Unendliche Geschichte Personenstandsänderung
Unendliche Geschichte Personenstandsänderung - # 2

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Britt
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 16 im Thema

Beitrag von Britt » Fr 1. Feb 2019, 07:51

Christiane.LE hat geschrieben:
Do 31. Jan 2019, 14:38
Hiermit erbitte ich meine Personenstands und Namen Änderung noch einmal neu zu überdenken.
Da nun Neue Ereignisse aufgrund meiner OP von Mann zu Frau am 3.01.2019 in
München nun endgültig und ich für immer im Weiblichen Geschlecht leben werde .
Ich bitte sie nicht mehr auf die besagten 3 Jahre zu bestehen und mir die Nachteile im Leben weiterhin zu ersparen und mich auf schnellster weiße mir die Personenstand und Namen zu Änderung zu gewähren.
Liebe Christiane,
Im TSG steht:
(1) Die Vornamen einer Person sind auf ihren Antrag vom Gericht zu ändern, wenn
1. sie sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen Geschlecht, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben,
Das bedeutet dass du dich seit mindestens drei Jahren als Frau fühlen musst. Es bedeutet nicht dass du in deinem Wunschgeschlecht 3 Jahre rumlaufen musst (Hierzu gab es soweit ich weiß Urteile). Wenn das nicht aus deinen beiden Gutachten hervorgeht, dann musst du warten. Tut mir leid, aber so ist nun mal das Gesetz.

Die Erfordernis der GaOP bei der Personenstandsänderung wurde aus dem Gesetz gestrichen und ist somit irrelevant.

Liebe Grüße,
Britt
Zuletzt geändert von Britt am Fr 1. Feb 2019, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.

Christiane.LE
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 17 im Thema

Beitrag von Christiane.LE » Fr 1. Feb 2019, 07:54

Sorry wegen denn Thread gestern das ich es Dramatisieren wolle usw ,ich war etwas Blau.Also nicht so ganz für voll nehmen .Smira ich hatte Widerspruch eingelegt und das hier auch kommuniziert .
Und ich denke diesen Richter ist es auch eher egal wenn die Bild trüber berichtet denn er ist unabhängig und ja
das ist gut so das die Richter unabhängig sind hier in Deutschland sind und solde es auch sein.
Ich weiß nun nicht ob ich ein neues Verfahren machen muss und mir wieder Geld kostet da auch der Richter sagte ich solle Oktober 2019 vorbeikommen da die 3 Jahre dann rum wären ,ich denke das das immer noch so ist und ich nichts anderes machen kann .Letztendlich ist es doch für diesen Staat Peinlich das ich nach der OP und denn Gutachten usw noch immer mit einen Männernamen rumlaufen muss und da solde sich mal die Politik echt hinterfragen was da nicht stimmt und wie es sein kann das so auf die Menschenrechte gepfiffen wird.
In der Verfassung steht die Würde des Menschen ist unantastbar .Sorry aber das ist für mich nur Papier ohne jeglichen wert .
Hier in Leipzig hat eine Transgender eine aufs Maul bekommen weil sie Trangender ist und der Aufschrei in den Medien war groß nur wenn man wie bei mir Psychische Gewallt antut interessiert das keinen .
Und trotzdem wie schon gesagt habe ich Medizinisch alles bezahlt bekommen von Nadelepi ,Hormone und nun auch die OP was doch viel ist und wiederum woanders ,in anderen Ländern schwieriger ist ,bezahlt bekommen .
Und dafür bin ich sehr Dankbar.
LG.Christiane
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 18 im Thema

Beitrag von Hexemelina » Fr 1. Feb 2019, 11:01

Hallo Christiane

Eine ganz dringende frage drängt sich mir auf und zwar hast du dich a) schon vor der op weiblich gekleidet und so und b) wieviele Jahre waren das?

Es ist entscheidend das du zu wissen denn wenn du dich schon vorher weiblich gekleidet hast und gefühlt usw. Dann sund die Chancen natürlich größer an die vä/pä zu kommen

Um schnelle Antwort wird gebeten LG
Hexemelina
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Christiane.LE
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 19 im Thema

Beitrag von Christiane.LE » Fr 1. Feb 2019, 12:15

Hexemelina ,danke das du dich sorgst aber ich bin nicht auf der Wurstsuppe her geschwommen !?
LG. Christiane
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 20 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Fr 1. Feb 2019, 13:09

Liebe Christiane,

sei mir bitte nicht böse, aber ich wiedehole nochmal,
was ich schon in einem anderen Thread von dir zu
diesem Thema geschrieben habe..

davon absehen, finde ich aber die Entscheidung nach
deinem Weg trotzdem nicht ok und das du deinen
wahren Namen nicht bekommst eine Unmöglichkeit!

Also nochmal, was steht in deinem Gutachten zur VÄ/PÄ?
Ich vermute, das du dich seit Oktober 2016 als Frau
fühlst und da liegt der Haken. Hätte da wie bei mir
seit Kindheit gestanden wäre die Sache schon durch.

