Sich selbst lieben - TS oder nicht?
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Nicole Doll
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Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 1 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » So 2. Jul 2017, 21:15

Hallo allerseits,

es fällt mir auf, dass sich nun wohl vermehrt junge Menschen als transsexuell outen. In meiner Jugend hätte das einen kompletten Ausschluss aus der Gesellschaft bedeutet, weshalb es kaum jemand wagte. Schwul sein war per Gesetz verboten und TV, TS galt als krank und pervers. Es gab auch keine Foren im Internet, in denen man sich hätte schlau machen können. Also zog ich nur heimlich Frauenkleidung an und zeigte mich schon einmal als Frau beim Karneval oder auf Partys. Heute stößt man im Internet schnell auf die passenden Beiträge. Das Problem wird bewusst. So ging es mir ja schließlich auch - nur eben viel später.

Wer noch jung ist, hat wenig Geduld. Er kommt mit seiner Rolle als Mann nicht klar - aus Erfolgsdruck oder irgendwelchen anderen Gründen - und fühlt sich plötzlich wohl, wenn er Frauenkleidung trägt und so dieser ungeliebten Rolle entkommt. Dann informiert er sich über Transsexualität und meint vielleicht: Wenn ich meine Verwandlung hinter mich gebracht habe, bin ich als Frau glücklich; also muss ich so schnell wie möglich da hin kommen. Dazu kommt vielleicht noch ein unangenehmes Gefühl bei dem Gedanken sich als nicht richtige Frau in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Also frage ich mich nun selbst, ob ich transsexuell bin. Die klare Antwort ist: Ich weiß es nicht. Da ist erst einmal diese verhasste Rolle als Mann, der ich gefühlsmäßig entfliehen kann, wenn ich Frauenkleider anziehe. Von meiner Sexualität her bin ich aber immer noch Mann. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen mir etwas weg operieren zu lassen.

Man hat mir einmal gesagt: Wenn man jemand anderen lieben will, muss man sich erst einmal selbst lieben. Und ich denke, das stimmt. Als Mann bin ich einfach nicht in der Lage mich selbst als die Person darzustellen, die ich bin. Da ist immer der Mann, den meine Mutter und andere aus mir machen wollten. Für mich ist er eine lächerliche Witzfigur. Wenn ich mich so im Spiegel sehe, wird mir schlecht. Am schlimmsten ist es mit Anzug und Krawatte.

Wenn ich Männersachen einkaufe, frage ich mich: könnte das meinen Kollegen oder meinem Chef gefallen? Mir selbst gefällt nämlich nichts von den Sachen. Also stelle ich am Ende die Person dar, von der ich meine, dass man sie von mir erwartet, und nicht die, die ich bin oder sein möchte. Und diese Person hasse ich, diese Witzfigur. Wenn ich dann für mich alleine ich selbst sein will, ziehe ich aus Protest alte schmutzige Sachen an. Früher werkelte ich dann ständig am Motorrad, Auto oder Haus herum. So richtig wohl fühlte ich mich dabei aber auch nicht. Nur der Druck von den anderen war weg.

Völlig anders ist es, wenn ich für Nicole einkaufe. Männersachen werden immer im Schnellgang abgearbeitet, bei Damenbekleidung kann ich mir aber Zeit lassen. Da suche ich in aller Ruhe, bis mir etwas gefällt. Und ich frage nicht: gefällt es meinen Kollegen oder meinem Chef? Es muss mir gefallen! Wenn ich dann Nicole im Spiegel sehe, bin ich mit dem, was ich erblicke, weitgehend zufrieden. Gut. Den Bart könnte man vielleicht - wie auch sonstige Körperbehaarung - irgendwie vollständig entfernen. Es muss aber nicht jetzt sein. Das es da unten einen Penis gibt und die Brüste nicht echt sind, fällt erst einmal nicht weiter auf. Also gefällt mir Nicole und ich mag sie. Den Mann im Spiegel hasse ich aber.

