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Alex
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Post 1 im Thema

Beitrag von Alex » Fr 4. Aug 2017, 12:16

Hallo :)
Mich beschäftigt das schon ziemlich lange:
Es ist zwar so, dass ich mich eindeutig als Frau fühle und auch als eine gesehen und angesprochen werden will, aber irgendwie mache ich mir Sorgen, dass da mit mir irgendwas nicht ganz stimmen könnte:
Mein Körper soll durch die Hormone schon so weiblich wie möglich werden, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die geschlechtsangleichende Operation nicht machen will. Weder die "kleine" noch die "große Lösung".
Natürlich fände ich es besser, wenn da unten nichts männliches ist, aber andererseits kann ich zumindest bis jetzt gut damit leben.
Das sonderbare ist nur, dass mich das Teil an sich nicht so sonderlich stört, aber dafür diese blöden, unnützen Hoden umso mehr :oops: Ich find das total eklig, dass da so Dinger dranhängen. Und ich mag die auch überhaupt nicht, weil genau diese blöden Teile ja dafür verantwortlich sind, dass mein Körper durchs Testosteron männlich wurde in der Pubertät -.-
Ich will die Dinger auf jeden Fall weg haben!
Aber ich vermute, das ist irgendwie ungewöhnlich was ich da will und fühle :( Aber ich sehe einfach keinen Sinn darin, die komplette OP zu machen, wenn es auch nur ohne Hoden (ich hasse sogar das Wort irgendwie :/ ) geht.
Zahlt denn sowas überhaupt die gesetzliche Krankenkasse (bin bei der TK) wenn ich das Gutachten hab? Ich würde das zur Not sogar selber zahlen. Hauptsache das Zeug ist weg.

LG, Alex

Manu.66
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Re: GaOP

Post 2 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 4. Aug 2017, 12:51

Hi Alex!

Ich kann Deine Abneigung sehr gut verstehen und nachvollziehen - es geht mir ähnlich.

Eine beidseitige Orchiektomie (Hodenentfernung) ist relativ preiswert zu haben ab ca. 700,00 €. In Deutschland wird sich allerdings kaum ein Arzt dafür finden. Im osteuropäischen Auslang gibt es zahlreiche Kliniken, die eine derartige Operation für Selbstzahler durchführen - eine kleine Internetrecherche zeigt ausreichend Ergebnisse.

Die möglichen Komplikationen sind realtiv überschaubar, aber auch nicht zu verachten. Der Körper braucht Testosteron, der männliche wie auch der weibliche. Sind die Hoden entfernt, muss Testosteron als Hormongabe dem Körper lebenslang zugeführt werden - genauso wie bei einer "normalen" GaOP.

Liebe Grüße
Manuela
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ab08
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Re: GaOP

Post 3 im Thema

Beitrag von ab08 » Fr 4. Aug 2017, 14:07

Manu.66 hat geschrieben:
Fr 4. Aug 2017, 12:51
muss Testosteron als Hormongabe dem Körper lebenslang zugeführt werden - genauso wie bei einer "normalen" GaOP.
Hallo Manuela,

das ist so nicht richtig. -> Meine Blutwerte sagen jedenfalls was anderes. :wink: Obwohl ich nur Östrogen und kein Testosteron nehme, ist stets genügend Testosteron vorhanden. Daher erkundigte ich mich bei meinen Endokrinologen, der kennt sich aus und sprach von Umwandlungsprozessen...
Ergänzung: Bin zwar keine Spezialistin, aber es könnte z.B. auch die Nebennierenrinde sein -> https://de.wikipedia.org/wiki/Testosteron

Liebe Grüße
Andrea
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Manu.66
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Re: GaOP

Post 4 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 4. Aug 2017, 14:24

Hi Andrea!

Ich will dem nicht widersprechen. Der Normalwert von Testosteron (weiblich) liegt bei 5-49 pg/ml. Bei mir aktuell bei 27,0 pg/ml, also im mittleren Normbereich. Testosteron wird bei der Frau in den Eierstöcken und der Nebennierenrinde gebildet. Eierstöcke haben wir nicht, aber die Nebennierenrinde - wenn deren Produktion ausreicht, dann ist ja alles ok.