Was muss also passieren das du einen positiven
Bescheid bekommst? Denk mal nach..

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 21 im Thema

Beitrag von Samira-St » Fr 1. Feb 2019, 13:18

Christiane.LE hat geschrieben:
Fr 1. Feb 2019, 07:54
Staat Peinlich das ich nach der OP und denn Gutachten usw noch immer mit einen Männernamen rumlaufen
das ist doch eine gute Schlagzeile für die Presse:

Transgender muss nach erfolgreicher Geschlechtsangleichung zur Frau weiterhin mit Männernamen leben.

nein Spaß bei Seite so etwas darf es nicht geben und sohlte auch nicht sein. wehre dich und setz dich mit den Medien und Presse zusammen und sprich offen drüber, die Medien sowie Presse haben schon manchen zu ihren Rechten verholfen und viel bewegt mit ihren Berichterstattungen.

LG Samira
Ich beanspruche wie jeder Mensch mein Recht auf meine Identität.

Britt
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 22 im Thema

Beitrag von Britt » Fr 1. Feb 2019, 13:53

Christiane.LE hat geschrieben:
Fr 1. Feb 2019, 07:54
Transgender muss nach erfolgreicher Geschlechtsangleichung zur Frau weiterhin mit Männernamen leben.

nein Spaß bei Seite so etwas darf es nicht geben und sohlte auch nicht sein.
So sind nun mal die Gesetze : Gucke mein Post weiter oben
Christiane.LE hat geschrieben:
Fr 1. Feb 2019, 07:54
wehre dich und setz dich mit den Medien und Presse zusammen und sprich offen drüber, die Medien sowie Presse haben schon manchen zu ihren Rechten verholfen und viel bewegt mit ihren Berichterstattungen.
Was wirst du erreichen?
Ein Artikel in der Bild mit ihrem Foto und der Überschrift:
Transe muss trotz Geschlechtsumwandlung mit dem männlichen Namen weiterleben!

Nein Danke, da gebe ich lieber den Tipp abzuwarten.

Britt

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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 23 im Thema

Beitrag von Christiane.LE » Fr 1. Feb 2019, 14:02

Britt was ich alles so schrieb wusste ich gar nicht .Hallo?
LG.Christiane
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 24 im Thema

Beitrag von Marielle » Fr 1. Feb 2019, 15:17

Guten Tag zusammen,

ich möchte gern an etwas erinnern: Die gegenseitige Unabhängigkeit von körperlichen Massnahmen und Änderungen in den behördlichen Registern war und ist eine ganz wesentliche Forderung der trans*- und intergeschlechtlichen Community.

Dafür wurde vor ein paar Jahren bis vor das Bundesverfassungsgericht geklagt (Entfall des OP-Zwangs für PÄ) und grade im letzten Jahr -im Gesetzgebungsverfahren zur Dritten Option- wurde mit viel Einsatz versucht, die Einträge im Geburtenregister und die Vornamensführung von körperlichen Diagnosen oder Zuständen zu TRENNEN! Aber wenn's grade passt, argumentiert man halt mal eben andersherum.

Hoffentlich lesen hier keine der konservativen Bundestagsabgeordneten mit, denen kein Argument zu dumm oder zu dreist ist, um ihre genitalbasierte Sicht auf die Geschlechtsidentität durchzusetzen. Über eine entsprechende Schlagzeile in der Zeitung würden die sich richtig freuen.

Marielle
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 25 im Thema

Beitrag von Christiane.LE » Fr 1. Feb 2019, 15:41

Ehrlich 3 Jahre ?.Ich hatte schon als Jugendliche etwa 21 Jahre Antrag gestellt auf Geschlechtsumwandlung aber solde dann 3 Jahre als Frau leben in der DDR ganz alleine ohne Hilfe und derzeit waren die Menschen noch sehr Homophob und ich wäre sowas von aufgefallen und denke des öfteren bestimmt mit Gewalt bedroht .So hatte ich es auf die Sexuelle schiene gelegt und das denn Herrn Doktoren in Berlin in der Charite erzählt und alles verdrängt und dann ziemlich schwere Psychische Probleme bekommen bis hin zur Rente .Die Psychiater hier in Leipzig solde schon vor über 15 Jahren zu Seikowski mein heutigen Therapeut wussten die es .Und ab Oktober 1016 Wars mir egal und ich lebte äußerlich als Frau.So war es nun Gut.
LG. Christiane
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 26 im Thema

Beitrag von Elizabeth » Fr 1. Feb 2019, 17:01

@Marielle:
Es ist sicher gut, daß die GaOP als NOTWENDIGE Bedingung für die PÄ weggefallen ist.
Als HINREICHENDE Bedingung dafür sollte sie aber gelten, da Penis und Hoden eben nicht nachwachsen!
Alles andere ist und bleibt Diskriminierung.
LG Elly

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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 27 im Thema

Beitrag von Inga » Fr 1. Feb 2019, 22:07

Hallo Christiane,

auch wenn es auf den ersten Blick verlockend erscheint, möchte ich raten: Lass die Finger von der Bild-Zeitung.