Bei Nicole stören mich meine kaputten braun verfärbten Zähne. Wer etwas, das er nicht leiden kann, pflegen soll, dem ist das einfach nur furchtbar lästig. Also beschränkt er es auf ein Minimum oder lässt es ganz - je nachdem wie groß der Druck von außen ist. Wenn man dagegen etwas liebt, dann kümmert man sich darum. Als Nicole wäre es zu einem solchen Bild bei den Zähnen sicherlich gar nicht erst gekommen.

Mit der Liebe hat es bei mir nie wirklich funktioniert. Die Frauen sahen in mir den Mann, den ich spielte und nicht wirklich sein wollte. So entwickelte sich bei mir eine immer größere Angst diese Rolle auf die Dauer nicht spielen zu können. Ich befürchtete einen Zusammenbruch, den ich meiner Familie auf keinen Fall zumuten konnte. Unterbewusst sorgte ich also dafür, dass es mit der Liebe nicht richtig funktionierte - bis die Beziehung schließlich auseinander ging.

Warum erzähle ich das alles? Die Rolle als Mann ist in unserer Gesellschaft von extremem Konkurrenzdruck geprägt. Wer einen sensiblen Charakter hat, kommt damit nur schlecht oder überhaupt nicht klar. Dann kann das Tragen von Frauenkleidung eine Möglichkeit sein, diesem Druck zu entfliehen. Das hat erst einmal mit Transsexualität nichts zu tun. Man steckt nicht im falschen Körper, sondern „nur” in der falschen Rolle. Also sollte es genügen, wenn man zeitweilig oder ganz lediglich die Rolle ändert, so wie ich es zur Zeit mache.

Wenn man sich schließlich ganz für die weibliche Rolle entscheidet, kommt sicherlich auch der Wunsch auf den Körper entsprechend anzupassen. Also erst einmal Körperbehaarung entfernen, dann vielleicht eigene Brüste, weibliche Stimme, usw. Da muss man sich aber nach und nach hinein finden. Wer schließlich den dauerhaft angepassten Körper auch nicht leiden kann, ist genau so unglücklich wie vorher. Ich bezweifle zudem, dass ein Psychologe mit seinem theoretischen Wissen eindeutig erkennen kann, ob jemand transsexuell ist. Er kann schließlich nur das auswerten, was man ihm erzählt. Wirklich wissen kann es doch nur jeder für sich selbst.

Ich befürchte, die zahlreichen Erfolgsgeschichten derer, die es geschafft haben, vermitteln hier im Forum einem Neuzugang leicht ein falsches Bild. Man möchte seinen Schwestern natürlich gerne erzählen, dass man nach GAOP und allen damit verbundenen Hürden nun endlich glücklich ist. Endlich ist es geschafft und es muss raus. Bei einem jungen Menschen, der in seiner Rolle als Mann einfach nur unglücklich ist, kann das aber leicht falsch ankommen. Und sehr viele lesen sicherlich lange als Gast hier im Forum, bevor sie sich anmelden und vorstellen.

Ich sehe hier eine Entwicklung, auf die wir hier im Forum unbedingt reagieren sollten. Mit diesem Beitrag möchte ich einen ersten Schritt in diese Richtung machen.

LG Nicole
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Michelle_Engelhardt
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 2 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » So 2. Jul 2017, 21:37

Liebe Nicole,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag, in dem ich mich teilweise auch wiedererkannt habe. Ich gehöre ja auch zu der von Dir angesprochenen Gruppe derer, die dauerhaft in der richtigen Rolle (dem richtigen Geschlecht) leben, trotz noch ausstehender GaOP. Ich weiß jetzt nicht, ob man es als Erfolgsgeschichten sehen kann, wenn TS hier von ihrem neuen Leben berichten. Es stimmt schon, das gerne so einige Dinge unter den Teppich gekehrt werden, allerdings lese ich hier auch viel von Sorgen, Nöten, Schikanen, unendlichen Wartezeiten, Zwangsgutachten und ähnlichen Dingen. Es ist sicherlich schön, so zu leben wie man sich schon immer gefühlt hat, allerdings ist auch dieses Leben nicht das Paradies auf Erden, denn auch unser Leben (das der "24/7 Mädels") besteht nicht nur aus Parties, Shopping und Schminken.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 3 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » So 2. Jul 2017, 22:25

Hallo Nicole,

ob du TS bist oder nicht kann ich nicht sagen. Bei mir ist es etwas anders als bei dir, ich habe vor allem ein Problem mit meinem Körper.