Ein ausreichender Testosteronspiegel (weiblich) ist "beieinflussend auf den Fettstoffwechsel, Stimmung, Ängste, Libido, Leistungsfähigkeit, Muskelwachstum, Kollagenaufbau der Haut und hat eine balancierende Wirkung auf den Fettsstoffwechsel und wirkt so einer Gewichtszunahme und der Ausbildung von Cellulite entgegen." (obige Daten und Zitat aus meinem Laborbericht der Hormonspeichelanalyse)

Liebe Grüße
Manuela
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Re: GaOP

Post 5 im Thema

Beitrag von -Mia- » Fr 4. Aug 2017, 14:30

Hallo Alex ,
das geht schon das du nur den Hoden Entfernen lässt, aber das wirst du dann selber zahlen müssen. Ich kenne auch jemanden der das vor hat , nur weiß ich nicht wo sie das machen möchte. Vielleicht kann man auch mal mit einem Urologen darüber sprechen , so das es vielleicht doch die KK übernehmen wird und du es hier in Deutschland machen lassen kannst. Natürlich weiß ich nicht ob da irgendwie etwas machbar ist , aber Fragen kostet ja nix ;)

Was das Testosteron betrifft , das wird in den Nebennieren Produziert .... Testosteron ist wichtig für die Knochen und wird auch bei Frauen in den Nebennieren Produziert , natürlich weniger als bei einem Mann wo der Hoden wesentlich mehr Produziert. Aber auch beim Mann wird ein wenig Testosteron in den Nebennieren Produziert so das man da nichts extra von außen zuführen muss.

LG Mia ))):s
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Re: GaOP

Post 6 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 4. Aug 2017, 14:44

Alex hat geschrieben:
Fr 4. Aug 2017, 12:16
aber dafür diese blöden, unnützen Hoden
Ich verstehe das Alex.

Nur in diesem Zusammenhang denke ich mir immer, was nützt es mir als leidenschaftlich sexuellen Menschen, das Risiko eines Libido - Totalverlustes einzugehen. Wenn der Penis durch die Abnahme der Hoden und die Gabe einer HET sich nur mehr als verlängerte Harnröhre darstellt?

Ich habe auch über viele mögliche Optionen nachgedacht. Letztendlich ist es in meinem Fall so, das ich weder auf Sexualität noch auf Weiblichkeit verzichten will. Vielleicht mal in ein paar Punkte zusammengefasst. (Eventuell hilft ja ein Vergleich)

- Ich möchte meine gefühlte sexuelle Energie nicht verändern.

- Hormongaben ändern die Libido und machen mich weiblicher - außer das Skelett. (Die Schulter und die Mörder-omme bleiben also, Stimme auch)

- Das Restrisiko von Phantomschmerzen bei Abnahme eigenen Gewebes.

- Die Möglichkeit das ich in eine tiefe Depression falle weil meine Weiblichkeit zwar näher ist, sie aber niemals wirklich perfekt sein kann und ich dazu aber auf mein Liebesleben verzichten muss weil "unten" nichts mehr geht.

Du siehst, ich bin und verharre auf einem Punkt der Kompromisse. Aber weißt Du was? Ich habs abgeschlossen. Ich habe einen Weg gefunden mich exakt so zu lieben wie ich bin. Und hat man erstmal losgelassen und den Nebelschleier der darüber liegt aufgelöst, ist es einfach.

Denn ich für mich kann einfach eine Frau sein und Weiblichkeit leben - Mit Penis und dem anderen Gerümpel was da so wichtig ist für mich. )))(:

Nun, so geht es mir. In Dir sieht es anders aus. Aber vielleicht kannst Du durch die vielen Ansichten, Meinungen und Erfahrungsberichte zu diesem Thema in Deinen Gedanken einen Weg finden, auf welchem Du für Dich alleine gehen möchtest. Was Dich glücklich macht und zufrieden. Und das Glück wie Zufriedenheit bedeutet ja für jeden Menschen etwas anderes. (ki)

Ich wünsche Dir von Herzen das Du dich finden kannst in dieser Angelegenheit. )))(:

Liebe Grüße
Mina
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Re: GaOP

Post 7 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Fr 4. Aug 2017, 15:50

