HRT/HET ohne Blocker
HRT/HET ohne Blocker - # 2

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Eisfee
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 16 im Thema

Beitrag von Eisfee » So 3. Jun 2018, 23:50

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 20:44
...
Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Bei mir zeigte sich nach etwa einem Jahr zwar ein kurzzeitiger Rückgang des Testosteronwertes, doch inzwischen ist alles wieder im männlichen Normbereich. Es sieht praktisch so aus, als hätte ich nie Hormone genommen oder anders ausgedrückt: Allein durch die Gabe von Östrogen und anderer weiblicher Hormone lässt sich bei mir das Testosteron nicht zurückdrängen und keine „Verweiblichung“ des Körpers erreichen.
...
Ich lese nur extrem selten von solchen Fällen, bei denen es ohne Blocker anscheinend nicht geht.
Wie hoch war denn Deine Höchstdosis vorher über welchen Zeitraum und mit welcher Applikationsform genau?

ExuserIn-2018-07-15

Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 17 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-07-15 » Mo 4. Jun 2018, 08:19

Die HET ist wie eine Art Wundertüte - es kann "alles" passieren oder gar nichts, schnell oder langsam. Deshalb finde ich die regelmäßige ärztliche Kontrolle und die Ermittlung der Laborwerte ebenso wichtig wie eine psychologische Begleitung. Nichts davon möchte ich missen.

Ich mache nun seit einem halben Jahr HET und bekam am Anfang für einen Monat eine Viertel Tablette Androcur und 1,5 mg Estradiol (2 Hub Gynokadin-Gel) verordnet. Aufgrund der schweren Spannungen in meiner transphoben Familie und den anhaltenden Schikanen und Aggressionen gegen mich, stellte ich jedoch das Schlucken der Blocker bereits nach 2 Wochen ein. Zu groß war die Angst, durch die Nebenwirkungen in Depressionen zu verfallen und psychisch zusammenzubrechen. Da sich die Situation nicht entspannte, verzichtete ich weiterhin auf Androcur.

Im zweiten Monat nahm ich 3 mg Estradiol und erreichte allein damit bereits die unteren Grenzwerte für einen weiblichen Hormonspiegel. Das Brustwachstum setzte nach 6 Wochen ein.
Im dritten Monat erhöhte ich auf 4,5 mg Estradiol und befand mich danach hormonell voll im weiblichen Bereich.
Jetzt nehme ich wieder die geringere Dosis von 3 mg Estradiol.

Das Brustwachstum setzte sich knapp 4 Monate lang ununterbrochen unter Druckschmerz und Spannungen fort, bis meine AA-Körbchen gut gefüllt waren. Seit ein paar Wochen sind die (angenehmen) Schmerzen fort, trotzdem haben sich die Brüste weiter vergrößert bis auf Cup A. Zum Nachmessen hab ich keine Lust. Mir ist wichtig, wie ich mich fühle, dass die Blutwerte stimmen und ich den Eindruck habe, dass sich etwas tut. Wenn ich plötzlich BHs ausfülle, in denen ich vorher fast nur Luft hatte, dann reicht mir dieser Fakt und ich freu mich drüber ;-)

Auch die Veränderungen der Gesichtszüge sind erstaunlich. Dazu brauch ich nur Fotos nebeneinander zu legen. Der Muskelabbau vor allem in Schultern und Oberkörper ist so groß, dass ich von 48/50 Männerkonfektionsgröße inzwischen bei 42-44 für Oberteile und 44 für Röcke gelandet bin. Während der HET hab ich außerdem nochmals abgenommen, fast 10 kg, und bin bei gut 70 kg gelandet bei 1,80m Größe.
Bezüglich Körperbehaarung und Haut sind die Veränderungen sehr gering, da ich ohnehin nur drei Körperhaare und schon immer sehr weiche zarte Haut hatte.
Mein Kopfhaar sprießt ungefähr doppelt so schnell in der Länge, was meinen Friseur in Erstaunen versetzt. Das Haar wird außerdem allmählich etwas dicker. Es war sehr, sehr fein und machte mir enorme Arbeit trotz zahlreicher Experimente zur Erleichterung.

