Transgender: Gewählter Name gut für Psyche
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Anne-Mette
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Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 3. Apr 2018, 09:03

Moin,

hier gibt es mehr zu lesen: https://www.pressetext.com/news/20180403001

Gruß
Anne-Mette

Saari
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 2 im Thema

Beitrag von Saari » Di 3. Apr 2018, 09:45

Ich denke auch, dass der von den Betroffenen gewählte Namen gut für die Psyche der Person ist.

Ulrike-Marisa
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 3. Apr 2018, 11:03

Moin,

das Anliegen kann ich voll unterstützen, hätte ich in meiner Jugend auch gerne gehabt. als ich mit dem Wunsch Mitte der 60-ziger Jahre bei meinen Eltern ankam, gabs erst mal was hinter die Löffel/Ohren.
Auch heute löst mein gewählter Name Zufriedenheit bei mir aus, wenn ich bewusst daran denke.


Gruß, Ulrike-Marisa ))):s

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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 4 im Thema

Beitrag von Sabrina.P » Di 3. Apr 2018, 11:11

Konnte mich zu anfangs mit meinem männlichen Namen schon nicht abfinden, des Namens wegen nicht aus TS Sicht, auch wenn meine Eltern ihn toll fanden. Schon aus diesem Grund sollte ein Namenswechsel einfacher sein. Mit Sabrina kann ich mich identifizieren, dies aber auch schon seit ca. 30 Jahren.
Liebe Grüsse
Sabrina

MichiWell
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 5 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 3. Apr 2018, 12:58

Ich kann Sabrina nur zustimmen.

Auch wenn ich mit dem Namen, den mir meine Eltern gaben, nicht unzufrieden bin, gibt es genug cis-Menschen, die auch noch im Erwachsenenalter unter dieser Namenszuweisung leiden. Ich selbst habe über die Jahre ein paar davon kennengelernt.

Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert, wenn der Name nur vorläufig ist, und die Kinder in einem bestimmten Alter selbst darüber entscheiden können, ob sie diesen Namen behalten oder sich einen anderen geben wollen. Ein guter Zeitpunkt dafür wäre das Alter, in dem man normalerweise seinen ersten Ausweis bekommt.

In diesem Zusammenhang könnte man auch die Geschlechterfrage mit abhaken, mal unabhängig davon, ob es noch einen Geschlechtseintrag als zwingendes, grundlegendes Merkmal geben sollte, oder wie ich schon mal vorgeschlagen hatte, diese Frage über einen optionalen Namensvorsatz verträglich für jene Menschen abzubilden, die das dringende Bedürfnis haben, sich hochoffiziell in eine Geschlechterschublade einzusortieren.


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Rabea-Marie
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 6 im Thema

Beitrag von Rabea-Marie » Di 3. Apr 2018, 13:17

Huhu alle!

Bei mir ist es tatsächlich anders... Rabea ist der Name den ich bekommen hätte wäre ich ein Mädchen geworden. Marie hab ich nur hinzugefügt weil ich diesen Namen so schön finde und auch weil er irgendwie zu Rabea eine Art kontroverse bildet die ich schön finde.

Wenn ich mir jetzt aber vorstelle ich würde mir selbst enfemme begegnen und "mich" mit Marie ansprechen, hab ich das Gefühl dass es nicht so richtig passt. Bei Rabea ist es genau umgekehrt, den Klang empfinde ich zwar als nicht so schön wie Marie aber vom Gefühl her passt er einfach zu mir.