Ich kann dich, Alex, gut verstehen. Ging mir vor Jahren ebenso. Als ich jedoch mit der HET begann, machte mich meine Ärztin schon vertraut darauf, dass ich nach etlicher Zeit mit einer Art "Hodenschrumpfung" zu rechnen habe. Damals glaube ich es einfach nicht und konnte es mir nicht vorstellen. Aber heute ists bei mir so, dass die "Dinger" richtig stark geschrumpft sind; und zwar derart, dass sie mich heute überhaupt nicht mehr stören.
Das freut mich natürlich umso mehr, da mein sexuelles, weibliches Empfinden nun stark zugenommen hat.
Ob eine Orchiektomie in DE ohne psycholog. und/oder ärztliches Gutachten möglich ist, wage ich zu bezweifeln.
LG
Christina

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Re: GaOP

Post 8 im Thema

Beitrag von Alex » Sa 5. Aug 2017, 00:22

Hallo :)
Hui, mit so vielen Antworten in so kurzer Zeit hab ich gar nicht gerechnet :) Danke! (so)
Das mit dem sexuellen Bedürfnis ist mir nicht besonders wichtig. Ich bin sogar ziemlich froh, dass durch das Androcur, da unten alles so gut wie tot ist. Dieser "Trieb" vorher war einfach nur total unangenehm und nervig :( Allerdings spüre ich da ja trotzdem noch was und es fühlt sich dann auch schön an. Vorallem auch viel schöner und ganz anders als vorher. :D
Was ich am schlimmsten fand, dass das Teil "stehen konnte". Ich weiß, saublöd umschrieben, aber naja, mir fällts grad nicht anders ein :D
Kleiner sind die Dinger bei mir auch schon geworden durch die Hormone, das Problem ist einfach, dass ich so eine Abneigung gegen die Dinger hab. Selbst wenn sie irgendwann auf erbsengröße schrumpfen würden, wären sie ja immer noch da und das würde mich dann nach wie vor total stören!
Ich vertrag es zwar bis jetzt recht gut, aber wenn es sich vermeiden lässt, wäre es sicherlich gesünder nicht sein ganzes Leben lang Androcur nehmen zu müssen. Was ja bei vorhandenen Hoden vermutlich der Fall wäre :( Und ohne Androcur und mit Hoden ist sowieso keine Option, da ich ein stehendes Ding genauso unnatürlich und störend an mir empfinde wie die Hoden -.-

Wenn ich das Gutachten für die "normale" GaOP bekomme, müsste es doch eigentlich auch möglich sein, sich dann nur diese blöden Dinger wegmachen zu lassen?
Das kann ja nicht sein, dass eine große OP die viel teurer und aufwendiger ist von der Krankenkasse bezahlt wird und ein vergleichsweise "harmloser Eingriff" verweigert wird und ich das im schlimmsten Fall sogar irgendwo im Ausland machen lassen muss :(

LG, Alex

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Re: GaOP

Post 9 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Sa 5. Aug 2017, 07:23

Hallo Alex,

ich weiß nicht so recht. Bei der GAOP geht es ja mehr oder weniger um eine optische und funktionale Anpassung hin zur Frau und da ist die KK bei entsprechender Diagnose in der Pflicht. Ziel ist es u. a. das die Betroffene auch problemlos dort sein kann, wo Frauen wenig bis gar nichts tragen (Schwimmbad, Sauna, Gemeinschaftsduschen usw.) Wenn lediglich die Hoden entfernt werden sollen, bezweifel ich eine Kostenübernahme gemäß F64.0. Allerdings würde ich mich für Dich freuen, wenn ich mich irren sollte.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: GaOP

Post 10 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Sa 5. Aug 2017, 08:33

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Sa 5. Aug 2017, 07:23
Hallo Alex,

ich weiß nicht so recht. Bei der GAOP geht es ja mehr oder weniger um eine optische und funktionale Anpassung hin zur Frau und da ist die KK bei entsprechender Diagnose in der Pflicht. Ziel ist es u. a. das die Betroffene auch problemlos dort sein kann, wo Frauen wenig bis gar nichts tragen (Schwimmbad, Sauna, Gemeinschaftsduschen usw.) Wenn lediglich die Hoden entfernt werden sollen, bezweifel ich eine Kostenübernahme gemäß F64.0. Allerdings würde ich mich für Dich freuen, wenn ich mich irren sollte.

Liebe Grüße
Michelle
Aus meiner Sicht kommt noch hinzu dass die Kassen davon ausgehen werden dass du irgendwann dann doch die große Op möchtest. Dann müssten sie doppelt bezahlen, somit mehr wie die Gaop alleine.
So ähnlich wurde es mir gesagt in Bezug auf die kleine Lösung.