Ich bin jedenfalls mehr als zufrieden und freu mich jeden Tag, dass ich die HET so schnell beginnen konnte und Nebenwirkungen - mal abgesehen von den pubertätsbedingten (ich sage nur: PINK!) - komplett ausbleiben. Es geht auch ohne Blocker alles in einem - zumindest für mich - rasanten Tempo, das meine Hoffnungen noch übertrifft. Insoweit muss der "sanfte Weg" nicht zwangsläufig langsam sein.

LG
Semele (so)

Andrea aus Sachsen
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 18 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Do 7. Jun 2018, 19:38

.
Eisfee hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 23:50
Wie hoch war denn Deine Höchstdosis vorher über welchen Zeitraum und mit welcher Applikationsform genau?
Anfangs nahm ich Östrogen in Form von Estradot®, beginnend mit 25µg/24h, dann gesteigert auf 75µg/24h. Später wechselte ich auf Lenzetto®-Spray mit bis zu 4 Sprühstößen täglich. Parallel dazu nahm ich auch Progesteron als Famenita 100mg oder Progestogel, mal täglich, mal in 14-tägigen Zyklus.
Das beste Ergebnis mit einem geringfügigen Rückgang des Testosterons wurde mit täglich 2 Stößen Lenzetto®-Spray und Famenita 100mg zyklisch erreicht. Statt einer weiteren Verbesserung mit 4 Stößen kehrte das Testosteron unbeeindruckt zurück. Daran änderte auch eine Rückkehr zur alten Dosierung nichts.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

Jaddy
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 19 im Thema

Beitrag von Jaddy » Do 7. Jun 2018, 21:05

Zum Thema Werte und "T geht nicht runter": Ich habe ja endlich meine Testergebnisse \o/ Aber hatte noch keine Besprechung mit der Endo. Von daher ist das folgende erst mal meine Interpretation.

Die wichtigsten Werte:
Bildschirmfoto 2018-06-07 um 20.31.56.png
(zur Erinnerung: 2mg Estradiol / Tag)

D.h. auf den ersten Blick wäre ich auch hormonell Enbi. Estradiol im weiblichen Normal (142), Testo im männlichen Normal (5,6).
LH und FSH in action, also mein Köroer bemüht sich redlich.

Aber SHBG ist stark über normal, DHT und freies Testo am unteren Ende und der FAI sehr niedrig. SHBG fängt Sexualhormone ein. Und zwar am liebsten die männlichen (DHT > T > Androstendion), das schützt Frauen vor Vermännlichung, und danach erst Estradiol und Estron.

Wenn ich das richtig verstehe wird also das ganze produzierte T durch wegfangen unwirksam. Und die Ö-Wirkungen sehe ich ja. Mal sehen was Frau Dr. dazu sagt.

Ich denke, das ist auch so ein Fall, wo persönliches Befinden und Selbstbeobachtung wichtiger sind als die reinen Zahlen. So gerne ich auch objektive Messwerte und Berechnungen habe :)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

triona
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 20 im Thema

Beitrag von triona » Do 7. Jun 2018, 23:18

Der Bericht von Ava ist realistisch.
Meines Wissens sind die Andockstellen für Testo und Östro im Körper die Selben. Und wenn Östro von außen zugeführt wird und die Rezeptoren besetzt, dann wird kein / weniger Testo mehr produziert. (Regelkreislauf wie im Artikel beschrieben.)

Bei mir hat minimale Östro-Dosis (100µg 17-ß-Estradiol Hemihydrat, transdermal über Pflaster) ohne Blocker befriedigende Ergebnisse erbracht. Vollständiger Behandlungsbericht (über 11 Jahre) gerne mit Email. Wenn gewünscht bitte PN.


liebe grüße
triona

Nicki
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 21 im Thema

Beitrag von Nicki » Do 7. Jun 2018, 23:54

triona hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 23:18
Der Bericht von Ava ist realistisch.
Meines Wissens sind die Andockstellen für Testo und Östro im Körper die Selben. Und wenn Östro von außen zugeführt wird und die Rezeptoren besetzt, dann wird kein / weniger Testo mehr produziert. (Regelkreislauf wie im Artikel beschrieben.)