Ich habe gerade meine zweite Haartransplantation hinter mir, die Haare sind ab, ich darf noch keine Perücke tragen und das Rasieren ist auch erst seit ein paar Tagen wieder möglich. Wenn ich mich im Moment im Spiegel anschaue, sehe ich einen Mann. Dieser Mann ist nicht mal unattraktiv, ich hasse ihn auch nicht, aber er ist mir zutiefst fremd. Ich kann das schwer beschreiben. Dieses "Fremde im eigenen Körper" habe ich nicht, wenn ich lange Haare habe und geschminkt bin.

Im Arbeitsleben habe ich mit Männern ansonsten wenig Probleme, ich arbeite auch gerne mit Männern. Gut, manche halten mich für schwul, aber ich werde respektiert und hatte auch eher selten den Eindruck, über die Maßen unter Druck zu stehen, bloß weil ich ein Mann bin. Auch da ist es bei mir das Körperliche. Ich fühle mich umso fremder, je männlicher ich aussehe.

In meiner Schulzeit waren die Mädchen häufig besser als die Jungs, warum weiß ich nicht. Druck als Junge habe ich keinen gespürt. Aber ich weiß, dass ich schon damals von der Kleidung, dem Schmuck und den Körpern von Mitschülerinnen fasziniert war, die ich besonders attraktiv fand. Meine Mitschüler dachten dann immer, ich sei verknallt in diese Mädchen, weil ich ihnen verträumt hinterher geschaut habe. Aber in Wahrheit wollte ich so sein wie sie, solche Körper haben, diese schönen Sachen tragen, mich schminken können… Geredet habe ich darüber mit niemandem, ich hielt mich für einen Freak.

Ich glaube, dass TS in vielen Formen und Schattierungen auftritt. Eine Transition ist kein vorbestimmter Weg zu einem festen Ergebnis. Es gibt nur ein Ziel: zu dir selbst!

Liebe Grüße Daenerys
Me too.

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 4 im Thema

Beitrag von Ricarda » So 2. Jul 2017, 22:33

Hallo Nicole!
Auch mir kommt manches bekannt vor, und dann doch wieder nicht.
Natürlich bin auch ich schon ziemlich früh in die männliche Rolle gedrängt worden, obwohl ich aufgrund von Fotos aus meiner Kinderzeit vermute, daß meine Mutter mich -bis zur Einschulung - eher als Mädchen behandelt hat.
Mit der Pubertät fing dann natürlich das Interesse an Mädchen an, gleichzeitig war aber immer der Reiz da, die Unterwäsche meiner Mutter und dann eigene vom Taschengeld gekaufte anzuziehen.
Mit der Familiengründung trat das aber zurück, obwohl meine Frau schon bald von meiner Leidenschaft wußte und sogar ein Korsett gestattete.
So habe ich meist die männliche Rolle gelebt, aber doch hin und wieder - und später immer mehr - die andere Seite gepflegt.
Sie war und ist immer eine Erholung von der Männlichkeit. Einige Tage so, und dann muß das Andere wieder zu seinem Recht kommen.
Also was bin ich?

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 5 im Thema

Beitrag von JaquelineL » So 2. Jul 2017, 23:07

Liebe Nicole,

ist eine Person, die in der weiblichen Rolle leben will, nach aktuellem Stand der "Gender-Diskussion" bzw. nach Deiner Meinung nun Frau oder, weil man seinen genetisch anders disponieren Körper durchaus tolerieren kann, ein Mann?

