Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?
Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn? - # 2

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ChristinaF
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 16 im Thema

Beitrag von ChristinaF » So 2. Jul 2017, 14:00

Ich bin mir nicht sicher, ob du das Ganze nicht zu schnell angehen willst. Vielleicht verlangst du auch (von wem auch immer, oder gar für dich) zuviel. Du schreibst, dass Hormone nicht dazu beitragen fraulich auszusehen. Ich finde dies nicht so und kenne auch andere TS die nach Einnahme durchaus weiblich aussehen. Wie gesagt, es macht sehr sehr viel aus, wann du mit deinem TS-Weg beginnst. Mit 27 Jahren sind hier durchaus sehr tolle Erfolge zu verzeichnen; auch wenns bei der einen oder anderen nicht über Körbchengröße A hinausgeht. Gerade hier bin ich aber voll und ganz zufrieden damit. Denn diese Brüste sind von mir und nichts unnatürliches wurde denen eingesetzt. Auch passen sie sehr gut zu meinem Körper, der eher zierlich ausfällt. Und als eine Frau die Kleider- und Schuhgröße 38 trägt bin ich mit A voll und ganz glücklich.
Ich finde, dass du zu anspruchsvoll mit all den Möglichkeiten umgehst. Sorry, ist echt keine Beleidigung. Aber fang einfach mit einem Schritt an, bleib ihm dann treu und mach anschließend die weiteren.
Liebe Grüße
Christina

MichiWell
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 17 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 2. Jul 2017, 15:03

ChristinaF hat geschrieben:
So 2. Jul 2017, 14:00
Ich bin mir nicht sicher, ob du das Ganze nicht zu schnell angehen willst.
Hallo Christina,

danke, dass du das noch mal so direkt ansprichst.

Ich hatte es noch etwas zurückhaltender formuliert, sehe es aber eigentlich genau so, dass hier womöglich Tatsachen geschaffen werden sollen, in der trügerischen Hoffnung, dadurch Sicherheit in der Selbstfindung zu gewinnen. Leider ist mein Beitrag mal wieder letzter auf der vorherigen Seite gelandet, wo Antworten erfahrungsgemäß allgemein weniger wahrgenommen werden.
ChristinaF hat geschrieben:
So 2. Jul 2017, 14:00
Vielleicht verlangst du auch (von wem auch immer, oder gar für dich) zuviel. Du schreibst, dass Hormone nicht dazu beitragen fraulich auszusehen. Ich finde dies nicht so und kenne auch andere TS die nach Einnahme durchaus weiblich aussehen. Wie gesagt, es macht sehr sehr viel aus, wann du mit deinem TS-Weg beginnst. Mit 27 Jahren sind hier durchaus sehr tolle Erfolge zu verzeichnen; auch wenns bei der einen oder anderen nicht über Körbchengröße A hinausgeht. Gerade hier bin ich aber voll und ganz zufrieden damit. Denn diese Brüste sind von mir und nichts unnatürliches wurde denen eingesetzt. Auch passen sie sehr gut zu meinem Körper, der eher zierlich ausfällt. Und als eine Frau die Kleider- und Schuhgröße 38 trägt bin ich mit A voll und ganz glücklich.
Ich kann zwar nur begrenzt eigene Erfahrungen beisteuern, aber ich habe reichlich Kontakte zu TV, CD, Teilzeitfauen und TS von 17 bis 70, und ich denke, ich bin nicht die schlechteste und unaufmerksamste Beobachterin. :)

Die größten Ansprüche haben zumeist jene TS, die von Natur aus bereits beste Voraussetzungen haben. Ich denke da z.B. an eine mittlerweile 18-Jährige, die bereits ohne Hormone und ungeschminkt(!) derart weiblich erschien und auch eine sehr weibliche Stimme hat, sodass da nicht der leiseste Zweifel aufkommt, dass sie als Junge geboren wurde. Als sie aufgezählt hat, was sie alles operiert haben will, bekam man den Eindruck, aus dem "Glöckner von Notre Dame" solle ein Model gemacht werden. Alle anderen Mädels in der Runde waren regelrecht erschrocken und ungläubig-entsetzt ob ihrer "Wünsche".

An dieser Stelle deshalb für dich (yes) , dass du so eine realistische und gefestigte Einstellung hast, und sagen kannst, das A-Körbchen für dich völlig ok sind.
(Nicht nur, weil ich natürlicher auch schöner finde.)