Bei mir hat minimale Östro-Dosis (100µg 17-ß-Estradiol Hemihydrat, transdermal über Pflaster) ohne Blocker befriedigende Ergebnisse erbracht. Vollständiger Behandlungsbericht (über 11 Jahre) gerne mit Email. Wenn gewünscht bitte PN.


liebe grüße
triona
Wer ist Ava? :roll:

Und ist dein T denn nennenswert runter gegangen?

Sahara65
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 22 im Thema

Beitrag von Sahara65 » Fr 8. Jun 2018, 00:00

@Semele
ich habe auch 48-50 männerkonfektion, aber das ich nächstes jahr im sommer auf 42-44 schrumpfe bezweifel ich stark.
demnach müsste der knochenbau sich maßiv zurück ziehen.

und wenn ich mir eure fazits der reihe nach durchlese bin ich da wo ich vorher war.
außer großteils aus kürzeln zusammengefasste feedbacks sehe ich eigentlich nichts.

Eisfee
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 23 im Thema

Beitrag von Eisfee » Fr 8. Jun 2018, 01:01

Andrea aus Sachsen hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 19:38
.
Eisfee hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 23:50
Wie hoch war denn Deine Höchstdosis vorher über welchen Zeitraum und mit welcher Applikationsform genau?
Anfangs nahm ich Östrogen in Form von Estradot®, beginnend mit 25µg/24h, dann gesteigert auf 75µg/24h. Später wechselte ich auf Lenzetto®-Spray mit bis zu 4 Sprühstößen täglich. Parallel dazu nahm ich auch Progesteron als Famenita 100mg oder Progestogel, mal täglich, mal in 14-tägigen Zyklus.
Das beste Ergebnis mit einem geringfügigen Rückgang des Testosterons wurde mit täglich 2 Stößen Lenzetto®-Spray und Famenita 100mg zyklisch erreicht. Statt einer weiteren Verbesserung mit 4 Stößen kehrte das Testosteron unbeeindruckt zurück. Daran änderte auch eine Rückkehr zur alten Dosierung nichts.
Ok, danke.
Also ich rechne das mal eben für alle auf Gel um:
Du hast also mit Pflastern angefangen, welche einer Gel-Tagesdosis von etwa 2 mg entsprechen. Hast dann später auf umgerechnet 6 mg erhöht.
Dann das Lenzetto, was bei 4 Stößen ebenfalls ca. 6 mg entspricht.

Das ist auf jeden Fall schon eine ganze Menge, diese 6 mg.
Etwas kontraproduktiv könnte eventuell das Progesteron gewesen sein, da es eigentlich dem Östro etwas entgegenspielt.

Jetzt wäre noch interessant, wie hoch der schlussendlich gemessene Östro-Spiegel lag bei Dir.

Da für die benötigte Östromenge meines Wissens auch Körpergewicht, Muskelmasse und genetische Veranlagung relevant sind, hättest Du es vielleicht einfach noch mit etwas höherer Dosis, zum Beispiel 8 mg, ausprobieren können.

Aber falls Dein Östro-Serumspiegel eh hoch genug war, dann natürlich nicht.

-----

Aber um nicht nur Fragen zu stellen, schreib ich jetzt auch mal kurz was von mir:
Man muss bei den Laborwerten übrigens manchmal gut aufpassen, da zum einen jedes Labor eigene Referenzwerte benutzt und zum anderen oft andere Einheiten verwendet werden.
Also einfach richtig auf ausgewiesenen Einheiten achten!
Und gerade am Anfang werden öfter noch die falschen (männlichen) Referenzwerte ausgewiesen. Also auch darauf achten!

So, nun zu meinen Erfahrungswerten:
Bei mir hatten am Anfang 2 mg (ohne Blocker und ohne Progesteron) bereits ausgereicht, den Testowert innerhalb von 6 Wochen auf 1/3 herunter zu fahren.
Danach habe ich die Dosis über einige Wochen schleichend immer weiter erhöht. Und zwar soweit, bis ich mich nicht mehr wohlgefühlt habe damit.
Ich habe mich also nicht an ärztliche Vorgaben gehalten, ja, ich böses Mädchen!
Sondern einfach nur ausprobiert, wo meine Wohlfühldosis liegt.

