Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)
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Anne-Mette
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Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 20. Dez 2017, 21:59

Moin,

der TAGESSPIEGEL/queerspiegel lässt Linus zu Wort kommen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/queer ... 59910.html

Der Blog von Linus: http://buzzaldrins.de/

Gruß
Anne-Mette

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Re: Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 22. Apr 2018, 18:05

Moin,

der Vollständigkeit halber nenne ich auch diesen Link: http://ichbinslinus.de/2018/04/21/nein- ... u-geboren/

Gruß
Anne-Mette

Elizabeth
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Re: Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)

Post 3 im Thema

Beitrag von Elizabeth » So 22. Apr 2018, 19:40

So sehr ich Linus Giese schätze und ihm wünsche, daß er von Hassmails,... künftig verschont bleiben möge -
seine Forderung, allein zu entscheiden als wer oder was er geboren wurde kommt mir vor wie das Postulat: "Die Erde ist eine Scheibe"
Zumindest in relativ "eindeutigen" Fällen von XX bzw XY - gemeinhin mit "Frau" bzw. "Mann" assoziiert - zeigt spätestens die DNA-Analyse, was möglich ist bzw. gewesen wäre und was nicht - Krankheiten,... dabei mal nicht berücksichtigt!
Im Beispiel M->F-Transsexualität reicht die Bandbreite eben von Kim Petras bis Caitlyn Jenner: in der "Rolle als Mann" verheiratet, mehrfacher Vater, Sieger im Zehnkampf,...
Es ist eben nun mal Tatsache, daß sie für ihre Frau und ihre Kinder Mann bzw. Vater war!
Wenn die "psyche/Seele,..." mit dem "genetischen Plan" überhaupt nicht mehr in Einklang zu bringen ist, sind halt angleichende Maßnahmen - in welchem Umfang auch immer - erforderlich.
..im Ingenieurstudium hab ich mal eine Vorlesung "Rhetorik" besucht und dort gelernt: "Gefühle sind Tatsachen!"
Spätestens seit der Zwang zur Sterilisation vor geschlechtsangleichenden Maßnahmen (endlich!) der Vergangenheit angehört, passiert es halt, daß ein Mann ein Kind austrägt (weil der Körper eben noch so funktioniert wie bei Frauen auch), usw.
Im umgekehrten Fall gibt es die "Väterin" - Dank an Anja für die Wortschöpfung - dort zum 1.Mal gehört! - die in einem aus den USA berichteten Fall ihr Kind komplett stillen konnte (auch nicht nur ein bißchen Neid - aber meine sind inzwischen erwachsen)
LG Elly (ziemlich neidisch auf Caitlyns Cover-Foto in der Vanity Fair, da steckt viel an Aufwand, Schmerzen,... dahinter)

ab08
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Re: Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)

Post 4 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 23. Apr 2018, 13:51

Danke, liebe Anne-Mette (yes)

Ich finde insbesondere diesen Beitrag von Linus ausgezeichnet.
--> http://ichbinslinus.de/2018/04/21/nein- ... u-geboren/ (fwe3)
Bei Twitter fixierte ich ihn für die nächste Zeit oben auf meinem Account.
Auf FB steht er auch, denn Linus drückt da perfekt aus, wie ich und einige andere die Sache sehen. :wink:

Liebe Grüße
Andrea )))(:

Anmerkung zur gestrigen Veranstaltung hier in Nürnberg:
Das erste Mut-Forum "Gesellschaftliche Vielfalt" mit Schwerpunkt "Intersexualität und Transsexualität",
wo ich referierte, entwickelte sich sehr positiv. Es wurden gute, ertragreiche Gespräche.
--> https://www.mut-bayern.de/wp-content/up ... 4.2018.pdf
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

Anne-Mette
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Re: Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 2. Jun 2018, 19:44

Moin,

auch aus Österreich wird über den Fall berichtet:

"Transgender im Netz: Leben als digitale Zielscheibe"

https://derstandard.at/2000077590885/Tr ... ielscheibe

Ich frage mich, ob Linus nicht weitere Zielscheiben aufstellt...
Das Thema ist ja nun schon in vielfach beschrieben und verlinkt worden.
Nein! - ich möchte nicht, dass sich jemand zurückzeiht, der Opfer wird.
Allerdings meine ich, dass in machen Fällen die "Opfer-Rolle" eher verfestigt wird und eine neue/andere Perspektive zu einer positiven Wendung führen könnte.

Gruß
Anne-Mette

Elizabeth
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Re: Transsexualität: Linus aus Berlin (Artikel Tagesspiegel)

Post 6 im Thema

Beitrag von Elizabeth » Sa 2. Jun 2018, 20:43

Zumindest in den Fällen, wo ein Mensch länger im bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht gelebt hat (ggf. incl. Rolle als Vater oder Mutter) empfinde ich es wie in dem Märchen
"Des Kaisers neue Kleider" verstörend, wenn der Mensch behauptet, schon immer das andere Geschlecht gewesen zu sein!
Zu dieser Vergangenheit sollte frau/man(n) mMn dann eben stehen!
Frau/man darf ruhig später zugeben, dass diese Rolle von außen aufgedrängt war - sie ganz zu verleugnen, spielt nur der Transphobie in die Hände: das Urteil: die spinnen! ist so sicher wie das Amen in der Kirche!
"Gefühle sind Tatsachen" - habe ich schon mal gepostet (stammt ursprünglich nicht von mir)
- wenn diese Tatsachen so viel Druck erzeugen, dass der Mensch sich zu einer Angleichung entschließt, dann ist das zu akzeptieren.
Einem Kind darf man "biologische" Väter oder Mütter nicht wegnehmen! (Die bei Anja zuerst entdeckte Wortschöpfung "Väterin" find ich genial - sie definiert die jetzt weibliche Identität ohne den männlichen "Migrationshintergrund" zu verleugnen)
Was die Medizin künftig leistet: bin gespannt! Dass eine MzF-Mama in den USA ihr Kind stillen konnte: Neid! (ich weiß warum, wurde von meiner Tochter vor gut 30 Jahren mal verwechselt - hat leider nur Sekunden gedauert, bis dem Baby klar war, dass bei mir nix zu holen war - ich hatte an so was nicht gedacht und mir das unruhige und immer wieder weinende Kind im Sommer im Garten halt auf den nackten Bauch gepackt - hat ja funktioniert, sie hat sich beruhigt) - 'ne Schwangerschaft möchte ich in meinem Alter jetzt weder mir noch dem Kind zumuten, obwohl jünger als die Vierlingsmama mit 64 in Berlin - das Gefühl hätte ich ja gerne, aber noch mal 20 Jahre Verantwortung für ein Kind??
LG Elly

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