Gruß Tatjana

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Re: GaOP

Post 11 im Thema

Beitrag von Mina » Sa 5. Aug 2017, 09:30

Huhu Alex, )))(:

Ich würde das gerne nochmal zusammenfassen, da es doch noch etwas diffus auf mich wirkt.

Du möchtest so weiblich als nur irgend möglich werden. Das sollen die Hormone klar kriegen. Die Hoden sind Dir eklig, im Weg und Schuld an der Entwicklung in der Pubertät. Eine kleine wie auch große Lösung kommt für Dich nicht in Frage, weil Du deinen Penis behalten möchtest, weil er Dich nicht stört.

Ich fasse das nur deswegen zusammen, weil ich noch nicht dahinter gekommen bin , was Dir wichtig ist? Diese Frage kann natürlich Aufschluss geben. Sind es die Risiken oder Nachsorge (Weiten) der GaOP?

Es ist ja auch so, das wenn "er" dran bleibt, das man das immer sehen kann. Besonders im Schwimmbad o.Ä.. Wenn Du also so weiblich wie möglich in der Öffentlichkeit wirken willst, der Penis aber nur als Pinkelvorrichtung und Träger Deiner Klitoris dienen soll, welche wegen Deines eher geringen Sexualbedarfes aber keine übergeordnete Rolle spielt, die Hoden auf jeden Fall weg müssen da sie im Wege sind hinsichtlich Deiner Entwicklung, dürfte Deine Frage eigentlich geklärt sein.

Verstehe das bitte um Himmels Willen nicht falsch, ich möchte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber hast Du auch über die Möglichkeit nachgedacht, das Du irgendwann durch die Einnahme der Hormone "angekommen" bist und Dein Sexualleben wie auch Dein Verständnis zur Sexualität und Partnerschaft, komplett kippt, respektive sich verändert und der kleine Mann dann doch im Wege ist?

Ob Krankenkassen eine solche OP unter dem Antrag GaOP ausführen lassen weiß ich nicht. Ich denke aber Michelle und Tatjana´s Erläuterungen sind plausibel. Ich würde das als Krankenkasse angesichts der offenen Fragen auch als Risiko einstufen, das in Deiner Transition doppelte Kosten und auch durch die OP´s doppelte Risiken bestehen. Denn wenn die Hoden weg sind im Vorfeld, muss die notwendige Haut (welche eine andere Beschaffenheit hat, für Schamlippen etc) von anderen Körperstellen entnommen werden was auch wieder sichtbar bleiben kann.

Ich meine 700€ für ne OP im Ausland bekommt man ja immer irgendwie zusammen. Aber wie steht es dann mit der Nachsorge? Wie verhält sich das bei Komplikationen? Und es bleibt eine kosmetische Behandlung, denn wie weiter oben schon aufgeführt wird das Testosteron auch noch an anderen Stellen im Körper produziert.

Auf mich wirkt es etwas so, als wäre der Gedanke noch nicht ausgereift Alex. Aber mit solchen Wünschen und Gedanken bist Du nicht alleine. Ich würde auch gerne Hormone nehmen um einen Brustansatz zu bekommen. Das geht aber nicht weil alles andere auch davon beeinflusst wird. Das will ich ganz und garnicht! Und Plastikhupen (Implantate)? No Way! )))(:

Liebe Grüße
Mina
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Re: GaOP

Post 12 im Thema

Beitrag von Alex » Sa 5. Aug 2017, 10:06

Hallo,
Ich will die große OP nicht machen, weil wie gesagt der Leidensdruck bei mir mit dem Ding nicht so groß ist, dass es mir das Risiko, die Komplikationen, die Nachsorge usw. nicht wert ist.
Sehen kann man es zum Glück nicht. Das Ding kann man gut verstecken und da es stetig schrumpft, wird das auch immer einfacher. Ins Schwimmbad gehe ich nicht. Wenn dann bin ich eher am See oder selten im Urlaub mal am Meer :) Auch da stellt das nicht wirklich ein Problem dar, wenn ich untenrum etwas engeres anziehe und darüber eine etwas weitere Badehose (Es gibt auch für Frauen, weitere die so ein bisschen wie so Shorts gemacht sind) Natürlich hab ich auch über die Möglichkeit nachgedacht, dass sich meine Sexualität verändern könnte. (Was sie auch schon ein bisschen hat) Aber ich bin nach wie vor bisexuell und mein Geschlechtsteil (egal ob nun ein weibliches oder ein männliches soll dabei nicht wirklich eine große Rolle spielen)
Vielleicht will ich nach einigen Jahren tatsächlich dann doch die große OP, aber bislang ist mir das zu heftig :/ Ich will aber auch nicht mit dem Wissen leben, dass da unten noch jahrelang diese blöden Hodendinger sind! Am liebsten wärs mir, die wären schon jetzt schon weg! Es deprimiert mich jedes mal beim duschen usw. -.- Da der "Hodensack dabei erhalten bleibt und es auch auf die Schnittführung ankommt, sollte es für eine nachfolgende OP kein Problem sein.
Es ist teils wie du sagst tatsächlich eine kosmetische Behandlung, aber keinesfalls nur eine kosmetische. Der Großteils des Testosterons wird in den Hoden gebildet. Der Teil, der in der Nebenniere produziert wird ist eher gering und wird sogar von Frauen benötigt. Ich muss dann auf jeden Fall kein Androcur mehr nehmen.

Ich werde mich da auch jeden Fall noch weiter informieren und nachfragen. Selber zahlen wär jetzt nicht so schlimm, aber ich würde es schon gern hier in Deutschland machen lassen :/

LG, Alex

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Re: GaOP

Post 13 im Thema

Beitrag von Chrissie » Sa 5. Aug 2017, 10:35

Manu.66 hat geschrieben:
Fr 4. Aug 2017, 12:51
Hi Alex!

Ich kann Deine Abneigung sehr gut verstehen und nachvollziehen - es geht mir ähnlich.

Eine beidseitige Orchiektomie (Hodenentfernung) ist relativ preiswert zu haben ab ca. 700,00 €. In Deutschland wird sich allerdings kaum ein Arzt dafür finden. Im osteuropäischen Auslang gibt es zahlreiche Kliniken, die eine derartige Operation für Selbstzahler durchführen - eine kleine Internetrecherche zeigt ausreichend Ergebnisse.

Die möglichen Komplikationen sind realtiv überschaubar, aber auch nicht zu verachten. Der Körper braucht Testosteron, der männliche wie auch der weibliche. Sind die Hoden entfernt, muss Testosteron als Hormongabe dem Körper lebenslang zugeführt werden - genauso wie bei einer "normalen" GaOP.

Liebe Grüße
Manuela
Hi sorry, aber das stimmt so nicht.
Erstens: es gibt hier haufenweise Kliniken und Ärzte, die nach Indikation eine Orchiektomie durchführen. Das kann vom Therapeuth wegen F64 sein oder vom Urologen wegen andauernder schwerer Schmerzen in den Hoden..
ich würde wegen einer OP jedenfalls nie ins Ausland reisen und schon gar nicht nach dem Motto möglichst billig. Ich möchte nämlich gern etwas länger leben.

Zweitens: Selbstverständlich muss kein Testosteron zugeführt werden, wenn durch eine Hormontherapie bereits Östrogene zugeführt werden. Der Körper braucht entweder Testosteron öder Östrogen, was ist ihm egal.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.

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Re: GaOP

Post 14 im Thema

Beitrag von Chrissie » Sa 5. Aug 2017, 10:46

Ach ja : ein Tip zur Argumentation mit der Kasse: andauernde Jahre oder gar Jahrzehntelange Einnahme von Androcur ist auf Dauer teurer und kann nach so langer Zeit die Leber erheblich schädigen, von den weiteren Nebenwirkungen wie DEPRI etc will ich gar nicht reden.

Weiterhin ein kleiner Hinweis nach einer Orchiektomie kann man auch später noch problemlos eine grosse Gaop machen lassen, wenn einem nach ein paar Jahren doch danach ist.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.

Alex
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Re: GaOP

Post 15 im Thema

Beitrag von Alex » Sa 5. Aug 2017, 17:50

Chrissie hat geschrieben:
Sa 5. Aug 2017, 10:46
Ach ja : ein Tip zur Argumentation mit der Kasse: andauernde Jahre oder gar Jahrzehntelange Einnahme von Androcur ist auf Dauer teurer und kann nach so langer Zeit die Leber erheblich schädigen, von den weiteren Nebenwirkungen wie DEPRI etc will ich gar nicht reden.
Diese Dinge sind auch für mich ein weiterer Grund, warum ich diese OP so bald wie möglich machen will.

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