Zwischen TS und "Mann, der einfach nur in der Rolle einer Frau leben will" (Deine sinngemäßen Worte, nicht meine ;) ) wird derzeit nicht wirklich unterschieden, so ist zumindest meine Erfahrung mit den Fachleuten. Allein schon aus Kostengründem zahlen die Kassen eh nur das Minimum, das zur Linderung deutlicher Leiden notwendig ist, insofern besteht eigentlich kaum ein Risiko, dass eine TS-Person, die mit dem bei der Geburt mitgegeben Körper zufrieden ist, aufwändige Maßnahmen zugesprochen bekommt.

Aber ich gebe Dir Recht darin, dass Betroffene nur dann glücklich mit ihrem (wie auch immer ausgestalteten) Weg werden können, wenn sie mit sich im Reinen sind. OPs und Hormone lösen per se keine Probleme, sondern unterstützen lediglich auf einem Weg zur geänderten Außendarstellung. Gute Begleiter (er)kennen dies und die medizinischen Maßnahmen werden nicht allein aufgrund der Diagnose "TS" verschrieben, sondern erst in Kombination mit entsprechendem Leidensdruck.

Dass unsererseits sowohl Eile als auch rosa Brillen ständige Begleiter zu sein scheinen, ist aber tatsächlich zu beobachten und doch vermutlich nicht änderbar.

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 6 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 2. Jul 2017, 23:27

Hallo Nicole,

auch von mir vielen Dank und meine Anerkennung, dass du dich so umfassend, mit so vielen Punkten auseinandergesetzt hast. (yes)

Vielleicht etwas zu viel für mich, auf alles einzugehen, so sehr es mir auch in den Fingern juckt, aber einerseits habe ich heute schon sooo viel geschrieben, und andererseits kenne ich mich und fürchte, es würde leicht das Zehnfache deines Beitrags herauskommen, und das würde dann kaum noch jemand lesen wollen. :wink:

Vieles kenne ich bzw. habe es so oder in ähnlicher Form erlebt.

Mit Männer-Klamotten habe ich mich auch schwer getan. Allerdings ich habe auch ein paar Erlebnisse der Auflehnung, die mir noch gut in Erinnerung sind. Ich habe mir z.B. eine Winterjacke in Zitronengelb und Hellgrau gekauft, die super aussah, und mir total gefallen (und gestanden hat), und irgendwie fühlte ich mich sehr gut dabei, dass meine Schwester und meine Freundin entsetzt waren, weil es total "unpassend" für einen Mann sei. Außerdem hatte ich Jeans-Shorts, wie sie für Männer in den 80er Jahren total üblich waren, und die Mädels heutzutage als Hotpants tragen, denen ich viele Jahre treu geblieben bin. Als letztes Beispiel noch meine Hochzeit. Anstatt zu Schwarz oder Dunkelblau griff ich zu einem Anzug in hellen und dunklen Bordeaux, und meine Mutter ist fast in Ohnmacht gefallen. :mrgreen: Aber die Verkäufer und auch der Fotograf waren sehr begeistert. Die Braut habe ich dann noch mit einem Strauss sonnenblumengelber Freesien, Nelken und Rosen geschockt. :lol: Aber insgesamt war das Bild so stimmig, dass wir fast sowas wie Popstars waren, und ich den Fotografen nach 11 Jahren, nach unserer Trennung bitten musste, unser Hochzeitsbild endlich aus dem Schaufenster zu nehmen, was er nur ungern tat.

Den eher nachlässigen Umgang mit dem eigenen Körper kenne ich auch. Bei mir ist es vor allem die Bartrasur, die ich nur sehr widerwillig mache. Eigentlich ein totaler Widerspruch, da ich mit 3-Tagebart ja noch mehr so aussehe, wie ich eigentlich gar nicht sein will. Aber dann schaue ich eben nicht so direkt i den Spiegel. :wink: Über eine Entfernung habe ich bereits nachgedacht, und mich mit einer Bekannten unterhalten, die selbst starken Bartwuchs hatte, aber noch nicht so sehr wie ich. Sie ist jetzt nach 3 Jahren grad mit der Nadelepi fertig, und die Frau die sie behandelt hat, meinte, eigentlich hätte sie sie am liebsten abgelehnt, weil ihr Bartwuchs zu stark war. - Also keine rosigen Aussichten für mich. :x