Das waren dann im Ergebnis ca. 6 bis 10 mg. Wenn ich längere Zeit höher als 10 gegangen bin, dann hatte ich mich teilweise eher etwas unwohl gefühlt. Schwer zu beschreiben.
Mit diesen Werten sprang mein Testo jedenfalls nahezu auf null. Also noch unter die für Frauen üblichen Mindestwerte.

Blocker habe ich niemals genommen.
Progesteron jedoch habe ich nach ca. 2 bis 3 Jahren HRT irgendwann einfach mal dazu genommen.
Ich kann nur leider selbst nach längerer Progesterongabe nicht sagen, ob es irgendeinen nennenswerten Vorteil hätte gegenüber vorher.
Das einzige was mir da aufgefallen ist, das Progesteron in etwas zu hoher Dosierung schnell zu Unwohlbefinden führt bei mir.
Ich nehme da also nur einen eher kleineren Hub pro Tag.

Ich hoffe ich konnte der einen oder anderen damit etwas weiter helfen.
Sorry für den vielen Text.

triona
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 24 im Thema

Beitrag von triona » Fr 8. Jun 2018, 10:10

Nicki hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 23:54
triona hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 23:18
Der Bericht von Ava ist realistisch.
Meines Wissens sind die Andockstellen für Testo und Östro im Körper die Selben. Und wenn Östro von außen zugeführt wird und die Rezeptoren besetzt, dann wird kein / weniger Testo mehr produziert. (Regelkreislauf wie im Artikel beschrieben.)
Wer ist Ava? :roll:
Das ist die Verfasserin des von dir im ersten Beitrag verwiesenen Artikels.

https://www.gendertreff.de/2014/08/09/z ... ntherapie/


Nicki hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 23:54
triona hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 23:18
Bei mir hat minimale Östro-Dosis (100µg 17-ß-Estradiol Hemihydrat, transdermal über Pflaster) ohne Blocker befriedigende Ergebnisse erbracht. Vollständiger Behandlungsbericht (über 11 Jahre) gerne mit Email. Wenn gewünscht bitte PN.
Und ist dein T denn nennenswert runter gegangen?

Ja. Das schwankt seit über 10 Jahren innerhalb des "Normalbereichs" für Frauen.


liebe grüße
triona

Nicki
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 25 im Thema

Beitrag von Nicki » Fr 8. Jun 2018, 20:21

Eisfee hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 01:01
Also ich rechne das mal eben für alle auf Gel um
Blöde Frage: Wie rechnest du das um? :oops:

Andrea aus Sachsen
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 26 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Sa 9. Jun 2018, 01:51

.
Eisfee hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 01:01
Jetzt wäre noch interessant, wie hoch der schlussendlich gemessene Östro-Spiegel lag bei Dir.
Dazu hatte ich hier schon was geschrieben: viewtopic.php?f=123&t=11666&start=90#p180813
Die Tabelle werde ich in den nächsten Tagen, wenn meine neuesten Werte vorliegen, mal ergänzen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

