"Geschlechtliche Vielfalt - trans*"
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Anne-Mette
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"Geschlechtliche Vielfalt - trans*"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 8. Sep 2018, 15:49

Moin,

hier finden wir den Artikel mit der Überschrift "Mädchenseele": http://www.bpb.de/gesellschaft/gender/2 ... dchenseele

Gruß
Anne-Mette

Frieda
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Re: "Geschlechtliche Vielfalt - trans*"

Post 2 im Thema

Beitrag von Frieda » Sa 8. Sep 2018, 16:48

Als ich der Mam von Nori in der Einleitung zuhörte, heulte ich da schon.
Und wenn ichs könnte, würde ich Nori sagen...."Ich akzeptiere es/vor allem dich ganz genau so wie du bist!"😊👍


Top Beitrag Anne-Mette!!!!👍👍

Namaste🙏
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Re: "Geschlechtliche Vielfalt - trans*"

Post 3 im Thema

Beitrag von Simon(e) » Sa 8. Sep 2018, 20:53

Ein sehr bewegender Bericht!!!
Ich war sehr gerührt!!!

Janine
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Re: "Geschlechtliche Vielfalt - trans*"

Post 4 im Thema

Beitrag von Janine » So 9. Sep 2018, 16:50

Danke Anne-Mette für den link zu dieser wirklich sehr aufschlussreichen und berührenden Dokumentation! Ist wirklich sehr schön gelungen! Großen Respekt natürlich für die kleine mutige Nori und ihre Mutter, wie sie mit ihrem 'Problem' umgehen! (ap) … ganz ganz toll!! (flow)

Es ist im Film schön zu sehen, wie Geschlechtsidentität erstmal wenig zu tun hat mit dem körperlichen Geschlecht, mit dem man geboren wird, es ist eher eine Frage der Psyche und der eigenen inneren Haltung zu sich selbst. In diesem Fall hat sich die Ausrichtung bei Nori bereits früh gezeigt und dank der Entschlossenheit aber auch der konsequent ablehnenden Haltung des Kindes gegenüber dem zugewiesenen männlichen Geschlecht und dessen Rollenanforderungen wurde früh darauf reagiert ... oder musste einfach reagiert werden, da das Leiden von Nori bereits besorgniserregende Ausmaße, ja existenzbedrohende Formen angenommen hatte. Natürlich keine einfache Sache, insbesondere für die Mutter, für die dies eine völlig neue und unerwartete Situation darstellte, und eben das gesamte Umfeld. Schlussendlich scheint aber das Verständnis gesiegt zu haben und ein doch etwas geschützter Rahmen konnte für das Kind geschaffen werden (smili) .

Bei mir stellt sich jetzt halt die Frage, beispielsweise in Bezug Einteilung in das 'dritte' Geschlecht, ob da nicht eine gewisse Erleichterung des Leidens geschaffen werden könnte, Ob nicht genau hier, wo die psychischen und körperlichen Gegebenheiten nicht zusammen passen wollen, nicht auch vom 'dritten' Geschlecht gesprochen werden müsste, ohne dass das Kind mit ''uneindeutigen' Geschlechtsmerkmalen geboren wurde. Das Kind leidet meines Erachtens ja in erster Linie nicht daran, kein Mädchen zu sein, sondern die mädchenhafte Attribute nicht frei leben zu dürfen (z. B. frei mit Puppen spielen zu können, schöne Kleider tragen zu dürfen usw.). Es gibt hier eigentlich keinen Spielraum oder Wahlfreiheit für sie, entweder ich bin Junge oder Mädchen, wobei ich alle Besonderheiten der 'anderen Seite' möglichst unterbinden muss und nicht ausleben bzw. zeigen darf, sonst verlier ich die Zuordnung, werde evtl. von Anderen gemobbt, ausgeschlossen usw. ... vielleicht wäre für Nori schon ausreichend und zufriedenstellend, wenn sie einfach ein Junge sein könnte, der eben alles Kleider der Welt anziehen und sich bei Bedarf schminken darf, wenn sie möchte einen weiblichen Beruf ergreifen darf und so manches mehr. Hier sieht man mal wieder, dass wir trotz allen Fortschritten in der gesellschaftlichen Entwicklung doch noch sehr am Anfang mit der Debatte stehen. Aufklärung tut not, insbesondere in den Schulen und Betrieben, einfach in allen Einrichtungen, wo genau diese (strenge) Geschlechtereinteilung (noch) eine Rolle spielt. Einfach darüber zu informieren und es entsprechend als etwas 'Normales' und Gleichwertiges, was den Mensch und seine Geschlechtsausprägung und das damit verbundene Verhaltensmuster angeht, anzusehen. Dies sollte das Ziel sein. Vielleicht werden solche öffentliche Diskussionen in größerem Umfang schon deshalb vermieden, da in so Manchem vielleicht etwas ganz Verdrängtes aufgeweckt werden könnte. Und dann steht die Person, die vielleicht immer eine ganz klare Haltung und Meinung dazu hatte, sich plötzlich in einer Situation sieht, wie die kleine Nori bereits mit zwei Jahren. Es hat sich ja schon bei so manchem auch in reiferem Alter gezeigt, was noch so in einem schlummert und die Erkenntnis, dass man sich bisher wohl auf einem Irrweg befand. Nachholen kann man ja dann leider nichts mehr.

Wäre schön, wenn sich die zuständigen Politiker für solche Gesetze, grade was das 'dritte' Geschlecht angeht, vielleicht auch eine solche Dokumentation anschauen würden und sich dann auch fragen würden, ob es nicht ganz viele kleine (aber auch große) Noris in der Gesellschaft leben, eben viele, die bereits in eine Rolle gezwungen wurden, die eigentlich nicht ihre ist.

Ich wünsche jedenfalls Nori und ihre Mutter weiter so viel Liebe und Kraft, die sie bisher schon bewiesen haben auf ihrem sicherlich nicht leichten Weg! (dr) ...

und sorry, wenn ich etwas stark in die Diskussion um das 'dritte' Geschlecht abgeschweift bin, aber die Frage nach der Geschlechtszuordnung ist eben keine kleine, sondern wie man eben auch im Film gesehen hat, eine eminent wichtige !

Liebe Grüße
Janine (ki)

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