Zähne? Da hieß es zu meiner Kidnerzeit beim Kieferorthopäden: "Jungs brauchen das nicht, wenn sie nicht grad Schauspieler werden wollen." Die Frage danach hatte ich verneint, ehe ich verstand, worauf das hinasulief. Meine Schwester bekam ganz selbstverständlich eine Zahnspange - total ungerecht. Als Erwachsener habe ich mit Ende 20 noch mal einen Anlauf bei meinem Zahnarzt genommen. - Abgelehnt! - Keine Chance wegen ... bla bla ... Eine gute Bekannte von mir bekam dagegen problemlos hre Zähne gerichtet, weil: Bei Frauen ist das doch absolut verständlich, dass die ein ordentliches Gebiss haben und schön aussehen wollen. - Da kannste nur kotzen!!! Von wegen: Männer haben es viel besser!

So, es reicht mir für heute, werden sicher noch weitere Antworten von anderen kommen.


Liebe Grüße
Michi
Ich will nicht in Würde alt werden,ich weiß ja noch nicht mal wo das liegt! :D

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Nicole Doll
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 7 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mo 3. Jul 2017, 00:18

Hallo,

erst einmal vielen Dank für die Antworten. Bei mir erweckten die vielen positiven Selbstdarstellungen hier im Forum am Anfang den Eindruck, dass es nach einer Verwandlung zur Frau einfach nur gut sein müsste. Ich kannte mich im Forum noch nicht aus und stieß immer auf die am meisten angeklickten Beiträge. Nur eine alte Schachtel wie mich führt man nicht so leicht auf's Glatteis. Ich frage mich allerdings, wie es auf jemanden wirkt, der noch jung und unerfahren ist. Bei einigen Vorstellungen habe ich den Eindruck, dass alles nicht schnell genug gehen kann. Deshalb meine Selbstdarstellung, die Frage ob TS oder nicht und die dringende Empfehlung sich Zeit zu lassen und das heraus zu finden, was man wirklich fühlt. Für mich habe ich die Frage ob TS oder nicht beantwortet: Ich weiß es nicht und will es gar nicht mehr so genau wissen. Und wenn ich mich in Frauenkleidern wohler fühle, ziehe ich sie an.

LG Nicole
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Delfinium
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 8 im Thema

Beitrag von Delfinium » Mo 3. Jul 2017, 03:06

Ich kann nur von mir selbst reden...

Mir war von klein auf im Kindergarten klar dass ich ein Mädchen bin und in der Grundschule habe ich auch offen drüber geredet dass ich später wenn ich erwachsen bin unbedingt Hormone und die gaop will! Nur die ganze Zeit lebte und zeigte ich mich als Junge... Irgendwann fing ich an die hochhackigen stiefel meiner Schwester anzuziehen oder BHs zu nehmen um die auszustopfen.. so kam es dass ich mir irgendwann selber Frauenkleidung kaufte die ich aber nur hinter verschlossenen Türen trug aber mit der Pubertät kamen die Zweifel... Ob ich denn nur ein CD sei und kein TS? Und da der Therapeut damals merkte dass ich noch jung bin und Zweifel hatte konnte er mich überzeugen dass es doch keinen Unterschied macht ob man nun Mann oder Frau ist. Ich sah mich als "geheilt" an und ging zuversichtlich ans Abitur zu undzwar voll überzeugt als Junge, wo viele Mädchen waren auf die ich neidisch wurde... Ich wollte aussehen wie sie, sein wie sie... Und nicht der Junge der ich war... Irgendwann verschlechterten sich meine Noten was der Anfang der starken Depression wurde. Ich habe das Abi abgebrochen und war mir sicher irgendwas stimmt nicht mit mir, bin ich doch nicht geheilt? Daraufhin folgten 2 Jahre wo ich mich selbst anfing zu suchen und von vielen für Schwul, ein Emo oder sonstewas gehalten wurde bis ich dann ein totales disaster hatte mit meinem Aussehen. Ich habe viel probiert und sah aus wie ein Clown.. wurde manchmal fürn Mädchen gehalten und manchmal wurde ich gefragt ob Junge oder Mädchen?

