimme Phase jetzt schon 25 Jahre her. Und obwohl ich seitdem nie wieder suizidgefährdet war, habe ich bis zum heutigen Tag die Mittel, um friedlich und schmerzfrei aus dem Leben zu scheiden (als Mediziner habe ich da ziemlich effektive Möglichkeiten), in meinem Haushalt bereit gehalten. Das ist nämlich die andere Seite dieser schlimmen Gedanken: ich kann mich gegen das Weiterleben entscheiden - ich kann mich aber auch FÜR das Weiterleben entscheiden. Seit ich ganz konkret vor dieser Entscheidung stand, hat das Leben für mich insgesamt einen anderen Stellenwert: ich bin nicht mehr nolens volens in dieses Leben geworfen (wie es Sartre ausdrückt), sondern ich lebe, weil ich leben WILL, es ist meine aktive Entscheidung. Ein ganz anderes Lebensgefühl, aus dem heraus ich dann auch die Kraft fand, mein Leben insgesamt in vieler Hinsicht umzukrempeln und in bessere Bahnen zu lenken.

Dass ich trotzdem bis heute die Mittel bereit halte, ist für mich eine Frage der Menschenwürde. Auch wenn ich heute himmelweit davon entfernt bin - dank einer liebevollen Ehe und der Freiheit eines Rentners bei noch guter Gesundheit geht's mir aktuell besser als jemals zuvor - könnte ich theoretisch schon morgen in eine Situation geraten, in der diese Entscheidung doch wieder ansteht. Freiheit ist nicht, tun zu können, was man will, sondern nicht tun zu müssen, was man nicht will. Nur wem die Möglichkeit zu der allerletzten, totalen Verweigerung genommen wird, nur den kann man buchstäblich zu allem zwingen. Mit dem letzten Rest freien Willens ist dann auch der letzte Rest Menschenwürde futsch. Das werde ich nicht mit mir machen lassen.

Aber wenn ich mir Deinen Avatar so angucke, dann bin ich guter Hoffnung, dass Du von solch verzweifelter Ausweglosigkeit noch himmelweit entfernt bist. Ich will damit nicht verharmlosen, was Du momentan durchmachst: als junger Mensch erlebt man solche Krisen als absolut existenzbedrohend, das ist einfach nur grausam und schrecklich, man weiß momentan nicht, wie man da jemals wieder rausfinden könnte.

Was mich damals letztlich gerettet hat, war die Tatsache, dass es ein paar wenige (weniger als die Finger einer Hand) Menschen gab, von denen ich wußte, dass sie mir dann doch ein paar Tränchen nachweinen würden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deinem Leben solche Menschen nicht gibt. Von einem hast Du jetzt gerade einen langatmigen Kommentar gelesen.

Herzliche Grüße
Wally

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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 26 im Thema

Beitrag von Jenina » Mo 19. Aug 2019, 07:48

Wally hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 21:15
....
So, nun zerreißt mich meinetwegen in der Luft. Ich erwarte nicht unbedingt Zustimmung, angesichts der in diesem Forum üblicherweise vorherrschenden Meinungen. Aber tut mir, bitte, um des ernsten Themas willen wenigstens einen Gefallen: versucht, redlich und sachlich zu argumentieren. Dass obige Warnungen rrräächts oder "Nazi" oder irgendwie rassistisch seien, ist KEIN Argument.
....
Wally,

es wäre sehr förderlich für die entspannte Atmosphäre dieses Forums wenn Du nicht Deine faschistische Propaganda auch noch des Langen und des Breiten verkünden würdest. Die wahre Gefahr für dieses Land sind nicht die "muslimischen Asylanten" und Wirtschaftsflüchtlinge" sondern die gut als "volksnahe Politik" getarnten Parolen der neuen Rechten. Man höre und staune nur über die Tiraden und Dummheiten des Herrn "Bernd" Höcke, die er auf dem Landesparteitag der AfD am Wochenende abgelassen hat. Das ist eines Josef Göbbels würdig aber nicht einer deutschen Demokratie.