LG Rabea

Anne-Mette
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 5. Apr 2018, 19:39

Moin,

auch das Ärzteblatt meldet sich in dieser Angelegenheit zu Wort:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... Gesundheit

Gruß
Anne-Mette

Jasmine
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 8 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 5. Apr 2018, 21:32

Seit meinem Outing meiner Partnerin gegenüber, was für mich schon eine große Last von meinen Schultern nahm, war die Namensfindung wichtig. Seither fühle ich mich auf jeden Fall bestätigt und besser.
Liebe Grüße Jasmine
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Simone 65
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 9 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Fr 6. Apr 2018, 01:13

Mmh . Hier geht es um Kinder , Jugendliche. Ich hätte damals NIEMALS Simone geheissen. Ich wurde mit dem Namen gehänselt.
Aber was ist mit uns Älteren . Ich möchte mein Namen haben . Wenn ich mit meinen alten Namen angesprochen werde , tut mir das nicht auch weh ?
Wenn ich als Frau Simone auftrete und alte Bekannte , mein Neffe mich mit den alten Namen ansprechen.
Ist die Suizidrate , bei uns Älteren etwa geringer ?
LG , ich heiße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

ab08
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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 10 im Thema

Beitrag von ab08 » Fr 6. Apr 2018, 07:38

Hallo meine Lieben,

dass (und wo) über dieses Thema diskutiert wird, ist interessant, auch wenn die "Tatsache" keine besondere Nachricht ist.
Denn, dass es so ist, sollte klar sein... (In der Psychiatrie, sprachen wir natürlich(!) Patienten stets mit dem gewünschten Namen an :wink: )

Dass darüber diskutiert wird, macht, zumindest mir, Hoffnung, dass sich bzgl. TSG usw. doch was tut ... :wink:

Liebe Grüße
Andrea
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ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 11 im Thema

Beitrag von Jasmine » Fr 6. Apr 2018, 08:09

Simone 65 hat geschrieben:
Fr 6. Apr 2018, 01:13
Ich möchte mein Namen haben . Wenn ich mit meinen alten Namen angesprochen werde , tut mir das nicht auch weh ?
Wenn ich als Frau Simone auftrete und alte Bekannte , mein Neffe mich mit den alten Namen ansprechen.
Natürlich tut mir es auch weh wenn ich mit meinem alten Namen angesprochen werde. Ich bin Jasmine, so fühle ich mich, so gehe ich raus und dann erwarte ich auch so angesprochen zu werden. Mein Umfeld musste lernen, wer ich bin, wie ich lebe und welchen Namen ich für richtig halte. Zum Beispiel mein Hausarzt hat in der Akte einen entsprechenden Vermerk gemacht. Wenn ich unter den Blicken im Wartezimmer sitze und die Stimme ertönt: Jasmine ..........bitte Zimmer ..... dann ist das zwar für mich mittlerweile normal aber trotzdem freue ich mich. Dem Doc habe ich gestattet mich mit dem Vornamen anzureden, daher erfolgt die Begrüßung wie folgt: Morgen Jasmine was kann ich für dich tun? Es ist für mich schön und ich denke es ist meiner Gesundheit zuträglich. Auch beim Bäcker, Metzger u.a. werde ich mit meinem Namen angesprochen. Das ist für mich gut so.
Liebe Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

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Re: Transgender: Gewählter Name gut für Psyche

Post 12 im Thema

Beitrag von melody1992 » Fr 6. Apr 2018, 10:17

Hallo,

das kann ich auch nur unterstützen. (hs)

Ich mag das Gefühl mit dem Namen angesprochen zu werden, dessen Geschlecht ich mich zugehörig
fühle. Es fühlt sich in etwa so wie eine Umarmung zur Begrüßung an, statt ein einfacher Händedruck.

Ich habe mir im Jugendalter nie Gedanken um meinen Namen gemacht. Er entstand eher plötzlich.
Als an einem Abend die Eltern meiner damaligen BF nicht da waren, hatte sie den Vorschlag dass
wir mal wieder einen Mädchenabend machen könnten. Wir haben uns dann gegenseitig geschminkt,
die Nägel gemacht und verkleidet, als sie mich plötzlich fragte: "Und? Wie möchtest du heißen?"
Ich habe dann etwas überlegt und kam auf meinen Namen "Melanie". Da aber nur wir beide das
Geheimnis kannten, durfte sie mich immer nur so ansprechen wenn wir alleine waren.

Es ist merkwürdig was das mit einem macht, wenn man sich selbst einen (Wunsch-) Namen gibt.
Danach wurde mir erst richtig bewusst, dass mein biologisches und gefühltes Geschlecht divergieren.

LG, Mel )))(:

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