Allzu leicht kannst du mit deinem Anliegen ins Lächerliche gezogen werden, redaktionell anders verfälscht und verfremdet dargestellt werden oder einfach plötzlich auch fallen gelassen werden und du kannst dich kaum dagegen wehren.

In deinen Beiträgen klingst du mir wie eine Einzelkämpferin. Suche dir Menschen in Leipzig und Umgebung, mit denen du gemeinsam kämpfen kannst und die dich in deinem Weg unterstützen. Gemeinsam habt ihr mehr Ideen und gemeinsam seid ihr stärker. Außerdem macht es gemeinsam mehr Spass als sich allein mit Behörden und Gerichten herumzuschlagen.

Liebe Grüße
Inga

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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 28 im Thema

Beitrag von Marielle » Sa 2. Feb 2019, 12:56

@Marielle:
Es ist sicher gut, daß die GaOP als NOTWENDIGE Bedingung für die PÄ weggefallen ist.
Als HINREICHENDE Bedingung dafür sollte sie aber gelten, da Penis und Hoden eben nicht nachwachsen!
Alles andere ist und bleibt Diskriminierung.
LG Elly

Guten Tag Elly, Hallo zusammen,

ich verstehe durchaus was du meinst und fände es auch besser, wenn das in Rede stehende Problem ordentlich und reibungslos gelöst würde.


Aber: Eine Bedingung bleibt eine Bedingung, egal welches Attribut man ihr beistellt. Politik und 'öffentliche Meinung' funktionieren auch keinesfalls nach mathematischen oder logischen Prinzipien, mit denen man entsprechende Unterscheidungen machen könnte.

Selbst eine 'hinreichende Bedingung', die von einem selbstbestimmten körperlichen Zustand ausgeht, um rechtliche Folgen zu begründen, ist de facto eine verknüpfende Bedingung. Sie wird als solche wahrgenommen und ist auch wirksam. Dabei ist es egal, in welche Richtung (ob mit selbst- oder fremdbestimmten körperlichen Zuständen) diese Bedingung gelten soll; sie ist wirksam, solange sie besteht.

Meine Meinung: Es handelt sich um ein beständiges Dilemma der nicht emanzipierten Transsexualität. Diese verneint zunächst -m.E. völlig zu Recht- die Bindung der geschlechtlichen Identität an körperliche Gegebenheiten oder die Erfüllung von Stereotypen und ähnliches, um die rechtsverbindlichen und gesellschaftlichen Folgen dieser Bindung für sich selbst abzuwenden. Dann dreht sie sich einmal um sich selbst und postuliert scheinveränderte -im Grunde aber dieselben- Bindungen und fordert die gleiche Art von Folgen -rechtsverbindlich und gesellschaftlich anerkannt. Dann zwar aus dem eigenen Blickwinkel heraus, der die (Fremd-)Definition der Grundlagen durch die (Selbst-)Definition der Grundlagen ersetzt, sich aber von der Definition als solches und den entstehenden Bindungen nicht emanzipieren kann.

Dabei wird leider zweierlei übersehen: Wenn man sich genau einmal um die eigene Achse dreht, verändert sich der eigene Blickwinkel nicht. Und zweitens verkennt dieser Ansatz, dass grade die Bindung zwischen irgendwelchen körperlichen oder kulturellen Markern und den damit konstruierten Folgen und Kategorien das Problem, aber keinesfalls Teil einer allgemeingültigen Lösung ist. Sie kann nicht Teil einer solchen Lösung sein, weil sie eine Bedingung -und damit eine Bindung zwischen Marker und Kategorie- bleibt; auch wenn im Einzelfall eine 'hinreichende Bedingung' gewünscht und hilfreich ist.

Habt es gut

Marielle
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Re: Unendliche Geschichte Personenstandsänderung

Post 29 im Thema

Beitrag von Elizabeth » So 3. Feb 2019, 00:47

...das war mir jez zu hoch!
Staat, Gesellschaft und auch das Gericht dürfen eigentlich ab dem Outing niemand misgendern - auch Christiane nicht!
Tessa Ganserer hat da einiges erklärt.
Dazu paßt das Schreiben an "Herrn Andre Gärtner" gar nicht!
Das Schreiben hätte daher an "Frau Christiane Gärtner" gerichtet werden müssen.
..mit dem Inhalt:
"Liebe Christiane, leider müssen wir Dir mitteilen, daß wir Dich amtlich trotz GaOP bis Oktober 2019 weiterhin misgendern müssen"
Hört jemand den Amtsschimmel wiehern?
LG Elly

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