Fairer weise muss ich auch sagen, dass es bei manchen CD/TV bezogen auf die Körbchengröße ähnlich schlimm ist. Manche hängen sich richtige "Mörder-Tüten" vor die Brust, dass man schon beim Anblick Rückenschmerzen bekommt. - Ok, des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Aber da kann ich auch die Anbieter bei der Kritik nicht außen vor lassen, die Stücke von 5 Kilogramm und mehr pro Seite(!) aus reiner Profitgier als das "ultimative Lebensgefühl" anpreisen. :roll:

Aber gleich ob TV, TS oder Bio-Frau:
Das, was man jenseits des Atlantiks zurecht als "stick with tits" bezeichnet, mag zwar Blicke auf sich ziehen, sieht aber nicht wirklich schön aus.
Ich würde mir für alle wünschen, dass sie bewusster mit ihrem Körper umgehen.


Liebe Grüße
Michi
Ich will nicht in Würde alt werden,ich weiß ja noch nicht mal wo das liegt! :D

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

ab08
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 18 im Thema

Beitrag von ab08 » So 2. Jul 2017, 17:23

Hallo Emily,

einige persönliche Anmerkungen:
Wichtig ist, zunächst in Ruhe zu sich selbst zu finden.
-> Es gibt viele Transsexuelle, die auch ohne HET, ohne GAOP glücklich leben.

-> Hormone:
Ich (normale HET, dauerte ein paar Jahre) trage 90 C (bequem) bzw. wenn ich mich rausputze Pushup 85 B, aber das ist für den Busen sehr eng.
Ich bin sehr zufrieden und möchte keinesfalls mehr haben, denn es sieht ordentlich aus und es gibt öfter Komplimente von anderen Frauen.
Wie stark sich der Busen entwickelt, hängt wahrscheinlich von den Erbanlagen ab. Ich kenn eine TS mit DD(natürlich gewachsen!), aber in der Familie sind auch Tanten/Schwestern etc. extrem bestückt. -> Wie Michi bereits erwähnte, ist eine große Oberweite auch nicht unbedingt erstrebenswert...
-> GAOP:
Gut, ich bin etwas älter, wäre aber nie nach Thailand gefahren. Ich war bei Dr. Liedl und bin sehr zufrieden.

Aber vor allem sollte man sich Zeit lassen und gründlich überlegen,
damit man hinterher wirklich zufrieden und glücklich lebt.
:wink:

Liebe Grüße
Andrea
MichiWell hat geschrieben:
So 2. Jul 2017, 15:03
...Die größten Ansprüche haben zumeist jene TS, die von Natur aus bereits beste Voraussetzungen haben. Ich denke da z.B. an eine mittlerweile 18-Jährige, die bereits ohne Hormone und ungeschminkt(!) derart weiblich erschien und auch eine sehr weibliche Stimme hat, sodass da nicht der leiseste Zweifel aufkommt, dass sie als Junge geboren wurde. Als sie aufgezählt hat, was sie alles operiert haben will, bekam man den Eindruck, aus dem "Glöckner von Notre Dame" solle ein Model gemacht werden. Alle anderen Mädels in der Runde waren regelrecht erschrocken und ungläubig-entsetzt ob ihrer "Wünsche"...
:oops: Solche Fälle begegneten mir leider auch zu Genüge und erinnerten mich bisweilen an die Problematik "Anorexie"... :oops:
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 19 im Thema

Beitrag von Steffi Readhead » So 2. Jul 2017, 21:25

emilyrosefrank hat geschrieben:
Sa 1. Jul 2017, 19:58
Aber es geht mir nicht um die Frauenrole, sondern um meinen männlichen Körper, den ich größtenteils nicht mag und die männlichen Bekleidung, besonders seitdem ich seit ein Jahr nur noch in der Damensneakers Einkäufe.

Zu mir noch. Ich bin kleiner Unternehmer, also internationaler Buchverlag noch keine eigene Mitarbeiter, noch in der Startup-Zeit und schreibe an eigene Bücher, die bald raus kommen sollen. Will sagen, da macht eine Entscheidung schwieriger. Für meine Büro habe ich die Idee unter meinen Frauen-Namen zu veröffentlichen, dann habe da keinen Druck und habe mehr Freiheiten, also mich privat zu finden.
Das sind 3 verschiedene Sachen.
1) Wenn du mit deinem männlichen Körper nicht klar kommst, dann hast du deine Frage schon beantwortet.
2) Wenn du sie nicht magst, kannst du deine "männliche Bekleidung" in eine Kiste packen, am anderen Ende der Wohnung in einen Schrank packen und fertig. Zwingt dich niemand sie zu tragen und bisher hat mich noch nie einer doof angeguckt oder angesprochen, wenn ich als Frau unterwegs war. (Von Betrunkenen solltest du dich trotzdem fern halten :? ) Auf diese Weise merkst du auch nach einer Weile, ob dir das wirklich gefällt als Frau.
3) Als Unternehmer ist eigentlich nur wichtig, wenn du eine Namensänderung machen willst. Der ganze Rest interessiert niemanden, wenn du gute Arbeit machst.

