Orchiektomie
Orchiektomie - # 4

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-Alexandra-
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Re: Orchiektomie

Post 46 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Mi 3. Jan 2018, 11:43

Hallo :)
Auf meine E-Mail an die Urologische Klinik hab ich gestern die Antwort bekommen, dass ich telefonisch einen Termin vereinbaren soll.
Das hab ich jetzt vorhin grade gemacht und einen Gesprächstermin für den 5.2. um 9:45 Uhr bei Dr. Liedl bekommen (he) (ap)
Telefonate fallen mir ja grundsätzlich immer etwas schwer, vorallem wenns um sowas geht, aber es war gar nicht schlimm, weil die da alle total nett sind am Telefon, da war meine Nervosität gleich weg :)

LG, Alex

Tatjana_59
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Re: Orchiektomie

Post 47 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Mi 3. Jan 2018, 11:47

Alex hat geschrieben:
Mi 3. Jan 2018, 11:43
Hallo :)
Auf meine E-Mail an die Urologische Klinik hab ich gestern die Antwort bekommen, dass ich telefonisch einen Termin vereinbaren soll.
Das hab ich jetzt vorhin grade gemacht und einen Gesprächstermin für den 5.2. um 9:45 Uhr bei Dr. Liedl bekommen (he) (ap)
Telefonate fallen mir ja grundsätzlich immer etwas schwer, vorallem wenns um sowas geht, aber es war gar nicht schlimm, weil die da alle total nett sind am Telefon, da war meine Nervosität gleich weg :)

LG, Alex
Hallo Alex,

hab dir ja gesagt dass das mit Tele easy ist.
Theoretisch müsste ich am 05.02. noch in der Klinik sein.
Würde mich freuen wenn du auf einen Sprung vorbeischauen würdest.

LG Tatjana

-Alexandra-
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Re: Orchiektomie

Post 48 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Mi 3. Jan 2018, 12:33

Tatjana_59 hat geschrieben:
Mi 3. Jan 2018, 11:47

Theoretisch müsste ich am 05.02. noch in der Klinik sein.
Würde mich freuen wenn du auf einen Sprung vorbeischauen würdest.
Hallo Tatjana :)
Falls du da noch dort bist, besuche ich dich (smili) )))(:
Auf alle Fälle wünsche ich dir aber, dass die OP gut und ohne heftigere Komplikationen verläuft!
LG, Alex

Tatjana_59
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Re: Orchiektomie

Post 49 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Mi 3. Jan 2018, 13:07

Danke Alex, ich glaube du hast meine Handynummer wenn mich nicht alles täuscht, wenn nicht gib mir Bescheid, bekommst sie dann über PN.

LG Tatjana

-Alexandra-
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Re: Orchiektomie

Post 50 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Mi 3. Jan 2018, 13:27

Ja, die hab ich :)

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Re: Orchiektomie

Post 51 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » So 4. Feb 2018, 11:53

Hi :)
Morgen vormittag habe ich ja nun endlich den Gesprächstermin mit Dr. Liedl.
Jetzt frage ich mich schon seit Tagen wie sowas eigentlich abläuft? Muss ich mich da irgendwie drauf vorbereiten?
Und ist das nur ein Gespräch oder ist da auch eine körperliche Untersuchung mit dabei?
LG, Alex

-Alexandra-
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Re: Orchiektomie

Post 52 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » So 4. Feb 2018, 14:47

Leider habe ich da gar nicht nachgefragt, als ich vor ein paar Wochen angerufen hatte :(
Auf alle Fälle muss ich seit heute morgen fast ständig dran denken, wie das morgen so wird und vorallem was mir da alles so gesagt wird, wie das alles abläuft, wie lange ich auf einen OP-Termin warten muss usw.
Hoffentlich kann ich da einigermaßen gut schlafen heute Nacht, weil ich möchte da ungern so müde sein morgen :/

Mina
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Re: Orchiektomie

Post 53 im Thema

Beitrag von Mina » So 4. Feb 2018, 15:37

Huhu Alex,

Mach Dir heute Abend schöne relaxed Musik an und verzichte auf künstliches Licht. Statt dessen ein paar Kerzen. Ein nettes Hörspiel vielleicht.