Das ernste Thema von Gewalt gegen anders denkende, aussehende oder herkommende geht nämlich sehr wohl in sehr starkem Maße von denen aus, die sich durch solche Hassreden bestätigt fühlen in ihrer dumpfen Gewalt. Da nützt nichts wenn man Statistiken einseitig auslegt. Und das wird auch, wenn wir nichts dagegen tun, auch uns Transgender treffen. Man höre genau auf die Reden zum "Genderwahn".

Im übrigen verweise ich zum Thema Sprache der Faschisten wieder mal auf das Buch "Lingua tertii imperii" von Victor Klemperer.

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!

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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 27 im Thema

Beitrag von Diva » Mo 19. Aug 2019, 07:51

Wally hat geschrieben:
Mo 19. Aug 2019, 00:21
Und obwohl ich seitdem nie wieder suizidgefährdet war, habe ich bis zum heutigen Tag die Mittel, um friedlich und schmerzfrei aus dem Leben zu scheiden (als Mediziner habe ich da ziemlich effektive Möglichkeiten), in meinem Haushalt bereit gehalten.
Mein aufrichtiger Neid!
Leider ist es zu spät für mich, zur Medizinerin zu avancieren.
Es soll ja den Blick aufs Leben ziemlich radikal ändern, wenn man ausgerüstet ist, jederzeit schmerzfrei auszusteigen.
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Anne-Mette
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 28 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 19. Aug 2019, 09:48

Guten Tag,
Wally hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 21:15
Ich hatte mir fest vorgenommen, in diesem Forum nicht zu politisieren; aber an diesem Punkt muß es ich es nun doch mal tun.
Ich als Betreiberin dieses Forums missbillige Deinen Beitrag ausdrücklich. Weil er er sicherlich durch die "freie Meinungsäußerung" geschützt ist,
werde ich nicht darin herumlöschen.
Nicht nur, dass mit "pauschaler Verunglimpfung" gearbeitet wird - Deine Ausführungen sind auch "am eigentlichen Thema vorbei", das wohl nur als Hilfmittel dienen soll, Dein "Politisieren" hier unterzurbringen.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 29 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 19. Aug 2019, 10:13

Huhu Steffi,

sei mir nicht böse, wenn ich offen meine Meinung kund tue. Es liegt mir fern, Dich zu kritisieren oder mit erhobenen Zeigefinger zu schreiben, aber Deine Beiträge in diesem Thread lesen sich für mich ein bisschen "androcurgeschwängert". Ich selbst hatte zu Beginn meiner HRT nicht die allerbesten Erfahrungen mit diesem Medikament und habe es nach einigen Wochen eigenmächtig abgesetzt. Nach ein paar Tagen hatte sich meine Gemütslage deutlich verbessert (ich berichtete bereits an anderer Stelle darüber). Sprich doch Deinen Endo beim nächsten Termin zumindest mal drauf an. Psychische unangenehme Veränderungen bis hin zu Depressionen sind bei Androcur leider keine Seltenheit.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 30 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 19. Aug 2019, 10:45

@Wally: Deinen Beitrag kann man getrost als "Arschbombe des Monats" bezeichnen. Derartiges Geschreibsel hat weder in diesem, noch in anderen Foren etwas zu suchen! Dein offensichtliches Problem mit Muslimen kannst Du gern mit Gleichgestrickten diskutieren. Sicherlich gibt es auch in Deiner Nähe eine Ortsgruppe der AfD oder ähnlicher Parteien. Hier bist Du mit Deiner Gesinnung definitiv falsch. Bedenke jedoch, das gerade Du als TS den Ast absägst, auf dem Du sitzt, wenn Du mit diesen Parteien bzw. derartigen Gesinnungen sympathisierst.....was Du aber vermutlich strickt von Dir weisen wirst!
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