Generell erkenne ich viele Überlegungen wieder, die ich grade selbst mache :D . Grundsätzlich war der erste Schritt bei mir zuzugeben, dass ich "Ja" sagen würde, wenn die gute Fee mit nem Zauberstab vorbei kommen würde. Da es die aber nicht gibt, mache ich grade so eine Art "Kosten-Nutzen-Rechnung" in der Art "muss ich mir den ganzen Behördenkram wirklich antun?" Was kriege ich dafür? Werde ich damit glücklicher?

Und am Partner solltest du das Ganze auch nicht festmachen. Es gibt durchaus Frauen und Männer, die auch auf dich stehen, so wie du jetzt bist. Hauptsache DU kommst mit dir klar.
Machst du etwas nur (nicht), weil du denkst, dass andere es von dir erwarten?
Akzeptierst du dich dann selbst? So wie du bist?

Delfinium
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 20 im Thema

Beitrag von Delfinium » Mo 3. Jul 2017, 08:49

Ich muss zugeben dass ich eine dieser Person hohe Ansprüche an sich hat... Seitdem ich 2 Monate auf HRT war ging ich 100% als Mädchen durch und bekam öfters Angebote von Männern die nix von meiner Vergangenheit wussten.

Ich glaube es liegt nicht daran dass die mit guten Vorraussetzungen immer die sind die "mehr" wollen.

Ich denke eher dass Allgemein der Mensch mehr will als er hat. TS mit einem schlechten passing wünschen sich nichts lieberes als ein gutes passing auch wenn sie kein "hübsches" Mädchen wären (Schönheit liegt im auge des betrachters). Dann gibt es TS die zwar gut passen, sich selber hässlich finden und auch mal "hübsch" sein wollen. Undsoweiter...

Man muss das wie eine Skala sehen. Von einer Skala von 1-10 wie gut das passing ist. Eine 2 will mal eine 5 werden und eine 5 auf der Skala will mal eine 8 werden.

Im Endeffekt bleibt die Differenz 3 und im Endeffekt sind unsere Wünsche garnicht soweit auseinander weil viele nunmal mehr wollen als sie im moment haben. Deshalb ist es für eine 2 auch unbegreiflich wieso eine 5 unbedingt eine 8 werden will. Die 3 wäre als 5 überglücklich aber jeder hat nunmal eine andere Messlatte und die liegt meistens höher als das was man im Moment hat :)

Vor ein paar Jahren wäre ich überglücklich "nur" ein gutes passing zu haben . Für ne Zeit lang hat es auch gereicht aber mittlerweile will ich mehr als ein gutes passing, mich sprechen öfter Männer an wenn ich Nachts unterwegs bin und sagen dass ich ne ganz süße bin aber mittlerweile reicht mir das nicht... Ich will auch sexy sein können und mich total weiblich fühlen aber an dem Punkt bin ich noch nicht, falls ich überhaupt mal dahinkomne. Deshalb fühle ich mich auch so schlecht wenn ich andere Mädels sehe die sehr sexy sind und ich nur das "süße mädchen" bin, wobei ich das auch schön finde das "süße Mädchen" zu sein, aber im Schatten einer sexy und attraktiven Frau zu stehen löst schon Minderwertigkeitsgefühle aus, die meinen Anspruch an mich selbst erhöhen.

Trotzdem würde ich keine tausend OPs machen. Ich will soviel natürlichkeit beibehalten wie möglich deshalb mache ich "nur" die gaop :)

Mina
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 21 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 3. Jul 2017, 10:07

Lina hat geschrieben:
Sa 1. Jul 2017, 18:55
Und auch wenn die 80% der Bevölkerung nicht kapiert, dass man mit den sozial konstruierten Teilen der Männer- oder Frauenrollen tun kann, was man will, dann tue ich es trotzdem.
Die Quintessenz der gesamten Diskussion. )):m

Seinen Körper an das innere Bild anzupassen ist natürlich völlig legitim und braucht im fundamentierten Falle volle Unterstützung von allen Seiten.

