Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"
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Anne-Mette
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Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 12. Okt 2017, 17:56

Moin,

Udo Rauchfleisch ist vielen von uns durch seine Bücher bekannt.
Die Sendung "SRF-Tandem" hat mit ihm gesprochen.
Hier ist das Gespräch zu hören: https://www.srf.ch/news/regional/basel- ... an-annimmt

Gruß
Anne-Mette

Michel
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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 2 im Thema

Beitrag von Michel » Fr 13. Okt 2017, 09:41

Moin Mädels,
Ich schätze ganz ehrlich, das die Dunkelziffer mindestens 3x so hoch ist wie die Zahlen, die vorliegen. Wenn ich davon ausgehe, wieviele Mädels hier im Forum sind und wieviele sich schon geoutet habe, dann wird es schon fast so sein.

Liebe Grüße
Eure Michaela
Manchmal lässt man jemanden gehen und bekommt sich selbst Stück für Stück zurück.

Anne-Mette
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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Okt 2017, 09:45

Moin,

weiterhin stelle ich fest, dass sich ein Verhältnis bei MzF und FzM von ungefähr 1:1 ergibt, wenn ich meine Erkenntnisse aus der Bearbeitung von zahlreichen Ergänzungsausweisen zu Grunde legen würde.
Die Tendenz liegt sogar bei "mehr FzM".

Gruß
Anne-Mette

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 4 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Fr 13. Okt 2017, 09:56

Moin,

...also wird es Zeit, diese vielen Transmenschen auch sichtbar zu machen und in der Gesellschaft endlich als normale Menschen zu behandeln.
Gestern auf einer Baustelle musste ich auch wieder einen Baggerfahrer aufklären - zumindest hatte er sich schon Gedanken gemacht - und dann sagte er zu seinem Kollegen im Graben: siehste also doch ein Mann als Frau, hab ich dir doch gleich gesagt. Dann habe ich es beiden noch mal ausführlich erklärt, was es ist, Transsexuell zu sein...

Schönes Wochenende, Ulrike-Marisa (moin)

Anne-Mette
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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Okt 2017, 10:06

Moin,
...also wird es Zeit, diese vielen Transmenschen auch sichtbar zu machen und in der Gesellschaft endlich als normale Menschen zu behandeln.
Ach ja: "Transmenschen" gefällt mir ebenso wenig wie "Trans*" - aber das soll jeder für sich bestimmen. Ich bin es jedenfalls nicht )))(:

Genau das machen wir seit vielen Jahren: tätige Öffentlichkeitsarbeit durch "alltäglichen Umgang, angefangen von der Familie bis hin zu weiteren Kreisen und Ebenen der Zusammenarbeit und des Umgangs", Engagement auf Selbsthilfetagen und auf anderen Veranstaltugen der Selbsthilfe, im Arbeitskreis "Echte Vielfalt in Flensburg", in anderen (politischen) Gruppen, Vernetzung, Schreiben von Stellungnahmen und Artikeln, Streiten für "unsere Sache", Betreiben des Forums, Schreiben in anderen Foren, die sich z.B. mit "Frauenthemen" beschäftigen,...

Ich denke, es wird viel getan. Wir müssen uns aber auch noch weitere Ebenen erarbeiten und nötigenfalls erobern.
Schön, dass ihr mitmacht!

Gruß
Anne-Mette

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 6 im Thema

Beitrag von Frauke » Fr 13. Okt 2017, 11:41

Gut zu lesen, dass es mehr Menschen mit einer vergleichbaren Thematik wie bei einem selbst gibt. Den Begriff Transmensch u.dgl. halte ich auch nicht für so gut. Was soll das sein? Eine Unterart der Menschen? Ist gar nicht so einfach und ohne Befindlichkeiten zu verletzen zu formulieren: Aber andere Menschen mit Besonderheiten oder Abweichungen werden auch nicht extra in Anlehnung an ihre spezielle Problematik benannt.

Nur mit der Sichtbarmachung ist es nicht immer so einfach. Ich sehe mich als Mensch und Frau. Und wer mich nicht von früher kennt, weiß nichts von meiner Vergangenheit. Ich werde auch nichts aktiv tun, dass zu ändern. Im Gegenteil. Wer mich allerdings von früher kennt und für das Thema offen ist (da gibt es sehr viele Menschen in meiner Umgebung), mit dem rede ich offen über die Sache.

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Okt 2017, 11:51

Moin,

neben meinem eigenen Leben und Sein sehe ich schon einen Auftrag und ein Anliegen, mich für transsexuelle Menschen und intersexuelle Menschen und
für ein gewaltfreies Miteinander in Vielfalt und gegenseitigem Respekt und für eine emanzipatorische Geschlechterdiskussion einzusetzen.
Also könnte ich von mir sagen, ich bin auch "(Trans)Aktivistin" - durch meine Tätigkeit(en).

Allerdings "im täglichen und Umgang" möchte ich als Frau wahrgenommen werden.

Gruß
Anne-Mette

MichiWell
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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 8 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 13. Okt 2017, 12:58

Heieiei - immer diese Begriffsdebatten!

Der/die Eine findet das nicht gut, die Andere jenes nicht, die Dritte hat ..., die Vierte will ... , ... , ....
Zehn *-Menschen und mindestens dreizehn verschiedene, möglichst excludierende Selbstbezeichnungen.

Da beklagt man sich darüber, als Gruppe zu wenig wahrgenommen zu werden, wehrt sich aber mit allen Körperteilen dagegen, eine Bezeichnung zu benutzen, die uns nach außen hin deutlich erkennbar als die große Gruppe darstellen würde, die wir sind, und so zu signalisieren, dass wir eben nicht nur Einzelne sind, die allein ob ihrer persönlichen Befindlichkeit sinnlos herumgackern.

