Ärzte-Zeitung: Ist es jetzt Mode, transgender zu sein?
Ärzte-Zeitung: Ist es jetzt Mode, transgender zu sein? - # 2

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Jasmine
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Re: Ärzte-Zeitung: Ist es jetzt Mode, transgender zu sein?

Post 16 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 18. Okt 2018, 06:07

Ich fühle mich schon seit meiner Kindheit weiblich. Meine Eltern und die Gesellschaft drängten mir einen anderen Weg auf. Doch dann trat meine liebe Partnerin in mein Leben und mein Outing folgte. viewtopic.php?f=23&t=13616&p=160281&hilit=2005#p160281 Heute lebe ich glücklich und zufrieden und lasse mir von niemanden mehr sagen wie ich Leben soll oder wer ich bin. Ich bin Jasmine und das ist keine Modeerscheinung.
Liebe Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

Tina_G
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Re: Ärzte-Zeitung: Ist es jetzt Mode, transgender zu sein?

Post 17 im Thema

Beitrag von Tina_G » Sa 20. Okt 2018, 11:22

Auch auf SPON bekommt der Artikel kräftig Gegenwind:
https://www.bento.de/queer/transgender- ... d#refsponi

LG
Tina

Nicole Doll
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Re: Ärzte-Zeitung: Ist es jetzt Mode, transgender zu sein?

Post 18 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Sa 20. Okt 2018, 15:36

Jaddy hat geschrieben:
Mi 17. Okt 2018, 00:46
steffiSH hat geschrieben:
Di 16. Okt 2018, 23:44
Ich glaube nicht daß viele Jungs tatsächlich Mädchen werden wollen und umgekehrt. Was ich glaube ist, daß die einfach keinen Bock mehr auf diesen Genderwahn haben und einfach sie selbst sein wollen, ohne irgendwelche dubiosen Schranken die die Gesellschaft diktiert.
Das ist garantiert bei etlichen der Fall, betrifft aber vermutlich die wenigsten, die eine Transition mit allem drum und dran wollen. Was aber ausserdem passiert: Durch mehr Sichtbarkeit, Infos und Aufklärung kommen heute mehr und früher als trans raus, statt jahrelang oder manchmal das ganze Leben lang mit sich und den eigenen Gefühlen zu kämpfen und vielleicht mit 40+ entweder das ganze Leben um zu werfen, sich zum durchleiden zu entscheiden oder vor den Zug zu werfen.
Hallo Jaddy,

wenn ich als junger Mann erkannt hätte, was mit mir los ist, und mich geoutet hätte, wäre ich höchst wahrscheinlich den Weg einer vollständigen Transition gegangen. Was hätte ich damals vor 40 Jahren als nicht-binärer Transvestit in dieser Gesellschaft anstellen können? In meinem Beruf als Ingenieur sehe ich da selbst heute kaum eine Chance. Ich hätte große Angst gehabt auf dem Schwulenstrich zu landen. Also hätte ich bestimmt einfach nur gehofft nach der Transition als Frau meinen Platz einnehmen zu können.

Ich wählte, ohne es wirklich zu wissen, die einzige andere binäre Alternative und spielte zähneknirschend und verbissen meine Rolle als Mann - bis ich keine Kraft mehr fand und alles sinnlos wurde. Heute nach meinen Outing würde mir eine Vollständige Transition nichts anderes mehr bringen als Probleme und Risiken. Darauf kann ich großzügig verzichten. Also bin ich privat einfach Enby und zeige mich in der Öffentlichkeit als Frau.

Ich denke, wenn man sich einen komplett falschen Körper nur lange genug einredet, glaubt man es schließlich, so wie ich lange geglaubt habe meine weibliche Seite sei nur ein Fetisch. Man glaubt es, weil man es so glauben WILL! Der Übergang von cis über non-binär nach trans ist fließend. - Man steckt also falschen Körper, ist aber im angepassten Körper auch nicht unbedingt richtig.

Noch kurz zum eigentlichen Thema: Hier von einer Mode zu sprechen ist dumm und diskriminierend. Es werden einfach nur immer mehr, die sich outen. Dieses Blatt ist weit unter dem Niveau eines gebildeten Menschen. Nach welchen Kriterien wählt aber unser Bildungssystem zukünftige Ärzte aus? Ein einser Abitur ist eine Frage von Fleiß und Anpassungsfähigkeit. Mit wirklicher Bildung und Bewusstsein für Verantwortung hat das absolut nichts zu tun.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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