Dazu muss man aber wissen und in sich so gefestigt sein, das Leid aufgehoben wird und nicht erzeugt. Diese Frage kann nur ein jeder Mensch für sich selber Beantworten. Es wird kein Orakel in Form von Psychologen, Fachärzten oder Anderen geben welche einem sagen: "Du bist - also ab unter das Messer".

Ich in meinem Fall würde für nichts auf der Welt meinen "Freund" opfern um einer geschminkten Entscheidung wegen. Die Biologie dahinter, die Funktion und die Orgsmusfähikeit - respektive das Gefühl dabei. Warum darf ich als weiblicher Teil in mir das nicht genießen?
Natürlich ist es interessant sich vorzustellen eine Vagina zu haben. Am Strand einen Bikini zu tragen oder wenigstens beim shoppen die "Beule" nicht mit Panzertape egalisieren zu müssen. Weitere Fragen in mir sind, würde es nach einer OP wirklich authentisch aussehen? Es wird etwas meinem Körper entnommen, werde ich mit Phantomschmerzen zutun haben? Würde ich mir meine neue Vagina im Spiegel ansehen und denken, mein Penis sah aber natürlicher aus?
Und wie wird ein eventueller Geschlechtspartner reagieren ob der Optik meiner Vagina?

Das sind alles Fragen welche ich für mich beantwortet habe. Und ich kann ja auch nur von mir sprechen. Mein Fazit: Nein, ich will quernormal bleiben ( Oder Genderfluid.....wie auch immer) jedenfalls so wie ich bin.

Das hat lange gedauert, das zu verstehen. Aber die Zeit mir darüber im Klaren zu werden hat sich in meinem Falle gelohnt.

Zeit heilt alle Wunden und noch viel mehr. Ganz sicher. (ki)
Heute fällt mir nix ein.....hm.

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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 22 im Thema

Beitrag von emilyrosefrank » Mo 3. Jul 2017, 16:26

@ChristinaF Das ist für mich normal viel von sich zu verlangen. Ich weiß das manche solche Einstellungen nicht haben, aber ich habe so immer gelebt und gearbeitet.

Es gibt TS mit Hormone die sehen feminin aussehen, aber TS die männlich aussehen. Letztes kann man nur mit OP's in die voll Weiblichkeit hinbekommen. Für mich wären männliche Züge keine Option. Also ich würde mich dann nicht wohlfühlen. Stimmt aber, dass bei der richtige Schuh- und Bekleidungsgröße man keine Brust-OP machen muss. Da ich 41 als Schuhgröße und 40/M als Bekleidungsgröße habe, passt ja Brust-Größe B oder C. Aber D würde ich nie machen, das finde ich übertrieben und als unschön.

@MichiWell Kann sein, dass die Psychologin den Prozess begleitet und einem bei den Fragen und Antworten hilft, aber am Endeffekt führt dies ja zu einem Ergebnis. Für sie sind im falschen Körper oder es ist nur xy... So habe ich es mit Ergebnis gemeint.

@ ab08 Müsste mal schauen, welche Brust-Größe meine Mutter hat. xD Muss aber überlegen, wie ich sie dazu frage. Da sie nur weiß, dass ich gerne Frauenkleider anziehe und wir miteinander nur über FB in Kontakt stehen, war nur bis 9 bei mir.

Ich habe auch überlegt ohne GaOP. Vielleicht okay, aber mit GaOP hat man es als Frau einfacher. Du hast deine GaOP in Deutschland gemacht und ist da auch ein G-Punkt und merkt man was beim Geschlechtsverkehr?

@Steffi Readhead
1) Glaube ich auch langsam, nachdem ich lange darüber nachgedacht und mit anderen geschrieben habe. Der Thread hier und woanders dient ja dazu, die bisschen Unsicherheit zu klären.
2) Mache ich schon seit ca. ein Jahr und seit Ende 2016 style und ziehe ich mich je wie eine Frau an. Zuletzt bei Takko habe ich schon gemerkt, dass die Männerabteilung für mich nicht mehr interessant ist. Und ich kaufe ja online nur noch in der Damenabteilung.
3) Vielleicht nur meine Unsicherheit. Kann ja froh sein, dass ich in der Medienbranche selbstständig bin.

Ahso, die Kosten-Nutzen-Rechnung klingt eine sehr gute Idee. Vielleicht auch ein Ansatz für mich.