Aber mit der Zeit wurde meine Depression schlimmer bis ich dann nurnoch einen Lichtblick hatte... Zu dem Mädchen zu werden was ich bin! Ich ging zu einer Therapeutin und nach einem halben Jahr ging ich mit dem Gutachten dieser Therapeutin zur Endokrinologin und bekam Hormone verschrieben... Seitdem ist meine Depression, Alpträume, Selbstmordgedanken und Selbsthass viel besser geworden. Seitdem ich nun als Mädel rausgehe und mich jeder den ich kennenlerne so sieht bin ich froh es getan zu haben und für mich bedeutet es eine eindeutige verbesserung meiner Lebensqualität.

Ich habe mich in letzter Zeit auch ziemlich schlecht gefühlt weil Männer die mich für eine "Bio" hielten mir sehr oft komische angebote gemacht haben und es auch 1 mal zu gewalt kam wo einer unbedingt Sex wollte... Oder wo ich mich mit 2 Jungs getroffen habe die mich noch von früher kannten aber mich immernoch als Junge ansprechen und wie einer behandeln..

Ich würde es trotzdem tausendmal vorziehen von einem Arschloch wieder gegen meinen Willen angefasst zu werden als, als Junge behandelt zu werden.

Denn egal was passiert, mich als Junge zu behandeln wenn ich das nicht will ist das allerschlimmste weil das nichtmehr ich bin, ich fühle mich dann unweiblich und falsch... Fühle mich in die alte Zeit hineinversetzt als hätte sich nichts geändert, aber es hat sich was geändert!

Worauf ich hinaus will ist dass alles okax ist solange du dich damit wohlfühlst. Bei mir hat mich mein großer Leidensdruck in die transition gezwungen und seitdem ich es gemacht habe kann ich wieder fröhlich in den Spiegel schauen.

Höre auf dein Herz und wenn es dir nicht gut gehen sollte als "Mann" zu Leben und dir irgendwann dir es nichtmehr reicht "nur" in die Frauenrolle zu schlüpfen dann ist das auch gut :) Alles ist gut solange du glücklich damit bist :)

Ob nun CD oder TS, finde deinen Weg, denn er wird dich glücklich machen :)

Daenerys Targaryen
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 9 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Mo 3. Jul 2017, 05:56

Hallo Nicole,

du hast Recht mit dem was du schreibst. Es ist in der Tat nicht so, dass eine "Verwandlung zur Frau" allein alles gut macht. Meine Erfahrung ist, dass viele von uns sich hassen (ihren Körper, ihren Penis etc.). Sie schließen daraus, wenn sie ein Kleid anziehen oder den Penis "wegmachen", wird alles gut. Aber in der Praxis ist das oft leider nicht so. Im Gegenteil, sie hassen sich tief in ihrem Inneren immer noch. Und nicht wenige Menschen, die es im Leben ohnehin schon nicht einfach haben, sehen sich durch ihre Transition zusätzlich mit neuen Problemen konfrontiert.

In einem anderen Thead hat jemand sehr anschaulich geschrieben, wie Menschen im Alltag hinter unserem Rück reagieren. Den Satz "Ach, alle akzeptieren mich, das ist so toll!" höre ich oft. Aber auch meine Erfahrung ist, dass die Menschen einem ihre wahre Meinung nicht ins Gesicht sagen. Sie tuscheln lieber hinter dem Rücken: "Ey guck mal, `ne Transe!"

Deshalb ist das, was du schreibst 100%ig richtig. Es gilt, sich Zeit zu lassen und genau heraus zu finden, was man will. Ein Outing kann man nicht zurücknehmen. Und die Folgen einer Transition können dramatisch sein, für das soziale Leben, aber vor allem auch für die körperliche und seelische Gesundheit.

Meine Ex-Freundin, die Mutter meines Kindes, kannte das Phänomen TS aus ihrer Familie. Sie hat mir nur einen Rat gegeben: "Mach dich nicht zum Clown! Denn sonst behandeln dich alle auch wie einen!"