Und falls das garnichts nützt, ne heiße Milch mit Honig. Das wirkt manchmal Wunder. (so)

Und klar bist Du innerlich aufgewühlt aber das Gefühl darfst Du in Zufriedenheit wechseln, denn morgen kommst Du einen Schritt näher an einen Teil Deiner Ziele. Das ist etwas schönes, welches genossen werden darf.

Du machst das schon )))(: :()b

Alles liebe
Mina
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

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Re: Orchiektomie

Post 54 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » So 4. Feb 2018, 16:48

Hallo liebe Alex,

Dr. Liedl wird mit dir den Ablauf der Op durchsprechen.
Er wird dir am PC zeigen was wie gemacht/verändert wird. Nicht erschrecken, die Bilder sehen nicht wirklich schön aus.
Er wird sich deinen Fragen stellen, ich hatte mir einen kleinen Fragenkatalog zusammengestellt den ich nach und nach abhakte.
Manche Frage musste ich stellen, manche Antworten ergaben sich schon aus der Aufklärung.
Ich weiß jetzt natürlich nicht wirklich wie es bei der Orchiektomie aussieht, denke aber das Gespräch wird ähnlich laufen.
Ob eine körperliche Untersuchung dabei ist vermag ich auch nicht sagen.
Bei mir war das ein eigener Termin drei Wochen vor Op, incl Labor, einem weiteren Aufklärungsgespräch, incl Anästhesistengespräch.
Praktisch schon auf die Op vollständig vorbereitet.
Ich dachte ich sei ziemlich abgeklärt im Vorfeld, habe aber die Nacht davor auch nicht gut geschlafen.

LG Tatjana

-Alexandra-
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Re: Orchiektomie

Post 55 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » So 4. Feb 2018, 22:24

Hi :)
Bilder von während der OP? :shock: Ohje, bei sowas bin ich heftig empfindlich, ich kann zwar Blut sehen, aber wenn irgendwas am Körper aufgeschnitten ist, dann wirds mir schnell schlecht :?
Naja, wenn es nicht direkt ein Foto, sondern sich eher um Zeichnungen handelt, ist es aber ok :D Ich denke ich werde es überleben :)
Was ich alles Fragen will, habe ich mir schon seit längerem überlegt :)
Ich hab mich jetzt grade zur Entspannung gebadet und mich nach knapp 2 Wochen auch endlich mal wieder um meine Körperbehaarung gekümert. Wär mir schon ziemlich unangenehm, wenn da überall Stoppeln sind und ich hab dann doch auch eine körperliche Untersuchung :? :D
Jetzt hoffe ich, dass ich bald müde werde, da ich die letzten 2 Wochen immer erst um 2 oder 2:30 ins Bett bin und bis um 10 oder 11 geschlafen habe. Ich hab zwar seit 3 Tagen versucht das wieder zu ändern (mit Wecker früh morgens stellen usw) , aber so ganz scheint es noch nicht zu funktionieren :/
Auf alle Fälle gehe ich jetzt ins Bett und werde noch ein bisschen in einem Buch lesen :)

LG, Alex

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Re: Orchiektomie

Post 56 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Mo 5. Feb 2018, 12:45