@Delfinium Also wie ich. Und mit Leuten mit hohen Ansprüche komme ich immer gut klar. xD

@Mina Deshalb werde ich fachliche Hilfe aussuchen, wegen den teilweisen Leiden. Mir wäre mein Geschlechtsteil im schlimmsten Fall egal, also wenn da unten was passieren würde. Aber Haarausfall oder noch mehr männliche Züge wären für mich der größte Alptraum. Teilweise kann ich die Körperbehaarung per SHR-Laserbehandlung loswerden, aber bei den Armen, Beine und Schulter eher nicht. Freue mich schon, wenn ich schon die schulterlange Haare im Sommer/Herbst 2018 erreiche.

Und zur GaOP. Nur die innovative aus Thailand oder keine. Weil ich über die deutsche GaOP selten was positives gelesen habe.

Mina
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 23 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 3. Jul 2017, 16:56

emilyrosefrank hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 16:26
SHR-Laserbehandlung
Ganz klar - Finger weg und Geld und Zeit wie Nerven besser investieren. Laserbehandelte Haare kommen je nach Typ und Veranlagung zu 60% nach fünf bis zehn Jahren wieder. Und dann geht der Trott von vorne los. Haarfollikel sind umgeben von Nährzellen und Stammzellen mit hohen regenerativen Eigenschaften. Der Effekt fällt bei hellem Haartyp weniger auf als bei dunklem. Wer Dir anderes weiß machen möchten, am besten noch für 75€ pro Sitzung - renne schnell weg und bewahre die Unversehrtheit Deiner Haut.

Die einzige wirklich dauerhafte Haarentfernung ist die Nadelepi. Aber auch hier Achtung, nicht alle Anbieter haben gute Geräte oder ein Händchen für den Vorgang. Da müßte man sich viele Anbieter ansehen und entscheiden wer einem kompetent genug erscheint um nicht nachher wie der Glöckner von Notre Damme rumzulaufen.

Wiegesagt, nur Hinweise im guten Sinne.

emilyrosefrank hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 16:26
Mir wäre mein Geschlechtsteil im schlimmsten Fall egal,
Da widersprichst Du Dir. Zumindest in Bezug auf Deine Wünsche. Aus Deinen Beiträge lese ich den Wunsch nach guter Funktion und Echtheit. Ich vermute Du hast eine gute Sexualität welche Du gerne mit Vergnügen auch in Zukunft leben möchtest. Der Orgasmus an sich wird oft totgeschwiegen. Dennoch ist er gesund, vielfältig, stressabbauend, Immunstärkend und wichtig für viele einfach um des Lebens willen. Denke sehr gut darüber nach wie Du damit umgehen möchtest. Du weist nur wie Dein Orgasmus derzeit auf Dich wirkt, nicht wie er nachher ist. Keine leichte Entscheidung in Deinem Alter.

Ich meine es wirklich nur sehr gut und möchte nur ein Warnschild für Dich sein, kein Miesmachungsfaktor. Ich hoffe Du verstehst es so. )))(:
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 24 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 3. Jul 2017, 17:09

emilyrosefrank hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 16:26
Du hast deine GaOP in Deutschland gemacht und ist da auch ein G-Punkt und merkt man was beim Geschlechtsverkehr?
Hallo Emiliy,

mit G-Punkt kenn ich mich nicht aus. -- Normaler Geschlechtsverkehr -> Keine Ahnung, da hab ich keine Erfahrung, denn momentan lebe ich allein.
Aber ... Gefühle sind heute sehr schön & intensiv... /In männlicher Rolle, also vor der GAOP, begegnete mir ähnliches nie/ :oops:
Jedenfalls bin ich diesbezüglich glücklich und zufrieden.

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Übrigens werde ich dieses Jahr 67, wuchs also in der Ära Adenauer auf (Motto "keine Experimente!"). - Mir ist der "Spatz in der Hand" lieber als die "Taube auf dem Dach" bzw. ich bin nicht extrem anspruchsvoll. -> GAOP`s mögen in Thailand durchaus besser/perfekter sein, aber die Qualität per KK in Deutschland genügt meinen Ansprüchen. (Trotz Alter, wäre mir eine kleine, kosmetische GAOP zu wenig, ev. treffe ich einen Mann, der zu mir passt -> Dann sollte Geschlechtsverkehr möglich sein...)
Zuletzt geändert von ab08 am Mo 3. Jul 2017, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 25 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 3. Jul 2017, 17:19

ab08 hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 17:09
Gefühle sind heute sehr schön & intensiv... /In männlicher Rolle, also vor der GAOP, begegnete mir ähnliches nie/
Danke Andrea für diesen Erfahrungswert. (flo)

Aber da tut sich die Frage auf, konntest Du das vor der GaOP absehen? Fokusiert auf die intensiven Gefühle?