Der reinste Hühnerhof! :roll:

Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Gesellschaft nur wenig Verständnis für uns aufbringt.
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 9 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Fr 13. Okt 2017, 13:09

Anne-Mette hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2017, 09:45
Moin,

weiterhin stelle ich fest, dass sich ein Verhältnis bei MzF und FzM von ungefähr 1:1 ergibt, wenn ich meine Erkenntnisse aus der Bearbeitung von zahlreichen Ergänzungsausweisen zu Grunde legen würde.
Die Tendenz liegt sogar bei "mehr FzM".

Gruß
Anne-Mette
In der Klinik in der ich mein Vorgespräch hatte, München-Bogenhausen, werden angeblich in einem Verhältnis 2:1 FzM operiert, das erstaunte mich gewaltig.

LG Tatjana

triona
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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 10 im Thema

Beitrag von triona » Fr 13. Okt 2017, 13:18

Die Männer haben hier möglicherweise auch einen gewissen "Nachholbedarf".
Viele von Ihnen dürften wohl in der Vergangenheit auf eine OP verzichtet haben, weil der Stand der Medizintechnik lange Zeit noch nicht als genügend ausgereift galt, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.


liebe grüße
triona

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 11 im Thema

Beitrag von Anja » Fr 13. Okt 2017, 13:26

@Michi
Du sprichst mir aus der Seele. Es wird dermaßen auf Begrifflichkeiten rumgeritten, das man selbst als Betroffener nicht mehr durchblickt...
Gerade gestern habe ich einen Beitrag von der ATME dazu gelesen, ich habe es nicht geschafft bis zum Ende durchzuhalten, weil mir der Kopf rauchte :shock:

Grüße
die Anja
*staatlich geprüfte Frau*

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 12 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Okt 2017, 13:41

Moin,

obwohl ich eure Beiträge sehr schätze, denke ich, dass eine "Globalbeschimpfung" derjenigen, die sich nicht als "Transmensch" bezeichnen lassen wollen, nicht zielführend ist.
Für mich gibt es einige Unterschiede, die ich eben nicht als "Transmensch" zusammenfassen möchte.
Wann ist ein "Transmensch" eigentlich ein Transmensch?
Sind es alle Menschen, die "irgendwie mit Transsexualität oder Transidentität zu tun haben - oder gar hatten?"
Irgendwie wohl nicht; denn für viele "Betroffene" ist die Transition ein Weg, um sich dem "ihrem richtigen körperlich Geschlecht anzugleichen". (Schwer, die richtigen Worte zu finden).
Danach sind sie doch nicht mehr "Betroffene" - Transmenschen, oder?

Wir müssen jetzt allerdings nicht schon wieder eine Begriffsdiskussion führen )))(:

Gruß
Anne-Mette

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 13 im Thema

Beitrag von Astrid » Fr 13. Okt 2017, 14:26

Moin,

dann wundere Dich nicht, wenn demnächst wieder z.B. eine körperlich geborene Frau auf einer ähnlichen Unterscheidung besteht und den gleichen Satz sagt wie Du, nur den Begriff Transmensch mit Frau ersetzt:
"Für mich gibt es einige Unterschiede, die ich eben nicht als Frau zusammenfassen möchte. Wann ist eine Frau eine Frau? ..."

Dann sind wir wieder am Anfang und drehen uns nur im Kreis.

Einteilungen und Abgrenzungen dienen immer nur wenigen. Gemeinsamkeiten dienen allen.

Liebe Grüße - Astrid

Anne-Mette
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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 14 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 13. Okt 2017, 15:13

Moin,

...mit dem Unterschied, dass ich für mich als "Nicht-Transmensch spreche", ich das anderen Menschen aber nicht abspreche, sich so zu bezeichnen.
Jede(r) wie er oder sie möchte!
ich nehme keine Fremdbeschreibungen vor.
Ich habe deutlich gesagt: "für mich". Ich weiß nicht, wie ich das besser ausdrücken soll/kann.


Nachtrag:

ich will im obigen Beitrag von mir nicht editieren, damit mir nicht unlautere Absichten unterstellt werden; deshalb füge ich hier
Für mich gibt es einige Unterschiede, die ich eben nicht als "Transmensch" zusammenfassen möchte.
Noch einmal ein "für mich" ein, damit es besser beschreibt, wie ich das gemeint habe

Für mich gibt es einige Unterschiede, die ich eben für mich nicht als "Transmensch" zusammenfassen möchte.


Gruß
Anne-Mette

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Re: Udo Rauchfleisch: "Es gibt mehr Transmenschen als man annimmt"

Post 15 im Thema

Beitrag von Astrid » Fr 13. Okt 2017, 15:48

Das akzeptiere ich selbstverständlich, ich selbst bezeichne mich ja auch nicht als Transmensch, bin aber bereit, einer vernünftigen Kommunikation halber diesen Begriff für mich zu akzeptieren. Da unterscheiden wir uns vermutlich.

Aber jetzt mal konkret an alle: Wie soll ich in meinen Beiträgen alle Menschen, die hier von dieser Thematik persönlich betroffen sind bezeichnen, ohne auch nur einer Person eine Fremdbestimmung zukommen zu lassen?

Ich will hier nicht herumtrollen, ich will es nur wissen. Und dann halte ich mich daran.
Ich weiß Anne-Mette, Du möchtest davon nichts mehr hören, aber wer sich etwas verbittet, der sollte auch Alternativen aufzeigen können, sonst weiß ich nicht mehr, auf welcher Basis außer Mensch ich hier jemanden ansprechen soll.

Liebe Grüße - Astrid

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