Hi :)
Das Gespräch heute hatte ich jetzt doch nicht beim Liedl sondern mit der Frau Witczak. Aber sie finde ich auch total nett und sympathisch :)
Sie hat mir erst die vermutlich üblichen Fragen gestellt, wie lange ich schon in Therapie bin, seit wann ich die HET mache usw. Anschließend meinte sie, dass sie mir, auch wenn ich nur eine Orchiektomie möchte, trotzdem die Fotos zeigen muss, wie eine Gaop abläuft. :D Naja, es war schon heftig zu sehen, wie das ausssieht wenn da alles blutig und aufgeschnitten ist, aber mir ist glücklicherweise nicht schlecht geworden, ich war nur kurz davor :oops: (Danke nochmmals für die "Vorwarnung" Tatjana :D )Auch wenn ich ungefähr wusste, wie das abläuft, war es trotzdem nochmal ganz interessant es ganz genau erklärt zu bekommen :)
Naja, jetzt ist es so, dass ich leider auf alle Fälle trotzdem erst noch ein Gutachten über meine Transsexualität brauche und ein Indikationschreiben.
Das Indikationsschreiben wird denke ich kein Problem sein. Das bekomme ich hoffentlich schnell vom Dr. Vogel. Aber so Gutachten ziehen sich ja doch sehr lange :(
Im März habe ich meinen 2. Termin beim 2. Gutachter für die Namensänderung und das 1.-Gutachten vom Dr. Vogel da habe ich übermorgen den Termin. Ich weiß nur leider nicht wie lange es dann dauert bis die dann geschrieben sind :( Und dann ist es fraglich ob ich es wirklich verkürzen kann die Zeit bis zur OP indem ich es selber zahlen würde. Die Frau Witczak konnte mir leider auch nicht genau sagen ob dann noch die 18 Monate Psychotherapie Vorraussetzung sind (ich hatte erst im Juni 2017 mit den Therapiestunden angefangen)
Es lief zwar alles super heute, aber ein bisschen deprimiert bin ich trotzdem, weil mir heute wieder sehr bewusst wurde, dass ich wenn mans genau nimmt, ich nicht über meinen eigenen Körper selbst bestimmen darf, sondern nur andere Menschen sagen dürfen: Ja, sie darf ohne das Zeug da unten leben" oder "Nein, es war noch nicht kompliziert genug, da muss erst noch zig bürokratisches Zeug zu erledigen sein und in der Zwischenzeit sich monatelang mit schmerzenden Leistenkanal rumquälen und mit Androcur die Funktion eines überflüssigen Organs unterdrücken"
Allerdings habe ich leider auch nur knapp 6 Stunden geschlafen heute Nacht, das ist viel zu wenig. Da ist es auch nicht so verwunderlich, dass ich heute schnell deprimiert bin :/

Ich hoffe spätestens übermorgen, wenn ich das Ganze mit dem Dr. Vogel besprochen habe (und vorallem ausgeschlafen habe :? ), kann ich die Sache wieder etwas positiver sehen.
Und falls wirklich alle Stricke reißen sollten, bleibt mir noch die Möglichkeit es im Ausland machen zu lassen, da ich es mir ja schlecht selber wegmachen kann -.-

LG, Alex

ChristinaF
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Re: Orchiektomie

Post 57 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Mo 5. Feb 2018, 12:58

Hallo Alex,
ich kann dich so gut verstehen, wenn du schreibst, dass bei uns alles xxxmal bürokratisch nochmal geklärt werden muss. Genau das isses, was bei mir immer wieder den Gedanken hochtreibt, all dies passiert nur dafür, dass Ärzte oder wer auch immer, schnelles Geld verdienen können.
Hoffentlich dauerts bei dir nicht so lange. Ich denke, dass dein Leidensdruck sonst noch höher steigen wird.
Liebe Grüße
Christina

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Re: Orchiektomie

Post 58 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Mo 5. Feb 2018, 15:48