Ich weiß, das es bei Dir nicht vordergründig um "die" Gefühle an sich ging, sondern um die Angleichung an sich und die Einbehaltung der Optionen. Dennoch ein nicht unwesentlicher Gedanke für besonders junge Menschen. )))(:
Heute fällt mir nix ein.....hm.

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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 26 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 3. Jul 2017, 17:31

Hallo Mina,

"konntest Du das vor der GaOP absehen?" - Nein, nein, damit rechnete ich überhaupt nicht! Und natürlich hab ich wirklich keine Ahnung, ob das häufiger so ist. - Vielleicht hatte ich nur Glück, oder der Operateur war geschickt.- Vielleicht liegt es daran, dass ich psychisch anders drauf bin. Ich wollte das Ding nur endlich los werden und rechnete damit, dass ich hinterher wenig bis gar nix spüre. (Das fürchtete ich, trotz aller Versprechungen!! -> Aber ich hätte die GAOP trotzdem gemacht!!!)

Heute sehe ich dieses Ergebnis als schönen Nebeneffekt(!) der GAOP. Sex war nie sehr wichtig für mich, eher unangenehm.
Durch die GAOP änderte sich das durchaus. Erstmals kann ich mit vorstellen, dass dies hübsch sein kann... :oops:

Liebe Grüße
Andrea
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 27 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 3. Jul 2017, 17:49

ab08 hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 17:31
Erstmals kann ich mit vorstellen, dass dies hübsch sein kann...
Ich freu mich so für Dich Andrea. Der "Schämsmiley" ist garnicht notwendig. Jeder Mensch hat ein Anrecht auf eine gesunde Sexualität. Damit sollten wir wirklich vernünftig und offen umgehen. Es ist nichts schlimmes oder verwerfliches daran. Wer das denkt, nunja.......ohne intolerant sein zu wollen.......darf sich gerne öffnen und behaupten - hey ich lebe und es gehört dazu. )))(: (so) (ap) )))(:

Auch wenn Viele der gesunden Sexualität keine oder wenig Beachtung schenken wollen/können. Aber Sexualität hat ja auch nicht unbedingt immer etwas mit dem Akt an sich zutun. Es ist das gesamte Lebensgefühl. Und nur darauf kommt es an. Das jeder sich in seiner Haut wohl fühlt. :()b
Heute fällt mir nix ein.....hm.

emilyrosefrank
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 28 im Thema

Beitrag von emilyrosefrank » Mo 3. Jul 2017, 19:50

@Mina Folgende Haarregionen haben ja dunkle Haare: Gesicht, Hals, Bauch und Brust. Da würde die neuartige SHR-Lasertechnik funktionieren. In allen anderen Regionen eher nicht. Und mein Bart muss weg, ich muss den schon jeden Tag rasieren, aber meine Haut macht es nicht mehr mit. Und nach 2 Tagen sehe ich total ungepflegt aus und als Frau müsste ich jeden Tag rasieren und alles mit schminke überarbeiten, damit bis abends kaum Bart erkannt werden kann.

Ich habe mich mit dem Geschlechtsteil vielleicht nicht genau wiedergegeben. Die Möglichkeit Kinder erzeugen würde ich durch Samen frieren sicheren. Und bei einer GaOP nach innovativer Technik würde meine sexuelle Lust erhalten lassen, wenn ich es richtig verstanden habe, daher gäbe es da kein Unterschied. Und somit muss ich mir bei meiner Sexualität keine Sorgen machen.

@ab08 Habe gerade nicht groß auf das Alter und Profilbild geschaut, aber gut zu wissen.

@AnAlle Zum Thema TS-Therapie habe ich schon paar Fragen, die nur betroffene TS beantworten können:

1.) Wenn ich Hormone nehme, kann es sein, dass die Haare über die Stirn wieder mehr werden, also der bisschen Haaraufall verschwindet?