Liebe Grüße Daenerys
Me too.

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 10 im Thema

Beitrag von Delfinium » Mo 3. Jul 2017, 06:05

Kleiner nachtrag weil es eventuell zu missverständnissen kommen könnte:

Das von meinem letzten Beitrag soll nicht bedeuten dass ichs schön finde gewalt oder berührungen zu erfahren die ich nicht will, aufgrund dessen dass ich jetzt ein Mädchen bin.

Ich wollte damit verdeutlichen dass ALLES besser ist als mich wieder wie früher zu fühlen und behandelt zu werden, als ein Junge.

Ich bin froh diesen Weg eingeschlagen zu haben und hoffe dass du (Threadstarterin dessen Namen ich gerade vergesse habe, ich glaube Nicole? ) auch deinen Weg zum Glück findest :)

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 11 im Thema

Beitrag von ULI67 » Mo 3. Jul 2017, 07:01

Hallo Nicole,

Danke für den Beitrag, er hat mich sehr berührt.
Wahrscheinlich weil ich mich zum Teil darin selbst erkenne.
Ich liebe es eine Frau zu sein 👩

Ulrike-Marisa
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 12 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 3. Jul 2017, 08:57

Hallo zusammen,

...viele oft berührende Worte , in denen ich mich als Betroffene auch selbst erkennen kann habt ihr geschrieben.
In der Grundschule der Blick zu den Kleidern, Dirndln und Zöpfen der Mädchen - selbst mit Pisspottfrisur zu Hause selbst geschnitten mit dem Handrasenmäher; so habe ich mich zumindest damals gefühlt. noch heute gehe ich ungern zum Friseur, weil ich das damals als Erniedrigung empfand.
Mit sich selbst ins Reine zu kommen, ja das ist eigentlich das Ziel, das jede/r Betroffene verfolgen sollte. Alle Anstrengungen und Bemühungen sich im Gegengeschlecht zu sehen und zu präsentieren bringen an sich nichts, wenn ich nicht in der Lage dazu bin, mich so zu akzeptieren, wie ich eben bin. Das ist dann auch eine Frage der Ausstrahlung, wie ich bei anderen Menschen ankomme und bestimmt weniger des Aussehens; das habe ich gerade wieder auf einer Dienstreise erlebt, wie andere Menschen mich aufgenommen haben, so wie ich bin. Meinen männlichen Anteil an meinem Körper kann ich nicht wegdiskutieren aber versuchen, das beste daraus zu machen mit Lächeln und Kleidung, in der ich mich als Frau wohlfühle. Das ist mein Weg, meine persönlichen Freiheiten in diesem Thema trotz familiärer Restriktionen zu gehen und mich fast stets meinen wünschen und Gefühlen entsprechend bewegen zu können.

Beste Grüße, Ulrike-Marisa ))):s

...ich bin was ich bin und nicht das ,was andere in mir zu sehen glauben.

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 13 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 3. Jul 2017, 09:23

Daenerys Targaryen hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 05:56
In einem anderen Thead hat jemand sehr anschaulich geschrieben, wie Menschen im Alltag hinter unserem Rück reagieren. Den Satz "Ach, alle akzeptieren mich, das ist so toll!" höre ich oft. Aber auch meine Erfahrung ist, dass die Menschen einem ihre wahre Meinung nicht ins Gesicht sagen. Sie tuscheln lieber hinter dem Rücken: "Ey guck mal, `ne Transe!"
Huhu,

der jemand war ich (moin)

Dieses Verhalten könnte sich aber in den nächsten Jahren viel schneller Ändern, als wir es uns denken. Denn mittlerweile geht vor allem die Jugend viel offener mit dem Thema um. Insbesondere der Transmänner im Alter von 14 - 18 Jahren.
Sie wachsen mit einer relativ aufgeklärten Informationsgesellschaft auf.
Wo wir größtenteils als Jugendliche noch die gute alte Wählscheibe oder die Fahrradfahrt zur nächsten Telefonzelle brauchten, haben die Betroffenen heute immer und überall Zugriff auf Informationen, sozialen Hilfestatus durch Foren, Portale und auch Facebook-gruppen. Mag man gut heissen oder nicht. Es hilft aber das Thema weiter zu beleuchten und vielmehr als wir es damals hatten.

