Transsexualität: Wo Männer ihre Identität an der Türe abgeben
Transsexualität: Wo Männer ihre Identität an der Türe abgeben - # 3

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MichiWell
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Re: Transsexualität: Wo Männer ihre Identität an der Türe abgeben

Post 31 im Thema

Beitrag von MichiWell » Fr 2. Jun 2017, 17:12

Hallo Mädels,

die von Manu ziterte Aussage von Frauke unterstreicht sehr gut zu meinen bereits geäußerten Gedanken.

@Frauke Der ideologische Kampfbegriff "postfaktisches Zeitalter" bereitet mir in dem Zusammenhang allerdings ziemliche Bauchschmerzen, nicht zuletzt, weil er im krassen Gegensatz zu dem von Manu zitierten Satz steht. - Aber das ist nur meine Meinung.

Meine Gedanken noch mal konzentriert: Mehr Toleranz der Toleranz.

Intoleranz gegen den den absichtlich falschen Gebrauch von Begriffen ist völlig legitim.
Aber hackt bitte nicht dauernd auf denen herum, die sich bereitwillig und offen mit unseren Fragen und Problemen auseinandersetzen.

Liebe Grüße
Michi


Ich will nicht in Würde alt werden,ich weiß ja noch nicht mal wo das liegt! :D

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

Sylvia
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Re: Transsexualität: Wo Männer ihre Identität an der Türe abgeben

Post 32 im Thema

Beitrag von Sylvia » Fr 2. Jun 2017, 17:48

Frauke hat geschrieben:
Fr 2. Jun 2017, 15:02
Wer echauffiert sich hier? Darf frau keinen eigenen (eventuell abweichenden) Standpunkt haben? Ist es nicht eher intolerant, Menschen in einer Art Fremdbestimmung mit irgendwelchen Begriffen einordnen zu wollen?
Ich bin mir nicht so richtig sicher, ob ich mich hier angesprochen fühlen soll (was ich anhand der Zitation des Wörtchens "echauffiert" aber vermute). Jeder darf seinen Standpunkt haben. So habe ich eben auch meinen eigenen und den habe ich kundgetan. Und der schließt eben ein, dass ich andere Standpunkte kritisch sehe. Das heißt ja nicht, dass ich sie nicht zulassen will. Und ich für meine Wenigkeit will ja gerade niemanden in irgendein Begriffskorsett zwängen. Wobei es bisweilen natürlich aus praktischen Gründen gut ist, wenn Sender und Empfänger in etwa das Gleiche unter einem Begriff verstehen.

Ich gehe mal in diesem konkreten Fall davon aus, dass die Kollegin sich redlich bemüht hat, die Materie zu verstehen und eben trotzdem beim Schreiben ein wenig unscharf war. Das passiert. Darf und kann ich sagen, da ich selbst in dem Metier tätig bin.

Lg,
Sylvia

Frauke
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Re: Transsexualität: Wo Männer ihre Identität an der Türe abgeben

Post 33 im Thema

Beitrag von Frauke » Fr 2. Jun 2017, 18:18

ich habe postfaktisch weniger als Kampfbegriff gesehen. Ich meinte damit, dass es auch heute (bezogen auf den Prof.) noch gut ist, Wissen und die richtigen Begriffe zu verwenden. Ich möchte auch nicht Leuten zu nahe treten, die sich mit uns auseinandersetzen. Den Anfang des Berichtes mit den transsexuellen Männern, die ihre Identität abgeben, fand ich sehr unglücklich formuliert. Ich möchte halt nicht, dass TS als etwas Skurriles beschrieben wird.

Verschiedene Standpunkte zu vertreten ist vollkommen richtig. So hat eben jede/r ihre/seine Sicht auf die Dinge und Empfindlichkeiten.
Zuletzt geändert von Frauke am Sa 3. Jun 2017, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.

ab08
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Re: Transsexualität: Wo Männer ihre Identität an der Türe abgeben

Post 34 im Thema

Beitrag von ab08 » Fr 2. Jun 2017, 19:24

Frauke hat geschrieben:
Fr 2. Jun 2017, 18:18
Ich möchte halt nicht, dass TS als etwas Skurriles beschrieben wird.
Danke, liebe Frauke,

)):m genau das möchte ich eben auch nicht :!:

Transsexuelle Frauen sind Frauen, (sie wurden nur aufgrund der Genitalien bei der Geburt falsch zugeordnet.)
Transsexuelle Männer sind Männer, (sie wurden nur aufgrund der Genitalien bei der Geburt falsch zugeordnet.)

Es geht also nicht nur um Begriffe/Bezeichnungen, bzw. "Empfindlichkeiten"
sondern z.B. darum, dass sich manche Ämter weigern, Heiratsurkunden korrekt auszustellen.
Zitate "Es gibt nur Mann - Frau" - "Wer als Mann heiratet, bleibt das auch!" - "Sie sind keine gebürtige Frau!" ...
Es geht also auch darum, dass z.B. manche Amtspersonen TS falsch ansprechen und stattdessen von einem "Geburtsgeschlecht" faseln.
Es geht darum, dass Menschen glauben, dass es so etwas wie Intersexualität nicht gibt...
(Für Dummheit/Unwissenheit habe ich bis zu einem gewissen Grad Verständnis. ABER für Sturheit nicht.
Wenn ich weiß, dass die Erde keine Scheibe ist *), erklär ich es eben und schweige nicht...
*) Dies ist seit 500 Jahren bekannt. Bei Intersexualität, genauso real, dauert es noch, bis sich die Informationen allgemein rumsprechen. Aber auch das kommt. )


Ob ungefragt operiert wird, oder auf einem Geburtsgeschlecht nach Augenschein beharrt wird...
Ob Gerichtsverfahren erschwert (z.B. sehr lang und extrem teuer) werden, wie gegenwärtig in Leipzig...
Es geht um die Diskriminierung /Ausgrenzung transsexueller bzw. intersexueller Menschen.
(Menschen, die so geboren wurden und sich das sicher nicht ausgesucht haben...)


Liebe Grüße und danke für Deinen Einsatz
Andrea, )))(:

die in der letzten Zeit an vielen Stellen schlimme Details mitbekam und daher mal deutlicher wurde. :oops:
@all -> Ich bitte Euch alle also ganz herzlich um Entschuldigung, aber das musste raus. :oops:

Nachtrag:
Den Artikel über TRANSNORMAL finde ich ansonsten gut. Natürlich finde ich auch gut, dass es solche Möglichkeiten gibt.
Auch andere Beiträge der Autorin Alicia Lindhoff halte ich für bemerkenswert und habe große Hochachtung vor ihrem Einsatz :!:

P.S. Wer bei Wikipedia "Transsexualität" eingibt und den Eintrag liest, hat eigentlich alle wesentlichen Informationen.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz

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