2.) Ich habe eine schlimme Körperbehaarung, muss mich also jede 3 bis 4 Tage rasieren, damit es gerade so okay aussieht. Leider rechne ich damit, dass die blonde Körperbehaarung, also Bein, Arm und Schulter sich nicht mit der SHR-Lasertechnik behandeln lassen. Die Alternative Nadelepilation müsste ich wahrscheinlich bezahlen (?) und würde ja sehr lange dauern. Würde eine Hormonbehandlung da große positive Ergebnisse bringen? Oder sind die Veränderungen minimal? Vielleicht gibt es TS mit gleicher Vorgeschichte wie ich.

3.) Ich selten gelesen das man Brustgröße B oder C natürlich erreicht und es auch in den Genen liegt. Stimmt das? Und wie sind da die Erfahrungen? Brustgröße B oder C wäre nämlich meine Wunschgröße.

4.) Auch was mir Sorgen machen, die Nebenwirkungen der Hormon-Therapie. Aber vielleicht nur Panikmacherei? Thrombosen-Risiko kann durch Voruntersuchungen eingeschätzt werden und deshalb nehmen manche Hormone über die Haut. Aber was mir nicht gefällt, ist Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Wer hatte als TS diese Nebenwirkungen bzw treten diese oft auf?
Kopfschmerzen, Migräne, Bluthochdruck, Appetitsteigerung, Gewichtszunahme, Anstieg der Leberwerte, Leberfunktionsstörungen, Schilddrüsen-Funktionsstörungen, Zucker-Stoffwechselstörungen (Veränderungen der Glukose-Toleranz), Depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen

Was sind da eure Tipps an mich?

Mehr fragen habe ich aktuell nicht, zumindest sind das die wichtigen offene Fragen die ich noch klären will.

Lina
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 29 im Thema

Beitrag von Lina » Di 4. Jul 2017, 00:32

emilyrosefrank hat geschrieben:
Sa 1. Jul 2017, 19:58
Danke für deine ausführliche Antwort.

Wenn ich dich richtig verstehe, willst du Aussagen, dass ich einfach meine Freiheit ausleben sollte und daher als Frau leben sollte und wenn ich damit nach x Zeiten klar komme, erst dann weitere Maßnahmen wie OP's machen sollte.

Und es falsch wäre von einer Experten eine Antwort zu holen und dann sofort alles zu machen, da man später vielleicht merkt, dass es eine schlechte Entscheidung war, aber dann nicht veränderbar wäre.
...
Zum ersten Ja, zum Zweiten Nein

Ja, du sollst wirklich los legen und die Freiheit genießen und weiterentwickeln, die du gefunden hast.

Und nein, es ist nicht falsch den Rat von einem Experten holen. Falsch ist wenn du so kommst wie: "Mein Psychoanalytiker sagt, dass ich mich zu viel von Expertenaussagen beeinflussen lasse". Faktum ist, der Psycho weiß es auch nicht - die Einzige, die es letztendlich weiß, bist du selbst. Wenn der Psycho/der Coach/der Berater gut ist, kann er dich mit den Denkanstößen versorgen, die du brauchst um es selber raus zu finden. Manche konsultieren ihn aber nicht deshalb, sonderen einfach um das entsprechende Gutachten zu bekommen ...

Aber zum Punkt Freiheit: Wir wissen ja alle nicht in Detail, was wir das ganze Leben machen wollen - dürfte ja klar sein. Tun wir nicht. Das man irgendwie die Ideen hat, das man auf dieser Welt besser aufgehoben wäre, wenn man eine Frau wäre, bedeutet ja nicht, dass wenn die gute Fee morgen kommt und mich in eine Frau verwandelt, dann ist alles normal, wie es sein sollte. Selbst das wäre nur ein Schritt einer Entwicklung. Wenn das passieren würde wäre der nächste logische Schritt nämlich rauszufinden, was dadurch im Leben, in der Interaktion mit anderen Menschen jetzt anders ist. Dann würde es u.a. darum gehen, rauszufinden, welche Handlungen, welche Aktivitäten jetzt möglich wären, die als Mann nicht möglich wären, oder zumindest anders wären. Usw., usw., usw. Im Grunde geht das ganze Leben darum, solche Dinge rauszufinden. Es ist mir schon klar, dass viele Leute das nicht wissen. Es gibt auch welche, die sich das Ziel setzen, einen bestimmten gut bezahlten Job zu finden, damit sie ein Haus von einem gewissen Standard kaufen können usw. Das ist ja auch völlig OK. Schlecht ist es nur, wenn sie das erreichen, nicht glücklich sind und eigentlich nicht wissen und nie gewusst haben, was die nach der Erreichung von diesem Ziel eigentlich damit machen wollen. Sie wissen nur, dass sie Opfer gemacht haben ...