Hallo Christiane,
Das hoffe ich auch, dass es irgendwie innerhalb der nächsten paar Monate möglich ist. Der Leidensdruck steigt da leider wirklich: körperlich, wegen dem unangenehmen Gefühl und wegen den teilweise Schmerzen im Leistenkanal. Seelisch wegen dem ständigen Wissen, dass da immer noch etwas ist was nicht zu meinem Körper gehört und für meinen männlichen Körper sehr stark (mit)verantwortlich ist.
Und dann kommt natürlich noch dazu, dass ich eigentlich auch kein Androcur mehr nehmen möchte. Ich habe das erste halbe Jahr 12,5 mg am Tag genommen (damit ging es mir super) Anfang Dezember habe ich es dann zwar auf 10 mg reduziert, aber plötzlich ging es mir psychisch zunehmend schlechter. Ich hatte 4 Wochen grundlos jeden Abend geheult und war meistens ab Nachmittag ziemlich depressiv. Seit ich dann Anfang Januar auf 5 mg runtergegangen bin, geht es mir aber glücklicherweise wieder sehr gut :)
Vielleicht würden ohne Androcur auch meine Brüste besser wachsen... Wie auch immer, ich denke es ist immer besser weniger Medikamente nehmen zu müssen.

LG, Alex

Tatjana_59
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Re: Orchiektomie

Post 59 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Mo 5. Feb 2018, 15:54

Alex hat geschrieben:
Mo 5. Feb 2018, 12:45
Hi :)
Das Gespräch heute hatte ich jetzt doch nicht beim Liedl sondern mit der Frau Witczak. Aber sie finde ich auch total nett und sympathisch :)
Sie hat mir erst die vermutlich üblichen Fragen gestellt, wie lange ich schon in Therapie bin, seit wann ich die HET mache usw. Anschließend meinte sie, dass sie mir, auch wenn ich nur eine Orchiektomie möchte, trotzdem die Fotos zeigen muss, wie eine Gaop abläuft. :D Naja, es war schon heftig zu sehen, wie das ausssieht wenn da alles blutig und aufgeschnitten ist, aber mir ist glücklicherweise nicht schlecht geworden, ich war nur kurz davor :oops: (Danke nochmmals für die "Vorwarnung" Tatjana :D )Auch wenn ich ungefähr wusste, wie das abläuft, war es trotzdem nochmal ganz interessant es ganz genau erklärt zu bekommen :)
Naja, jetzt ist es so, dass ich leider auf alle Fälle trotzdem erst noch ein Gutachten über meine Transsexualität brauche und ein Indikationschreiben.
Das Indikationsschreiben wird denke ich kein Problem sein. Das bekomme ich hoffentlich schnell vom Dr. Vogel. Aber so Gutachten ziehen sich ja doch sehr lange :(
Im März habe ich meinen 2. Termin beim 2. Gutachter für die Namensänderung und das 1.-Gutachten vom Dr. Vogel da habe ich übermorgen den Termin. Ich weiß nur leider nicht wie lange es dann dauert bis die dann geschrieben sind :( Und dann ist es fraglich ob ich es wirklich verkürzen kann die Zeit bis zur OP indem ich es selber zahlen würde. Die Frau Witczak konnte mir leider auch nicht genau sagen ob dann noch die 18 Monate Psychotherapie Vorraussetzung sind (ich hatte erst im Juni 2017 mit den Therapiestunden angefangen)
Es lief zwar alles super heute, aber ein bisschen deprimiert bin ich trotzdem, weil mir heute wieder sehr bewusst wurde, dass ich wenn mans genau nimmt, ich nicht über meinen eigenen Körper selbst bestimmen darf, sondern nur andere Menschen sagen dürfen: Ja, sie darf ohne das Zeug da unten leben" oder "Nein, es war noch nicht kompliziert genug, da muss erst noch zig bürokratisches Zeug zu erledigen sein und in der Zwischenzeit sich monatelang mit schmerzenden Leistenkanal rumquälen und mit Androcur die Funktion eines überflüssigen Organs unterdrücken"
Allerdings habe ich leider auch nur knapp 6 Stunden geschlafen heute Nacht, das ist viel zu wenig. Da ist es auch nicht so verwunderlich, dass ich heute schnell deprimiert bin :/