Eisfee
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 27 im Thema

Beitrag von Eisfee » Sa 9. Jun 2018, 09:31

Nicki hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 20:21
Eisfee hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 01:01
Also ich rechne das mal eben für alle auf Gel um
Blöde Frage: Wie rechnest du das um? :oops:
Da gibt es einige Artikel im Web.
0,25 µg Pflaster lassen in etwa so ganz grob einen Östro-Seriumspiegel wie ca. 2 mg Gel entstehen.
und beim Lenzetto sind es ja ca. 1,5 mg je Sprühstoß.
Die 3,5 oder sogar 7 Tagespflaster geben übrigens am Anfang bis zu 25% mehr ab!
Entsprechen dann also zu Beginn bis zu 2,5 mg und zum Ende der Tragezeit hin ca. 1,5 mg.
Deshalb lasse ich die Pflaster stets einen Tag länger drauf als vorgesehen und klebe dann schon paralel das nächste.
Vom Lenzetto-Spray bin ich leider nicht so begeistert gewesen. Meinem Gefühl nach sind das eher nur 1 oder 1,25 mg je Sprühstoß.
Aber das muss jede für sich ausprobieren und entscheiden.
Andrea aus Sachsen hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 01:51
.
Eisfee hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 01:01
Jetzt wäre noch interessant, wie hoch der schlussendlich gemessene Östro-Spiegel lag bei Dir.
Dazu hatte ich hier schon was geschrieben: viewtopic.php?f=123&t=11666&start=90#p180813
Die Tabelle werde ich in den nächsten Tagen, wenn meine neuesten Werte vorliegen, mal ergänzen.
Eine schöne Tabelle hast Du da erstellt Andrea.
Immerhin ist Dein DHT etwas runter gepurzelt mit der Zeit. Das ist ja das eigentliche Vermännlichungshormon, entstehend aus einem Teil des verfügbaren Testos.
Natürlich bin ich keine Ärztin, allerdings würde ich vom reinen Erfahrungsschatz her ganz vorsichtig sagen, dass Deine Östrogendosis eventuell immernoch zu niedrig war.
Hast Du es jemals mit einer höheren Dosis probiert und war das Deinem Körper zu unangenehm?

Ja, ich weiß sehr wohl, dass die meistens Endos eher niedrige Dosen empfehlen. Aber das liegt meines Erachtens auch daran, dass sie sich vornehmlich an ihren anderen Frauen, vor allem an den Wechseljahres-Frauen orientieren. Und die werden wohl mit ca. 2 mg gefüttert. Aus meiner Gesamterfahrung empfinde ich jedenfalls die oft pauschal gehuldigte 6 oder 8 mg Grenze als unzureichend. Jeder Mensch ist anders!
Natürlich gibt es einige von uns, die fliegen schon mit 2 mg in den höchstmöglichen Seriumspiegeln. Das habe ich auch schon gesehen. Aber eben nicht alle! Viele liegen erst mit satten 6 oder 8 mg im grünen Bereich. Und ich kann von mir zumindest sagen, ich hatte auch schon 2 100er Pflaster zu gleich drauf geklebt. Das wären also ca. 16 mg!!!
Da brennt mir dann allerdings auch die Brust, das Drüsengewebe wird hart und ich bekomme dezente Hitzewallungen. Das war also insgesamt eher etwas heftig aber kurzzeitig auch kein wirkliches Problem.

Es muss natürlich jede für sich entscheiden.
Ich wünsche Euch so oder so ganz viel Erfolg und auch Geduld auf Eurem langen und schwierigen Weg.

ExuserIn-2018-08-05
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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 28 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-08-05 » Sa 9. Jun 2018, 10:10

Eisfee hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 01:01

Sorry für den vielen Text.
Hallo Eisfee,

ich bitte ausdrücklich um viel Text. Das Thema ist bestimmt nicht nur für mich sehr interessant. Danke für die ausführliche Berichterstattung.

LG Kati
Ich trage niemals Make-up, alles an mir ist natürlich!

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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 29 im Thema

Beitrag von Nicki » Sa 9. Jun 2018, 18:57

Ich bin da ganz Kati's Meinung! Ihr könnt zu dem Thema kaum genug Text posten! :D

Also wie ich das hier so lese, scheint mir, dass die meisten doch höhere Dosen Estrogen benötigen, wenn man keine Blocker nimmt. Mir fällt es da echt schwer bei meinen 1,5 mg zu bleiben! :roll:

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Re: HRT/HET ohne Blocker

Post 30 im Thema

Beitrag von Jaddy » Sa 9. Jun 2018, 21:14

Das kommt drauf an, was Du erreichen willst und wie Du Dich mit den Sachen fühlst. Generell sind Hormone immer noch keine Smarties, aber auch keine Zauberpillen für Instant-Körpertausch. Nach meinen Beobachtungen an mir und bei anderen sag ich mal "sie kommen langsam, aber gewaltig". So zwei Wochen sollte man sich nach einer Dosierungsänderung schon Zeit geben, damit sich was verändern kann.

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