Es gibt also viele Seiten von der Sache. Ich bin nicht die Expertin, wenn es darum geht den Körper zu verändern, weil der einem Fremd vorkommt. Mir ging es nie WIRKLICH so, also habe ich da keine eigenen Erfahrungen. Ich habe aber Erfahrung mit Leuten denen es so geht oder ging. Die sind eigentlich nie in Zweifel, dass sich da was verändern muss. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass in der Interaktion mit den Mitmenschen, mit denen du nicht Sex hast muss es nicht den geringsten Unterschied machen ob du Post-OP, Pre-OP oder möchtegarkeien-OP. Das weiß ich so 100% sicher, weil ich immer wieder - falls es überhaupt zur Sprache kommt - erlebe, dass Leute glauben, dass ich längst die GAOP machen lassen habe. Wobei ich nicht mal immer en femme bin. Meistens kommt es gar nicht auf die Tagesordnung. Wo ich en femme unterwegs bin kennen Leute mich meistens nur en femme, und umgekehrt auch. Wenige Ausnahmen.

Was ich damit sagen will: Ein großer Teil vom TG-Leben ist nun mal die Interaktion mit anderen Menschen, denen es gar nicht zu interessieren hat, welche primären Geschlechtsmerkmale du hast, und meistens auch tatsächlich nicht interessiert - was die interessiert, ist wie du als Mensch bist, und glaub mir, egal was die sagen: Die Verhalten sich so Frauen gegenüber, und Männern gegenüber so. Oder was sie für männlich oder weiblich halten.
Also zurück zur Ausgangsfrage und Ausgangsantwort: Ja, loslegen und nimm die soziale Rolle in Besitz, die du für dich zu diesem Zeitpunkt für richtig hältst. Da brauchst du niemanden um Erlaubnis fragen, und so wie du diese Rolle jetzt siehst, wirst du in einem Jahr wieder ein bisschen anders sehen und ein Jahr später wieder anders - es gibt kein Ziel, nur eine fließende Entwicklung.

Es spricht nichts dagegen, dass du jetzt in deiner femme Identität jetzt einfach da raus gehst, erfährst, lebst, Dinge tust, Leute kennen lernst, die völlig von Null anfangen und nicht fragen stellen wie "ja, aber da ich dich als Mann kenne, warum ..." - sondern die einfach Emily kennen, die vielleicht sofort wissen, dass du Trans bist, vielleicht auch nicht, aber die die Seite von deiner Persönlichkeit kennen lernen, die du für die Richtige hältst.

Was dann später passiert, ob du sagst - eigentlich ist es cool die Freiheit haben von männlich zu weiblich und wieder zurück fließen zu können, oder ob du später sagst - ich kann nur als Frau leben - ist jetzt nicht dafür entscheidend, ob du ab jetzt einfach ... lebst. -

ChristinaF
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Re: Bin ich Transsexuell oder nur Androgyn?

Post 30 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Mi 5. Jul 2017, 13:01

Mina hat geschrieben:
Mo 3. Jul 2017, 16:56
Ganz klar - Finger weg und Geld und Zeit wie Nerven besser investieren. Laserbehandelte Haare kommen je nach Typ und Veranlagung zu 60% nach fünf bis zehn Jahren wieder. Und dann geht der Trott von vorne los. Haarfollikel sind umgeben von Nährzellen und Stammzellen mit hohen regenerativen Eigenschaften. Der Effekt fällt bei hellem Haartyp weniger auf als bei dunklem. Wer Dir anderes weiß machen möchten, am besten noch für 75€ pro Sitzung - renne schnell weg und bewahre die Unversehrtheit Deiner Haut.

Die einzige wirklich dauerhafte Haarentfernung ist die Nadelepi. Aber auch hier Achtung, nicht alle Anbieter haben gute Geräte oder ein Händchen für den Vorgang. Da müßte man sich viele Anbieter ansehen und entscheiden wer einem kompetent genug erscheint um nicht nachher wie der Glöckner von Notre Damme rumzulaufen.

Wiegesagt, nur Hinweise im guten Sinne.
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Sorry, das sehe ich etwas anders. Bei mir ist am/im Gesicht nach 8 +/- Laserbehandlungen nichts mehr von Bart zu sehen und zu spüren. Rasieren ist passe. Die Haut ist glatt und wunderbar weich. Ob das mit meiner HRT zusammenhängt, weiß ich nicht. Könnte jedoch sein.
LG
Christina

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