Ich hoffe spätestens übermorgen, wenn ich das Ganze mit dem Dr. Vogel besprochen habe (und vorallem ausgeschlafen habe :? ), kann ich die Sache wieder etwas positiver sehen.
Und falls wirklich alle Stricke reißen sollten, bleibt mir noch die Möglichkeit es im Ausland machen zu lassen, da ich es mir ja schlecht selber wegmachen kann -.-

LG, Alex
Ja Alex da sagst du was.
Selbstbestimmung ist in diesem unserem Bereich leider noch nicht drin
Ich bin der Hoffnung dass das bald ein Ende hat. Auch wenn es mich nicht mehr betrifft.

Frau Dr. Witczak ist ein total liebe Ärztin mit unglaublicher fachlicher Kompetenz. So habe ich es zumindest empfunden.
Einfühlsam in jeder Beziehung, trotzdem lässt sie das wesentliche nicht aus den Augen.

Ich bin gespannt auf dein Gespräch mit Dr. Vogel.
Ich denke er kommt dir soweit entgegen wie es möglich ist.
Wenn du möchtest und daran denkst grüß ihn dich von mir und sag ihm dass es mir nach gelungener Op richtig gut geht.

Meinst du dass du im Ausland wirklich behandelt wirst ohne Bürokratie?
Ich würde es dir wünschen wenn es wirklich soweit kommt. Denk aber trotz psycho Stress für dich dass das alles viel Geld verschlingt.

LG Tatjana

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Re: Orchiektomie

Post 60 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Mo 5. Feb 2018, 16:27

Das wäre wirklich schön, wenn sich da bald etwas tun würde. Mir tun besonders die Menschen leid, die da einen noch viel höheren Leidensdruck haben wie ich und auch finanziell schlechter dastehen. Das fängt ja schon bei so "einfachen" Sachen wie mit der Laserepilation an: Manche können es sich nicht leisten das erstmal ein halbes Jahr oder noch länger selber zu bezahlen, sondern müssen tatsächlich Ewigkeiten mit einem richtig heftigen Bartschatten rumlaufen (unzumutbar für die Person) bis es dann nach einer gefühlten Ewigkeit und Briefwechsel endlich die KK übernimmt. Und das obwohl es seit dem 1.10.17 eigentlich eine normale Kassenleistung ist.
Ja, so kam mir die Frau Witczak auch vor (so)
Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass er mir da nicht entgegenkommt, da er bislang immer sehr entgegenkommend war, auch wenn er manchmal leider etwas vergisst und es sich dann wieder um ein paar Wochen verzögert :D Aber er ist eben auch sehr engagiert und ziemlich beschäftigt, da kann ihm das keiner verübeln :) Ich werde da allerdings schon ein bisschen "Druck" machen und vorallem, das mit den Schmerzen sehr betonen. Falls ich es nicht vergesse, grüße ich ihn auf alle Fälle von dir und sag ihm, dass es dir richtig gut geht (he) (yes)

Ob es im Ausland wirklich einfacher ist, bin ich mir auch nicht sooo sicher, da ich zwar ein bisschen was darüber gelesen habe, aber es wird oft geschrieben, wie einfach doch alles ist und dann ist es das doch nicht :/ Zwar verdiene ich vergleichsweise sehr wenig mit meiner Arbeit als Gärtnerin, aber da ich die letzten Jahre sehr sparsam war und mir einiges weggespart habe, wäre das, das geringste Problem. Ich möchte es, wenn irgendwie möglich eigentlich schon am liebsten in Planegg machen lassen und vielleicht schaffe ich es ja auch irgendwie, dass ich damit noch so lange leben kann, falls es sich doch länger hinzieht :cry: :cry:

Auf alle Fälle ist es beruhigend zu wissen, dass ich schon übermorgen meinen nächsten Termin beim Herrn Vogel habe, dann weiß ich vermutlich ziemlich genau wie es ablaufen wird :)

LG, Alex

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