Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"
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Anne-Mette
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Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 17. Sep 2017, 11:11

Moin,

etwas Lesestoff: https://www.swissinfo.ch/ger/transgende ... -/43491084

Gruß
Anne-Mette

MichiWell
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Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 2 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 17. Sep 2017, 11:47

Die Arbeit bringt die Dämonen zum Schweigen, aber die Phasen der Ruhe verwandeln sich in Alpträume
Das kenne ich, das trifft es wirklich sehr genau. Ich habe mich auch von klein auf immer viel beschäftigt. Aufwändige Hobbys, und nachts bis zur Erschöpfung alles Lesen, was mir in die Finger kam. Bloß nicht über mich selbst nachdenken. Und doch haben sich die Gedanken immer wieder ihren Weg gebahnt ...
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Miriam_KL
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Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 3 im Thema

Beitrag von Miriam_KL » So 17. Sep 2017, 11:55

Das kommt mir auch bekannt vor ... Arbeit im Büro, Arbeit abends und am Wochenende mit nach Hause nehmen, Vorsitz in diversen Vereinen übernehmen, Sport bis zum Umfallen ... aus heutiger Sicht wohl zur eigenen Bestätigung und zum Verdrängen "der Dämonen".

Ein lesenswerter Artikel, danke Anne-Mette.
Ich liebe Feinstrumpfhosen und Pumps!

Sabrina.P
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Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 4 im Thema

Beitrag von Sabrina.P » So 17. Sep 2017, 12:43

Oh ja das kenne ich auch genauso. Viel beschäftigen um sich abzulenken.
Liebe Grüsse
Sabrina

Christiane
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Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 5 im Thema

Beitrag von Christiane » So 17. Sep 2017, 13:18

Danke für den Artikel Anne-Mette.
Dafür ein (ki) .

Jetzt wird auch für mich ein Schuh daraus.
Daher die zum Teil sehr feindseligen und verletzenden Kommentare auf Arbeit zu meinen leichten Veränderungen an Kleidung und Aussehen. (wo)
Ich werde mal versuchen, Kontakt mit ihr zu bekommen. Vielleicht bin ich dann hier doch nicht mehr so alleine.
Meine Frau hat den Artikel auch gelesen - und - mehr als eine hochgezogene Augenbraue habe ich bis jetzt noch nicht bekommen. (wo)
Ich glaube, da sind jetzt ein paar Geister aus dem Schrank gesprungen.

Ich muß jetzt also wieder das Gespräch suchen.

LG
Christiane
Manchmal ist alles, was Du brauchst, eine dicke Umarmung - und neue Schuhe.

ExuserIn-2018-02-25

Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 6 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-02-25 » So 17. Sep 2017, 16:07

Auch von mir vielen Dank Anne-Mette für das Einstellen des Beitrags.

Ich hatte Stefanie Anfang September getroffen, als ich das erste Mal zu einem Stammtisch ging. Näher gesprochen hatte ich dort mit ihr nicht (es waren ja alle Leute neue für mich) aber das kann ich ja bei einem nächsten Mal nachholen.

Viele Grüsse, Marion.

Christiane
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Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 7 im Thema

Beitrag von Christiane » So 17. Sep 2017, 16:52

Hallo Marion

Welchen Stammtisch meinst Du? Hier in der Nähe?
Für eine kurze Info wäre ich Dir dankbar. Vielleicht tauche ich ja auch mal auf.

Liebe Grüße
Christiane
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Nicole Doll
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Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 8 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » So 17. Sep 2017, 18:40

Hallo,

ich erkenne vieles aus meinem Leben in diesem Artikel wieder - vor allem den Hass auf diese Person in der männlichen Rolle und dieses ständige Ablenken mit Arbeit oder Hobbys bis zur völligen Erschöpfung. Das bestärkt mich in meiner Ansicht, dass es vor allem ein nicht-identifizieren-Können mit der Männerrolle ist, was jemanden dazu treibt, die weibliche Seite seiner Seele auszuleben. Ich empfinde es jedenfalls NICHT so, als wäre ich im falschen Körper geboren. Seit ich in Frauenkleidern herum laufe, erscheint mir mein Leben aber nicht mehr so sinnlos, dass ich nur noch auf den Tod warte.

Ich habe - wohl erheblich mehr als Stefanie in dem Artikel - während der Pubertät meine männliche Sexualität voll entwickelt. Daher glaube ich, dass die neu entdeckte Liebe zu mir selbst als Frau stark mit dem (hetero-) sexuellen Verlangen eines Mannes verbunden ist. Also frage ich mich, ob eine Hormonbehandlung dieses Verlangen und damit vielleicht diese Liebe zu mir selbst abschwächen oder sogar zerstören kann. Was ist daher für MICH wichtiger: eigene Brüste und weniger Körperbehaarung oder der Mann, der sich selbst als Frau liebt? Ich weiß es nicht. Aber kann es ein Psychologe wissen? Bei dem, was ich bei Gesprächen bei meiner SHG heraus höre, wage ich, das stark zu bezweifeln. An eine GAOP denke ich im Moment überhaupt nicht - zum einen wegen meiner panische Angst vor Ärzten und Krankenhäusern und zum anderen wegen der Risiken des Eingriffs und der Narkose in meinem Alter. Mit dem Wunsch nach mehr Weiblichkeit kommt mir aber der Gedanke, eine Hormonbehandlung vorsichtig zu versuchen und abzubrechen, falls es mit meinem Empfinden nicht stimmig sein sollte. Einen Termin bei einem Psychotherapeuten habe ich bereits.

Meine Unzufriedenheit als Mann und die daraus resultierende selbst gewählte Einsamkeit hat mich zynisch und anarchisch werden lassen. Andere Menschen sind mir völlig egal - was mein Coming Out sehr vereinfacht hat. Da meine berufliche Karriere dahin ist, bringt mir eine Namensänderung keine Vorteile. Und der LGBTI-Zusatzausweis ist nicht amtlich - also eigentlich ungültig. Deshalb habe ich jetzt meinen neuen „Transenperverso” (mit neuem Foto und altem Namen) beantragt:
viewtopic.php?f=23&t=291&start=4065#p176524
Die Frau vom Amt hat meinen Antrag übrigens kommentarlos entgegen genommen, als ich ihr in einem Kleid gegenüber saß.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

ExuserIn-2018-02-25

Re: Transgender sein in der Schweiz: "Ich wollte nicht als Mann sterben"

Post 9 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-02-25 » Mo 18. Sep 2017, 05:34

Christiane hat geschrieben:
So 17. Sep 2017, 16:52
Welchen Stammtisch meinst Du? Hier in der Nähe?
Für eine kurze Info wäre ich Dir dankbar. Vielleicht tauche ich ja auch mal auf.
Hallo Christiane

Ich war bei GWHF in Wangen an der Aare. In Luzern gibt es relativ neu auch Trans-Zentral. Letzterer wird von Olivia organisiert, welche ich auch in Wangen getroffen hatte. GWHF ist relativ breit aufgestellt (von Crossdresser bis TS). Trans-Zentral ist eher für TS gedacht gemäss Olivia.

Vielleicht hilft Dir das weiter und man sieht sich mal. Liebe Grüsse, Marion.

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