Wenn die Welt aufgeklärter ist, werden Blicke weniger. Oder jedenfalls, normaler. Dann könnte es nicht mehr heissen: Ey, guck mal ne Transe.....vielmehr: Ah, ein Transmensch.

Bei Jugendlichen beträgt das Verhältnis zwischen Transmann und Transfrau beinhahe 1:1.
Nebenbei wundert es mich warum hier recht wenige aktiv sind?!? Also Transmänner.
Ulrike-Marisa hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 08:57
Meinen männlichen Anteil an meinem Körper kann ich nicht wegdiskutieren
Nein, in einem sehr interessanten Fernsehbericht wurde ein Transmann interviewed welcher seine Vagina behalten will und glücklich damit ist. Optisch definitiv maskuliner Mann, inner Büx aber noch Frau.

Ich denke es wichtig zu verstehen, für den einen oder anderen, das ein Penis und eine Vagina nicht der Deut von Geschlecht sind. Die Medien, Erziehung und die einzementierten Weltbilder sagen das. Würde die Gesellschaft lockerer mit dem biologischen und dem inneren Geschlecht umgehen, käme es bei vielen vielleicht gar nicht zur Depression.

Und das ist es was die Welt bunt macht. Jeder Mensch fühlt sich so wie er sich fühlt und darf Leben so wie er möchte, solange er kein Leid oder Schaden bei Anderen verursacht.

Eine Diskussion über richtiges Trans*, falsches Trans*, übehaupt Trans* oder garnicht Trans* oder doch nur...... für mich so überflüssig wie die Klöten vom Papst! )))(:

Edit: Rechdschraibfähler....
Sei was Du bist. Lebe was Du fühlst. Öffne Dich für alles Friedliche und lebe.

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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 14 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mo 3. Jul 2017, 10:13

Mina hat recht. Die Gesellschaft ist inzwischen erheblich aufgeklärter was das Thema Trans* angeht, als noch vor 10 Jahren. Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb, wäre mein Leben mit Sicherheit anders verlaufen, wenn ich bereits vor 30, 35 Jahren die Informationen zur Verfügung gehabt hätte, die junge Menschen heute haben bzw. beziehen können. "Unser" Thema ist in den heutigen Medien allgegenwärtig. In unserer Transidenten Lebenshilfe in Dortmund schießen seit 2 oder 3 Jahren junge Transmenschen wie Pilze aus dem Boden, sodaß ich mich anfänglich fragte, ob es evtl. "In" wäre oder ein neuer Trend sei, trans zu sein. Nein, es liegt ganz einfach daran, das diese Menschen besser aufgeklärt sind. Sie wissen, das es viele von ihrer "Sorte" gibt und das sie nicht allein sind. Hat die ältere Generation noch Jahrzente lang gegrübelt was los ist und war ewig auf der Suche nach sich selbst, so genügen heute ein paar Klicks, um zumindest Anhaltspunkte zu bekommen und Kontakt zu Betroffenen herzustellen.

LG
Michelle
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Re: Sich selbst lieben - TS oder nicht?

Post 15 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mo 3. Jul 2017, 10:57

Mina hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 09:23

Bei Jugendlichen beträgt das Verhältnis zwischen Transmann und Transfrau beinhahe 1:1.
Nebenbei wundert es mich warum hier recht wenige aktiv sind?!? Also Transmänner.
... vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir uns gerne als "Mädels" oder "Schwestern" bezeichnen. Da denken doch Transmänner, sie wären im falschen Forum. Aber wie sollen wir uns sonst nennen? Mir fällt da irgendwie nichts passendes ein. - Aber vielleicht sollten wir ein spezielles Unterforum für Transmänner mit dem Thema "allgemeiner Austausch" eröffnen. Dann können die sich vielleicht "Buben" oder "Brüder" nennen. Wie wäre es damit, Anne-Mette?

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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